Silvia Avallone Marina Bellezza

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Inhaltsangabe zu „Marina Bellezza“ von Silvia Avallone

»Für alle, die die Suche nach der Schönheit des Lebens nicht aufgegeben haben.« Amica

Die hübsche Marina will als Sängerin die Welt erobern. Andrea möchte diese hinter sich lassen und auf einer Alm leben. Die Philosophiestudentin Elsa träumt davon, als Politikerin etwas zu bewegen. Alle drei sind in der tristen, von der Wirtschaftskrise geschüttelten norditalienischen Provinz großgeworden und träumen davon, der Gegenwart zu entkommen. Auf ihrem Weg begegnen sie einander. Während Elsa sich nach Andrea verzehrt, führt dieser mit Marina eine leidenschaftliche Beziehung, in der Liebe, Hass und Verzweiflung Hand in Hand gehen.

Liebe das Leben & lebe die Liebe - Avallone begeistert mit ihren Chrakteren & bereichert uns mit ihren tiefen Sätzen & Lebenssituationen.

— Binea_Literatwo

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  • Tristesse in den Alpen

    Marina Bellezza

    Himmelfarb

    22. October 2017 um 10:51

    Silvia Avallone... Der Name verhieß Gutes, hatte mich doch Ihr Erstling "Sommer aus Stahl" restlos überzeugt und begeistert. Doch wie das mit Zweitlingen so ist, hinterlässt "Marina Bellezza" eine große Enttäuschung. Wie schon in "Sommer aus Stahl", geht es in diesem Buch um eine triste Kindheit und Jugend in einer gottverlassenen, ehemals blühenden Gegend. Nun sind die Piemonteser Alpen ein pittoreskeres Setting, als die heruntergekommene Stahl - Stadt Piombino, aber das Problem, welches dort, wie hier herrscht, ist der Niedergang der italienischen Industrie, sowie die Landflucht. Diese Problematik erzählt Avallone auf teilweise großartige Weise, in der immer eine Wehmut über das verlorene Paradies mitschwingt, was aber nun die beiden Protagonisten Ihres zweiten Romans angeht, schwächelt sie. Die titelgebende Marina und der etwas ältere Andrea, Sohn des ehemaligen Bürgermeisters des kleinen Städtchens und ungeliebter Zweitgeborener, lieben sich seit ihrer Jugend, können aber nicht mit, allerdings auch nicht ohne einander leben. Marina, Kind jugendlicher, überforderter Eltern, ist ein rechtes Biest und ich konnte über die beachtliche Zahl von 600 Seiten nicht warm mit ihr werden. Ein frühreifes Lolita-artiges Geschöpf, welches sein Heil in einer Casting Show sucht, hat es doch eine göttliche Stimme. Andrea, der davon träumt, die Sennerei seines Großvaters wieder zu beleben und Landwirt werden will, hat für den Schnick Schnack seiner Geliebten wenig Sinn. Marina aber, ganz flittchenhaftes Wesen, welches sie ist, was natürlich aus einem tiefen Kindheitstrauma zu erklären ist, pfeift wiederum auf ein Leben an der Seite eines Bauern und versucht ihr Glück in Mailand. Okay, soweit, so gut bzw. schlecht, denn auf die Länge des Buches geht einem diese Amour Fou irgendwann sowas von auf den Senkel, dass man Andrea anschreien möchte, dann lass diese dumme Nuss doch endlich in Ruhe! Als dritte im Bunde taucht noch die unattraktive Elsa, deren Mitbewohnerin Marina ist, auf und ist natürlich unsterblich in Andrea verliebt... Man muss sich teilweise wirklich über das Frauenbild dieses Romans wundern, und noch mehr darüber, dass dieses von einer Frau erschaffen wurde. Immerhin gibt es teilweise sehr schöne Natur - und Zustandsbeschreibungen und die Kritik an der italienischen Gesellschaft ist auch nicht zu überhören. Mehr politisches Bewusstsein und weniger Schwulst, hätten dabei dem Roman gut getan.

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  • Nur weg aus diesem Leben

    Marina Bellezza

    michael_lehmann-pape

    20. August 2014 um 14:14

    Nur weg aus diesem Leben „Menschen wie Marina gehören niemandem, denn es gelingt ihnen nicht einmal, sich selbst zu gehören“. Und so besteht das Leben (nicht nur) Marinas aus einem ständigen Wechsel der „Aggregatzustände“. Sie will ein Star werden, herausragen, sich alles leisten können, etwas besonderes sein. Was in dieser langweiligen, fast ausgestorbenen Stadt Biella nun nicht gerade die beste Startposition findet. Aber sei es drum. Es gibt ja Casting-Shows. Und sie wird ihre Chance bekommen und nutzen. Da ist sie sicher. Fast. Manchmal auf jeden Fall. Und immerhin hat sie hier auch Andrea wieder getroffen, ihre Jugendliebe. Und wo Marina alles dafür in Bewegung setzt, „entdeckt“ zu werden, vertieft sich Andrea in seinen Tagtraum von einer eigenen Sennerei. Und auch wenn dies ein realistischeres Ziel scheint als ein „Star“ zu werden, in Wahrheit ist das genauso weit von der Realität entfernt wie Marinas abstrampelnde Versuche. Beide verbindet allerdings vor allem, dass sie dieser drögen, lähmenden Gegenwart entfliehen wollen, Tag für Tag. Ein Momentum welches Avallone wie einen Kern in die Seiten ihres Romans setzt, in dem sie in emotional dichter Weise sowohl den Antrieb dieses „Weg wollen“ vor die Augen des Lesers setzt, als auch die ständige Bremse, welche die doch vorhandene Last von Gegenwart und Vergangenheit, von „so sein, wie man ist“ für die Beiden bedeutet. So ergibt sich die Gegenwart als ein ständiger Wechsel der Gefühle und der Haltungen. Ein Wiederfinden, ein Verlassen, Liebe, Hass, Kommen, Gehen, gepaart mit immer wieder aufblitzenden Eingebungen, dass es so nicht gehen wird, dass ein gemeinsamer Weg nicht im Raume steht. Erkenntnisse, die oft und oft von einfacher, klarer, nicht-denkender Leidenschaft wieder hinweggeschwemmt werden. „Sie hatten entgegengesetzte Richtungen gewählt, es gibt nichts, was sie teilen konnten“. Und doch teilen beide auch eine gewisse Haltlosigkeit, eine leichte Verzweiflung ihrer ganzen Generation. Ob nun als Pop Sternchen oder als solider Almbesitzer, die treibende Frage ist, was sich denn lohnt. Was Bestand haben könnte. Was echte Anerkennung mit sich bringt. Nicht nur ein wenig flüchtigen Applaus. All das lässt Avallone mit einfließen und bietet so ein rigoroses Bild von hin- und her geworfenen Menschen. Ein Roman, der allerdings sich teils ebenso langgestreckt liest, wie das Leben in der fast ausgestorben wirkenden Stadt Biella sich darstellt. Eine Zerrissenheit, ein Kampf gegen die Umstände, gegen die Vergangenheit (welche diese Umstände herbeigeführt hat), gegen wenig Perspektiven, ein Kampf auch immer wieder gegen sich selbst und den anderen, der auf Dauer den Leser an manchen Stellen ebenso ermattet, wie die Protagonisten. Ein Roman, der ein Lebensgefühl trifft, der seine Protagonisten intensiv ausleuchtet, aber so manche Längen dabei nicht vermeidet.

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