Silvia Götschi Herrengasse

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Inhaltsangabe zu „Herrengasse“ von Silvia Götschi

Der beschauliche Kantonshauptort Schwyz wird von einer mysteriösen Mordserie heimgesucht. Die Polizistin Valerie Lehmann, erst vor Kurzem in die Zentralschweiz gezogen, sieht sich nicht nur mit einer äußerst skrupellosen Täterschaft, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Während sie um das Sorgerecht für ihren Sohn kämpft, versucht jemand offensichtlich, ihre Arbeit zu sabotieren. Dann zieht sich das Netz um sie herum enger zu ...

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    Herrengasse
    Aglaya

    Aglaya

    12. May 2017 um 20:09

    Die neu in den Kanton Schwyz gezogene Polizistin Valérie übernimmt als ersten Fall einen Mord, der sich schon bald als Teil einer Reihe entpuppt.Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der die Empfindungen und Beweggründe aller handelnden Personen durchschaut. Trotzdem gelang es mit nicht, mich in eine der Figuren hineinzufühlen, sie blieben mir entweder egal oder wurden mit sogar, wie die Protagonistin Valérie, mehr oder weniger unsympathisch. Valérie erschien mir sehr Ich-Bezogen, selbstsüchtig und auch selbstmitleidig. Auf andere Menschen, insbesondere Männer, schien sie grundsätzlich hinabzusehen.Die Handlung dreht sich nicht nur um den Kriminalfall, der eigentlich sehr interessant aufgebaut war, sondern zu einem grossen Teil auch um Valéries Privatleben, das in erster Linie daraus zu bestehen schein, ihren Sohn zu vermissen, ihren Noch-Ehemann zu hassen, Männer allgemein zu verachten und beim Hören von Opern einen Orgasmus zu bekommen (nein, das ist leider kein Witz). Wenn sich das Buch dann um den Fall dreht, dann reiht sich Zufallsfund an Zufallsfund, bis der Fall ebenso zufällig gelöst wird.Der Schreibstil der Autorin Silvia Götschi lässt sich flüssig lesen und enthält doch einige Helvetismen, was das Verständnis für Nicht-Schweizer wohl erschweren wird. Zwar ist am Ende des Buches ein Glossar angehängt, dass ich jedoch zu einem grossen Teil nutzlos fand. Darin wird zwar erklärt, dass ein Neuenburger eine Person aus Neuenburg ist (echt?!), andere Schweizer Begriffe wie Schüttstein (Spülbecken) oder gar regionalspezifische wie Kollegium (das Wort kenne ich selbst nur, weil ich seit einigen Jahren in der Zentralschweiz wohne. Im Rest der Schweiz heisst das Kantonsschule oder schlicht Gymnasium) werden nicht erläutert.Leider haben sich in das Buch auch einige sprachliche oder inhaltliche Fehler eingeschlichen. Zunächst hat mich das nicht weiter gestört, als sie sich aber zu häufen begonnen haben, nervte es mich dann doch. So verwendet die Autorin mehrmals die Bezeichnung „erst noch“, wenn die „eben gerade, vor Kurzem“ meint. Zudem erwähnt sie ebenfalls mehrfach, dass jemand Frauenheilkunde oder Rechtsmedizin studiert habe. Das gibt es aber zumindest in der Schweiz nicht. Hier studiert man Medizin, und erst nach dem Staatsexamen folgt die Spezialisierung auf eine Fachrichtung. Auch schliesst man hier das Jura-Studium nicht in Strafrecht ab, sondern in allen Rechtsgebieten (man kann allerdings einen Schwerpunkt in eine Richtung setzen, da die letzen paar Semester aus Wahlfächern bestehen). Ein weiteres kleines Detail: im späteren Frühling trifft man auf keine Erstsemesterstudenten. Das Studienjahr beginnt im Oktober, ein Semester dauert rund drei Monate, im Frühling hat also schon das zweite Semester begonnen (jetzt beginne ich wirklich zu klugscheissen…). Auch Valéries Erklärung zur Menstruation, dass da die Plazenta die Gebärmutterschleimhaut abstosse, ist nur absurd, da die Plazenta erst bei Beginn der Schwangerschaft (nach der Einnistung der befruchteten Eizelle) überhaupt gebildet wird. Zur Behauptung, dass PMS Frauen dazu bringt, gewalttätig zu werden (und das von einer weiblichen Autorin) äussere ich mich nicht weiter… Sehr amüsant fand ich übrigens die Vorstellung der Autorin, man könne sonntags seinen Anwalt anrufen und da nehme tatsächlich eine Sekretärin das Telefon ab… Mein FazitDer Kriminalfall wäre eigentlich ganz spannend. Leider wird er von der unsympathischen Protagonistin, ihren persönlichen Problemen und den vielen kleinen inhaltlichen und sprachlichen Fehlern beinahe verdrängt.

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