Silvia Götschi Klausjäger

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Inhaltsangabe zu „Klausjäger“ von Silvia Götschi

Eine jahrhundertealte Tradition endet dramatisch: Beim Klausumzug in Küssnacht treibt inmitten von Schmutzlis, Iffelen und Klausjägern ein Mörder sein Unwesen. Ausgerechnet der heilige Sankt Nikolaus liegt erschossen in der Bahnhofstraße des ansonsten so beschaulichen Rigidorfs. Valérie Lehmann und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Und je tiefer sie graben, desto Unglaublicheres kommt ans Tageslicht.

Ein Krimi und Thriller der leisen Töne, der den Leser gerade deshalb zu fesseln vermag

— solothurnkrimi

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    Klausjäger

    Gwhynwhyfar

    14. December 2016 um 12:50

    »Es gibt aber Männer, die jeglichen Respekt verlieren, wenn sie betrunken sind.«Am 6. Dezember startet bei eisiger Kälte das Klausjagen im dunklen Küssnacht, wie jedes Jahr in jahrhundertalter Tradition. Die Lichter in der Stadt sind ausgestellt, nur die mit Kerzen beleuchteten Iffelen leuchten den Weg des Nikolausumzugs. Der Umzug, angeführt von St. Nikolaus, begleitet von Schmutzlis und seinem weißgekleideten Ge-folge, die die beleuchteten Iffelen über dem Kopf halten, erreicht die Bahnhofsstraße. Der Nikolaus bricht zusammen, er wurde erschossen.»Bei den Frauen klingt es anders, als Richter war er nicht sehr beliebt … zu männerlastig. Es kursieren Gerüchte, dass er sich vor allem in Trennungs- und Scheidungsfällen gern auf die Seite der Männer gestellt habe.«Kommissarin Valérie Lehman ermittelt mit ihrem Team. Wer hat den Nikolaus er-schossen? Einer seiner Freunde aus der Sankt Niklausengegesellschaft? Nach dem Umzug ziehen die Männer von Kneipe zu Kneipe und lassen sich vollaufen bis zum Morgengrauen. Nicht einmal der Tod ihres Vorsitzenden hält sie davon ab. So zeigt sich die Vernehmung etwas schwierig. Oder stammt der Täter aus dem privaten Um-feld, denn die Ehefrau macht nicht gerade einen trauernden Eindruck, als sie vom Tod des Mannes erfährt. Ebenso steht das berufliche Feld von Richter Gross im Focus. Schnell stellt sich heraus, dass einige Frauen genügend Grund hätten ihn zu töten, denn er stellte sich in Scheidungsprozessen immer auf die Seite der Männer, sprach ihnen die Kinder zu, wenn sie das forderten. Valérie kann den Zorn und die Frustrati-on der Mütter verstehen, sie selbst steckt in einer ähnlichen Situation, sie versucht gerade ihren Sohn zu überzeugen, zu ihr zu ziehen, nun, da er fünfzehn ist. Mitten in der Ermittlung holt sie ihn vom Bahnhof ab. Kann sie ihn überzeugen?Valérie stößt auf eine von Männern dominierte Gesellschaft der Innerschweiz, stock-konservativ. Die Nikolausgesellschaft besteht nur aus Männern. Im Umzug dürfen nur Männer und Jungen laufen, die Frauen und Mädchen dürfen zuschauen, die Frau-en hernach die Kinder einsammeln und nach Hause gehen, während die Männer sich volllaufen lassen, Kellnerinnen begrabschen. Allerdings sind die Frauen gut genug, die Gewänder für den Umzug zu nähen und zu helfen, die Iffelen herzustellen.»Sie kannte das Phänomen. Frauen opferten ihren Körper, um verbalen Attacken, Demütigungen und womöglich Schlägen vorzubeugen, um ihre Männer zu be-schwichtigen, wenn sie außer Rand und Band gerieten.«Silvia Götschi hat hier nicht nur einen spannenden Krimi abgeliefert, sie beschreibt Landschaften, Bräuche und die moderne Gesellschaft der ländlichen Innerschweiz. Das juristische Festsetzen von Gleichheit und Reden über Gleichberechtigung und Respekt ist eine Seite, die Umsetzung eine andere. Zu diesem ernüchternden Schluss muss kommen, wer die derzeitigen Debatten über die Gleichstellung der Geschlechter und über alltäglichen Sexismus verfolgt. Über Jahrzehnte haben Frauen sich für gleiches Recht und Freiheit eingesetzt, haben die Gleichstellung erkämpft. Ob in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich, die Frauen in der Schweiz sind bis heute schlechter gestellt, sei es nur bei der Aufteilung von Haus- und Familienarbeit. Die Autorin benennt hier kleine Punkte mit gewaltiger Wirkung. Amüsiert habe ich verfolgt, mit welcher Tatkraft manche Frau sich wehrt, und mit welchen Tricksereien man die Entscheidungen von Kantonsgerichten aussetzen kann. Ein kluger Krimi, der einen guten Einblick in das Schweizer Leben gibt. Silvia Götschi hält die Spannung stets oben, bis zum Ende tappt die Polizei auf mehreren Spuren im Dunkeln. Ein Krimi passend in die Vorweihnachtszeit, den ich absolut empfehlen kann.

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    Klausjäger

    solothurnkrimi

    12. December 2016 um 18:03

    Das Sakrileg geschieht während des traditionellen Klausumzugs im beschaulichen Küssnacht: Ein tödlicher Schuss aus dem Hinterhalt trifft den Sankt Nikolaus. Die energische Ermittlerin Valérie Lehmann von der Schwyzer Kantonspolizei, die zufälligerweise und beinahe gegen ihren Willen dem Umzug beiwohnte, übernimmt die Ermittlungen. Der Tote war Bezirksrichter. War es ein gezieltes Attentat oder ein willkürlicher Schuss in die Menge? Je tiefer Valérie gräbt, desto mehr rutscht sie in einen Zwiespalt professioneller und persönlicher Betroffenheit.In ihrem zweiten Roman mit Valérie Lehmann ist es Götschi gelungen, den rastlosen Charakter ihrer Ermittlerin feiner und gesetzter herüberkommen zu lassen. Valéries innerer Kampf mit sich selber und das Trauma ihrer Vergangenheit kommen tiefgründiger und gleichzeitig klarer herüber. Der Konflikt zwischen dem Streben nach Liebe und Zuneigung von ihrem beim Vater lebenden Sohn und ihrem Pflichtgefühl ist schön herausgearbeitet. Valéries seelische Narben sind noch nicht ganz geschlossen und die physische Wunde wird für immer sichtbar bleiben. Trotzdem ist sie bereit, sich erneut auf die Liebe einzulassen, die nicht ganz ohne Hindernisse kommt. Die Jagd nach der Täterschaft trägt das ihre dazu bei, umso mehr es bei Valérie zuletzt um Leben oder Tod geht. "Klausjäger" ist ein Thriller, der ohne grosse Action und Spezialeffekte auskommt. Götschi schafft es, mit einer noch feiner artikulierten Sprache als beim Vorgänger "Herrengasse" die latent spannungs- und konfliktgeladene Atmosphäre herauszuarbeiten. Die Handlung ist nicht nur ein Krimi. In gewisser Weise kann sie als Sittengemälde einer modernen, aber von ruralen und archaischen Traditionen geprägten Gesellschaft gesehen werden. Mir als Liebhaber von Krimis, welche die Protagonisten persönlich und mit ihrem ganzen Wesen einbinden und fordern, fiel es leicht umzublättern und die hartgesottene aber gleichzeitig vulnerable Ermittlerin in ihren Freuden und Ängsten zu begleiten.Fazit: Ein Krimi und Thriller der leisen Töne, der den Leser gerade deshalb zu fesseln vermag.

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