Das rote Licht des Mondes

von Silvia Kaffke 
4,3 Sterne bei53 Bewertungen
Das rote Licht des Mondes
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Neue Kurzmeinungen

engineerwifes avatar

Das hat ausnehmend gut gefallen ... der zweite Teil muss her :)

Inoriis avatar

Ein tolles Buch! Werde ich definitiv nochmal lesen! Und ein schöner Einblick in das Jahr 1854-1855 So konnte man lesen wie es damals war.

Alle 53 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das rote Licht des Mondes"

Der Mond ist ein stummer Zeuge.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bricht an Rhein und Ruhr ein neues Zeitalter an. Doch auch der Fortschritt hat eine dunkle Seite: Während Lina Kaufmeister, Tochter aus gutem Hause, davon träumt, sich als Schneiderin selbständig zu machen, erschüttert der Fund zweier grausam zugerichteter Leichen die Stadt Ruhrort. Beiden Mädchen wurden die Herzen aus dem Leib geschnitten. Weitere Opfer folgen. Ein Werk des Teufels, munkelt man.
Zusammen mit Commissar Robert Borghoff kommt Lina einer Verschwörung auf die Spur.
Sie ahnen: Wenn der Blutmond die Stadt in sein rotes Licht taucht, ist keiner mehr sicher.

'Kriminalstory und Liebesgeschichte. Glaubwürdig, unterhaltsam, mit Blick für Details. Mehr davon!' FOCUS

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499248139
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.01.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Eoliennevor 3 Jahren
    Liebe und Abgründe in Zeiten des Strukturwandels


    Ein 512 Seiten starker historischer Krimi? Mir fiel spontan mein langweiliger Geschichtsunterricht ein, so dass ich den Roman mit einer gehörigen Portion Skepsis zu lesen begann. Würde S. Kaffke es schaffen, angesichts des beeindruckenden Umfangs ihres Romans die Spannung und Kurzweil eines Krimis ins 19. Jahrhundert zu übertragen? Zum Glück trugen mich meine Neugier und das Vertrauen in den mir wohlbekannten Erzählstil der Autorin über diese ersten Zweifel. Ja, der Autorin ist es schon nach ein paar Zeilen gelungen, mich meine Zapp-Gewohnheiten beiseite legen zu lassen und in das gemächliche Erzähltempo vergangener Jahrhunderte einzusteigen. Zeitgeist, gesellschaftliche Umbruchsituation, Lokalkolorit, Frauenschicksale und die Liebe in Zeiten gesellschaftlicher Zwänge - nichts verkommt zu unverdaulicher Kost, sondern bildet den authentischen Rahmen für die Aufklärung abscheulicher Verbrechen. Langsam, unaufhaltsam steigert S. Kaffke die Spannung bis ins Unerträgliche. Ich befürchte ja immer, dass AutorInnen das Ende vermasseln, aber alles wird gut. Verdammt gut! Und ich habe glücklicherweise nichts verraten – diesen Roman müssen wir auskosten bis aufs letzte Wort, Mesdames et Messieurs...

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 5 Jahren
    Teufel! Es sind Teufel hier in Ruhrort!

    Ruhrort im Jahr 1854. Die aufstrebende Stadt wird von einigen grausamen Leichenfunden erschüttert. Junge Frauen oder Kinder, denen man die Herzen aus dem Leib geschnitten hat – und teilweise noch mehr. Lina Kaufmeister, Tochter aus gutem Hause, die zwei der Opfer gefunden hat, hat ihre ganz eigene Meinung zu dem möglichen Täter. Aber der einzige, der ihr glaubt, ist Commissar Robert Borghoff. Worauf die beiden dann bei den Ermittlungen stoßen, ist schlimmer als alles, was sie sich vorstellen konnten…

    Was für ein Buch! Ich bin total begeistert! Auf dem Buchdeckel steht „Kriminalstory und Liebesgeschichte“. Das ist es, in der Tat. Als Krimi ist das Buch super, spannend und mit überraschenden Entwicklungen. Dazu war mir der ermittelnde Commissar von Anfang an schwer sympathisch und ich habe richtig mit ihm mitgefiebert!

    Liebesgeschichte gibt es streng genommen sogar mehr als eine, schön geschrieben und romantisch. Aber Details verrate ich natürlich nicht!

    Was der Buchdeckel nicht erwähnt ist, dass dieses Buch auch toll über das Leben in der damaligen Zeit berichtet. Über die Unterschiede zwischen Bürgern und Arbeitern, über die Moralvorstellungen und vor allem über die Rolle der Frau in dieser Zeit. Absolut unfassbar ist für mich die Vorstellung, dass eine erwachsene und gebildete Frau mit einem Bruder als Vormund leben musste, nur weil sie nicht verheiratet war! Lina Kaufmann ist eine Frau, die sich damit nicht abfinden will und die aus ihrer Rolle ausbricht – und dadurch reichliche Schwierigkeiten bekommt! Diese Thematik wird sogar sehr umfassend behandelt, eine Zeitlang dachte ich, dass die Kriminalstory dabei zu kurz käme. Aber dann habe ich es verstanden…

    Lina, die nach den Leichenfunden zunächst total schockiert war, erlebt eine Phase, in der sie von ihren eigenen Problemen so in Anspruch genommen wird, dass sie kaum noch an die Morde denkt. Umso schlimmer wird es dann, als weitere Taten folgen!

    Das Buch enthält auch eine Karte, auf der die damaligen Straßen, Plätze und die Wohnhäuser der Hauptpersonen eingezeichnet sind. So was mag ich sehr, ich schau beim Lesen immer mal wieder drauf. Und da ich nur wenige Minuten von Ruhrort entfernt wohne, hat es noch mal so viel Spaß gemacht.

    Fazit: Spannend, gruselig, sympathische Charaktere, Romantik, Zeitgeschichte… Für mich ein wunschlos-glücklich-Buch und die Fortsetzung („Das dunkle Netz der Lügen“) muss ich kurzfristig auch noch lesen!

    Danke liebe Silke für die tolle Empfehlung!

    Kommentare: 1
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    marion_galluss avatar
    marion_gallusvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Der historische Roman spielt in Ruhrort im Jahre 1854. Ist Ruhrort heute „nur“ noch ein Stadtteil der Stadt Duisburg, war es damals eine wichtige, eigenständige und stetig anwachsende Stadt. Sie war mit ihrer Lage direkt am Rhein und dem damals schon sehr modernen und geschäftigen Hafen ein wichtiger Umschlagplatz und industrieller Standort, der Menschen aus verschiedenen Bereichen und Ländern angezogen hat.

    Lina Kaufmeister ist eine wunderschöne Frau von Anfang 30 und Tochter aus wohlhabendem Hause. Sie lebt gemeinsam mit Ihrer Familie im geräumigen Wohnhaus auf der Carlstrasse. Ihre Schwestern sind beide verheiratet und haben Kinder. Mina, ihre Zwillingsschwester, lebt mit Mann und Kind in Brüssel. Lina hat einen Makel. Durch eine Krankheit in ihrer Kindheit hat sie eine steife Hüfte zurückbehalten und hinkt. Da hilft auch ihr schönes Gesicht nicht, solch eine Frau will keiner heiraten.

    Daher lebt Lina nach wie vor im elterlichen Haus, wo sie den Haushalt führt, die Kleider für die gesamte Familie näht und ändert und sich hingebungsvoll um den an der „Schüttelkrankheit“ leidenden Vater kümmert.

    Die Vormundschaft für Lina hat ihr älterer Bruder Georg inne. Er ist ein sehr jähzorniger Mann, der mit einer Holländerin verheirat ist, die zu faul ist den Haushalt zu leiten. Lina ist sicher, ihr Bruder will sie nur weiterhin im Hause haben, damit sie seiner Frau die lästigen Pflichten abnimmt und um sie als billigste Arbeitskraft auszunutzen.

    Als sie eines Abends von einem Besuch bei ihrer Freundin kommt, stößt sie durch Zufall auf die grausam zugerichteten Leichen zweier Kinder. Beiden wurde der Brustkorb aufgebrochen und die Herzen aus dem Leibe gerissen. Der älteren wurde außerdem der Unterleib aufgeschnitten und das ungeborene Kind aus dem Körper entfernt. Lina ist natürlich entsetzt aber andererseits hat die ihr angeborene Neugierde sie gepackt und sie will wissen, was hinter diesen Morden steckt.

    Sie lernt den ermittelnden Commisar Borghoff kennen und dieser ist von der schlagfertigen, frischen, gerissenen Art dieser Frau angetan. Sie ist für ihn so absolut untypisch für die Frauen dieser Zeit und er bespricht sich in diesen Ermittlungen immer wieder mit Lina und hofft sogar auf ihren Rat oder Denkanstösse.

    Als erneut Morde nach dem gleichen Muster geschehen ist Lina sicher, dass es in Ruhrort eine Verschwörung des Bösen gibt. Doch wer oder was soll das sein? Und was ist der Grund für solch grausame Morde? Lina lässt nicht locker und als sich ihr Leben dann in extremster Weise ändert, bringt sie sich zu ihren bisherigen Problemen auch noch in große Gefahr …

    Weiterlesen:

    http://buchwelten.wordpress.com/2011/12/09/das-rote-licht-des-mondes-von-silvia-kaffke-55/

    © Buchwelten 2011

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Kaffke verschenkt Potenzial

    Deutsche Kriminalromane. Irgendwie stehe ich mit ihnen auf Kriegsfuß. Immer wieder hab ich es mit einem Autor versucht, um dann letztendlich doch wieder bei meinen geliebten englischen Krimis zu landen.

    Nun kam ich unversehens in den Besitz eines Leseexemplars von Silvia Kaffkes "Das rote Licht des Mondes". Der interessant klingende Klappentext und die zeitliche Einordnung des Plots überzeugten mich schließlich, einen weiteren Anlauf zu wagen. Und ich muss sagen: Enttäuscht wurde ich diesmal nicht, wenngleich man hier ganz klar differenzieren muss, denn ein reiner historischer Kriminalroman ist dies sicherlich nicht. Vielmehr verknüpft Kaffke Elemente von Gesellschafts-, Familien- und eben Kriminalroman, was man wiederum wissen wollte, bevor man sich voll Eifer auf das Buch stürzt.

    Die Story spielt im Ruhrort des Jahres 1854. Es ist eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der beginnenden Industrialisierung in Deutschland. Die Nachwehen der gescheiterten bürgerlichen Revolution sind noch vielerorts zu spüren und Überwachung durch die geheime Polizei Berlins, die gegen jede Art von "Landesverrat" vorgeht, allgegenwärtig. Hier trifft der Leser auf Lina Kaufmeister, die Tochter eines angesehenen Spediteurs und Reeders und eine für diese Epoche erstaunlich emanzipierte und gebildete Frau, die jedoch im Hause ihres Vaters keinen leichten Stand hat. Wegen eines schweren Hüftleidens stark verkrüppelt, winkt ihr mit 35 Jahren das Schicksal einer alten Jungfer, weshalb ihr Bruder Georg sie als bessere Haushaltshilfe an der Kette hält. Lina kämpft für ihre Mündigkeit, muss sich aber bald darauf mit anderen Problemen befassen als sie eines Nachts zwei grausam zugerichtete Mädchenleichen findet, deren Anblick sie nicht mehr loslässt. Beiden Mädchen, stadtbekannte Prostituierte, wurden die Herzen herausgeschnitten, dem älteren sogar ein Kind aus dem Unterleib entfernt. Gemeinsam mit dem unkonventionellen Commissar Robert Borghoff nimmt Lina die Ermittlungen auf.

    Klingt nach Jack the Ripper? Ja, hat auch, zumindest in der zweiten Hälfte des Buchs, sehr viel Ähnlichkeit mit den Ereignissen von 1888 in Whitechapel, Im ersten Teil steht jedoch eindeutig Linas persönliche Geschichte im Vordergrund, die sich in der konservativen Gesellschaft ihren Platz zu erobern versucht. Kaffke hat dabei den Zeitkolorit auf den Punkt genau getroffen und eine atmosphärisch perfekte Story aufs Papier gebracht, die sich allerdings für nicht-weibliche Leser streckenweise als etwas zäh erweisen könnte.

    Kleider nähen, Teepartys und Damenversammlungen nehmen da meiner Meinung nach etwas überhand, während der Krimihandlungsstrang eher seicht nebenher läuft. Gottseidank findet Kaffke aber spätestens ab Mitte des Romans die richtige Mischung und die Spannung zieht, auch aufgrund der Gefahr für die Protagonisten, stark an. Temporeich führt die Autorin durch eine immer düster werdende Story, die (für mich völlig überraschend) sich sogar Fantasy-Elemente bedient, was zwar der finsteren Grundstimmung zuträglich ist, die Authentizität der Geschichte aber irgendwie schmälert. Das Ende gerät für routinierte Krimileser wenig ungewöhnlich und hat mich persönlich etwas enttäuscht.

    Insgesamt ist "Das rote Licht des Mondes" eine sehr anschauliche und spannende Schilderung eines Frauenlebens im "Ruhrpott" des 19. Jahrhunderts, die in erster Linie aufgrund der düster-nebligen Atmosphäre und der detaillierten Erzählweise meinen Gefallen gefunden hat. Aus der kriminalistischen Handlung hätte Kaffke jedoch weitaus mehr machen können.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Silvia Kaffke nimmt sich einer der spannensten Zeiten des Ruhrgebietes an.
    Ende des 19.Jahrhunderts erweckt sie die Stadt Ruhrort, die heute ein Stadtteil Duisburgs ist, zum Leben.
    Ich konnte als Leser mich nicht nur durch die mitgelieferten Karten bestens orientieren, sondern auch durch tatsächliche Ortskenntnis, wohne ich doch keine 500 m von den Schauplätzen entfernt.
    Dies machte auch für mich den Reiz als Leser aus, dieses Buch zu lesen.
    Die Begebenheiten zu jener Zeit sind den meisten Leser bestenfalls aus alten historischen Büchern bekannt, deren Studien trocken und langweilig sind.
    Hier kommt wieder dieser Roman ins Spiel.
    Verpackt durch diese wirklich gut gemachte Geschichte lernt man eine Menge über die verschiedenen Gesellschaftsschichten , das Alltagsleben und Wirken zu jener Zeit.
    Der Lokalkolorit der in dieses Buch mit einfließt macht es für mich zu einem Sahnehäubchen seines Genre.
    Der Stil der Autorin ist dabei keineswegs langweilig, sie beschreibt ehrlich und authentisch und lässt den Leser zu keiner Zeit im Unklaren über die notwendigen Umstände.
    Das in diese Geschichte mehrere Mordfälle verwoben werden, bei denen man bis zum Schluß keine Ahnung hat wer der Mörder sein könnte macht es zusätzlich noch spannend.
    Interessant finde ich auch die Skizzierung einer der Hauptpersonen. Frauen zu jener Zeit werden meist sehr klischeehaft gezeichnet, die Umstände ihres Wirkens und Lebens sind beinahe schon zu erraten. Das fehlt hier, die Beschreibung weicht in syphatischer Weise von den Gängigen ab und erfrischt den Roman auf eine besondere Weise.

    FAZIT: Die besondere Mischung aus Kriminal- und Liebesgeschichte, verpackt als historischer Roman als günstige TB Ausgabe ist einfach unschlagbar und jeden Cent wert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung die hier schon steht.

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    Monster144vor 8 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Ich musste das Buch als Schulaufgabe mal lesen. Und muss sagen man hat uns schon schlümmeres zu lesen gegeben. Unsere Aufgabe war zu lesen wie Ruhrort damals aussah und zu schauen wie es heute aussieht. Das Buch ist schön geschrieben, man kann es gut lesen, die Geschichte ist auch interresant aber mich konnte das Buch nicht so fesseln, warscheinlich liegt das aber daran das ich lieber Fantasy lese. Wer gerne Krimis liest oder historische Romane mag ist hier bestens aufgehoben.

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    Ramona1987vor 8 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Auch ich bin restlos begeistert von diesem Buch und kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen. Wer gern historische Werke liest aber auch gern mal einen Krimi oder einen Thriller, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

    Eigentlich schreibe ich nicht zu jedem Buch eine Rezi, aber diese Autorin hat es einfach verdient, für dieses Buch gelobt zu werden. Ein sehr guter Freund schenkte mir dieses Buch zu Weihnachten, denn dank eines netten Forenmitglieds landete es auf meine Wunschliste. Und es bereitete mir nun seit vorgestern wunderbar spannende Lesestunden. Die Geschichte wurde so wahnsinnig lebendig geschrieben, dass ich die Bilder noch immer vor meinen Augen sehe. In dem Buch überwiegen keine kriminalistischen Details, sondern auf eine gekonnte Art und Weise führt uns die Autorin auch in die Denkweise und das Leben der Protagonistin. Es ist definitiv kein üblicher Krimi sondern etwas ganz besonderes. Die Autorin versteht es, wie sich ein historischer Roman wunderbar mit einem Krimi vereinen lässt.

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    Winterzaubervor 8 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Dieses Buch ist wirklich ein Knaller. Ich lese eher selten historische Bücher. Dieser Krimi ist ein Geheimtipp. Düster und richtig gruselig am Anfang, ich habe mich total an London zur Zeit von "Jack the Ripper" erinnert gefühlt. Es könnte tatsächlich in London spielen und nicht wie geschrieben in Ruhrort (Duisburg) die Stimmung kommt total gut rüber, was natürlich auch dazu beiträgt sind die schwarzen Kutschen und das Gaslicht. Lina, die Hauptperson ist gut getroffen und jede Frau kann sich sofort mit ihr identifizieren, vor allem natürlich über die Ungerechtigkeit, dass Frauen um 1800 überhaupt keine Rechte hatten. Diese Geschichte hat alles, was ein gutes Buch ausmacht, Spannung, Lokalkolorit und eine kleine Liebesgeschichte. Habe es schon vielen Frauen empfohlen und alle waren begeistert.

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    C
    Carsten Lvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Ruhrort 1854: Die aufstrebende Industriemetropole wird durch Morde erschüttert. Kommisar Robert Borghoff ermittelt und stößt auf eine Verschwörung. Unterstützt wird Borghoff bei seinen Ermittlungen von Lina Kaufmeister, der Tochter eines angesehenen Spediteurs und Reeders, die Zeuge wird, als eines der Mordopfer, ein Kind, aus einer Kutsche auf die Straße geworfen wird.

    Die Verschwörer haben vor, die Macht in Ruhrort zu übernehmen. Es gelingt Ihnen mit okkulten Messen Teile der reichen Bevölkerung Ruhrorts für sich und ihre Machenschaften zu gewinnen. Die Aufklärung der Morde wird zu einem Spiel gegen die Zeit und man weiss nicht, ob alle die gegen die Verschwörer sind, auch ehrlich sind.

    Ein guter und schön zu lesender historischer Krimi.

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    Calamings avatar
    Calamingvor 9 Jahren
    Rezension zu "Das rote Licht des Mondes" von Silvia Kaffke

    Die Handlung des Romans „Das Rote Licht Des Mondes“ spielt in Ruhrort bei Duisburg im Jahr 1854.
    Lina, gut ausgebildete Kaufmannstochter über 30, unverheiratet, könnte als allein stehende Frau entweder als Lehrerin oder als Schneiderin selbst für ihren Unterhalt sorgen. Die damalige Zeit verbietet aber allgemein „der Frau“ so viel selbstständig denkende Freiheit. Und so ist Linas Bruder, nach dem Tod des Vaters, ihr Vormund und verweigert ihr ganz selbstverständlich und rechtlich einwandfrei ihr Erbe sowie ihre jährliche Rente aus dem Vermögen der Mutter.
    Lina gelingt der heimliche Auszug aus dem elterlichen Haus während der Bruder auf Reisen ist.
    Nach einem Besuch bei ihrer Freundin entdeckt Lina, selbstverständlich in Begleitung des Hausdieners, an einem späten und düsteren, nebeligen Nachmittag die Leichen von zwei jungen Mädchen. Commissar Borghoff übernimmt den grausigen Fall und Lina kann ihm, dank ihres wachen Verstandes, bei der Ermittlung helfen.
    .

    „Das Rote Licht Des Mondes“ von Silvia Kaffke soll ein historischer Kriminalroman sein. Nicht unbedingt ein Buch für eingefleischte Krimifreunde, für die die Ermittlungsarbeiten im Vordergrund stehen. Der wirklich grausige Kriminalfall kommt nämlich erst an dritter Stelle.
    Weitläufig begleitet der Leser Lina Kaufmeister und ihr Leben in der damaligen Zeit etwas über ein Jahr lang.
    Ziemlich genau wird hierbei das Leben der Frau in der Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt. Sehr detailgetreu die Ausrichtung einer Gesellschaft von Geschäftskunden, das Weihnachtsfest 1854 oder auch der Jahreswechsel 1854/ 1855. Ebenso oft wird über Linas Arbeit, das Nähen, oder auch ihr Besuch auf verschiedenen Teegesellschaften geschrieben. Aber auch über den gewagten Spagat, als Frau unverheiratet in die Selbstständigkeit zu gehen wird großräumig berichtet. Lina Kaufmeister ist in diesem Roman eine starke gebildete Frau, die sich ebenso auch für die Rechte und Freiheiten der Frauen einsetzen könnte.
    Sehr interessant und genau wird auch Ruhrort mit seiner damaligen Industrialisierung dargestellt.
    .

    Die Auflösung der Morde zeichnet sich nach ungefähr 2/3 des Buches ab und ist bis dahin eher Nebensache, die Geschichte um die Morde finde ich eher bizarr.
    Die ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden (laut Klappentext) des Commissars haben sich mir nicht erschlossen. Trotzdem fand ich das Buch gut und habe es interessiert gelesen, eben weil die Autorin so detailgetreu geschrieben hat.

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