Johanniskind: Bedrohung

von Silvia Nagels 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Johanniskind: Bedrohung
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Für alle, die auf der Suche nach wirklich origineller Fantasy-Literatur voller spritziger, witziger Ideen sind eine absolute Empfehlung

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Phenomenal!

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Inhaltsangabe zu "Johanniskind: Bedrohung"

Aus den Aufzeichnungen Bruder Oswalds von Egmond 980 n. Chr. ›Auf gemeinsamen Beschluss der Könige der Licht- und Dunkelwelt wurde ich ausersehen, den dritten Teil des Lapis nitidus für die Menschenwelt zu bewahren ... Mir obliegt es, den Stein sicher zu verbergen. Mit Gottes Hilfe werde ich einen angemessenen Platz finden und ihn somit dem Zugriff des Bösen entziehen ... ‹ Fast vierhundert Jahre gelingt es, den Lapis nitidus in Rungholt auf der Halbinsel Strand zu verbergen, bis der Schwarzmagier Nekke ihn aufspürt. Um den Stein in seine Hände zu bekommen, beschwört er eine Sturmflut, die die norddeutsche Insel verschlingt. Dem Rungholter Schmied Ingwer und seinen beiden Gefährten, die wie er in einer Johannisnacht geboren wurden, ist es bestimmt, den Stein in Sicherheit zu bringen. Während der abenteuerlichen Flucht versuchen sie, ihr Schicksal zu erfüllen, bevor Nekke in den Besitz des Lapis nitidus gelangt und das Gleichgewicht der Welten zerstört.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B0738Q1PV9
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:353 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:24.06.2017

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    JohannaStoeckls avatar
    JohannaStoecklvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für alle, die auf der Suche nach wirklich origineller Fantasy-Literatur voller spritziger, witziger Ideen sind eine absolute Empfehlung
    Spannendes Crossover aus historischem Roman und Fantasy


    Ich lese seit 35 Jahren Fantasy und muss zugeben, dass mich in diesem Genre nur mehr wenige Bücher hinter dem Ofen hervorlocken können. Die hundertste Geschichte, in der eine Gruppe von Gefährten sich auf eine gefährliche Queste begibt, um die Welt zu retten, entlockt mir ein müdes Schmunzeln.
    Bei "Johanniskind" von Silvia Nagels war mir von der ersten Leseprobe an klar, dass dieses Buch anders ist. Die Bezeichnung des Genres "Fantasy" kommt ja bekanntlich von Phantasie ... und einen Mangel an selbiger kann man der Autorin jedenfalls nicht vorwerfen.
    Die phantasievoll berschriebene Welt, in der der Großteil der Geschichte spielt, die "Zwischenwelt", mit ihren Kreaturen wie dem Zworm (wer wissen will, was ein Zworm ist, muss das Buch lesen) und den Feuerelfen (ich liebe die Feuerelfen!) steht dabei in krassem Gegensatz zu der Menschenwelt des 14. Jahrhunderts.
    Und das ist nun das wirklich Originelle an dem Buch: Akribisch recherchierte Fakten aus dem realen mittelalterlichen Norddeutschland verweben sich mit den magisch-mystischen Elementen aus der Zwischenwelt zu einem harmonischen Ganzen. Die historisch überlieferten Legenden über den Untergang der Stadt Rungholt werden so geschickt in die Fantasy-Handlung eingewoben, dass man im Internet nachrecherchieren muss, was nun Überlieferung und was Erfindung der Autorin ist. Die düstere Atmosphäre des eisig kalten, winterlichen Norddeutschland ist so dicht, dass ich mich bei der Gestalt des Pfarrers Alard von Leck immer wieder an William von Baskerville in Eco's *Name der Rose* erinnert gefühlt habe. Und trotz aller Düsternis des Mittelalters kommt der Humor in diesem Buch auch nicht zu kurz.
    Für alle, die auf der Suche nach wirklich origineller Fantasy-Literatur voller spritziger, witziger Ideen sind, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.

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    KristinSchoellkopfs avatar
    KristinSchoellkopfvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Phenomenal!
    Zwei Genres - ein Werk

    Das Verschmelzen zweier Genres ist häufig nicht leicht. Überzeugt das eine, scheint das andere eher unterzugehen. Doch, kann es auch gelingen? Das zeigt Silvia Nagels in Johanniskind: Bedrohung. 

    Die Geschichte beginnt im Jahre 1362 und der Leser scheint nicht nur über eine vergangene Zeit zu lesen, sondern geradezu in sie hineingezogen zu werden. Die Ausdrucksweise, die Charaktere – ein Traum für jeden Geschichtsfan! Natürlich kommt in der Geschichte auch der fantastische Aspekt nicht zu kurz und ich war überrascht, wie perfekt die beiden Genres ineinandergriffen. Normalerweise bin ich, wie oben erwähnt, skeptisch, insbesondere bei historischen Romanen. Doch hier ist nicht nur die Geschichte spannend, sondern es wird eine Atmosphäre kreiert, welcher ich einfach nicht widerstehen konnte.

    Pfarrer und Feuerelfen. Eine tolle Mischung, oder? Während die Welten aufeinanderprallen und langsam verschmelzen, überzeugt jeder Charakter auf seine eigene Weise. Egal ob Mensch, Zworm oder Feuerelf. Was mich ins Besondere begeistern konnte, war der Witz, der in den meisten „schweren“ (wie ich Romane mit ernster Thematik nenne) Romanen fehlt. Ich war nicht nur auf jedes weitere Kapitel gespannt, sondern hatte auch großen Spaß.

    Johanniskind: Bedrohung war eine Reise in die Vergangenheit mit dem gewissen Etwas einer fantastischen Welt. Wie ich nicht müde werde zu betonen, wird durch den Schreibstil eine einzigartige Stimmung erschaffen und der Fokus wird von der Handlung auf die Ausdrucksweise des Erzählers gelenkt. Nur wenige Romane, die ich bisher lesen durfte, haben dies geschafft.

    FazitSilvia Nagels`  Johanniskind: Bedrohung ist ein Roman, der mir noch lange im Kopf bleiben und mich beschäftigen wird. Ich freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin.

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    Gabies avatar
    Gabievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Keine High-Fantasy, doch die Autorin versteht es mit Worten Bilder zu malen, sodass es von mir eine klare Leseempfehlung gibt :-)
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