Silvia Pistotnig Nachricht von Niemand

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Inhaltsangabe zu „Nachricht von Niemand“ von Silvia Pistotnig

Luise hat eigentlich genug um die Ohren: eine Mutter, die im landläufigen Sinn als wahnsinnig zu bezeichnen ist, eine Schwester, die sich der Verantwortung des Erwachsenseins lieber noch entzieht, einen geschiedenen Anwalt, der in ihrem Leben ein und aus geht, wie es ihm gerade passt, und ganz nebenbei einen neuen Job, der zur Zufriedenheit aller erledigt sein will. Mitten in diesen alltäglichen Trubel hinein funkt plötzlich eine E-Mail-Nachricht von einem Unbekannten namens Noone, die Luise zunächst als Scherz abtut. Als sich die Mails aber immer öfter in ihrem Posteingang einstellen, muss sie bald erkennen, dass es jemand da draußen ernst meint mit ihr - und klickt eines Tages auf „Antworten“. Spannend wie einen Krimi entwickelt Silvia Pistotnig in ihrem Romandebüt die Beziehung einer jungen Frau zu Unbekannt bis hin zum überraschenden Höhepunkt. Zugleich entsteht im Hintergrund das authentische Bild jener heutigen Generation von 20- bis 30-Jährigen, die - gesegnet und verflucht zugleich mit uneingeschränkter Mobilität und Gestaltungsfreiheit - sich mehr denn je nach Beständigkeit und zwischenmenschlicher Nähe sehnen.

Das Ende hat mich sehr enttäuscht! Schade...

— Sumsi1990

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  • Rezension zu "Nachricht von Niemand" von Silvia Pistotnig

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2011 um 16:31

    Klappentext: Von noone(at)hotmail.com alleswirdbesser(at)gmx.at Es ist mir egal, wie Sie aussehen, ich beobachte Sie nicht, ich schleiche nicht um Ihr Haus herum, ich weiß nicht, wo Sie wohnen, es spielt keine Rolle, ich will nur schreiben und irgendwann vielleicht von Ihnen lesen, einen Buchstaben, drei Worte, einen Satz. Ich stelle Ihnen keine Fragen, ich will nicht wissen, wie alt Sie sind, was Sie beruflich tun, ich interessiere mich für das, was Sie mir sagen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Und wer immer ich auch bin, für Sie bin ich der, den Sie sich vorstellen. Alles andere kommt mit der Zeit. Meine Meinung: Schon der Klappentext war interessant und zunächst dachte ich, es handele ich hier um einen reinen Emailroman. Dem ist aber nicht so. Die Protagonistin Luise, schlägt sich durch ihre Alltagsprobleme, unter anderem ein Vorstellungsgespräch, eine Affaire mit einem verheirateten Mann, einer kranken Mutter, eine Schwester, die unterwegs auf Reisen ist. Mitten in ihrem Alltagsgeschehen erhält sie eine E-Mail von einem „noone“, der sie einfach mir nichts, dir nichts angeschrieben hat. Zunächst einmal hält sie das Ganze für eine Werbeaktion, eine Spammail oder aber eine E-Mail von einem Verrückten. Während sie erst einmal diese E-Mail unbeantwortet lässt und sich ihrem Leben widmet, grübelt sie doch immer wieder über den Absender. Nachdem sie weitere Mails erhält, packt sie die Neugier und antwortet „noone“ Der Fokus dieses Romans richtet sich auf die E-Mails zwischen Noone und Luise. Nebenbei hat die Autorin verschiedene Handlungsstränge mit unterschiedlichen Personen aus Louises Leben eingebaut. So fiebert der Leser also nicht nur mit, wer die Person „noone“ ist, sondern beobachtet auch die Entwicklung von Louise Leben und ihrem Umfeld. Die Figuren sind sehr deutlich dargestellt und die Protagonistin war mir, trotz ihre manchmal recht naiven Art, sehr sympathisch. Die Autorin Silvia Pistotnig verwendet hier einen klaren Schreibstil, der sich fließend lesen lässt. Ihre Geschichte ist durchaus anspruchsvoll und ab und zu recht philosophisch. Auch die E-Mails sind oft recht poetisch. Einziger Nachteil an dem Schreibstil war für mich, dass es in dem Roman stets „das Mail“ oder auch „ein Mail“ hieß. Dies irritierte mich ungemein und ich glaubte erst an einem dicken Schreibfehler. Nach eigenen Recherchen bekam ich aber heraus das dieser Wortlaut je nach Region verwendet wird. Für mich war es halt sehr ungewöhnlich und ich konnte mich nicht so recht damit abfinden. Der Roman hat 236 Seiten und überraschte mich mit seinem Ende, das so keinesfalls für mich vorhersehbar war. Das Cover hat einen dezenten weißen Hintergrund mit einem Frauenporträt am oberen rechten Rand. Fazit: Silvia Pistotnig hat mich mit ihrem Roman schnell fesseln können. Für mich wurde „Nachricht von Niemand“ eine interessante Erzählung aus dem Alltag verschiedener Menschen. Silvia Pistotnig wurde 1977 geboren und lebt in Wien. Sie veröffentlichte u.a. Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften. „Nachricht an Niemand“ erschien 2010 im Skarabeus Verlag. (Quelle: http://www.silviapistotnig.com )

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    Bücherwahnsinn

    12. January 2011 um 20:21

    Zum Buch ------------- Lu, eigentlich Luise, ist eine junge Studentin die eigentlich ihre Doktorarbeit schreiben sollte. Doch sie braucht Geld und sucht sich grade eine neuen Job. Ihr Leben ist eher langweilig und sie würde eigentlich auch etwas mehr so sein wie ihre jüngere Schwester Marion. Diese reist um die Welt, lebt mal hier mal da, während sie selber ihr einfaches und langweiliges, gewöhnliches Leben lebt. Doch eines Tages ändert dies das, denn eines Abends, als sie sie ihre Mails abruft liegt da ein E-Mail einer unbekannten Person im Postfach. Der Absender will wohl anonym bleiben denn der Absender sagt schon viel aus und zwar lautet der noone@hotmail.com. Lu öffnet die Mail und liest... . 19.März 2009 01:11:31 Guten Tag alleswissender, dieses Mail mag ihnen verrückt erscheinen, aber ich habe ihre Adresse in einem Verteiler entdeckt und seitdem muss ich immer daran denken. alleswissender@gmx.at, und ich weiss, es ist nicht so gemeint, aber es hat mich so berührt, aus irgendwelchem Grund, und nun schreibe ich ihnen, einfach so, und ich hoffe, dass Sie mir antworten. . Lu weiss erst nicht was sie machen soll, holt Rat ein und entschliesst sich dann zurück zu schreiben. Erst unsicher, dann neugieriger und nach einer Weile kann sie eigentlich nicht mehr ohne sein und freut sie auf Antwort, es scheint als würde ihr Leben dann durch diese Korrespondenz doch etwas aufgewertet, Geheimnisvoller... . . Meine Meinung -------------------- Cover & Titel: Das Cover ist schlicht gehalten, hell, aber nicht weiter besonders. Der Teilausschnitt des Gesichtes wird wohl darauf hinweisen das da eine Person dahintersteht die man nicht wirklich erkennen, erfassen kann, der Titel klingt spannend, verspricht eine interessante Story . Schreibstiel: Ist flüssig, nicht sehr aufwendig,und ohne Schnörkelein, manchmal etwas langweilig. Aber ich denke das musste so sein, denn freche Sprüche hätte einfach nicht zu der Protagonistin gepasst. . Geschichte: Ehrlich, die ganze Geschichte ist nicht das was ich erwartet habe, auch wenn die Idee super gewesen wäre, doch die Story plätschert meist so dahin, es passiert nicht viel neues, aber vieles widerholt sich. Es geht hauptsächlich um die verrückte Mutter, die unglückliche Affäre, und eben um ihr langweiliges Leben. Die E-Mail-Korrespondenz dreht sich meist auch etwas im Kreis bis dann der Wendepunkt, kurz vor Schluss kommt. Das Ende war für mich zwar ne Überraschung, aber einfach viel zu Kurz. Warum geb ich dennoch 3 Sterne? Einfach weil ich es für ein Debüt dennoch gut finde und die Idee an sich sehr gut ist. Und wer weiss, vielleicht hatte ich einfach viel zu hohe Erwartungen an die Geschichte, die Personen. . Personen: Luise hat mich meist etwas genervt, warum? Einfach weil sie manchmal echt Phlegmatisch war. Für mich hatte sie einfach zu wenig tiefe, wie denn auch wenn man immer um das gleiche Kreis, man erfährt einfach viel zu wenig von ihr. Was schade ist. . . FAZIT: Trotz einigen Mängel kann man das Buch lesen, vielleicht besser zum berieseln geeignet als für eine tiefe Unterhaltung.

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    Klusi

    08. January 2011 um 22:03

    Von: noone@hotmail.com an alleswirdbesser@gmx.at „Es ist mir egal, wie Sie aussehen, ich beobachte Sie nicht, ich schleiche nicht um Ihr Haus herum, ich weiß nicht, wo Sie wohnen, es spielt keine Rolle, ich will nur schreiben und irgendwann vielleicht von Ihnen lesen, einen Buchstaben, drei Worte, einen Satz. Ich stelle Ihnen keine Fragen, ich will nicht wissen, wie alt Sie sind, was Sie beruflich tun, ich interessiere mich für das, was Sie mir sagen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Und wer immer ich auch bin, für Sie bin ich der, den Sie sich vorstellen. Alles andere kommt mit der Zeit“ Eines Tages findet Luise die Nachricht eines Unbekannten in ihrem Email-Postfach. Es bleibt nicht bei dieser einen Mail, sondern es folgen weitere. Ihr anfängliches Misstrauen weicht bald der Neugierde, und nach längerem Zögern antwortet sie auf eine der Mails, wenn auch sehr zurückhaltend. Luise ist eine junge Frau, deren reales Leben sich zwischen Jobsuche, ihrer Beziehung zu einem geschiedenen Anwalt und den Problemen mit ihrer Familie bewegt. Ihre Vergangenheit war nicht eben rosig, denn die Mutter wurde seelisch krank, und der Vater hat daraufhin die Familie verlassen. Luise und ihre Schwester Marion mussten in eine betreute Wohngemeinschaft ziehen, denn auch die Großeltern waren nicht in der Lage (oder nicht bereit), ihre beiden Enkeltöchter aufzunehmen. Während ihre kleine und schüchterne Schwester Marion sich inzwischen zur Globetrotterin gemausert hat und am liebsten immerzu unterwegs ist, um die Welt zu erkunden, liebt es Luise eher häuslich und vertraut. Sie mag keine großen Veränderungen. Ihre Liaison mit Erich verläuft zu ihrem Kummer nicht so geradlinig und unkompliziert, wie sie sich das wünschen würde, denn da gibt es auch noch seine Ex-Ehefrau und den gemeinsamen Sohn aus dieser vergangenen Ehe. Luise rätselt lange vergeblich, wer sich hinter ihrem geheimen Email-Schreiber verbirgt. Mit der Zeit hat sie fast jeden ihrer Bekannten in Verdacht. Gleichzeitig werden die Mails, die sie mit Noone austauscht, immer vertrauter und ausführlicher. Noone schildert ihr Erlebnisse aus seiner Vergangenheit, und auch Luise geht mehr und mehr aus sich heraus und vertraut dem Unbekannten sehr persönliche Dinge an. Hinter ihren Worten wird die Einsamkeit spürbar und die Hilflosigkeit, die sie bei ihren privaten Problemen mit der Familie und ihrem Freund hat. Manch einer wird nun abwinken: „Schon wieder so eine Email-Liebesgeschichte“. Aber dieser Roman ist ganz anders, viel ernsthafter, lange nicht so unbeschwert. Dabei entwickelt er sich spannend und äußerst überraschend. Die Autorin zeigt den Menschen selbst. Sie blickt hinter die Fassaden und spürt mit großer Sensibilität auch die kleinen, geheimen Gefühle in dieser schnelllebigen, technisierten Welt auf. Nach diesem wundervollen Debütroman möchte man einfach mehr von Silvia Pistotnig lesen!

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    Nachricht von Niemand

    LesleyBuch

    27. November 2010 um 08:42

    Eines Tages erhält Lu, Studentin und Jobberin, eine E-Mail-Nachricht von Noone an ihre alleswirdbesser@gmx.at-Adresse. Zuerst ist sie skeptisch, beschließt, nicht zu antworten, denkt, dass es sich um Spam handelt, dann wird sie neugierig, schreibt zurück und es entwickelt sich eine E-Mail-Bekanntnschaft, in der sich beide Charaktere, Lu und Niemand, aus ihrem Leben - früher wie heute - erzählen. Die E-Mails sind eingebettet in die Beschreibung von Lus Alltag, sofern man diesen als Alltag bezeichnen kann, denn Lus Lebensgeschichte ist außergewöhnlich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es auf kurzweilige Weise den Ernst des Lebens beschreibt, dem sich Lu und ihre Schwester Marion nach beschwerter Kindheit stellen müssen. Ich habe es an drei Abenden verschlungen und kann es Lesern empfehlen, die moderne Literatur mit überraschenden Wendungen mögen.

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  • Rezension zu "Nachricht von Niemand" von Silvia Pistotnig

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    leserin

    02. November 2010 um 18:28

    Lu (Luise), wächst mit ihrer jüngeren Schwester Marion in einem oberösterreichischen Dorf auf. Ihre Mutter hat "psychologische Eigenarten (hört u.a. Stimmen)" und kann der Erziehung nicht mehr richtig nachkommen. Der Vater verläßt die Familie. Die beiden Mädchen werden in einem Jugendwohnheim untergebracht. Lu verschlägt es nach Wien zum Studieren. Marion reist gern und ist in der ganzen Welt unterwegs, teils zum Arbeiten und teils schlägt sie sich auch so durchs Leben. Um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren findet Lu einen Job. Sie pflegt regen Kontakt mit ihren Bekannten und hat eine lockere, aber eben manchmal schwierige Liäson mit Erich, einem Anwalt, der allerdings verheiratet ist. Das Buch beginnt mit einem seltsamen mail von "noone" an Lu`s "alleswirdbesser"-Adresse. Dem Gefühl nach ist der Verfasser ein einsamer Mensch und möchte gern einen Zuhörer. Neugierig liest Lu die ankommenden Gedanken und rätselt nach dem Schreiber. Zu den Texten fallen ihr viele Episoden ihres eigenen Lebens ein und es wird ihr vieles aus Kindheit, Schule und Eltern bewußt. Der unbekannte Mailschreiber möchte nur irgendein Lebenszeichen von Lu. Zitat aus einem mail von noone: "Es ist mir egal, wie sie aussehen, ich beobachte sie nicht, ich schleiche nicht um ihr Haus herum, ich weiß nicht, wo sie wohnen, es spielt keine Rolle, ich will nur schreiben und irgendwann vielleicht von ihnen lesen, einen Buchstaben, drei Worte, einen Satz. Ich stelle Ihnen keine Fragen, ich will nicht wissen, wie alt Sie sind, was sie beruflich tun, ich interessiere mich für das, was sie mir sagen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Und wer immer ich auch bin, für sie bin ich der, den Sie sich vorstellen. Alles andere kommt mit der Zeit." Zitat Ende. Luise antwortet dann doch und erhält immer mails mit persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen des "Niemand". Auch "Weltthemen" kommen immer wieder vor. Jeder neue Posteingang von noone bringt immer mehr Spannung und Neugierde, wer etwa hinter diesen Briefen steckt. Lu rätselt in ihrem Bekanntenkreis nach Personen, die vielleicht dahinterstecken könnten. Oft hat sie auch ein bestimmtes Bild von einem "gemütlichen Herrn mit Katze" im Kopf. Schlußendlich kommt es zu einem Treffen ..... Nach anfänglichem Ärger löst sich alles in Wohlgefallen und Verständnis auf. Die Autorin hat einen leichten , spritzigen, charmanten und auch einfühlsamen Schreibstil. Bis zum ersten Drittel hatte ich noch gemischte Gefühle bezüglich "schon wieder ein E-mail-Buch", aber es wurde so gut aufbereitet, daß die Spannung ein schnelles Weiterlesen unbedingt erforderte. Fazit: Dieses Buch kann ich auch bestens für die heutige Medien-Generation empfehlen.

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