Silvia Roth Querschläger

(31)

Lovelybooks Bewertung

  • 41 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(5)
(18)
(6)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Querschläger“ von Silvia Roth

Vor zwei Jahren gelang Silvia Roth mit ihrem Erstlingswerk. Der Beutegänger ein spektakuläres Debüt bei den Fans spannender und intelligenter Unterhaltung. Die Literaturwissenschaftlerin, Anglistin und Philosophin Roth hat Erfahrungen in verschiedenen Berufen gesammelt und lebt heute mit ihrer Familie in Deutschland und Italien. Wie auch mit ihrem Debütroman trifft Roths Thriller wiederum den Nerv des Lesepublikums. Die Autorin greift das aktuelle Thema der sich häufenden Amoklaufdrohungen und tatsächlicher Desaster an bundesdeutschen Schulen auf.

Stöbern in Krimi & Thriller

Geständnisse

Ein geniales Buch, welches lahm anfängt und mega aufhört

Lyreen

Harte Landung

Eine Ermittlerin mit Persönlichkeit, sowie eine perfekte Mischung zwischen Ermittlungen und Alltag. Ein Krimi der besonderen Art!

catly

Die sieben Farben des Blutes

Spannender Thriller mit leichten Schwächen

ech

Corruption

Schneller, harter Milieu Thriller - Macht Lust auf mehr von Winslow

RolandKa

In tiefen Schluchten

Ansprechende Erzählung

DanielaGesing

Projekt Orphan

Ein sehr spannender, aktions- und detailreicher mit viel Nervenkitzel versehener Thriller, von einem klugen Autoren verfaßt.

Hennie

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zu hohe Erwartungen meinerseits?

    Querschläger
    Bine1970

    Bine1970

    13. September 2016 um 18:30

    Silvia Roth – Querschläger Der 18. Jährige Nikolas Hrubesch ist ein Mobbing Opfer an seiner Schule, dem Clemens-Brentano- Gymnasium in Wiesbaden. Er schwört sich Rache und fasst einen fürchterlichen Plan. Er wird Amok laufen! Zudem hat er es auf eine ganz bestimmte Lehrerin abgesehen. Nikolas setzt seinen Plan in die Tat um. Viele Menschen müssen sterben und werden verletzt. Der Amokläufer stirbt ebenfalls. Was Anfangs wie Selbstmord aussieht, stellt sich bald als Mord heraus. Hatte der Täter einen Komplizen? Wer hat Nikolas Hrubesch erschossen und warum? Ermitteln wird das Team Hendrik Verhoeven und Winnie Heller. Beide scheinen sich nicht sehr sympathisch zu finden und diese Stimmung kommt auch für den Leser sehr gut rüber. Und nun sind wir bei dem Teil, der sich meiner Meinung nach wie Kaugummi zieht. Der Anfang des Krimis war fesselnd und spannend. Im Hauptteil findet man sich in den Ermittlungen wieder, die meines Erachtens nicht wirklich viel Licht in den Schatten bringen. Erst auf den letzten 50 Seiten ist auf einmal wieder so viel Bewegung, wäre es ein Karusell, mir wäre total schwindelig von der Schnelligkeit. Ich möchte nicht sagen es sei zusammenhanglos, aber mir kam es so vor, wie: Huch, ich bin ja schon fast fertig mit dem Krimi, da muß ich jetzt aber schnell den Fall auflösen... egal wie.

    Mehr
  • Amoklauf an einer Schule

    Querschläger
    Seehase1977

    Seehase1977

    Kurzbeschreibung: Wie auch mit ihrem Debütroman trifft Roths Thriller „Querschläger“ wiederum den Nerv des Lesepublikums. Die Autorin greift das aktuelle Thema der sich häufenden Amoklaufdrohungen und tatsächlicher Desaster an bundesdeutschen Schulen auf. „Querschläger“ ist damit ein Roman, der gesellschaftliche Entwicklungen kritisch hinterfragt und nachdenklich stimmt. Trotz der Schwere der Thematik gewährt Roth ihren Lesern auch in „Querschläger“ auf intelligente Art und Weise tiefe Einblicke in ihre Figuren, ohne auch nur eine Sekunde zu langweilen. Bei einem Massaker am Clemens-Brentano-Gymnasium erschießt der vermummte Schütze elf Menschen. Als die Polizei das Gebäude stürmt, findet man nur noch seine Leiche mit der Tatwaffe in der Hand. Bei dem Schüler passt alles zum Bild eines Amokläufers: Nikolas Hrubesch war ein begabter, sich verkannt fühlender Achtzehnjähriger, der Rache für zahllose Demütigungen nahm und am Ende sich selbst erschoss. Kommissar Hendrik Verhoeven und seine Kollegin Winnie Heller stoßen in „Querschläger“ jedoch schnell auf Ungereimtheiten. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu: Es muss einen zweiten Schützen gegeben haben... Nikolas Hrubesch läuft Amok. An seiner Schule, dem Clemens-Brentano-Gymnasium. Er erschießt vier Lehrer, sechs Schüler, die Schulsekretärin und schließlich richtet er sich selbst. So sieht zumindest der Tatort die schnell eintreffende Polizei aus. Bald schon schleichen sich aber erste Zweifel an dieser These ein. Denn der Amokläufer hat sich offensichtlich nicht selbst gerichtet sondern wurde erschossen. Nach der Obduktion der Opfer steht fest, dass auch hier einige nicht mit der Waffe des mutmaßlichen Amokläufers erschossen wurden. Das Ermittlerteam Winnnie Heller und  Hendrik Verhoeven werden mit dem Fall beauftragt. Wurde Hrubesch von einem zweiten Amokläufer erschossen? Mein erstes Buch von Silvia Roth und sie beginnt langsam mit ihrem Plot. Am Vorabend des Amoklaufes nämlich, wo Winnie Heller nach einem nicht gelungenen Einsatz beinahe das Opfer einer Vergewaltigung wird. Man bekommt Einblick in das idyllische Familienleben von Verhoeven. Der Leser bekommt Auszüge aus dem Tagebuch des Amokschützen Nikolas Hrubesch. Hier verliere ich als Leser schon fast die Lust, zu langatmig, fast schon langweilig. Schon so viele Seiten gelesen aber Roth kommt nicht zur Sache. Erst mit Beginn des Amoklaufes gewinnt das Buch an Spannung. Es ist die Geschichte, die einem plötzlich gefangen hält und mitzieht. Die Autorin lässt sich Zeit mit ihrem Buch und die Art die Geheimnisse der Geschichte zu lösen. Man weiß nicht gleich nach den ersten Seiten, wie das Buch ausgeht, der Schluss birgt dann doch einige Überraschungen.

    Mehr
    • 2
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    01. March 2014 um 11:10
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    saba

    saba

    05. November 2011 um 18:33

    Ein normaler Dienstagmorgen am Clemens Brentano Gymnasium in Wiesbaden. Doch dieser Tag sollte letztendlich alles verändern. Ein vermummter Täter geht durch die Schule, erschießt elf Menschen und tötet sich anschließend selbst. Winnie Heller und Hendrik Verhoeven vom LKA werden mit dem Fall betraut, denn schnell ist klar, dass der Amokschütze nicht allein gehandelt haben kann. Der Amoklauf an einer Schule. Ein Szenario, das in den letzten Jahren leider immer wieder zur Realität wurde. Daher fand ich es interessant wie Silvia Roth diese, nicht gerade einfache Thematik, in einem Kriminalroman verarbeitet. Was die eigentliche Tat betrifft, ist die Umsetzung der Autorin auch hervorragend geglückt. Sie beleuchtet sowohl die Täter-, als auch die Opferseite sehr respektvoll und verzichtet dabei auf unnötige Effekthascherei. Leider gibt sich die Autorin aber nicht damit zufrieden. Vielmehr baut sie noch eine zweite Geschichte in die Handlung ein, welche für mich dann einen mehr als haarsträubenden Zusammenhang mit dem Amoklauf hat und es dabei auch noch schafft die Glaubwürdigkeit der meisten Protagonisten ins Lächerliche und Unverständliche zu ziehen. Es gelingt zwar durch diese, anfangs nur nebensächliche Handlung, die Spannungsmomente noch zu verstärken, aber meiner Meinung nach hätte der Roman darauf, vor allem angesichts der tragischen Grundthematik, gut und gerne verzichten können. Am Schreibstil von Silvia Roth lässt sich dagegen gar nichts aussetzen. Flüssig und in leicht verständlicher Sprache war „Querschläger“ eine sehr angenehm zu lesende Lektüre.

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    Buechersuechtig

    Buechersuechtig

    08. November 2010 um 09:40

    Amoklauf im Clemens-Brentano-Gymnasium in Wiesbaden... Der vermummte Schütze erschießt elf Menschen und am Schluß sich selbst. Bei dem Täter passt alles zum Bild eines Amokläufers: Nikolas Hrubesch war ein gemobbter 18-jähriger Außenseiter, der Rache für die zahllosen Demütigungen genommen hat. Kommissar Hendrik Verhoeven und sein Team stoßen bei den Ermittlungen schnell auf Ungereimtheiten: Nikolas Hrubesch wollte nach dem Blutbad keineswegs Selbstmord begehen, sondern einen Mitschüler als Täter präsentieren. Und die Kugel in Hrubesch´s Kopf stammt nicht aus der Mordwaffe. Das Ermittlerteam rund um Hendrik Verhoeven und Winnie Heller begibt sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen des Anschlags und dem zweiten Täter. Da kommen grausamen Machtspiele der Schüler (z.B. Mobbing und Erpressung) und vielzählige Geheimnisse der anderen Beteiligten zutage.... Meine Meinung: Und auch im 2. Band werden uns die Protagonisten wieder näher gebracht. *So wird z.B. die "graue Maus" Winnie Heller nach einem Einsatz (fast) Opfer einer Vergewaltigung, was ihr natürlich keine Ruhe lässt. Außerdem macht ihr noch immer der Tod ihrer Schwester zu schaffen. *Ihren Vorgesetzen Hendrik Verhoeven erleben wir ebenfalls von seiner privaten Seite und erfahren, wie sich das Zusammenleben mit seiner schönen studierenden Frau und seiner gewitzten 5-jährigen Tochter gestaltet und warum der plötzlich den Drang verspürt, im Garten einen Teich zu "bauen". Die mitwirkenden Charaktere sind allesamt sehr glaubwürdig, entwicklungsfähig und vielschichtige Figuren, die "Lust auf die Fortsetzung" machen. Der 3. Band dieser Serie heißt übrigens "Schattenriss". Die Geschichte wird abwechselnd von den "Mitwirkenden" erzählt, was die Spannung noch zusätzlich anheizt, so dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Das Thema Amoklauf ist ja (leider) noch immer aktuell und es wird im Buch durch die Zitate der Überlebenden, aber auch von anderen Schul-Amokläufen, unterstrichen und der Leser wird dadurch immer wieder wach gerüttelt. Die Handlung finde ich sehr realistisch und gespickt mit unvorhersehbaren Wendungen, was bei diesem Genre unverzichtbar ist. Der Spannungsbogen reicht vom spannenden Anfang bis zum bitteren Ende, welches in einen rasanten Showdown gipfelt. FAZIT: Für diesen packenden Krimi vergebe ich adrenalingeladene 5 (von 5) STERNE!

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    R-E-R

    R-E-R

    14. July 2010 um 15:12

    Der Mörder im Windschatten An einer Stelle des Romans “Querschläger” von Silvia Roth fragt Silvie Verhoeven ihren Mann: “Warum schon wieder?”. Dann zählt sie Orte vergangener Amokläufe auf: Erfurt, Littleton und Blacksburg. Die Frage scheint berechtigt. Erst gestern war in der Süddeutschen Zeitung ein Bericht über einen verhinderten Anschlag zu lesen. Ein Schüler hat wohl versucht seine Schule in die Luft zu sprengen. Darum also schon wieder ein Buch zu dem Thema!? Nikolas Hrubesch läuft an seiner Schule, dem Clemens-Brentano-Gymnasium in Wiesbaden, Amok. Dabei erschießt er vier Lehrer, sechs Schüler, die Schulsekretärin und schließlich sich selbst. So stellt sich die Situation für das Sondereinsatzkommando dar, als es kurz nach Mittag des 17. Septembers 2007 den Tatort stürmt. Doch schon bald kommen Zweifel an dieser These auf. Der Attentäter hat sich nicht selbst umgebracht, er wurde erschossen. Und auch einige der Getöteten sind nicht der Tatwaffe des Amokläufers zum Opfer gefallen. Ein zweiter Amokläufer der unerkannt davonkommen konnte? Hendrik Verhoeven und Winnie Heller werden damit beauftragt Licht ins Dunkel zu bringen. Denn soviel ist sicher. Nikolas Hrubesch wurde ermordet um einen anderen Mord zu vertuschen. Doch welchen? Silvia Roth beginnt langsam. Am Vorabend des Amoklaufes steigt sie in die Geschichte ein. Erzählt von Winnie Heller die an diesem Abend nach einem missglückten Einsatz beinahe das Opfer einer Vergewaltigung wird. Begleitet Hendrik Verhoeven nach Hause, wo er mit seiner Frau in einen Streit um familiäre Angelegenheiten gerät. Und präsentiert Auszüge aus dem Tagebuch Nikolas Hrubeschs indem er seine Gedanken und Planungen offenlegt. Fast verliert man die Geduld. Zu wortreich, zu ausführlich beschreibt Roth viele Situationen. Wenn Winnie Heller mit ihren “Einsatzpumps” über das Kopfsteinpflaster humpelt, verwendet die Autorin eine halbe Seite darauf die genervten Gedanken der Figur wiederzugeben. Das ist zu viel und auch unnötig. Auch die Dialoge klingen oft sehr gedrechselt. Als Verhoeven seiner Frau einen bestimmten Eindruck schildert, fragt ihn diese: “Woran machst du das fest?”. Kein Mensch redet so. Auch keine bildhübsche, intelligente 29jährige Jurastudentin, die ihren Mann bei Laune halten will. Aber das sind Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck nur minimal beeinträchtigen. Zu Beginn des Amoklaufes nimmt der Krimi Fahrt auf. Nicht im Hinblick auf das Tempo, das hält Roth gleichbleibend moderat. Die Geschichte ist es, die einen mitzieht. Dieser schreckliche Massenmord und dann die Gewissheit, dass noch etwas anderes dahinter steckt. Viele unheilvolle Verflechtungen. Zum Beispiel die zwischen Jessica Mahler und Lukas Wertheim. Jessica hat sich den Tod von Lukas gewünscht, weil er sie erpresst hat. Als Lukas dann tatsächlich bei dem Amoklauf ums Leben kommt, reagiert Jessica zunächst erleichtert nur um dann festzustellen, dass ihre Probleme mit seinem Tod keineswegs gelöst sind. Ein Gedanke von Hendrik Verhoeven hat mir in diesem Zusammenhang besonders gut gefallen: “Dass man auf der Suche nach Gründen auch an Abgründe gelangt”. Silvia Roth nimmt sich Zeit das Geheimnis zu lösen, aber wenn man sich einmal an das Tempo gewöhnt hat, gefällt einem das sogar. Und auch dass man nicht schon auf den ersten Seiten weiß, wer wirklich hinter allem steckt. Da hat sie am Ende eine sehr gelungene Überraschung bereit. “Querschläger” ist eine wohltuende Abwechslung zu den vielen stromlinienförmigen Krimis. Gerade weil er nicht perfekt und auch etwas gemächlicher daher kommt.

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 17:25

    Ich habe den Nachfolgeband von "Der Beutegänger" ohne vorherige Infos, d.h. auch ohne den Vorgänger gelesen und so war mir das Ermittlerduo Hendrik Verhoeven und Winnie Heller komplett neu. Das Buch wechselt ständig seine Perspektiven und baut von daher relativ schnell Spannung auf: Winnie Heller ermittelt in einem Undercoverfall und gleichzeitig wird der Massenmord an einem Wiesbadener Gymnasium geplant und durchgeführt, gespickt von verschiedenen Aussagen über die Teilnehmer, die den Leser mehr über die Charaktere der Opfer und vermeintlichen Täter verstehen lassen. Ein Massaker ist geschehen, 8 Schüler und Lehrer wurden blind erschossen und der Schütze richtet sich am Schluss im Schulkeller selbst. Oder doch nicht? Relativ bald wird klar, dass es kein Selbstmord war und definitiv noch eine andere Person an dem Massenmord beteiligt gewesen sein muss und immer noch frei herumläuft. Heller und Verhoeven ermitteln gegen die Zeit und das Trauma, dass diese Tat verursacht hat. Ein gut geschriebener Krimi zum mitermitteln, der das Thema Schulmassaker völlig wendet und den wahren Täter bzw. das Motiv bis zum Schluss verschweigt. Es kam mir beim Lesen äußerst realistisch vor, tolle Umsetzung der Polizeiarbeit (keine Helden) und am Boden gebliebene Hauptdarsteller. Allerdings wird die Tatsache um den zweiten Täter erst nach 200 Seiten enthüllt und bis dahin fand ich es nur mässig spannend und die unterwürfige Beschreibung der Ermittlerin Winnie Heller gefällt mir auch nicht besonders gut. Trotzdem insgesamt äußerst lesenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    Bellexr

    Bellexr

    10. February 2010 um 12:25

    18. September 2007 um 11:55 Uhr. Ein maskierter Mann richtet im Clemens-Brentano-Gymnasium in Wiesbaden ein Blutbad an und begeht anschließend scheinbar Selbstmord. Doch die ermittelnden Beamten stellen schnell fest, dass der Schüler Nikolas Hrubesch mit einer anderen Waffe erschossen wurde. So wird das KK11 mit dem Fall betraut und Hendrik Verhoeven und seine Kollegin Winnie Heller beginnen ihre Ermittlungen, die sie in das Umfeld des Schülers führen. Dieser stand kurz vor seinem Amoklauf per Chat in engen Kontakt zu einem gewissen „Devil“. Ist er der zweite Täter? . Die Spannung baut sich recht schnell auf und steigert sich im Lauf der Ermittlungen sehr, da immer wieder neue Aspekte ans Tageslicht kommen und man so immer wieder überraschende Wendungen erfährt, die einen unweigerlich an das Buch fesseln. . Realistisch und einfühlsam beschreibt die Autorin die Gefühle der Schüler/-innen, die den Amoklauf überlebt haben. Bedingt ist dies auch durch die bei Beginn eines neuen Kapitels eingefügten kurzen „O-Töne“ der Betroffenen. Zu Anfang des Krimis lässt Silvia Roth den Leser auch ein wenig an dem Gefühlsleben des Amokschützen Nikolas Hrubesch teilhaben, was stellenweise sehr erschreckend ist. . Bei ihren beiden Protagonisten Heller und Verhoeven legt die Autorin dieses Mal den Schwerpunkt eindeutig auf Winnie. Man lernt wieder ein wenig mehr über ihr Privat- und Gefühlsleben kennen und trotz ihrer teilweise sehr rabiaten, introvertierten – ja fast schon stoffeligen – Art, wird sie einem immer sympathischer. Hier merkt man sehr deutlich, dass hinter einer harten Schale doch des Öfteren auch ein weicher Kern stecken kann. . Hendrik Verhoeven muss sich neben dem aktuellen Fall auch noch mit dem voreiligen Versprechen gegenüber seiner kleinen Tochter Nina herumquälen, ihr einen Gartenteich zu bauen; was er schnell bereut, vor allem als er sich von Ninas Kindergartenfreund Dominik noch kluge Ratschläge geben lassen muss. Mit diesen kurzen Szenen gelingt es der Autorin gut, einem neben dem sehr nahegehenden Fall des Amoklaufs auch noch eine Spur von Normalität zu vermitteln. . Fazit: Mit ihrem zweiten Buch rund um ihr Ermittlerteam Heller & Verhoeven ist Silvia Roth wieder einmal ein spannender und vor allem sehr realistischer Krimi gelungen mit einem Thema, das sehr einfühlsam umgesetzt wurde. Einzig ein wenig mehr Lokalkolorit habe ich vermisst. So kann das Buch in jeder größeren Stadt spielen und typische Hinweise auf Wiesbaden und Umgebung fehlen fast völlig. . PS: Der dritte Band des Ermittlerduos ist bereits unter dem Titel Schattenriss im Oktober 2009 erschienen.

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    hebersch

    hebersch

    25. August 2009 um 18:50

    Nach „Beutegänger“ erscheint der neue, spannende Band um die Polizistin Heller und Kommissar Verhoeven. An einem Gymnasium plant ein Schüler einen Amoklauf. Als es dazu kommt sind 12 Menschen tot. Die beiden Polizisten werden einer Sonderkommission zugeteilt, da Ungereimtheiten bei der Rekonstruktion auftauchen: der Täter ist tot. Er wurde mit einer fremden Waffe erschossen. In seiner Nähe versteckte sich ein Mitschüler, der als „Sündenbock“ eingeplant war. Bei der Suche nach einem weiteren Täter stellt sich heraus, dass die Morde gezielt geplant waren. Neben der Aufdeckung der Hintergründe dieser Tat zeichnet sich der Roman wieder durch die genaue Beobachtung und Zeichnung der Personen aus. Einige Lehrer und Schüler waren alles andere als liebenswert und kollegial. Auch die Beziehung des korrekten Kommissars und seiner ein Geheimnis bewahrenden Kollegin wird anschaulich beschrieben. Das Massaker ist nicht, wie man vielleicht befürchten könnte, in blutigen Einzelheiten beschrieben, sondern ist Kulisse für ein unfassbares Verbrechen. Die Qualität des vielversprechenden ersten Romans der Autorin wird fortgesetzt und macht neugierig auf die kommenden Titel. Allen für das Krimiregal gerne empfohlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    Marie83

    Marie83

    12. July 2009 um 11:35

    Im Wiesbadener Clemens Brentano Gymnasium tickt ein Schüler aus und begeht einen Amoklauf bei dem einige Schüler und Lehrer ums Leben kommen, auch der Attentäter selbst scheint zum Schluss die Waffe gegen sich gerichtet zu haben. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass es nicht nur ein Täter gewesen sein kann: Der Amokläufer selbst wurde durch eine andere Waffe getötet und auch weitere Hinweise sprechen dagegen, dass nur er die grausame Tat begangen hat. Die verzweifelte Suche nach einem weiteren und unbekannten Täter beginnt. In Sylvia Roth's 2. Roman ermitteln wieder die bekannten Kommissare, die uns auch schon im 1. Teil „Beutegänger" begegnet sind. Die Handlung ist superspannend, der Bogen perfekt und man erfährt genau die Menge an Privatem über die Ermittler die man in einem 500 Seiten Krimi erwartet.

    Mehr
  • Rezension zu "Querschläger" von Silvia Roth

    Querschläger
    moey

    moey

    07. September 2008 um 11:21

    Nachdem ich mit Begeisterung den Debüt-Roman "Der Beutegänger" von Silvia Roth verschlungen habe, habe ich mir direkt ihren neuen Roman "Querschläger" vorbestellt. Die Handlung klang unheimlich spannend und vor allem erschreckend realistisch: ein Amokläufer versetzt eine Schule in Angst und Schrecken. Die Erzählperspektive wechselt regelmässig zwischen der normalen Handlung, bei der das Kommissar-Duo Heller und Verhoeven ermittelt, den Gedanken des Amokläufers, den Chat-Gesprächen einer Überlebenden sowie kurzen Sequenzen in Form von Zeugen-Aussagen oder imaginären Zeitungsausschnitten. Diese Wechsel lockern die Handlung unheimlich auf und halten den Spannungsbogen immer am höchsten Punkt. Bei den Ermittlungen der Kommissare stellt sich heraus, dass der Amokschütze, der anscheinend Selbstmord begangen hat seine Tat eigentlich überleben wollte und die Opfer mit unterschiedlichen Waffen erschossen wurden. Gibt es einen Komplizen? Oder wurde durch den Amoklauf eine andere Tat vertuscht? Die Kommissare ermitteln weitgreifend im Umfeld der Schule. Leider hat mich das Buch jedoch nicht so gefesselt wie der Vorgänger. Zwar ist die Handlung nicht vorhersehbar, sondern wird spannend gehalten, dennoch ist der Verlauf anfangs sehr zähflüssig und schleppend. Erst im letzten Drittel kommt Fahrt auf. Zwar wurde die Sprache absichtlich in weiten Teilen jugendlich-umgangsprachlich gehalten, jedoch zieht sich dies auch teilweise noch in die normale Handlung und stört dadurch den Lesefluss. Viele Szenen-Beschreibungen, Äusserungen der Charaktere sowie Ortsbeschreibungen wirken lehrbuchmässig konstruirt, es fehlt jedoch oft an Leben, so dass diese Passagen wie ein Gerüst ohne weitere Emotionen wirken. Zwar ist die Handlung auch nicht vorhersehbar, dennoch wirkt die Auflösung etwas plump und kurz. Insgesamt handelt es sich zwar um eine spannende und gut konstruirte Geschichte, beim Schreibstil und der Sprache muss ich jedoch Abzüge machen, genau wie beim Einbringen von Kreativität und Emotionen.

    Mehr