Silvia Stolzenburg Das Erbe der Gräfin

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe der Gräfin“ von Silvia Stolzenburg

Dunkel taucht der spannende Roman den Leser in eine Zeit, die von Gier, Aberglaube und der Furcht vor Gott und dem Schwarzen Tod geprägt ist. Straßburg im April 1368: Nach einem heftigen Streit mit seinem Ziehbruder bricht der junge Steinmetz Wulf Steinhauer nach Ulm auf, um den Traum zu verwirklichen, der seinem Ziehvater Bertram versagt geblieben ist. Er will an einer der prächtigsten Kirchen des Abendlandes mitarbeiten – dem UlmerMünster. Nachdem er erfahren hat, dass er nicht der Spross einer Handwerkerfamilie ist, treibt ihn auch die Suche nach seinen leiblichen Eltern dazu, seine Heimatstadt Straßburg zu verlassen. Ausgestattet mit seinem Werkzeug und dem einzigen Erbstück seiner Mutter, der Gräfin von Württemberg, macht sich der Jüngling auf den Weg in die schwäbische Handelsmetropole. Dort angekommen, verliebt sich Wulf in Brigitta von Ensingen, die temperamentvolle Tochter des Baumeisters. Brigitta erwidert nach anfänglichem Zögern seine Gefühle, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Ortwin, der arrogante und grausame Gehilfe ihres Vaters, hat ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen. …

Spannende Story, toll erzählt und ein gutes historisches Fundament. Bitte lesen!

— Eliza08
Eliza08

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  • Von Null auf Hundert

    Das Erbe der Gräfin
    arunaa

    arunaa

    12. February 2016 um 11:41

    Ich hab zu diesem Buch gegriffen und hatte echt Angst, dass es mich wieder enttäuscht und mich dann in eine Leseflaute zieht. Und meine kaum vorhandenen Erwartungen wurden total übertoffen. Silvia hat mich genau wie bei der Fürst Dilogie, sofort in den Bann gezogen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte mich in jeden reinfühlen, sogar in den Arsch Ortwin. Die Geschichte hatte eine kaum auszuhaltende Spannung und immer wieder neue Wendungen. Auf Grund einer fiesen Erkältung musste das Buch eine Weile pausieren und was soll ich sagen, ich hab es vermisst. Der Schreibstil von Silvia ist einfach nur grandios, keine verschachtelten Sätze mehr wie in ihrem Debüt, sondern sie wirft ihre Fesseln damit aus und schon ist man drin in dem Sog. Ich freu mich jetzt wie Bolle auf den 3. Band!

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  • Ritter oder Steinmetz - das ist hier die Frage

    Das Erbe der Gräfin
    R_Manthey

    R_Manthey

    02. July 2015 um 12:28

    Zwar setzt sich in diesem Buch eine bereits anderswo erzählte Geschichte fort, doch man muss die Vergangenheit nicht unbedingt kennen, um die Ereignisse zu verstehen, die hier wieder mit fesselnder Dichte und temporeichen Umschwüngen erzählt werden. Fast 20 Jahre sind seit dem Beginn der letzten Pestepidemie in Ulm vergangen. Man schreibt das Jahr 1368, und das Ulmer Münster ist nun bereits im Bau. Wulf Steinhauer, Ziehsohn von Bertram und Anabel, der Hauptfiguren des ersten Bandes, macht sich auf den Weg nach Ulm, um am Bau des neuen Gotteshauses mitzuarbeiten. Daraus entwickelt die Autorin einen Erzählstrang, der in Idee, Struktur und Spannung der Geschichte des ersten Bandes ähnelt. Wulf wird hingegen von seinem eigentlichen Vater verzweifelt gesucht. Daraus entwickelt sich ähnlich wie im ersten Teil ein zweiter Erzählstrang, der nicht ganz unerwartet, aber temporeich und spannend mit Wulfs Erlebnissen in Ulm zusammengeführt wird. Der Autorin ist mit dieser Geschichte eine ebenbürtige Forstsetzung ihres ersten Romans gelungen. Fast alle handelnden Figuren werden in der Fortsetzung neu erschaffen. Auch wenn die Autorin wieder historische Ereignisse etwas umgeschrieben hat, so entwickelt sie auch in diesem Buch ein packendes Bild des mittelalterlichen Lebens in Ulm oder besser dessen, was sie sich darunter vorstellt. Wie schon im ersten Buch vollzieht sich die Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehungen untereinander manchmal etwas schnell. Das wird jedoch dem flotten Erzähltempo geschuldet sein. Fazit. Eine spannende Fortsetzung des ersten Bandes, für die man diesen aber nicht unbedingt zu kennen braucht.

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  • Leserunde zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    SilviaStolzenburg

    SilviaStolzenburg

    Hallo Ihr Lieben, da der erste Teil meiner Ulm-Trilogie so gut ankam, gibt es jetzt die Leserunde zu Teil 2. Auch dieses Buch spielt im mittelalterlichen Ulm, es geht um Liebe, Macht, Habgier, den Bau des Ulmer Münsters und vieles mehr. Die Stimmung ist nicht ganz so düster, wie in "Die Launen des Teufels", was auch mit der Jahreszeit zu tun hat. Um euch auf das Buch einzustimmen, würde ich euch wieder bitten, die folgenden Fragen zu beantworten - so bekommt man ein Gespür dafür, worauf man sich einlässt :D Wie immer gibt es 15 Freiexemplare zu verlosen, und der erste, der die Fragen sinnvoll beantwortet, bekommt ein Extra-Exemplar. Ausgelost wird, sobald hier ordentlich voll ist, wer gewonnen hat, sollte sich dann zeitnah melden, damit nicht nachverlost werden muss. Die Leserunde startet dann, wenn alle ihre Bücher haben. So, und hier kommen die Fragen :-) 1) War die Pestepidemie im 14. Jahrhundert ein einmaliges Ereignis? 2) Und welche Folgen hatte sie? 3) Wie stellt ihr euch das Machtgefüge in einer mittelalterlichen Stadt vor (ganz grob)? 4) Welche Stellung hatten Bastarde adeliger Eltern? 5) Was war die Rolle von Töchtern? 6) Was wisst ihr über die Baumeister von gotischen Kathedralen/Kirchen? Und noch kurz ein paar Worte zum Buch: "Das Erbe der Gräfin" ist ein Unterhaltungsroman, keine psychologische Charakterstudie :-)). Er soll euch ein paar spannende Stunden bereiten, und wie bei "Die Launen des Teufels" gibt es einen richtig fiesen Bösewicht. Das Buch ist ein bisschen leichter, als sein Vorgänger, und man kann es auch sehr gut lesen, ohne den ersten Band zu kennen. So, und jetzt kann es losgehen..... Viele liebe Grüße Silvia

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  • "Das Erbe der Gräfin” von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    Traenenherz

    Traenenherz

    22. April 2013 um 21:36

    Kurzbeschreibung: Straßburg im April 1368: Nach einem heftigen Streit mit seinem Ziehbruder bricht der junge Steinmetz Wulf Steinhauer nach Ulm auf, um den Traum zu verwirklichen, der seinem Ziehvater Bertram versagt geblieben ist. Er will an einer der prächtigsten Kirchen des Abendlandes mitarbeiten dem Ulmer Münster. Nachdem er erfahren hat, dass er nicht der Spross einer Handwerkerfamilie ist, treibt ihn auch die Suche nach seinen leiblichen Eltern dazu, seine Heimatstadt Straßburg zu verlassen. Ausgestattet mit seinem Werkzeug und dem einzigen Erbstück seiner Mutter, der Gräfin von Württemberg, macht sich der Jüngling auf den Weg in die schwäbische Handelsmetropole. Dort angekommen, verliebt sich Wulf in Brigitta von Ensingen, die temperamentvolle Tochter des Baumeisters. Brigitta erwidert nach anfänglichem Zögern seine Gefühle, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Ortwin, der arrogante und grausame Gehilfe ihres Vaters, hat ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen. Das Erbe der Gräfin ist der zweite Teil der Trilogie über die wegen ihres Münsters weltbekannte Stadt Ulm und die fiktiven Schicksale der Menschen, die dort lebten und liebten, arbeiteten und litten. Dieser Titel erscheint im Mai 2011, der dritte Teil befindet sich in Vorbereitung. (Der dritte Teil ist ebenfalls fertig.) Leseprobe: Hier. Covergestaltung: Im Vordergrund sieht man eine Frau, die wohl die Gräfin darstellen soll, im Hintergrund sieht man einen Ort, es ist alles in Beige Tönen gehalten, was sehr gut zu der Zeit passt in der der Roman spielt. Meine Meinung: Der zweite Teil der Ulm-Triologie ist für mich der Erste gewesen. Man braucht keinerlei Vorkenntnisse, kommt super in die Handlung und der Inhalt ist flüssig zu lesen, was dazu führt, dass man das Buch gern in einem Stück lesen möchte. Leider war mir das aus Ermangelung der Zeit nicht möglich. Man befindet sich zuerst in Straßburg, dann in Ulm, und später in der Burg Katzenstein, sowie mehreren kleineren Orten rings um Ulm. Es werden nach und nach einige Personen in die Geschichte eingeführt, nicht zu schnell, was einen sehr gut folgen lässt. Allerdings finde ich, dass Wulf Steinhauer in seinen Beschreibungen noch zu blass blieb, und ihm von einem Nebenpart beinahe die Stelle streitig gemacht wurde. Ich hätte gern auch noch mehr über die Geschichte der Burg und der Geliebten des Burghern der katzensteiner Burg erfahren, aber wahrscheinlich hätte uns dann dieses Buch erschlagen. Ich finde trotzdem das man dazu allein noch eine extra Fortsetzung schreiben könnte, genug Stoff wäre sicher vorhanden.  Wer gern in historische Romane eintaucht, der ist hier genau richtig, denn wir befinden uns Jahr 1368. Man erfährt etwas über den Bau des Ulmer Münsters, über Kleidung der damaligen Zeit, und wie die Menschen damals miteinander umgingen. Trotz der vielen Erklärungen die super mit im Text eingebaut wurden ohne zu stören, fehlte mir bei so einigen Begriffen trotz allem noch die Erklärung, was mich den Duden dauerhaft neben mir liegen ließ, und die Lesezeit ein wenig in die Länge streckte. Mein Fazit: Ein Buch was ich gern weiter empfehle, für ein paar schöne Stunden im mittelalterlichen Ulm. Meine Bewertung:  

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  • Von der Suche nach der Herkunft und vom Finden der Liebe

    Das Erbe der Gräfin
    Knipsi

    Knipsi

    13. April 2013 um 18:04

    Im Jahre 1368 wandert der junge Steinmetz Wulf Steinhauer von Straßburg nach Ulm. Ein Streit in seiner Ziehfamilie zeigt ihm, dass er nicht der leibliche Sohn ist. Hin und her gerissen macht er sich auf die Suche nach seiner Herkunft. Ein besticktes Tuch und das Umland von Ulm sind seine einzigen Anhaltspunkte. In Ulm findet Wulf Beschäftigung auf der Münsterbaustelle beim Meister Ulrich von Ensingen. Seine Ambition Bildhauer zu werden, muss er aber hinten anstellen. So hat er, wie alle anderen auch, ganz unten anzufangen und im Steinbruch Steine zu klopfen. Zurück im Hause seines Meisters verliebt er sich in dessen Tochter Brigitta. Damit ist er Ortwin, dem Obergesellen, ein Dorn im Auge. Dieser möchte sie zur Frau und damit mehrere Ziele erreichen. Und dabei ist er skrupellos, was Wulf am eigenen Leib zu spüren bekommt. Eine spannende Geschichte entwickelt sich. Ein Katz-und-Maus-Spiel mündet in einem tollen Finale. Dieses Buch erinnert äußerlich an alte Werke in einer Bibliothek. Die Klappentexte sind etwas weit reichend, aber dieses Buch bietet noch einiges darüber hinaus.  Ein recht wissenschaftlicher Prolog führt in die Zeit ein. In die fiktionale Geschichte kommt der Leser ebenfalls sehr schnell. Die Kenntnis des ersten Teils ist nicht Voraussetzung. Der Schreibstil ist flüssig. Zeitgenössische Begriffe werden nebenbei erläutert, ein Glossar ist daher nicht notwendig und fehlt auch. Angefügt sind aber eine Bibliographie, eine Auseinandersetzung mit Fakten und Fiktion sowie einige Buchvorstellungen (u. a. zu den anderen beiden Teilen dieser Trilogie). Bemerkenswert ist der Detailreichtum, der ein Abtauchen ins Mittelalter umfassend ermöglicht. Neben der Pest, den unterschiedlichen Lebensformen in Stadt, Land und Burg sowie der Stellung der Frau wird hier vieles Weitere angesprochen, wie Umgang mit Verbrechern, Klosterleben, Hexen, Arbeitsverhältnissen auf Baustellen und Ängsten im Mittelalter. Die Protagonisten Wulf und Brigitta müssen sich immer wieder mit Unbekanntem auseinandersetzen und geraten in viele aussichtslose Situationen. Der Epilog ist wunderschön und schließt eine tolle Geschichte herrlich ab. Für Leser, die auf historische Genauigkeit Wert legen, dürfte die Lektüre manchmal schwierig sein. Die zeitliche Einordnung wurde stark fiktionalisiert. Gewünscht hätte ich mir eine tiefere innere Auseinandersetzung von Wulf bei der Entscheidung zwischen Bürgertum und Adel. Der "Hexen-Verrat" von Friko erscheint nicht ganz passend, wie auch der Umstand, dass Brigitta keinen Pestschaden davonträgt. Fazit: 4 Sterne - sehr gutes Buch - sehr empfehlenswert für Liebhaber historischer Liebesgeschichten

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  • Liebe geht durch alle Zeiten

    Das Erbe der Gräfin
    Daydream

    Daydream

    04. April 2013 um 19:06

    Der 18-jährige Wulf Steinhauer verläßt seine Familie in Straßburg, nachdem er erfährt, daß seine Eltern nicht seine leiblichen Eltern sind. Es zieht ihn zum Ulmer Münster, das Ulrich von Ensingen zu einem Prachtbau machen möchte. Seine Mutter, Katharina von Württemberg, hat ihm ein mit einem Wappen besticktes Taschentuch hinterlassen. Gleichzeitig möchte der junge Mann seinen leiblichen Vater finden. Nachdem er eine Anstellung auf der Münster Baustelle erhalten hat, begegnet er Brigitta, einer Tochter des Baumeisters. Er verliebt sich sofort in sie. Leider hat auch Ortwin, der Gehilfe des Baumeisters, ein Auge auf die hübsche Tochter geworfen. Durch eine Heirat würde er alle Probleme los werden, besonders seine Schulden. Brigitta will nicht mit Ortwin vermählt werden. Er ist ihr zuwider. Plötzlich kommt die Pest nach Ulm. Auch das Haus Ensingen wird nicht verschont. Brigitta gelingt es, ihn letzter Minute aus dem Haus zu flüchten, das unter Quarantäne gestellt wird. Zusammen mit ihrer Schwester Clementine und ihrem Liebhaber Thomas gelingt ihr die Flucht aus Ulm. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit zwischen Ortwin und Wulf. Ortwin schreckt dabei vor nichts zurück, nicht mal davor, Wulf einen Mord unterzuschieben. Gerettet wird Wulf von seinem leiblichen Vater, Wulf von Katzenstein. Dieser hatte ihn schon seit längerer Zeit gesucht. Wulf von Katzenstein läßt ihn zum Ritter ausbilden. Wulf denkt jedoch sehnsüchtig an seine Brigitta. Dies ist der zweite Teil der Ulm-Trilogie nach dem ersten Band "Die Launen des Teufels". Auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, kommt man schnell in die Geschichte hinein. Die Geschichte läßt sich gut lesen. Der Schreibstil ist flüssig und detailreich. Hier werden mehrere Erzählstränge exzellent miteinander verwoben, die Geschichte um den jungen Wulf, die Geschichte um Ulrich von Ensingen und seine Tochter Brigitta, die Geschichte um Ortwin und die Geschichte um Wulf von Katzenstein und seiner Frau Adelheid. Mir hat es gut gefallen, daß wir viel erfahren über die gesellschaftliche Situation im 14. Jahrhundert, über den Bau des Ulmer Münsters und über die Pest. Wirklich sehr informativ! Ich kann diesen historischen Roman sehr empfehlen. Mit Spannung warte ich auf die Fortsetzung der Trilogie.

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  • Auch der zweite Teil überzeugt auf ganzer Linie

    Das Erbe der Gräfin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. March 2013 um 00:20

    Die Story spielt etwa 18 Jahre nach dem ersten Band der Ulm-Trilogie, "Die Launen des Teufels". Da es hier jedoch andere Protagonisten gibt und alles Wichtige kurz angeschnitten wird, ist es nicht notwendig, den ersten Band gelesen zu haben. *INHALT* 1368 erfährt Wulf während eines Streits, dass er nicht das leibliche Kind seiner Zieheltern Anabel und Bertram ist. Verletzt und wütend macht er sich auf, um nach seinen leiblichen Eltern zu suchen und beginnt in Ulm, wo er geboren wurde. Doch außer dem Namen seiner Mutter und dem Wappen seines Vaters hat er kaum Anhaltspunkte. Dort beginnt er als gelernter Steinmetz am Ulmer Münster mitzuwirken und verliebt sich kurz darauf in die Tochter seines Meisters. Und auch Brigitta scheint ihm zugetan - doch das ist Ortwin ein Dorn im Auge. Der hat nämlich auch ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen und bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten. Er schreckt auch nicht davor zurück, sich mit Gewalt zu nehmen, was ihm seiner Meinung nach zusteht und geht über Leichen, um an sein Ziel zu kommen. Als wäre das nicht genug, hält die Pest wieder Einkehr in die Stadt und rafft die Menschen aufs Neue dahin... *MEINE MEINUNG* Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte und begeistert war, lag die Messlatte für die Fortsetzung sehr hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt nach wie vor der Schreibstil - Silvia Stolzenburg gelingt es scheinbar mühelos, die spannende Geschichte mit sehr viel Liebe zum Detail auszuschmücken und am Rande sehr viel Wissen über die damalige Zeit einzustreuen. Dadurch erschafft sie eine sehr ausführliche und authentische Szenerie, in der sich die Figuren bewegen. Durch die oft sehr bildliche Beschreibung fällt es leicht, sich in die Story hinein zu versetzen und mit den Protagonisten mitzufühlen. Diese sind sehr schön ausgearbeitet und glaubwürdig - als kleines Manko sei angemerkt, dass sie manchmal vielleicht zu eindeutig in Kategorien wie "gut" und "böse" einsortiert werden können, und dadurch der Plot wenig völlig überraschende Wendungen nimmt, doch das tut der Qualität keinen Abbruch. Insgesamt ist dieser zweite Band weniger düster als "Die Launen des Teufels", dafür aber mindestens genauso spannend, mitreißend und gefühlvoll. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin wie schon im ersten Teil den Titel genauso im Text aufgreift und damit einen eindeutigen Bezug herstellt. Für alle Fans von historischen Romanen: Lesen, lesen, lesen!

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  • Der wahre Ritter

    Das Erbe der Gräfin
    Goch9

    Goch9

    22. March 2013 um 17:54

    April 1368: Aufgeschreckt durch die Eröffnung, dass er unwissentlich bei Pflegeeltern aufgewachsen ist und seine leiblichen Eltern nur zum Teil bekannt sind, verlässt der Steinmetz Wulf Steinhauer Straßburg um in Ulm beim Bau des Ulmer Münster sein Glück zu suchen. Es gelingt ihm, eine Stelle beim berühmten Bauherrn Ulrich von Ensingen zu bekommen. Im Haus des Baumeisters begegnet Wulf dessen Tochter Brigitta und verliebt sich auf der Stelle. Schnell muss Wulf erkennen, dass er einen gewichtigen Konkurrent auf der Baustelle hat. Der Geselle Ortwin kämpft mit allen Mitteln um die Gunst Brigitta zu heiraten um seinen gesellschaftlichen Aufstieg zu ermöglichen. Auch aus einer ihm völlig unbekannten Richtung kommt Ungemach bzw. Gefahr auf ihn zu. Historischer Roman, Liebesroman, Abenteuerroman...? Ich weiß gar nicht genau, wie ich diesen Roman einordnen soll. Er ist spannend, er erzählt eine wunderbare Liebesgeschichte, die Protagonisten müssen einige Abenteuer bestehen und das Ganze ist mit vielen Details über das Alltagsleben im 14. Jahrhundert in Ulm gespickt. Frau Stolzenburg führt uns in längs vergangene Zeiten und erzählt in unterhaltsamer Weise wie die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in dieser Zeit in Ulm und Umgebung lebten. Gleich zu Beginn wird der Leser Schritt für Schritt während Wulfs Wanderung nach Ulm in die Zeit, die Landschaft und in die Gefühlswelt von Wulf hineingezogen. Durch die bildhafte Sprache bzw. den bildhaften Schreibstil wird der Leser schnell in die Zeit und die Geschichte versetzt und man hat das Gefühl mittendrin zu sein. Ich habe es genossen, diesen Roman zu lesen und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    Cuddister

    Cuddister

    16. March 2013 um 21:18

    Ulm anno 1368: Nach einem fürchterlichen Streit mit seinen Eltern zieht es den jungen Steinmetz Wulf von Straßburg nach Ulm ,um am Ulmer Münster mitzuwirken. Dort angekommen trifft er nicht nur auf den mürrischen Bauherrn Ulrich von Ensingen und seinen Helfer Ortwin, sondern auch auf Von Ensingens wunderschöne Tochter Brigitta. Bald schon ist es um Wulf und Brigitta geschehen, allerdings steht das junge Glück vor einer vermeintlich unlösbaren Aufgabe, denn Brigitta ist Ortwin bereits als Braut versprochen worden. Und dieser schreckt auch vor keiner Intrige zurück, um Brigitta für sich allein zu beanspruchen. Doch Wulf gibt nicht auf und kämpft verzweifelt um seine große Liebe. Silvia Stolzenburg entführt mit ihrer wundervollen Schreibweise den Leser auch im zweiten Teil ihrer Ulm-Trilogie in eine Welt, voll unterschiedlicher Facetten. Die Figuren und Ortschaften sind so lebendig und detailreich geschrieben, dass es einem als Leser sehr leicht fällt, vollkommen in die Geschichte hineinzutauchen. Das dadurch beim Lesen entstehende Kopfkino unterstreicht noch mal die unglaublich tolle Atmosphäre, die Silvia Stolzenburg hier hervorgerufen hat. Die fließende Vermischung von Realität und Fiktion überzeugen ebenso wie die malerische und gleichzeitig direkte Sprache. Für alle Historienfans ist Das Erbe der Gräfin absolute Pflichtlektüre!

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    KerstinnI

    KerstinnI

    16. March 2013 um 18:58

    Inhalt Straßburg 1368: Wulf macht sich auf die Suche nach seinen leiblichen Eltern. Die Suche bringt ihn nach Ulm, wo er am Bau des Münsters mitarbeitet und sich in Brigitta, die Tochter des Baumeisters verliebt. Leider soll diese Ortwin heiraten. Den bösen Gehilfen des Steinmetzes der vor nichts zurückschreckt.... ... Ein wirklich guter und spannender historischer Roman. Beim Lesen tauchte ich ein in die spannende Welt des Mittelalters. Die historischen Hintergründe sind gut beschrieben und vermitteln ein (glaube ich) realistisches Bild der Zustände. Am Ende hilft eine Aufklärung der Autorin, was Wahrheit und was Fiktion ist Gewisseheit zu bekommen. In diesem zweiten Teil der Triologie geht es etwas weniger brutal zu als im ersten Teil, aber nicht weniger spannend! Das Buch reist mit und es ist schwer es wieder aus der Hand zu legen! Der einzige Wehrmutstrofpen aus meiner Sicht ist, dass kaum etws über den Verbleib von Bertram und Anabel erzählt wird. Sie sind die Zieheltern Wulfs- mehr gibt es dazu leider nicht. So ist es zwar shön, dass dieser Band auch allein existieren kann, ich hatte mir jedoch etwas mehr Einbindung der ´alten`Protagonisten gewünscht. Fazit Ingesamt ist dieser Roman absolut lesenswert. Er hat alles was ein guter historsicher Roman braucht. Etwas liebe, Gewalt, Krankheiten, Schrecken, Sex, Ritter und Kampf. Toll!

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. March 2013 um 00:51

    Ulm im Jahre 1368. Wulf Steinhauer, der in Straßburg von seinen Zieheltern erfahren hat, dass er der illegitime Sohn der Gräfin von Württemberg und eines Ritters ist, macht sich auf den Weg seine leiblichen Eltern zu suchen. Sein Weg führt in in die Reichsstadt Ulm. Dort angekommen, wird er von Ulrich von Ensingen eingestellt, um am Ulmer Münster als Steinmetz mitzuarbeiten. Wulf begegnet Brigitta von Ensingen und verliebt sich unsterblich in die Tochter des Baumeisters. Brigitta erwidert nach anfänglichem Zögern seine Gefühle. Doch Ortwin, der hinterhältige und fiese Gehilfe ihres Vaters, soll mit ihr verheiratet werden und ihm ist wirklich jedes Mittel recht um sein Ziel zu erreichen…. Der sehr schöne Schreibstil ist sehr bildlich und angenehm. Ich fühlte mich sofort in dieses Jahrhundert zurück versetzt. Die Orte und Landschaften sind sehr gut beschrieben. Jeden einzelnen Charakter konnte ich mir Dank der Beschreibungen sehr gut vorstellen. Ich habe mit ihnen gefühlt, gebangt und auf ein positives Ende gehofft. Bei Ortwin ist mir regelrecht immer schlecht geworden und habe gehofft, dass der bald seine gerechte Strafe erhält. Die Geschichte ist super spannend geschrieben und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Eine sehr schöne und spannende Geschichte um Liebe, Intrigen und die Pest im Mittelalter. Diesen Roman kann ich allen nur empfehlen und zu Recht hat es die volle Anzahl an Sternen von mir bekommen.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    Linda-Marie

    Linda-Marie

    14. March 2013 um 21:11

    Ulm anno 1368: Wulf Steinhauer entschließt sich seine Ziehfamilie zu verlassen um seine leiblichen Eltern (Gräfin von Württemberg) zu finden. Dabei kommt er nach Ulm um dort am Bau des Ulmer Münsters mitzuarbeiten. Dort verliebt er sich in die Tochter des Baumeisters. Auch Brigitta findet gefallen an Wulf, aber sie ist schon Ortwin versprochen, der vor nichts zurückschreckt um Brigitta zu besitzen! In diesem Roman findet sich von allem etas: Historie, Spannung, Liebe, Gewalt, Familie, Angst, Glück... Wirklich großartig. Die Protagonisten sind gut beschrieben. Zwar gibt es deutlich die guten und die bösen Charaktere, aber das braucht die Geschichte auch!! Sowohl Wulf als auch Brigitta konnte ich in ihrem Handeln und Denken gut verstehen und habe durch den angenehmen und spannenden Schreibstil mit ihnen gelitten und mich gefreut. Die historischen Hintergründe- was ist Wahrheit und was Fiktion- wird am Ende sehr gut erklärt, noch ein Grund warum dieser Roman absolut lesenswert ist. Das Mittelater wirkt auf mich faszinierend und erschreckend zugleich. Gesellschaftliche, wirtschaftliche, bauliche und medizinische Hintergründe werden in diesem Buch ganz nebenbei vermittelt und machen das Lesen lebendig und spannend. Es ist wie eine kleine Zeitreise, bei der ich froh war, nur danebenzustehen! Denn die z.T. wirklich grausamen Zustände werden sehr deutlich (aber auch sehr gut!) beschrieben. Fazit Es macht wirklich spaß diesen Roman zu lesen. Es ist übrigens auch ohne den ersten Teil zu kennen gut zu folgen!

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    mabuerele

    mabuerele

    12. March 2013 um 20:19

    Es handelt sich um den Nachfolgeband des Romans „Die Launen des Teufels“. Wulf ist 18 Jahre alt geworden. Von seinem Ziehvater wurde er zum Steinmetz ausgebildet. Von der Gräfin kam nie eine Nachricht. Wulf weiß nichts von seiner Vergangenheit, bis Frieder, sein Bruder, es ihm im Streit mitteilt. Daraufhin verlässt Wulf seine Eltern und begibt sich nach Ulm. In Ulm ist der Bau des Münsters weiter fortgeschritten. Der Baumeister Ulrich von Ensingen stellt Wulf ein. Als Wulf das erste Mal Brigitta, die Tochter des Baumeisters, sieht, lässt ihn das Bild nicht mehr los. Doch Ortwin, die rechte Hand des Baumeisters, hofft auf eine Heirat mit Brigitta. Er braucht die Mitgift, um den Meisterbrief zu erhalten. Auf Burg Katzenstein hat sich Wulf von Katzenstein wieder vermählt. Allerdings hält er sich weitestgehend von seiner jungen Frau fern. Er hat die Suche nach seinem Sohn noch nicht aufgegeben. Die Autorin hat einen beeindruckenden historischen Roman geschrieben. Die exakte Recherche der historischen Gegebenheiten zeigt sich insbesondere bei der Beschreibung der Bauhütte, der Vorgänge des Münsterbaus und dem Umgang mit Pestkranken. Doch auch Land und Leute werden gut dargestellt. Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert. Die Autorin hat es verstanden, die inneren Kämpfe vor allem bei Wulf, aber auch bei dem Grafen von Katzenstein widerzuspiegeln. Wulf steht im Mittelpunkt des Buches. Ich als Leser durfte seine Entwicklung zu einem selbstbewussten jungen Mann miterleben. Viele Entscheidungen waren dafür erforderlich. Ulrich von Ensingen ist ein Meister seines Faches, als Mann und Familienvater aber rücksichtslos. Übertroffen wird er von Ortwin. Gewalt ist sein Lebenselixier. Niederlagen kann er nicht verkraften. Die Autorin hat es verstanden, die Emotionen der handelnden Personen überzeugend herauszuarbeiten. Hass, Angst, aber auch Liebe und Verständnis spielen im Mit- und Gegeneinander eine Rolle. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der in die historische Situation einführt. Am Ende legt die Autorin dar, welche Abweichungen es im Roman zu feststehenden historischen Daten und Personen gab. Beides wertet das Buch auf. Der Roman enthält außerdem eine Bibliographie. Die junge Frau auf dem Cover ist bei historischen Romanen üblich. Gegenüber anderen Büchern dieses Genres fallen die Zierleisten auf, die den Namen der Autorin einrahmen, und die Verzierungen der Anfangsbuchstaben. Das Buch lässt sich zügig lesen. Dazu trägt bei, dass die Kapitel geschickt zwischen unterschiedlichen Handlungsorten wechseln. Jedes Kapitel beginnt mit einem Frakturbuchstaben. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Ich werde ihn gern weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    flieder

    flieder

    11. March 2013 um 21:08

    Wir schreiben das Jahr 1368 und der junge Steinmetz Wulf erfährt in Strassburg durch Zufall, dass seine Eltern nur seine Zieheltern sind. Seine leibliche Mutter ist die Gräfin Katharina und von seinem Vater besitzt er nur ein Tuch mit dem Wappen. Im Streit verlässt er Anabel und Bertram um seine Wurzeln in Ulm zu finden. Hier muss er aber schnell erfahren, dass seine Mutter schon vor 16 Jahren der Pest erlegen ist. Bei Meister Ulrich von Ensingen, der mit dem Bau des Ulmer Münsters beauftragt wurde, findet er eine Anstellung und Unterkunft. Hier lernt er Brigitta kennen, die quirlige Tochter des Baumeisters und verliebt sich in sie. Doch diese ist schon versprochen an Ortwin dem Gehilfen ihres Vaters. Ortwin ist ein Fiesling aller erster Güte und schreckt auch vor Mord nicht zurück, um an das zu kommen was er haben will. Als die Pest Ulm erreicht nutzt Brigitta die Chance und flieht mit ihrer Schwester aus der Stadt. Doch Ortwin lässt sich sein Spielzeug nicht nehmen und macht sich auf die Suche nach Brigitta. Wulf setzt alles daran um das Mädchen zuerst zu finden. Mal wieder hat es Silvia Stolzenberg geschafft mich in kürzester Zeit in eine fremde und geheimnisvolle Welt zu entführen. Im 2. Teil der Ulm Trilogie, die unabhängig voneinander zu lesen ist, erfahren wir nun aus der Perspektive von Wulf etwas über das harte Leben des Mittelalters, das durch Intrigen und Krankheit geprägt ist. Durch die bildhafte Sprache ist das Buch ein Genuss für alle Historienfans. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und man ist enttäuscht wenn die letzte Seite viel zu schnell umgeblättert wird. Für alle, die gut recherchierte Bücher lieben empfehle ich auf jeden Fall auch den 1.Teil der Trilogie Die Launen des Teufels, dass dem Nachfolgeband in nichts nachsteht.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Gräfin" von Silvia Stolzenburg

    Das Erbe der Gräfin
    Gelinde

    Gelinde

    11. March 2013 um 19:59

    Das Erbe der Gräfin von Silvia Stolzenburg. Der 2. Band der Ulmtrilogie der Autorin, hat mich total begeistert, er spielt im Jahr 1368. Ich werde mir auf jedenfall den 1. Band (die Launen des Teufels + den 3. Band (Die Heilerin des Sultans) noch kaufen. Im Rahmen einer LR bin ich beim 2. Band eingestiegen. Doch durch den wunderbaren Schreibstil und die genial eingebauten Rückblenden bin ich sofort in der Geschichte mitten im Geschehen drin gewesen. Mein Kopfkino hat sich sofort eingeschalten und ich hatte die Personen sowie die Orte und auch die Geräusche (Münsterbaustelle) sofort in meinem Kopf. Zum Inhalt: Der junge Steinmetz Wulf erfährt nach 18 Jahren, dass er der illegitime Sohn einer Gräfin und eines geheimnisvollen Ritters ist. Im Zorn verlässt er seine Zieheltern um in Ulm auf der Münsterbaustelle u.a. Erkundigungen über seinen leiblichen Eltern einzuziehen. Dort verliebt er sich in Brigitta, die Tochter des Baumeisters Ulrich von Ensingen. Doch Ortwin, der oberfiese Gehilfe ihres Vaters, will Brigitta aus rein finanziellen Gründen für sich als Ehefrau. Um dieses Ziel zu erreichen ist ihm keine Intrige zu gemein und er schreckt sogar nicht einmal vor einem Mord zurück. Als die Pest in Ulm ausbricht beginnt die nächste Katastrophe. Was wird Wulf über seine Eltern in Erfahrung bringen? Wird Ortwin ans Ziel kommen? Schreibstil Der Schreibstil ist wunderbar bildlich und sehr facettenreich. Durch die kurzen Kapitel mit Orts- und Datumsangabe, wusste ich immer sofort wo ich bin. Die Autorin hat es auch sehr gut verstanden immer mehr Spannung aufzubauen. Ab der Mitte des Buches konnte ich es kaum noch aus der Hand legen, so dass ich zum Ende dann eine Nachtschicht eingelegt habe. Es wird nochmals so richtig dramatisch, man möchte die Luft anhalten und ist dann einfach nur glücklich über das Ende das einen auch noch ein bisschen in die Zukunft blicken lässt. Historischen Begriffe werden sehr geschickt und unauffällig mit eingeflochten z.B. Tabbard=knielanges Obergewand. Gefühle und Emotionen werden eins zu eins transportiert. Ich hab mit den Hauptpersonen geliebt, gebangt, gehofft, mich gefreut, hab mich mit ihnen gefürchtet und gelitten. Die Orte sind wunderbar beschrieben. Ich wohne 5km von der Burg Katzenstein entfernt, die außer Ulm einer der Hauptspielorte war, und ich kann sagen, es ist so beschrieben wie es hier bei uns ist. Es gibt noch so viele Schlagworte die mir zu diesem tollen Buch einfallen (Ritterleben, Liebe, Intrigen, Verrat, Stellung der Frau, Aufbegehren der Handwerker etc.) aber wollte ich die alle kommentieren würde es diese Rezi sprengen. Mein Fazit. Ein tolles Buch, das ich allen Lesern (mit oder ohne Vorwissen aus dem 1. Band) nur empfehlen kann. Von mir volle Punktzahl.

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