Das Reich des Teufelsfürsten

von Silvia Stolzenburg 
4,4 Sterne bei46 Bewertungen
Das Reich des Teufelsfürsten
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Spannend, aufwühlend und manchmal schockierend!

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Das wahre Gesicht des brutalen Grafen der Walachei in einem packenden düsteren Roman

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Inhaltsangabe zu "Das Reich des Teufelsfürsten"

Dies ist ein Roman über die historische Figur des Woiwoden Vlad Draculea, Fürst der Walachei, durch Bram Stoker weltbekannt als Graf Dracula. Es ist keine Geschichte über Vampire oder andere blutsaugende Kreaturen, welche die Nächte unsicher machen. Es ist die Geschichte einer Person aus Fleisch und Blut, die Geschichte eines Überlebenskampfes, eines Kampfes um Macht, Liebe und Anerkennung.
Dieser Roman schließt nahtlos an seinen Vorgänger, Der Teufelsfürst, an, dessen Gegenstand Kindheit und Jugend des Fürsten sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783937357867
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Bookspot Verlag
Erscheinungsdatum:29.10.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Kelticavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, aufwühlend und manchmal schockierend!
    Draculea Vlad vom Wahnsinn getreiben

    Das Reich des Teufelsfürsten

    Inhalt:
    Acht Jahre sind vergangen, seit Vlad Draculea seine Geliebte Zehra von Katzenstein in der Walachei zurücklassen musste. Während sie mit ihrem gemeinsamen Sohn in den Karpaten auf seine Rückkehr
    wartet, muss Vlad seinen Thron zurückerobern.

    Dabei kreuzt Zehras Bruder Utz seinen Weg - und es kommt zu einem schicksalsschweren Zwischenfall, der das Leben aller Beteiligten für immer verändert.

    Die Autorin:
    Seit meiner Kindheit liebe ich Bücher über alles, habe sie förmlich verschlungen. Viele der alten Wegbegleiter sind immer noch in meinem Besitz – sich davon zu trennen wäre, wie einen Freund zu verlieren. Folglich lag nach meinem Studium der Anglistik und Germanistik nahe, es selbst mal mit dem Schreiben eines Romans zu versuchen. Und als ich einmal damit angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören.

    Fazit:
    Dies ist der zweite Teil des Romans über Draculea Vlad.
    Er ist ein getriebener, der mit seinen Dämonen zu kämpfen hat. Von der Vergangenheit gequält, von seinen Untertanen verraten, wird er immer grausamer. Als seine Braut Zehra kurz vor der Hochzeit von seinen Widersachern getötet wird, verliert er jegliche Menschlichkeit und geht mit immer härteren Mitteln gegen seine Feinde vor. Auch sein eigener Sohn Carol bekommt das zu spüren. Dieser Teil ist mindestens genauso, wenn nicht noch spannender und aufwühlender als sein Vorgänger. 

    Auch die Familie Katzenstein aus Ulm muss einen harten Schicksalsschlag verkraften. Dennoch kommen sich Utz und seine Frau endlich näher.

    Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Das i Tüpfelchen für mich persönlich ist: Da ich in Ulm geboren und aufgewachsen bin, sind mir die Örtlichkeiten nur zu gut bekannt. 
    Sowohl in Ulm und um Ulm herum und um Ulm herum  ;-))

    Eine klare Leseempfehlung von mir, da diese Trilogie mein Lese-Highlight 2017 ist.

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    Argentumverdes avatar
    Argentumverdevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das wahre Gesicht des brutalen Grafen der Walachei in einem packenden düsteren Roman
    Wie das Vorbild, brutal aber interessant

    Das zweite Buch über Vlad Draculea setzt einige Jahre nach den Geschehnissen des ersten Buches ein. Nun vollkommen im Vordergrund steht Vlad der mit härtesten Mitteln herrscht, nicht umsonst ging er mit dem Beinamen der Pfähler in die Geschichte ein. Neuer wichtiger Protagonis ist Carol der uneheliche Sohn des Grafen mit Zehra. Auch der Erzählstrang um die von Katzensteins in Ulm wird fortgesetzt. Neu hinzu kommen kürzere Blicke in das Leben im Sultanspalast wo Vlads Bruder Radu mittlerweile Wesir ist. 


    Während der Leser im ersten Buch noch mit dem jungen Vlad mitempfinden kann distanziert man sich hier recht schnell. Vlad regiert sein Land mit Angst und Schrecken und grausamer Kälte. Die wenigen Passagen mit Zehra wirken oft als wenn es eine zweite Person gäbe, so anders ist er. 


    Wie auch zuvor ist dieses Buch hervorragend recherchiert und geschrieben. Die Charaktere werden gut durchgezeichnet man erlebt vieles bildhaft mit. Diese Bildhaftigkeit wird zwar an den brutalsten Szenen ein wenig reduziert, trotzdem ist das Buch nichts für Zartbesaitete. Interessant und lesenswert ist auch das Nachwort der Autorin, in dem sie etwas über die Entstehung des Buches und einige geschichtliche Aspekte erwähnt. 


    Mein Fazit: Spannend und wieder hervorragend geschrieben, toll zu lesen und unglaublich intensiv, aber entsprechend der Realität äußerst brutal und blutig. Definitiv nichts für zartbesaitete Leser.

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    Moni2506s avatar
    Moni2506vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Erst in diesem Teil kommt das wahre Gesicht von Vlad Draculea wirklich zum Vorschein. Brutal und grausam und nichts für schwache Nerven!
    Die Tragödie von Vlad Draculea

    „Das Reich des Teufelsfürsten“ von Silvia Stolzenberg ist der zweite Teil der Trilogie über die historische Person Vlad Draculea, den meisten besser bekannt als Dracula. Ausgezeichnet mit dem goldenen HOMER für den besten historischen Spannungs- und Abenteuerroman ist der Roman im Oktober 2014 im bookspot-Verlag erschienen. Ursprünglich war diese Reihe nur als Zweiteiler angelegt. Im November 2016 soll der dritte Teil erscheinen.

    Walachei, 1456: Acht Jahre sind seit den Ereignissen aus dem ersten Teil vergangen. Vlad Draculea hat seinen Thron zurückerobert und nun gilt es diesen als Woiwoden der Walachei mit aller Macht zu halten. Sein Markenzeichen hierbei: Das Pfählen!
    Derweil erobert Sultan Mehmet immer mehr Gebiete in Griechenland und kommt so der Walachei immer näher. Stets an seiner Seite ist Radu, der verhasste Bruder Vlad Draculeas.
    Auch die Familie Katzenstein hat einige Prüfungen zu meistern und wird wieder in den Dunstkreis des Woiwoden hineingezogen.

    Wie man unschwer erkennen kann, erzählt dieses Buch nicht die Geschichte eines Vampirs, sondern die Geschichte der historischen Person Vlad Draculea, einem Menschen aus Fleisch und Blut. Dies ist der zweite Teil der Reihe, der die Herrschaftsjahre Vlad Draculeas zum Thema hat. Im ersten Buch wurden die Kindheit und die Jugendjahre geschildert.
    Silvia Stolzenburg ist es auch diesmal wieder gelungen einen eindrucksvollen Roman über eine eher unbekannte Persönlichkeit der Historie zu schreiben. Der Schreibstil ist dabei flüssig und gut zu lesen. Typische Begriffe der Zeit wurden direkt in den Text eingebaut und erklärt. Ein Glossar am Ende des Buches hätte ich dennoch als hilfreich empfunden.
    Ich war schnell wieder in der Geschichte drin und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Dies war nicht immer von Vorteil bei der Brutalität, die Vlad an den Tag gelegt hat. Um seine Macht zu sichern, wurde das Pfählen sein Markenzeichen. Und ich kann euch versprechen, das ist keine schöne Angelegenheit. Dieses Buch ist also nichts für schwache Nerven. Während man im ersten Teil noch Sympathie für Vlad aufbringen konnte, weil man wusste, was ihm Schlimmes als Kind widerfahren ist, so fällt es einem mit Fortschreiten der Geschichte immer schwerer.
    Interessant waren auch wieder die Einblicke in die Sitten und Gebräuche des osmanischen Reiches. Obwohl Radu seit seiner Kindheit als Gefangener am Hof des Sultans lebte, ist er mittlerweile zum Wesir aufgestiegen und hat Ambitionen, um noch weiter aufzusteigen. Er ist der Geliebte des Sultans neben weiteren Konkubinen, mit denen der Sultan fleißig Nachkommen zeugt.
    Das Wort, das mir immer wieder in den Sinn kam beim Lesen dieses Buches, ist Tragödie. So viele Wünsche und Hoffnungen finden sich in diesem Buch, die nicht erfüllt werden konnten, so dass es klar war, dass das Ganze nur böse enden konnte. Dies ist auch der einzige Kritikpunkt an dem Buch. Mir fehlten die positiven Momente, die nur äußerst sparsam in den Roman eingestreut wurden. Am meisten habe ich wahrscheinlich noch mit Carol mitgefiebert – dem unehelichen Sohn Vlads, der mit äußerster Härte von seinem Vater erzogen wurde.
    Während ich im ersten Teil die Geschichte der Familie Katzenstein noch als nervig und unnötig empfand, konnte mich diese diesmal mehr für sich einnehmen. Für Sophia von Katzenstein, die ich im ersten Teil als zu naiv empfand, konnte ich diesmal sogar Sympathie aufbringen. Die Geschichte der Familie endet in diesem Teil mit einem miesen Cliffhanger.
    Abgerundet wird dieser historische Roman durch ein Personenverzeichnis und Kartenmaterial sowie durch ein ausführliches Nachwort, das Informationen zur Recherche enthält, und eine Bibliografie.

    Fazit: 4 Sterne für einen spannenden und interessanten Roman über eine eher unbekannte historische Persönlichkeit. Eine Leseempfehlung gebe ich an furchtlose Leser aus, die sich nicht von Grausamkeit und Brutalität abschrecken lassen.

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    LadySamira091062s avatar
    LadySamira091062vor 2 Jahren
    Spannend ,aber auch recht brutal und blutig ,nichts für schwache Nerven

     Acht Jahre sind  inzwischen vergangen  in denen Vlad Draculea seine geliebte Zehra   nur selten  sieht .Sie haben einen gemeinsamen Sohn , Carol .Doch der erfüllt die  Ansprüche seines grausamen Vaters in keinster Weise,mag er doch lieber in Büchern  lesen als morden. Vlads furchtbare Art  ihn  zu seinem Ebenbild zu erziehen erreicht  genau das Gegenteil.Carol haßt Vlad aus tiefstem Herzen besonders nachdem seine Mutter  auf grausame Art starb und  später dann auchs Carols Jugendliebe durch die rasende Wut seines Vaters aus seinem Leben verschindet.
    Doch auch Zehras Bruder Utz und  seiner Frau Sophia von Katzenstein ist in Ulm nicht viel Glück beschert. Die Zwangsheirat   machte beide nicht glücklich und als Utz dann  seinen ältesten Sohn  in Transsilvanien verliert droht die Ehe zu zerbrechen.
    Auf wundersamen Wegen kreuzen sich die Wege von Utz und Vlad erneut.Doch Utz überlebt es nur weil Vlad  Zehra  sonst nicht mehr  in die Augen sehen könnte .
    Vlad wird immer brutaler und grausamer und die Methoden ,die er anwendet  lassen einem echt das Blut gefrieren.Das Schlimmste daran ist jedoch ,das Vlad und seine Taten  schreckliche Realität waren. Das ein Mensch zu solcher Brutalität fähig  war läßt einen auch Jahrhunderte später noch  gruseln. 


    Der Autorin ist es gelungen brutale historische Fakten mit  Fiktion zu einem spannenden ,jedoch auch recht blutigen Buch zu verbinden. Kann man im ersten Teil noch ein wenig Sympatie für Vlad  aufbringen so  endet diese  nach Zehras Tod , wo er jeden Bezug zur  Realität verliert und immer weiter  in seinen blutigen Taten abdriftet.
    Spannend ,aber auch  recht brutal und blutig ging es zu Vlads Zeiten zu 

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    LettersFromJuliets avatar
    LettersFromJulietvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Silvia Stolzenburg hat einen authentischer und brutalen historischen Roman (bzw. einen Zweiteiler) über Vlad Draculeas Leben geschrieben.
    Spannend, packend, aber distanziert und nur für starke Nerven zu empfehlen.

    Meine Meinung

    Ich hatte mich schon sehr auf die Fortsetzung von “der Teufelsfürst” gefreut, da ich wissen wollte wie es mit Vlad, Zehra und den Ulmern weitergeht. Okay, Vlads Geschichte könnte man natürlich auch in einem Sachbuch nachschlagen, aber das macht doch nur halb so viel Spaß.

    Der Schreibstil der Autorin ist wieder großartig und sie schafft es einen direkt in das Geschehen zu ziehen, welches an Brutalität den ersten Band bei weitem übertrifft.
    Vlad Draculea hat damals im östlichen Europa gewütet und er hat tausende Menschenleben auf dem Gewissen. Gerade durch seine Tötungsmethode, dem Pfählen, wurde er bekannt. Das Pfählen gehört zu den grausamsten Hinrichtungsmethoden und wird im Buch öfters beschrieben. Nicht nur, dass diese Szenen entsetzlich sind, viel schlimmer finde, dass das ja damals wirklich so geschehen ist und daran musste ich beim Lesen immer wieder denken. Wenn die Szenen wenigstens nur Fiktion wären, wäre das ganz halb so schlimm.
    Deswegen möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Roman nichts für schwache Nerven ist!
    Ich habe schon einige Thriller gelesen, in denen es brutal und blutig zuging, aber dieses Buch musste ich doch ab und zu zur Seite legen, denn die Szenen sind nicht so leicht wegzustecken.

    Während es im ersten Band noch die drei großen Handlungsstränge (Ulm, Zehra, Vlad) gab, hat sich dies im Nachfolger ziemlich verschoben. Von Zehra bekommt man leider fast gar nicht mehr mit, dafür sind Vlad und sein Sohn sehr in den Vordergrund gerückt. Am meisten haben mir die Ulmer gefehlt. Diesen Handlungsstrang fand ich sehr interessant und er konnte Vlads Grausamkeiten immer ein wenig abmildern. Er macht nur noch ca. 1/3 des Buches aus und gerade zum Schluss wird er für meinen Geschmack etwas zu schnell abgehandelt. Gut, dass Silvia Stolzenburg noch eine Ulm-Trilogie geschrieben hat.

    Natürlich hat sich die Geschichte der Charaktere weiterentwickelt, allerdings sind seit dem ersten Band 8 Jahre vergangen, wodurch es neue Charaktere gibt, u.a. Vlads und Zehras Sohn. Mir hat so ein bisschen der Zug zu den Personen gefehlt, was vorher nicht so war. Dies liegt allerdings auch daran, dass die Personen, zu denen ich vorher einen Bezug hatte, in diesem Band zu kurz gekommen sind. Natürlich muss Vlads Geschichte im Vordergrund stehen, schließlich geht es um seine Geschichte, allerdings konnte ich mich mit ihm überhaupt nicht mehr anfreunden. Teilweise konnte ich sein Handeln als Kind/Jugendlicher/junger Erwachsener verstehen, in diesem Band ist sein Handeln nur noch als irre und krank zu bezeichnen – so wie er halt war.

    Fazit

    Silvia Stolzenburg hat einen authentischer und brutalen historischen Roman (bzw. einen Zweiteiler) über Vlad Draculeas Leben geschrieben. Da es sich nicht um Fiktion handelt, wird einem die Grausamkeit sehr deutlich vor Augen geführt. Spannend, packend, aber distanziert und nur für starke Nerven zu empfehlen.

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    irismarias avatar
    irismariavor 4 Jahren
    spannende Geschichte, die das 15. Jahrhundert und den historischen Dracula lebendig werden lässt

    Ich lese die Ulmromane von Silvia Stolzenburg schon seit ihrem Debütroman und freue mich immer auf neue Bücher, denn ihre Geschichten müssen sich, was Aufbau der Story, Darstellung der Charaktere, historische Genauigkeit und schöne Sprache betrifft, keineswegs hinter den großen Namen der historischen Romane verstecken.

    „Das Reich des Teufelsfürsten“ schließt direkt an den Vorgängerband „Der Teufelsfürst“ an und spielt auch in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Vlad Draculea ist zum Fürsten geworden, der mit brutaler Strenge regiert und auch seinen Sohn zu einem echten Krieger erziehen will. Sein Kampf um die Macht steht im Mittelpunkt des einen Handlungsstrangs. Bei den Ulmern geht es um Utz und seine Familie. Nach der erzwungenen Heirat fällt es ihm und seiner Frau schwer, sich zu lieben und die beiden Söhne entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen, was Utz schwer akzeptieren kann.
    „Das Reich des Teufelsfürsten“ ist wieder eine spannende Geschichte von Silvia Stolzenburg, die das 15. Jahrhundert und den historischen Dracula lebendig werden lässt.

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    Nicky_Gs avatar
    Nicky_Gvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der erste Teil hat mir bedeutend besser gefallen, weil meines Erachtens die Charaktere erstarrt sind und eine Welle aus Blut alles wegspült.
    Das Reich des Teufelsfürsten – blutig und brutal

    Acht Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes spielt der zweite Band über den Teufelsfürsten Vlad Draculea, der versucht, seine Macht in seinem kleinen Reich zu festigen und auszubauen. Dabei schreckt er vor keiner Grausamkeit zurück und geht über gepfählte Leichen. Als er glaubt, dass seine Familie in Sicherheit vor seinen Feinden ist, holt er Zehra und den gemeinsamen Sohn Carol aus dem Kloster zu sich. Ein fataler Fehler wie sich bald herausstellen wird, denn Zehra wird brutal ermordet. Damit brechen bei Vlad Draculea die letzten Dämme und er bedeckt das Land mit Blut...

    Parallel zu Vlad Draculeas Geschichte wird das Leben von Utz und Sophia in Ulm erzählt, die beide unter ihrer erzwungenen Ehe leiden und es nicht schaffen, aufeinander zuzugehen. Als ein Sohn von ihnen auf einer Handelsreise durch Ungarn einem Überfall zum Opfer fällt, droht die Familie komplett daran zu zerbrechen. Gibt es noch Rettung?


    Diese Erzählung der Familie von Katzenstein war meines Erachtens nicht nötig für die Gesamtgeschichte, da sie nur wenig mit Vlad Draculea zu tun hat. Teilweise hat mich das Gezicke von Sophia genervt, die einerseits nichts mit ihrem Mann zu tun haben will, andererseits aber auch Gefühle für ihn entwickelt, die sie sich nicht erklären kann. Da möchte man ihr manchmal einen Schubs in die richtige Richtung geben.

    Es ist obligatorisch den ersten Band zu kennen, damit man die Geschichte der einzelnen Figuren und ihre Charaktere kennt. Ansonsten kann man sich manche Verbindungen, Handlungen und Reaktionen nicht erklären.

    Der Roman ist aufgrund der düsteren Geschichte Vlad Draculeas natürlich äußerst brutal und blutig. Zwar vermeidet es die Autorin weitestgehend ins Detail zu gehen und überlässt dadurch einiges der Fantasie des Lesers, aber ansonsten wäre es auch zuweilen unerträglich geworden.

    Mir persönlich hat der erste Teil bedeutend besser gefallen, da ich manchmal das Gefühl hatte, die Charaktere erstarren und werden von einer Welle aus Blut und Brutalität hinweggespült.

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    dorlis avatar
    dorlivor 4 Jahren
    Rezension zu "Das Reich des Teufelsfürsten" von Silvia Stolzenburg

    „Das Reich des Teufelsfürsten“ ist der zweite Band des Zweiteilers rund um den Fürsten Vlad Draculea – und auch dieser Teil hat mich durchweg begeistert.

    Was sich im ersten Band schon erahnen ließ, wird hier zur grausamen Gewissheit: Vlad hat alle Menschlichkeit verloren und ist zu einem mordenden Ungeheuer geworden, nachdem seine Pläne, zuerst seinen Thron zurückzuerobern und dann seine große Liebe Zehra zu heiraten, anders als gedacht verlaufen.
    Silvia Stolzenburg präsentiert Vlad so, wie die Geschichtsschreibung ihn sieht: als Sadisten und Gewaltherrscher. Er glaubt an die Macht der Angst und verbreitet als „Teufelsfürst“ Schrecken und Entsetzen. Seine Brutalität und Grausamkeit wird dabei von Silvia Stolzenburg sehr deutlich geschildert – es ist mir nicht nur einmal eiskalt den Rücken runter gelaufen. Vlad besteht nur noch aus flammendem Zorn, der sich in Folter und Mord äußert und aus unbändiger Wut, die nicht nur seine Gegner zu spüren bekommen, sondern die selbst vor dem eigenen Volk, engen Vertrauten und sogar Familienangehörigen nicht Halt macht.

    Neben Vlad steht auch sein Sohn Carol im Fokus dieser Geschichte. Vlad ist enttäuscht von Carol – ein Bücherkind, der zudem seinem verhassten Bruder Radu viel zu ähnlich sieht, und nicht der Krieger ist, den Vlad sich vorgestellt hat. Der Junge bekommt die Abneigung seines Vaters mehr als deutlich zu spüren.

    Ab und an gönnt die Autorin dem Leser eine kleine Auszeit von dem schaurigen Geschehen und richtet den Blick auf Utz und Sophia von Katzenstein nach Ulm. Die Ehe der beiden verläuft unglücklich und wird durch Utz’ Vorhaben, seine Söhne Hans und Jakob auf eine Handelsreise mitzunehmen, auch nicht besser. Im Gegenteil, Utz beschwört mit dieser Entscheidung schwere Zeiten für seine Familie herauf.

    Wieder einmal ist es Silvia Stolzenburg hervorragend gelungen, historische Fakten und fiktive Geschichte zu einem großartigen, spannenden Roman zu verbinden. Zusammen mit dem lebendigen, flüssigen Schreibstil und der wunderbar bildlichen Erzählweise wird die packende Handlung zu einem fesselnden Leseerlebnis.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Grandioses und blutiges Finale

    ACHTUNG! BAND 2 EINER REIHE – SPOILERGEFAHR!

    Dies ist der zweite und letzte Band der Roman-Dilogie rund um das historische Vorbild für Bram Stokers Dracula.

    Edirne, 1456. Mittlerweile sind fast 9 Jahre vergangen, seit Vlad Draculea nach seiner kurzen Regierungszeit aus der Walachei vertrieben worden ist. Er kehrte an den Hof des Sultans in Edirne zurück. Dort hat er mit seinem Erzfeind Prinz Mehmed und zahlreichen Wesiren Konferenzen abgehalten. Allerdings ohne Erfolg. Vlad riskierte den Bruch mit dem Sultan und floh in das Fürstentum Moldau zu seinem Vetter Stefan. Nun will er sein Land und seinen Thron zurückerobern. Sobald er das geschafft hat, holt er seine Geliebte Zehra und seinen 7-jährigen Sohn Carol, die in einem Kloster auf ihn warten.

    Ulm, 1456. Die erzwungene Ehe von Utz und Sophia von Katzenstein geht in die Brüche. Obwohl sie zwei Söhne (die 8-jährigen Zwillinge Hans & Jakob) bekommen haben, gehen sich die beiden aus dem Weg. Zudem sind die Jungen in einem Alter, in dem sie einen Beruf erlernen sollen. Utz möchte, dass die Beiden in seine Fußstapfen treten und Kaufleute werden. Doch Jakob möchte gerne einen handwerklichen Beruf erlernen.

    Auch dieser Roman wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, die sich im Laufe der Geschichte zusammenfügen. Der wesentliche Handlungsstrang spielt im Osmanischen Reich. Das Hauptaugenmerk wird auf Vlads Entwicklung und seinen blutigen Kampf um die Macht gelegt. Und hier liegt die Betonung auf “blutig”. Seine Taten sind so abscheulich und entsetzlich, dass einem der Atem stockt und das Blut in den Adern gefriert. Diese Lektüre ist eindeutig nichts für zarte Gemüter. Auch wenn man im ersten Teil noch Mitleid bzw. Verständnis für Vlad aufgebracht hat, wird man in diesem Teil große Antipathie gegen ihn entwickeln.

    Da die Autorin sehr lebendig und bildhaft schreibt, spielt sich ein großes Kopfkino ab. Die kurzen, abwechselnden Kapitel sorgen aber für eine gewisse Entspannung nach den düsteren und grausamen Episoden im Osmanischen Reich.

    Die Geschichte um die fiktive Familie von Katzenstein ist ebenfalls wieder sehr interessant und mitreißend. In diesem Teil rutschen die von Katzensteins zwar etwas in den Hintergrund, aber nichtsdestotrotz sorgen sie mit ihren Handlungen für dramatische Spannung.

    Damit man den Überblick über die Romanfiguren nicht verliert, enthält das Buch ein Namensverzeichnis. Die historisch belegten Personen sind kursiv dargestellt. Zusätzlich gibt es auch noch eine Europakarte, damit man die Charaktere auch geografisch verfolgen kann.
    Im Nachwort klärt uns die Autorin auf, was Wahrheit und was Fiktion ist. Wer dann immer noch wissensdurstig ist, kann in der Bibliografie nachlesen, auf welche Quellen sich die Autorin bezieht. Zudem gibt es auch noch interessante Links.

    Fazit: Ein grandioses und blutiges Finale zu der Romanreihe rund um das historische Vorbild für Bram Stokers Dracula. Historisch fundiert, schockierend und voller Spannung. Dieser Roman ist definitv nichts für zarte Gemüter.

    -------------------------------

    (c) 2015 - Nanes-Leseecke

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gelungene Fortsetzung von "Der Teufelsfürst". Wieder sehr gut recherchiert. Interessant, mitreißend und stellenweise sehr grausam.
    Vlad kehrt zurück - spannender und grausamer als je zuvor

    Inhalt

    "Das Reich des Teufelsfürsten" knüpft acht Jahre später an das Geschehen von "Der Teufelsfürst" an.

    Zehra wartet in einem Kloster versteckt, zusammen mit ihrem Sohn Carol darauf endlich zu Vlad an den Fürstenhof geholt zu werden und ihn zu ehelichen. Carol fürchtet sich vor seinem Vater und wird ihn im Verlauf des Buches immer mehr fürchten und hassen. Ein zweiter Handlungsstrang widmet sich in diesem Buch dem Geschehen um den Sultan Mehmet und Radu, Vlad's Bruder. Mehmet kann immer mehr Gebiete für sich erobern und möchte natürlich auf Vlad an den Kragen.

    Auch die Handlung in Ulm findet Anschluss. Utz und Sophia führen eine sehr unglückliche Ehe, da Sophia ihn zurückweist und lieblos behandelt. Daher unternimmt Utz, wann immer er kann Geschäftsreisen. Lediglich ihre beiden Söhne Jakob und Hans bereichern ihr Leben, wobei einer der Söhne in große Gefahr gerät.

    Und natürlich geht es in diesem Roman zu großen Teilen um Vlad Dracula. In der Sicherung seiner Machtposition, den Rückschlägen und Ränkespielen scheut er vor nichts zurück.

    Bewertung

    Auch der zweite Teil der Dilogie kann durchaus überzeugen. Die Charaktere sind auch hier sehr gut herausgearbeitet. Man kann Vlads wachsende Rachsucht und zunehmende Gefühlskälte sowie Sophias Kampf mit sich und ihren Gefühlen gut miterleben und nachvollziehen.

    Wie bereits angedeutet setzt Vlad Dracula seinen Willen immer häufiger mit immer perfideren Grausamkeiten durch. Diese kommen im zweiten Band noch mehr zum Tragen als im ersten. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass es über das Erwachsenenleben von Vlad mehr historische Quellen gibt, als über seine Jugendjahre.

    Bildlich und gekonnt kann die Autorin diese - in einer Mischung aus Fakt und Fiktion - für den Leser sehr gut rüberbringen. Dieser Episoden sind teilweise wirklich hart und man bekommt Gänsehaut. Absolut nichts für Zart-Besaitete und schwache Gemüter.

    Die Handlungsstränge sind sehr gut miteinander verwoben und sorgen an entsprechendem Handlungswechsel für Erleichterung. Gab es zum Beispiel gerade eine oder mehrere Episoden mit Vlads Grausamkeiten kann sich der Leser ein wenig in Ulm bei Sophia und Utz "erholen". Diese Handlungsstrang ist jedoch deutlich weniger umfangreich als noch im Vorgänger, was ein wenige schade ist.

    Der Roman ist sehr gut recherchiert und sprachlich wie erzählerisch super umgesetzt. Die Handlungen, Charakterentwicklungen und politischen Verhältnisse sind stimmig und nachvollziehbar. Toll ist auch das Nachwort, welches teilweise Aufschluss über Fakt und Fiktion gibt. 

    Man sollte den Vorgänger der "Teufelsfürst" gelesen haben um die Charaktere gut nachvollziehen zu können. Jedoch kann man der Handlung sicher auch ohne den ersten Band gelesen zu haben folgen. Das Ende bleibt jedoch mehr oder weniger offen. Auch wenn Silvia Stolzenburg erst einmal keinen dritten Teil plant, so könnte die Handlung dennoch fortgeführt werden.

    Fazit

    Eine absolut gelungene, interessante und atmosphärische Fortsetzung. Spannend, mitreißend - und schonungslos grausam. Selbst für starke Gemüter eine neue Herausforderung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SilviaStolzenburgs avatar

    Hallo Ihr Lieben,

    pünktlich zu Halloween gibt es ein ganz besonderes Leckerli für alle Fans von Vlad Drauculea, auch bekannt als Graf Dracula. Ihr könnt die beiden Romane "Der Teufelsfürst" und "Das Reich des Teufelsfürsten" gewinnen, allerdings tritt Vlad Draculea in ihnen nicht als Blutsauger auf, sondern als Mensch aus Fleisch und Blut. Also Achtung, es sind KEINE VAMPIRROMANE!

    Hier der Klappentext zum ersten Band:

    Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden ...

    Am 31.10. lose ich unter allen Interessenten jeweils 15 Freiexemplare aus (jeder gewinnt zwei Bücher, da wir die beiden Bände am Stück lesen wollen). Die Leserunde startet dann, sobald alle ihre Bücher erhalten haben. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr auch wirklich Zeit habt, beide Bücher zu lesen und wenn ihr kein Problem damit habt, wenn es auch mal ein bisschen blutig oder grausam zugeht. Es wäre natürlich schön, wenn ihr im Anschluss an die Leserunde dann auch eine Rezension verfasst und diese ein bisschen streut :-)

    Ich freue mich auf euch!

    Viele liebe Grüße

    Silvia

    Zur Leserunde

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