Silvia Stolzenburg Der Teufelsfürst

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Inhaltsangabe zu „Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg

Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden.

Düsterer historischer Roman, absolut spannend und hervorragend umgesetzt

— Argentumverde
Argentumverde

Ein historischer Roman vom Feinsten!

— Keltica
Keltica

Schade, dass so wenig über die frühen Jahre von Vlad bekannt ist. Auf die Nebengeschichte in Ulm hätte ich verzichten können.

— Moni2506
Moni2506

Ein Historienroman, wie er kaum besser sein könnte: interessant und spannend formuliert, dabei aber stets so nah an den Fakten, dass man die Fiktion fast vergessen könnte.

— Nicky_G
Nicky_G

Absolut lesenswert!

— ShangriLadj
ShangriLadj

Toller Roman mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, interessanten Handlungssträngen und einem super Schreibstil!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Die ,,Ulm - Saga" in neuem Gewand. Ich hätte mir mehr von Vlad gewünscht.

— CharlotteSchroeter
CharlotteSchroeter

Ein super spannneder historischer Roman, der nichts für schwache nerfen ist.

— beccy
beccy

Ein historischer Roman der mehr als 5 Sterne verdient.

— dieDoreen
dieDoreen

Gut geschrieben, nur zu wenig “Teufelsfürst“ und 2/3 “Familie Katzenstein“. Hatte andere Erwartungen, werde den Folgeband dennoch lesen.

— moffeli
moffeli

Stöbern in Historische Romane

Möge die Stunde kommen

Wieder einmal ganz wunderbar geschrieben.

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Ein packender, kurzweiliger und sehr abenteuerlicher Roman, der noch Raum für eigene Fantasien und Schlußfolgerungen läßt

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  • Der Teufelsfürst von Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst
    Sarlis

    Sarlis

    04. August 2017 um 19:10

    Inhalt/Klappentext Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden. Meinung/Fazit: In ihrem historischen Roman ”Der Teufelsfürst” nimmt uns die Autorin Silvia Stolzenburg mit in das Jahr 1447. Sie erzählt uns eindrucksvoll aus dem Leben des gerade sechzehnjährigen Vlad Draculea, dem späteren Woiwoden des Fürstentums Walachei. Sie schafft es, in hervorragender Sprache, spannungsreich den Weg des jungen Vlad zu zeichnen, der in Gefangenschaft am Sultanshof in Edirne zu dem grausamen und hasserfüllten Herrscher heranwächst, der die Welt später mit seinen Gräueltaten in Atem halten wird. Es wird davon ausgegangen, dass genau dieser Vlad Draculea den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula inspiriert hatte. Parallel wird uns Lesern von der Autorin die fiktive Geschichte der Zehra von Katzenstein und ihrer Familie geschildert. Zehra, die gerade ihren Vater durch einen plötzlichen Tod verlor, wird des Mordes an diesen beschuldigt und als Hexe verurteilt.

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  • Kein Vampirroman aber keinen Deut weniger spannend

    Der Teufelsfürst
    Argentumverde

    Argentumverde

    07. February 2017 um 18:11

    Der junge Vlad Draculea und sein Bruder, Söhne des Grafen der Walachei müssen als Gefangene am Hof eines Sultans leben. Während der jüngere Bruder sich in der brutalen Umgebung immer mehr aufgibt, schwört der 11jährige Vlad die Zeit durchzustehen, sich und seinen Bruder zu befreien und in die Walachei zurückzukehren. Zu gleicher Zeit wird in Ulm die junge Zehra von Katzenstein verbannt und kann nur mit knapper Mühe dem Tod entrinnen während ihr Bruder Utz in Ulm bleibt und sich um das Vermögen und die Schwester sorgt und bedroht ist beides ganz zu verlieren.  Der Leser ist schnell in der Geschichte angekommen und fiebert mit den Protagonisten mit. Die Sprache des Buches ist äußerst bildhaft und man kann sich hervorragend in das Geschehen hineinversetzen. Dank des flüssigen und leicht lesbaren Schreibstils mag man das spannende Buch kaum noch aus den Händen legen.  Die Autorin schafft hier einen düsteren und hochspannenden historischen Roman der hervorragend recherchiert ist und auch die blutigen und zum Teil doch recht brutalen Szenen entsprechen den historischen Fakten. Das Buch hat eine angenehme Länge und lädt geradezu dazu ein eine ganze Nacht durchzuschmökern oder zumindest damit den Abend zu beginnen.  Mein Fazit: Ein absolut spannender historischer Roman, düster und an der einen oder anderen Stelle auch ziemlich brutal, aber hervorragend umgesetzt und sehr angenehm und flüssig zu lesen.

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  • Ein gelungener Auftakt

    Der Teufelsfürst
    Keltica

    Keltica

    30. January 2017 um 13:32

    Der Teufelsfürst Inhalt: Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden. Die Autorin: Seit meiner Kindheit liebe ich Bücher über alles, habe sie förmlich verschlungen. Viele der alten Wegbegleiter sind immer noch in meinem Besitz – sich davon zu trennen wäre, wie einen Freund zu verlieren. Folglich lag nach meinem Studium der Anglistik und Germanistik nahe, es selbst mal mit dem Schreiben eines Romans zu versuchen. Und als ich einmal damit angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören… Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, Bücher zu schreiben, fahre ich Rennrad, grabe in Archiven oder recherchiere vor Ort bei Kripo, LKA, SEK und der Rechtsmedizin – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken. Drei meiner historischen Romane wurden mit dem HOMER ausgezeichnet: Der Teufelsfürst (2014) und Das Reich des Teufelsfürsten (2015) mit dem Goldenen HOMER, Töchter der Lagune mit dem Bronzenen HOMER (2014) Fazit: Dies ist der erste Teil des Romans über Draculea Vlad, und was soll ich sagen, die Geschichte ist einfach faszinierend und absolut spannend geschrieben. Die Protagonisten wuchsen mir sehr schnell ans Herz und ich litt mit ihnen und manchmal dachte ich, es könnte nicht noch schlimmer kommen. Einige Stellen sind wirklich nichts für zarte Gemüter. Silvia Stolzenburg hat einen wunderbar flüssigen, bildhaften und spannenden Schreibstil, der einen sofort in die Handlung eintauchen lässt. Es ist wirklich ein Buch, das man fast nicht aus der Hand legen kann, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht! Ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der Fakten beinhaltet und zu einer spannenden Geschichte verarbeitet wurde! Deshalb eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne von mir!

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  • Düster, aber verdammt gut recherchiert

    Der Teufelsfürst
    fhina

    fhina

    27. March 2016 um 21:49

    Gesehen bzw. gehört habe ich von dem Buch das erste Mal auf dem YouTube Kanal von Juliet und es hat sofort mein Interesse geweckt. Das Buch handelt von Vlad Draculea, seines Zeichens Prinz der Walachai und nicht um Graf Dracula, wie er vom Bram Stoker inziniert wurde. Also bitte erwartet keine Vampirgeschichte! Blutig ist es allerdings dennoch.Hundertprozentig bewusst, dass Vlad Draculea als Vorlage für den Dracula dient(e), wie wir ihn heute meistens kennen, war ich mir nicht bevor ich das Buch gelesen habe, aber man lernt schließlich nie aus und generell lese ich historische Romane ziemlich gerne. Meistens schreckt mich allerdings die Länge vieler dieser Romane ab. Mit etwas über 400 Seiten hat das Reich des Teufelsfürsten eine wirklich angenehme Länge.Die Handlung selbst teil sich in zwei Stränge auf; einmal Vlad der im Osmanischen Reich am Hof des Sultans in Gefangenschaft sitzt und einmal in Deutschland - hauptsächlich in Ulm – aber später auch an anderen Orten.Auf der einen Seite der Donau bekommen wir die Geschichte immer nur aus Vlads' Sicht erzählt und auf der anderen Seite hören wir sie durch mehrere Charaktere. Hauptsächlich aber durch Zehra von Katzenstein und Utz von Katzenstein (ihrem Bruder) sowie Johann von Katzenstein und seiner Tochter Sofia (Verwandte von Utz und Zehra).Am Anfang hat mich der Wechsel zwischen den Charakteren in Ulm etwas verwirrt, denn neben den Katzensteins gibt es auch noch Graf Ulrich von Helferstein, der auch nicht sonderlich gut auf die Katzensteins zu sprechen ist und irgendwie hab ich Ulrich und Johann an Anfang immer etwas durcheinander gebracht.Während Vlad am Sultanshof schreckliche Qualen widerfahren und er seinen kleiner Bruder Radu immer mehr und mehr in die Klauen von Prinz Mehmet, welcher brutal und gnadenlos ist, verliert, wird Zehra aus Ulm verbannt und entkommt nur knapp dem Tode. Sie begibt sich auf eine Reise mit Sinti, welche sie auf die Probe stellt und nicht einfach ist, denn der Sintifürst Michel ist angsteinflößen und anziehend zugleich, außerdem wünscht sie sich nichts sehnlicher, als wieder zu ihrem Bruder nach Ulm zurückzukehren.Ihr Bruder Utz muss unterdessen mit Johann von Katzenstein und dessen Familie vorlieb nehmen (und das nicht im positiven Sinne). Zudem ist er in Sorge um seine kleine Schwester und droht nicht nur sie, sondern auch sein gesamtes Vermögen zu verlieren. Vlad verspricht sich unterdessen, sich selbst und seinen Bruder zu retten und in die Walachei zurück zukehren.Was zwischen drin alles passiert, welche Qualen die Charaktere erleiden müssen und was ihnen sonst noch so alles widerfährt, müsst ihr schon selbst herausfinden. Fazit: Es ist ein wirklich tolles Buch, welches größtenteils auf historischen Fakten aufgebaut ist. Der Schreibstil von Silvia ist flüssig und einfach zu lesen und sie schafft es durch den Wechsel zwischen verschiedenen Charakteren, die Handlung spannend zu halten und es fällt einem schwer das Buch aus der Hand zu legen.Das Buch ist durchaus brutal und blutig, aber auch das beruht auf historischen Fakten.Wieso nur 4 Sterne? Leider fand ich zwischendrin die Handlung in und um Ulm etwas zu langatmig. Ich hatte gehofft, es würde mehr um Vlad gehen, was vermutlich im zweiten Band (welchen ich hier schon neben mir liegen habe) der Fall sein wird.Alles in allem ein wirklich tolles und gelungenes Buch, welches ich jedem empfehlen kann, der es gerne etwas düsterer mag.

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  • Leserunde zu "Dracula" von Bram Stoker

    Dracula
    NiWa

    NiWa

    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden. Die Leserunde beginnt am 10.10.2015. Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen. !!! Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost !!! Für den Oktober haben wir uns „Dracula“ von Bram Stoker vorgenommen. Klappentext: „Eigentlich war Jonathan Harker, der britische Gentleman, nur nach Transsylvanien gekommen, um über Häuser und Grundstücke zu verhandeln. Aber auf dem Schloss von Graf Dracula ziehen atemberaubende Entdeckungen Harker in den Bann: Der rotgewandete Graf ist ein blutsaugender Untoter; und in dem Zimmer, vor dem Dracula seinen Gast so eindringlich gewarnt hatte, lauern erotische Verlockungen und Abgründe, die den jungen Harker vollständig verwirren.§In dieser Ausgabe, einer ganz neu erstellten und originalgetreuen Übersetzung, wird erfahrbar, auf welch unterschiedliche Weise sich dieses packende Epos lesen lässt: als "gothic novel" und Horrorroman, als viktorianisches Zeitgemälde, als vor Einfällen übersprudelnder Abenteuerroman - und nicht zuletzt als die grandiose Phantasie eines Menschen, der die Macht der Triebe zu fürchten gelernt hat …“ Die Leserunde beginnt am 10. Oktober und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns Bram Stokers „Dracula“ lesen will.:-) Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt. Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung. Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen! Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt. Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen! Zur Einteilung der Leseabschnitte ------------------------------------------------ Meine Ausgabe ist in 27 Kapitel gegliedert und danach habe ich die Leserunde eingeteilt: 1. Leseabschnitt: Kapitel 1 - 6 2. Leseabschnitt: Kaptiel 7 - 13 3. Leseabschnitt: Kapitel 14 - 20 4. Leseabschnitt: Kapitel 21 - Ende

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    • 396
  • Kindheit und Jugendjahre von Vlad Draculea

    Der Teufelsfürst
    Moni2506

    Moni2506

    Der Teufelsfürst von Silvia Stolzenburg ist der erste Teil einer Dilogie über die historische Person Vlad Draculea, der Bram Stoker als Vorbild für Graf Dracula diente. Einen Vampirroman sollte man hier allerdings nicht erwarten. ;) Osmanisches Reich, 1447: Vlad Draculea und Radu, die Söhne des Woiwoden der Walachei, leben als Geiseln am Hof des Sultans. Um seinen Bruder Radu zu schützen, nimmt Vlad unfassbare körperliche und seelische Qualen auf sich. Erst als er seinen Widerstand scheinbar aufgibt und seine Ausbildung in der osmanischen Kampfkunst anfängt, kommt er seinem Ziel der Rache wieder näher. Ulm, zur selben Zeit: Der Vater von Zehra und Utz von Katzenstein wird ermordet und seine Tochter wird als Hexe und Mörderin aus Ulm verbannt. Zusammen mit den Sinti, die ihr das Leben gerettet haben, begibt Zehra sich auf eine Reise durch halb Europa. Mir hat dieser historische Roman ganz gut gefallen, allerdings hätte ich auf die Geschichte rund um Ulm gut verzichten können. Zehra hätte man auch anders und weniger umfangreich in das Geschehen rund um Vlad Draculea einbringen können. Alles, was mit Ulm zu tun hat, habe ich später auch mehr oder weniger nur quergelesen. Besonders auf die Nerven gegangen, mit ihrer Naivität und Unentschlossenheit, ist mir Sophia von Katzenstein, die zum adeligen Zweig der Familie von Katzenstein gehört. Die Geschichte der historischen Person Vlad Draculea fand ich wiederum sehr interessant, auch wenn über die Gefangenschaft und Jugendjahre nur wenig bekannt ist. Dennoch wird hier gut beleuchtet, warum er später einmal so brutal wurde. Man sieht aber auch seine gute und weiche Seite, die er versucht sich zu bewahren, die ihm aber wiederum auch unter keinen Umständen zum Verhängnis werden soll. In Sachen Brutalität scheinen mir die Osmanen den Menschen aus dem Abendland noch einiges vorauszuhaben. Silvia Stolzenburg beschreibt einige Methoden der osmanischen Folterkunst doch sehr genau, aber eher unpersönlich und nüchtern, sodass man diese Szenen gut ertragen kann. Gerade das Pfählen wird in späteren Jahren eines der Markenzeichen Vlad Draculeas. Da ich bisher noch keinen wirklichen historischen Roman gelesen habe, der im osmanischen Reich spielt, fand ich auch die Beschreibungen zum Leben am osmanischen Sultanshof sehr interessant. Die Gepflogenheiten unterscheiden sich ja doch sehr von denen im Abendland. Sehr interessant fand ich auch, dass gerade auch Geiseln des Osmanischen Reiches, später einmal einflussreiche Machtpositionen erhalten konnten. Voraussetzung hierfür war natürlich die vollkommene Unterwerfung unter die Herrschaft des Sultans. Sehr gut gefallen hat mir auch das Nachwort, in dem die Autorin darauf hingewiesen hat, dass sie sich bei den historischen Gegebenheiten, soweit bekannt, kaum Freiheiten genommen hat. Da zu Vlads Kindheit und Jugendjahren nur wenig bekannt ist, mussten hier allerdings Lücken gefüllt werden, die nicht historisch belegt, aber möglich sind. Ein wenig störend, aber nicht überhand nehmend, fand ich die kleinen Einschübe, um Fremdwörter zu erklären. Hier hätte ich ein kleines Glossar am Ende des Buches besser gefunden. Am Anfang des Buches gibt es ein kleines Personenverzeichnis, dass für mich zu jedem guten historischen Roman dazugehört. Fazit: Wenn man über die Geschichte mit Ulm hinwegsieht, bekommt man hier einen interessanten historischen Roman über die Kindheit und Jugendjahre von Vlad Draculea. Ich werde den zweiten Teil wohl auf jeden Fall auch noch lesen.

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    • 3
  • Der Teufelsfürst

    Der Teufelsfürst
    AngiF

    AngiF

    In ihrem historischen Roman ”Der Teufelsfürst” nimmt uns die Autorin Silvia Stolzenburg mit in das Jahr 1447. Sie erzählt uns eindrucksvoll aus dem Leben des gerade sechzehnjährigen Vlad Draculea, dem späteren Woiwoden des Fürstentums Walachei. Sie schafft es, in hervorragender Sprache, spannungsreich den Weg des jungen Vlad zu zeichnen, der in Gefangenschaft am Sultanshof in Edirne zu dem grausamen und hasserfüllten Herrscher heranwächst, der die Welt später mit seinen Gräueltaten in Atem halten wird. Es wird davon ausgegangen, dass genau dieser Vlad Draculea den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula inspiriert hatte. Parallel wird uns Lesern von der Autorin die fiktive Geschichte der Zehra von Katzenstein und ihrer Familie geschildert. Zehra, die gerade ihren Vater durch einen plötzlichen Tod verlor, wird des Mordes an diesen beschuldigt und als Hexe verurteilt. Geschehen konnte dies durch geschickt eingefädelte Intrigen. Beide Erzählstränge wechseln sich ab, was ich als sehr angenehm empfand. Nachdem Zehra aus der Stadt Ulm verbannt wurde begibt sie sich auf dem Weg gen Osten. Dadurch nähern die zwei Geschichten einander. Beim Lesen des Buches fühle ich mich derart fasziniert, als wäre ich hinein versetzt in diese Zeit, so lebendig und atmosphärisch hat Silvia Stolzenburg ihr Werk geschrieben. Gerne vergebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen und freue mich unsagbar gespannt darauf, den Folge-Band ”Das Reich des Teufelsfürsten” zu lesen.

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    • 2
  • Sicherlich einer der besten Romane dieses Genres !!!

    Der Teufelsfürst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein sehr gelungener und eindrucksvoller historischer Roman, der gerade für Einsteiger dieses Genres geeignet ist ! Inhalt : Die vierzehnjährige junge Ulmerin Zehra von Katzenstein, hat nicht nur den Tod ihres geliebten Vaters zu betrauern, sondern sie sieht sich bereits kurze Zeit später mir viel größeren Problemen konfrontiert Als Hexe betitelt, muss sie sich, für den Tod ihres Vaters verantworten und steht einer ganzen Stadt voller Misstrauen gegenüber. Verzweifelt versucht sie ihre Unschuld zu beweisen… Zur gleichen Zeit um 1447, Vlad Draculea, Sohn des Fürsten der Walachei befindet sich in Gefangenschaft am Sultanhof in Edirne. Als Geisel in türkischer Gefangenschaft muss Vlad tatenlos zusehen, wie sein jüngerer Bruder für einen Machtkampf benutzt wird. Der junge Vlad Draculea versucht mit Stolz und Würde jegliche Folter anzunehmen, doch keiner ahnt, dass dieser einen teuflischen Plan schmiedet ! Denn er würde alles tun, um aus der Gefangenschaft zu entkommen und seinen kleinen Bruder Radu zu retten. Meinung : Der Autorin Silvia Stolzenburg ist es auf einzigartige und authentische Art und Weise gelungen, Fiktion mit der Realität zu verbinden. Denn wer kennt ihn nicht, Bram Stokers Epos Dracula, doch entgegen jeglichen Mythos erzählt Silvia Stolzenburg die Geschichte des realen Vlad Draculea und dieser ist nicht weniger interessant und spannend, als sein fiktives Romanabbild. Auf bemerkenswerte und brillant routinierte Weise, versteht es die Autorin in Perfektion ihre Leser von der ersten Seite an in den Bann der Geschichte zu ziehen. Dieser historische Roman wird aus zwei Erzählperspektiven erzählt, zum einen aus der des jungen Vlad Draculea, der sich zu diesem Zeitpunkt in Gefangenschaft befindet und zum anderen aus Sicht der jungen Ulmerin Zehra die der Hexerei beschuldigt wird, beide Erzählstränge sind komplex und authentisch ausgearbeitet. Fast spielerisch schafft es die Autorin die reale Person Vlad und den fiktiven Part rund um Zehra zu einem stimmigen Ganzen verschmelzen zu lassen. In einem angenehmen Rhythmus versteht es die Autorin die Perspektive und den Schauplatzt zu verändern, sodass der Leser in einen angenehmen Lesefluss verfällt , der stets spannend und abwechslungsreich erscheint. Denn bereits nach kurzer Zeit kann man diesen spannenden und historisch teils auf Tatsachen beruhenden Roman, nicht mehr aus der Hand legen ! Auf nachvollziehbare Art und Weise schildert die Autorin die teils sehr grausamen Geschehnisse dieser Zeit, hierbei beruft sie sich auf historische Fakten. Zwar ist nicht alles über die historische Vorlage des Romans, Vlad Draculea bekannt, dennoch bindet sich die Autorin, an die zu dieser Zeit vorliegenden Fakten und dies schafft sie auf glaubwürdige und eindringliche Weise ! Dies Protagonisten des Romans Vlad und Zehra sind sehr nahbar und eindringlich geschildert, sodass es die Autorin durch ihren großartigen Schreibstil und durch ihre komplexe Ausarbeitung der Charaktere schafft, dass man mit diesen von der ersten Minuten an mitfiebert. Dieses Buch weiß gerade wegen seiner fernab voneinander spielenden Schauplätze zu begeistern! So ist der Leser auf jeder Seite neugierig was wohl neues geschehen mag und kann sich durch die bildhafte Sprache im Buch alles genaustens und bildlich vorstellen. Für mich ein wahres Lesehighlight mit besonderen Schauplätzen und großartig gewählten Protagonisten, die so interessant sind und so viel Freiraum für eigene Gedanken und Emotionen bieten. Einziger kleiner "subjektiver!!" Kritikpunkt, ist für mich, dass ich mir gerne noch mehr historische Fakten gewünscht hätte, dies ist aber wie gesagt eine rein subjektive Meinung, da dieser Umstand es Genreeinsteigern, gerade leicht macht und diese sicherlich eher begeistern wird ! Fazit : Ein großartiger und faszinierend spannender Roman mit düsterem Lesefeeling, der seine Leser definitiv zu fesseln und zu begeistern weiß! Gerade Silvia Stolzenburgs Schreibstil der so viel Emotionalität und dennoch Wissen vereint, konnte mich sehr für sich begeistern und mich an das Buch fesseln. Für Genreanfänger, die nicht zu zartbesaitet sind, ist dieses Buch sicher eine große Leseempfehlung und für Liebhaber dieses Genres sowieso ! Von mir gibt es tolle 4 Sterne, für einen historischen Roman der ganz eigene Wege geht und diese mit klassischen Mitteln des Genres verbindet. Sicherlich einer der besten Romane dieses Genres und definitiv lesenswert. Der Teufelsfürst, ist der erste Teil einer Dilogie !

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    • 8
    joleta

    joleta

    03. February 2015 um 11:27
  • Leserunde zu "Das Reich des Teufelsfürsten" von Silvia Stolzenburg

    Das Reich des Teufelsfürsten
    SilviaStolzenburg

    SilviaStolzenburg

    Hallo Ihr Lieben, pünktlich zu Halloween gibt es ein ganz besonderes Leckerli für alle Fans von Vlad Drauculea, auch bekannt als Graf Dracula. Ihr könnt die beiden Romane "Der Teufelsfürst" und "Das Reich des Teufelsfürsten" gewinnen, allerdings tritt Vlad Draculea in ihnen nicht als Blutsauger auf, sondern als Mensch aus Fleisch und Blut. Also Achtung, es sind KEINE VAMPIRROMANE! Hier der Klappentext zum ersten Band: Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden ... Am 31.10. lose ich unter allen Interessenten jeweils 15 Freiexemplare aus (jeder gewinnt zwei Bücher, da wir die beiden Bände am Stück lesen wollen). Die Leserunde startet dann, sobald alle ihre Bücher erhalten haben. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr auch wirklich Zeit habt, beide Bücher zu lesen und wenn ihr kein Problem damit habt, wenn es auch mal ein bisschen blutig oder grausam zugeht. Es wäre natürlich schön, wenn ihr im Anschluss an die Leserunde dann auch eine Rezension verfasst und diese ein bisschen streut :-) Ich freue mich auf euch! Viele liebe Grüße Silvia

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    • 610
  • Wie kann ein so grausamer Mensch so sympatisch sein?

    Der Teufelsfürst
    Buechernixen

    Buechernixen

    14. January 2015 um 12:03
  • Der Teufelsfürst – lebendige Geschichte spannend erzählt

    Der Teufelsfürst
    Nicky_G

    Nicky_G

    Vlad Draculea ist mit seinem Bruder zusammen über viele Jahre Geisel am osmanischen Hof. Dort muss er körperliche und seelische Qualen überstehen, die er nur mit Blick auf seine Heimat übersteht, die er hofft, eines Tages wiederzusehen. Bis dahin aber muss er viele Kämpfe bestreiten und in vielen Kriegen überleben. Zeitgleich wird in Ulm Zehra der Hexerei und des Mordes an ihren eigenen Vater angeklagt. Trotz der Hilfe ihres Bruders muss sie fliehen und stürzt dabei in die Fluten des Flusses, aus dem sie von einer Sinti-Gruppe gerettet wird und mit ihnen nun gen Osten zieht. Utz, Zehras Bruder, sucht sie verzweifelt, muss sich aber noch gegen andere Machenschaften behaupten, die ihn fast an den Rand des finanziellen Ruins bringen. Mehrere Handlungsstränge werden hier miteinander verknüpft, ohne dass man sich verheddert. Allerdings habe ich mich am Anfang schon gefragt, was diese beiden Hauptpersonen, Zehra und Vlad, miteinander zu tun haben werden. Das wird erst ziemlich am Ende aufgelöst. Bis dahin begleitet der Leser sie über Monate und lernt die Brutalität, die menschliche Gleichgültigkeit und das einfache Leben im Mittelalter kennen.Das wird wunderbar erzählt in einer ehrlichen und ruhigen Sprache. Auch wenn es sich wahrscheinlich nicht so zugetragen hat, so hat man doch das Gefühl, mittendrin im Geschehen gewesen zu sein. Besonders gut hat mir der Epilog gefallen, der noch mal auf die Fiktion hinweist und auch darauf, dass Wörter oder Aussprüche benutzt worden sind, die es damals nicht gegeben hat, aber die das Buch dadurch interessanter und näher gestalten.

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    • 2
  • Der Sohn des Drachen, Vlad III.

    Der Teufelsfürst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2014 um 15:56

    INHALT: Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen. Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden. MEINE MEINUNG: Edirne, 1447. Der junge Vlad Draculea, Sohn des Woiwoden der Walachei, befindet sich mit seinem Bruder Radu in Gefangenschaft. Der Sultan des Osmanischen Reiches, Murad, hält sie als Geiseln. Die beiden müssen höllische Qualen erleiden. Doch Vlads Ziel steht fest. Er will entkommen und seinen Bruder retten. Ulm, 1447. Zeitgleich erleidet die Familie von Katzenstein mehrere Schicksalsschläge. Utz’ und Zehras Vater, Karl von Katzenstein, wird ermordet. Zehra wird des Mordes und der Hexerei angeklagt. Während Zehra sich den Gefahren vor den Toren der Stadt stellt, muss Utz sich mit ganz anderen Problemen herumschlagen. Ein Streit um das Erbe ist entbrannt. Silvia Stolzenburgs erster Roman rund um das historische Vorbild für Bram Stokers Dracula wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Der wesentliche Handlungsstrang spielt im Osmanischen Reich. Genau genommen in Edirne. Dort werden Vlad und sein Bruder Radu als Geiseln gefangen gehalten. Der zweite Handlungsstrang spielt in Deutschland. Hauptsächlich in der Stadt Ulm. Dieser Strang ist in drei verschiedenen Perspektiven unterteilt. Zum einen begleiten wir Zehra auf ihrer Reise nach der Verbannung aus der Stadt, und zum anderen beobachten wir den Streit zwischen Utz und dem anderen Familienzweig der von Katzensteins. In diesem Streit lernen wir auch den Ritter Johann von Katzenstein, seine niederträchtige Mutter Helwig und seine liebenswerte Tochter Sophia kennen. Doch damit nicht genug. Der Ritter, Graf Ulrich von Helfenstein, nimmt auch noch einen besonderen Platz in dieser Odys­see ein. Die kurzen, abwechselnden Kapitel sorgen für ein angenehmes Leseerlebnis. Zudem bekommt man dadurch eine gewisse Entspannung nach den düsteren und brutalen Episoden im Osmanischen Reich. Über die Jugend von Vlad III. ist wenig bekannt. Daher hat die Autorin um die geringen, vorliegenden Fakten, eine düstere Geschichte konstruiert, die sich tatsächlich so abgespielt haben könnte. Aufgrund dieser Geschehnisse kann man nachvollziehen, warum er so grausam und für seine Gräueltaten legendär wurde. Die Geschichte um die fiktive Familie von Katzenstein ist aber ebenso beeindruckend. Sie strotzt nur so vor hinterhältigen Intrigen, Macht und Habgier. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und überzeugen durch Authentizität. Man wird sie mögen oder verabscheuen. Damit man den Überblick über die Romanfiguren nicht verliert, enthält das Buch ein Namensverzeichnis. Die historisch belegten Personen sind kursiv dargestellt. Zusätzlich gibt es auch noch eine Europakarte, damit man die Charaktere auch geografisch verfolgen kann. Im Nachwort klärt uns die Autorin auf, was Wahrheit und was Fiktion ist. Wer dann immer noch wissensdurstig ist, kann in der Bibliografie nachlesen, auf welche Quellen sich die Autorin bezieht. Zudem gibt es auch noch interessante Links. Fazit: Ein grandioser Auftakt zu der Romanreihe rund um das historische Vorbild für Bram Stokers Dracula. Historisch fundiert, lebendig und voller Spannung. Ein Muss für jeden, der historische Romane liebt und sich für den “wahren” Vlad Draculea interessiert. ------------------------------- (c) 2014 - Nanes-Leseecke

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  • Rezension zu "Der Teufelsfürst" von Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst
    dorli

    dorli

    Silvia Stolzenburg hat in ihrem Roman „Der Teufelsfürst“ historische Ereignisse zwischen Februar 1447 und Dezember 1448 im Osmanischen Reich und rund um Ulm zusammen mit einer fiktiven Handlung zu einer spannenden Geschichte verknüpft und ein dramatisches, vielschichtiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Die Autorin entführt den Leser in zwei ganz unterschiedliche Welten: Zum einen geht es an den Sultanshof nach Edirne. Hier werden der 16-jährige Vlad Draculea und sein jüngerer Bruder Radu als Geiseln gefangen gehalten. Vlad möchte seinen Bruder beschützen, kann aber nicht verhindern, dass Radu von dem jähzornigen Prinzen Mehmet drangsaliert wird und sich diesem schließlich unterwirft. Vlad muss unfassbare Grausamkeiten erdulden, er wird in Kriegsführung ausgebildet und wird gezwungen, andere Menschen zu foltern. Silvia Stolzenburg lässt Vlad durch einen wahren Strudel an Emotionen rauschen. Liebe, Wut, Angst Hass – es gelingt der Autorin hervorragend, dieses Gefühlschaos, das Vlad im Verlauf der Handlung durchlebt, an den Leser weiterzugeben. Sein Leben ist düster, blutig, barbarisch. Es fällt nicht schwer nachzuvollziehen, dass Vlad nach und nach seine Menschlichkeit verliert und alles Gute in ihm ausgelöscht wird. Ein zweiter Handlungsstrang beginnt in Ulm. Hier wird die 14-jährige Zehra von Katzenstein das Opfer einer hinterhältigen Intrige. Sie wird der Hexerei bezichtigt und angeklagt, ihren Vater ermordet zu haben. Es kommt zum Prozess, Zehra wird verurteilt und mittel- und schutzlos aus der Stadt verbannt. Im Folgenden begleitet man nicht nur Zehra auf ihrem leidvollen Weg bis in die Walachei, wo sie auf Vlad trifft, sondern erfährt auch ausgiebig von den fiesen Machenschaften, die Helwig von Katzenstein in Ulm spinnt, um Zehras Bruder Utz sein Hab und Gut abzuluchsen. Die beeindruckende Fähigkeit der Autorin, Situationen und Emotionen zu beschreiben, erlebt man auch in diesem Teil der Geschichte. Die Akteure bilden eine bunte Mischung und werden von Silvia Stolzenburg lebendig und bildhaft dargestellt. Zahlreiche historische und fiktive Figuren werden geschickt miteinander kombiniert, das Zusammenspiel aller ist ausgeklügelt und funktioniert bestens. Jeder Einzelne spielt dabei die ihm zugedachte Rolle ausgezeichnet und auch die vielen Nebenfiguren wirken überzeugend und bereichern die Handlung außerordentlich. Silvia Stolzenburg hat einen angenehm flott zu lesenden Schreibstil. Von der ersten Seite an zeigt sich, wie hervorragend sie in der Lage ist, dem Leser die jeweilig vorherrschende Stimmung zu vermitteln und ihn in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Dieser erste Band des Zweiteilers rund um den Fürsten Vlad Draculea hat mich durchweg begeistert – ein spannendes, fesselndes Leseerlebnis.

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    • 3
    gst

    gst

    30. November 2014 um 17:45
  • Katzensteinerin trifft Dracula

    Der Teufelsfürst
    irismaria

    irismaria

    28. November 2014 um 12:47

    Ich lese die Ulmromane von Silvia Stolzenburg schon seit ihrem Debütroman und freue mich immer auf neue Bücher, denn ihre Geschichten müssen sich, was Aufbau der Story, Darstellung der Charaktere, historische Genauigkeit und schöne Sprache betrifft, keineswegs hinter den großen Namen der historischen Romane verstecken. „Der Teufelsfürst“ spielt in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des titelgebenden Handlungsstrangs steht der 16-jährige Vlad Draculea, ein Fürstensohn, der als Geisel am Hof des Osmanischen Sultans steht und dort eine militärische Ausbildung erhält, aber auch Willkür und Gewalt ausgesetzt ist. Seine teilweise traumatischen Erlebnisse machen aus ihm später den grausamen Fürsten, der als Vorbild für die Draculaerzählungen diente. Der zweite Handlungsstrang spielt zeitgleich in Ulm und hat wie schon die Vorgängerbände die Familie von Katzenstein als Hauptpersonen. Als ihr Vater überraschend stirbt, schieben missgünstige Verwandte die Schuld auf die junge Zehra von Katzenstein und sie wird als Hexe angeklagt und aus der Stadt verbannt. Ihr Bruder Utz versucht, sie zu finden, doch das ist schwierig, denn nach einem Unglück wird Zehra von einer Sintigruppe gepflegt und muss mit ihnen ziehen… „Der Teufelsfürst“ stellt nicht nur das Leben in einer mittelalterlichen Stadt in vielen Facetten dar und erzählt die Familiengeschichte der Katzensteiner mit ihren Sympathieträgern aber auch Intriganten weiter, sondern entführt  auch in die schillernde Welt des Osmanischen Sultanshofes. Die Geschichte endet mit einem vorläufigen Abschluss, der aber sehr neugierig auf den zweiten Band macht.

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  • [Rezension] Der Teufelsfürst von Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst
    Mone80

    Mone80

    27. November 2014 um 09:29

    Das Buch "Der Teufelsfürst" stand schon einige Zeit auf meinem Wunschzettel und dank einer tollen Leserunde bei lovelybooks, habe ich die Chance bekommen dieses Buch (und das zweite) zu lesen. Die Geschichte um Vlad Draculea, der als Pfähler in die Geschichte einging, macht es für mich sehr reizvoll. Denn, auch wenn die meisten ihn mit Bram Stokers Dracula in Verbindung bringen, ihn hat es wirklich mal gegeben. "Es ist keine Geschichte über Vampire oder andere blutsaugende Kreaturen, welche die Nächte unsicher machen." (aus der Vorbemerkung der Autorin) Aber das Buch handelt nicht nur von Vlad, sondern auch von der Familie Katzenstein in Ulm. Für Kenner der Ulm-Trilogie wird vieles klarer sein, aber auch die Leser, die die Ulm-Trilogie nicht kennen, ich kenne sie auch noch nicht, werden eigentlich keine Probleme haben, dem Buch zu folgen. Ich fand es höchst interessant und es hat mir die Trilogie nur noch mehr schmackhaft gemacht. Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, die aber trotzdem nicht verwirren. Anfangs wechseln sich die Geschehnisse in Ulm und am Sultanshof in Erdine ab. Beide Handlungsstränge haben ihren Reiz. Auch, wenn der von Vlad ein wenig in den Hintergrund gerät und man eigentlich mehr über ihn erfahren möchte, fügte sich die Katzenstein Geschichte perfekt hinein und es gab so ein tolles Gesamtbild. Man fragt sich zwar zwischendurch, wie das alles zusammen geführt wird, aber die Sorge, dass es irgendwie zu unlogisch wird, ist unbegründet gewesen. Das Buch habe ich vollends zufrieden zu geklappt. Der Schreibstil ist einfach nur wow. Sehr einnehmend und fesselnd schreibt Silvia Stolzenburg ihre Geschichte. Man wird fortgezogen in eine andere Welt in längst vergangenen Tagen. Die Handlungsorte, die herrschenden Zustände werden schön eingefangen und mir als Leser nahe gebracht. Neben dem Schreibstil, der mir sehr zugesagt hat, finde ich die Ausstattung des Buches auch wundervoll. Eine Karte ziert die Innenseiten der Buchdeckeln (ich liebe Karten, es gibt ein Personenregister und was ich immer auch sehr toll finde, ist das Nachwort, was mir das Buch noch ein wenig näher bringt. Das Ende war ein wenig vorhersehbar, aber dennoch, war es ein spannendes Ende und die Lust auf den zweiten Band wird angefacht. Fazit: Eine Buch, welches mich in eine andere Welt versetzte. Spannend und mit einem sehr einnehmenden Stil geschrieben.

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