Silvia Stolzenburg Der Than von Cawdor

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Inhaltsangabe zu „Der Than von Cawdor“ von Silvia Stolzenburg

Schottland, Anno Domini 1040:
Als der fünfzehnjährige Duncan dem machthungrigen Than von Cawdor in eine Schlacht gegen die Wikinger folgt, bedeutet dies das Ende seines bisherigen Lebens. An der Seite des Thans kämpft er für den schottischen Hochkönig, bis das Blut der Erschlagenen das Schlachtfeld tränkt. Siegreich kehren die Krieger auf die Festung des Thans zurück, wo ein rauschendes Fest zu Ehren des Königs gefeiert wird. Doch auf dem Weg nach Hause begegnet Duncans Dienstherr einer Gruppe angeblich zauberkundiger Frauen. Diese verkünden ihm eine glorreiche Zukunft, und der Ehrgeiz
beginnt, den Verstand des Thans zu vernebeln.
Auf der Festung angekommen, trifft Duncan mit der jungen Hofdame Gwynn zusammen. Gwynn steht im Dienst der Gemahlin des Thans und Duncan verliert schon bald sein Herz an sie. Während durch eine tödliche Intrige alles um sie herum aus den Fugen zu geraten droht, kämpfen die beiden jungen Leute um ihre Liebe.

Grausame und blutige Macbeth-Version, die mich überzeugen konnte.

— Isbel

Für mich leider nicht das richtige. Wer Romane mit historischem Setting mag, ist bei diesem Roman gut aufgehoben.

— Moni2506

Krass und sehr spannend, habe ich in einem Sitz verschlungen. Nicht so wie die anderen Bücher, aber trotzdem sehr gut.

— Formorian

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  • Grausam aber toll

    Der Than von Cawdor

    Isbel

    03. January 2018 um 19:26

    Ich hatte mal wieder Lust auf einen schönen historischen Roman und als ich bei Netgalley Der Than von Cawdor gesehen hatte, wusste ich, dass ich das lesen möchte. Schottland und Wikinger sind ja genau meins. Gut, die Wikinger kommen hier nur kurz am Anfang vor, aber schottische Lords, blutige Intrigen und eine junge Liebe klang trotzdem sehr gut. Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler erzählt und wir verfolgen verschiedene Personen. Mac Bethad und seiner Ehefrau, dem Knappen Duncan und der Hofdame Gwynn sowie später einigen Lord und Prinz Malcom. Und wenn die Geschichte es verlangte, tauchen wir auch kurz in das Leben anderer Personen ein. Mir ist es am Anfang etwas schwer gefallen. So viele Personen, so viele Namen und die Kapitel, in denen immer nach kurzen Abschnitten der Ort gewechselt wird. Ich wurde oft aus einem Geschehen rausgerissen, woran ich mich nur langsam gewöhnte, aber im Nachhinein gefiel mir die Art des Erzählens.  Übrigens habe ich auch erst kurz vorm Ende geschnallt, dass ich hier eine Macbeth-Version vor mir habe. Schon als ich die Prophezeiung der Hexen gehört hatte, klingelte bei mir was, aber es hat fast das ganze Buch gebraucht, bis mir endlich Shakespeare eingefallen ist. Schon allein beim Namen Mac Bethad hätte es bei mir Klick machen sollen. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass ich beim Lesen nicht die ganze Zeit das Shakespeare-Drama im Kopf hatte. So konnte ich mich ganz neu auf die Geschichte einlassen. Bevor es losgeht, warnt die Autorin, dass Der Than von Cawdor kein Liebesroman sei und es zu drastischen Szenen kommen wird. Das kann ich so unterschreiben. Nicht nur die Schlachtszenen sind grausam und sparen nicht an Details, auch die Handlungen vom König und seinen Gefolgsleuten sind furchtbar und ich musste manchmal kurz das Buch aus der Hand legen, wenn schon wieder irgendein Mensch grundlos gefoltert und ermordet wurde. Das wird nämlich nicht nur so nebenbei erwähnt, sondern teils auch genau beschrieben. Die Geschichte selbst fand ich spannend. Es wird nicht viel über die Herrschaftssysteme des damaligen Schottlands geschrieben und die Lebensweise hat auch keinen großen Stellenwert. Es handelt von Wahnsinn, Krieg, Eidtreue, dem Wohle Schottlands und durch Duncan und Gwynn auch ein bisschen von Liebe. Aber hier darf man sich nichts Romantisches vorstellen. Wie schon erwähnt, ist mir Shakespeare erst spät eingefallen, sodass ich der Geschichte gebannt folgte und wissen wollte, wer am Ende auf dem Thron sitzt. Am Anfang war ich mir noch etwas unsicher, aber im Laufe der Zeit wird klar, wer Schottland zum Untergang führen würde. Nachdem mir Shakespeare eingefallen war, wusste ich zwar wie es ausgehen wird, aber da die Autorin nicht einfach dem Shakespearischen Drama folgt, sondern eigene Dinge einbaut, blieb es trotzdem spannend. Fazit Der Than von Cawdor ist eine grausame und blutige Macbeth-Version, die mich überzeugen konnte. Trotz der Ähnlichkeiten zu Shakespeare beinhaltet die Geschichte eigene Elemente und konnte mich so auch immer wieder überraschen. Manchmal hätte ich es mir weniger detailliert gewünscht, aber ich finde, man merkt relativ schnell, auf welche grausame Geschichte man sich als Leser einlässt.

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  • Gutes Debüt mit 12 Jahren Verspätung...

    Der Than von Cawdor

    unclethom

    03. January 2018 um 14:57

    „Der Than von Cawdor“ ist der Erstling der Autorin, der bislang aber noch nicht veröffentlicht war.Jetzt als erfolgreiche Autorin historischer Romane sowie Krimis und auch Thrillern hat sich der Bookspotverlag neuerlich ihr angenommen und hat nun auch ihren Erstling veröffentlicht.Ob dies nach nunmehr 12 Jahren nachdem Silvia Stolzenburg diesen Roman geschrieben hat noch notwendig ist sei mal dahingesetellt, doch finde ich es hilft dem Leser die Autorin besser zu verstehen.Ich war sehr gespannt als die Autorin ihren Erstling angekündigt hatte, habe ich doch nahezu alle ihre Bücher gelesen. Meine Erwartung? Gespannt war ich, hatte aber keine zu großen Erwartungen, denn nicht jeder Autor haut gleich auf Anhieb einen Bestseller aus dem Handgelenk.Bekommen habe ich eine sehr schön lesbare Story die mich gleich von Anfang an fesseln konnte.Die Figuren und Schauplätze sind sehr schön bildhaft beschrieben und man kann sich leicht in die Beweggründe der Figuren hineinversetzen.Es ist Silvia Stolzenburg auch schon mit ihrem hier vorliegenden Roman gelungen mein Kopfkino in Gang zu setzen. Eine Kunst die man nicht erlernen kann, das muss man im Blut haben.Natürlich kann man dieses Buch nicht mit den vorher veröffentlichen Romanen vergleichen, doch finde ich es gut gelungen, für einen Debütanten.Der Hinweis im Buch darauf dass es zum Teil extreme Szenen sind finde ich gut, denn nicht jeder ist dafür hartgesotten genug, auch wenn ich es so schlimm eigentlich nicht fand. Ich bin da kein Maßstab, denn ich mag es gerne etwas härter.Ich fühlte mich gut unterhalten, und kann das Buch durchaus empfehlen.Für mich sind das 4 von 5 Sternen, das aber nur weil ich andere Titel der Autorin schon mit 5 Sternen bewertet habe, diese aber doch besser waren als dieses. Was natürlich in der Natur der Dinge liegt, denn ein Erstling ist selten besser als spätere Erscheinungen.

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  • Der Than von Cawdor

    Der Than von Cawdor

    Moni2506

    29. December 2017 um 16:32

    In „Der Than von Cawdor“ erzählt Silvia Stolzenburg die Geschichte rund um MacBethad und wie dieser zum König von Schottland wurde. Erschienen ist der Roman im Dezember 2017 im bookspot-Verlag Schottland, 1040: Der Knappe Duncan zieht zusammen mit seinem Dienstherr und dem König Duncan I in die Schlacht gegen die Wikinger. Auf dem Weg dorthin begegnen sie drei alten Hexen, die MacBethad prophezeien, dass er der nächste König von Schottland wird. Der Ehrgeiz beginnt an ihm zu nagen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der König wird ermordet und Chaos bricht aus. Mittendrin verliebt sich der Knappe Duncan in Gwynn, die in den Diensten der Gemahlin MacBethads steht. Beide versuchen um ihre Liebe zu kämpfen. Es handelt sich bei diesem Werk um das Erstlingswerk der Autorin, dass nun im bookspot-Verlag erschienen ist. Es ist kein historischer Roman im klassischen Sinne. Im Nachwort klärt die Autorin auf, dass sie sich eher an das Drama gehalten hat, dass Shakespeare 1606 veröffentlichte. Und wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich das persönlich nicht wirklich mag. Man merkt dem Buch auch deutlich an, dass es eher ein Roman mit historischem Setting ist. Das fängt schon beim Personenverzeichnis an, in dem nichts dazu steht, ob die Personen nun historisch sind oder nicht. Ich musste erst googeln, um herauszufinden, dass es 1040 einen MacBethad wirklich gab und dass das der Macbeth aus Shakespeares Drama ist. Der Schreibstil hingegen war aber gewohnt gut und flüssig zu lesen, so dass ich sehr zügig im Buch vorangekommen bin. Das Buch ist ziemlich brutal, daher finde ich die Triggerwarnung am Anfang des Buches durchaus gerechtfertigt. Es wird viel gemordet, intrigiert und vergewaltigt, was mir dann doch mit der Zeit zu viel wurde. Zwischendrin gibt es auch mal ein bisschen Liebesschmalz, der mir fast schon wieder zu kitschig war. Duncan und Gwynn waren mir an sich sehr sympathisch, was allerdings auch daran liegt, dass alle anderen Personen in dem Buch eher unsympathisch sind. Mairi, die Freundin von Gwynn, nimmt sich bei den Typen alles was sie kriegen kann und ist eifersüchtig, wenn sie mal nicht im Mittelpunkt steht. Damit ist sie in diesem Buch definitiv die Harmloseste. Effric, ein weiterer Knappe, freut sich, wenn er andere niedermetzeln und schikanieren darf. MacBethad verliert im Laufe des Buches immer mehr den Verstand und wird immer brutaler und umbarmherziger. Seine Frau ist ein durchtriebenes Luder, dass bereit ist über Leichen zu gehen und genau wie ihr Mann den Verstand verliert. Dagegen sind Gwynn und Duncan einfach ein verliebtes Paar, die sich eine ruhige und glückliche Zukunft wünschen. Ich bin froh, dass ich schon andere historische Romane, dieser Autorin gelesen habe, denn so weiß ich, dass die Autorin auch gut recherchierte und fundierte historische Romane schreiben kann. Für mich war dieses Buch leider ein Reinfall, den nur der gut Schreibstil ein wenig gemindert hat. Fazit: Für mich leider nicht der richtige Roman, da ich gut recherchierte historische Romane bevorzuge. Wer gerne fiktive Geschichten mit historischem Setting liest und auch nicht vor Brutalität gespickt mit ein bisschen Liebesschmalz zurückschreckt, den kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Auch empfehlenswert, falls man Macbeth in Romanform und nicht als klassisches Drama in fünf Akten lesen möchte. Für mich persönlich sind es nur 2 Sterne.

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