Silvia Stolzenburg Die Launen des Teufels

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Inhaltsangabe zu „Die Launen des Teufels“ von Silvia Stolzenburg

Ulm anno 1349: Um Gott ein Denkmal zu setzen, beschließen die Bürger der Handelsmetropole den Bau eines himmelstürmenden Münsters. Der habgierige Glockengießer Conrad setzt alles daran, von dem geplanten Bauvorhaben zu profitieren, und scheut weder vor Intrige noch vor Mord zurück, um sich einen Platz im Rat der Stadt zu sichern. Ohne Skrupel zwingt er seine Tochter Anabel ins Bett des Abtes der Barfüßerabtei, von dem er sich Vorteile zur Erlangung seiner Ziele erhofft. Doch Anabel liebt Bertram, den Gehilfen ihres Vaters. Gemeinsam beschließen sie, aus Ulm zu fliehen. Da bricht die Pest über die Stadt herein …

Sehr spannender, fesselnder und mitreißender Roman über das mittelalterliche Ulm. Nur die Liebesgeschichte war mir etwas zu klischeehaft.

— hasirasi2

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    Die Launen des Teufels

    unclethom

    15. May 2018 um 09:43

    Das Buch ist der erste Band der Ulm-Trilogie der Autorin.Wieder einmal ist es Silvia Stolzenburg gelungen mich auf eine Reise in die Mitte des 14. Jahrhunderts mitzunehmen. Dunkle Zeiten, wütet seinerzeit doch die Pest in Europa und das normale Leben ist nahezu erloschen.Inmitten dieses Szenarios lebt die junge Anabel mit ihrem Vater Conrad, ihrer Steifmutter und Geschwistern.Wer aber die Autorin kennt weiß ganz genau, dass es kein schönes Leben war, sondern eher die Hölle wozu der Vater, Conrad, einen großen Teil beigetragen hat.Wie üblich sind die Figuren sehr schön und bildhaft ausgearbeitet und man litt mit den Figuren, lachte mit ihnen und gruselte sich mit ihnen. Denn der Autorin gelingt es immer wieder ganze Ereignisse so treffend zu beschreiben, dass es einem so vorkommt, man würde einen bunten, farbenfrohen Film vor dem inneren Auge ablaufen sehen.Es kommt einem vor als stünde man mitten in Ulm an der Baustelle des Ulmer Münsters, als würde man selbst über den Markt gehen oder den Beginen bei der Behandlung zusehen.Auf die Spannung muss man gar nicht lange warten, die setzt schon nach wenigen Seiten ein und lässt bis zum dramatischen Finale nicht nach.Der zweite Handlungsstrang geht um die hochschwangere adlige Katharina von Helfenstein. Wie die beiden Handlungsstränge zusammen passen war mir lange nicht klar, wurde aber schnell aufgeklärt. Zuviel möchte ich dazu nicht sagen, denn das würde bedeuten dass ich Spoilern würde und das möchte ich doch vermeiden.Nicht vielen Autoren ist es gegeben ihre Leser so zu fesseln wie Silvia Stolzenburg. Wie bei vielen historischen Romanen kommt auch hier die Liebe nicht zu kurz, aber auch das grauen der damaligen Zeit deckt die Autorin Schonungslos auf und gerade das ist es was die Bücher von Silvia Stolzenburg ausmachen.Von mir gibt es für das Buch 5 von 5 Sternen

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  • Die Tochter des Glockengießers

    Die Launen des Teufels

    hasirasi2

    27. April 2018 um 16:36

    Ulm 1349: Anabel ist die Tochter des skrupellosen Glockengießers Conrad und fürchtet sich genau wie ihre Stiefmutter und den drei kleinen Geschwister vor den Handgreiflichkeiten des Vaters. Der hält seine Familie extrem kurz, da er unbedingt vom Bau des Ulmer Münsters profitieren und in den Rat der Stadt aufgenommen werden will, das kostet natürlich Geld. Um seine Ziele zu erreichen, schreckt er weder vor Erpressung, Bestechung noch Mord zurück. Als Anabel dem Abt des Barfüßer-Kloster auffällt, in dessen Hospital sie arbeitet, zwingt Bertram seine Tochter in dessen Bett – schließlich ist dieser für die Vergab der Arbeiten am Münster zuständig ist. Doch Anabel ist in Bertram, den Gehilfen ihres Vaters verliebt und die Pest breitet sich unaufhörlich aus ... Kann das Paar rechtzeitig aus Ulm fliehen?   „Die Launen des Teufels“ ist der Auftakt der Ulm-Trilogie, die jetzt bei Gmeiner neu aufgelegt wurde. Silvia Stolzenburg erzählt darin relativ ungeschönt, wie das Leben damals wirklich war. Die Kirche ist auf einem moralischen Tiefstand und das erstarkende Bürgertum versucht, sie endgültig zu entmachten. Gleichzeitig wütet die größte Pestwelle, die es in Europa je gegen hat.   Anabel gehört als Meisterstochter der oberen Gesellschaftsschicht an, steht aber unter der Munt ihres Vaters und hat sich, wie ihre Stiefmutter und Geschwister, allen seinen „Wünschen“ zu beugen. Sie sind völlig rechtlos, häusliche Gewalt ist ihr täglicher Begleiter. Selbst wenn ihr Vater sie totprügeln würde, müsste er nur eine Bußzahlung leisten („Die Frau sei dem Manne untertan ...“). Der Gehilfe Bertram ist noch schlechter dran. Sein Vater war Steinmetz, hat allerdings die Meisterwürde verloren und musste seinen Sohn an Conrad verkaufen, um selbst überleben zu können. Damit wurde dieser zu Conrads Sklaven. Die Angst des Hausstandes vor dem sadistischen Familienoberhaupt und seinen Grausamkeiten werden sehr lebendig beschrieben und haben mir beim Lesen mehrmals Gänsehaut beschert – genau wie die zarte und gefährliche Liebesgeschichte von Anabel und Bertram.   Ein weiteres sehr spannendes Thema des Buches ist das Ausbreiten der Pest. Die Menschen gingen zu Beginn noch recht unbedarft mit den Erkrankten um. Es gab Streitigkeiten bezgl. der Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugenden Maßnahmen. Hygiene und Sauberkeit wurde nicht gerade großgeschrieben, Gesunde und Kranke nicht getrennt. Die Kirchenoberen versuchen, die Pest mit dem „nicht gottgefälligen“ Leben der Menschen zu erklären, obwohl sie selber ebenfalls gegen sämtliche Gebote verstießen. In diesem Zuge sind sie bestrebt, auch die Beginen endlich in die Kirche einzugliedern (und sich damit ihre Besitztümer anzueignen), die sich bis dato selbstverwalteten. Dabei schreckten sie selbst vor Anklagen wegen Hexerei nicht zurück. Wenn das die Taten der Männer Gottes sind, braucht man sich vor dem Teufel nicht zu fürchten.“ (S.292)   Silvia Stolzenburg schreibt sehr spannend, fesselnd und mitreißend. Die Liebesgeschichte war mir ein einigen Stellen zwar ein kleines bisschen zu viel, aber ich bin trotzdem sehr neugierig, wie es im nächsten Band weitergeht.

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