Die Launen des Teufels

von Silvia Stolzenburg 
4,1 Sterne bei41 Bewertungen
Die Launen des Teufels
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Spannend und etwas duester

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Leider eIn Buch mit kleinen Missgeschicken.

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Inhaltsangabe zu "Die Launen des Teufels"

Das gewaltige Bauvorhaben des Ulmer Münsters schürt Konflikte zwischen den immer mächtiger werdenden Zünften und dem städtischen Patriziat. Als der gewissenlose Glockengießer Conrad beschließt, die damit einhergehende Korruption zu seinem Vorteil zu nutzen, ist ihm seine schöne Tochter Anabel willkommenes Mittel zum Zweck. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, wird sie von Conrad kurzerhand an diesen verpfändet. Um ihre Geschwister vor dem brutalen Vater zu schützen, fügt die junge Frau sich ihrem Schicksal, ihre Liebe jedoch gilt einzig Bertram, dem Lehrling des Glockengießers. Als Anabels Geschwister der in Ulm wütenden Pest zum Opfer fallen, beschließen die Liebenden, die Stadt heimlich zu verlassen. Doch dazu kommt es nicht: Conrad ermordet den Alderman, um dessen Posten zu ergattern und schiebt die feige Tat Bertram in die Schuhe. Während Bertram im Kerker ebenfalls an der Pest erkrankt, versucht Anabel verzweifelt, die Unschuld ihres Geliebten zu beweisen. Da wird die hochschwangere Adelige Katharina von Helfenstein in das Hospital eingeliefert. Sie bringt dort das Kind ihres Liebhabers, Ritter Wulf von Katzenstein, heimlich zur Welt. Selbst in höchster Gefahr, da ihr Gemahl bereits nach ihr suchen lässt, wird die Gräfin zur letzten Hoffnung von Anabel und Bertram.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783937357416
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:472 Seiten
Verlag:Bookspot Verlag
Erscheinungsdatum:11.10.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Muschelvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Spannend und etwas duester
    kurzweilig

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit dem etwas umstaendlichen Satzbau der Autorin. Doch nach laengerem Lesen konnte ich wunderbar in die spannende Geschichte um Anabel im Ulm des Jahres 1349 abtauchen. Nun freue ich mich auf den zweiten Teil.

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    Priseas avatar
    Priseavor 24 Tagen
    Lesenswert

    Die Launen des Teufels
    Die Ulm-Trilogie 1
    von Silvia Stolzenburg
    Amazon Publishing Deutschland
    Cover:
    Wie eine alte Karte gestaltet und passend zur Zeit
    Rezension:
    „Im spannenden ersten Teil der Ulm-Trilogie nimmt HOMER-Preisträgerin Silvia Stolzenburg die Leser mit ins Treiben der historischen Stadt zur Zeit des Baus des Ulmer Münsters. Ulm, 1349: Der Aushub für das Ulmer Münster ist getan, die Pest hat in der Stadt Einzug gehalten und viele Bürger rafft es dahin, als der Glockengießer Conrad alles daransetzt, beim Münsterbau an Aufträge zu gelangen und in der Ulmer Gesellschaft als »Alderman« aufzusteigen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht: Seine Tochter Anabel, die im Hospital der Barfüßerabtei als Helferin arbeitet, verpfändet er an den dortigen Klostervorsteher Franciscus, damit dieser ihm weiterhin Glockengießeraufträge zukommen lässt. Gemeinsam mit dem Lehrling Bertram, der an ihren Vater verkauft wurde, versucht Anabel, den Plänen ihres Vaters und ihrem harten Schicksal zu entkommen.“
    Dies ist eine neue Ausgabe von »Die Launen des Teufels« und wurde überarbeitet und neu gestaltet. Es handelt sich um den ersten Teil einer Triologie. Als Leser reist man wahrlich in eine düstere Zeit zurück, eine emotionale und nicht eben leichte Reise um die beiden Jugendlichen kennenzulernen. Der Junge und das Mädchen, die ein Schicksal erleben, dass hoffnungsloser, brutaler und unwirklicher ist, als wir es uns in der heutigen Zeit vorstellen könnten. Aber nicht nur ihrer Geschichte folgt der Leser, denn der Autorin gelingt es mehrere Erzählstränge miteinander zu verweben und somit eine Komplexität zu schaffen, die den Leser mit in diese Zeit nimmt. Eine wahrlich beschwerliche Zeit. Der Leser hofft immer auf ein wenig Positives und dass es endlich aufwärts geht um seine Gefühle in gute zu wandeln beim Lesen. Doch diese Zeit war nicht gut zu den Menschen und genau dies spiegelt sich in diesem Buch wieder. Es wird authentisch berichtet ohne Schnörkel und Schnickschnack, bildhaft und ehrlich. Manche Leser mag es abschrecken, wenn man sich der Realität dieser Zeit und den Geschehnissen und was sie mit den Menschen machte, stellen muss. Da ist nichts mit verklärter Mittelalterromatik und schönen Ladies und galanten Männern. Das sollte man sich bewusst machen. Das Mittelalter war eine grausame Zeit… doch irgendwann hat auch dieses ein Ende. Da dieses Buch anders ist, was Besonderes gebe ich dem Buch 4,5/5 Sterne. 
    Danke an Netgalley und Amazon Publishing / Tinte & Feder für das Rezensionsexemplar des Buches. 

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    Aspasias avatar
    Aspasiavor 5 Monaten
    Blutleeres schwarz-weiß Klischee

    Das gewaltige Münster ist ne Baugruppe, die die künstlerische Freiheit in den Winter 1446/7 verschlagen hat, der Schurke ist ein Teufel im Gewand eines Glockengießers, Conrad, der Frau und Kinder schlägt, den Abt eines Klosters erpresst, intrigiert, wie es doch eigentlich nur Frauen können, geht einem Broterwerb als Glockengießer nach, den damals schon die ungarische Konkurrenz vom Ulmer Markt gefegt hatte, kann mit einem Satz zur rechten Zeit den Mop zum Brandschatzen bringen auf dass er Schuld und Schuldzins beim jüdischen Verleihen für immer vergessen kann. Der Teufel in Vatergestalt verschachert sein eigen Fleisch und Blut, seine reine, blonde Tochter an den affig behaarten, wollüstigen Barfüßler, der nix von Keuschheit, dafür viel von Prunk hält. Die holde Maid Anabel hat aber schon nach nur einem schüchternen Blick ihr Herz an den neuen Lehrjungen Bertram verloren, den sein unglücklicher Vater, an den diabolischen Gewinnler Conrad verkauft hat. Auch die Nebenstränge sind ähnlich klischeevoll.


     "Die Launen des Teufels" ist der erste Teil der sogen. Ulmer Reihe und hat mich leider so gar nicht überzeugt, weder der Plot, noch die mehr als eindimensionalen Figuren, die Wahl des Settings in Ulm. Für mich ist es ein "Fleißroman", es ist fleißig Material zusammengesucht worden, es ist fleißig recherchiert worden, das zeigt die profunde Darstellung des mittelalterliche Alltagslebens, aber leider bleibt der Roman teuflisch blutleer.

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 6 Monaten
    Über den Dombau, Machtspiele und den Pestausbruch

    1349 Ulm. Die Stadt baut ein neues Münster und ermöglicht damit vielen, an diesem zu verdienen. Das will auch der Glockengießermeister Conrad, der gleichzeitig plant, seine Macht im Rat der Stadt zu erweitern. Conrad ist ein skrupelloser Mann, der auch seine Familie mit harter Hand regiert. Tochter Anabel, die mit ihrer Freundin Vren im Hospital der Beginen arbeitet, bekommt dies schmerzhaft zu spüren, verkauft ihr Vater sie doch mit Berechnung dem Abt als Liebesdienerin, um dadurch mehr Unterstützung im Rat zu bekommen. Zudem kauft er Bertram für die Arbeit in der Glockengießerei, dessen Vater hat die Zunftrechte verloren. Zwischen Anabel und Bertram entspinnen sich zarte Liebesbande, doch dann wird Bertram des Mordes angeklagt und in den Kerker gesteckt, dabei hat Anabels Vater Conrad den Mord begangen und will mit der Denunzierung Bertrams von sich ablenken. Anabel ist völlig verzweifelt und wendet sich an die Gräfin Katharina von Württemberg. Dort möchte sie als Zofe arbeiten und erhofft sich gleichzeitig Unterstützung für Bertram. Doch die Gräfin hat eigene Probleme und dann kommt auch noch die Pest in die Stadt…

    Silvia Stolzenburg hat mit ihrem Buch „Die Launen des Teufels“ einen sehr spannenden und unterhaltsamen historischen Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und durchgehend fesselnd. Der Leser taucht mit Beginn der Geschichte ein in eine vergangene Zeit, um hautnah mitzuerleben, wie die Menschen damals gelebt haben und die Pest wütete. Die Autorin hat gut recherchiert und lässt im Geiste des Lesers die alte Reichsstadt Ulm des 14. Jahrhunderts aufleben, zeigt die verschiedenen gesellschaftlichen Strukturen auf und lässt den Leser auch an den unterschiedlichen Machtansprüche und politischen Gedanken teilhaben. Der historische Hintergrund wurde sehr schön mit der Handlung verwoben, so dass man als Leser das Gefühl hat, Geschichte während der Lektüre live zu erleben. Damals hatten Frauen keinerlei Rechte und mussten sich den Männern unterwerfen. Gewalt war oftmals an der Tagesordnung, Frauen wurden in jedweder Art und Weise gezüchtigt. Der Ausbruch der Pest, deren Auswirkungen und die zügige Verbreitung werden ebenso anschaulich wie düster beschrieben und zeigen deutlich, wie eingeschränkt die damaligen Möglichkeiten in Bezug auf die Behandlung waren.

    Die Charaktere sind detailliert und lebhaft ausgearbeitet, wirken aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften sehr real und authentisch. Anabel ist eine sehr sympathische junge Frau, die offen und ehrlich durchs Leben geht. Sie ist fleißig, hilfsbereit und unterstützt die Schwachen und Kranken. Dabei hat Anabel es selbst nicht leicht, denn ihr Vater ist ein Despot und greift streng durch. Conrad ist ein sehr harter und skrupelloser Mann, der sich selbst der Nächste ist. Egoistisch und oftmals schon sadistisch quält er nicht nur seine Angestellten in der Gießerei, sondern vor allem seine eigene Familie. Ihm geht es hauptsächlich um Macht und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Bertram ist ein netter junger Mann, der bereits einen Schicksalsschlag erfahren musste. Er wurde vom eigenen Vater verkauft und muss sich nun als Leibeigener verdingen. Bertram ist ehrlich, und gerade das bringt ihn in Schwierigkeiten. Gräfin Katharina ist eine sympathische Frau, die sich, obwohl verheiratet, auf eine Liebelei eingelassen hat und nun die Folgen tragen muss. Die Gefahr vor Entdeckung durch den Ehemann schwebt ständig über ihr. Auch die übrigen Protagonisten steuern durch ihre eigenen kleinen Episoden zur Steigerung der Spannung bei und machen die Geschichte rund.

    „Die Launen des Teufels“ ist ein sehr gelungener spannender Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhält und Geschichte bei der Lektüre regelrecht lebendig werden lässt. Absolute Leseempfehlung für alle Histo-Fans!

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 2 Jahren
    Wieder klasse...

    Das Buch ist der erste Band der Ulm-Trilogie der Autorin.
    Wieder einmal ist es Silvia Stolzenburg gelungen mich auf eine Reise in die Mitte des 14. Jahrhunderts mitzunehmen. Dunkle Zeiten, wütet seinerzeit doch die Pest in Europa und das normale Leben ist nahezu erloschen.
    Inmitten dieses Szenarios lebt die junge Anabel mit ihrem Vater Conrad, ihrer Steifmutter und Geschwistern.
    Wer aber die Autorin kennt weiß ganz genau, dass es kein schönes Leben war, sondern eher die Hölle wozu der Vater, Conrad, einen großen Teil beigetragen hat.
    Wie üblich sind die Figuren sehr schön und bildhaft ausgearbeitet und man litt mit den Figuren, lachte mit ihnen und gruselte sich mit ihnen. Denn der Autorin gelingt es immer wieder ganze Ereignisse so treffend zu beschreiben, dass es einem so vorkommt, man würde einen bunten, farbenfrohen Film vor dem inneren Auge ablaufen sehen.
    Es kommt einem vor als stünde man mitten in Ulm an der Baustelle des Ulmer Münsters, als würde man selbst über den Markt gehen oder den Beginen bei der Behandlung zusehen.
    Auf die Spannung muss man gar nicht lange warten, die setzt schon nach wenigen Seiten ein und lässt bis zum dramatischen Finale nicht nach.
    Der zweite Handlungsstrang geht um die hochschwangere adlige Katharina von Helfenstein. Wie die beiden Handlungsstränge zusammen passen war mir lange nicht klar, wurde aber schnell aufgeklärt. Zuviel möchte ich dazu nicht sagen, denn das würde bedeuten dass ich Spoilern würde und das möchte ich doch vermeiden.
    Nicht vielen Autoren ist es gegeben ihre Leser so zu fesseln wie Silvia Stolzenburg. Wie bei vielen historischen Romanen kommt auch hier die Liebe nicht zu kurz, aber auch das grauen der damaligen Zeit deckt die Autorin Schonungslos auf und gerade das ist es was die Bücher von Silvia Stolzenburg ausmachen.
    Von mir gibt es für das Buch 5 von 5 Sternen

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 3 Jahren
    "Wo ist der gerechte Gott ...? ... wir sind nichts weiter als Spielbälle der Launen des Teufels!"

    Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass dieses Buch keineswegs einer dieser langweiligen historischen Romane zu werden droht. Und im Grunde bildet das Mittelalter nur die schaurig-düstere Kulisse für die temporeiche und spannende Handlung.

    Bertram wird von seinem ruinierten Vater an den Glockengießer Conrad nach Ulm verkauft. Im Ulm des Jahres 1349 hebt man gerade die Grube für das Münster aus, vor dessen gigantischer Höhe man noch heute staunend steht. In der Gegend wütet die Pest und tötet am Ende einen großen Teil der Bevölkerung.

    Bei Conrad, der vom Bau des Münsters zu profitieren hofft, verliebt sich Bertram in dessen Tochter Anabel. Doch der grobe Conrad verschachert Anabel an den Vorsteher des ansässigen Klosters. Immer wieder scheint das Schicksal es mit den beiden nicht gut zu meinen.

    Aus dieser Grundkonstellation entwickelt die Autorin eine ständig durch unvermutete Wendungen an Fahrt gewinnende Handlung, in der sie die Heuchelei des Mönchwesens, die Gewalt und Brutalität des Mittelalters, Intrigen, Sex, Liebe und Machtstreben der verschiedenen Parteien miteinander verknüpft.

    Vielleicht merkt mancher Leser, dass die Autorin beim historischen Hintergrund gelegentlich etwas schummelt. Das gibt sie dann am Ende auch freimütig zu. Aber letztlich macht das nichts, denn schließlich wollte Frau Stolzenburg sicher kein als Roman getarntes Geschichtsbuch schreiben.

    Mich würde es nicht wundern, wenn man das Buch für einen Film entdecken würde, denn es ist wegen seines Tempos und seiner Spannung wie geschaffen dafür. Die Autorin nimmt sich für die Ausbreitung ihrer Figuren dann auch gerade so viel Zeit, dass man deren Charakterzüge oder ihre Beziehungen untereinander akzeptieren kann. Ohne diese kleine Schwäche hätte sie jedoch dem Buch einen anderen, vielleicht langweiligeren Charakter gegeben.

    Fazit.
    Ein spannender, tempo- und aktionsreicher Roman, den ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Der historische Hintergrund bildet lediglich die Schreckenskulisse für eine Handlung, die vor allem menschliches Verhalten in den verschiedensten Grenzsituationen, eingebettet in diese düstere Zeit, beschreibt.

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    Cadiyas avatar
    Cadiyavor 5 Jahren
    Schnulze mit ca. 3 Sätzen über den Münsterbau

    Das dieses Buch damit wirbt das es um den Bau des Ulmer Münsters geht ist wirklich eine Frechheit. In diesem Band wird nur am Rande erwähnt das die Baugrube für das Münster ausgehoben wird. Mehr nicht. Und im nächsten Band wird es auch nicht besser. Außerdem ist jeder Band in der Hinsicht gleich das alle Männer, bis auf den in die die weibliche Hauptperson sich verliebt, allesamt habgierige, gewalttätige Vergewaltiger sind. Es gibt in jedem Band also nur einen einzigen guten Mann auf der ganzen Welt. Sehr realistisch. Und dann immer diese "Liebe auf den ersten Blick" ohne das das Pärchen auch nur je ein Wort miteinander gewechselt hat. So was unrealistisches und dummes. Das einzig nette war, das man sich als Ulmer gefreut hat immer mal wieder bekannte Gassen und Plätze auftauchen zu sehen.

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    Gelindevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Wer die schlimmsten Albträume des 13.Jahrh. durchleben will, soll dieses Buch lesen. Ich hatte Gänsehaut und angespannte Schultern beim lese
    Die Launen des Teufels


    Die Launen des Teufels von Silvia Stolzenburg

    Dies ist der 1. Teil der Ulm-Trilogie es beginnt 1349 und endet 1951.
    In diesen knappen drei Jahren wird u.a. das unglaublich harte Leben und die Liebe von Anabel, Tochter eines brutalen und rücksichtslosen Glockengießers und Bertram, Sohn eines zu gutmütigen Steinmetzes, aus Ulm begleitet.
    Außerdem wird noch der Seitensprung einer Adligen mit dem Ritter von Katzenstein, sowie die Pest und die Machtgier von Zünften, Patriziern und dem Klerus zum Thema gemacht.

    Für mich ist das ganze Buch zwar gut recherchiert und der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, es ist spannend und somit sollte alles für einen guten historischen Roman vorhanden sein.

    Und doch hat das Buch nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen.
    Es ist mir zu hart, zu grausam. Ich habe mich beim Lesen fast immer unwohl gefühlt, war angespannt und hatte fast Gänsehaut. Mag die Zeit damals bestimmt auch hart und grausam gewesen sein, so will ich es in einem Roman nicht lesen. Da will ich Lesegenus, es sollte mir Spaß machen, auch wenn es dann mal kurz hart wird, aber hier war es mir einfach zu viel an Grausamkeit bis ins Detail.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Leider eIn Buch mit kleinen Missgeschicken.
    1. Band einer Trilogie

    *COVER*

    Aufgrund des Covers ist das Genre natürlich gleich zu erkennen. Die Farben, Schriftart und Darstellung von Person und Gebäuden zeigen unverkennbar, dass es sich um einen historischen Roman handelt.

    *STORY*

    Anabels Vater, Conrad,  ist ein Tyrann. Er schlägt, misshandelt Anabels Geschwister und ihre Stiefmutter. Nichts kann man ihm recht machen. Er scheint auch nicht vor Intrigen zurück. So verlangt er von seiner Tochter Anabel, dass sie dem Abt der Barfüßerabtei Franciscus gefügig ist.  Francisus wird dafür Conrad weiterhin Glockengießeraufträge zuschieben.  Anabel wiederum hat sich in Bertram verliebt, der von seinem Vater an Anabels Vater, den Glockengießer Conrad verkauft wurde.

    Eine Geschichte mit Irrungen und Wirrungen beginnt

    *FAZIT*

    Aufgrund der vielen sehr guten Bewertungen wollte ich mich doch auch mal von diesem Werk überzeugen. Aber leider - wurde ich sehr enttäuscht.

    In diesem Buch geht es leider nicht wirklich um die geschichtlichen Hintergründe des Münsterbaus, sondern vielmehr um eine Liebesgeschichte bzw. Intrige. Aber wo ist da die Historie?

    Aufgrund des Titels habe ich immer nach eine gewissen Handlung oder Spannung gesucht. Aber wahrscheinlich ist mit dem Teufel einfach nur der böse Conrad gemeint.

    Auffällig ist auch, dass alle Männer böse und alle Frauen gut sind.

    Ich denke, dass Kenner der mittelalterlichen Geschichte nicht wirklich Spaß an diesem Buch haben werden. Sollte man jedoch eine Liebesschnulze lesen wollen - herzlich willkommen. Aber auch da bitte nicht allzusehr auf die Charakteren achten, denn die werden nicht wirklich beschrieben. Ein Hineinversetzen in die Personen bzw. Geschichte ist mir bei diesem Buch leider gar nicht geglückt. Ständig bin ich über irgendwelche Ausdrück oder Aussagen gestolpert, wie wohl 1349 so nicht stattgefunden haben können oder sehr konstruiert wirken.

    Viel zu viele einzelne Geschichtsstränge aud die aber alle nur am Rande bzw. oberflächlich eingegangen wird. Kaum wird eine Geschichte zuende erzählt, dafür aber 2-3 neue angefangen.

    Wie bereits erwähnt, wer das Buch noch oberflächlich liebst, dem werden die kleinen "Missgeschicke" wohl gar nicht auffallen.

     

    Ich kann für diese Buch nur 2 Punkte vergeben. 1 Punkt für die Auswahl des Covers, und 1 Punkt für die Idee der Geschichten.

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Klappentext:
    Ulm anno 1349: Um Gott ein Denkmal zu setzen, beschließen die Bürger der Handelsmetropole den Bau eines himmelstürmenden Münsters. Der habgierige Glockengießer Conrad setzt alles daran, von dem geplanten Bauvorhaben zu profitieren und scheut weder vor Intrige noch vor Mord zurück, um sich einen einflussreichen Platz im Rat der Stadt zu sichern. Skrupellos zwingt er seine blutjunge Tochter Anabel ins Bett des lüsternen Abtes der Barfüßerabtei, von dem er sich Vorteile zur Erlangung seiner Ziele erhofft - doch Anabel liebt Bertram, den Lehrling ihres Vaters. Gemeinsam beschließen sie, aus Ulm zu flüchten, aber sie haben nicht mit dem schrecklichsten aller Feinde gerechnet: dem Schwarzen Tod! Dieser schleicht durch die Gassen der Stadt, bereit, wahllos zuzuschlagenDas gewaltige Bauvorhaben des Ulmer Münsters schürt Konflikte zwischen den immer mächtiger werdenden Zünften und dem städtischen Patriziat. Als der gewissenlose Glockengießer Conrad beschließt, die damit einhergehende Korruption zu seinem Vorteil zu nutzen, ist ihm seine schöne Tochter Anabel willkommenes Mittel zum Zweck. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, wird sie von Conrad kurzerhand an diesen verpfändet. Um ihre Geschwister vor dem brutalen Vater zu schützen, fügt die junge Frau sich ihrem Schicksal, ihre Liebe jedoch gilt einzig Bertram, dem Lehrling des Glockengießers. Als Anabels Geschwister der in Ulm wütenden Pest zum Opfer fallen, beschließen die Liebenden, die Stadt heimlich zu verlassen. Doch dazu kommt es nicht: Conrad ermordet den Alderman, um dessen Posten zu ergattern und schiebt die feige Tat Bertram in die Schuhe. Während Bertram im Kerker ebenfalls an der Pest erkrankt, versucht Anabel verzweifelt, die Unschuld ihres Geliebten zu beweisen. Da wird die hochschwangere Adelige Katharina von Helfenstein in das Hospital eingeliefert. Sie bringt dort das Kind ihres Liebhabers, Ritter Wulf von Katzenstein, heimlich zur Welt. Selbst in höchster Gefahr, da ihr Gemahl bereits nach ihr suchen lässt, wird die Gräfin zur letzten Hoffnung von Anabel und Bertram.
    * Meine Meinung *
    „Die Launen des Teufels“ ist wieder einmal ein Buch ganz nach meinem Geschmack! Ich lese sehr gerne gut recherchierte, spannende Mittelalterromane, die es schaffen, mich in diese düstere Zeit zurückzuversetzen. „Die Launen des Teufels“ hat genau das geschafft.
    Die Figuren wirken so lebendig und echt, dass man sie entweder einfach gerne haben muss, oder man wünscht ihnen quasi die Pest an den Hals – was hier auch durchaus passieren könnte, denn die Pest ist u.a. ein zentrales Thema des Buches.
    Seit der Schulzeit fasziniert mich das Mittelalter, und so habe ich schon recht viele Mittelalterromane gelesen. „Die Launen des Teufels“ kann ich dabei in meiner persönlichen Favoritenliste recht weit oben einordnen. Die Geschichte wirkt auf mich authentisch in seiner Farbenpracht und Vielfältigkeit. Es gibt mehrere Handlungsstränge, viele interessante Charaktere, und es bleibt immer spannend!
    Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen werde!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SilviaStolzenburgs avatar

    Hallo Ihr Lieben,

    nachdem ich viele Mails bekommen habe, ob ich denn nicht auch mal eine Leserunde zu meiner Ulm-Trilogie machen möchte, greife ich diesen Vorschlag doch einfach auf und lade euch ein, meinen Mittelalterroman "Die Launen des Teufels" mit mir zu lesen. Bewerbungsschluss ist der 10. Januar, losgelegt wird, sobald alle ihre Bücher haben.

    Es werden 15 Freiexemplare verlost, plus ein Extraexemplar für den ersten, der die folgenden Fragen beantwortet (diese Fragen sollte jeder beantworten, der mitmachen will, weil sie euch auf das Buch einstimmen sollen):

    1) Was denkt ihr, wie das Leben in einer Stadt um 1350 ausgesehen hat (ganz grob)?

    2) In welchem Alter endete die Kindheit?

    3) In welchem Alter wurden Mädchen verheiratet?

    4) Wie war die Rolle der Frau?

    5) Wie war wohl das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern? So, wie heute?

    6) Gehörte Gewalt zum Alltag?

    Vielleicht noch ein paar Worte zum Buch vorneweg, damit es euch leichter fällt, euch zu entscheiden, ob es was für euch ist: Mir war sehr wichtig, die Zustände um 1350 (kurz bevor die große Pestwelle kam und Millionen von Menschen dahinraffte) so historisch korrekt wie möglich zu schildern. Einiges davon wird zart besaiteten Gemütern nicht gefallen. Wer Bücher mit megastarken Heldinnen, ohne Gewalt und mit möglichst viel Liebe mag, der sollte vielleicht lieber eine andere Wahl treffen. In diesem Buch sind die Bösen böse und es gibt reichlich Action und einige düstere Kapitel. Wer detaillierte Beschreibungen des Münsterbaus erwartet, die gibt es erst in Band 2.

    Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht allzusehr abgeschreckt :-))

    Wer das Buch schon hat, ist natürlich auch herzlich eingeladen mitzumachen, das versteht sich von selbst.

    In diesem Sinne, herzliche Grüße an euch alle

    Silvia

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