Silvia Stolzenburg Die Launen des Teufels

(37)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 25 Rezensionen
(23)
(4)
(3)
(4)
(3)

Inhaltsangabe zu „Die Launen des Teufels“ von Silvia Stolzenburg

Das gewaltige Bauvorhaben des Ulmer Münsters schürt Konflikte zwischen den immer mächtiger werdenden Zünften und dem städtischen Patriziat. Als der gewissenlose Glockengießer Conrad beschließt, die damit einhergehende Korruption zu seinem Vorteil zu nutzen, ist ihm seine schöne Tochter Anabel willkommenes Mittel zum Zweck. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, wird sie von Conrad kurzerhand an diesen verpfändet. Um ihre Geschwister vor dem brutalen Vater zu schützen, fügt die junge Frau sich ihrem Schicksal, ihre Liebe jedoch gilt einzig Bertram, dem Lehrling des Glockengießers. Als Anabels Geschwister der in Ulm wütenden Pest zum Opfer fallen, beschließen die Liebenden, die Stadt heimlich zu verlassen. Doch dazu kommt es nicht: Conrad ermordet den Alderman, um dessen Posten zu ergattern und schiebt die feige Tat Bertram in die Schuhe. Während Bertram im Kerker ebenfalls an der Pest erkrankt, versucht Anabel verzweifelt, die Unschuld ihres Geliebten zu beweisen. Da wird die hochschwangere Adelige Katharina von Helfenstein in das Hospital eingeliefert. Sie bringt dort das Kind ihres Liebhabers, Ritter Wulf von Katzenstein, heimlich zur Welt. Selbst in höchster Gefahr, da ihr Gemahl bereits nach ihr suchen lässt, wird die Gräfin zur letzten Hoffnung von Anabel und Bertram.

Wer die schlimmsten Albträume des 13.Jahrh. durchleben will, soll dieses Buch lesen. Ich hatte Gänsehaut und angespannte Schultern beim lese

— Gelinde

Leider eIn Buch mit kleinen Missgeschicken.

— ChattysBuecherblog

Fand ich absolut spitze. Genau der richtige Mix aus Spannung, Liebesgeschichte und Historie.

— Formorian

Stöbern in Historische Romane

Die Fallstricke des Teufels

Muss man gelesen haben

winniehex

Das Geheimnis jenes Sommers

Ich habe es geliebt!

ChristinaOslo

Die Farbe von Milch

Unfassbar fesselnd - unfassbares Ende! Großartig!

Mondfrau

Das Fundament der Ewigkeit

ich war etwas enttäuscht

gelifi

Die fremde Königin

Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss

Thommy28

Das Hexenzeichen

Sehr schön geschrieben,machte sehr viel Freude zu lesen und in die Zeit ein zu tauchen!

Katzenmicha

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wieder klasse...

    Die Launen des Teufels

    unclethom

    26. July 2016 um 18:38

    Das Buch ist der erste Band der Ulm-Trilogie der Autorin.Wieder einmal ist es Silvia Stolzenburg gelungen mich auf eine Reise in die Mitte des 14. Jahrhunderts mitzunehmen. Dunkle Zeiten, wütet seinerzeit doch die Pest in Europa und das normale Leben ist nahezu erloschen.Inmitten dieses Szenarios lebt die junge Anabel mit ihrem Vater Conrad, ihrer Steifmutter und Geschwistern.Wer aber die Autorin kennt weiß ganz genau, dass es kein schönes Leben war, sondern eher die Hölle wozu der Vater, Conrad, einen großen Teil beigetragen hat.Wie üblich sind die Figuren sehr schön und bildhaft ausgearbeitet und man litt mit den Figuren, lachte mit ihnen und gruselte sich mit ihnen. Denn der Autorin gelingt es immer wieder ganze Ereignisse so treffend zu beschreiben, dass es einem so vorkommt, man würde einen bunten, farbenfrohen Film vor dem inneren Auge ablaufen sehen.Es kommt einem vor als stünde man mitten in Ulm an der Baustelle des Ulmer Münsters, als würde man selbst über den Markt gehen oder den Beginen bei der Behandlung zusehen.Auf die Spannung muss man gar nicht lange warten, die setzt schon nach wenigen Seiten ein und lässt bis zum dramatischen Finale nicht nach.Der zweite Handlungsstrang geht um die hochschwangere adlige Katharina von Helfenstein. Wie die beiden Handlungsstränge zusammen passen war mir lange nicht klar, wurde aber schnell aufgeklärt. Zuviel möchte ich dazu nicht sagen, denn das würde bedeuten dass ich Spoilern würde und das möchte ich doch vermeiden. Nicht vielen Autoren ist es gegeben ihre Leser so zu fesseln wie Silvia Stolzenburg. Wie bei vielen historischen Romanen kommt auch hier die Liebe nicht zu kurz, aber auch das grauen der damaligen Zeit deckt die Autorin Schonungslos auf und gerade das ist es was die Bücher von Silvia Stolzenburg ausmachen.Von mir gibt es für das Buch 5 von 5 Sternen

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    Sternenstaubfee

    Klappentext: Ulm anno 1349: Um Gott ein Denkmal zu setzen, beschließen die Bürger der Handelsmetropole den Bau eines himmelstürmenden Münsters. Der habgierige Glockengießer Conrad setzt alles daran, von dem geplanten Bauvorhaben zu profitieren und scheut weder vor Intrige noch vor Mord zurück, um sich einen einflussreichen Platz im Rat der Stadt zu sichern. Skrupellos zwingt er seine blutjunge Tochter Anabel ins Bett des lüsternen Abtes der Barfüßerabtei, von dem er sich Vorteile zur Erlangung seiner Ziele erhofft - doch Anabel liebt Bertram, den Lehrling ihres Vaters. Gemeinsam beschließen sie, aus Ulm zu flüchten, aber sie haben nicht mit dem schrecklichsten aller Feinde gerechnet: dem Schwarzen Tod! Dieser schleicht durch die Gassen der Stadt, bereit, wahllos zuzuschlagenDas gewaltige Bauvorhaben des Ulmer Münsters schürt Konflikte zwischen den immer mächtiger werdenden Zünften und dem städtischen Patriziat. Als der gewissenlose Glockengießer Conrad beschließt, die damit einhergehende Korruption zu seinem Vorteil zu nutzen, ist ihm seine schöne Tochter Anabel willkommenes Mittel zum Zweck. Begehrt vom Abt der Barfüßerabtei, in der sie als Helferin im Hospital arbeitet, wird sie von Conrad kurzerhand an diesen verpfändet. Um ihre Geschwister vor dem brutalen Vater zu schützen, fügt die junge Frau sich ihrem Schicksal, ihre Liebe jedoch gilt einzig Bertram, dem Lehrling des Glockengießers. Als Anabels Geschwister der in Ulm wütenden Pest zum Opfer fallen, beschließen die Liebenden, die Stadt heimlich zu verlassen. Doch dazu kommt es nicht: Conrad ermordet den Alderman, um dessen Posten zu ergattern und schiebt die feige Tat Bertram in die Schuhe. Während Bertram im Kerker ebenfalls an der Pest erkrankt, versucht Anabel verzweifelt, die Unschuld ihres Geliebten zu beweisen. Da wird die hochschwangere Adelige Katharina von Helfenstein in das Hospital eingeliefert. Sie bringt dort das Kind ihres Liebhabers, Ritter Wulf von Katzenstein, heimlich zur Welt. Selbst in höchster Gefahr, da ihr Gemahl bereits nach ihr suchen lässt, wird die Gräfin zur letzten Hoffnung von Anabel und Bertram. * Meine Meinung * „Die Launen des Teufels“ ist wieder einmal ein Buch ganz nach meinem Geschmack! Ich lese sehr gerne gut recherchierte, spannende Mittelalterromane, die es schaffen, mich in diese düstere Zeit zurückzuversetzen. „Die Launen des Teufels“ hat genau das geschafft. Die Figuren wirken so lebendig und echt, dass man sie entweder einfach gerne haben muss, oder man wünscht ihnen quasi die Pest an den Hals – was hier auch durchaus passieren könnte, denn die Pest ist u.a. ein zentrales Thema des Buches. Seit der Schulzeit fasziniert mich das Mittelalter, und so habe ich schon recht viele Mittelalterromane gelesen. „Die Launen des Teufels“ kann ich dabei in meiner persönlichen Favoritenliste recht weit oben einordnen. Die Geschichte wirkt auf mich authentisch in seiner Farbenpracht und Vielfältigkeit. Es gibt mehrere Handlungsstränge, viele interessante Charaktere, und es bleibt immer spannend! Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen werde!

    Mehr
    • 2
  • Es tut mir wirklich leid - leider Null Sterne

    Die Launen des Teufels

    arunaa

    Ich bin ja soooo ent-täuscht! Nachdem ich die Teufelsfürst Dulogie verschlungen hatte, wollte ich unbedingt die Ulm Trilogie. Die Geschichte hat keinerlei Entwicklung, die Charakter sind total flach und primitiv. Es gibt keinen Lichtblick,denn das Buch strotzt nur so von einer Aneinanderreihung der bösen Charaktere wie Henricus und allen voran Conrad, um den sich alles dreht und somit bietet das Buch keine Abwechslung, bis auf ein paar wenige Nebenrollen. Dann diese hanebüchene Liebesgeschichte .. sich gleich nach ein paar Worten und dem Blick in die Augen die Liebe zu bekunden ... total unglaubwürdig, schon im modernen Zeitalter und erst recht für diese Zeit. Ebenso schlimm waren die oft verschachtelten und ewig langen Sätze, an deren Ende ich schon gar nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Die Sprache war überhaupt nicht zeitgenössisch, sondern modern. Da ich in Überzeugung auf was richtig gutes gleich alle 3 Bände gekauft habe, sah ich mich gezwungen mich da durch zu quälen. Da es das Debüt von Silvia Stolzenburg war, hoffe das zweite ist besser!

    Mehr
    • 3
  • Schnulze mit ca. 3 Sätzen über den Münsterbau

    Die Launen des Teufels

    Cadiya

    Das dieses Buch damit wirbt das es um den Bau des Ulmer Münsters geht ist wirklich eine Frechheit. In diesem Band wird nur am Rande erwähnt das die Baugrube für das Münster ausgehoben wird. Mehr nicht. Und im nächsten Band wird es auch nicht besser. Außerdem ist jeder Band in der Hinsicht gleich das alle Männer, bis auf den in die die weibliche Hauptperson sich verliebt, allesamt habgierige, gewalttätige Vergewaltiger sind. Es gibt in jedem Band also nur einen einzigen guten Mann auf der ganzen Welt. Sehr realistisch. Und dann immer diese "Liebe auf den ersten Blick" ohne das das Pärchen auch nur je ein Wort miteinander gewechselt hat. So was unrealistisches und dummes. Das einzig nette war, das man sich als Ulmer gefreut hat immer mal wieder bekannte Gassen und Plätze auftauchen zu sehen.

    Mehr
    • 2
  • "Wo ist der gerechte Gott ...? ... wir sind nichts weiter als Spielbälle der Launen des Teufels!"

    Die Launen des Teufels

    R_Manthey

    02. July 2015 um 12:26

    Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass dieses Buch keineswegs einer dieser langweiligen historischen Romane zu werden droht. Und im Grunde bildet das Mittelalter nur die schaurig-düstere Kulisse für die temporeiche und spannende Handlung. Bertram wird von seinem ruinierten Vater an den Glockengießer Conrad nach Ulm verkauft. Im Ulm des Jahres 1349 hebt man gerade die Grube für das Münster aus, vor dessen gigantischer Höhe man noch heute staunend steht. In der Gegend wütet die Pest und tötet am Ende einen großen Teil der Bevölkerung. Bei Conrad, der vom Bau des Münsters zu profitieren hofft, verliebt sich Bertram in dessen Tochter Anabel. Doch der grobe Conrad verschachert Anabel an den Vorsteher des ansässigen Klosters. Immer wieder scheint das Schicksal es mit den beiden nicht gut zu meinen. Aus dieser Grundkonstellation entwickelt die Autorin eine ständig durch unvermutete Wendungen an Fahrt gewinnende Handlung, in der sie die Heuchelei des Mönchwesens, die Gewalt und Brutalität des Mittelalters, Intrigen, Sex, Liebe und Machtstreben der verschiedenen Parteien miteinander verknüpft. Vielleicht merkt mancher Leser, dass die Autorin beim historischen Hintergrund gelegentlich etwas schummelt. Das gibt sie dann am Ende auch freimütig zu. Aber letztlich macht das nichts, denn schließlich wollte Frau Stolzenburg sicher kein als Roman getarntes Geschichtsbuch schreiben. Mich würde es nicht wundern, wenn man das Buch für einen Film entdecken würde, denn es ist wegen seines Tempos und seiner Spannung wie geschaffen dafür. Die Autorin nimmt sich für die Ausbreitung ihrer Figuren dann auch gerade so viel Zeit, dass man deren Charakterzüge oder ihre Beziehungen untereinander akzeptieren kann. Ohne diese kleine Schwäche hätte sie jedoch dem Buch einen anderen, vielleicht langweiligeren Charakter gegeben. Fazit. Ein spannender, tempo- und aktionsreicher Roman, den ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Der historische Hintergrund bildet lediglich die Schreckenskulisse für eine Handlung, die vor allem menschliches Verhalten in den verschiedensten Grenzsituationen, eingebettet in diese düstere Zeit, beschreibt.

    Mehr
  • Die Launen des Teufels

    Die Launen des Teufels

    Gelinde

    03. July 2013 um 11:31

    Die Launen des Teufels von Silvia Stolzenburg Dies ist der 1. Teil der Ulm-Trilogie es beginnt 1349 und endet 1951. In diesen knappen drei Jahren wird u.a. das unglaublich harte Leben und die Liebe von Anabel, Tochter eines brutalen und rücksichtslosen Glockengießers und Bertram, Sohn eines zu gutmütigen Steinmetzes, aus Ulm begleitet. Außerdem wird noch der Seitensprung einer Adligen mit dem Ritter von Katzenstein, sowie die Pest und die Machtgier von Zünften, Patriziern und dem Klerus zum Thema gemacht. Für mich ist das ganze Buch zwar gut recherchiert und der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, es ist spannend und somit sollte alles für einen guten historischen Roman vorhanden sein. Und doch hat das Buch nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen. Es ist mir zu hart, zu grausam. Ich habe mich beim Lesen fast immer unwohl gefühlt, war angespannt und hatte fast Gänsehaut. Mag die Zeit damals bestimmt auch hart und grausam gewesen sein, so will ich es in einem Roman nicht lesen. Da will ich Lesegenus, es sollte mir Spaß machen, auch wenn es dann mal kurz hart wird, aber hier war es mir einfach zu viel an Grausamkeit bis ins Detail.

    Mehr
  • 1. Band einer Trilogie

    Die Launen des Teufels

    ChattysBuecherblog

    26. March 2013 um 19:08

    *COVER* Aufgrund des Covers ist das Genre natürlich gleich zu erkennen. Die Farben, Schriftart und Darstellung von Person und Gebäuden zeigen unverkennbar, dass es sich um einen historischen Roman handelt. *STORY* Anabels Vater, Conrad,  ist ein Tyrann. Er schlägt, misshandelt Anabels Geschwister und ihre Stiefmutter. Nichts kann man ihm recht machen. Er scheint auch nicht vor Intrigen zurück. So verlangt er von seiner Tochter Anabel, dass sie dem Abt der Barfüßerabtei Franciscus gefügig ist.  Francisus wird dafür Conrad weiterhin Glockengießeraufträge zuschieben.  Anabel wiederum hat sich in Bertram verliebt, der von seinem Vater an Anabels Vater, den Glockengießer Conrad verkauft wurde. Eine Geschichte mit Irrungen und Wirrungen beginnt *FAZIT* Aufgrund der vielen sehr guten Bewertungen wollte ich mich doch auch mal von diesem Werk überzeugen. Aber leider - wurde ich sehr enttäuscht. In diesem Buch geht es leider nicht wirklich um die geschichtlichen Hintergründe des Münsterbaus, sondern vielmehr um eine Liebesgeschichte bzw. Intrige. Aber wo ist da die Historie? Aufgrund des Titels habe ich immer nach eine gewissen Handlung oder Spannung gesucht. Aber wahrscheinlich ist mit dem Teufel einfach nur der böse Conrad gemeint. Auffällig ist auch, dass alle Männer böse und alle Frauen gut sind. Ich denke, dass Kenner der mittelalterlichen Geschichte nicht wirklich Spaß an diesem Buch haben werden. Sollte man jedoch eine Liebesschnulze lesen wollen - herzlich willkommen. Aber auch da bitte nicht allzusehr auf die Charakteren achten, denn die werden nicht wirklich beschrieben. Ein Hineinversetzen in die Personen bzw. Geschichte ist mir bei diesem Buch leider gar nicht geglückt. Ständig bin ich über irgendwelche Ausdrück oder Aussagen gestolpert, wie wohl 1349 so nicht stattgefunden haben können oder sehr konstruiert wirken. Viel zu viele einzelne Geschichtsstränge aud die aber alle nur am Rande bzw. oberflächlich eingegangen wird. Kaum wird eine Geschichte zuende erzählt, dafür aber 2-3 neue angefangen. Wie bereits erwähnt, wer das Buch noch oberflächlich liebst, dem werden die kleinen "Missgeschicke" wohl gar nicht auffallen.   Ich kann für diese Buch nur 2 Punkte vergeben. 1 Punkt für die Auswahl des Covers, und 1 Punkt für die Idee der Geschichten.

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    SilviaStolzenburg

    Hallo Ihr Lieben, nachdem ich viele Mails bekommen habe, ob ich denn nicht auch mal eine Leserunde zu meiner Ulm-Trilogie machen möchte, greife ich diesen Vorschlag doch einfach auf und lade euch ein, meinen Mittelalterroman "Die Launen des Teufels" mit mir zu lesen. Bewerbungsschluss ist der 10. Januar, losgelegt wird, sobald alle ihre Bücher haben. Es werden 15 Freiexemplare verlost, plus ein Extraexemplar für den ersten, der die folgenden Fragen beantwortet (diese Fragen sollte jeder beantworten, der mitmachen will, weil sie euch auf das Buch einstimmen sollen): 1) Was denkt ihr, wie das Leben in einer Stadt um 1350 ausgesehen hat (ganz grob)? 2) In welchem Alter endete die Kindheit? 3) In welchem Alter wurden Mädchen verheiratet? 4) Wie war die Rolle der Frau? 5) Wie war wohl das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern? So, wie heute? 6) Gehörte Gewalt zum Alltag? Vielleicht noch ein paar Worte zum Buch vorneweg, damit es euch leichter fällt, euch zu entscheiden, ob es was für euch ist: Mir war sehr wichtig, die Zustände um 1350 (kurz bevor die große Pestwelle kam und Millionen von Menschen dahinraffte) so historisch korrekt wie möglich zu schildern. Einiges davon wird zart besaiteten Gemütern nicht gefallen. Wer Bücher mit megastarken Heldinnen, ohne Gewalt und mit möglichst viel Liebe mag, der sollte vielleicht lieber eine andere Wahl treffen. In diesem Buch sind die Bösen böse und es gibt reichlich Action und einige düstere Kapitel. Wer detaillierte Beschreibungen des Münsterbaus erwartet, die gibt es erst in Band 2. Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht allzusehr abgeschreckt :-)) Wer das Buch schon hat, ist natürlich auch herzlich eingeladen mitzumachen, das versteht sich von selbst. In diesem Sinne, herzliche Grüße an euch alle Silvia

    Mehr
    • 332
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    Nefertari35

    05. February 2013 um 21:47

    Die Launen des Teufels - Silvia Stolzenburg Kurze Inhaltsangabe: Ulm, im 14. Jahrhundert: Der Rat der Stadt beschließt ein riesiges Monument zu bauen - das Ulmer Münster. Doch der Bau fördert auch die Habgier im Volk, so zum Beispiel die des Glockengießers Conrad, der unbedingt zum Rat der Stadt gehören möchte. Er scheut vor keiner Intrige zurück und verkauft sogar seine eigene Tochter Anabel. Diese arbeitet für die Beginen im Hospital und muß jeden schwer verdienten Silberpfennig bei ihrem Vater abliefern. Anabel wird, wie auch ihre Stiefmutter und ihre Stiefgeschwister geschlagen und gedemütigt und dann sogar an den Abt des Klosters als Gespielin verkauft. Ihre große Liebe Bertram, der Lehrling ihres Vaters, weiß zunächst nichts davon. Noch während die Pest wütet und die Bevölkerung stark ausdünnt, beschließen die beiden zu fliehen und dem gewalttätigen Vater, sowie der Stadt Ulm den Rücken zu kehren. Doch dank Conrad kommt Bertram ins Gefängnis und steckt sich mit der Pest an.... Schreibstil: Dieser wunderbare historische Roman besticht durch einen flüssigen spannenden Stil, der es einem leicht macht, immerzu weiter zu lesen und die Abenteuer der Protagonisten mitzuerleben. Der Bösewicht des Buches, ist ein derarter Fiesling, das man ihn am liebsten auf der Stelle selbst bestrafen würde, wenn das denn ginge. Die zarte Liebesgeschichte ist wunderbar in dieses Buch des dunklen Mittelalters eingebaut und wirkt trotz Tod, Pest, Intrigen und Mord, nie fehl am Platz. Die geschichtlichen Erklärungen zur Pest und dem Münsterbau sind überaus interessant und fügen sich sehr gut in die Geschichte mit ein. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und rufen so einige Emotionen hervor, die von Abscheu bis Zorn, aber auch Mitgefühl und Mitleid umfassen. Eigene Meinung: Ich habe ja schon sehr sehr viele historische Romane gelesen und es sind in diesem Genre nicht alle gut. Dieser hier ist sogar mehr als gut - er ist brilliant. Es hat supergroßen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und sich das oftmals sehr schwere Leben der Menschen im Mittelalter vorzustellen. Ich kann nur sagen, ich habe einiges gelernt und bin froh, das diese dunkle Zeit vorüber ist. Ich weiß auch, das historische Romane nicht so leicht zu schreiben sind, da sie sehr schnell langweilen können. Das ist hier nicht der Fall. Ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt und das Buch von vorne bis hinten voller Genuß gelesen. Silvia Stolzenburg hat es geschafft, mir das mittealterliche Leben so detailliert zu beschreiben, das ich es direkt vor mir sehen konnte. Sie hat nichts "schön" geschrieben, sondern auch über Schmutz, Unhygiene, Ratten und fragwürdige medizinische Behandlungsmethoden berichtet. Bei einigen schüttelts mich immer noch! Dieses Buch hat die fünf Sterne vollauf verdient und ich freue mich auf die Fortsetzung dieser Trilogie!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    sternchenbuecher

    02. February 2013 um 13:50

    Der historische Roman Die Launen des Teufels von Silvia Stolzenburg handelt im Ulm des 14. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund des Bauvorbereitungen des Ulmer Münsters und der aufkommenden Pest geht es in der Geschichte um die junge Anabel, Tochter eines grausamen und rücksichtslosen Glockengießers. Durch ihre Arbeit im Barfüßerkloster unterstützt sie ihre Familie und hilft aufopferungsvoll der steigenden Anzahl an Pestleidenden. Sie wird aber immer wieder Opfer der Machtintrigen ihres Vaters. Dieser missbraucht auch seinen neuen, unfreiwilligen Lehrling Bertram für Ränkespiele um Macht und Politik. Rasch entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten und sie planen ihre Flucht aus der Stadt. Gleichzeitig versucht Gräfin Katharina von Württemberg eine eine Affäre und ihr uneheliches Kind vor ihrem Mann zu verstecken und es kommt zu einer schicksalshaften Begegnung in Ulm... * * * Der Einstieg in die Geschichte fällt, auch dank des hilfreichen Prologs zur historischen Faktenlage, angenehm leicht. Die Handlung nimmt relativ schnell an Fahrt und Spannung auf und verzweigt sich zu mehreren Handlungssträngen. Die Protagonisten werden sehr gut charakterisiert und es bauen sich schnell Sympathien oder Antipathien auf, denn die meißten Personen lassen sich in gut und böse einteilen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut. Sehr schön zum Tragen kommt das Bild des mittelalterlichen Ulms. Die vorherrschenden Bedinungen in der Stadt werden ohne Umschweife oder Beschönigungen beschrieben. So sind Tod und Teufel, Misshandlungen und Vergewaltigungen und vor allem die Umstände und Auswirkungen der Pest sehr realitätsnah beschrieben. Neben all den Grausamkeiten erfährt der Leser aber auch allerlei praktisches aus der Zeit, wie die Abläufe im Kloster oder zur politischen Situation der Zünfte und Räte. * * * Für mich war der Roman Die Launen des Teufels eine gelungende Zeitreise, in welche mich Silvia Stolzenburg geschickt hat. Zu keiner Zeit Langweilig spürte ich auf fast jeder Seite die persönliche Begeisterung der Autorin für das Mittelalter. Die relativ durchsichtigen, gut & böse Charaktere werden von Schreibstil, Hochspannung und vor allem der realistisch beschriebenen Mittelalterwelt wieder gut gemacht. Durchatmen konnte ich erst im letzten Viertel des Romans, der zwar mit ein runden Abschluss endet, gleichzeitig aber viele Fragen offen lässt. Das macht Freude auf die Fortsetzungen! Für jeden, der auch auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter mitgenommen werden möchte und nicht allzu zimperlich ist, gebe ich eine klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    irismaria

    „Die Launen des Teufels“ ist der Debütroman von Silvia Stolzenburg, dem hoffentlich viele weitere historische Romane folgen werden, denn die Geschichte muss sich, was Aufbau der Story, Darstellung der Charaktere, historische Genauigkeit und schöne Sprache betrifft, keineswegs hinter den großen Namen der historischen Romane verstecken. Die Geschichte spielt in Ulm in der Mitte des 14. Jahrhunderts und man kann am Schicksal einer Familie viel über das Leben damals erfahren. Hauptperson ist die junge Anabel, eine Handwerkertochter, die mit Vater, Stiefmutter, Stiefgeschwistern und Angestellten in der väterlichen Glockengießerei lebt. Das Lebensglück der Familie wird durch den gewalttätigen Vater getrübt, der seine Launen an allen anderen auslässt und nur seinen eigenen Vorteil im Blick hat. Da kommt es Anabel gerade recht, den Beginen im Krankenhaus helfen zu können, auch wenn sie dabei mit viel Leid in Berührung kommt, das durch die damaligen Behandlungsmethoden und später den Ausbruch der Pest fast unerträglich wird. Anabel verliebt sich in Bertram, einen Lehrling des Vaters, doch der hat ganz andere Pläne für seine Tochter… Ein zweiter Handlungsstrang spielt in höheren Kreisen: Gräfin Katharina von Württemberg erwartet ein Kind, allerdings ist es nicht von ihrem Ehemann. Daher muss sie versuchen, es geheim zur Welt zu bringen und danach irgendwo sicher unterzubringen. Dabei hofft sie, dass ihr Geliebter zu ihr steht, doch das ist ungewiss… „Die Launen des Teufels“ stellt das Leben in einer mittelalterlichen Stadt in vielen Facetten dar: von Dombau zu Pest, von aufstrebendem Bürgertum zu machtbewussten Kirchenleuten, von heiligmäßigen Beginen bis zu mutigen Rittern, auch die Schattenseiten des Lebens damals werden beleuchtet, allerdings ohne Grausamkeiten extrem auszuwalzen. Für mich ist es ein interessanter und unterhaltsamer Lesegenuss gewesen und ich bin schon gespannt auf den Folgeband.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    flieder

    30. January 2013 um 20:37

    Wir schreiben das Jahr 1349. Das Leben von Anabel, ihrer Stiefmutter Gertrud und den Stiefgeschwistern wird bestimmt durch die Brutalität des Glockengießers Conrad, der seine Familie mit eiserner Hand regiert. Auch der Lehrling Bertram, den Conrad kurzerhand gekauft hat, bekommt mehr als einmal die Faust des Meisters zu spüren. Für Bertram ein unerträglicher Zustand, wäre da nicht Anabel zu der er sich sehr stark hingezogen fühlt. Aber auch Anabel ist froh, jeden Morgen das Haus verlassen zu können, um ihre Arbeit im Krankenhaus bei den Beginen zu verrichten. Doch auch hier ist sie keineswegs in Sicherheit, suchen doch immer mehr Pestkranke Hilfe bei den Nonnen. Zudem bringt sie die Gier nach Macht ihres Vaters in ein weiteres Dilemma. Er soll Aufträge am Ulmer Münster bekommen, wenn dafür seine Tochter mit dem Abt Franciscus schläft. Als dann auch noch Bertram durch eine Intrige Conrads des Mordes bezichtigt wird, bricht für Anabel eine Welt zusammen. Das Buch Die Launen des Teufels besticht ganz besonders durch die bildhafte Sprache und die verschiedenen Charaktere. Man fühlt sich zurückversetzt in das alte Ulm des 14. Jahrhunderts und fiebert mit den Protagonisten. Sehr deutlich ist die Lebensweise des damaligen Lebens beschrieben. Alles kommt zur Sprache, ob nun Hexenverfolgung, die Intrigen der Oberen aber auch der Umgang mit der Pest lässt einem stellenweise das Blut in den Adern gefrieren. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und konnte es nicht mehr zur Seite legen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    thenight

    29. January 2013 um 09:12

    Lesetipp Erzählt wird die Geschichte Anabels und Bertrams, die sich zur Zeit des Ulmer Münsterbaus unpassenderweise ineinander verlieben. Denn Anabel muss nach dem Willen ihres Vaters, dem Glockengießer Conrad erst dem Abt des Barfüßerordens zu Willen sein und später einen reichen Kaufmann heiraten, all dies um ihrem habgierigen Vater zu noch mehr Macht und Geld zu verhelfen, vor der Hochzeit gelingt ihr die Flucht zu Gräfin von Württemberg, die sie während ihrer Arbeit im Hospital kennengelernt hatte, trotz eigener Probleme ermöglicht die Gräfin dem Liebespaar die Flucht. Mehr mag ich vom Inhalt nicht verraten, persönlich will ich Bücher von denen mir zu viel erzählt wurde, nicht mehr lesen. Bei historischen Romanen bin ich zugegebener Weise, erstmal skeptisch, nach Leseerfahrungen die mir arme und zu Unrecht verfolgte Maiden und edle Recken in idyllischer Umgebung bescherten, vertraute ich auf die Warnung der Autorin Silvia Stolzenburg Es wird heftig. Ich nahm die Warnung als Versprechen und liess mich ein, auf die Reise ins Ulm zur Zeiten der Pest. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Launen des Teufels, ist ein historischer Roman, der trotz der schriftstellerischen Freiheit die sich die Autorin erlaubt hat, in Bezug auf Daten z.B., ein sehr eindrucksvolles Bild der damaligen Verhältnisse lieferte, der Dreck, der Schmutz, die Krankheiten, die Brutalität und und die skrupellose Machtausübung, kirchlicher wie weltlicher Obrigkeiten,all das ging mir beim Lesen sehr Nahe. Durch die, auf jeder Seite spürbare Schreibfreude, flogen die Seiten nur so dahin. Die Launen des Teufels, ist der erste Teil einer Trilogie, den man zugegebener Weise auch allein lesen könnte, nur will man das? Nein, man muss einfach wissen wie es weiter geht. Die korrekten Daten, verrät Silvia Stolzenburg im Anhang, so das der Leser, so er denn will auch noch etwas lernt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2013 um 17:16

    Ulm im Jahre 1349: Die Bürger der Stadt beschließen, Gott ein großes Denkmal zu setzen und beginnen mit dem Bau des Ulmer Münsters. Conrad, ein egoistischer, habgieriger und vor nichts zurückschreckender Glockengießer, versucht, durch Intrigen und Bestechung, am Bau zu profitieren und versucht außerdem, einen Platz im Rat der Stadt zu erlangen. Hilfe erhält er dabei von einem skurpelosen Kirchenmann, der er seine junge Tochter Anabel zuführt. Anabel ist allerdings nicht so wehr- und hilflos, wie ihr Vater vermutet hat. Sie hat sich in den Lehrling (besser Sklaven) ihres Vaters verliebt: Bertram. Gemeinsam planen sie, dem brutalen Conrad zu entfliehen und ein neues Leben zu beginnen. Doch währenddessen bricht die Pest in Ulm aus und fordert ihren Tribut. Gleichzeitig reist die Gräfin von Katharina von Helferstein nach Ulm, wo sie das Kind ihres Liebhabers Ritter Wulf von Katzenstein zur Welt bringt. Ihr Mann darf auf keinen Fall erfahren, wer der Vater dieses Kindes ist und auch das Kind darf ihm nicht in die Hände fallen. In diesem Roman wird die Pest und das Leben in der verseuchten Stadt Ulm äußerst deutlich dargestellt. Desweiteren kommen noch Hexenprozesse, Folter und andere brutale Spielarten vor. Der Roman ist keine Love-Story im frühen Mittelalter, sondern ein informatives Werk über Lebensumstände im "finsteren Mittelalter". Spannend ist es auf jeden Fall und man fiebert mit den Protagonisten mit oder verabscheut sie. Der zweite Teil ist bereits erschienen (Das Erbe der Gräfin).

    Mehr
  • Rezension zu "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg

    Die Launen des Teufels

    tweedledee

    28. January 2013 um 14:13

    Der historische Roman "Die Launen des Teufels" von Silvia Stolzenburg führt uns ins Jahr 1349, in die blühende Reichsstadt Ulm. Anabel, die Tochter des skrupellosen Glockengießers Conrad leidet zusammen mit ihren Geschwistern und ihrer Stiefmutter unter der häuslichen Gewalt, denn Conrad macht regen Gebrauch von seinem Stockrecht, seine Frau und Kinder bekommen schon bei dem kleinsten Mißgeschick eine Tracht Prügel. Anabel ist froh, wenn sie ihrem Vater für einige Zeit entkommen kann, die Arbeit im Hospital der Beginen ist für sie eine willkommene Abwechslung. Bis eines Tages die Anzahl der an der Pest erkrankter Menschen zunimmt und auch noch der Abt Interesse an der hübschen Anabel bekundet. Anabel jedoch ist heimlich in den neuen Glockengießerlehrling Bertram verliebt, gemeinsam beschließen die beiden zu fliehen. Doch ihr Vater Conrad ist machthungrig, er will unbedingt in den Stadtrat und geht dabei auch über Leichen. Mit Geschick und ohne Skrupel schafft er es, die Flucht der beiden zu unterbinden. Das Schicksal Anabels ist eng mit dem der adeligen Katharina von Helfenstein verknüpft, die heimlich ein Kind ihres Geliebten zur Welt bringen muss. Die Autorin hat einen interessanten, spannenden und abwechslungsreichen Roman geschaffen, der mich in vieler Hinsicht begeistert hat. So sind es zum einen die Charaktere, allen voran Anabel und Bertram, mit denen man als Leser mitleidet, sich freut, bangt und hofft. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich, von unschuldig, sympathisch, duldsam und abgrundtief böse ist alles vertreten. Was mir bei "Die Launen des Teufels" besonders gut gefallen hat ist, dass ich mich tatsächlich in diese Zeit zurückversetzt fühlte, was vor allem an der lebhaften, detaillierten und unverblümten Schilderung des Alltagslebens der Menschen liegt. So ist z. B. das Markttreiben, die sanitären und medizinischen Verhältnisse, die Arbeit im Hospital sehr plastisch beschrieben, aber auch die Örtlichkeiten und Bauwerke spielen eine Rolle und der Ulm-Kundige kann anhand prägnanter Orte den Weg der Protagonisten immer gut nachvollziehen. Der Roman bietet neben der aufkeimenden Liebe zwischen Anabel und Bertram noch so viel mehr, da parallel die Geschichte der adeligen Katharina von Helfenstein erzählt wird, die aufgrund ihres Fehltrittes um ihr Leben und das ihres noch ungeborenen Kindes bangen muss, geschickt verknüpft die Autorin die Schicksale der beiden weiblichen Protagonisten. Es wird deutlich, wie wenig das Leben eines Menschen damals wert war, insbesondere das einer Frau. Sie war auf Gedeih und Verderb ihrem Ehemann ausgeliefert, der die alleinige Entscheidungsgewalt hatte. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz, vor allem Conrad ist neben einigen anderen ein finsterer, machtbesessener und skrupelloser Zeitgenosse, der im Stillen seine Fäden zieht und immer wieder für ungeahnte Wendungen sorgt. Vor dem Hintergrund der sich rasant ausbreitenden Pest entsteht stellenweise eine sehr düstere, hoffnungslose Stimmung. "Die Launen des Teufels" ist kein trockener oder belangloser historischer Roman wie viele andere, er erzählt eine lebendige Gesichte in einem wunderbar detaillierten Schreibstil, der sich flüssig lesen läßt, immer wieder überrascht und eine abwechslungsreiche und spannungsgeladene Handlung bietet. Ein Roman, den ich auf jeden Fall empfehlen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks