Silvia Stolzenburg Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

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Inhaltsangabe zu „Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ von Silvia Stolzenburg

Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet …

Abenteuerlicher,fesselnder und spannender Roman

— Vampir989
Vampir989

Unglaublich gut geschrieben! Eine meiner neuen Lieblingsautorinnen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Tolle Fortsetzung mit spannender Handlung

— nirak03
nirak03

der Spannungsbogen ist komplett über den gesamten Roman gezogen und man kann das Buch nicht aus der Hand legen, weil es einfach extrem fesse

— HEIDIZ
HEIDIZ

Eine tolle Fortsetzung der Salbenmacherin, abenteuerlich , fesselnd und einfach toll geschrieben. Ich wünsche mir einen dritten Teil.

— Tulpe29
Tulpe29

begeistert immer wieder mit neuen Spannungspunkten und nimmt den Leser von Anfang an mit

— Engel1974
Engel1974

Die packende Fortsetzung um die Salbenmacherin Oliviera führt den Leser ins mittelalterliche Nürnberg

— Klusi
Klusi

Eine spannende Reise in das mittelalterliche Nürnberg erwartet den Leser.

— Taluzi
Taluzi

Spannender facettenreicher historischer Roman!

— mabuerele
mabuerele

Ein tolles Buch,war viel zu schnell am Ende-kann man echt nur empfehlen zu lesen!!

— Katzenmicha
Katzenmicha

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  • Leserunde zu "Die Salbenmacherin und der Bettelknabe" von Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    SilviaStolzenburg

    SilviaStolzenburg

    Hallo Ihr Lieben, endlich ist es so weit: der zweite Teil meiner "Salbenmacherin" ist da, "Die Salbenmacherin und der Bettelknabe". Man kann ihn auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen, die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen. Hier der Klappentext: Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet .... Auch wenn Sommerferien sind, hoffe ich, dass ihr zahlreich in den Lostopf hüpft :-) Es gibt 30 Freiexemplare zu gewinnen, ausgelost wird am 14. August. Ich freue mich auf die Runde mit euch! Liebe Grüße Silvia

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  • Abenteurlicher und spannender historischer Roman

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Vampir989

    Vampir989

    06. October 2016 um 16:17

    Das Buch "Die Salbenmacherin und Bettelknabe" ist die Fortsetzung  von"Die Salbenmacherin".Es ist das Jahr 1409 in Nürnberg.Der 11 jährige Jona ist ein Dieb und Bettler.Er wird beim Stehlen von der Stadtwache erwischt und zur Zwangsarbeit gezwungen.Doch Jonas und sein neuer Freund Caspar können fliehen.Dann begegnen sie einem reichen Mann der Ihnen Unterschlupf und Essen anbietet.Sie gehen mit und geraten  in die Hände einer Sekte.Wieder fliehen sie und Jonas bricht vor dem Haus Oliveras schwer verletzt zusammen.Olivera die mit Götz nach Nürnberg gezogen ist und dort einen Kramladen hat wo sie Salben,Heikräuter und Tinkturen verkauft,nimmt sich Jonas an und pflegt ihn.Götz möchte Apotheker werden.Die beiden versuchen in Nürnberg sich ein neues Leben aufzubauen.Das ist nicht einfach und die Vergangenheit holt sie wieder ein.Die Auorin versteht es zwei Handlungen miteinander  zu verknüpfen ohne das man den Faden verliert.Die Welt des Mittelalters wird sehr gut detailiert beschrieben und man kann sich diese Zeit bildlich hervorragend vorstellen.Auch die Charaktere werden bestens beschrieben.Jeder ist in seiner Art und Weise anders.Das macht die Geschichte auch sehr interessant.Der Schreibstil ist leicht und locker und man kann das Buch sehr gut lesen.Auch durch die guten Recherchen bekommt man einen Einblick in die Welt der Medizin und der Heilkräuter der damaligen Zeit.Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und für einen historischen Roman genau richtig.Für Leseliebhaber die historische Romane mögen ist das Buch absolut empfehlenswert .Ich habe es mit großem Interesse gelesen.

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  • Spannung ab der ersten Seite!

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. October 2016 um 06:19

    Jona hat es nicht leicht als Bettelknabe, ständig ein Kampf ums Überleben und ja nicht den falschen Leuten in die Arme laufen!Für eine warme Mahlzeit und einen Schlafplatz vertraut er dem Falschen und bezahlt dafür fast mit seinem Leben...Totgeglaubt findet ihn die Salbenmacherin Olivera und macht es sich zur Aufgabe ihm zu helfen. Noch ahnt sie nicht das der Mensch, der dem Jungen dies antat auch sie beobachtet. Er kennt sie, er will Rache, er trachtet nach ihrem Leben.Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn nicht nur Olivera ist in Lebensgefahr. In Nürnberg gibt es auch allerhand Verschwörungen und Intrigen, die Unschuldigen nach dem Leben trachten.Ein Roman der sehr schnell an Fahrt aufnimmt, schon der Prolog reißt einen mit und lässt uns nicht los.Durch die anschaulichen Beschreibungen Nürnbergs um 1400 und den Gewändern der Menschen sieht man alles klar vor sich und taucht schnell ein in diese vergangene Zeit, mit all ihren Sitten und Aberglauben, ihren Annehmlichkeiten für die, die es sich leisten können und dem blanken Überlebenskampf der Armen.Ich fand es interessant zu lesen, welche Mittelchen so alles Anwendung fanden, auch die Beschreibungen einiger Pflanzen und deren Wirkungsweisen passten perfekt in die Geschichte hinein.Schon durch den Prolog wird man in die richtige Stimmung gebracht und ist gleich voll dabei, jedenfalls erging es mir so.Man verfolgt Jona auf seinem Weg, der alles andere als leicht ist und freut sich darüber, als er einen Freund findet. Als die beiden dann in die Falle tappen, hofft man inständig die Sache möge gut ausgehen, auch wenn man selbst nicht daran glaubt. Ich habe gespannt mit gerätselt, was es wohl mit dem "Ritual" auf sich hat, welches erst irgendwie einer Teufelsanbetung gleicht und an der Prolog erinnert. Das macht alles noch viel geheimnisvoller!Als Jona bei Olivera landet, bringt er somit unfreiwillig und unwissend ihren größten Feind in ihre Nähe. Jemanden der so voller Hass ist und ihr nach dem Leben trachtet.Er selbst leidet unter panischer Angst vor dem Fremden und ahnt nicht, das dieser nicht nur ihn im Auge hat.Gebannt verfolgen wir das Auflauern des Bösen und bangen um das Leben Oliveras, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.Nur Jona hat etwas gesehen, doch scheint ihm niemand vollen Glauben zu schenken. Zu sehr sind die Leute mit den grausamen Morden in Nürnberg und den schlimmen Anschuldigungen beschäftigt.Ein historischer Roman, den ich nur weiter empfehlen kann, konnte ich ihn doch nicht mehr aus der Hand legen!Gleich habe ich mir " Die Salbenmacherin" der Autorin bestellt, den ersten Band, indem es um Oliveras Vorgeschichte in Konstantinopel geht. Ich bin schon ganz gespannt und hoffe bald Zeit dafür zu finden, wieder in diese Welt eintauchen zu können und liebgewonnene Charaktere aufs neue zu begrüßen.

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  • tolle Fortsetzung

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    19. September 2016 um 20:04

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe erzählt die Fortsetzung der damals 16jährigen Olivera, die Salbenmacherin und dem Waisenjungen Jona, der ein Bettler ist und stielt, um zu überleben.   Wir befinden uns im Februar 1409 in Nürnberg. Jonas Leben ist praktisch nichts wert. Er ist 11 Jahre alt und schlägt sich mehr schlecht als recht durch. Man erwischt ihn beim Stehlen und verurteilt ihn zu Zwangsarbeit. Er schafft es, zu fliehen. Eiskalt ist es und Jona ist mehr tot als lebendig. Er kann es kaum glauben, dass ihm  ein reicher Mann etwas zu essen gibt und ihm sogar ein Lager für die Nacht anbietet. In die Gegenleistung, die dieser einfordert, willigt Jona ein, ohne lang zu überlegen. Hätte er besser auf der Straße bleiben sollen ??? Er wurde getäuscht und Gewalt wird bald über ihn herein brechen. Auch die Salbenmacherin Olivera wird in diese Geschichte hineingezogen. Sie findet Jona ....     ·  Gebundene Ausgabe: 406 Seiten ·  Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2016 (3. August 2016) ·  Sprache: Deutsch ·  ISBN-10: 3839219108 ·  ISBN-13: 978-3839219102 ·  Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren ·  Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,5 x 20,5 cm   PREIS: 14,99 Euro   Olivera lernt man in diesem zweiten Band wieder ein Stück weit mehr kennen. Sie lebt nun in Tübingen. Die Autorin baut ihren zweiten Teil der Fortsetzungsgeschichte so geschickt auf, dass es problemlos möglich ist, die beiden Bücher separat und losgelöst voneinander zu lesen. Sie flechtet immer wieder Dinge aus dem ersten Band in den zweiten ein, sodass man diesen auch lesen kann, wenn man Band 1 noch nicht gelesen hat.   Die Zusammenhänge kann man so gut verstehen - bald noch besser, als wenn man nur Band 1 gelesen hat. Der Stil der Autorin trägt außerdem dazu bei, dass man sich von Beginn an in die Handlung involviert fühlt und sich mit ihr und den Figuren identifizieren kann.   Mir gefiel während des Lesens sehr gut, dass die Handlung sehr dicht ist, ständig etwas passiert, nichts in die Länge gezogen wirkt. An Stellen, an denen ich mir als Leserin gewünscht habe, detaillierte Informationen zu Szenen oder Figuren zu erhalten, erhielt ich sie auch. Auf den Punkt kam die Autorin, wenn es mir ausreichte, knackig Geschriebenes zu lesen.   Kapitel 16 Nürnberg, Februar 1409   Die nächsten drei Tage vergingen wie im Flug. Als Olivera am "geilen Montag", dem Montag vor der "rechten Fastnacht", das Haus der Frau des Jüngeren Losungers betrat, erwartete sie eine Überraschung. ...   Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen.   Mir hat auch beim zweiten Teil rund um Olivera gefallen, dass die Autorin den Leser zu 100 Prozent bezogen auf Inhalt und Schreibweise in die Zeit entführt, in der sie ihre Handlung angesiedelt hat. Authentisch beschreibt sie die Szenen, man kann sich sehr gut hinein versetzen und wird von Beginn an - mit der Flucht des Jungen - spannend in die Handlung hinein gezogen - der Spannungsbogen ist komplett über den gesamten Roman gezogen und man kann das Buch nicht aus der Hand legen, weil es einfach extrem fesselnd geschrieben ist.

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  • Die Abenteuer der Salbenmacherin gehen weiter

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Maddinliest

    Maddinliest

    19. September 2016 um 11:42

    Ein fesselnder und spannender Roman mit dem historischen Hintergrund des Mittelalters. Die Salbenmacherin Olivera lebt mit ihrem Götz glücklich zusammen und die beiden warten auf die Ernennung zum Apotheker, um die Zukunft sorgenfreier gestalten zu können. Zur gleichen Zeit flieht der Betteljunge Jona mit seinem Freund Casper aus den Fängen des Bettelmeisters, der ihnen schwerste körperliche Arbeit auferlegt hatte. Auf ihrer Flucht begegnen sie einem Unbekannten, der Ihnen Unterkunft und Verpflegung für leichte Botengänge verspricht. Sie folgen ihm und landen in einer ungewissen Gefangenschaft. Jona gelingt aber die Flucht und wird dabei schwer verletzt, kann sich aber zu dem Haus von Olivera und Götz retten, was die Schicksale miteinander verbindet und alle Beteiligten in eine gefährliche Zukunft führt... Silvia Stolzenburg konnte mich bisher schon mit ihren tollen Kriminalromanen um die Ermittlerin Anna Benz begeistern. Sehr gespannt war ich nun, wie sie einen historischen Roman umsetzen wird und wurde zu keiner Zeit enttäuscht. Ihr lebendiger und bildreicher Schreibstil hat mich schnell ins Mittelalter versetzt und mich an die Geschichte um die Salbenmacherin gefesselt. Der Charakter der Hauptprotagonistin Olivera ist sehr gut beschrieben und sie konnte bei mir direkt Sympathiepunkte gewinnen. Die unterschiedlichen Erzähl-stränge sind jeweils spannend und temporeich geschrieben und Silvia Stolzenburg gelingt es direkt von Beginn an einen Spannungsbogen aufzubauen, den sie über das gesamte Buch aufrechthält. Auch das Leben in der damaligen Zeit wird sehr gut beschrieben und wirkt sehr gut recherchiert. Auch die Vermischung von wahren Begebenheiten und Fiktion durch die Verwendung von realen Personen geben dem Buch eine hohe Authentizität. Insgesamt handelt es sich bei "Die Salbenmacherin und der Betteljunge" um einen spannenden Ausflug in das Mittelalter, der mich bestens unterhalten hat, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit 5 von 5 Sternen bewerte.  

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  • Toller Mittelalter Roman

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Katzenmicha

    Katzenmicha

    14. September 2016 um 15:16

    Es war bei mir der erste Roman von Silvia Stolzenburg und der Salbenmacherin Olivera.Aber es machte gar nichts das ich das Buch `Die Salbenmacherin`nicht gelesen habe.Es wird auch nicht das Letzte gewesen sein,das Buch hat mir sehr gut gefallen.Gleich zu Beginn war das Buch schon spannend,die Autorin fesselt mit ihrem Historischen Wissen.Sie hat alles sehr ansschaulich beschrieben,man hatte das Geühl als stiller Beobachter dabei zu sein.Ich mag solche Bücher sehr-und es gibt auch nicht viele die das schaffen.Die Salbenmacherin Olivera ist mit ihrem Liebsten Götz und seinen Kindern nach Nürnberg gezogen um sich ein neues Leben aufzu -bauen.Sie besitzt schon einen guten Ruf als Salbenmacherin und ihr Liebster Götz wartet auf die Ernennung zum Apotheker.Jona der Betteljunge ist auch nach Nürnberg gekommenum sich als Bettler durch zu schlagen.Oliveras Mann Lorenz vor dem sie geflüchtet ist,ist auch in Nürnberg.Sein Hass auf seinen Bruder Götz und Olivera ist grenzenlos.Er verfolgt Olivera,Jona der aus Hunger bei einer fragwürdigen Gemeinschaft unter gekommen ist,wird von Lorenz schwer verletzt-als er fliehen will.Vor Oliveras Haus bricht er zusammen,sie kümmert sich um den schwer verletzten Jungen.Dann überschlagen sich die Ereignisse...Der Roman ist super und ich kann ihn nur jedem empfehlen der gerne Mittelalter Romane ließt.Er bekommt von mir 5 Sterne.Und ein ganz dickes Danke das ich ihn lesen durfte!!!

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  • Das mittelalterliche Nürnberg

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    dieDoreen

    dieDoreen

    12. September 2016 um 21:17

    Silvia Stolzenburg gehört für mich mittlerweile ganz klar zu einer der besten Autorinnen im regionalen historischen Genre. "Die Salbenmacherin und er Bettelknabe" ist mittlerweile mein 5. Buch welches ich von ihr gelesen habe.Immer wieder schafft sie es mich schon von der ersten Seite an gefangen zu nehmen und in die mittelalterliche Welt zu entführen, dabei haben ihre Bücher auch etwas von einem Krimi. Ich habe mich wahnsinnig auf ein Wiedersehen mit Olivia und Götz gefreut. Diesmal taucht man in das Mittelalterliche Nürnberg ein und merkt auch hier wieder die gute Recherchearbeit der Autorin. Durch enge Gassen, über geschäftige Märkte, in zwielichtige Badehäuser, in dunkle Keller und in die Häuser der reichen Patrizier begleitet man die Hauptcharakter während einer actionreichen und packenden Handlung. Dabei lernt man nebenher mehr über das Leben der Menschen im Mittelalter und den Beruf der Salbenmacherin. So etwas interessiert mich immer ganz besonders. Die Autorin schafft es solche Informationen sehr anschaulich und lehrhaft einfließen zu lassen ohne, dass es dabei trocken wirkt.Voller Spannung und sehr bildgewaltig kämpft Olivia auch in diesem Teil um ihr Glück und gegen die Schatten der Vergangenheit. Mit einem überraschenden Ende stellt die Autorin trotzdem die Weichen für ein erneutes Wiedersehen mit der Salbenmacherin.Mein Fazit"Die Salbenmacherin und der Bettelknabe" ist eine bildgewaltige und spannende Fortsetzung der Reihe um Olivia. Man trifft auf alte Bekannte und neue Charaktere welche den Leser sehr anschaulich in die Welt des Mittelalters entführen.

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  • Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Pixibuch

    Pixibuch

    06. September 2016 um 20:04

    Schon das Äußere dieses Buches läßt darauf schließen, dass es sich hier um einen historischen Roman handelt. Es zeigt die Salbenmacherin in der Kleidung der damaligem Zeit. Die Farben sind in angenehmen Rot. Nürnberg im Februar 1409. Es herrscht ein strenger Winter mit großer Kälte. Olivera ist mit ihrem Lebegefährten Götz nach Nürnberg gekommen. Dort will sie sich ein neues Leben aufbauen. Olivera mischt weiterhin ihre verschiedenen Salben und verkauft sie. Götz hofft, bald seine Apotheke eröffnen zu können.  Jona ist ein Betteljunge und ist aus Bamberg nach Nürnberg geflohen. In Nürnberg ist aber Betteln ohne Marke verboten. Er wird erwischt und muß bei dem Erbauen der Stadtmauer helfen. Es ist harte Arbeit und Jungen bekommen nur sehr wenig zu Essen. Da entschließt er sich von dort zu fliehen und nimmt Casper mit. Die beiden werden auf der Straße von einem Herrn angesprochen. Sie sollen für ihn eine leichte Arbeit verrichten und bekommen dafür Unterkunft und Verpflegung. Aber das Gegenteil ist der Fall. Sie kommen in die Fänge einer Sekte. Olivera wird von einer reichen Patrizierin um Hilfe gebeten. Sie ahnt nicht, welche Folgen das für sie haben wird. Hier wird ohne etwas zu beschönigen, das harte Leben in dieser Zeit beschrieben. Krankheit, Hunger, Folterungen und die Lebensweise werden uns nahe gebracht. Auch die verschiedenen Kräuter, aus denen Arzneien zubereitet werden, werden dargestellt. Ein Buch, das uns in sehr interessanter Weise das Mittelalter erleben läßt.

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  • Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    CarmenM

    CarmenM

    06. September 2016 um 14:03

    Im Februar 1409 ist der 11-jährige Waisenjunge Jona auf dem Weg nach Nürnberg. Bei Eiseskälte schlägt er sich mit betteln und stehlen mehr schlecht als recht durch. Als er auf einen reichen Bürger trifft der ihm für harmlose Botengänge  Essen,einen Schlafplatz und Geld anbietet, läßt er sich auf den Handel ein. Doch damit begibt er sich in große Gefahr und wird bald darauf von der Salbenmacherin Olivera fast totgeschlagen aufgefunden.Dieser historische Roman ist der zweite Teil von der jungen Olivera, die einst aus Konstantinopel kam und nun als Salbenmacherin in Nürnberg ansässig ist. Auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes habe ich in die Geschichte sehr gut hineingefunden.Von Anfang an haben mich die Ereignisse gefesselt, denn Silvia Stolzenburg erzählt sehr anschaulich und äußerst spannend.Gut gefallen haben mir die historischen Einblicke in die damalige Heilkunde und so manche medizinischen Kenntnisse. Aber auch das gängige Rechtssystem ist bemerkenswert, welches mit seinen Foltermethoden alles andere als gerecht war.Besonders hervorheben möchte ich noch die liebevolle Darstellung der verschiedenen Charaktere, welche bei mir die verschiedensten Gefühle von Mitleid bis Empörung ausgelöst hat.Mir hat dieser spannende historische Roman sehr gut gefallen und ich werde ihn auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • Angst um Olivera

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Tulpe29

    Tulpe29

    05. September 2016 um 18:59

    Auch dieses Buch ist wieder ein sehr gelungenes Werk von Silvia Stolzenburg. Ich war gespannt auf die Fortsetzung des ersten Teils und wurde nicht enttäuscht. Spannung, Empathie für die Protagonisten, interessante historische Fakten, Einblicke in das Leben der damaligen Zeit- all das vereint diese packende Geschichte in sich. Jetzt bin ich neugierig, ob noch so eine Fortsetzung folgt.

  • begeistert immer wieder mit neuen Spannungspunkten und nimmt den Leser von Anfang an mit

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Engel1974

    Engel1974

    05. September 2016 um 12:40

    Nach die „Salbenmacherin“ gibt es nun endlich mit „Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ die Fortsetzung des historischen Krimis von Silvia Stolzenburg. Inhalt. Die Autorin verbindet hier zwei Geschichten zu einer, auf der einen Seite geht es um Jona, einem 11 jährigen Waisenknaben, den es nach Nürnberg verschlagen hat, wo er sich als Bettler durchschlägt, bis er von der Stadtwache aufgegriffen und zu Zwangsarbeit gezwungen wird. Zusammen mit Casper gelingt ihm die Flucht, leider direkt in die Arme einer skrupellosen Sekte. Auf der anderen Seite wird die Geschichte von Götz und Olivera fortgesetzt, sie haben sich inzwischen in Nürnberg ein gemeinsames neues Leben aufgebaut, doch schnell holt sie die Vergangenheit wieder ein. Denn Laurentz, Oliveras Mann und Götz Bruder ist ihnen auf den Fersen. Meinung: Hat die Autorin mich bereits mit ihrem Schreibstil im ersten Band beeindruckt, war ich hier noch mehr begeistert. Sie versteht es ihre Leser von der ersten Seite an mitzunehmen und in den Bann zu ziehen. Dabei wird die Spannung stetig aufgebaut, so dass man das Buch zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich muss gestehen das ich sogar traurig war ,als ich das Buch durch hatte, ich hätte noch viel mehr lesen können und hoffe das es bald einen Dritten Band geben wird. Insgesamt wurde hier ein sehr fesselnder und ausgezeichnet recherchierter Roman geschrieben, dabei ist es nicht Nötig das man den 1. Band vorher gelesen hat, denn an den entsprechenden Stellen gibt die Autorin immer wieder Hinweise auf den Vorband, so dass man sehr gut in die Geschichte hineinkommt. Erwähnenswert sind hier auch das sehr schön mittelalterlich gestaltete Cover und die Ausstattung des Buches mit einem Lesebändchen. Weiterhin gibt es ein sehr interessantes Nachwort der Autorin. In Kürze: Schreibstil: sehr angenehm, liest sich schnell und flüssig, man mag gar nicht mehr aufhören Charaktere: sympathisch und realistisch, selbst die „Bösen“ wirken hier sehr authentisch Inhalt: begeistert immer wieder mit neuen Spannungspunkten und nimmt den Leser von Anfang an mit

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  • Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Klusi

    Klusi

    05. September 2016 um 09:48

    Nürnberg im Februar 1409: Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Dieb und Bettler. Kurz nach seiner Ankunft in Nürnberg wird er beim Stehlen erwischt und zu Zwangsarbeit verurteilt. Zusammen mit einem Leidensgenossen kann er fliehen und streunt halb verhungert und frierend durch die Stadt. Als ihn ein Mann anspricht und eine leichte Anstellung sowie eine Unterkunft und Verpflegung anbietet, kann er nicht widerstehen und sagt zu. Angeblich soll er nur eine kleine Gefälligkeit dafür erledigen. Aber ehe er sich versieht, steckt er in großen Schwierigkeiten, denn er ist in eine sehr dubiose Sache hinein geraten. Zu spät erwacht Jonas Misstrauen gegenüber seinem Auftraggeber, und er endet schwer verletzt in einem Hinterhof. Dort findet ihn die Salbenmacherin Oliviera und gerät ebenfalls in große Gefahr.Dies ist der zweite Band und damit der Nachfolger des Romans „Die Salbenmacherin“. Die optische Gestaltung ist hervorragend auf den ersten Teil abgestimmt, und die beiden Bücher bilden eine harmonische und sehr schöne Einheit im Regal.Endlich können wir das Schicksal von Oliviera weiter verfolgen, die ein Jahr zuvor ihre Heimat Konstantinopel verlassen hatte und nach Tübingen gereist war. Ich möchte nicht zu viel verraten und gehe daher gar nicht tiefer auf die Handlung und das private Umfeld der Protagonistin ein. Nur so viel: Oliviera lebt nun in Nürnberg und ist dabei, sich eine neue Existenz aufzubauen.Es ist nicht unbedingt notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, denn die wesentlichen Fakten zu früheren Ereignissen lässt Silvia Stolzenburg zwischendurch gekonnt in die Handlung einfließen, so dass man sich stets gut zurecht findet, und die Geschichte um den Waisenjungen Jona findet hier erst ihren Anfang. Aber ich empfehle doch, zuerst „Die Salbenmacherin“ zu lesen, denn das erhöht den Lesegenuss und sorgt auch für ein noch besseres Verständnis der Zusammenhänge.Der neue Roman ist wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Auch diesmal gibt es einen düsteren, leicht gruseligen Hintergrund. Auf Oliviera warten neue Probleme und Herausforderungen, und die Schatten der Vergangenheit lauern auch hier in der Stadt, die sie als ihre neue Heimat gewählt hat. Alle Charaktere, die in der Geschichte agieren, sind vielschichtig dargestellt und nicht immer leicht durchschaubar. Die Autorin versteht es meisterhaft, unheimliche Szenen sehr plastisch zu schildern, was einem beim Lesen häufig eine Gänsehaut beschert. Mir hat hier besonders gut gefallen, dass die Geschichte in Nürnberg spielt und die Schauplätze so ausführlich gezeichnet sind. Nürnberg ist eine Stadt, die ich häufig und gerne besuche, und in diesem Roman konnte ich im Geiste durch die Gassen wandern. Viele der beschriebenen Ecken waren mir vertraut, weil ich sie aus heutiger Sicht kenne. Auch wenn sich das Stadtbild natürlich sehr gewandelt hat, konnte ich mir die ganze Handlung noch viel besser vorstellen, denn die alten Gebäude sind ja noch vorhanden.Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne, denn er ist flüssig, dabei aber nicht oberflächlich, sondern sehr eindrucksvoll. Jedenfalls war ich wieder ganz im Bann der turbulenten Ereignisse. Viel zu schnell war ich auf der letzten Seite des Buches angekommen. Aber für alle, denen es ebenso erging, hat die Autorin eine gute Nachricht; es wird eine Fortsetzung geben. Darauf freue ich mich schon sehr, denn die historischen Romane von Silvia Stolzenburg sind gut recherchiert und versprechen immer wieder ein fesselndes Lesevergnügen der Extraklasse.

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  • Falsche Freunde

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    esposa1969

    esposa1969

    04. September 2016 um 22:32

    Klappentext:Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet …Leseeindruck:Mit dem historischen Roman "Die Salbenmacherin und der Bettelknabe" von Autorin Silvia Stolzenburg liegt und Band 2 nach "Die Salbenmacherin" vor. Da ich den Vorgängerband vor kurzem erst gelesen hatte, war ich gleich wieder vertraut mit den Charakteren und freute mich auf ein Widersehen mit der Salbenmacherin Olivera. Wie man dem Klappentext bereits entnehmen konnte dreht sich die Handlung auch um den elfjährigen Waisen- und Bettelknaben Jona, der anno 1409 kein leichtes Leben hat und sich in diesen harten Zeiten durchschlagen muss und irgendwann bei Olivera landet, die den Jungen halb totgeschlagen bei sich im Hinterhof vorfindet. Sie pflegt und füttert ihn und ahnt nicht, wie sie damit in einen Strudel großer Gefahr gesogen wird...Wie auch der erste Band hat mich dieser wieder sehr begeistert und packend und fesselnd unterhalten. Man liest und lernt viel über die damalige Zeit, die oftmals eine grausame war. Ich konnte den Roman kaum mehr aus den Händen legen. Die knapp mehr als 400 Seiten lasen sich wie im Fluge und gerne würde ich mich auf ein Wiedersehen mit Olivera und ihrem Partner Götze freuen.@ esposa1969

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  • ein neuer Apothecarius für Nürnberg

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    Taluzi

    Taluzi

    04. September 2016 um 10:14

    Der Betteljunge Jona ist auf der Flucht. Im Winter 1409 kommt er nach Nürnberg, aber auch hier ist er nicht willkommen. Mit seinem neuen Freund Caspar kommt er in die Fänge einer düsteren, gewalttätigen Gruppe für die sie Gefälligkeiten tun soll. Jona flieht und wird halb tot auf seiner Flucht geschlagen. Mit letzter Not kommt er bei Olivera unter, die ihn gesund pflegt. Olivera und Götz versuchen sich mit den Kindern eine neue Existenz in Nürnberg aufzubauen. Jona kann Caspar nicht vergessen und plant ständig ihn zu befreien. Olivera traut ihren Augen nicht als sie eines Tages meint ihren bösartigen Mann Laurenz zu sehen. Ihr Geliebter Götz macht sich gleich auf die Suche, kann ihn aber nirgends finden. Eines Nachts brennt das Haus von Götz und Olivera. In letzter Sekunde können alle das Haus verlassen. Aber Jona und Olivera sind verschwunden. Warum? Und wo sind sie? Ich war schnell in der Geschichte drin, da ich schon den ersten Teil kannte. Um den Plot von „Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ zu verstehen, muss man allerdings nicht den Vorgängerband „Die Salbenmacherin“ gelesen haben. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und macht die Geschichte schnell vor dem inneren Auge lebendig. Gleich der Start der Geschichte war interessant, denn die Autorin Silvia Stolzenburg schilderte eine mittelalterliche Abtreibung. Wahnsinn welches Wissen die Frauen damals schon hatten, allerdings auch harte Methoden. Diese mittelalterlichen, robusten Methoden erfahren die Leser auch bei den Schilderungen der Folter. Glaubten die Menschen damals wirklich ein unter Folter gegebenes Geständnis wäre wahr? Bei den Foltermethoden, der Stadt Nürnberg im Mittelalter und auch bei den Heilkräutern scheint die Autorin ausführlich recherchiert zu haben, denn ich als Leser konnte mich schnell in die beschwerliche Zeit damals hineinversetzten. Es war total spannend zu lesen, wie viel Wissen und Aberglaube es zur damaligen Zeit gegeben hat. Auch die Charaktere gefielen mir gut. Die Hauptprotagonisten Olivera, Götz, Jona und Laurenz stehen im Vordergrund. Diese konnte ich mir gut vorstellen. Gefallen hat mir, dass Nebenrollen wie die Wachmänner, die Kinder von Götz oder das Personal kurz und bündig erwähnt werden und nicht durch lange Detailbeschreibungen beschrieben werden. So konnte ich mich als Leser auf das Wichtigste konzentrieren. Den 3. Band mit Olivera möchte ich mir nicht entgehen lassen, denn die Bücher von Silvia Stolzenburg sind spannend, romantisch und gut recherchiert.

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  • Olivera in Gefahr - spannend

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
    mabuerele

    mabuerele

    02. September 2016 um 20:40

    „...Die Augen des fliehenden Knaben zuckten von links nach rechts wie die eines gehetzten Tieres – geweitet vor Furcht. Stolpernd brach er durch das immer dichter werdende Unterholz, glitt auf dem eisigen Waldboden aus, rappelte sich wieder auf und rannte weiter...“ Das Buch beginnt spannend. Ein Junge ist auf der Flucht. Obiges Zitat berichtet davon. Dann wechselt das Geschehen nach Nürnberg. Es ist das Jahr 1409. Dem Jungen Jona gelingt es, sich durch das Tor in die Stadt zu schmuggeln. Dort versucht er zu betteln. Aber die Regeln sind hart. Da er keine Bettlermarke hat, wird er zum Arbeiten auf eine Baustelle geschickt. Götz und Olivera haben sich in Nürnberg eine neues Leben aufgebaut. Während Olivera weiter Salben, Säfte und Tee verkauft, wartet Götz auf seine Berufung zum Apotheker. Olivera hat einen guten Ruf. Das aber hat nicht nur Vorteile. Dann kreuzen sich die Wege von Olivera und Jona. Damit kommen die Schatten der Vergangenheit zurück. Die Autorin hat einen fesselnden und ausgezeichnet recherchierten historischen Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. An entsprechenden Stellen gibt es Hinweise auf den ersten Teil. Sie genügen, um die Zusammenhänge zu begreifen. Trotzdem würde ich empfehlen, erst das Buch „Die Salbenmacherin“ zu lesen. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Die Verhältnisse im mittelalterlichen Nürnberg werden gut beschrieben. So darf ich als Leser Olivera auf den Markt begleiten, wo sie ihre Produkte anbietet, oder ihr bei der Herstellung von Salben und Heilmitteln über die Schulter schauen. Der Produktionsprozess dieser Dinge wird an wenigen Beispielen detailliert dargestellt. Im Haushalt leben die beiden Kinder von Götz. Besonders Cristin interessiert sich für Oliveras Arbeit. Die Wissbegierde des Mädchen erinnert Olivera an ihre eigene Kindheit, wo sie ihrer Yiayia (Großmutter) zur Hand gehen durfte. Olivera stammt aus Konstantinopel. Schön wiedergegeben werden ihre kurzen Phasen von Heimweh und ihre Sehnsucht nach der Großmutter. Auch hat sie Probleme mit dem deutschen Winter. Diese Kälte ist sie nicht gewohnt. Dass Sucht kein Laster unserer Zeit ist, wird im Roman deutlich. Damals war es Mohnsaft, dem die Damen der besseren Schichten zuneigten. Spannend fand ich das Abtreibungsrecht der damaligen Zeit. Mit Jona hat die Autorin einen besonderen Protagonisten geschaffen. Der Junge ist schwer einzuschätzen. Ursache ist unter anderem, dass es ihm schwerfällt, Menschen zu vertrauen, selbst denen, die es gut mit ihm meinen. Einerseits fällt er dadurch Fehlentscheidungen, andererseits steht er Freunden bedingungslos zur Seite. Die Autorin legt viel Wert auf die Emotionen ihrer Protagonisten. Diese werden nicht nur durch Worte, sondern ebenso im Handeln deutlich. Auf der einen Seite regieren Hass und Rachegedanken, auf der anderen Zuneigung und der unbedingte Wille zu helfen. Erstaunlich fand ich, dass der Henker bei der Befragung im Kerker keinen Unterschied machte, von welchem Stand der Delinquent war. Eine Bibliografie und ein Nachwort, dass Fakten und Fiktion benennt, ergänzen das Buch. Das Cover in Rottönen mit der jungen Frau vor der Kulisse von Nürnberg passt, weil es auf Oliveras Wurzeln hinweist. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Er besitzt nicht nur eine spannende Handlung und sympathische Protagonisten, sondern die Autorin malt mit Worten ein facettenreiches Bild der damaligen Zeit.

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