Silvia Tennenbaum Straßen von gestern

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Inhaltsangabe zu „Straßen von gestern“ von Silvia Tennenbaum

Dort, wo heute in Frankfurt die Doppeltürme der Deutschen Bank aufragen, kommt 1903 Lene Wertheim zur Welt. Die Wertheims sind eine alteingesessene jüdische Familie mit festen Grundsätzen: Man feiert Weihnachten als prunkvolles Familienfest – zum Entsetzen der orthodoxen Verwandtschaft. 'Die Juden sind wie alle anderen, und wenn sie es nicht sind, sollten sie es sein', erklärt Eduard Wertheim, Bankier, Kunstsammler und Mäzen, seinen Nichten und Neffen. Lene erhält 1938 in Paris für sich, ihren zweiten Mann und ihre Tochter Ausreisevisa für die USA. Aber nicht alle Wertheims haben das Glück, sich rechtzeitig vor den Nazis in Sicherheit bringen zu können. Silvia Tennenbaum berichtet in kraftvollen Bildern vom Aufstieg einer jüdischen Familie im Kaiserreich, begleitet ihre verschlungenen Wege durch die Weimarer Republik und lässt uns Leser Flucht und Tod im 'Dritten Reich', Vertreibung und Rettung eindringlich miterleben. Ein großer, epischer Roman unserer Zeit.

Ein Meisterwerk! Von der ersten bis zur letzten Seiten ein 5-Sterne-Buch. Absolute Leseempfehlung!

— leselea

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    Straßen von gestern

    leselea

    "Die jüdischen Buddenbrooks" titelt die FAZ und fängt damit den Inhalt des Buches treffend ein - und doch bietet dieses Buch so viel mehr, dass es mir schwer fällt, seinen Sog, den es auf mich ausübt, in Worte zu fassen und meine fünf Sterne (ich würde mehr geben, wenn ich könnte) für potentiell interessierte Leser angemessen zu begründen. Straßen von gestern ist die Geschichte der jüdischen Familie Wertheim, deren Mitglieder in diesem Buch vier Generationen umfasst und mit denen der Leser alle (jedoch auf unterschiedlich starke Weise) in Berührung kommt. Gleichzeitig ist Straßen von gestern aber auch eine Geschichte über das 20. Jahrhundert, eine Geschichte über Deutschland in dieser Zeit und speziell der Stadt Frankfurt. Es thematisiert den wirtschaftlichen Aufschwung, zwei Weltkriege, die Judenverfolgung, aber auch die sozialen Veränderungen, die über die Generationen hinweg sichtbar werden und fängt die kulturelle Atmosphäre, die Bohème der 1920er Jahre ein. Der Leser wird "bombardiert" mit einem Kaleidoskop von menschlichen Charakteren, menschlichen Lebensweisen und den unterschiedlichen Facetten der "jüdischen Identität". Dabei ist das Buch jedoch nie aufdringlich oder erdrückend: Die Sprache ist klar und einfach, leicht verständlich und verzichtet weitgehend auf poetische Formulierungen. Sie schafft es mühelos das Frankfurt des 20 Jahrhunderts und die einzelnen Mitglieder der Familie Wertheim eindringlich vor den Augen der Leser zu erschaffen - und letztendlich auch zu zerstören. Das Buch ist über 650 Seiten lang, die Seiten sind dünn, die Schrift klein und trotzdem ist hier, meiner Meinung nach, kein Wort zu viel und keine Szene überflüssig. Von der ersten bis zur letzten Seite ist alles so, wie es sein soll und zum Ende hin setzen sich alle kleinen Teile zu einem großen Ganzen zusammen, sodass der Leser schließlich das Monument eines ganzen Jahrhunderts in den Händen hält. Ich kann jedem, der sich für die oben geschildete Zeit und die oben skizzierte Thematik interessiert, empfehlen: Lest dieses Buch! Ich hoffe, es hinterlässt bei euch einen ähnlichen unfassbaren Eindruck wie bei mir!

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