Silvia Vasquez-Lavado

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Silvia Vasquez-Lavado ist Bergsteigerin, Entdeckerin, Unternehmerin und Technologin. 2014 gründete sie »Courageous Girls«, eine gemeinnützige Organisation, die Überlebenden von sexuellem Missbrauch und Menschenhandel hilft. Vasquez-Lavado wurde vom Fortune Magazine als einer der Corporate Heroes des Jahres 2015 ausgezeichnet. CNET ernannte sie zu einem der 20 einflussreichsten Latinas im Silicon Valley. Sie ist Mitglied des Explorers Club und eine der wenigen Frauen auf der Welt, die die sieben höchsten Gipfel der Welt bestiegen haben. Vasquez-Lavado lebt in San Francisco. Online findet man sie auf: silviavasla.com und @silviavasla.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Silvia Vasquez-Lavado

Cover des Buches Im Schatten des Mount Everest (ISBN: 9783442316403)

Im Schatten des Mount Everest

 (2)
Erschienen am 23.05.2022

Neue Rezensionen zu Silvia Vasquez-Lavado

Cover des Buches Im Schatten des Mount Everest (ISBN: 9783442316403)
M

Rezension zu "Im Schatten des Mount Everest" von Silvia Vasquez-Lavado

Der Everest und das persönliche Trauma
M.Lehmann-Papevor 2 Jahren

Der Everest und das persönliche Trauma

 

Zum einen, auf der privaten, persönlichen Ebene, legt Silvia Vasquez-Lavado dem Leser eindringlich (aber gar nicht ständig durch die Seiten des Buches hindurch) dem Leser wieder einmal vor Augen, dass auch offenkundige „Gewinner“ ihre dunklen Schatten zu schultern haben. Vielleicht sogar sind dies aber auch Antriebe, sich selbst in dieser Welt zu finden, mehr als bei „unbedarften“ Menschen.

 

Vasquez-Lavado, gebürtig in Peru, war zumindest ihr Leben lang „angetrieben“. Hat sich in einer 2Männerwelt“ durchaus erfolgreich im Bereich der IT und das gar noch im „Silicon Valley“ durchgesetzt. Und doch galt auch in all diesen Jahren, dass wohl das „eigentliche Ich“ damit nicht zufrieden wurde, denn Depressionen, Sucht, Verdrängung waren viel stärkere Antriebe für ihre Persönlichkeit, als die beruflichen Erfolge.

 

Als Kind sexuell missbraucht, die eigene Neigung zu Frauen lieber verborgen, es ging nicht gut.

 

Dass da der Sport hilft, das ist sicher nicht nur bei ihr konkret so gewesen. Dass aber aus dem einfachen Klettern hier und da auf kleinere und mittlere Höhen der Entschluss reifte, sozusagen in der „Weltliga“ des Bergsteigens mitzumischen, dass ist sicher ihrer speziellen, ehrgeizigen, Herausforderungen suchenden Persönlichkeit zu verdanken. Und damit eben auch ihrem Trauma aus Kindheitstagen.

 

Neben den vielfachen Darstellungen des eigenen Lebens und Lebensweges, auch dem ihrer Begleiterinnen auf den Mount Everest, die in diesem autobiographischen Buch erzählt werden, wird es allerdings sehr lehrreich und spannend für den Leser, wenn sich die Autorin dem engeren Thema des Buches zuwendet, dem Bericht vom Aufstieg auf den Mount Everest 2016. Mit einer Gruppe von Frauen, die ein ähnliches Schicksal in jungen Jahren erlitten haben, wie sie. Und, auch das sei gesagt, am Ende liegt die eigentliche Spannung der Lektüre nicht in den äußeren Gefahren und der Anstrengung des Ersteigens, sondern in den inneren Prozessen, die in ihr und den Teilnehmerinnen vorgehen.

 

Wie die Gruppe sich Tag für Tag, nachher Stunde für Stunde und Minute und Minute mehr stützt. Wie die Krisen der einzelnen am Berg miteinander teils dramatisch aufgefangen werden. Wie sich diese, jede für sich, im Leben teils tief verunsicherten Frauen ihren inneren Problemen stellen und diese quasi „über den Berg“ bringen.

 

„Das Erreichen des Basislagers bedeutet für jede von uns etwas anderes, doch für die Frauen aus Nepal ist es mehr als ein spiritueller Weg zur Heilung oder eine Prüfung des körperlichen Durchhaltevermögens. Es ist eine Leistung, die zu erbringen die meisten in ihrem alter nie die Chance haben werden“.

 

„In Pheriche hat Jimena gesagt, dass sie über das eigene Trauma hinauswachsen wollte“.

 

Und genau dies vollzieht diese besondere Gruppe von Bergsteigerinnen .Jede für sich auf ihre Weise, vor allem aber als Gruppe. Denn nur miteinander konnte geschafft werden, was am Ende erlebt wurde.

 

„Während meine letzten Momente auf dem Gipfel vorüberziehen, fühle ich mich plötzlich so geborgen wie nie zuvor“.

 

Im Buchs sind es die vielen kleinen Erinnerungen, die Reflexionen über sich selbst, die einzelnen Erinnerungen an hartes Geschehen, das „sich selbst überwinden2 nicht nur körperlich, sondern auch in den vielen Zweifeln and er eigenen Person, die besonders nachhaltig in der Erinnerung des Lesers verhaftet bleiben.

 

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre, nicht nur für Berg-Begeisterte.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

auf 5 Merkzettel

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks