Silvija Hinzmann

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autorin von Die Farbe des Himmels, Der Duft des Oleanders und weiteren Büchern.
Silvija Hinzmann

Lebenslauf von Silvija Hinzmann

Silvija Hinzmann ist eine deutsche Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Als Krimiautorin veröffentlicht sie seit 2003 und schreibt Kriminalromane und Kurzgeschichten.

Neue Bücher

Die dunkle Seite der Bucht

 (1)
Neu erschienen am 15.10.2018 als Hardcover bei Wieser Verlag.

Alle Bücher von Silvija Hinzmann

Die Farbe des Himmels

Die Farbe des Himmels

 (8)
Erschienen am 20.09.2005
Der Duft des Oleanders

Der Duft des Oleanders

 (5)
Erschienen am 01.07.2015
Der Wanderer im Karst

Der Wanderer im Karst

 (2)
Erschienen am 30.09.2016
Die dunkle Seite der Bucht

Die dunkle Seite der Bucht

 (1)
Erschienen am 15.10.2018

Neue Rezensionen zu Silvija Hinzmann

Neu
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die dunkle Seite der Bucht" von Silvija Hinzmann

Joe Prohaska ermittelt wieder
Bellis-Perennisvor 16 Tagen

Joe Prohaska, ehemaliger KHK aus Stuttgart mit deutsch-kroatischen Wurzeln, lebt, nach einem Schussattentat frühpensioniert, in einem kleinen Dorf nahe der kroatischen Hafenstadt Rovinj.

 

Als er ein anonymes Päckchen mit einem Hinweis aus der Stuttgarter Vergangenheit erhält, weiß er dies anfangs nicht so recht zu deuten. Ist der Mörder von damals, der ihm Rache geschworen hat, wieder auf freiem Fuß?

Prohaska erzählt Inspektor Rossi, seinem kroatischen Freund davon. Doch der ist mit einem Mordfall am Strand von Punta Corrente beschäftigt.

 

Da Joe inzwischen als Fotograf anerkannt ist, ist es nicht verwunderlich, dass er kurzfristig als Fotograf bei einer Hochzeit einspringen soll. Dass diese Hochzeit für ihn Folgen haben wird, kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen …

 

Meine Meinung:

 

Silvija Hinzmann ist wieder ein ruhiger Krimi rund um den ehemaligen KHK Joe Prohaska gelungen. Obwohl er häufig zur falschen Zeit am falschen Platz ist, und damit in die Ermittlungen der örtlichen Polizei eingreift, ist sein Verhältnis zu Inspektor Rossi fast freundschaftlich zu nennen. Diesmal darf er sogar beinahe offiziell ermitteln und an den Besprechungen der kroatischen Polizei teilnehmen.

 

Die Autorin greift die üblichen Verbrechen am Balkan auf: Menschen- und Drogenhandel, geht aber nicht in die Tiefe.

 

Neben dem Titelhelden Joe Prohaska treten wieder alte Bekannte wie Rossi, Ivo, Johanna und die Wiener Schriftstellerin Martha Schön auf. Die Kulisse ist wieder das malerische Istrien und im Besonderen die Hafenstadt Rovinj.   

 

Mir gefällt Silvija Hinzmanns Schreibstil, der eher beschaulich als reißerisch und hektisch wirkt.

 

Fazit:

 

Wer einen actionreichen Krimi sucht, ist hier nicht richtig.

Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Wanderer im Karst" von Silvija Hinzmann

Wer hat Bartolo Monti auf dem Gewissen?
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Joe Prohaska, nach einem Dienstunfall frühpensionierter Kriminalkommissar aus Deutschland (so seine Eigendefinition), lebt nun in Istrien, der Heimat seines Vaters, der halb Kroate halb Tscheche war.
Wie schon im ersten Krimi („Der Duft des Oleanders“) stolpert Joe, obwohl er sich nicht als Ex-Polizist zu erkennen gibt, in einen Kriminalfall.
Der 80-jährige Bartolo Monti, nach dem Zweiten Weltkrieg mit Mutter und Schwester in die USA ausgewandert, kehrt als reicher Mann nach Istrien zurück. Er möchte den verarmten Dorfbewohnern eine Zukunft bieten, in dem er die alten verfallenen Steinhäuser aufkauft und zu Ferienhäusern umbaut. Wie zu erwarten, sind die wortkargen Bewohner geteilter Meinung. Am Tag nach der Vorstellung des Projektes ist Monti tot.
Joe, den Monti über den Erwerb seines Reichtums ins Vertrauen gezogen hat, glaubt nicht an einen natürlichen Tod.
Es ist nicht einfach für Prohaska, aus den schweigsamen Dorfbewohnern Brauchbares herauszubekommen. Er muss sein Fingerspitzengefühl und Fäuste bemühen, um hinter die Geheimnisse der Menschen zu kommen.


Silvija Hinzmann weiß, worüber sie schreibt. Geboren in Kroatien und in Deutschland aufgewachsen, ähnelt Joes Biographie ihrem eigenen Lebensweg. Die nach wie vor nicht aufgearbeitete Geschichte Istriens bzw. Kroatiens (Zweiter Weltkrieg, Vertreibung der italienischen Bevölkerung, Partisanen, Zerfall Jugoslawiens) fließt elegant in den Krimi ein und lässt die Protagonisten authentisch handeln. Ich sehe sie vor mir, die wettergegerbten Gesichter der Frauen und Männer. Ich spüre die Ressentiments Fremden gegenüber. Ja, die Stimmung ist ein wenig trist, doch alles hat Hand und Fuß.

Fazit:

Wer einen Krimi mit Atem raubender Action sucht, ist hier falsch. Wer Istrien und seine Bewohner kennen lernen möchte, ist hier richtig.

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awogflis avatar

Rezension zu "Der Wanderer im Karst" von Silvija Hinzmann

Istrien Krimi
awogflivor 2 Jahren

Die Autorin beginnt mit einer ausgezeichneten Beschreibung von Land und Leuten im Karst von Istrien. Der Regionalkrimi spielt vor allem mitten im Hinterland und so gut wie nie an der Küste, was an und für sich schon recht spannend ist, denn kaum ein Tourist hat sich jemals in diese Gegend verirrt und könnte von dort erzählen.

Die Figuren sind gut entwickelt, der poltitische Hintergrund des 2. Bandes, den die Autorin  offensichtlich immer wieder in ihre Geschichten einfließen lässt, gefällt mir besser als im ersten Teil, als die Autorin zum Balkankrieg einfach zu wenig zu sagen hatte und mit zu vielen Klischeescharaktären aufwartete. Diesmal werden aktuellere Themen zur Flüchtlingssituation auf der Balkanroute, Fremdenfeindlichkeit gegenüber den alten Brüdern aus Jugoslawien, lokale Korruption auf dem Land, Tourismus versus Erhaltung der ursprünglichen Dorfgemeinschaft und der Erfolg von Auswanderern angesprochen, die sich nach Jahren wieder mal ins Heimatdorf verirren, dort ihren Reichtum zur Schau stellen, den Neid der Dorfgemeinschaft auf sich ziehen und dann auch prompt gemeuchelt werden. Auch die vormals historische und nunmehr ins "geschäftliche" transfundierte Achse Istrien/Triest/Wien wird bezüglich der Figuren sehr gut in die Handlung eingewoben.

Da habe ich mich bereits zu früh auf ein spannendes Lesevergnügen ohne Irritationen gefreut und schon wird wieder mal auf Seite 130 die so typische romatische Verflechtung für das weibliche Lesepublikum hinterrücks in den Plot gestanzt. Es ist zwar nur ein Kuss und keine schwülstige Liebesszene, aber welcher Mann macht sich wirklich so viele romantische Gedanken über so eine Kleinigkeit. Gefühlte 60 Seiten sinniert Joe Prohaska über die die Motive der Küsserin - mal ehrlich welcher gestandene Expolizist ist innwändig ein derartiges Sensibelchen - das ist ja nur die komplett irreale Märchenprinzprojektion vieler kleiner Mädchen. Aber sei es wie es sei, manche werden diesen für mich persönlich starken Ärgerfaktor sehr enthusiastisch begrüßen.

Was mich dann am Ende doch sehr gestört hat, ist die Auflösung des Kriminalfalles. Hier gibt es einfach keine Überraschungen, kein spannendes Mörderraten, im Prinzip sind die Täter nahezu sofort klar identifizier- und die Motive absehbar. Das bringt mich dann doch sehr stark um mein an einen Krimi unbedingt gefordertes Lesevergnügen.

Ansonsten bewegt sich die Sprache im mittleren Bereich und passt genau in das leicht zu lesende Niveau, das ich für einen Regionalkrimi als angemessen betrachte.

Fazit: 2,5 Sterne aufgerundet auf 3
Akzeptabler Roman mit sehr gutem Lokalkolorit, teilweise mit großer Figurenstärke, guten politischen Verflechtungen aber mit unnötigem Romantikkitsch und langweiliger uninnovativer  Ausführung des Kriminalplots.

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