Silvija Hinzmann

 3,8 Sterne bei 55 Bewertungen
Autorin von Die dunkle Seite der Bucht, Der Duft des Oleanders und weiteren Büchern.
Autorenbild von Silvija Hinzmann (©(c) Privat)

Lebenslauf

Silvija Hinzmann ist eine deutsche Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Als Krimiautorin veröffentlicht sie seit 2003 und schreibt Kriminalromane und Kurzgeschichten.

Alle Bücher von Silvija Hinzmann

Cover des Buches Die Farbe des Himmels (ISBN: 9783961481095)

Die Farbe des Himmels

 (31)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Die dunkle Seite der Bucht (ISBN: 9783990293874)

Die dunkle Seite der Bucht

 (6)
Erschienen am 01.05.2020
Cover des Buches Der Duft des Oleanders (ISBN: 9783990291573)

Der Duft des Oleanders

 (5)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Die Sehnsucht der Kormorane (ISBN: 9783990294413)

Die Sehnsucht der Kormorane

 (4)
Erschienen am 31.08.2020
Cover des Buches Tausend wogende Wellen (ISBN: 9783990295465)

Tausend wogende Wellen

 (3)
Erschienen am 31.07.2022
Cover des Buches Der Wanderer im Karst (ISBN: 9783990291993)

Der Wanderer im Karst

 (2)
Erschienen am 30.09.2016

Neue Rezensionen zu Silvija Hinzmann

Cover des Buches Tausend wogende Wellen (ISBN: 9783990295465)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Tausend wogende Wellen" von Silvija Hinzmann

Ruhe in Frieden, Tante Olga, den Rest erledigen wir!
aus-erlesenvor einem Jahr

Joe Prohaska ist gerade in seinem Fotoladen angekommen, den er mit Ivo zusammen betreibt als sein Telefon klingelt. Tante Olga ist tot, sagt Marija. In dem Alter nicht verwunderlich, trotzdem traurig. Ob er denn zur Beerdigung kommen könne und wolle, fragt Marija. Und schiebt gleich hinterher, Lydia komme auch. Wahrscheinlich. Für den Fall, dass Joe tatsächlich überlegen wollte, ob er der Tante, die er seit Jahren nicht gesehen hat, deren Verwandtschaftsverhältnis nicht ganz eindeutig ist, die letzte Ehre zu erweisen, ist mit der möglichen Ankunft Lydias jeder Zweifel hinfortgewischt. Lydia. Damals. Als er und sie Teenager waren. Ja, er und sie… das hätte was werden können. Hätte. Wurde aber nichts daraus. Denn sie und ihre Mutter wanderten ziemlich abrupt von einem Tag auf den anderen nach Kanada aus. Der versprochene Briefwechsel blieb einseitig. Von Joes Seite aus.

Und tatsächlich. Lydia ist zur Beerdigung gekommen. Das Wummern im Herzen ist immer noch da. Auf beiden Seiten. Die alte Verbindung, die vor Jahrzehnten durch ihre Schüchternheit unterbunden wurde, ist wie aus dem Nichts wieder da. Lydia vertraut Joe an, dass Tante Olga wahrscheinlich nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Und er – als ehemaliger Polizist – könnte doch … weil er es kann … na ja, sich ein bisschen umhören. Ermitteln. Und nur Lydia und Joe wissen Bescheid, dass das Ableben der Tante eine andere Ursache als die des Alters haben könnte. Konjunktiv und vage Vermutungen, viel- und nichtssagende Andeutungen beherrschen den fünften Roman über den Ex-Kommissar Joe Prohaska, der seinen Lebensabend in Istrien doch nicht so verbringen kann wie man es erwartet. Er war, ist und bleibt immer der Bulle mit der Spürnase fürs Geschäft.

Das Dorf, in dem Tante Olga wohnte ist auf dem Fundament des Schweigens gebaut. Falschheit und Missgunst sind der Kitt der hier alles zusammenhält. Sobald die Fassade Risse bekommt – und das wissen alle Bewohner, und selbst Joe und Lydia – wird es ein Inferno geben, dem man nicht entkommen kann. Soll man die Vergangenheit ruhen lassen? Lydia hat nur eine Ahnung davon, was damals dazu führte, dass sie und ihre Mutter überstürzt nach Kanada auswanderten. Dass sie allein daran die Schuld trägt, ist möglich. Denn sie hat selbige auf sich geladen. Das vorsichtige Herantasten an die Verwandtschaft wird zu einem Geduldsspiel, für das weder Joe noch Lydia die Zeit haben. Doch die Neugier nach den wahren Ursachen für Tante Olgas Tod ist stärker als die Vernunft…

Cover des Buches Tausend wogende Wellen (ISBN: 9783990295465)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Tausend wogende Wellen" von Silvija Hinzmann

Krimi geht anders
Dr_Mvor 2 Jahren

Nun ist dies nicht der erste Fall, den Joe Prohaska aufklären soll. An seinen bisherigen Ermittlungen konnte ich nicht teilhaben, was im Angesicht dieses Buches vielleicht kein Verlust war. Nachdem ich mich mehr oder weniger durch den Text gequält hatte, mündete mein Fazit allein in der Frage, was sich die Autorin bei diesem Buch eigentlich gedacht hatte. Wenn man einen Krimi verfasst, sollte man doch wissen, wie solche Stücke funktionieren. Und vielleicht empfiehlt es sich, vorher die Werke erfolgreicher Autoren zu lesen, falls man selbst nicht auf die Idee kommt, wie ein Kriminalroman konstruiert sein sollte.

Tante Olga ist verstorben. Und sie war in einem biblischen Alter, wo man das vermutlich ersehnt. Nun allerdings geht das innerfamiliäre Gerücht um, sie wäre keines natürlichen Todes gestorben. In Anbetracht ihres Alters kommt dabei allerdings wenig Spannung auf. Und das bleibt auch bis zum eigenartigen Ende dieses Buches so. Prohaska soll nun heimlich in der Familie ermitteln, was es mit diesem Gerücht auf sich hat.

Um es kurz zu machen: Am Ende weiß man ebenso wenig wie am Anfang. Weder existiert ein verständliches Motiv, noch die Klarheit über einen Mord. Und deshalb findet Prohaska auch keinen Mörder. Alles verschwimmt in eigenartiger Diffusität. Dazwischen liegt eine ebenso eigenartige Affäre des Ex-Kommissars mit seiner Jugendliebe, die aus Kanada angereist ist. Der Rest besteht aus Schilderungen der landestypischen Korruption, bei der man nicht genau weiß, in welcher Zeit das alles ablief und wer die Bösewichte überhaupt waren.

Alles verschwimmt im nicht Greifbaren. Und auch das Ende ist mehr als unbefriedigend. Man fragt sich, was man da eigentlich die ganze Zeit gelesen hat. Zwischenzeitlich findet man zwar einige Stellen, die überzeugen, aber die eigenartige Fehlkonstruktion dieses Buches nicht wettmachen.

Cover des Buches Tausend wogende Wellen (ISBN: 9783990295465)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Tausend wogende Wellen" von Silvija Hinzmann

Die "liebe" Familie - Quell ewiger Zores
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Als der frühpensionierter Kriminalbeamte Joe Prohaska anlässlich der Beerdigung seiner alten Tante Olga in dem kleinen Ort in Slawonien eintrifft, begegnet er seiner Jugendliebe Lydia, die seinerzeit mit ihrer Mutter nach Kanada ausgewandert ist. Sie zeigt ihm einen geheimnisvollen Brief, den Olga ihr hinterlassen haben soll und recht bald wird Joe mit Gerücht, die alte Olga sei keines natürlichen Todes gestorben, konfrontiert. Doch wie recherchiert man ohne Befugnis und noch dazu im Verwandtenkreis?  

Und was haben die seltsamen Andeutungen von Neven Popović Lydia gegenüber zu bedeuten? 

Als Joe sich dann doch breitschlagen lässt, ein wenig nachzuforschen, kommen einige streng gehütete Familiengeheimnisse ans Tageslicht, die vermutlich besser ungedeckt geblieben wären. 

Meine Meinung: 

Dieser 5. Fall für Joe Prohaska ist eher das Psychogramm einer Sippe, denn ein Krimi. Ja, es wird zwar gemordet und irgendwie sind einige Familienmitglieder darin verstrickt, aber wer einen Krimi mit „Tat, Kriminaltechnik, Tätersuche und Fahndungserfolg“ erwartet, liegt hier nicht ganz richtig. 

Joe Prohaska ist nach einem missglückten Einsatz in Deutschland frühpensioniert worden und verbringt seinen Lebensabend in Kroatien. Ermitteln will er eigentlich nicht mehr. Dennoch stolpert er in den einen oder anderen Todesfall - wie eben jenen von Tante Olga. Obwohl der Krimi eher langsam daherkommt, ist es spannend Joe bei seinen Recherchen über die Schulter zu schauen. Die dabei entdeckten Familiengeheimnisse werfen ein nicht allzu schönes Bild auf so manches Familienmitglied.  

Fazit: 

Ein ruhiger Krimi, der ob der Verstrickungen diverser Familienmitglieder der Vergangenheit und Gegenwart, ein interessantes Psychogramm einer Sippe abgibt. Gerne bewerte ich diese Geschichte mit 5 Sternen.

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Zusätzliche Informationen

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