Silvio Blatter

 3.5 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Wir zählen unsere Tage nicht, Die Glückszahl und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Silvio Blatter

Silvio Blatter gilt als einer der herausragenden Schweizer Gegenwartsautoren und ist Maler und Kolumnist. Durch seine Romantrilogie "Zunehmendes Heimweh", "Kein schöner Land", und "Das sanfte Gesetz" wurde er einem breiten Publikum bekannt. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis und den Preis der Neuen literarischen Gesellschaft Hamburg. Der Autor lebt in München und Zürich.

Alle Bücher von Silvio Blatter

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Wir zählen unsere Tage nicht

Wir zählen unsere Tage nicht

 (3)
Erschienen am 01.08.2016
Die Glückszahl

Die Glückszahl

 (3)
Erschienen am 01.03.2001
Zwei Affen

Zwei Affen

 (2)
Erschienen am 21.08.2008
Zunehmendes Heimweh

Zunehmendes Heimweh

 (1)
Erschienen am 01.02.2017
Das sanfte Gesetz

Das sanfte Gesetz

 (1)
Erschienen am 01.03.2017
Die Unverbesserlichen

Die Unverbesserlichen

 (1)
Erschienen am 03.04.2017
Zwölf Sekunden Stille

Zwölf Sekunden Stille

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Vier Tage im August

Vier Tage im August

 (0)
Erschienen am 24.01.2013

Neue Rezensionen zu Silvio Blatter

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Wir zählen unsere Tage nicht" von Silvio Blatter

Einblicke in alternde Seelen: schmerzhaft und befreiend
JulesBarroisvor 4 Jahren

Wir zählen unsere Tage nicht - Silvio Blatter, 304 Seiten, Piper Verlag, 9.03.2015, 19,99 €, ISBN 978-3-492-05645-8

 Isa Lerch, eine erfolgreiche Radiomoderatorin an der Schwelle zur Pensionierung bereitet sich auf einen letzten großen Abend vor. Ihr Mann Severin hat sich als Bildhauer einen Namen gemacht und ist ebenfalls an einem Wendepunkt angelangt.

Zwei starke Charaktere, die eigentlich mit ihrer erfolgreichen Vergangenheit zufrieden sein könnten, müssen sich in ihrem Alter die Frage stellen: „Was fangen wir mit unserem letzten Lebensdrittel an. Daraus ergeben sich zwangsläufig die Fragen: „Wie haben wir gelebt? Was haben wir daraus gelernt?“ Warum haben wir es nicht anders gemacht?

Eine Familie, vier Personen, zwei Generationen. Isa und Severin, Radiomoderatorin und Bildhauer, ein vitales Künstlerehepaar doch ihre großen Tage sind vorbei. Wer, wenn nicht die Kinder, könnten in ihre Fußstapfen treten? Aber die kämpfen mit den Fallstricken der bürgerlichen Existenz, denn die Zeiten haben sich geändert.

Silvio Blatter liefert uns einen einfühlsamen, offen gestalteten Familienroman, der aus sich abwechselnden Momentaufnahmen von Eltern und Kindern zusammensetzt. Ein Familienroman, der um die Fragen kreist: Seid ihr die geworden, die ihr habt werden und sein wollen? Was bedeutet es, liebgewordene Selbstbilder aufgeben zu müssen?

Der Autor versteht es ausgezeichnet, tief in die Psyche seiner Figuren ein zu dringen. Der Leser fühlt richtig mit: Was treibt sie um? Was denken und fühlen sie? Was macht das Neue mit uns, das uns zwingt, uns noch einmal neu zu definieren. „Ich habe viele Pläne … aber keine Zeit mehr.“ (Seite 58)

Kunstvoll, klug und souverän erzählt Silvio Blatter von der Erfüllung von Lebensplänen und den großen Auseinandersetzungen zwischen den Generationen, am Beispiel ihrer beiden bereits großen Kindern Matthias und Sandra.

Der Autor schreibt in epischer Ruhe, sehr klar, einfach, lakonisch, konzentriert, poetisch.

Nicht nur Menschen, denen der tiefe Einschnitt durch die Pensionierung bevorsteht, werden ihre Freude an diesem komplexen und emotional dichten Roman haben.

 

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Piper Verlages:

http://www.piper.de/buecher/wir-zaehlen-unsere-tage-nicht-isbn-978-3-492-05645-8

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

 

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Jaris avatar

Rezension zu "Zwei Affen" von Silvio Blatter

Rezension zu "Zwei Affen" von Silvio Blatter
Jarivor 9 Jahren

Martin Holm hat eine besondere Beziehung zu Pieter Bruegels Bild "Zwei Affen". Bei einem Museumsbesuch bei "seinen" Affen, tritt jedoch ein Störfaktor in sein Leben. Die Malerin Lore Spescha versperrt ihm den Blick auf das Bild. Lore, der das Bild ebenso viel bedeutet, hat sich zur Aufgabe gemacht, das Bild perfekt zu kopieren.
Nach der ersten Begegnung der beiden entwickelt sich über die Jahre hinweg eine eigenartige Wechselbeziehung zwischen Lore und Martin, die über die Jahre und die Landesgrenzen hinweg bestehen bleibt. Und derjenige, der sie immer wieder zueinander führt und auseinander reisst, ist Pieter Bruegel, der sie bis an ihr Lebensende begleiten wird.

Silvio Blatter hat in seinem Roman "Zwei Affen" das Thema Kunst, Deutsche Vergangenheit und Liebe verbunden. Eigentlich eine sehr interessante Kombination, aus der der Autor einiges hätte herausholen können.
Doch leider schafft Blatter es nicht, einen Spannungsbogen aufzubauen. Seine Sprache ist ausufernd und oberflächlich. Zwar versucht er, Stimmung in das Buch zu bringen, doch durch seine seitenlangen Beschreibungen ödet er den Leser bloss an, anstatt ihm die Schönheit der Kunst näher zu bringen.
Die Charaktere sind wenig sympathisch und scheinen von einem andauernden Stimmungstief begleitet zu sein, die Liebesgeschichte ist oberflächlich beschrieben und höchstens Beilage.

Das Buch war eine grosse Enttäuschung und lässt sich unter dem Begriff "Alt-Herren-Literatur" einordnen. Wer sich etwas für Kunst interessiert und ausufernde Landschaftsbeschreibungen mag, wird sich in diesem Buch wohl fühlen. Jüngeren Lesern würde ich jedoch von diesem Buch abraten.

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Rezension zu "Zwei Affen" von Silvio Blatter

Rezension zu "Zwei Affen" von Silvio Blatter
Estrellavor 9 Jahren

In dem Buch „Zwei Affen“ von Silvio Blatter dreht sich alles um das gleichnamige Bild von Pieter Bruegel. Das Buch ist in sechs Teile unterteilt. In den verschiedenen Abschnitten lernen sich die Hauptprotagonisten Martin und Lore kennen (1976 Berlin), nehmen den Leser mit in einen Ausflug in die Vergangenheit (’45, Thüringen) um wieder in das Jahr des ersten Treffens, diesmal in Amsterdam, zurückzukehren. Ebenso spielt sich ein Teil in der heutigen Zeit, namentlich im Jahr 2006, ab.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Lore Spescha, einer Künstlerin, die das Bild aus ihren Kindheitstagen kennt und es jährlich kopiert um es wie ein Orakel zu befragen und von Martin Holm, der auch Erinnerungen aus seiner Vergangenheit mit diesem Bild verbindet und nun endlich nach Berlin fliegt um es im Orginal zu bewundern. Anfangs empfindet Martin Lore als störend, doch langsam nähert er sich ihr an und beginnt sich für sie zu interessieren.

Beide interpretieren Bruegels Bild anders und glauben ihre Vergangenheit darin zu sehen. Es entwickelt sich eine in leisen Tönen gezeichnete Liebesgeschichte, sowie eine sehr komplizierte Kriminalgeschichte, die sich um das kleine. von Bruegel bemalte Stück Papier rankt. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass es Martin nicht reicht das Bild zu sehen. Er will es besitzen!

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch in sechs Teile zu unterteilen war wirklich eine sehr gute Idee des Autors. Insbesondere der Vergangenheits Abschnitt, der die Figuren in ihrer Kindheit zeigt, trägt zum Verständnis der Charaktere von Martin und Lore bei.

Silvio Blatter ist Autor mehrerer Bücher und kann sehr gut über die Kunst und dass Malen an sich schreiben, vielleicht weil er auch selber malt. Blatters Werk „Der blinde Fleck“ ist in der Galerie Marie-Louise Wirth in Hochfelden bei Bülach (CH) ausgestellt.

"Zwei Affen" ist ein Buch, das zum Nachdenken über den Sinn des Lebens anregt. Ein Buch, das die schönen und wichtigen Dinge des Lebens offenbaren möchte. Ein Buch, das jeder Kunstliebhaber (Aber nicht nur die. Dieses Buch ist für alle eine Bereicherung) gelesen haben sollte und einen Ehrenplatz in jedem Regal verdient.

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