Silvio Blatter Die Glückszahl

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Inhaltsangabe zu „Die Glückszahl“ von Silvio Blatter

Der Zufall will es, dass Philip, als er nach einer erfolgreichen Geschäftsreise gut gelaunt durch die Stadt schlendert, seiner ehemaligen Freundin Jodie begegnet. Ihre Blicke treffen sich nur kurz, aber plötzlich ist wieder alles da, als wäre es erst gestern gewesen: die Sommerliebe zwischen ihm und Jodie vor zehn Jahren. Die sich leise anbahnende Beziehung zwischen seinem Vater und Jodies Mutter. Ein »gemischtes Doppel«, wie es heißt. Und dann das verhängnisvolle Los, das dem Glück so plötzlich ein Ende setzt. Philip beginnt die längst nicht verarbeitete Vergangenheit Stück für Stück zurückzuholen.

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  • Rezension zu "Die Glückszahl" von Silvio Blatter

    Die Glückszahl

    loosli

    27. August 2008 um 23:24

    Erinnerungen an einen schicksalhaften Sommer Viel Zufall in Silvio Blatters Novelle „Die Glückszahl“ Philip, ein 33jähriger Restaurator begegnet in einem Supermarkt Jodie, mit der er eine gemeinsame Vergangenheit teilt. – Zufall? Der schöne, aufregende Sommer, von dem uns der Ich-Erzähler Philip berichtet, liegt um Jahre zurück. Die Geschichte ist aber längst nicht verarbeitet und die Begegnung im Supermarkt bringt Geschehenes abrupt in die Gegenwart zurück. Es war ein herrlicher Sommer. Philip wird auf der Suche nach einer Beziehung fündig. Zwar nicht bei der bewunderns¬werten Ivana, die wie er auf dem Tennisplatz jobbt, sondern bei Jodie, einer Mitspielerin. Auch Philips Vater, ein kindlich ge¬bliebener Motorradfan, der so etwas wie seinen zweiten Frühling zu spüren beginnt und mit Philip zusammen wohnt, ist angetan von Jodie, und so will es der „Zufall“, dass sich Philips Vater im Laufe des Sommers in Jodies Mutter verliebt. Was den Anspruch eines Zufalls haben will, kommt so berechnend und inszeniert daher, dass die grosse Liebe, die daraus entsteht, schon fast unglaubwürdig erscheint. Und so staunt man als Leser nicht schlecht, als man merkt, dass die recht plumpe Anmache des Vaters, welcher Jodies Mutter mit einer Motorrad¬tour ködert, in einer Sommerliebe endet, die diejenige der jungen Generation bei weitem übertrifft. Es beginnt die Zeit des „Gemischten Doppels“, wie es Blatter nennt; auf und neben dem Tennisplatz. Die beiden Paare verbringen auffallend viel Zeit miteinander, als seien sie alleine auf dieser Welt. Ironie des Schicksals ist, dass die Glückszahl, ein gewonnener Wochenend¬trip nach Mailand, letztlich zur Schicksals¬zahl wird; das vermeintliche grosse Los zur riesigen Hypothek. Das Unglück bahnt sich regelrecht an und was so schön begonnen hat, endet in der Katastrophe. Dass die junge Liebe der jüngeren Generation zu schwach ist, um diesen Schlag auszuhalten, ist bald einmal klar. Der Schluss ist leider nicht gelungen. Wie aus heiterem Himmel, durch Zufall?, kommt Ivana- wir erinnern uns, die schöne vom Tennisplatz- wieder ins Bild, und scheint der Anlass dafür zu sein, dass Philip die Geschehnisse jenes Sommers endlich verarbeiten kann. Trotzdem, Blatter ist ein frisches Werk gelungen, in dem er die Stimmung eines fröhlichen, farbigen Sommers wieder¬zugeben weiss. Er sinniert gekonnt über Zufall und Schicksal und darüber, wie unser Leben oft zwischen Glück und Unglück schwebt. Leider wirken Formulierungen wie etwa, „Durchs Fenster sah ich, wie am Himmel der Kondensstreifen eines Flugzeugs sich auflöste“, oder „...auf Schweizer Bahnhöfen, deren roter Sekundenzeiger jede volle Minute stoppt, bevor er in die nächste Runde geschickt wird“ etwas gar konstruiert und wirken, als seien sie nachträglich ins Werk eingeführt worden, um es noch etwas aufzufüllen. Am stärksten ist das Buch in seinen erotischen Beschreibungen des Sommers und der frisch verliebten Beziehung der Paare sowie bei der Auseinandersetzung mit dem Zufall. Blatter ist eine Novelle gelungen, die daher kommt wie ein angenehmes, laues, Sommer¬lüftchen, ohne dabei allerdings allzu tiefe Spuren zu hinterlassen.

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