Die Stunde des Wolfs

von Simo Hiltunen 
3,0 Sterne bei28 Bewertungen
Die Stunde des Wolfs
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (7):
E

Guter Plot in absolut fremder Kultur. Entdeckenswert!

Kritisch (7):
hannelore259s avatar

Das Gesamtkonzept hat für mich nicht gestimmt, auf weiten Strecken zu langatmig und zwischendurch zuviel Gewalt auf einmal

Alle 28 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Stunde des Wolfs"

„Du willst das Böse sehen – um deinem wahren Ich zu begegnen.“

Es ist mehr als eine Schlagzeile: Ein Polizist ermordet seine Familie und schließlich sich selbst. Lauri Kivi, ein Reporter, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat, ist entsetzt. Zu Gewalt hat er eine besondere Einstellung – in seiner Jugend wurde er von seinem Vater so misshandelt, dass er auf einem Ohr taub ist. Je mehr er recherchiert, desto genauer erkennt er ein Muster. Jemand scheint hinter diesen Morden zu stecken und sie den Familienvätern in die Schuhe zu schieben. Da ihm niemand glaubt, versucht Lauri, den Täter zu provozieren, um selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Doch der Mörder nimmt jemand anderen ins Visier: das Mädchen Aava, Lauris heimliche Tochter.

Ein Bestseller aus Finnland

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783352009044
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Rütten & Loening Berlin
Erscheinungsdatum:06.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    buecherherzrauschs avatar
    buecherherzrauschvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, weil die intensive Auseinandersetzung mit Gewalt einen manchmal etwas sprachlos zurücklässt.
    Nichts für schwache Nerven!

    Der Kriminalroman „Die Stunde des Wolfs“ von Simo Hiltunen wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

    Als ich dieses Buch in den Händen hielt, war ich vom Cover begeistert. Der stechende Blick des Wolfes hat mich beim Lesen begleitet. Dieses Buch beginnt mit einem sehr beeindruckenden Prolog. Ich war sofort gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Meine Erwartungen für den weiteren Verlauf der Handlung waren nach so einem Auftakt ziemlich hoch und ich stellte mir die Frage, ob das Buch am Ende halten kann, was Cover und Prolog versprechen.

    Protagonist ist der Polizeireporter Lauri Kivi, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat. Lauri ist eine schwierige Figur, zu der ich am Anfang nur schwer eine Verbindung aufbauen konnte.  Er ist gezeichnet von der Brutalität seiner Vergangenheit, war er doch als Kind immer den Ausbrüchen seines gewaltbereiten Vater ausgesetzt und hat nicht gelernt, seine Gefühle und Emotionen zu verarbeiten. Auch als Erwachsener ist es ihm nicht möglich seine Gefühle auszudrücken, sondern er hat sich im Laufe der Zeit Verhaltensmuster angewöhnt, wodurch er seinen Platz in der Gesellschaft einnehmen konnte. Er ist sich dessen bewusst, dass auch er eine gewisse Gewaltbereitschaft innehat, und hat deshalb sehr früh seine Frau und seine Tochter verlassen, um sie vor seinem Verhalten zu schützen.

    Die Vergangenheit von Lauri ist das Hauptthema in der ersten Hälfte des Buches und die Brutalität der Erzählung war teilweise sehr beklemmend. Simo Hiltunen hat sehr viel Zeit in die Beschreibung seines Charakters und die Hintergründe des Verhaltens investiert. Um den Lesern die Handlungen seiner Hauptfigur verständlich zu machen, bedient er sich immer wieder unregelmäßiger Rückblenden, um über die Kindheit seines Protagonisten zu berichten. Innerhalb der Zeitsprünge fühlte ich mich an einigen Stellen etwas aus der Geschichte gerissen, denn ich wollte unbedingt wissen, was weiter im eigentlichen Plot passiert, musste mich dann aber mit der Vergangenheit auseinander-setzen, um dann wieder sehr abrupt in das aktuelle Geschehen geworfen zu werden. Sicherlich nehmen die einzelnen Szenen immer Bezug aufeinander, aber manchmal empfand ich es als störend, dennoch sind sie ungemein wichtig für den Roman. Im zweiten Teil des Buches baut der Autor sehr viel Spannung auf und bis zum Schluss habe ich nicht erkennen können, wer der Täter tatsächlich ist.

    Simo Hiltunen hat durch diesen Roman sehr viele Gefühle aufgerüttelt, es war nicht immer einfach dieses Buch zu lesen. Die Gewaltausbrüche in der Familie, übermäßiger Konsum von Alkohol, das Wegsehen und Schweigern von Menschen, die helfen könnten, aber es nicht tun – alles beschreibt der Autor unheimlich intensiv und kratzt nicht einfach nur an der Oberfläche. Der eigentliche Kriminalfall rückt manchmal in den Hintergrund und wird von der Vergangenheit eingefangen.

    Fazit

    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, weil die intensive Auseinandersetzung mit Gewalt einen manchmal etwas sprachlos zurücklässt.

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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Idee, grandioses Cover, aber leider sehr schlechte Umsetzung der Handlung. Warum dieses Buch ein Bestseller in Finnland ist, werde ich
    kein typischer Skandinavien-Krimi

    Lauri Kivi ist Kriminalreporter bei einer renommierten finnischen Zeitung. Er erfährt von einem Mordfall, bei dem die ganze Familie getötet wurde. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann, der Polizist war, erst seine Frau und Kinder tötete und danach sich selbst. Auch andere Morde nach dem gleichen Muster geschehen. Und Lauri selbst hat noch immer mit seiner schweren Kindheit zu kämpfen.

    Es handelt sich um den Debüt-Roman des Autors, der in Finnland Bestseller war.

    Als Fan von Skandinavien-Krimis, aber auch durch die Inhaltsangabe, aber vor allem auch des Covers angesprochen, musste ich das Buch lesen.

    Das Cover zeigt einen Wolf mit stechenden Augen und ist damit ein absoluter Hingucker, der natürlich auch perfekt zum Buch passt. Leider ist dies aber zusammen mit dem Buchrückentext das Beste was das Buch zu bieten hat.

    Der Schreibstil des Autors konnte mir nicht wirklich gefallen, die Protagonisten werden nur langsam oder gar nicht (v.a. optisch) dargestellt, sodass man kein Bild des Ermittlers vor Augen hat ohne dies 20x zu ändern. 

    Durch die vielen finnischen Namen, die einem deutschsprachigem Ohr natürlich fremd sind, kam zusätzlich auch teilweise Verwirrung auf. Auch werden mit den Namen einige Gags gemacht, die natürlich nur im Original auch rüberkommen; in der deutschen Übersetzung mit Anmerkungen funktionierte dies leider nicht.

    Nach einem spannendem Beginn flachte die Handlung leider sehr ab, in der ersten Hälfte des Buches (ca. 250 Seiten), geht es eigentlich kaum um die Kriminalfälle, sondern um Lauris Leben und seine Vergangenheit; erst in der 2. Hälfte des Buches kam annähernd eine Spur von Spannung auf.

    Auch der Täter an sich, war mir nicht nur zu naheliegend, sondern teilweise auch zu konstruiert, so wie große Teile des Buches.

    Und der Teil mit der HIV-Infektion, die erwähnt wird, ist unlogisch und unnötig. Warum weiß Liisa nichts von ihrer HIV-Infektion bzw. wann hat sie sie weitergegeben?

    Fazit: Gute Idee, grandioses Cover, aber leider sehr schlechte Umsetzung der Handlung. Warum dieses Buch ein Bestseller in Finnland ist, werde ich wohl nie verstehen. 2,5 Sterne

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    LadyIceTeas avatar
    LadyIceTeavor 9 Monaten
    Langatmig und sehr ausschweifend

    Es geschehen viele Familienmorde und immer scheint der Familienvater die Schuld zu tragen. Doch der Polizeireporter Lauri Kivi entwickelt die Vermutung, dass ein Außenstehender der Täter ist und die Morde inszeniert. Je tiefer seine Recherchen reichen, umso mehr gerät er ins Fadenkreuz des Täters, bis seine Tochter in die Fänge des Täters gerät.

    Die Idee dieses Krimis ist gut und klang sehr vielversprechend. Auch weil Lauri Kivi auf einem Ohr taub ist und in seiner Kindheit vom Vater misshandelt wurde. Diese Umstände klangen spannend. Jedoch bekamen wir hier ein nicht sozialfähiges Wesen, welches sich selbst verteufelt und darüber auch noch jammert. Er hat ja das Böse in sich. Wirklich glaubhaft war das nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Hauptfigur sich auf dieser Tatsache ausruht, was für mich sehr anstrengend war.
    Dazu wurde die Handlung um die Familienmorde viel zu langsam vorangetrieben. Es ging viel zu sehr um Kiwi und seine Vergangenheit und seine Störungen und bla bla bla. Hätte alles interessant sein können, wurde aber unnötig in die Länge gezogen und wurde dadurch langatmig. Als es dann langsam wieder in richtig Familienmorde ging und es neue Entwicklungen gab, war mein Geduldsfaden am Ende. Nach der ersten spannenden Spitze kam wieder ein Einbruch, der mich dann vollends von diesem Buch abgebracht hat. Ich hab dann die letzten 230 Seiten nur noch überflogen, um zu gucken, wer nun der Täter ist und habe das Buch abgebrochen. Ich muss sagen, an den Täter habe ich nicht mehr gedacht und bin ein wenig überrascht aber der Weg dorthin ist mir trotzdem zu langatmig und anstrengend, als dass ich das Buch doch komplett lesen würde.
    Sehr schade aber leider war dieses Buch überhaupt nichts für mich.

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    SunshineSaars avatar
    SunshineSaarvor 9 Monaten
    Leider etwas spannungsarm und langatmig...

    Über das Buch habe ich im Vorfeld viel gehört: Vor allem, dass es ein Bestseller in Finnland war. Da auch der Klappentext mich angesprochen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Doch leider konnte es mich nicht so begeistern, wie ich das anfangs gedacht habe. Der Prolog hat mich zwar mitgerissen, aber danach plätscherte es auch teilweise etwas dahin, was ich schade fand.

    Die Story dreht sich um die Hauptfigur Lauri Kivi, der früher von seinem eigenen Vater misshandelt wurde, es aber jetzt als Polizeireporter zu einem gewissen Ansehen geschafft hat. Nun wird er auf einige Fälle eingesetzt, bei denen Familienmorde geschehen sind und die Väter des Mordes bezichtigt wurden. Bald schon erkennt er, dass es sich bei den Morden um ein Muster handelt und er begibt sich selbst in die Schusslinie. Doch leider geht dein Plan schief und statt ihm trifft es seine heimliche Tochter…

    Der Schreibstil war in meinen Augen ok. Kurze, knappe Sätze, die zu dem Genre passen. Doch ich mag es auch bei Krimis etwas bildgewaltiger, was hier aber nicht gegeben war. Sehr schlimm war das nun nicht für mich, aber der Schreibstil hat mein Lesevergnügen etwas gehemmt sowie auch die Story, die leider teilweise etwas schleppend war und die Spannung nie richtig aufbauen konnte. Die Grundstimmung ist sehr düster und das Thema Missbrauch hat mich an einigen Stellen hart schlucken lassen, aber das passt auch gut zu dem Buch.

    Zu der Hauptfigur Lauri konnte ich ebenfalls keinen wirklichen Draht aufbauen. Der Autor hat mir zwar einen recht guten Eindruck über ihn vermittelt, aber durch seine kühle und distanzierte Art blieb er mir auch sehr farblos und ich wurde nie richtig warm mit der Figur.

    Das Ende war zwar recht überraschend und dort wurde die Spannungsschraube etwas angezogen, aber leider war die Story davor zu langatmig, so dass ich mich teilweise dazu zwingen musste, weiterzulesen. Teilweise war ich sogar etwas verwirrt. Deshalb kann ich nur 3 von 5 Sternen geben!

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    tweedledeevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: düstere Stimmung und nicht vorhersehbar
    düstere Stimmung

    "Die Stunde des Wolfs" ist das Debüt des Autors Simo Hiltunen. Schauplatz Helsiniki: Als die Zeitungen über die grausame Tat eines Familienmordes berichten, wird der Polizeireporter Lauri Kivi hellhörig. Schon wieder soll ein Vater seine Familie und dann sich selbst umgebracht haben, der neueste Fall einer Serie. Lauri glaubt nicht daran, dass die Väter ihre Familien ermordet haben, sondern dass ein anderer, noch unbekannter Täter hinter all den Morden steckt. Er recherchiert und erkennt auch bald einen Zusammenhang, er beschließt den Mörder aus der Reserve zu locken und begibt sich in große Gefahr.

    Simo Hiltunen lässt seine Geschichte langsam anlaufen, wir lernen den Protagonisten Lauri Kivi kennen, der eine schlimme Kindheit hatte und als Erwachsener nicht wirklich Gefühle empfindet. Er imitiert die Gefühle der anderen, wie es für ihn passend erscheint. Lauri ist sehr gut beschrieben, aber nicht unbedingt ein Protagonist, den ich sympathisch fand. Eigenwillig und ungewöhnlich ja, aber mein Gefühl für ihn blieb distanziert. Was vielleicht auch an seiner latenten Gewaltbereitschaft liegt, der er sich nur zu gut bewusst ist.

    Die Dinge die ihm in der Kindheit zugefügt wurden sind schlimm, nach und nach erhält man Informationen dazu. Während der Handlung gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit, durch diese Informationen kann man Lauri besser einschätzen. Als Leser verfolgt man gebannt Lauris Recherche, und bekommt dabei auch eine Vorstellung, wie die Arbeit als Journalist abläuft. Anfangs haben mir die ungewöhnlichen Finnischen Namen etwas Probleme bereitet, nach einer Einlesezeit gab sich das jedoch.

    Der Schreibstil ist angenehm, aber nicht anspruchsvoll, lässt sich locker lesen, die Stimmung ist düster. Immer wieder gibt es Längen, die den Spannungsbogen unterbrechen, hier hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Ein Pluspunkt ist, dass die Story nicht vorhersehbar ist, ich hatte bis zum Schluss keinen Plan, wer der Täter sein könnte. Insgesamt gesehen ein solider Krimi, vor allem für Fans von nordischen Krimis zu empfehlen.

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    BlueOcean8519vor 9 Monaten
    Harter Tobak und düstere Atmosphäre, die bei mir punktet !!

    Es ist mehr als eine Schlagzeile: Ein Polizist ermordet seine Familie und schließlich sich selbst. Lauri Kivi, ein Reporter, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat, ist entsetzt. Zu Gewalt hat er eine besondere Einstellung – in seiner Jugend wurde er von seinem Vater so misshandelt, dass er auf einem Ohr taub ist. Je mehr er recherchiert, desto genauer erkennt er ein Muster. Jemand scheint hinter diesen Morden zu stecken und sie den Familienvätern in die Schuhe zu schieben. Da ihm niemand glaubt, versucht Lauri, den Täter zu provozieren, um selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Doch der Mörder nimmt jemand anderen ins Visier: das Mädchen Aava, Lauris heimliche Tochter.

    Meine Meinung:
    "Die Stunde des Wolfs" ist ein Bestseller, der in Finnland gefeiert wurde und für mich gleichzeitig das erste Werk, welches ich vom Autor gelesen habe. Da mir viele Thriller und Krimis nordischer Autoren sehr zusagen, war ich von Beginn an neugierig auf "Die Stunde des Wolfs". Erzählt wird uns die Handlung größtenteils aus Sicht von Lauri, dem Protagonisten des Buchs. Der Autor hat hierfür die Perspektive aus Sicht der dritten Person gewählt, in diesem Fall empfinde ich die Wahl als sehr gut. Lauri ist ein interessanter und facettenreicher Charakter, der seiner Arbeit gerne nachgeht und schon einiges in seinem Leben hat mitmachen müssen. Er ist definitiv kein Mensch, den ich sofort in mein Herz schließen kann, aber nachdem man stückchenweise etwas über seine Vergangenheit erfährt, hatte ich wirklich Mitleid mit ihm. Es ist kein Wunder, dass er sich nach außen hin eine sehr harte Schale angeeignet hat. Simo Hiltunen startet im Prolog wahnsinnig bildlich und das Szenario blieb mir lange Zeit im Gedächtnis. Umso mehr habe ich es als schade empfunden, dass er nicht dauerhaft daran ansetzen kann. Mich störten weniger die Namen, die ich tatsächlich recht bald zuordnen konnte, als viel mehr die häufigen Zeitwechsel. Sie waren nicht offensichtlich direkt erkennbar und so musste ich immer wieder zurückblättern, was den Lesefluss stark beeinflusste. Im Laufe des Buchs konnte sich bei mir so nicht die erwartete Spannung einstellen. Der Schreibstil ist sehr bildlich und beschreibt viele Szenen detailliert. Das hat mir gut gefallen. Ebenso mag ich die wahnsinnig düstere Atmosphäre, die hier über allen Ereignissen schwebt.Trotz einiger Kritik ist es kein Werk, von dem ich jetzt total abraten würde. Man braucht aber ein wenig Ausdauer und Ruhe, um sich voll und ganz auf die Ereignisse einzulassen.

    Ich gebe 3,5 von 5 Punkte.

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    CanYouSeeMevor 9 Monaten
    Die Stunde des Wolfs

    Es ist mehr als eine Schlagzeile: Ein Polizist ermordet seine Familie und schließlich sich selbst. Lauri Kivi, ein Reporter, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat, ist entsetzt. Zu Gewalt hat er eine besondere Einstellung – in seiner Jugend wurde er von seinem Vater so misshandelt, dass er auf einem Ohr taub ist. Je mehr er recherchiert, desto genauer erkennt er ein Muster. Jemand scheint hinter diesen Morden zu stecken und sie den Familienvätern in die Schuhe zu schieben. Da ihm niemand glaubt, versucht Lauri, den Täter zu provozieren, um selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Doch der Mörder nimmt jemand anderen ins Visier: das Mädchen Aava, Lauris heimliche Tochter. 

    Der Spannungsaufbau war eher mäßig. Das Buch beginnt mit einem packenden Prolog, lässt dann allerdings schnell nach und wird im mittigen Teil nochmals spannend. Das Ende habe ich persönlich als eher unglaubwürdig und nicht realistisch gesehen. Trotzdem wir es auch hier nochmals spannend. Ich würde ‚Die Stunde des Wolfs‘ eher als Psychothriller einordnen, als als Kriminalroman, denn die eigentlichen Knackpunkte lagen in der Psyche der handelnden Personen.Protagonist Lauri Kivi ist eine Figur, mit der ich erst einmal warm werden musste. Er ist ein Reporter mit Ecken und Kanten, der durch seine Kindheit zwei Seiten in sich trägt. Er war mir dennoch sympathisch und ich konnte mich gut auf ihn einstellen. Die Charakterisierung der Nebencharaktere ist eher dürftig, ich hatte nur von wenigen Personen ausreichend Informationen, um mir ein ausreichendes Bild von ihnen machen zu können. Zuweilen sind auch die Handlungen für mich unglaubwürdig.Der Sprachstil des Buches hat mir jedoch gut gefallen. Er ist eher karg und direkt, was für mich gut zum Setting passt. Schön finde ich, dass bei der Übersetzung auf sprachliche ‚Besonderheiten‘ im Finnischen geachtet wurden, und das verbreitete ‚du‘ in der Anrede übernommen wurde. Somit war es zumindest sprachlich sehr authentisch.Insgesamt konnte mich das Buch nicht vollends packen. Das Konzept ist vielversprechend, konnte jedoch nicht auf vollem Potential umgesetzt werden. Das Hauptmanko sind für mich die teils unrealistischen Handlungen, die eher mäßige Spannung und das enttäuschende Ende.

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    JessicaLiests avatar
    JessicaLiestvor 9 Monaten
    Eine tolle Grundidee, aber für mich nicht ausreichend umgesetzt

    Der Inhalt des Buches:
    Es ist mehr als eine Schlagzeile: Ein Polizist ermordet seine Familie und schließlich sich selbst. Lauri Kivi, ein Reporter, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat, ist entsetzt. Zu Gewalt hat er eine besondere Einstellung – in seiner Jugend wurde er von seinem Vater so misshandelt, dass er auf einem Ohr taub ist. Je mehr er recherchiert, desto genauer erkennt er ein Muster. Jemand scheint hinter diesen Morden zu stecken und sie den Familienvätern in die Schuhe zu schieben. Da ihm niemand glaubt, versucht Lauri, den Täter zu provozieren, um selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Doch der Mörder nimmt jemand anderen ins Visier: das Mädchen Aava, Lauris heimliche Tochter. 

    Meine Meinung:

    Das Buch hat mich mit meiner Meinung sehr zwiegespalten. Der Prolog fing stark an und ich habe gehofft das es bei der weiteren Handlung ebenso stark weiter geht. Dem war für mich aber nicht so, die Spannung wurde ab da zurückgeschraubt. Zwischenzeitlich wurde die Spannung mal wieder aufgebaut, aber größten Teils empfand ich es als nicht ausreichend spannend.

    Die vorkommenden Zeitsprünge brachten mich durcheinander und erschwerte auch etwas das Lesen, das war nicht wirklich optimal. Es war ein stetiges auf uns ab. Der Anfang war super, dann sank es wieder, in der Mitte stieg es wieder um dann wieder zu sinken. Und auf dieser Ebene blieb es dann für mich auch. Mir hat mein Lesen etwas gefühlt. Ein Wow-Effekt, Spannung. Es war zwar nicht schlecht zu lesen, aber man merkt deutlich das etwas fehlt. So liest man einfach dahin.


    Das Ende empfand ich als zu in die Länge gezogen. Inhaltlich war das ja ganz ok, aber ohne einen Effekt. Diesen habe ich vermisst. Das Buch hatte zu Anfang so viel Potential. Das finde ich schade. War für mich nicht der Hit, aber auch nicht das schlechteste. 

    Eine tolle Grundidee, aber für mich nicht ausreichend umgesetzt.

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Krimi ist nur etwas für hartgesottene Leser, die auch einen Ermittler mit Ecken und Kanten mögen, abstoßende Wirkung garantiert.
    Die Stunde des Wolfs

    Lauri Kivi ist Reporter. Er arbeitet für eine sehr renommierte finnische Zeitung. Als bekannt wird, dass ein bislang unbescholtener Polizist seine Familie getötet haben soll, teilt Lauri Kivi diese Meinung nicht. Vielmehr fällt ihm auf, dass es in Finnland in letzter Zeit eine große Anzahl ähnlicher Fälle gegeben hat. Lauri vermutet hinter diesen angeblichen Familiendramen Morde und macht sich daran den möglichen Mörder mit Provokationen aus seiner Deckung zu locken.

     

    „Die Stunde des Wolfs“ ist der erste Kriminalroman des Autors Simo Hiltunen. Die Geschichte ist in typischer nordischer Art und Weise geschrieben. Die Atmosphäre ist recht düster. Bei seinen Schilderungen bedient sich der Autor häufigen Zeitsprüngen. Dabei wird auch die Person des Reporters Kivi, besonders dessen Vergangenheit, ins Visier genommen. Lauri war als Kind häufigen Gewaltausbrüchen durch seinen Vater ausgesetzt. Er selbst neigt auch zu Gewalt, allerdings hauptsächlich in Verbindung mit dem Genuss von Alkohol. Dennoch führt er ein relativ normales Leben, sieht man einmal davon ab, dass er Frau und Tochter schon früh verlassen hat um diese beiden Menschen vor seinem eigenen Handeln zu schützen. Die Tochter Aava, heute bekannte Sängerin, glaubt ihr Vater sei tot. Sie begegnet ihm nun erstmals seit vielen Jahren bei einem Interview. Ihre Nähe zu Kivi bringt sie dabei in Gefahr.

     

    Viele Personen und jeweils unterschiedliche Namen für diese führen zu Beginn der Geschichte oft zu Problemen beim Leseverständnis. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn dieser Krimi ist spannend gemacht. „Einsame Wölfe“ gibt es hier mehrere und deren Taten werden auch ausführlich beschrieben. Das muss man allerdings mögen. So ist dieser Krimi nur etwas für hartgesottene Leser, die auch einen Ermittler mit Ecken und Kanten mögen, abstoßende Wirkung garantiert. Ich aber finde man muss Lauri Kivi nicht mögen, man muss nur lernen ihn und sein Handeln zu verstehen.

     

    Der Titel des Buches ist mit „Die Stunde des Wolfs“ hier perfekt gewählt. Auch den echten Wolf muss man nicht mögen, aber man kann sein Handeln erklären und verstehen lernen.

     

    Copyright © 2017 by Iris Gasper

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    Puschel1304s avatar
    Puschel1304vor 9 Monaten
    Wer über den ersten Teil hinweg schaut bekommt hier eine spannende Geschichte geboten.

    " Die Stunde des Wolfs" von Simo Hiltunen

    Titel:
    Der Titel ist für dieses Buch sehr gut gewählt, denn zum einen verfasst der Autor vor jedem seiner Abschnitte Zitate zur Thematik und zum anderen spielt der Wolf immer wieder eine gravierende Rolle in diesem Buch.

    Cover:
    Das Cover zeigt die Augen und einen Teil der Schnauze des Wolfes. Diese Bild wird vermutlich viele Leser in seinen Bann ziehen, denn das Böse steckt hier bereits im Cover. Zudem sind Titel und Autor farblich gut abgestimmt und angenehm sichtbar, ohne zu erdrücken.

    Schreibstil:
    Simo Hiltunen schreibt seinen Kriminalroman in sechs Teilen auf 495 Seiten. Hierbei verwendet er die Erzählperspektive des auktorialen Erzählers. Die Schwierigkeit dieses Buches besteht in den finnischen Namen, die nicht jedem gefallen werden, da sie den Erzählstrang meiner Meinung nach das ein oder andere Mal stören.
    Vor jedem seiner Teile beginnt Hiltunen mit einem Zitat über den Wolf.

    Klappentext:
    Der Klappemtext beschreibt in kurzen, wesentlichen Zügen den Inhalt des Buches, ohne zu viel preiszugeben.
    Dennoch gibt er bereits Hinweise auf die Misshandlungen des Protagonisten, auf seine Tochter und besonders auf seine eigenständige Recherche, den Mörder zu finden.

    Inhalt:
    Lauri Kivi ist Reporter eine Tageszeitung und zeitgleich ein in der Jugend von seinem Vater misshandeltes Kind, dass zu einem Erwachsenen herangewachsen ist. Doch in Kivi steckt das Böse. Er interessiert sich sehr für Morde und schreibt über diese in seinen Artikel. Neben den gewöhnlichen Recherchen eines Repoters steckt in Kivi aber noch einiges mehr. In gewisser Weise das Verstädnnis zu einem Mörder und zeitgleich die Neugier. So gerät Kivi schneller ins FAdenkreuz des Mörders, als er sich vorstellen kann. Doch nicht nur das, auch die Polizei beginnt Kivi zu verdächtigen, denn er weiß über einige Fälle mehr, als er eigentlich wissen sollte. Wer neugierig geworden ist, sollte nun beginnen in die Welt des bösen Wolfes abzutauchen!

    Fazit:
    Dieses Buch ist durch seine Namen schwierig zu lesen, denn da sie alle finnisch sind, mag es für den einen oder anderen schwierig werden. Der erste Teil des Buches ist meines Erachtens nach nicht gut gewählt, denn der Leser muss ihn erst überwinden, um dann in eine spannende Geschichte zu tauchen. Ab dem zweiten Teil beginnt eine interessante und zeitgleich grauenvolle Geschichte, die den Leser dazu zwingt, sein Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Einige Höhepunkte sind in dem Erzählstrang atemberaubend gestaltet.
    Das Ende hingegen scheint für mich ein wenig fragwürdig. Nicht alles lässt sich psychologisch hier gut erklären, denn das Verhalten würde so meines Erachtens nach nicht stattfinden, wie es dargestellt wird. NIchts desto trotz, kann man sich dieses Buch trotzdem zu Gemüte führen und an so einigen Stellen sehr schaudern.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    aufbauverlags avatar
    „Du willst das Böse sehen – um deinem wahren Ich zu begegnen.“
    Es ist mehr als eine Schlagzeile: Ein Polizist ermordet seine Familie und schließlich sich selbst. Lauri Kivi, ein Reporter, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat, ist entsetzt. Zu Gewalt hat er eine besondere Einstellung – in seiner Jugend wurde er von seinem Vater so misshandelt, dass er auf einem Ohr taub ist. Je mehr er recherchiert, desto genauer erkennt er ein Muster. Jemand scheint hinter diesen Morden zu stecken und sie den Familienvätern in die Schuhe zu schieben. Da ihm niemand glaubt, versucht Lauri, den Täter zu provozieren, um selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Doch der Mörder nimmt jemand anderen ins Visier: das Mädchen Aava, Lauris heimliche Tochter.
    Ein Bestseller aus Finnland.

    Hier zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783352009044.pdf 

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