Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

von Simon Bartsch 
3,8 Sterne bei27 Bewertungen
Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte
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siehe Rezension unter http://die-kuchers.at/wp_dt/being-jan-lehmann/

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Disability meets Comedy - Klare Empfehlung für einfühlsame Leser.

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Inhaltsangabe zu "Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte"

Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt der etwas einfältige Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet.
Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich.
Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945362068
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:244 Seiten
Verlag:FeuerWerke Verlag
Erscheinungsdatum:19.02.2015

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    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor einem Jahr
    Kurzmeinung zu Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

    Inhalt: Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt der etwas einfältige Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet.
    Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich.
    Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?

    Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte stammt aus der Feder von Simon Bartsch.

    Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugenm denn es traf so gar nicht meinen Sinn für Humor. Die humoristischen Szenen wurden  immer unrealistischer und überzogener und es wurden ständig irgendwelche Klischees bedient, das es wirklich kaum noch Spaß machte der Geschichte zu folgen und ich mich wirklich gelangweilt habe.

    Mein Fazit

    Da jeder einen anderen Sinn für Humor hat, mag dieses Buch bestimmt auch begeistern, für mich war dieses Buch nicht das Richtige.

    Kommentare: 7
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    buchwanderers avatar
    buchwanderervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: siehe Rezension unter http://die-kuchers.at/wp_dt/being-jan-lehmann/
    Being Jan Lehmann…

    „… für mich gehören sie einfach zu Laura dazu und ich wäre traurig, wenn sie die richtige Medizin gegen diese Krankheit bekommen würde.“ (S.233)(1)

    Zum Inhalt: Jan Lehmann hat seine ganz eigene Sicht auf die Welt. Die Welt um ihn herum hat auch ihre eigene Sicht auf ihn, und die ist nicht die schmeichelhafteste: er ist nicht die hellste Birne im Leuchter. Jan’s offene, liebenswerte, kindhafte Art die Geschehnisse um sich herum zu sehen bringt ihn „aus Versehen“ in eine Situation, in der er dem ihm eigenen Moralkodex folgend in einen Strudel von Ereignissen gezogen wird, der mit einem recht unspektakulären Bankraub beginnt. Die anschließende Reise – oder ist es eine Flucht (?) – quer durch Europa beschert Jan ein Kaleidoskop an neuen Erfahrungen und „Freunden“ unterschiedlichsten Couleurs. Letztere bringen ihn mehr als nur einmal in prekäre Situationen, wobei einzig Laura ihm ein Fels in der Brandung und eine Verbindung zur „normalen“ Welt scheint. Als sie jedoch plötzlich aus seinem Leben verschwindet, bricht für Jan ein Teil seiner Selbst weg und sein Weg nach Hause ist weder einfach noch angenehm, denn dort erwartet ihn jene Realität, welcher wir als die Normalität wahrnehmen…

    Fazit: Simon Bartsch nimmt den Leser mit auf eine Reise aus der Ich-Perspektive des geistig retardierten Jan Lehmann. Die Story rund um den Bankraub ist dabei zwar eine Art Initialzündung, ein Ankerpunkt, ein Einstieg, jedoch führt der Hasenbau noch viel tiefer in die innere Welt Jan Lehmanns. Die staccatoartigen, einfachen kurzen Sätze, simple nachvollziehbare Moralkonstrukte, naive optimistische Grundhaltung und eine schier unerschütterliche Loyalität prägen einen, auf traurig rührselige Art und Weise sympathischen Antihelden. Und doch ist es genau diese präpotente Schubladisierung, gegen die Simon Bartsch ein- aber nicht auf-dringlich anschreibt. Das Doppelgestirn um welches sich die Handlung dreht – die am Tourette-Syndrom erkrankte Laura und der debile Jan Lehmann – arbeitet er meisterhaft heraus, ohne voyeuristisch zu sein. Jan gewährt dem Leser einen Blick auf die Welt nicht wie er sie sieht, sondern vielmehr wie sie auch gesehen werden kann…
    Die Erzählung ist an manchen Stellen zugegebenerweise etwas langatmig, entspricht in keinster Weise dem gängigen Klischee von Spannung, den der Titel suggerieren könnte, aber sie ist eine jener Geschichten, die berühren und den eigenen Standpunkt, den eigenen Blickwinkel hinterfragen lassen, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu moralisieren. Ausgesprochen lesenswert, jedoch bedarf es eines gewissen Maßes an Ausdauer und v.a. des Willens sich auf das Abenteuer einzulassen die Realität grundlegend anders wahrzunehmen…

    P.S.: Für dieses liebevolle Roadmovie konnten der Verlag und Simon Bartsch den InteressenVerband Tic & Tourette Syndrom gewinnen.10% des Erlöses kommen dem Verband zugute.

    (1) Die Seitenangaben beziehen sich auf die PDF Ausgabe

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    santinas avatar
    santinavor 3 Jahren
    Ein besonderes HappyEnd


    Zum Inhalt:
    Laura leidet unter dem Tourette-Syndrom. Mit ihren Grimassen und Ausrufen sorgt sie immer wieder für aussehen. Nur Jan, der ein wenig begriffsstutzig ist, findet sie klasse und kann herrlich über sie lachen. Die beiden rauben – tatsächlich aus Versehen – eine Bank aus. Laura möchte das Geld zurück geben, aber Jan sieht endlich eine Chance, seinen Vater zu finden, den er zwar nicht kennt, der ihm aber immer wieder Postkarten aus den Ländern zukommen lässt, die er besucht.

    Zunächst möchte Laura am liebsten nach Deutschland zurückkehren und das Geld zurück geben, doch dann lässt sie sich breitschlagen, wenigstens eine Handvoll Orte zu besuchen, die Jan bisher nur von den Postkarten kennt. Und so begleitet Laura Jan auf einer verrückte Reise, die die beiden unter anderem auf den Eiffelturm und nach Malle führt.

    Doch mit seiner Naivität zieht Jan immer wieder Gestalten an, die sein Vertrauen missbrauchen und am Ende sind auch Laura und das Geld weg…



    Meine Gedanken zum Buch:
    Jan Lehmann ist Anfang 20. Einen Vater gibt es nicht. Seine Mutter hat ihm lediglich hin und wieder (unbeschriebene) Postkarten gegeben, die sein Vater ihm von seinen Reisen um die Welt geschickt hat. Schnell wird klar, dass Jans Intelligenz nur unterdurchschnittlich ist. Dass seine grenzenlose Naivität von vielen Menschen ausgenutzt wird, bemerkt er nicht einmal, denn er sieht in jedem immer nur Gutes. Ich habe Jan vom ersten Moment an ins Herz geschlossen.

    Laura leidet unter dem Tourette-Syndrom, ihre Ticks und Ausbrücke bezeichnet Jan als „Showeinlagen”, durch die er sich immer bestens unterhalten fühlt. Wo andere sich möglicherweise fremdschämen, sieht Jan nur eine Freundin, die ihm Spaß bereiten will.

    Simon Bartsch hat einen lockeren Schreibstil, der leicht zu lesen ist. Was mich begeistert hat ist, wie er die mangelnde Intelligenz von Jan umsetzt. Ich stelle es mir nicht einfach vor, sich in einen Protagonisten hinein zu versetzen, der seine Welt mit einem kindlichen Gemüt wahrnimmt und das dann auch noch auf Papier zu bringen.

    So erzählt Jan beispielsweise davon, wie er mit dem Hund Pluto unterwegs ist und von einer Frau gefragt wird, was das für einer ist. „Ein Hund”, antwortet er. Sie erklärt ihm, dass sie das natürlich sehe und fragt nochmals, was genau es für ein Hund sei und er antwortet „Ein brauner Hund.”

    Viele weitere Ausschnitte, die einen tiefen Einblick in das Wesen von Jan bieten, sind auf der Facebookseite von Simon Bartsch zu finden.

    Der Autor schafft es immer wieder, dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und das ohne die geistige Unterentwicklung des Protagonisten oder das Leben mit Tourette-Syndrom ins Lächerliche zu ziehen, wobei er immer wieder mein Mitgefühl für den jungen Mann geweckt hat, dessen unerschütterliches Grundvertrauen immer wieder missbraucht wird.

    Gelegentlich ist das Buch etwas langatmig, was mich hin und wieder dazu verleitet hat, einige Abschnitte nur quer zu lesen. Aber es ist eine Geschichte, die mich berührt und begeistert und das der Autor zu einem besonderen Happy End geführt hat – der Epilog ist einfach grandios.


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    bine_2707vor 3 Jahren
    Europareise finanziert durch einen Bankraub


    Man denkt das geht nicht? Es geht wohl! Jan und Laura haben es uns bewiesen.
    Laura leidet unter dem Tourette Syndrom und Jan ist unsterblich verliebt in Laura. Als die beiden zur Bank Geld abheben wollten, geht Laura´s Tourette mit ihr durch und beide werden unfreiwillig zu Bankräubern und es klappt. Sie schnappen die Kohle und beschließen mit dem Geld diverse Orte in Europa anzusteuern. Aber können die beiden sich gegenseitig stützen und diesen Trip alleine meistern? Kommt man den Bankräubern auf die Schliche? Was erleben sie alles auf ihren Trip?
     
    Viele Frage, die man nur beantworten kann, wenn man das Buch gelesen hat. Mir hat die Mischung aus Humor und der Einschränkungen von Jan und Laura gut gefallen. Die beiden haben mich gut unterhalten und ich fand es toll, die beiden auf ihrem Trip zu begleiten. Wobei ich am Anfang noch ein wenig skeptisch wegen ihrer Behinderung. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich das Buch gelungen finde und mir Jan richtig ans Herz gewachsen ist.
     

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    K
    kleinemaus2013vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wie aus einem Tick ein Banküberfall wurde
    Humorvolle Reise durch Europa

    Das Buch wird aus der Ich Perspektive von Jan Lehmann erzählt. Es erzählt von seinen Abendteuern mit seiner Freundin Laura. Jan ist geistig Behindert, Laura leidet am Tourette Syndrom. Dadurch geschieht auch der Bankraub. Aus einem “ Hände hoch, das ist ein Überfall“ wird für die beiden eine spannende Reise durch Europa, doch eigentlich war es nur einer von Lauras Ticks. Jan ist sehr naiv, wodurch er in so manche kritische Situation gerät. Lauras Ticks hält er für Showeinlagen. Er merkt nicht das sie eigentlich krank ist obwohl die beiden sich bei ihrem Therapeuten kennen gelernt haben.
    Das Buch ist witzig geschrieben aber einige Stellen sind traurig und manchen einen nachdenklich. Man bekommt einen Einblick in das Leben geistig Unterentwickelter und Menschen mit Tourette Syndrom.
    Ein wirklich empfehlenswertes Buch das ich bei ei er Leserunde lesen durfte.

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    Baasiess avatar
    Baasiesvor 3 Jahren
    Jan und sein Abendteuer

    In diesem Buch wird erzählt, wie Jan "die Welt" entdeckt.

    Jan ist geistig behindert, er ist wie ein Kind. Sieht die Welt mit einer rosaroten Brille und ist einfach nur naiv. Er lebte mit seiner Mutter zusammen, die ihm "viel" beigebracht hat. Jan hat Laura kennengelernt. Sie leidet an Tourettsymtrom, dass weiß Jan aber nicht. Er denkt, dass die "lustigen Showeinlagen" für ihn sind. Über Lauras Vergangenheit weiß man nicht viel, aber über Jans seine auch nicht viel mehr.

    Die Zwei gehen in die Bank und dabei rauben sie "ausversehen" die Bank aus. Mit dem Geld will Jan ein paar Orte besuchen, wo sein Vater gewesen war. Also gehen die Zwei auf Reise. Laura fühlt sich nicht ganz wohl dabei. Sie besuchen Paris, Brüssel, Mallorca. Dabei erleben sie das eine oder andere Abenteuer. Zuletzt fliegt Jan auch noch alleine nach London.

    Die Geschichte ist schön erzählt aus Jans Sicht. Wie er die Welt mit seine Augen sieht. Seine naive Art, wie er versucht Probleme zu lösen...

    Ich finde manche Sachen, passen nicht so.

    Auf der eine Seite wird erzählt, dass er die kleinsten Sachen nicht kann zb. Weißbrot toasten, aber dann fliegt er allein nach London..

    Dann sind Sachen, die passieren ständig, immer in bisschen andere Form zb. klauen oder Laura und Jan verlieren sich.

    Und dann sind Sachen, die ich merkwürdig finde zb. fällt der Rucksack ins Pinkelbecken, aber Jan darf ihn weiter mit nehmen ( mhmmm, lecker ).

    Trotzdem ist das Buch empfehlenswert.

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    Eva-Maria_Obermanns avatar
    Eva-Maria_Obermannvor 4 Jahren
    erstaunlich, beklemmend, und doch komisch

    Dass Laura Tourette hat, wird wohl den meisten schon beim Lesen der Inhaltsangabe klar. Jan allerdings weiß nichts davon und versteht es nicht so ganz. Denn auch Jan ist nicht das, was der Otto-Normalverbraucher „gesund“ nennt. Dafür sieht er die Welt mit einem sehr unverfälschten Blick. Das schlägt sich im Stil des Buches nieder, der mal spannend einen neuen Blickwinkel erzählt, mal grotesk das Leiden von Laura als Spaß für Jan zeigt und mal eher schwer zu lesen simpel auf der Stelle tritt.

    Für mich wird Jan darum auch nicht zur liebevollen Helden-Gestalt. Er raubt immerhin tatsächlich eine Bank aus und versteht keineswegs die Tragweite dieser Handlung. Mit kindlichem Gemüt zwar, aber auch einer egoistisch-naiven Einstellung geht er durch die Welt und hat im wahrsten Sinne des Wortes keine Ahnung. Unterhaltsam auf der einen Seite. Nachdenklich auf der anderen. Ein Blick – vielleicht – in die Welt anderer Menschen. Erschreckend ist dabei, wie Jan mitgespielt wird. Von Verkäuferinnen, die ihn ausnehmen wollen, Touristen, die ihn abfüllen und einem Journalisten, der ihn bloßstellt. Ganz zu schweigen von der Mutter, die ihn belog und dem Polizisten, der ihn bedroht. Keineswegs nur seichte Unterhaltung, sondern die erschütternde Wahrheit einer Realität, die eben nur „Normale“ kennen will.

    Jans Abenteuer sind darum auch teilweise einfach nur furchtbar, teilweise komisch und spannend. Er hangelt auf dem Eifelturm und wird dank seines Blogs über Nacht berühmt (wollen wir das nicht alle^^). Und wie es um die Suche nach der nie greifbaren Vaterfigur geht, geht es auch um die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung, die in jedem Menschen liegt. Laura will er beeindrucken, Laura will er bei sich haben.

    Dass am Ende alles gut wird, ist mir von der realistischen Sicht aus schon wieder zu viel, zu abgehoben. Aus der literarischen wird dadurch aber das Ende rund.

    Der einfache Erzählstil Jans hat mir am Ende schon etwas den Spaß genommen (mea culpa), gleichzeitig aber auch den Blick etwas geschärft, für diese andere Sichtweise, die ich eben nicht habe und die es trotzdem gibt. Auf den ersten Blick darum eine leichte Lektüre mit Unterhaltungscharakter und verborgener Tiefe für alle, die über sich hinauswachsen wollen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wer "Forrest Gump" liebt, wird auch Jan Lehmann in sein Herz schließen :-)
    Forrest Gump auf Deutsch

    Inhalt laut Klapptext:

    Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt der etwas einfältige Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet. Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich. Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?


    Meine Meinung:
    Mich hat das sehr einfach und klar gehaltene Cover irgendwie angesprochen. Dann noch in Verbindung mit dem Klapptext und der Tatsache, dass der Autor aus Köln stammt … klare Sache: DAS Buch musste ich einfach lesen :-)

    Ich wurde nicht enttäuscht. Der vermutete rheinische Frohsinn beherrschte die komplette Story, obwohl die beiden Protagonisten ja eigentlich nicht zu belächeln sind! Die Eine mit Tourette-Syndrom, der Andere deutlich eingeschränkt, was seinen Intelligenzquotient anbelangt.

    Dennoch schafft es Simon Bartsch ganz hervorragend, die vielen unmöglichen Situationen in die Jan und Laura immer wieder geraten sprachlich so zu verpacken, dass ich mich als Leser bestens unterhalten fühlte, mehrmals laut auflachte und eigentlich ständig zwischen Fremdschämen und Mitleid schwankte.

    Der Schreibstil ist frisch und locker, immer aus der Sicht von Jan geschrieben und hat mich das Buch quasi in einem Rutsch verschlingen lassen.

    Mehrmals, eigentlich konsequent durch den kompletten Roman hindurch, hat man das Gefühl die deutsche Variante eines Forrest Gump in Händen zu halten.
    Dies wird nicht nur in folgender Szene mehr als deutlich: 

    „„Lauf, Jan, lauf“, schreit Laura und ähnelt dabei einer Person, die ich mal in einem Film über einen lustigen Kerl mit Pralinen gesehen habe.“

    Hin und wieder wurde es mir fast schon etwas zu viel „Forrest Gump“ und zu wenig „Jan Lehmann“, trotzdem finde ich diesen Roman insgesamt betrachtet sehr unterhaltsam und als fluffige Lektüre für zwischendurch durchaus geeignet.

    Am Ende ließ mich Jan dann DOCH etwas erstaunt zurück, als er bei einem Treffen mit einem Fan seines Blogs meine Vermutung teilte, dass es sich hierbei (sehr wahrscheinlich?) um seinen (ihm unbekannten) Vater handelte. Ein paar lichte Momente, die er zum klar Denken nutzen kann, gibt es dann wohl doch :-)

    Mein Fazit: Lesenswerte Lektüre für zwischendurch, die deutlich die Lachnerven angreift und … manchmal sogar …. zum Nachdenken anregt.

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    susanna_montuas avatar
    susanna_montuavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Brisantes Thema trifft Roadtrip. Interessante Mischung, die jedoch etwas schwächelt.
    Unterhaltsam mit ein paar Schwächen

    Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

    Meine Meinung:


    Ob ich dieses Buch lesen möchte, darüber habe ich mir ein paar ausgiebige Gedanken gemacht. Zwei Menschen mit Behinderung. Tourette und allgemeine Inteligenzminderung, verwoben in einer (Liebes)Geschichte? Kann das gutgehen?
    Als ich dann auch noch sah, dass es auf "Schnulze der Woche" beworben wurde, dachte ich, okay, wagst das Experiment. (und habe ehrlich gesagt übersehen, oder verdrängt, dass es unter Humor/Reise auf der Verlagsseite angeboten wird).

    Das Cover ist irgendwie sehr einfach gehalten und lässt wenig Interpretationsspielraum, was mich erwarten wird, doch der Klappentext hilft mir ein wenig dabei und in mir entsteht das Bild einer turbulenten Liebeskomödie.
    Aber weit gefehlt.

    Der Reihe nach: alles wird erzählt von Jan Lehmann (21). Er lebt alleine, seine Familie ist tot/unauffindbar, und so kümmert sich Helmut um den Jungen. Ich muss schon sagen, Jan ist mir sympathisch, ja, ganz ehrlich. Seine Gedanken bringen mich hier und da zum Schmunzeln, ganz ohne diskriminierenden Hintergedanken ob seiner Krankheit bzw. Behinderung. Es ist einfach schön und nachvollziehbar dargestellt. Durch und durch naiv, aber so ist Jan eben.
    Seine Lebensumstände hingegen wirken sehr löchrig. Er hat einen Betreuer, den Helmut, wenn ich das richtig herausgelesen habe. Darüber hinaus ist Jan ja auch kein kleiner Bub mehr, bewohnt eine eigene Wohnung, in der jemand wohnt, Viktor, von dem er noch nicht mal mehr weiß, wie er an den geriet. Bei genauem Hinsehen, ist das eine sehr löchrige Konstellation, aber versuchen wir es einfach mal zu akzeptieren.
    Denn es gibt da ja auch noch Laura, die das Tourette Syndrom hat. Ebenfalls ein gebranntes Kind, doch sie weiß, wo der Hase langläuft, kennt ihre Krankheit und arrangiert sich damit. Was man von Jan leider nicht sagen kann, denn er hat keinen Schimmer, was mit Laura nicht stimmt. Er akzeptiert sie, wie sie ist und denkt dabei auch noch, sie mache all diese "Showeinlagen" zum Spaß. Gut, wie erwähnt, er ist nicht wirklich der hellste Stern am Firmament und spätestens da taumeln ein paar Schuldgefühle und Mitleid durch mein Oberstübchen.

    Es kommt, wie es kommen muss, aus Versehen, und zwar richtig aus Versehen, rauben die beiden, bzw. Jan eine Bank aus. Sicher eine der witzigeren Passagen in dieser Geschichte. Wenngleich das anschließende Prozedere nicht ganz Hieb und Stichfest ist. Bzw. wenn das so möglich ist, dann will ich demnächst auch eine Bank in Köln ausrauben ;) denn die Leistung, die die Polizei hier an den Tag gelegt hat ... Nun ... Sorry, nicht so glaubwürdig. Mehr noch, meiner Meinung nach hätte zumindest im kompletten Hauptteil dieser Banküberfall ersatzlos gegen ein Erbe, Lotteriegewinn oder ähnliches ausgetauscht werden können, weil er bis auf "wir müssen das Geld zurückgeben" keine weitere große Rolle spielt. Abgesehen davon, dass Jan ja Kohle braucht, um seine Weltreise zu starten.
    Und da geht es gerade weiter ... Wie ein Magnet zieht er das Chaos magisch an. Besser gesagt, die zwielichtigen Personen. Da geht es also gerade weiter. Ich bin gezwungen, mich darauf einzulassen, denn sonst wankt das komplette Gerüst der Geschichte.

    Nun wäre eigentlich der Moment gekommen, da der Roadtrip losgeht, turbulent, witzig und, war da nicht noch etwas von wegen Romantik? Ja, das fragte ich mich auch.
    Es wird zwar betont, wie toll Jan seine Laura findet, nur, dass das auf Gegenseitigkeit beruhen könnte, das ist etwas blass. Den Kuss, den ich gezeigt bekomme, ist einer, den ich bereits etliche Male gezeigt bekommen habe, ala "lass uns schnell küssen, um Verfolger abzuwimmeln" und daher leider weder mit Gefühl, noch sonst etwas besonderes.
    Und während Jan nun allerhand einstecken muss, weil er, salopp gesagt, einfach nicht der Hellste ist und ich echt etwas knatschig werde, ob der Ungerechtigkeit, lässt ihn auch noch Laura im Stich.
    Klar, das war vorhersehbar, sie wollte ja die Kohle zurückgeben, aber .... Wie soll ich sagen. Es las sich etwas zäh.

    Apropos zäh ... Okay, ich durfte Brüssel sehen, ich durfte Paris und Mallorca, ja sogar London sehen. Ich durfte auch einiges erleben, aber alles in allem, zog sich das dann doch etwas, obwohl Jan in den Orten selbst einige Dinge erlebte. Nur weiß ich bislang noch immer nicht, warum ich ihm überall zuschauen musste?
    Damit ich begreife, wie wenig er eigentlich versteht? Wie er denkt? Damit er authentisch wird? Ich weiß es nicht.
    Etwas Straffung hätte hier gutgetan.

    Aber es kommt dann doch endlich, wie es kommen muss. Die Polizei hat ihn, Helmut hat bemerkt, dass er besser aufpassen hätte müssen, der Arzt therapiert fleißig weiter und Laura ist auch wieder aufgetaucht und überrascht mich mit seichten Frühlingsgefühlen. Es kommt, jetzt endlich, zum richtigen Kuss, den ich, dank dem bisher Erlebten kaum glauben mag.

    Fazit:
    Ich hatte von Beginn an Sorge, dass dieser Spagat zwischen Roadtrip, Liebe und Behinderung in die Hose geht, weshalb ich mich so zierte.
    Aufgrund der Empfehlung von Schnulze der Woche, habe ich mir letztlich einen Ruck gegeben und konnte ein paar schöne Lesestunden erleben.
    Allerdings war es nun nichts, was mich fesseln oder gar mitreißen konnte, da sich in sehr vielen Geschichten und Details verloren wird. Weiter wirkt vieles sehr konstruiert und die Liebesgeschichte kann ich nicht glauben.
    Da ich selbst Betreuerin von Menschen mit Behinderung bin, ist mir diese Thematik sehr wohl bekannt und so konnte ich auch einige Gedankengänge und Szenen der Geschichte mit einem Schmunzeln genießen und der flüssige Schreibstil hat mich rasch durch das Buch geführt. Die Stränge an sich wären stimmig, Lücken schlossen sich.
    Für humorvolle Stunden, ja, wer Romantik sucht, sollte sich nicht so viele Hoffnungen machen.

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    Erdbeer_Tortes avatar
    Erdbeer_Tortevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, in dem es hervorragend gelungen ist Krankheit und Humor zu vereinen.
    Die Reise von Jan Lehmann und Laura

    Jan und Laura sind sehr gute Freunde und Jan ist sogar ein bisschen verliebt in Laura. Er vertraut ihr, deshalb macht er auch mit, als Laura in einer Bank plötzlich ruft "Überfall". Laura hat das Tourette Syndrom, Jan erkennt das jedoch nicht, sondern sieht ihre Ticks als Aufheiterung. Deshalb nimmt sich Jan das Geld und geht. Und jetzt fängt das Abenteuer für die beiden erst an!
    Mit dem Geld reisen die beiden durch Europa und Jan lässt es für den Leser nicht langweilig werden. Mit seinen genialen Einfällen sorgt er für Spannung und für kleine Schmunzler.
    Dadurch, dass das Buch aus der Sicht von Jan geschrieben ist, entdeckt der Leser die Welt aus einer ganz anderen Sicht, denn Jan sieht alles eher aus kindlichen, naiven Augen. Dadurch wird das Thema Tourette und vor allem die Reaktion auf die Ticks sehr gut verpackt. Für Jan ist Laura nämlich gar nicht krank. Die Reaktion der Mitmenschen auf Lauras Verhalten zeigt dennoch sehr gut, dass Menschen mit dem Tourette Syndrom es nicht einfach haben und dadurch oft unangenehmen Situationen ausgesetzt sind und dann auch oft in Erklärungsnot kommen.
    Das Buch hält eine schöne Balance zwischen Humor/Unterhaltung und der Ernsthaftigkeit, sich mit Krankheit und Behinderung auseinander zu setzen.
    Das Buch ist etwas für alle die, die beim Lesen gerne mal lachen und gleichzeitig auch tiefgründige Geschichten mögen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Simon15s avatar
    Liebe Lesefreunde,

    kennt ihr eigentlich schon diesen Jan Lehmann? Nein??? Jan ist doch ein wahrer Tausendsassa. Und er ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib. Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Am 19. Februar ist mein zweiter Roman "Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte" im FeuerWerke Verlag erschienen. Den humorvollen Roman möchte ich gerne mit euch gemeinsam lesen und besprechen. Insgesamt werden 20 Bücher verlost (15 ebooks in den Formaten PDF, mobi oder ePub und außerdem 5 Taschenbücher). Wenn ihr Lust habt mitzulesen, könnt ihr euch bis Freitag, den 06.03.2015 bewerben. Dazu würde ich von euch gerne wissen, wie ihr zu dem Thema Humor und Krankheit steht und natürlich, wo ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Ich würde mich freuen, wenn in diesem Fall auch viele weitere Interessenten (gerade Nicht-Gewinner) an der Leserunden teilnehmen, da zehn Prozent des Erlöses an den InteressenVerband Tic und Tourette-Syndrom gehen. Unter allen Antworten entscheidet das Los.

    Ich freue mich auf Eure Antworten.

    Simon
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    Letzter Beitrag von  Simon15vor 3 Jahren
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