Simon Beckett

 4,1 Sterne bei 23.828 Bewertungen
Autor von Die Chemie des Todes, Kalte Asche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Simon Beckett (©Willi Weber)

Lebenslauf

Die Chemie des Thrillers: Simon Beckett zählt zu den weltweit erfolgreichen britischen Kriminalautoren. Geboren und aufgewachsen ist Beckett in Sheffield in England, in einer Stadt, die zur damaligen Zeit von der Stahlindustrie geprägt war. Viele Jahre lang arbeitete er als freier Journalist. Bei seinen Recherchen begleitete er unter anderem Polizeieinheiten bei Razzien. Der Besuch der „Body Farm“ in Tennessee, eines Freiluftlabors, welches der Erforschung postmortaler Veränderungen dient, inspirierte Beckett zu seiner Krimi-Serie um den Forensiker David Hunter. Diese in 29 Sprachen übersetzte, millionenfach verkaufte Serie entwickelte sich zu einem durchschlagenden Erfolg. Alle Bücher der Reihe „The Chemistry of Death“ von 2006 (deutsch „Die Chemie des Todes“, 2006), „Written in Bone“ von 2007 (deutsch „Kalte Asche“, 2007), „Whispers of the Dead“ von 2009 (deutsch „Leichenblässe“, 2009), „The Calling of the Grave“ von 2010 (deutsch „Verwesung“, 2011) und „The Restless Dead“ von 2016 (deutsch „Totenfang“, 2016) eroberten die Spitze der Bestseller-Listen. Zu den weiteren erfolgreichen Romanen Becketts außerhalb der Hunter-Reihe gehören „Animals“ von 1995 (deutsch „Tiere“, 2011) und „Stone Bruises“ von 2014 (deutsch „Der Hof“, 2014). Simon Beckett lebt mit seiner Frau in seiner Heimatstadt Sheffield.

Alle Bücher von Simon Beckett

Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)

Die Chemie des Todes

(7.430)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)

Kalte Asche

(3.524)
Erschienen am 30.03.2014
Cover des Buches Leichenblässe (ISBN: 9783499268298)

Leichenblässe

(2.630)
Erschienen am 01.08.2014
Cover des Buches Verwesung (ISBN: 9783499269134)

Verwesung

(1.945)
Erschienen am 19.12.2014
Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499016318)

Obsession

(1.224)
Erschienen am 10.12.2024
Cover des Buches Totenfang (ISBN: 9783499275319)

Totenfang

(784)
Erschienen am 15.05.2018
Cover des Buches Flammenbrut (ISBN: 9783499018527)

Flammenbrut

(889)
Erschienen am 12.12.2025
Cover des Buches Tiere (ISBN: 9783499016325)

Tiere

(916)
Erschienen am 15.10.2024

Interview mit Simon Beckett

Simon Beckett im Interview mit LovelyBooks

Seit wann schreibst du eigene Geschichten und wie kam es dazu, dass dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

Ernsthaft mit dem Schreiben begonnen habe ich, als ich einen Englischkurs belegte, der auch den Bereich Kreatives Schreiben beinhaltete. Aber als ich meinen Abschluss machte und dadurch die Struktur des Kurses verlor, bemerkte ich, dass ich nichts hatte, worüber ich hätte schreiben können. Deshalb hörte ich für einige Jahre komplett auf. Erst als ich begann Englisch als Fremdsprache in Spanien zu unterrichten, fing ich wieder an zu schreiben. Ich arbeitete abends an einer Privatschule und hatte dadurch den ganzen Tag Zeit zum Schreiben. Trotzdem habe ich einige Jahre bis zur Veröffentlichung gebraucht und mein erster Roman wurde nie veröffentlicht. Das spukt mir auch immer noch im Hinterkopf herum. Doch der Erfolg kam erst als ich damals akzeptierte, dass der Roman einfach nicht gut genug war und ich einen anderen schrieb. Ich habe dann angefangen als freiberuflicher Journalist zu arbeiten, um Geld zu verdienen während ich an meinem zweiten Roman schrieb. ‚Fine Lines‘ (letztes Jahr in Deutschland unter dem Titel „Voyeur“ veröffentlicht) wurde auch von nahezu jedem abgelehnt. Aber dann wurde es von einem Verleger ausgegraben und ich hatte meinen ersten Verlagsvertrag.

Welcher Autor inspiriert dich am meisten?

Es gibt verschiedene: Graham Greene ist auf jeden Fall einer davon, genauso wie Raymond Chandler und Ernest Hemingway. Aber wenn es ums reine Geschichtenschreiben geht, glaube ich, ist mein Favorit der britische Autor Peter O’Donnell, der die Modesty Blaise Romane schrieb. Mein Vater zeigte sie mir damals, als ich ein Teenager war und ich habe alle wieder und wieder gelesen. Sie sind sicher nichts für jeden, aber wenn man auf intelligente und gut geschriebene Art und Weise der Wirklichkeit entfliehen möchte, dann sind sie perfekt.

Woher bekommst du die Inspiration für deine Bücher?

Das variiert! „Die Chemie des Todes“ entstand durch einen Besuch in einem forensischen Forschungsgelände, das als Body Farm in Tennessee bekannt ist. Ich besuchte sie um einen Zeitungsartikel zu schreiben und gewann dadurch die Idee zu David Hunter sowie zum ersten Roman der Reihe. Aber für gewöhnlich scheint es weniger ‚Inspiration‘ zu sein, sondern vielmehr der Versuch auf eine Idee zu kommen, die eine gute Geschichte geben könnte. Wenn man das erst mal hat, muss Stück für Stück darauf aufgebaut werden, was bei mir ein ziemlich langsamer Prozess ist. Ich wünschte die Ideen kämen blitzartig zu mir, aber das passiert nur sehr selten.

Was liest du selbst gern?

Zurzeit lese ich so ziemlich alles, was nicht dem Genre Krimi/Thriller zuzuordnen ist. Ganz besonders, wenn ich mitten beim Schreiben eines Romans bin, finde ich es sehr entspannend etwas vollkommen anderes zu lesen oder zu tun. Ich lese Belletristik, Science Fiction, literarische Romane, Komödien… - solange es gut geschrieben ist und meine Aufmerksamkeit erregt. Es ist mir eigentlich egal, welches Genre es ist.

Wie fühlte es sich an zum ersten Mal dein eigenes Buch in den Händen zu halten?

Echt merkwürdig! Es war ‚Fine Lines‘ (dt. „Voyeur“), und ich kann mich daran erinnern, wie ich das Päckchen öffnete und das Buch heraus nahm, und dachte: „Ich habe es endlich geschafft“. Ich hatte immer gedacht, dass ich Radschläge machen würde, aber so war es dann überhaupt nicht. Es war befriedigend, aber im Hinterkopf dachte ich bereits darüber nach, was ich als nächstes schreiben würde.

Hast du einen Ratschlag für andere Autoren?

Gib niemals auf! Akzeptiere, dass es Rückschläge und Ablehnungen geben wird, und bleib dran.

Welche ist bis jetzt deine liebste Figur aus deinen Büchern?

Nun, ich denke, dass am offensichtlichsten wohl David Hunter wäre. Aber ich mochte auch Grace Strachan in ‚Written in Bone‘ (dt. „Kalte Asche“) und Jerome Monk in ‚The Calling of the Grave‘(dt. „Verwesung“). Beide brachten unterschiedliche Arten von Herausforderungen mit sich, aber es lohnte sich wirklich über sie zu schreiben.

Schreibst du bereits an einem weiteren Buch und kannst du uns verraten, wovon es handeln wird?

Ja, ich bin dabei. Aber es befindet sich noch ganz am Anfang, deshalb werde ich jetzt noch nichts darüber verraten.

Neue Rezensionen zu Simon Beckett

Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
Simply_Another_Bookaholics avatar

Rezension zu "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett

Simply_Another_Bookaholic
Moor und Mord

Mit "Die Chemie des Todes" startet Simon Beckets David-Hunter-Reihe und für mich ist es ein Thriller, bei dem die Atmosphäre fast genauso wichtig ist wie der eigentliche Fall.

David Hunter hat sich eigentlich aus seinem früheren Leben zurückgezogen. Doch als in einem abgelegenen englischen Dorf eine Leiche gefunden wird, wird seine Expertise als forensischer Anthropologe gebraucht. Während Hunter versucht, die Spuren des Todes zu lesen, wächst gleichzeitig das Misstrauen innerhalb der Dorfgemeinschaft angestachelt durch den örtlichen Pfarrer. Denn hier scheint jeder etwas zu verbergen.

Mein großes Highlight sind die forensischen Details. Die Beschreibungen der Verwesungsprozesse und Untersuchungen, machen den Fall gerade dadurch unglaublich greifbar. Beckett schafft es, wissenschaftliche Aspekte spannend in die Handlung einzubauen, ohne dass es wie ein Lehrbuch wirkt.

Dazu kommt diese unangenehm düstere Atmosphäre: das abgelegene Dorf, die Moore, die feuchte Landschaft und dieses ständige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Spannung entsteht dabei weniger durch permanente Action, sondern vielmehr durch ein langsam wachsendes Unbehagen.

Auch David Hunter selbst hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Seine eigene Vergangenheit gibt der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene und macht ihn mehr als nur zum Beobachter des Falls.

Besonders spannend fand ich außerdem das Misstrauen innerhalb der Dorfgemeinschaft. Jeder könnte etwas wissen, jeder könnte etwas verschweigen und genau dadurch beginnt man irgendwann selbst, jedem zu misstrauen. Außerdem hat am Ende keine meiner Theorien gestimmt, was bei mir automatisch Thriller Pluspunkte gibt. 

Cover des Buches Totenfang (ISBN: 9783499255052)
wandablues avatar

Rezension zu "Totenfang" von Simon Beckett

wandablue
Zu viele Leichen und zu viele Täter auf einmal.

David Hunter ist eigentlich nicht mehr im Geschäft. Er arbeitet als forensischer Anthropologe. Angestellt ist er bei der Uni, aber er arbeitet meistens mit der Kriminalpolizei zusammen. Dort ist er aber in einem seiner letzten Fälle in Ungnade gefallen. Er dümpelt also so vor sich hin und fürchtet sogar um seine Anstellung bei der Uni, als er eben doch wieder in einen Fall hineinschlittert. 

Er wird so halb und halb hinzugezogen als man die Überreste einer Leiche in der Themsemündung, den Estuary, findet. Er macht sich auf zu der Obduktion, aber als er mit dem Auto die Senke eines Damms überqueren muss, der gerade dabei ist überflutet zu werden, bleibt er stecken. Missmutig schleppt ihn Andrew Trask mit seinem Landrover ab, der des Weges kommt und der in der Nähe wohnt. Schon ist Hunter mittendrin, denn Trask ist ein Verdächtiger und Betroffener. 

Der Kommentar und das Leseerlebnis:
Es stellt sich heraus, dass der Roman der letzte Band einer Reihe mit dem Forensiker David Hunter ist, Vorbände - Die Chemie des Todes, Kalte Asche, Leichenblässe, Verwesung – was sein makabres Ende erklären dürfte. 

Es ist meine erste literarische Begegnung mit dem Autor und somit mit David Hunter. Sowohl David Hunter wie auch Simon Beckett sagen mir zu. Der Stil des Romans ist eloquent, flüssig, für einen Kriminalromanschreiber ungewöhnlich. Ich bin angetan. Der Held ist genug heldisch, aber auch genug deprimiert und normal, dass man ihm als Icherzähler gerne zuhört. Und das Setting rund um die Themsemündung, die Backwaters, eine verlassene Gegend, ist auch gut. Sehr gut sogar. Und Simon Beckett verfügt über Fachwissen in der Forensik, was dem Roman zugute kommt! 

Was nicht gut ist, ist, dass dann doch nach der Hälfte vielleicht, für meinen Geschmack viel zu viele Leichen auftauchen. Die Übersichtlichkeit und auch das Erzählende des Romans geht flöten, das Setting tritt in den Hintergrund, dabei ist das Setting das eigentlich Spannende! Dann wirds auch noch stereotyp. Die Frau, die dem Mann hinterherläuft, der Kerl, der gerne eine Frau wäre, ein Verrückter, auf den der Verdacht fällt, ein einflussnehmender Verdächtige, ein loyaler Chauffeur, ein magenkranker Inspektor (wenigstens raucht er keine Pfeife), eine missmutige Leitende Ermittlerin. Und eine Liebelei. Schade. So viele Fäden, die mal hier und mal dorthin laufen, brauchts nicht für einen soliden Krimi. Die Auflösung ist auch ziemlich – na ja, komplex, um es freundlich zu sagen. Jedoch ist es die Einfachheit, die einen Roman zum Kunstwerk macht. Beinahe würde ich sagen können, und am Ende sind alle tot - aber ganz so ist es dann doch nicht. 

 Fazit: Bis zur Hälfte wirklich gut, viel Hintergrund und Atmosphäre, zu erst einmal nettes Personal, zum Beispiel ein Hund, gute Erzähltechnik, aber dann wirds ein wenig verwickelt, es gibt zu viele Leichen, zu viele Täter und das brauchts nicht. 

Kategorie: Kriminalroman
Verlag rororo 2016

Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)
Katja_Wolkes avatar

Rezension zu "Kalte Asche" von Simon Beckett

Katja_Wolke
Packende Spannung auf einer abgelegenen schottischen Insel

Der Schauplatz passte so hervorragend zur Geschichte und ich hatte lange viele Vermutungen, aber keinen konkreten Verdacht. Entsprechend gut haben mir der Spannungsbogen und der Verlauf gefallen.
Das letzte Drittel hat mich wirklich überrascht - Allen voran das letzte Kapitel...
Insgesamt ein toller Thriller, bei dem der forensische Anthropologe David Hunter mich als Protagonist sehr überzeugt und für mich die Fälle so besonders macht.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Knochenkälte
lisa_marie806s avatar
lisa_marie806

Als der forensische Anthropologe Dr. David Hunter während eines Wintersturms in den Bergen strandet, entdeckt er im Wald ein Skelett, das in den Wurzeln einer mächtigen Fichte hängt. Doch das Dorf ist von der Außenwelt abgeschnitten und die Bewohner*innen geben sich alles andere als freundlich ...

Endlich erscheint der siebte Teil der Reihe um Dr. David Hunter von Bestsellerautor Simon Beckett: Habt ihr Lust, im Crime Club mitzulesen? 

2.195 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Die Verlorenen
lisa_marie806s avatar
lisa_marie806

Simon Beckett gehört zu den erfolgreichsten Krimiautoren weltweit und endlich erscheint sein neuer, atemberaubender Thriller! "Die Verlorenen" ist der Auftakt einer neuen Serie um den Polizisten Jonah Colley.

Seit zehn Jahren hat Jonah seinen ehemals besten Freund Gavin nicht gesehen. Statt eines Wiedersehens, findet Jonah Gavins Leiche und drei weitere Tote in einer verlassenen Lagerhalle. Jonah kann den vermeintlichen Täter bei einem
Angriff überwältigen. Doch was, wenn nichts so ist, wie es scheint?

1.263 BeiträgeVerlosung beendet
wortgetraenkts avatar
wortgetraenkt

Ich bin ja keine Leserin die die Verlagsvorschauen durchstöbert, aber der ein oder andere Titel läuft mir vorab über den Weg. Und was habe ich mich gefreut, als ich entdeckte das es einen neuen Hunter von Beckett geben wird - aber erst 2019

Was sind eure Entdeckungen aus dem Genre der bald kommenden oder noch etwas ersehnten Neuerscheinungen?

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Zusätzliche Informationen

Simon Beckett wurde am 20. April 1960 in Sheffield (Großbritannien) geboren.

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