Totenfang

von Simon Beckett 
4,2 Sterne bei466 Bewertungen
Totenfang
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (383):
J

Ein Thriller den jeder gelesen haben sollte. Schriftsteller wie auch Protagonist sind einzigartig!

Kritisch (17):
Wuschels avatar

Ein guter Roman mit Liebe zu den Backwaters, aber der Thrill ging in diesem Buch etwas verloren.

Alle 466 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Totenfang"

Hunter is back!

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.

Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.

Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499255052
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.09.2017 bei Argon erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne192
  • 4 Sterne191
  • 3 Sterne66
  • 2 Sterne15
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    martina_turbanischs avatar
    martina_turbanischvor einem Monat
    Schon durch seine bloße Anwesenheit macht sich Hunter immer unbeliebt...warum bloß?

    Bei seinem letzten Fall hat sich David Hunter mehr Feinde als Freunde gemacht. Seit dem verzichtet die Polizei auf seine Beratung und er widmet sich fast ausschließlich der Lehrtätigkeit. Allerdings war die Uni eigentlich scharf auf den Ruhm, den die polizeiliche Tätigkeit so mit sich brachte und so steht auch da seine Stellung auf nicht ganz so festen Füßen.

    Neuer Fall

    Auch aus diesem Grund ist er ganz froh, dass die Polizei in den Backwaters ihn zu Rate ziehen will und so macht er sich auf den Weg. Auf dem Weg zum Leichenfundort und auch zwischendurch immer mal wieder hängt Hunter seinen Gedanken nach, die wohl eher schwermütig zu nennen sind. Aber er findet tatsächlich jemanden mit dem er sich versteht und dieser jemand ist auch noch eine junge Frau :-)

    Zarte Gefühle

    Die zarte. aufkeimende  Liebesgeschichte ist Gott sei Dank nicht zu dominant, sondern der Hauptaugenmerk liegt  immer noch auf Hunters Arbeit. Die ist wie immer schon ein bisschen eklig, aber eben auch sehr interessant. Das er mit seiner Arbeit ein bisschen zwischen die Fronten verfeindeter Familien gerät, hält ihn nicht davon ab, seine Sache gründlich zu machen.

    Ausgewogen

    Totenfang besteht für mich im Grunde aus zwei Teilen. Auf der einen Seite ist da natürlich der Kriminalfall, der wie immer gut durchdacht und in sich logisch ist. Der andere Teil ist die immer wieder sehr genaue, liebevolle Landschaftsbeschreibung. Ich war noch in den Backwaters, wahrscheinlich werde ich da auch nie hinkommen, aber ich habe dank Simon Beckett nun eine sehr genaue Vorstellung davon, wie es dort aussieht :-) Ich mag diese teilweise schon opulenten Beschreibungen :-)

    Kleinstadtidylle

    Überhaupt gibt in den Backwaters eine Menge Leute, die etwas zu verbergen haben. Wieder einmal scheint die Kleinstadtidylle zu täuschen. Wobei es in Cruckhaven nicht wirklich idyllisch ist. Das Städtchen leidet unter der Wirtschaftskrise, was alle noch verbitterter macht, vor allem Fremden gegenüber. Aber Hunter wäre nicht Hunter, wenn er den Fall nicht restlos aufklären würde :-) Dafür endet das Buch dann auch so, dass man auf einen weiteren Teil hoffen darf...

    Mein Fazit:

    Totenfang hat mich genauso begeistert wie seine Vorgänger. Becket ist ein Freund weitschweifiger Beschreibungen, aber ich finde das bei ihm nie langweilig. Ich schätze, ich würde mich jetzt auch in den Backwaters zurecht finden :-)

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    knuddelbackes avatar
    knuddelbackevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein ausgezeichneter Thriller, der nicht nur die Fans von Dr. David Hunter begeistern wird, sondern auch neue Leser von Simon Beckett
    Eine gelungene Fortsetzung um den forensischen Anthropologen Dr,. David Hunter

    Da ich in den letzten Wochen wieder etwas mehr Zeit hatte zum lesen und gerne mal wieder einen richtig spannenden Thriller lesen wollte habe ich mir kurzerhand "Totenfang" von Simon Beckett gekauft. Schon die ersten vier Teile aus der David - Hunter - Reihe konnten mich begeistern , so dass ich ziemlich sicher war einen guten Kauf gemacht zu haben.

    Lange hatte ich keinen David Hunter Roman mehr gelesen. Umso gespannterund - ja irgendwie aufgeregter- bin ich gewesen. Irgendwie schien mich diese Tatsache beim lesen mit dem Hauptcharakter David Hunter zu verbinden, denn auch er hatte lange Zeit nicht mehr bei einem Fall der Polizei geholfen. Seine eigene Nervosität schien sich beim lesen auf mich zu übertragen und ich konnte mich tatsächlich sehr gut in seine Gefühlswelt hinein versetzen- Ähnlich wie einem Schüler an einer neuen Schule muss es ihm dabei gegangen sein.

    Besonders gut gefiel mir der Schauplatz des Buches: Die Backwaters - ein sumpfiges, oftmals undruchdringliches Gebiet mit allerhand Tücken . Perfekt für den Beginn eines neuen Falles , einer neuen Ermittlung.

    Lange Zeit wird der Leser auf eine falsche Fährte geführt, und das mit einer Vielzahl an Wendungen und Überraschungen. Genau so wie ein guter Thriller meiner Meinung nach aufgebaut sein muss. Dazu die atmosphärisch dicht verpackte Handlung, und fertig ist ein flüssig geschriebener , spannender Thriller der eigentlich (fast) keine Wünsche übrig lässt. Die eingeflochtene Liebesgeschichte mit einer der Verdächtigen fand ich zudem ganz gelungen. (Achtung Spoiler): Noch gelungener hätte ich sie jedoch gefunden, wenn sie für Dr. David Hunter ein positives Ende gefunden hätte. So können die Fans also nur auf den 6. Teil hoffen, den es hoffentlich geben wird.

    Mein Fazit

    Denn alles in allem muss ich sagen, dass Simon Beckett mit diesem Buch ein ausgezeichneter Thriller gelungen ist. Und auch Leser, welche die vorangegangenen Fälle (noch) nicht kennen, dürften mit diesem Buch einen guten Griff machen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Miss_Coopers avatar
    Miss_Coopervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dr. David Hunter auf Leichenschau in den Backwaters
    David Hunters fünfter Fall

    Eine gefühlte Ewigkeit habe ich auf eine Fortsetzung der David Hunter Reihe gewartet, tatsächlich waren es sechs Jahre, die ins Land zogen seitdem Simon Beckett seinen vom Schicksal gebeutelten, stillen und introvertierten Kriminalhelden, den forensischen Anthropologen David Hunter von der Bildfläche verschwinden ließ. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben jemals wieder etwas über ihn zu lesen, doch dann lag es vor mir, auf dem Transportband einer Supermarktkasse, umgeben von Gebäck, Tee und Pfeifentabak. Für den Bruchteil einer Sekunde setzte mein Herz aus. Also zurück zum Presseregal, das letzte Exemplar zu meinen Einkäufen legend und mich noch einmal ganz hinten in der endlos langen Schlange der Kasse anstellend. Aber das war es mir wert. Immerhin habe ich den Supermarkt dann mehr als glücklich mit Simon Becketts neusten Werk „Totenfang“ verlassen.


    Wenn man eine so lange Zeit auf ein Buch wartet, werden die Ansprüche nicht gerade geringer und nach sechs Jahren des Wartens sind sie nun auch schier ins unermessliche gestiegen. Ich weiß, ich weiß zu hohe Erwartungen mindern das Lesevergnügen, aber sie waren nun einmal da. Vielleicht setzte ich meine Hoffnung in „Totenfang“ schon aus dem Grund weil mich sein letzter Roman „Verwesung“ im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht gerade in atemloses Staunen versetzt hat.  


    Der erste Absatz trifft sofort einen Nerv mit seiner Beschreibung wie sich ein lebloser Körper im Wasser verhält.


    „Doch das Wasser treibt noch eine weitere Transformation voran. Die Weichteile zersetzen sich, die Fettschicht unter der Haut zerfällt und ummantelt den einst lebenden Körper mit einer dicken fettigen Hülle. Diese Substanz nennt man Adipocire oder Leichenwachs, sie ist aber auch unter einem weniger makaberen Namen bekannt. Seife.“


    Das ist doch schon mal ein guter Anfang dachte ich bei mir, nichts für empfindsame Mägen, aber genau meinen Wünschen entsprechend. Also bin ich guter Dinge was die folgenden Seiten betrifft.


    In den Backwaters von Essex wird eine Leiche geborgen, der bei der Polizei in Ungnade gefallene forensische Anthropologe Dr. David Hunter soll bei der Bergung dabei sein.


    „Als forensischer Anthropologe wurde ich immer dann gerufen, wenn menschliche Überreste gefunden wurden, die zu verwest oder zerstört waren, als das ein Rechtsmediziner noch etwas mit ihnen hätte anfangen können.“


    Er ist ziemlich erstaunt darüber das die Polizei wirklich ihn mit an Bord haben will, denn seit seinem letzten Fall, bei dem mehrere Polizisten verletzt und getötet wurden, ist sein guter Ruf ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Um so mehr freut er sich auf diesen neuen Auftrag. Die Polizei vermutet das es sich bei den sterblichen Überresten um den 31-Jährigen Leo Villiers, Sohn eines Großgrundbesitzers handelt, der vier Wochen zuvor verschwunden ist. Nicht nur die Polizei, sondern auch sein Vater gehen davon aus das er Selbstmord begangen hat. Denn Leo stand unter dem Verdacht seine ehemalige Affäre Emma Darby getötet zu haben, die seit sechs Monaten vermisst wird. Der geborgene Leichnam bestätigt diese Vermutung, denn er trägt nicht nur Leo’s Kleidung und seinen Schmuck, sondern auch das, was von seinem Kopf übrig geblieben ist weist darauf hin, das er sich mit einer Schrotflinte ins Gesicht geschossen hat. Hunter hingegen hegt leise Zweifel was die Identität des Toten angeht, doch er behält diese für sich.

    Da für alle anderen klar ist um wen es sich handelt, gibt es für Hunter nichts mehr zu tun. Bei dem Versuch eine Abkürzung aus den engen Kanälen der Backwaters zu nehmen, bleibt sein Wagen in einer Wattrinne stecken. Alle Bemühungen es frei zu bekommen scheitern, doch glücklicherweise wird er von dem Anwohner Andrew Trask aufgelesen und abgeschleppt. Trask bietet ihm an in dessen Bootshaus zu bleiben, bis sein Wagen repariert wurde. Bei dieser Gelegenheit erfährt er das er ausgerechnet bei Emma Darbys Familie untergekommen ist. Hunter der am nächsten Morgen nach Hause aufbrechen will, erinnert sich plötzlich an einen ungewöhnlichen Turnschuh den er am Vortag gesehen hat und er will seiner Vermutung nachgehen, auch wenn er nicht mehr Teil des Teams ist. Zusammen mit Rachel, Emmas Schwester macht er sich auf die Suche nach besagtem Schuh. Sie finden ihn. Dr. Hunters Annahme das sich in dem Schuh ein Menschlicher Fuß befindet bestätigt sich. Er passt zu der gefundenen Leiche, doch es ist eindeutig nicht Leos Fuß. Wer also ist der Tote aus den Marschen? Eine zweite Leiche wird freigelegt als man Trasks Tochter aus einem unter Wasser liegenden Stacheldraht befreit. Der weitaus stärker verweste Tote ist vermutlich Emma Darbys Exfreund Mark Chapel. Hunter, dessen Zuneigung zu Rachel immer weiter wächst läuft Gefahr ein zweites mal von dem Fall ausgeschlossen zu werden. Dieses mal wegen Befangenheit, denn auch Darbys Familie rückt jetzt in den Fokus der Ermittlungen.


    Zunächst einmal möchte ich anmerken das ich den fünften David Hunter Fall wirklich sehr genossen habe, auch wenn er etwas mehr Zeit benötigte um fahrt aufzunehmen. Doch ungefähr ab der hälfte des 550 Seiten starken Buches wird es dann rasanter, alles geht plötzlich ganz schnell, eine Leiche nach der anderen taucht auf. Die losen Fäden und Verstrickungen der Charaktere fügen sich immer besser in einander, um dann ein Ende zu offenbaren mit dem selbst ich als erfahrene Krimileserin nicht gerechnet hätte. Allein mit seinen Worten gelingt es Beckett Bilder der mystischen Backwaters, mit den kleinen schlammigen, verschlicken Kanälen und Flussmündungen in mir wachzurufen. So das auch ich mich nach der Stille der Salzmarschen zu sehnen beginne. Aber nich nur der ausführlichen Beschreibung der Landschaft misst er Bedeutung bei, auch seinen Charakteren versteht er es Leben einzuhauchen. Sie alle haben ihre eigenen Geschichten und Laster, das macht das lesen so viel interessanter. Und gerade durch die Vielzahl an medizinischen Fachausdrücken, dank derer ich einen guten Eindruck in die Forensische Medizin bekomme, lässt die Arbeit seines Hauptprotagonisten und ich Erzählers Dr. David Hunter noch realistischer anmuten. 

    Gibt es überhaupt etwas an dem ich mich bei „Totenfang“ gestört habe? Nun ja, stellenweise ist es doch recht langatmig, besonders in der ersten Hälfte. Ach und die romanische Beziehung zwischen Hunter und Rachel hätte wegen mir wirklich nicht sein müssen, ich mag ihn als Einzelgänger doch am liebsten. Vielleicht ist er bei seinem nächsten Fall wieder mehr Leichenbeschauer, als Zuhörer und Retter in der Not.


    Und ja, mit „Totenfang“ hat Beckett meine liebe zu seinen Büchern wieder neu entfacht. und ich hoffe und wünsche, das er nicht noch einmal so viel Zeit verstreichen lässt. 


    https://misscoopers.wixsite.com/misscooper/blog/simon-beckett-totenfang


    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Erzählperspektive, ein ungewöhnlicher Protagonist und eine interessant konstruierte Geschichte -> lesenswert
    ungewöhnlich erzählt, interessant konstruiert

    Dieser Thriller wird aus einer recht ungewöhnlichen Perspektive erzählt. Der Leser darf nämlich über die Schulter des forensischen Anthropologen David Hunter schauen. Das sind diejenigen, die in einem Kriminalfall zu Rate gezogen werden, wenn die Tat schon mehr oder minder lange zurückliegt. Dennoch ist der Leser an seiner Seite immer an den aktuellen Geschehnissen beteiligt.

     

    Perspektive

    Das liegt nicht an der Ich-Perspektive, in der das Buch geschrieben ist, sondern an der Verkettung sonderbarer Zufälle. Der Einsatz, zu dem Hunter als Berater eines Leichenfunds hinzugezogen wird, ist Ausgangspunkt für diverse Ereignisse, die nach und nach immer neue Puzzleteile des Falls offenbaren.

    Dabei erhält der Leser durch die gewählte Erzählperspektive sehr tiefe Einblicke in die Entscheidungen des Protagonisten, die manchmal durchaus fragwürdig sind, die Geschichte allerdings vorantreiben. In diesen kurzen Momenten scheint die Geschichte ein bisschen zu konstruiert zu sein. glücklicherweise ebben diese Momente schnell wieder ab, so dass auch der Eindruck schnell verblasst.

     

    Recherche

    Dem Buch merkt man recht deutlich an, dass sich Beckett in einem Forschungsinstitut für Verwesungsprozesse Wissen angeeignet hat. Sehr detailliert beschreibt er, was mit einer Leiche passiert, wenn diese über längere Zeit in oder außerhalb des Wassers liegt. Trotz des hohen Detailgrads wird es aber nie so explizit, dass es in einer abstoßenden Beschreibung endet. Er bleibt in diesen Szenen erfreulich sachlich. Dennoch muss sich der Leser auf die ein oder andere Szene gefasst machen, in der diese Prozesse detailgetreu beschrieben werden.

    Diesen Detailgrad in der Beschreibung hält Beckett auch beim Blick in die Landschaft bei, so dass sich der Leser in diesen Szenen ebenso am Schreibstil erfreuen kann. Dann allerdings im positiveren Sinne.

     

    Serie?

    Normalerweise kenne ich die vorhergehenden Bücher einer Serie und kann somit immer nur erahnen, wie es für Leser wäre, die die Vorgängerbücher (noch) nicht gelesen haben. In diesem Fall ist es anders. Der fünfte Fall von David Hunter, der sich im dem Buch “Totenfang” verbirgt, ist mein erster.

    Und somit kann ich mal aus anderer Perspektive sagen, dass es zwar Bezüge zu älteren Fällen und Büchern gibt, diese aber für das vorliegende Buch nicht von Belang sind. Das Buch kann auch sehr gut für sich allein gelesen werden, ohne dass die vier vorhergehenden Bände bekannt sein müssen.

     

    Fazit

    Die ungewöhnliche Erzählperspektive, ein ungewöhnlicher Protagonist und eine interessant konstruierte Geschichte lassen diesen Thriller in der Fülle der Thriller-Neuerscheinungen hervorstechen. Auch wenn die vier vorhergehenden Fälle des Hauptdarstellers unbekannt sind, kann sich der Leser durchaus diesem Werk widmen und wird mit ihm sehr gut unterhalten. Ich kann dieses Buch ohne Bedenken weiterempfehlen.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    B
    Buecheraktevor 4 Monaten
    Wieder ein toller Band von Simon Bekett

    Es handelt sich hier um den 5. Band der David Hunter Reihe
    Cover: Das Cover ist passend zu seinen Vorgängern in schwarz-weiß gestaltet. Das schlichte Design empfinde ich als ansprechend, da es zu der Thematik passt und dennoch aus der Masse an Thrillern heraussticht. Ich finde es allerdings einfach auch mal schön, wenn auf einem Cover nicht ganz so viel los ist.
    Inhalt: Die etwas angeschlagene Karriere des forensischen Anthropologen David Hunter führt ihn in die Backwaters. Durch die Gezeiten verschwimmt der Übergang zwischen Land und Wasser schnell und erbarmungslos. Doch nicht nur die Landschaft ist Hunter gegenüber feindselig gestimmt, auch die Bewohner des Backwaters haben sprichwörtlich Leichen im Keller.
    Als nach dem Verschwinden des reichen Lokalpolitikers Leo Villiers eine Leiche gefunden wird, wird Hunter hinzugerufen um der Polizei bei der Identifizierung zu helfen. Besonders heikel stellt sich der Fund dar, da Leo Villiers unter Verdacht steht am Verschwinden von Emma Darby schuld zu sein. Während Leo Villiers Vater Sir Stephen darauf beharrt, dass es sich bei der Leiche um seinen Sohn handelt, stellt Hunter weitere Nachforschungen an und kommt währenddessen im Bootshaus der Familie von Emma Darby unter….
    Fazit: Schreibstil und Erzählweise wie immer sehr gut und spannend. Die Storyline steht seinen Vorgängern in nichts nach. Für mich gab es wieder einige „Das hätte ich jetzt nicht erwartet“-Momente, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Was ich allerdings sagen muss ist, dass der Band doch ruhiger ist als seine Vorgänger. Dies empfand ich als passend zum gesamten Setting des Buchs. Es gibt auch wieder eine kleine, dezente Liebesgeschichte, die ich als recht erfrischend empfand. Die Geschichte wurde dadurch ein wenig aufgelockert, gleichzeitig aber die gesamte Situation verkompliziert. Ich gebe Totenfang 5 von 5 Akten und kann für alle Fans der Reihe eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Mich hat das Buch gefesselt und einige schöne Lesestunden beschert.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    lesenliebens avatar
    lesenliebenvor 6 Monaten
    Endlich ist David Hunter zurück

    Da ich die vier vorherigen Thriller um den Hauptprotagonisten David Hunter regelrecht verschlungen habe, war es für mich selbstverständlich, dass ich auch „Totenfang“ lesen werde. Nachdem Simon Beckett einige Jahre kein Buch der David Hunter-Reihe mehr veröffentlich hat, war ich um so gespannter auf diesen Thriller. Mit den vorherigen Thrillern der David Hunter-Reihe „Chemie des Todes“, „Kalte Asche“, „Leichenblässe“ und „Verwesung“ hat Beckett die Messlatte verdammt hochgelegt, dementsprechend hatte ich Angst, dass „Totenfang“ nicht mithalten kann. Die Angst war zum Glück völlig unbegründet.

    Schon auf den ersten paar Seiten merkte ich, dass der Thriller wie ein freudiges und glückliches Wiedersehen war. Endlich wieder ein richtig, richtig guter Thriller, noch dazu mit dem so sympathischen Anthropologen David Hunter. Es war als wäre er nie weg gewesen. Der Thriller knüpft vom Niveau her direkt an die Vorgänger an, der Schreibstil, die Handlung, die verschienen Figuren, der Handlungsort sowie der Spannungsbogen, für mich hat einfach alles gestimmt.
    Ich konnte mich direkt von Beginn an sehr gut in die Handlung hineinversetzen und mir die verschiedenen Handlungsorte bildlich vorstellen. Auch die einzelnen Charaktere, allen voran David Hunter, konnte ich mir gut vorstellen und musste bei manchen Szenen doch schon schmunzeln. Da ich von den Thrillern, die ich zuletzt gelesen habe, spannungsmäßig ziemlich enttäuscht war, war ich um so glücklicher, dass der Thriller an vielen Stellen richtig spannend und teilweise auch düster war. Gerade bei den letzten 50 – 100 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Eins muss ich aber sagen, für Menschen, die sich schnell ekeln, wird dieser Thriller wahrscheinlich nicht die beste Lösung sein. Die Wasserleichen werden schon recht detailliert und authentisch beschrieben – auch hier brauchte ich nicht viel Fantasie, um mir die Szenen bildlich vorzustellen.

    Ich bin restlos begeistert von dem neusten Thriller der David Hunter-Reihe und hoffe sehr, dass ich nicht wieder 6 Jahre auf einen Nachfolger warten muss.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    mrs-brs avatar
    mrs-brvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder ein echter David-Hunter-Fall ! Super spannend! mehr auf: https://anna-bredow.jimdo.com/2018/03/04/die-david-hunter-reihe/
    Typischer David-Hunter-Fall ! Super spannend!

    Nach den letzten Ermittlungen wurde David Hunter Lehrer. Er merkt aber immer wieder wie sehr ihm seine Tätigkeit als forensischer Anthropologe fehlt und freute sich sehr, als er einen Anruf erhält, in dem er zur Hilfe gerufen wird. Er macht sich sofort auf den Weg und hätte wohl nie damit gerechnet, wie sich die Dinge entwickeln würden. Auch mit dem vorerst letzten Teil der David-Hunter-Reihe hat mich Simon Beckett nicht enttäuscht. Spannend bis zur letzten Seite und voller Wendungen, mit denen man nie gerechnet hätte. Ich bin noch nicht richtig dazu bereit mich von David zu verabschieden und hoffe sehr auf einen weiteren Teil.

    Mehr zu der Reihe unter: https://anna-bredow.jimdo.com/2018/03/04/die-david-hunter-reihe/

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Tim_Tichatzkis avatar
    Tim_Tichatzkivor 7 Monaten
    Fast 5 Sterne...

    Das Buch hätte es verdient 5 Sterne zu bekommen - wie alles von Simon Beckett. Gute Geschichte, gutes Tempo, gute Charaktere. Wenn nur der inflationäre Gebrauch von Hilfsverben (haben und sein) nicht wäre. Vermutlich verdanken wir das aber nicht Simon Beckett, sondern eher der Übersetzung.  

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    JuliaAndMyselfs avatar
    JuliaAndMyselfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend mit überraschenden Wendungen.
    Grußelig und schön ekelig - typisch Dr. Hunter

    Im fünften Teil der Dr. Hunter Reihe, wird David Hunter für die Bergung einer Leiche angefragt. Aufgrund des vergangenen Trubels um seine Person, wird er jedoch nicht um seine Experise gefragt. Als er trotzdem durch mehrere Zufälle neue Beweise findet, soll er dann doch bei der Lösung des Falles beitragen. Kurz vor der Auflösung des Falls wird Hunter dann auch noch persönlich in den Fall hineingezogen und gerät in Gefahr.
    Die Handlung ist zum Teil etwas schleppend erzählt, ist jedoch durchweg spannend bzw. interressant genug um weiterzulesen. Auch viele unerwartete Wendungen sind im Buch zu finden. Leider werden nahezu alle Erkenntnisse erst am Ende offenbahrt und die Schritte zur Lösung des Falles sind etwas undurchsichtig. Auf diese Weise ist jedoch auch gewährleistet, dass die Handlung nicht vorhersagbar ist. Auch stört die Unterbrechung der Auflösung am Ende des Buches etwas. Der Gruselfaktor ist im Vergleich zu den bisherigen Hunter-Büchern geringer. Dennoch schließt das Buch mit einem Cliffhanger, sodass ich mich schon auf das Nächste freue. Insgesamt ist das Buch total zu empfehlen, man sollte jedoch die vorherigen Bücher gelesen zu haben, um die Handlung am besten zu verstehen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Armillees avatar
    Armilleevor 8 Monaten
    David Hunter

    Ich mag diesen David Hunter. Der ist so erfrischend lebendig in seinen Handlungen und Gedanken. Die Geschichte ist keinen Moment langweilig. Und ich muss immer lachen, in was für komische Situationen er gerät...;o)
    Hier hat er nun gedacht, er kommt mit seinem Auto noch über diesen Flusslauf. Und wie so oft...muss er gerettet werden. Und da die Geschichte an einem lebendigen Fluss liegt, wird er ständig nass bis auf die Knochen.
    Auch der Schluss hat mir gefallen, sowie die Charaktere und die Darstellung der Umgebung..
    Simon Beckett -> ein Lesegenuss

    Kommentieren0
    4
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Totenfang taucht tief in die dunkelsten Abgründe ein. Simon Beckett ist ein meisterhafter Erzähler, und die makabren forensischen Details in seinen Thrillern sorgen für Gänsehaut-Garantie.

    Nur gut, dass einer die Sprache der Toten spricht.

    Darauf haben Millionen Leser gewartet.

    Simon Beckett ist einer der zurzeit spannendsten Krimiautoren.

    Man darf wirklich ohne Übertreibung behaupten: Die Figur des einzelgängerischen Forensikers gehört zu den faszinierendsten der gegenwärtigen Mord-und-Totschlagszene im Literaturbetrieb.

    Ein Buch für starke Nerven.

    Wer ein Buch von Simon Beckett aufschlägt, sollte das besser am späten Nachmittag oder frühen Abend, nicht aber kurz vor dem Einschlafen tun. Denn sonst ist eine schlaflose Nacht vorprogrammiert. Becketts Psychothriller sind so unglaublich spannend, dass man mit klopfendem Herzen dasitzt und bei jedem kleinsten Geräusch aufschreckt.

    Den Platz auf Bestsellerlisten hat sich Beckett wahrlich verdient.

    Mit seinem fünften Thriller rund um die Fälle des Anthropologen David Hunter präsentiert sich Simon Beckett in Bestform. […] Der Leser mag das Buch nicht aus der Hand legen und erliegt dem Nur-noch-dieses-Kapitel-Sog.

    Sie werden die 520 Seiten nonstop verschlingen! Achtung: Kein Betthupferl für schwache Nerven!

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks