Voyeur

von Simon Beckett 
3,0 Sterne bei672 Bewertungen
Voyeur
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (212):
Gordon_McBanes avatar

Einblick in die gefühlskalte Welt des Waren- und Markenfetischismus eines Soziopathen - verpackt als exzellenter Krimi. Top!

Kritisch (202):
Mia89s avatar

Die David Hunter Reihe hat mich umgehauen aber dieses Buch von Simon Beckett leider nicht

Alle 672 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Voyeur"

Du gehörst mir.

Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen - attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos.
Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun.

Wenn Besessenheit zum Mord führt: Die Geschichte einer sexuellen Obsession.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499249174
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.04.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.04.2010 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Mali133s avatar
    Mali133vor 4 Monaten
    "Galerie der Verführung" eignet sich besser als Titel

    "Voyeur" ist ein Thriller von Simon Beckett. Die deutsche Erstausgabe erschien 1994 unter dem Titel "Galerie der Verführung". Die aktuelle Ausgabe erschien 2010 im Rowohlt Taschenbuch Verlag.

    Inhalt:
    Donald Ramsey besitzt eine kleine Galerie in London, in der er mit Kunstwerken handelt. Doch er besitzt auch eine erlesene Privatsammlung. Diese Kunstwerke zeigen hauptsächlich Frauen in erotischen Posen. Seit Jahren sind dies die einzigen Frauen im Leben von Donald Ramsey, bis er ein ungesundes Interesse an seiner Assistentin Anna entwickelt. Er würde sie gerne so sehen, wie die Frauen in den Gemälden, doch dieses Unterfangen soll nicht einfach werden.
    Donald engagiert seinen Bekannten Zeppo um Anna zu verführen, aber es treten ungeahnte Probleme auf die es gilt aus dem Weg zu schaffen. Und das um jeden Preis ...

    Fazit:
    Da mich die neueren Thriller von Simon Beckett immer in ihren Bann gezogen haben, wollte ich auch gerne einmal seine älteren Bücher lesen. "Voyeur" war der erste Roman, den er veröffentlichte und man merkt diese Tatsache leider sehr schnell. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

    Der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Er war flüssig und angenehm zu lesen. Doch bereits hier merkte man, dass Simon Beckett noch die Erfahrung fehlte. Die Charaktere werden eher oberflächlich beschrieben und es fehlt ihnen das gewisse Etwas um sie lebendiger erscheinen zu lassen. Auch wird die Umgebung an denen das Buch spielt nur grob umrissen, wodurch noch mehr von der Tiefe der Geschichte verloren geht.

    Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt. Erzählt wird, abgesehen von geführten Dialogen, nur aus der Ich-Perspektive von Donald Ramsey. Die Dialoge ziehen sich teilweise gefühlt endlos dahin und scheinen nichts wichtiges zum Geschehen beizutragen. Eine gewisse Spannung baute sich erst zur Hälfte des Buches langsam auf. Diese war auch bitter nötig, damit ich das Buch nicht noch länger vor mir her schiebe. Trotzdem nimmt die Geschichte bis zum Ende nicht an Fahrt auf und plätschert eher so dahin.

    Die Idee hinter dem Buch fand ich an sich nicht schlecht, aber leider war die Umsetzung ein bisschen holprig. Man hätte sicherlich mehr herausholen können, aber das lag wohl wirklich an mangelnder Erfahrung von Simon Beckett. Ich denke dass die Änderung des Titels keine gute Idee war. Bei dem Titel "Voyeur" geht man einfach mit den falschen Erwartungen an die Geschichte heran und ist am Ende mehr als nur enttäuscht.

    Für mich war es trotz der Enttäuschung nicht der letzte Thriller von Simon Beckett. Seine neuen Werke haben mich so sehr begeistert, dass ich einfach alles von ihm lesen möchte. Selbst wenn die älteren Bücher noch nicht das wiederspiegeln was in ihm steckt.
    Dieses Buch würde ich auf jeden Fall nicht weiterempfehlen. Die Bewertung fiel mir auch sehr schwer. Ich hätte gerne mehr Sterne gegeben, aber das konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

    Von mir gibt es 3 von 5 Sternen!

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    Gucci2104s avatar
    Gucci2104vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: schwach, enttäuschend, sinnlos in die Länge gezogen!
    Neuer Titel, gleicher Inhalt

    Um mit dem Erstlingswerk anscheind mehr Geld zu verdienen hat man erstmal den Titel von damals (1994) "Galerie der Verführung" in "Voyeur" geändert. Jedoch macht es das Buch dadurch auch nicht besser. Vorhersehbare Handlungen sinnlos in die Länge gezogen. Es kommt nicht mal annähernd an seine anderen Bücher heran. Keine Leseempfehlung!

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kein typischer Simon Beckett... Wer einen neuen David Hunter erwartet, wird enttäuscht sein
    Voyeur // Simon Beckett

    Seitdem ich den ersten Teil der David Hunter-Reihe gelesen habe, bin ich ein riesen Fan von Simon Beckett. Er versteht es wie kein zweiter, eine komplexe Idee in eine spannende Handlung umzuwandeln. Daher musste ich auch unbedingt seine unabhängigen Werke lesen, die teilweise schon einige Jahre alt sind. Doch eben diese frühen Werke weisen doch noch den einen oder anderen Mangel auf.

    Liebe und Leidenschaft sind für Donald Ramsey Fremdwörter. Für Frauen, deren Körper und Sexualität interessiert er sich nur, wenn diese auf Gemälden oder als Skulpturen abgebildet sind. Daher verwirrt ihn sein eigenes Interesse an seiner neuen Assistentin selbst am meisten. Sie zieht ihn magisch an. Doch er weiß, dass er selbst niemals eine Chance bei ihr hätte. Also beschließt er, dass er seine Begierde durch einen Mittelsmann ausüben muss. Er schließt sich mit Zeppo zusammen, einem Frauenhelden, wie er im Buche steht. Dieser soll Anna verführen und Donald soll dabei zusehen dürfen. Doch dann durchkreuzt ausgerechnet Anna selbst den Plan der beiden Männer. Sie will mir ihrem Freund Marty zurück in die USA ziehen und London den Rücken kehren. Donald ist klar: wenn er seinen Plan noch durchführen will, dann muss er handeln. Und dafür schließen Zeppo und Donald einen mörderischen Plan: Marty muss verschwinden.

    Ich finde es immer wenig durchdacht, ein solches Cover zu wählen. Der Stil mit dem weißen Hintergrund und der roten Schrift ist ja bereits von anderen Werken von Simon Beckett bekannt. Leider finde ich, dass die Cover meist so gar nichts aussagen. Ich mag es lieber, wenn ich schon am Cover ein wenig erraten kann, um was es gehen wird. Mir persönlich gefällt es auch nicht, ein Wort in der Mitte auseinander zu reißen und auf zwei Zeilen darzustellen. Wenn ich diese Cover nicht bereits mit Simon Beckett verknüpft hätte, hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen. Allerdings lässt sich der Wiedererkennungswert nicht leugnen.

    Die Geschichte wird aus Sicht von Ronald erzählt, was mir sehr gefallen hat. Wann bekommt man schon mal Gelegenheit, in den Kopf eines Psychopathen zu blicken? Die Schreibweise ist recht flüssig, da die Sätze recht kurz und knackig sind. Bei „Voyeur“ handelt es sich um Becketts Erstlingswerk. Daher sucht man nach dem „typischen Simon Beckett“, den man aus den David Hunter Büchern kennt, vergeblich. Aber anders heißt ja nicht gleich schlechter. Ich fand es wirklich spannend, wie sich ein Schreibstil scheinbar noch verändern kann, vom ersten Buch zum erfolgreichen Thriller-Autor.

    Der Großteil des Buches besteht aus Gesprächen, die Donald mit anderen Personen führt. Diese Gespräche ziehen sich nur leider teilweise unnötig in die Länge. Die Charaktere waren mir eigentlich durchweg durch die Bank unsympathisch und ich konnte die Beweggründe von keinem nachvollziehen. Am meisten aufgefallen ist mir, dass die Beweggründe von Donald, dem Protagonisten, total unter den Tisch fallen. Natürlich handeln Psychopathen nicht nachvollziehbar, aber es wird noch nicht mal der Versuch unternommen, irgendwie Licht in die ganze Sache zu bringen. Der Spannungshöhepunkt ist ungefähr bei der Hälfte des Buches erreicht und danach fällt sie bis zum Nullpunkt ab. Die Handlung schleppt sich dann dahin und ich musste mich zwingen, das Buch fertig zu lesen. Am schlimmsten für mich war allerdings, dass nach dem Ende noch Fragen offen bleiben und Charaktere auftauchen, bei denen ich jetzt noch überlege, welchen Sinn die wohl für die Geschichte hatten. Das Ende der Geschichte war meiner Meinung nach einfach nur schlecht. Langweilig, sinnfrei, unnötig…

    Das Buch war etwas „seltsam“, ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Dem Buch fehlte es am gewissen Etwas und vor allem an Spannung. Wer Simon Beckett kennt und vor allem seine „David Hunter“ Bücher mochte, muss damit rechnen, dass er von diesem Buch enttäuscht sein wird. Hierbei handelt es sich um ein total anderes Buch. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht lesen muss.


    © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 2 Jahren
    Voyeuristische Leidenschaft

    Donald Ramsey ist ein älterer Herr, dem eine Kunstgalerie in London gehört. Hier verbringt er als Leiter derselben seine Tage und umgibt sich mit dem, was er am liebsten mag - Kunst. Es ist keine wirkliche Leidenschaft, sondern eine Passion, denn Leidenschaft empfindet er an sich nicht. Lediglich seiner Privatsammlung von erotischer Kunst kann er annähernd Leidenschaft entgegen bringen. An sich ist Ramsey mit seinem Leben jedoch nicht unzufrieden. Als er jünger war, hat er die Sache mit der körperlichen Liebe mal ausprobiert, doch auch das konnte keine Leidenschaft in ihm wecken.


    Als jedoch Anna als seine neue Assistentin in der Galerie anfängt, verändert sich Ramseys Einstellung. Zwar empfindet er keine glühende Leidenschaft für sie, doch er ist fasziniert von der jungen Frau und hat sie gern in seiner Nähe. Doch Anna ist kein Single, eine Tatsache, die Donald jetzt nicht weiter stört - was ihn jedoch stört ist, dass Anna zusammen mit ihrem Marty aus London weggehen will. Das jedoch kann Donald nicht zulassen, denn Anna fasziniert ihn und er will sie bei sich behalten und nicht nur das, denn er hat große Pläne mit der jungen Frau.

    Donald will die junge Frau verführen. Jedoch kommt dieser körperliche Akt für ihn selbst nicht in Frage, doch er hat den richtigen Mann zur Hand. Zeppo, seines Zeichens Model, scheint perfekt für die Verführung der jungen Frau. Zuerst jedoch muss ein kleines Hindernis aus dem Weg geräumt werden - Marty ...

     

    Voyeuristische Leidenschaft! Der Plot wurde detailliert und authentisch erarbeitet, allerdings muss ich sagen, dass er mich wenig angesprochen hat. Es hat sich mir nicht erschlossen, warum ein alter Mann unbedingt eine bestimmte Frau durch einen anderen verführt sehen will. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, wobei mich als einziges die Figur der Anna angesprochen hat. Allerdings ist diese recht naiv und zu vertrauenswürdig, was ihr Umfeld angeht. Den Schreibstil empfand ich teilweise als sehr fad, gefühlt bewegte sich die Story kaum von der Stelle. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch bisher das ist, was mir von dem Autor am wenigsten gefallen hat.

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    MissPommess avatar
    MissPommesvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessant, aber etwas langwierig. Hatte etwas mehr erwartet
    Leider keine Empfehlung..

    Voyeur ist eines der ersten Bücher von Simon Beckett.

    Leider merkt man das auch. In Sachen Spannungsaufbau und Dramaturgie ist hier noch nicht allzu viel vorhanden.

    Der Londoner Galerist Donald Ramsey kann die Schönheit und Erotik von Frauen nur auf Gemälden betrachten, bis die junge Assistentin Anna in seiner Galerie arbeitet.

    Eines Abends beobachtet er sie heimlich beim Umziehen.  Von da an hat er nur noch ein Ziel. Er will Anna verführen lassen. Dafür heuert er den Dressman Zeppo an, für den dieses Unterfangen eigentlich ein leichtes Spiel sein sollte.

    Nur gibt es da ein kleines Problem, Annas Freund, Marty.        Die beiden lieben sich wirklich sehr und Zeppos versuche sind alle vergeblich.

    Doch das will Donald sich nicht gefallen lassen. Dieses Mädchen soll endlich von Marty loskommen und ihm gehören.

    Wenn sexuelle Bessesenheit zum Mord führt.

    An sich ein interessanter Grundstock. Nur leider viel zu langwierig und selten spannend umgesetzt. Nicht mal der Mord, das eigentliche Highlight war besonders schockierend.

    Leider kein gutes Buch von Herrn Beckett, dass man sich nicht unbedingt ins Regal stellen muss.

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    Naschkatzenalarms avatar
    Naschkatzenalarmvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider zäh und langweilig..
    Da hatte ich mir mehr versprochen..

    .. als Donald Ramsey die Schönheit der Frauen lieber in seinen erotischen Bildern beschaute. Bis er Anna trifft, in die er regelrecht vernarrt ist, sodass er ihr unter anderem heimlich beim Umziehen zusieht. Im krassen Kontrast dagegen steht Zeppo, ein Womanizer, der Ramsey bei seiner neuen Obsession Anna zur Seite steht und vor nichts zurückschreckt...

    Als begeisterte Simon Beckett Leserin war ich von Voyeur leider enttäuscht, da das Buch sich als zähe, erotische Geschichte entpuppte. Dabei blieben die Aspekte eines Krimis meistens auf der Strecke und ein spannender Höhe- oder Wendepunkt blieb aus.Schade, da das Cover doch wieder einmal ansprechend war.

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    Callsos avatar
    Callsovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das Frühwerk von Simon Beckett - geheimnisvoll und gut!
    Wer anderen gerne zuschaut...

    In der Abarbeitung meiner Simon-Beckett-Leseliste bin ich auf das Frühwerk gestoßen.

    Ein sehr solider Roman mit einer feinen Prise Spannung.

    Sicherlich ist die Hauptperson nicht der große Sympathieträger. Der alternde und wohlhabende Kunsthändler entdeckt die plötzliche Liebe und Hingabe zu seiner Assistentin. Plötzlich ist er besessen und tut alles, um in ihrer Nähe zu sein.

    Es entwickelt sich eine geheimnisvolle Geschichte um Kunst, Mord, Liebe und Sex.

    Obwohl es der erste Roman des Autors ist, erscheint das Buch ganz routiniert geschrieben, so dass ich im guten Lesefluss war. Ich bin beim Autor ein riesiger Fan von "Obsession", gleichwohl hat mir auch dieses Buch gut gefallen.

     

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kein typischer Simon Beckett... Wer einen neuen David Hunter erwartet, wird enttäuscht sein
    Kein typischer Simon Beckett

    Ich finde es immer etwas wenig durchdacht, ein solches Cover zu wählen. Den Stil (weißer Hintergrund, rote Schrift) kenn ich bereits von "Flammenbrut" und "Obsession". Wirklich was aussagen tut das Cover nicht. Ich habs lieber, wenn man wenigstens am Cover erahnen kann, um was es geht, oder zumindest, in welches Genre das Buch zu stecken ist.
    Ich persönlich finde es auch nicht so hübsch, dass das Wort "Voyeur" einfach in der Mitte getrennt wurde und auf zwei Reihen dargestellt wird.
    Wenn nicht der berühmte Name Simon Beckett auf dem Umschlag gestanden hätte, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht mal in die Hand genommen, um den Klappentext zu lesen.
    Allerdings hat das Buch dadurch einen guten Wiedererkennungswert als Werk von Simon Beckett.

    Die Geschichte wird aus der Perspektive des Besessenen Donald Ramsey erzählt, was mal was anderes ist. Wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, in den Kopf eines Psychopathen zu schauen? Das Buch liest sich recht flüssig, da die Sätze nicht übermäßig lang oder kompliziert sind.
    Der Großteil des Buches besteht aus Gespräche, die Donald mit Nebencharakteren führt, wobei diese stellenweise ein wenig zu arg in die Länge gezogen wurden. 


    Bei "Voyeur" handelt es sich um Becketts Erstlingswerk, wie sich dem Vorwort entnehmen lässt. Während des Lesens habe ich mehr als einmal versucht, den Simon Beckett, den ich von der David Hunter Reihe kannte, zu entdecken. Vergeblich... Wenn ich es nicht gewusst hätte, dann hätte ich geschworen, dass die Bücher von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden.
    Scheinbar hat sich der Schreibstil im Laufe der Zeit doch noch sehr verändert, aber anders muss ja nicht schlechter heißen. 


    Die Idee an sich fand ich sehr interessant. Ein Mann, der eigentlich keinerlei Interesse an Frauen hat oder an Menschen im Gesamten, fühlt sich plötzlich zu seiner jungen, attraktiven Assistentin hingezogen. Doch irgendwie rutscht die ganze Sache dann ins Illegale, da ein junges hübsches Mädchen natürlich nicht allein ist, sondern einen Freund an ihrer Seite hat. Allerdings fehlte mir ein wenig die Motivation von Donald, etwas hintergründiges, was ihn antreibt oder warum er so ist, wie er nun mal ist.
    Das Buch hat stellenweise so seine Tiefs, bei denen sich die Handlung ein wenig dahin schleppt. Außerdem trifft Donald durch einen Autounfall eine Frau, die Interesse an ihm zu haben scheint und öfters versucht, sich mit ihm zu treffen. Leider hat sich mir der Sinn hinter diesem Handlungsstrang nicht ganz eröffnet, da sie für die Geschichte einfach gar keine Rolle spielt. Wenn ich eines nicht mag, dann ist es ein Buch zuzuschlagen und es sind noch Dinge übrig, die einer Erklärung bedürft hätten.
    Und trotz des Mordes an Marty, dem Freund von Anna, den Donald gemeinsam mit dem Macho Zeppo begeht, kann ich nicht sagen, dass es sich bei "Voyeur" um einen klassischen Thriller handelt. Aber man kann das Buch auch keinem anderen Genre zuordnen...

    Ich fand das Ende nachher etwas gewöhnungsbedürftig und es passte auch irgendwie nicht zum Charakter von Donald. 


    Fazit:

    Im Großen und Ganzen hab ich mich von dem Buch ganz gut unterhalten gefühlt, aber mir wäre jetzt wahrscheinlich auch nichts entgangen, hätte ich es nicht gelesen. Es fehlte das gewisse Etwas. Das Buch war etwas "seltsam".
    Wer Simon Beckett kennt und dieses Buch lesen möchte, darf nicht mit der Erwartung daran gehen, es handele sich um ein ähnliches Werk.

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    dreamily1s avatar
    dreamily1vor 5 Jahren
    Hm...

    Nur 3 Sterne und das auch nur weil Simon Beckett normal gute Bücher hat und die Story ja nicht soo verkehrt ist. Ich war gespannt auf das Buch, inhaltlich hat es sich gut angehört mit dem Galleriebesitzer Donald und seiner Assistentin Anna und seine "Leidenschaft" zu ihr die etwas makaber ist und so. Habe das Buch relativ schnell durchgelesen gehabt, es ist gut geschrieben und das mit dem "Ich"-Form finde ich sowieso gut. Es hat mich gepackt, gefesselt...nur dieses verfilxte Ende...*mit den Achseln zuck* Ok,
    vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber das ist nicht meins, verstehe ich nicht so Recht.  Schade drum...

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    Levenyas avatar
    Levenyavor 5 Jahren
    Voyeur

    Voyeur

    Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Als Journalist bekam er Einblick in die Polizeiarbeit, und dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen.

    Allein in Deutschland wurden bereits 7 Millionen Bücher des Autors verkauft. Für einige seiner Thriller hat er auf der «Body Farm» in Tennessee recherchiert. Der Autor ist verheiratet und lebt in Sheffield. Quelle

    Erster Satz:
    „Anna und Marty waren ganz offensichtlich ineinander verliebt, und als ich beschloss, ihre Beziehung zu beenden, war mir klar, dass ich Hilfe brauchen würde.“

    Klappentext:
    Du gehörst mir…
    Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen – attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos. Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun ... Wenn Besessenheit zum Mord führt: Die Geschichte einer sexuellen Obsession.

    Cover:
    Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Ganz einfach in Weiß und der Titel ist groß in rot darauf geschrieben. Ein einziges Wort. Aber es sprang mir sofort ins Gesicht und machte mich neugierig, sodass ich es mir einmal genauer anschauen musste. Weniger ist manchmal einfach mehr.

    Leseprobe

    Meinung:
    Nachdem ich mit großer Begeisterung „Leichenblässe“ von Simon Beckett gelesen hatte, fiel mir nun dieses Werk von ihm in die Hände und es war im Nachhinein etwas ganz anderes, als ich erwartet hätte. Im Vorwort dieses Buches schreibt Simon Beckett, dass „Voyeur“ sein erster veröffentlichter Roman ist, den er zwischen 1991 und 1992 schrieb. Deshalb seien auch hier vorab die Stimmen gewarnt, die nach dem Lesen des Buches enttäuscht sein könnten, dass die älteren Werke Becketts nicht so gut seien wie seine heutige David-Hunter-Serie.

    Die Geschichte erfahren wir aus Sicht des etwas in die Jahre gekommenen Kunstkritikers Donald Ramsey. Er lebt sehr zurückgezogen und hat für andere Menschen nicht viel übrig. In seiner eigenen Welt ist er zufrieden, bis er eines Tages seine Assistentin Anna beim umziehen beobachtet. Seit diesem Moment wird Anna zum Objekt seiner Begierde. In seiner Fantasie will er nicht mit ihr zusammen sein, sondern als heimlicher Voyeur Anna beim Liebesspiel mit dem passenden Partner beobachten. Diese Begierde treibt ihn soweit, dass er schließlich auch vor Mord nicht zurückschreckt.
    Mit seinem Bekannten Zeppo, den er für das Liebesspiel mit Anna ausgewählt hat, entwickelt er bald einen perversen Plan, den die beiden in die Tat umsetzen – koste es was es wolle. Das dabei Leben, Beziehungen und Zukünfte zerstört werden, schreckt die beiden nicht ab. Zwei sehr kranke und verdrehte Charaktere, die Simon Beckett in diesem Werk aufeinander treffen lässt und die alles, was ihnen in den Weg kommt, zerstören.

    Ich bin zwar in diesen Band etwas schwieriger rein gekommen als zuvor in „Leichenblässe“, aber dennoch hat mich das Buch sehr gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil von Simon Beckett ist super. Ganz klar und deutlich beschreibt und erzählt er seine Geschichte und schafft es dabei, von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten und den Nervenkitzel weiter und weiter in die Höhe zu treiben. Ein Schreibstil, der dazu veranlasst, dass Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können.

    Auch wenn mich dieser Band nicht so sehr überzeugt hat wie zuvor „Leichenblässe“, fand ich ihn dennoch sehr gelungen und empfehlenswert.
    Das neuste Werk von Simon Beckett und gerade erst erschienen ist „Der Hof“.

    Levenya
    http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    L
    Wie sind die Bücher von Simon Beckett? Ist Voyeur ein Titel aus einer Reihe? Ich habe gehört, dass die Krimis von ihm gut sein sollen, weiß aber nicht welchen Titel ich als erstes am besten lesen sollte. Könnt ihr mir da was empfehlen? Danke.
    Zum Thema
    Sonnenblumes avatar
    Schreibt Simon Beckett eher Krimis oder Thriller? In welche Richtung gehen seine Bücher? Sind die sehr blutrünstig oder gute spannende Thriller? Ich suche gerade einen guten Thriller, der aber nicht zu grausam, blutrünstig sein sollte. Aber halt spannend ;-)
    Zum Thema

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