Cromwell verliebt sich ständig und es ist immer die einzig, wahre, große Liebe. Der Ich-Erzähler liebt auch, aber eigentlich immer noch seine Jugendliebe. Sehr problematisch für zwei Erwachsene Männer. Als mal wieder eine Beziehung, die für immer war, von Cromwell in die Brüche geht, fliegen sie nach Italien. Liebeskrank und immer auf der Suche nach sich und dem Sinn. Es geht aber sofort wieder los mit der Achterbahnfahrt der Gefühle, denn der Ich-Erzähler kann seine Jugendliebe nicht aus dem Kopf bekommen und Cromwell bandelt mit einem minderjährigen Mädchen an. Als es dann auch zum Streit zwischen den Freunden kommt, kippt die Stimmung endgültig.
Simon Borowiak
Lebenslauf
Satire als Rettung: Simon Borowiak wird 1964 in Frankfurt am Main als Simone Borowiak geboren. Er beginnt ein Klavierstudium, das er jedoch abbricht. Im Anschluss arbeitet er mehrere Jahre als Redakteur der satirischen Zeitschrift „Titanic“. 1992 erlangt er mit seinem ersten, und ebenfalls satirischen Roman „Frau Rettich, die Czerni und ich“ größere Bekanntheit, auch als das Buch 1998 verfilmt wird. Er veröffentlicht weitere Bücher, bis es Ende der 90er Jahre stiller um Borowiak wird. 2006 tritt er als Mann erneut an die Öffentlichkeit, als er sein autobiographisches Sachbuch „ALK“ vorstellt. Seit dieser Veröffentlichung ist Borowiaks Schreiben stärker autobiographisch geprägt, er erzählt von seinen eigenen Problemen mit Abhängigkeit und Identitätsfindung. Er sagt über sich selbst, die Satire sei für ihn häufig seine Rettung gewesen. Heute lebt Simon Borowiak in Hamburg.
Alle Bücher von Simon Borowiak
ALK
Wer Wem Wen
Schade um den schönen Sex
Bring mir den Kopf vom Nikolaus
Sucht
Du sollst eventuell nicht töten
Frau Rettich, die Czerni und ich
Falsche Dampfer
Neue Rezensionen zu Simon Borowiak
Cromwell verliebt sich ständig und es ist immer die einzig, wahre, große Liebe. Der Ich-Erzähler liebt auch, aber eigentlich immer noch seine Jugendliebe. Sehr problematisch für zwei Erwachsene Männer. Als mal wieder eine Beziehung, die für immer war, von Cromwell in die Brüche geht, fliegen sie nach Italien. Liebeskrank und immer auf der Suche nach sich und dem Sinn. Es geht aber sofort wieder los mit der Achterbahnfahrt der Gefühle, denn der Ich-Erzähler kann seine Jugendliebe nicht aus dem Kopf bekommen und Cromwell bandelt mit einem minderjährigen Mädchen an. Als es dann auch zum Streit zwischen den Freunden kommt, kippt die Stimmung endgültig.
Simon Borowiak (Frau Rettich, die Czerni und ich) schreibt bissig, böse, brillant und voller Witz.
Sucht und Psychiatrie sind Themen, über die häufiger und offener gesprochen werden sollte, deshalb finde ich das Buch thematisch sehr ansprechend. Die Handlung wird immer abwechselnd von dem Tablettensüchtigen Cromwell und dem trockenen Alkoholiker Schlomo erzählt. Dadurch erhält man sowohl einen Einblick in die Gedanken und Gefühle wie es ist, aktuell in einer psychiatrischen Klinik zu sein, als auch wie es ist, wenn man wieder im echten Leben steckt. Es wird deutlich, dass die Krankheit Sucht auch von den Betroffenen schnell unterschätzt wird, sie die Klinik häufig mit einem „auf nimmer Wiedersehen“ verlassen und ehe man sich versieht, hat die Sucht wieder die Überhand über sie genommen.
Wenn du auf die Schnauze gefallen bist – steh auf. Jeder Rückfall könnte der letzte sein. Sei achtsam. Kümmere dich um dich.
Simon Borowiak – Sucht
Auch wenn sich die Handlung hauptsächlich um die Klinik dreht, geht es in der Nebenhandlung darum, dass die beiden zusammen mit ihrem blinden Freund das Detektiv-Spielen zum Beruf machen wollen. Das bringt vielleicht ein bisschen Witz mit ins Buch, ich finde es allerdings etwas unnötig und unrealistisch.
Zum Stichwort unrealistisch muss ich auch sagen, dass es eine weitere Handlung gibt, die ich sehr kritisch finde. Cromwell ist kurz davor, die Klinik zu verlassen. Um ihn zu überzeugen dort zu bleiben, täuscht Schlomo einen Rückfall vor und lässt sich auch wieder in die Klinik einweisen. Den Gedanken „was tut man nicht alles, um einen Freund zu retten“ finde ich grundsätzlich eine schöne Botschaft. Allerdings muss Schlomo für die Einweisung zuvor Alkohol trinken und das finde ich sehr unrealistisch. Ein trockener Alkoholiker trinkt wieder Alkohol? Das sehe ich sehr kritisch, denn irgendwie kann es auch schnell das Bild vermitteln, dass ein bisschen Alkohol ja nicht so schlimm sein kann. Natürlich ist er dann direkt wieder in sicheren Händen in der Klinik, aber ich selbst finde das einfach zu unrealistisch. Deshalb weiß ich im Nachhinein auch nicht so wirklich, was ich von dem Buch halten soll.
Gespräche aus der Community
Es gelten die üblichen Wanderbuchregeln:
- Man kümmert sich eigenhändig um die Adresse des Nachfolgenden Lesers.
- Man schreibt hier, wenn das Buch angekommen ist oder man es wieder losschickt.
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- Wenn das Buch verloren geht teilen sich Absender und Empfänger die Kosten.
- Jeder behandelt das Buch pfleglich und sagt Bescheid, falls es beschädigt wird.
Viel Spaß beim Lesen.
1. chatty68 (fertig)
2. silberfischchen68 (fertig)
3. Queenelyza (fertig)
4. Moni-Que <--- hier seit dem 10. Januar
5. Eskarina*
7. gamaschi
Zusätzliche Informationen
Simon Borowiak wurde am 08. November 1964 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.
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