Simon Garfield

 3.6 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Briefe!, Zeitfieber und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Simon Garfield

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Briefe!

Briefe!

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Erschienen am 01.09.2015
Just My Type

Just My Type

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Erschienen am 28.09.2012
Zeitfieber

Zeitfieber

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Erschienen am 01.03.2017
Karten!

Karten!

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Erschienen am 01.01.2017
Lesebox Wissenschaft

Lesebox Wissenschaft

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Erschienen am 01.11.2004
Mauve

Mauve

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Erschienen am 01.05.2002
Money for Nothing

Money for Nothing

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Erschienen am 01.09.1986

Neue Rezensionen zu Simon Garfield

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Talathiels avatar

Rezension zu "Zeitfieber" von Simon Garfield

Die Sache mit der Zeit…
Talathielvor 2 Jahren

Wir sind besessen von der Zeit, davon, sie zu messen, zu kontrollieren, zu verkaufen, sie unvergänglich und sinnerfüllt zu machen. Wie sind wir derart unter das Diktat der Zeit geraten und was lässt sich dagegenhalten?
Die Geschichten dieses Buches führen auf die Spuren unserer Zeitbesessenheit. Ein Engländer kehrt aus Kalkutta heim, weigert sich aber, seine Uhr auf die heimische Zeitzone umzustellen. Beethovens symphonische Wünsche werden übergangen. Ein Augenblick im Krieg wird auf alle Zeit festgehalten. Der Fahrplan kommt mit der Dampflok. Eine Frau entwirft eine Uhr mit Zehnstundenzifferblatt und erfindet den Kalender neu. Ein britischer Uhrmacher wetteifert mit der uhrengewaltigen Schweiz. Und Prinz Charles unternimmt den Versuch, die Zeit in einem Ort stillstehen zu lassen.
Simon Garfield nimmt uns in seinem neuen Buch mit auf eine höchst unterhaltsame Zeitreise. (Klappentext)


Zeit ist relativ, „Zeitfieber“ von Simon Garfield ist relativ – relativ interessant, relativ langweilig, relativ voll an Informationen. Nun mag man sich wundern, warum sollte man denn seine Zeit in ein 380 Seiten starkes Buch investieren? Eine gute Antwort auf diese Frage habe ich nicht. Denn als „höchst unterhaltsam“ habe ich diese Zeitreise nicht empfunden und während zumindest zweidrittel des Buches noch eine halbwegs erkennbarer roter Faden erkennbar ist, verliert sich der Autor am Ende in Geschichten, deren thematische Zusammengehörigkeit eher mit der Lupe suchen musste.
Auf keinen Fall aber will ich leugnen, dass es so einige faszinierende Fakten zu erfahren gab, wie z. B. dass es anfangs in den USA eine Vielzahl an verschiedenen Zeitzonen gab, bis man schließlich die Zeit vereinheitlicht hat, wobei die Erfindung des Fahrplans eine wesentliche Rolle spielte, oder warum ein Popsong drei Minuten dauern sollte und eine ganze Menge mehr an Informationen. Aber es gab auch immer wieder Stellen, die mehrere Seiten lang waren, die ich einfach nur gähnend langweilig fand.
Vielleicht lag es auch daran, dass ich etwas gänzlich anderes erwartet habe, etwas amüsanteres, und vielleicht auch mehr Wissen darüber, wie sich die Zeitmessung entwickelt hat. Stattdessen bekam ich eher ein Buch, mit verschiedenen Geschichten der Vergangenheit, die irgendwie mit Zeit zu tun haben, oder damit zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Zu diesem Buch möchte ich diesmal weder eine Empfehlung aussprechen, noch davon abraten. Die vielen Informationen in diesem Buch sind nämlich durchaus gut recherchiert und im Grunde ist „Zeitfieber“ voll von faszinierendem Wissen. Vielleicht braucht man für ein Buch über Zeit auch einfach genügend Zeit, um es in kleinen Portionen zu genießen.

Kommentare: 1
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Nicky_Gs avatar

Rezension zu "Zeitfieber" von Simon Garfield

Zeitfieber – Sehr gut recherchiert, aber etwas kompliziert
Nicky_Gvor 2 Jahren

„Wir hatten einmal Zeit zum Denken, jetzt aber lässt uns die Kommunikation in Echtzeit kaum noch die Zeit zum Reagieren.“ (S. 335)

In 15 Kapiteln erzählt Simon Garfield über verschiedene Aspekte, die alle mehr oder weniger mit dem Thema „Zeit“ zu tun haben. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein Bild, das auf den Inhalt vorbereitet, und amüsant oder informativ ist.

In der Einleitung stehen sich Bölls Fischergeschichte und die Kuriosität von William Strachey gegenüber, weshalb ich ein durchaus amüsantes, informatives und nachdenkliches Buch erwartet habe. Ersteres wurde nicht ganz erfüllt, was vielleicht auch der ein oder anderen Übersetzungsschwierigkeit aus dem Englischen geschuldet ist. Dies kann man schon bei dem Zitat, das Groucho Marx zugeschrieben wird, erkennen: „Time flies like an arrow but fruit flies like a banana.“

Die letzten beiden Ansprüche allerdings wurden voll und ganz erfüllt. Eine gute Allgemeinbildung wird dabei von dem Autor vorausgesetzt. Auch war es sehr interessant, sich nebenbei im Internet über manches Thema speziell zu informieren und den Wissensstand zu vertiefen. Dafür eignet sich zudem das am Ende des Buches zu findende Literaturverzeichnis.

Das Buch regt dazu an, über die Zeit nachzudenken. Und das in unterschiedlichen Bereichen des Lebens. Wahrscheinlich weil man selber so eingefahren und fixiert ist, fällt einem manches gar nicht mehr auf oder ist einem gar nicht bewusst. Hier wird einem eindeutig ein Spiegel vorgehalten.

Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger interessant. Bei manchen frage ich mich, worauf der Autor hinaus wollte, außer dass irgendwie das Thema „Zeit“ darin verarbeitet wird, was dann nicht allzu überraschend oder besonders ist. Dennoch blitzt ab und an schwarzer Humor hervor, wenn u. a. über alternative Tagesbezeichnungen berichtet wird und was an diesen Tagen passiert ist (z. B. dass am Tag des Hasels Michele Ferrrero, der Erfinder von Nutella, verstorben ist).

Verblüffende Fakten wie die frühere Anzahl der Zeitzonen in den USA (49!) oder die Anfänge des Films lassen den Leser immer wieder staunen. Ab und an driftet Garfield allerdings sowohl in Sprache als auch in Ausführung etwas zu weit ab. Trotzdem eine interessante Lektüre, die anregend und beschäftigend ist.

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lesemaus1981s avatar

Rezension zu "Zeitfieber" von Simon Garfield

Ich habe gekämpft und verloren
lesemaus1981vor 2 Jahren

Inhalt :

Simon Garfield nimmt uns mit in einer sehr unterhaltsame Zeitreise . Was hat es mit der Weltuntergansuhr zu tun und wieso die Franzosen den Kalender verkorksten.

Meinung :

Ich habe mich sehr auf dieses Buch sehr gefreut , es sollte witzig und sehr unterhaltsam sein, doch leider war es genau das Gegenteil. Es ist langatmig und einschläfernd, jede Seite musste ich kämpfen bis ich es etwas nach der Hälfte aufgegeben habe. Das Buch lag stets strafend in meinem Sichtfeld, doch ich konnte mich mehr dazu durchringen zuzugreifen und weiter zu lesen.

Der Aufbau des Buch ist eigentlich sehr gelungen, es ist in einzelne Kapitel aufgeteilt die sich auch unabhängig von einander lesen lassen. So hatte ich immer die Hoffnung das das nächste Kapitel mich besser unterhält. Zu Beginn jedes Kapitel erzählt Garfield eine kleine , manchmal auch amüsante, Anekdote. Gefolgt von trockenen Fachwissen, natürlich war das eine oder andere wirklich informativ und interessant, aber umgehauen hat es mich nicht. Die Fußnoten nahmen immer öfter überhand, es kam vor das diese ein viertel der Seite in Anspruch nahmen und das ganze noch trockener wurde. 

Das Cover gefällt mir richtig gut, es macht es sich länger anzusehen und auf jede Einzelheit zu achten.

Fazit :

Ich habe leider wie angepriesen ein witziges Buch erwartet und wurde enttäuscht.

 

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Gespräche aus der Community

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TheissVerlags avatar

Hallo liebe Bücherfreunde,

habt Ihr mal wieder Lust auf ein richtig humorvolles Sachbuch, das  einen laut zum Lachen bringt? Simon Garfield hat mit „Zeitfieber“ ein überaus unterhaltsames Buch geschrieben, das ein für uns alle dauerhaft präsentes Thema aufgreift und mit allerlei schrägen Anekdoten und Geschichten die Ursprünge unser heutigen Besessenheit mit der Zeit erklärt. Wisst Ihr zum Beispiel, warum man an einem 30. Juni lieber nicht verreisen sollte? Oder was in Frankreich am ‚Tag der Birne‘ passiert ist? In „Zeitfieber“ erfahrt Ihr es!

Seid Ihr neugierig geworden? Dann bewerbt Euch bis zum 13. März 2017 für unsere Leserunde und erzählt uns doch mal, wann für euch die Zeit am langsamsten vergeht. Vielleicht in der letzten Stunde vor Feierabend? Oder in der Schlange an der Supermarktkasse? Verratet uns doch auch noch, auf welchen Plattformen Ihr eure Rezension veröffentlichen wollt. Zu gewinnen gibt es eines von 10 nagelneuen Leseexemplaren – wir sind gespannt auf Eure Antworten!

Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen!

Liebe Grüße,

euer Team vom Theiss Verlag

Zur Leserunde
TheissVerlags avatar

Wann hast Du das letzte Mal einen Brief geschrieben? Per Hand und in Schönschrift; den Brief in einen Umschlag getan und abgeschickt? Vermutlich ist es wie bei den meisten schon etwas länger her. Dabei ist es doch wirklich eine Freude, einen Brief zu bekommen, in dem mal keine Rechnung steckt. Einen Brief, für den sich jemand viel Mühe gegeben und Zeit investiert hat. Natürlich ist eine E-Mail oder gar eine SMS oder Nachricht bei WhatsApp viel schneller geschrieben, aber doch ist es etwas ganz anderes.

Unser Autor Simon Garfield widmet sich in seinem Buch „Briefe!“ dieser schon fast verloren gegangenen Kunst. Er selbst sagt, er habe das Buch geschrieben „als Lob auf große Briefeschreiberinnen und –schreiber, als Betrachtung des Briefeschreibens im Lauf der Zeit und als Aufruf zum Weiterschreiben.“ Sein Buch ist gespickt mit vielen Geschichten und Anekdoten. Hier erfährst du, wie sich schon Petrarca über den miserablen Zustelldienst beklagte, warum Jane Austens Briefe stinklangweilig sind und was es damit auf sich hat, dass Charlie Brown nie eine Valentinskarte bekommt.

Neugierig geworden? Dann bewirb dich bis zum 15. September 2015 für unsere Leserunde und verrate uns, von wem du gerne mal einen Brief bekommen würdest. Das können berühmte Personen ebenso sein wie Leute aus deinem Umfeld. Zu gewinnen gibt es 20 nagelneue Leseexemplare von „Briefe!“.

Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde!

Viele Grüße

Dein Theiss-Team

P.S.:  Wer bis zum Beginn der Leserunde nicht warten kann, sollte auf unserem Blog www.weltderbriefe.de vorbeischauen. Dort gibt es verrückte Anekdoten, skurrile Storys und spannende Ereignisse zum Thema Briefe. Auch das eine oder andere Gewinnspiel und Hintergrundinfos rund um das Buch warten auf dich!

MarianneKasterns avatar
Letzter Beitrag von  MarianneKasternvor 3 Jahren
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