Simon Garfield Zeitfieber

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Inhaltsangabe zu „Zeitfieber“ von Simon Garfield

Wir sind besessen von der Zeit, davon, sie zu messen, zu kontrollieren, zu verkaufen, sie unvergänglich und sinnerfüllt zu machen. Wie sind wir derart unter das Dikat der Zeit geraten und was lässt sich dagegenhalten? Die Geschichten dieses Buches führen auf die Spuren unserer Zeitbesessenheit. Ein Engländer kehrt aus Kalkutta heim, weigert sich aber, seine Uhr auf die heimische Zeitzone umzustellen. Beethovens symphonische Wünsche werden übergangen. Ein Augenblick im Krieg wird auf alle Zeit festgehalten. Der Fahrplan kommt mit der Dampflok. Eine Frau entwirft eine Uhr mit Zehnstundenzifferblatt und erfindet den Kalender neu. Ein britischer Uhrmacher wetteifert mit der uhrengewaltigen Schweiz. Und Prinz Charles unternimmt den Versuch, die Zeit in einem Ort stillstehen zu lassen. Simon Garfield nimmt uns in seinem neuen Buch mit auf eine höchst unterhaltsame Zeitreise.

Informativ und anregend, aber keine leichte Kost.

— Nicky_G
Nicky_G

So gar nicht meins

— lesemaus1981
lesemaus1981

Gibt auf sehr unterhaltsame Weise einen Überblick zum Thema "Zeit", lässt aber auch neue Fragen aufkommen...

— solveig
solveig

Sehr interessante Passagen wechseln mit äußerst langatmigen - ich habe mir etwas anderes versprochen.

— Buchgespenst
Buchgespenst

Sehr weitschweifige und unzusammenhängende Anekdoten zum Thema Zeit in der Moderne

— tob82
tob82

Ein Buch ohne roten Faden

— Nyansha
Nyansha

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  • Leserunde zu "Zeitfieber" von Simon Garfield

    Zeitfieber
    TheissVerlag

    TheissVerlag

    Hallo liebe Bücherfreunde, habt Ihr mal wieder Lust auf ein richtig humorvolles Sachbuch, das  einen laut zum Lachen bringt? Simon Garfield hat mit „Zeitfieber“ ein überaus unterhaltsames Buch geschrieben, das ein für uns alle dauerhaft präsentes Thema aufgreift und mit allerlei schrägen Anekdoten und Geschichten die Ursprünge unser heutigen Besessenheit mit der Zeit erklärt. Wisst Ihr zum Beispiel, warum man an einem 30. Juni lieber nicht verreisen sollte? Oder was in Frankreich am ‚Tag der Birne‘ passiert ist? In „Zeitfieber“ erfahrt Ihr es! Seid Ihr neugierig geworden? Dann bewerbt Euch bis zum 13. März 2017 für unsere Leserunde und erzählt uns doch mal, wann für euch die Zeit am langsamsten vergeht. Vielleicht in der letzten Stunde vor Feierabend? Oder in der Schlange an der Supermarktkasse? Verratet uns doch auch noch, auf welchen Plattformen Ihr eure Rezension veröffentlichen wollt. Zu gewinnen gibt es eines von 10 nagelneuen Leseexemplaren – wir sind gespannt auf Eure Antworten! Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen! Liebe Grüße, euer Team vom Theiss Verlag

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  • Die Sache mit der Zeit…

    Zeitfieber
    Talathiel

    Talathiel

    06. May 2017 um 14:45

    Wir sind besessen von der Zeit, davon, sie zu messen, zu kontrollieren, zu verkaufen, sie unvergänglich und sinnerfüllt zu machen. Wie sind wir derart unter das Diktat der Zeit geraten und was lässt sich dagegenhalten? Die Geschichten dieses Buches führen auf die Spuren unserer Zeitbesessenheit. Ein Engländer kehrt aus Kalkutta heim, weigert sich aber, seine Uhr auf die heimische Zeitzone umzustellen. Beethovens symphonische Wünsche werden übergangen. Ein Augenblick im Krieg wird auf alle Zeit festgehalten. Der Fahrplan kommt mit der Dampflok. Eine Frau entwirft eine Uhr mit Zehnstundenzifferblatt und erfindet den Kalender neu. Ein britischer Uhrmacher wetteifert mit der uhrengewaltigen Schweiz. Und Prinz Charles unternimmt den Versuch, die Zeit in einem Ort stillstehen zu lassen. Simon Garfield nimmt uns in seinem neuen Buch mit auf eine höchst unterhaltsame Zeitreise. (Klappentext)Zeit ist relativ, „Zeitfieber“ von Simon Garfield ist relativ – relativ interessant, relativ langweilig, relativ voll an Informationen. Nun mag man sich wundern, warum sollte man denn seine Zeit in ein 380 Seiten starkes Buch investieren? Eine gute Antwort auf diese Frage habe ich nicht. Denn als „höchst unterhaltsam“ habe ich diese Zeitreise nicht empfunden und während zumindest zweidrittel des Buches noch eine halbwegs erkennbarer roter Faden erkennbar ist, verliert sich der Autor am Ende in Geschichten, deren thematische Zusammengehörigkeit eher mit der Lupe suchen musste. Auf keinen Fall aber will ich leugnen, dass es so einige faszinierende Fakten zu erfahren gab, wie z. B. dass es anfangs in den USA eine Vielzahl an verschiedenen Zeitzonen gab, bis man schließlich die Zeit vereinheitlicht hat, wobei die Erfindung des Fahrplans eine wesentliche Rolle spielte, oder warum ein Popsong drei Minuten dauern sollte und eine ganze Menge mehr an Informationen. Aber es gab auch immer wieder Stellen, die mehrere Seiten lang waren, die ich einfach nur gähnend langweilig fand. Vielleicht lag es auch daran, dass ich etwas gänzlich anderes erwartet habe, etwas amüsanteres, und vielleicht auch mehr Wissen darüber, wie sich die Zeitmessung entwickelt hat. Stattdessen bekam ich eher ein Buch, mit verschiedenen Geschichten der Vergangenheit, die irgendwie mit Zeit zu tun haben, oder damit zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.Zu diesem Buch möchte ich diesmal weder eine Empfehlung aussprechen, noch davon abraten. Die vielen Informationen in diesem Buch sind nämlich durchaus gut recherchiert und im Grunde ist „Zeitfieber“ voll von faszinierendem Wissen. Vielleicht braucht man für ein Buch über Zeit auch einfach genügend Zeit, um es in kleinen Portionen zu genießen.

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  • Zeitfieber – Sehr gut recherchiert, aber etwas kompliziert

    Zeitfieber
    Nicky_G

    Nicky_G

    18. April 2017 um 15:27

    „Wir hatten einmal Zeit zum Denken, jetzt aber lässt uns die Kommunikation in Echtzeit kaum noch die Zeit zum Reagieren.“ (S. 335) In 15 Kapiteln erzählt Simon Garfield über verschiedene Aspekte, die alle mehr oder weniger mit dem Thema „Zeit“ zu tun haben. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein Bild, das auf den Inhalt vorbereitet, und amüsant oder informativ ist. In der Einleitung stehen sich Bölls Fischergeschichte und die Kuriosität von William Strachey gegenüber, weshalb ich ein durchaus amüsantes, informatives und nachdenkliches Buch erwartet habe. Ersteres wurde nicht ganz erfüllt, was vielleicht auch der ein oder anderen Übersetzungsschwierigkeit aus dem Englischen geschuldet ist. Dies kann man schon bei dem Zitat, das Groucho Marx zugeschrieben wird, erkennen: „Time flies like an arrow but fruit flies like a banana.“ Die letzten beiden Ansprüche allerdings wurden voll und ganz erfüllt. Eine gute Allgemeinbildung wird dabei von dem Autor vorausgesetzt. Auch war es sehr interessant, sich nebenbei im Internet über manches Thema speziell zu informieren und den Wissensstand zu vertiefen. Dafür eignet sich zudem das am Ende des Buches zu findende Literaturverzeichnis. Das Buch regt dazu an, über die Zeit nachzudenken. Und das in unterschiedlichen Bereichen des Lebens. Wahrscheinlich weil man selber so eingefahren und fixiert ist, fällt einem manches gar nicht mehr auf oder ist einem gar nicht bewusst. Hier wird einem eindeutig ein Spiegel vorgehalten. Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger interessant. Bei manchen frage ich mich, worauf der Autor hinaus wollte, außer dass irgendwie das Thema „Zeit“ darin verarbeitet wird, was dann nicht allzu überraschend oder besonders ist. Dennoch blitzt ab und an schwarzer Humor hervor, wenn u. a. über alternative Tagesbezeichnungen berichtet wird und was an diesen Tagen passiert ist (z. B. dass am Tag des Hasels Michele Ferrrero, der Erfinder von Nutella, verstorben ist). Verblüffende Fakten wie die frühere Anzahl der Zeitzonen in den USA (49!) oder die Anfänge des Films lassen den Leser immer wieder staunen. Ab und an driftet Garfield allerdings sowohl in Sprache als auch in Ausführung etwas zu weit ab. Trotzdem eine interessante Lektüre, die anregend und beschäftigend ist.

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  • Ich habe gekämpft und verloren

    Zeitfieber
    lesemaus1981

    lesemaus1981

    14. April 2017 um 21:17

    Inhalt : Simon Garfield nimmt uns mit in einer sehr unterhaltsame Zeitreise . Was hat es mit der Weltuntergansuhr zu tun und wieso die Franzosen den Kalender verkorksten. Meinung : Ich habe mich sehr auf dieses Buch sehr gefreut , es sollte witzig und sehr unterhaltsam sein, doch leider war es genau das Gegenteil. Es ist langatmig und einschläfernd, jede Seite musste ich kämpfen bis ich es etwas nach der Hälfte aufgegeben habe. Das Buch lag stets strafend in meinem Sichtfeld, doch ich konnte mich mehr dazu durchringen zuzugreifen und weiter zu lesen. Der Aufbau des Buch ist eigentlich sehr gelungen, es ist in einzelne Kapitel aufgeteilt die sich auch unabhängig von einander lesen lassen. So hatte ich immer die Hoffnung das das nächste Kapitel mich besser unterhält. Zu Beginn jedes Kapitel erzählt Garfield eine kleine , manchmal auch amüsante, Anekdote. Gefolgt von trockenen Fachwissen, natürlich war das eine oder andere wirklich informativ und interessant, aber umgehauen hat es mich nicht. Die Fußnoten nahmen immer öfter überhand, es kam vor das diese ein viertel der Seite in Anspruch nahmen und das ganze noch trockener wurde.  Das Cover gefällt mir richtig gut, es macht es sich länger anzusehen und auf jede Einzelheit zu achten. Fazit : Ich habe leider wie angepriesen ein witziges Buch erwartet und wurde enttäuscht.  

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  • Vom Umgang mit Zeit

    Zeitfieber
    solveig

    solveig

    09. April 2017 um 12:04

      „Zeit ist das, was man an der Uhr abliest“ hat Albert Einstein einst gesagt. So einfach hat es sich Simon Garfield, der Autor dieses Buches, nicht gemacht. Eigentlich drückt der englische Originaltitel besser als der deutsche aus, was Garfield beabsichtigt: „Timekeepers. How the World became obsessed with Time“. Er will nicht über den Zeitbegriff philosophieren oder ihn erklären, sondern aufzeigen, wie und wann die Uhrzeit uns fest in den Griff bekam und heute unseren Tagesablauf diktiert. Und er stellt sich die Frage: Können wir uns dieser Zeitfalle entziehen? In seinem offenen journalistischen Stil, mit viel hintergründigem Humor, setzt Garfield an den Anfang seines Buches ein Kapitel über das Zeitalter, in dem Maschinen begannen, das Leben der Menschen zu beschleunigen. Er schildert die Anfänge der Eisenbahn und der Industrialisation, die eine einheitliche Uhrzeit unumgänglich machten, und führt den Leser anschließend in Bereiche wie Politik, Sport, Musik oder Film. Anhand amüsanter Schlüsselszenen, aber auch ernster Beispiele demonstriert er auf geistreiche Weise die Bedeutung von Zeit in diesen Bereichen. Natürlich berichtet er auch über das eigentliche Zeit-Messinstrument, die Uhr, ihre Geschichte, Herstellung, Vermarktung. Doch dabei bleibt er nicht stehen, sondern weitet sein Thema aus, indem er der Frage nachgeht, wie der moderne Mensch mit der Zeit, die ihm zur Verfügung steht,  umgeht. Warum haben viele Leute das Gefühl, dem Tempo unserer Zeit nicht mehr gewachsen zu sein?  Fehlt ihnen ein Ratgeber zur exakten Zeitplanung oder steckt mehr dahinter? Garfield öffnet den Blick für das Dilemma, in einer Zeit-Maschinerie gefangen zu sein und sucht nach Alternativen. Ist „Entschleunigung“ eine Lösung? „Zeitfieber“ kann ich empfehlen als ein journalistisch aufbereitetes Sachbuch, das auf unterhaltsame Art einen Überblick zum Thema „Zeit“ gibt, aber auch Zweifel und Fragen aufwirft und zum Weiterdenken anregt.

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  • Überhaupt nicht mein Ding

    Zeitfieber
    Nynaeve04

    Nynaeve04

    08. April 2017 um 20:19

    Ich muss etwas gestehen: das erste Mal seit ich Bücher rezensiere musste ich ein Buch abbrechen. Vom Verlag wurde ein "richtig humorvolles  Buch, das einen laut zum Lachen bringt" versprochen. Nachdem ich mir die Inhaltsangabe durch gelesen habe war ich wirklich begeistert und habe mich sehr gefreut das Buch innerhalb einer Leserunde bewerten zu dürfen. Doch leider wurde mein Enthusiasmus schnell weniger. Die ersten zwei, drei Kapitel war noch recht spannend und interessant, doch dann wurde es immer langatmiger und ich musste mich immer mehr mit der Lektüre abmühen. Bei der Hälfte habe ich letztendlich abgebrochen. Der Autor verliert einfach immer wieder den roten Faden; er schweift weit aus und manchmal weiß man gar nicht mehr um was es überhaupt ging. Auch die vielen Fußnoten haben mich zunehmend gestört. Anfangs fand ich sie noch gut, doch immer mehr haben sie mich genervt da hier schon bald wieder ein neues Thema eröffnet werden konnte. Wenn zwei Fußnoten eine halbe Seite füllen ist es eindeutig zu viel! Humor konnte ich leider auch keinen finden... Außer typisch britischen und der ist nun mal nicht jedermanns Sache. Sicherlich hat Simon Garfield interessante Themen angesprochen und ich habe auch einiges gelernt, trotzdem konnte mich das einfach nicht halten. Das Buch war einfach zu voll gestopft und stellenweise kam ich mir vor wie in der Werbung für spezielle Marken. Mein Fazit: Es wird eine unterhaltsame Zeitreise versprochen... Das kann ich jedoch nicht bestätigen. Bei Interesse lieber erst einmal in das Buch rein lesen (ruhig auch einfach in der Mitte!) und schauen ob man es mag. Ansonsten lieber Finger weg.

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  • Zuwenig Zeit, um die Zeit zu nutzen

    Zeitfieber
    Buchgespenst

    Buchgespenst

    04. April 2017 um 09:23

    Was ist Zeit? Wie nutzen wir sie richtig und warum haben wir immer zu wenig davon? Schon immer hat sich der Mensch mit diesen Fragen herumgeschlagen, hat immer wieder andere Antworten darauf gefunden und sich bedingungslos dem selbst aufgezwungenen Diktat unterworfen. In interessanten und aufschlussreichen Episoden berichtet Simon Garfield von wichtigen und unwichtigen Ereignissen rund um die Zeit. Dabei kommt er von der Revolutionsuhr aus Frankreich zu der Geschichte der Eisenbahn, die weltweite Auswirkungen auf unser Zeitverständnis hat bis zur Erfindung der CD. Musik und Kunst, Alltag und Geschichte, Sport und Raumfahrt – die Zeit ist allgegenwärtig und hat unser Leben und unsere Kultur nachhaltig geprägt. Dieses Buch ist keine Geschichte der Zeit! Schlaglichterartig werden Episoden geschildert, oft bewusst subjektiv vom Autor beleuchtet. Manchmal wirkt gerade diese Subjektivität langatmig, trocken oder auch verwirrend. Ob er schildert wie er ein Auto zusammensetzt, im Zusammenhang mit der Industrialisierung, oder ob er von der Schwierigkeit berichtet eine Uhr zu bauen, im Rahmen der Geschichte der Uhrmacherei – immer wieder vermischt er persönliche Erlebnisse mit interessanten Fakten. Leider wird er oft weitschweifig und ermüdet den Leser, wenn er sich in diesen Eindrücken verliert. Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch, doch hätte ich mir tatsächlich ein zusammenhängenderen und dynamischeren Ansatz gewünscht. Etwas mehr Humor hätte die Lektüre ebenfalls aufgelockert. Viel zu oft verlieren sich die durchaus interessanten Episoden seitenlang in Belanglosigkeiten oder auch im Eindruck der Schleichwerbung. Sehr schade, denn von anderen Büchern her weiß ich, dass der Autor es besser kann.

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  • Eine zeitraubende Reise in die Welt der Uhren

    Zeitfieber
    misery3103

    misery3103

    28. March 2017 um 08:02

    Das Buch „Zeitfieber“ von Simon Garfield verfolgt laut dem Autor zwei schlichte Ziele: „… erstens ein paar aufschlussreiche Geschichten zu erzählen und zweitens die Frage zu stellen, ob wir alle völlig durchgeknallt sind.“Laut Werbung des Verlags handelt es sich um ein „humorvolles Sachbuch, das einen laut zum Lachen bringt“. Deshalb erwartete ich einige amüsante Geschichten, Anekdoten und Informationen rund um das Thema Zeit. Der Einstieg in das Buch gelang auch noch gut, aber leider zogen sich danach die Kapitel zum Teil unendlich in die Länge, was mir schnell die Lust an den informativen Geschichten nahm. Es ging hauptsächlich um Uhren in allen Ausführungen, wobei allerdings der Spaßfaktor nicht so recht zum Vorschein kam. Die kleinen Geschichten, die jedem Kapitel vorangestellt sind, machen zwar Lust auf das kommende Kapitel, doch schnell verliert man sich in den unendlichen Ausführungen.Obwohl die einzelnen Geschichten gut recherchiert sind, sind mir die Ausführungen zu langatmig und ziehen sich sehr, so dass ich oft nur noch quergelesen habe, weil mich das Thema nicht wirklich fesseln konnte. Die Quellenangaben sind gut und die Quellen zum Teil auch sehr interessant. Auch ein paar der behandelten Geschichten fand ich amüsant und lehrreich. Ich habe zwar ein paar neue Dinge dazugelernt, doch insgesamt war das Buch nicht, wie ich es erwartet hatte.

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  • Sehr weitschweifige und unzusammenhängende Anekdoten zum Thema Zeit in der Moderne

    Zeitfieber
    tob82

    tob82

    26. March 2017 um 21:28

    "Zeitfieber" von Simon Garfield (im Original "Timekeepers. How the World became obsessed with Time") ist ein recht umfangreiches Sachbuch (375 Seiten) mit Geschichten und Anekdoten zum Thema Zeit in der Moderne.Als Ziel des Autors kann man in der Einleitung folgendes lesen: "...erstens ein paar aufschlussreiche Geschichten zu erzählen und zweitens die Frage zu stellen, ob wir alle völlig durchgeknallt sind." (S.13)Meine direkte, kurze Einschätzung zu diesen Zielen: Geschichten erzählt er unglaublich viele. Aufschlussreich sind sie leider weniger. Es fehlt völlig an einem roten Faden. Konkrete Argumentation und Kritik, an denen man festmachen könnte, ob wir alle durchgeknallt sind, gibt es viel zu wenig.In den Geschichten geht es im weitesten Sinne um Sachverhalte, die mit der Zeit in der Moderne verbunden sind. Themen sind beispielsweise der französische Revolutionskalender, die Erfindung der Zeitzonen aufgrund der Notwendigkeit der Synchronisation von Zügen, die Entwicklung von (Speicher-)Medien und deren Länge, wie sich Kunst auf die Zeit auswirkt, wie Schweizer Uhrenmanufakturen arbeiten oder welche Trends es zur Entschleunigung gibt. Die einzelnen Kapitel sind dabei um die 20 bis 30 Seiten lang und beginnen häufig mit einer persönlichen Erfahrung des Autors. Daran anschließend folgt dann jeweils eine sehr weitschweifende Fülle von Geschichten und Begebenheiten.Grundsätzlich handelt es sich um ein Sachbuch, das informieren und nicht auf witzige Art unterhalten will. Der Stil erinnert sehr stark an Fernseh-Dokumentationen. Eine TV-Umsetzung erscheint mir leicht als möglich. Der Autor hat eine unglaubliche Fülle an Informationen verarbeitet, die richtige Zusammensetzung ist ihm aber leider nicht gelungen. Unterhaltsam ist das Buch nur an wenigen Stellen. Es fehlt der rote Faden. Vieles wirkt nur wie eine willkürliche Aneinanderreihung von Anekdoten. Viele Kapitel hätten deutlich gekürzt oder aufgeteilt werden können. Man weiß nie wirklich, worauf der Autor eigentlich hinaus will. Erst gegen Ende gibt es eine kurze (aber echt gelungene) zusammenhängende Kritik an der Beschleunigung und deren Folgen. Außerdem enthält der Text viele und umfangreiche Fußnoten, die den Lesefluss zusätzlich stören (direkt unten auf den Seiten und nicht separat hinten im Buch).Die Sichtweise des Autors wirkt an vielen Stellen sehr anglozentrisch, also auf England zentriert. In den Fußnoten versucht der Übersetzer immer mal wieder zusätzliche Informationen für Deutschland zu geben. Der Übersetzer hatte hier sicherlich eine Menge zu tun. Insgesamt war meine Leseerfahrung mit dem Buch größtenteils unbefriedigend. Bei der riesigen Fülle an Informationen bleibt leider nur sehr wenig übrig, mit dem ich mich weiter beschäftigen würde. Die Idee des Autors, die moderne Zeit anhand von Anekdoten zu erläutern, finde ich eigentlich sehr gut. Gelungen ist es ihm allerdings aus meiner Sicht leider nicht. Eine Leseempfehlung kann ich nicht geben.2,5 Sterne

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  • Ein Flickenteppich an Geschichten

    Zeitfieber
    Nyansha

    Nyansha

    24. March 2017 um 20:11

    Das Buch „Zeitfieber“ von Simon Garfield erschien erstmal im Jahr 2016 in englischer Sprache mit dem Titel „Timekeepers: How the World became obsessed with Time“. Es handelt sich um eine Hardcoverausgabe, die eine Uhr auf dem Titelbild zeigt, deren oberster Punkt die Zahl 10 statt 12 darstellt. Ebenso sind einige Abbildungen, die auf Geschichten hinweisen, die im Buch zu finden sind, zu erkennen. Auf der Rückseite befinden sich eine Kurzbeschreibung und Bewertungen dreier Zeitungen. Worum es in diesem Buch aber eigentlich geht, ist schwer zu sagen. Um es mit den Worten des Autors auszudrücken: Das Buch verfolgt lediglich zwei schlichte Ziele: erstens ein paar aufschlussreiche Geschichten zu erzählen und zweitens die Frage zu stellen, ob wir alle völlig durchgeknallt sind. Ich erwartete amüsante, aber auch lehrreiche Anekdoten und Geschichten, die sich mit dem Thema Zeit in einem weiteren Rahmen beschäftigen. Was ich fand, waren in die Länge gezogene, teils gut recherchierte, aber auch auf Augenzeugenberichte gestützte Annahmen. Insgesamt stützt sich der Begriff „Zeit“ nach Garfields Verständnis hauptsächlich auf die Zeitmessung, sodass es meistens um Uhren geht. Armbanduhren und Standuhren nehmen den größten Teil des Buches ein und es wäre schön gewesen, wenn Garfield sich auch auf andere Arten der Zeitmessung unterschiedlicher Völker konzentriert hätte. Er scheint sehr fokussiert auf die Moderne zu sein, obwohl er durchaus auch aus anderen Zeitaltern zu berichten versucht. Die Geschichten, die Garfield für dieses Buch zusammengetragen hat, lassen leider jegliche Spannung vermissen. Tatsächlich erwecken einige Kapitel sogar den Anschein, schlichtweg Werbung für gewisse Marken machen zu wollen. Wer Humor und prägnante Berichte erwartet, wird definitiv enttäuscht werden. Insgesamt fehlen einfach ein roter Faden und leider auch ein Fazit, das die Ergebnisse des Buches noch einmal bündelt. Gerade bei derartigen Büchern bietet sich auch eine Art Moralhinweis an. Auffallend ist, dass der Schreibstil sehr zentriert auf England ist. Man bekommt leicht das Gefühl, dass der Autor seine Heimat als den „Nabel der Welt“ ansieht. Bezüglich der Form, die gewählt wurde, lassen sich die Kapitel in ein sehr eindeutiges Schema einordnen. Garfield stellt eine Geschichte vor, die meist kurz und prägnant ist. Diese macht den Leser neugierig, ehe ein Mittelteil des Kapitels folgt, der unendlich in die Länge gezogen wird und im Grunde keinen roten Faden erkennen lässt. Schließlich wird im Endteil eines Kapitels erneut auf die Geschichte des Anfangs Bezug genommen und es folgt eine Einordnung zum Thema Zeit. Gerade der Mittelteil erschwert das Lesen ungemein und ich persönlich musste mich ziemlich oft dazu anhalten, auch wirklich weiter zu lesen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Zitation. Während Garfield einerseits vollständige und treffende Quellen bzw. Sekundärliteratur zitiert, zeichnen sich andere Fußnoten durch eigene Geschichten aus, die auch mal gerne über 20 Zeilen umfassen und sich über zwei Seiten hinziehen. Das ist nicht nur anstrengend zu lesen, sondern lässt den Leser auch den Faden bezüglich der Hauptgeschichte verlieren. Bezüglich des Adressatenkreises bin ich mir nicht sicher, was ich interessierten Lesern raten soll. Für den interessierten Laien ist das Buch definitiv zu trocken geschrieben und wohl auch zu langatmig. Ich würde es eher als eine Art Wissensliteratur einordnen, denn das Literaturverzeichnis ist tatsächlich recht gut gelungen und weist auf interessante Sekundärliteratur hin. Schreibt man eine Hausarbeit über das Thema Zeit ist man hier möglicherweise gut bedient. Insgesamt ist zu erkennen, dass Garfield die einzelnen Geschichten gut recherchiert hat. Allerdings wirken sie alle künstlich in die Länge gezogen und der Bezug zueinander wird nur durch einzelne Sätze innerhalb weniger Kapitel hergestellt. Das Buch wirkt wie ein Flickenteppich, dem einfach der rote Faden fehlt. Ich gebe insgesamt dennoch 2/5 Sternen, da ich das Gefühl habe, dass Garfield in sich schlüssig seine Informationen zusammengetragen hat und auch die angegebenen Quellen interessant sind. Auch einige der Geschichten haben mir recht gut gefallen und ich habe neue Erkenntnisse sammeln können.

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