Simon Marsden Spuk und Gespenster

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Inhaltsangabe zu „Spuk und Gespenster“ von Simon Marsden

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  • Rezension zu "Spuk und Gespenster" von Simon Marsden

    Spuk und Gespenster
    Nell_12161

    Nell_12161

    08. December 2008 um 21:22

    Für mich als Simon Marsden und Geisterfan eines meiner Lieblings-Bildbände

  • Rezension zu "Spuk und Gespenster" von Simon Marsden

    Spuk und Gespenster
    metalmel

    metalmel

    05. November 2007 um 22:00

    Bücher von Simon Marsden faszinieren mich schon seit langer Zeit. Leider gibt es nur noch ein einziges auf deutsch. Aber auch in diesem nehmen mich die Bilder sofort gefangen und ich kann gar nicht mehr aufhören sie zu betrachten. Verwunschene Orte auf den Britischen Inseln ist der Untertitel und genau darum geht es auch. Wo könnten auch mehr Geister spuken als in Großbritannien? Dazu muss ich gestehen, dass ich zwar schon häufig auf den Inseln war und auch jede Menge Geistergeschichten zu hören bekam, aber selber hatte ich noch nie das Gefühl, dass da irgendwo Gespenster wären. Nur einmal, da kam mir der Ort doch gruselig vor. Es regnete in Strömen in den schottischen Highlands ganz hoch im Nordwesten, Wolken hingen bis zur Erde herab, ein Mann ritt auf einem Pferd vorbei, auf dem er einen toten Hirsch transportierte und eine Ruine ragte schwarz in die Landschaft. Da hab ich mich schon gefragt, ob der Reiter wirklich war. Wenn man die Bilder im Buch betrachtet, dann bekommt man ganz unweigerlich eine Gänsehaut. Er weiß genau, wie man eine schaurige Atmosphäre zaubert. Ich jedenfalls wurde sofort neugierig auf die Spukgeschichten, die sich hinter den verfallenen Mauern verbergen. Und davon gibt es reichlich in dem Buch. Duntroon Castle in Schottland wird heimgesucht von einem unglücklichen Spielmann, der als Spion auf das Schloss kam und mit einem Lied seinen Herren warnen wollte, dass das Schloss uneinnehmbar sei. Die Besitzer sperrten ihn in einen Turm und hackten ihm vor Wut beide Hände ab. Vor einigen Jahren fand man bei Renovierungsarbeiten unter dem Kellerboden ein handloses Skelett. Noch heute hört man innerhalb der Mauern manchmal das Lied des Spielmanns. Guy’s Cliffe hat gleich mehre Geister zu bieten. Einst gehörte es Sir Guy of Warwick, der in den Kreuzzügen kämpfte. Als er zurückkehrte, lebte er unerkannt in einer Eremitenhöhle unter dem Haus. Seiner Frau offenbarte er sich kurz vor seinem Tod, woraufhin sich diese vom Felsen stürzte und im Fluss ertrank. Seither spukt Sir Guy im Haus und am Felsen. Außerdem spukt noch Piers Gaveston in der Umgebung des Hauses. Der Günstling Edward II wurde 1312 auf dem nahen Blacklow Hill enthauptet. Sein Weg führte an Guy’s Cliffe vorbei. Einige Frauen sahen ihn Anfang des Jahrhunderts am helllichten Tag, begleitet von Geistergeläut und seinem Pferd, das mit Glocken und Zierrat herausgeputzt war. Auf Lowther Castle schließlich spukt Sir James Lowther, der 1784 den Besitz erbte und von unstillbarem Machthunger besessen war. Er litt unter einer arrangierten Ehe, deshalb hielt er sich eine Mätresse, die aber bald verstarb. Er jedoch wollte ihren Tod nicht akzeptieren und ließ ihre Leiche im Bett liegen, so als sei nichts geschehen. Manchmal setzte er sie sogar angekleidet an seine Tafel. Als der Verwesungsgeruch nicht mehr zu ertragen war, wurde sie in einen gläsernen Sarg gelegt und in einen Schrank gestellt, damit er sie immer betrachten konnte. Schließlich wurde sie in London beerdigt. Sir James kehrte auf Lowther zurück, verfiel in Depressionen, ließ das Haus verfallen und starb 1802. In hellen Mondnächten galoppieren ungezäumte Pferde vor einer Geisterkutsche über das Parkgelände, angetrieben von einem zerzausten manischen Geist. Ist das nicht gruselig? Und so gibt es zu jedem der wunderschön atmosphärischen Bilder schaurige Geschichten und Begebenheiten. Ich kann es nur allen ans Herz legen, die nicht nur mit dem Polyglott reisen, sondern auch gerne einmal die Geschichten hinter den Ruinen entdecken wollen, die sich gerne ab und zu einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lassen.

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