Simon Mason Zu schön, um tot zu sein

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Inhaltsangabe zu „Zu schön, um tot zu sein“ von Simon Mason

Ein packender Krimi mit einem einzigartigen jugendlichen Detektiv Garvie Smith ist sechzehn, sieht gut aus, hat einen wahnsinnig hohen IQ und die miesesten Noten. Denn er ist einfach stinkfaul und vom Leben gelangweilt. Doch dann wird das hübscheste Mädchen seiner Schule tot aus einem Teich gefischt. Garvie kannte die schöne Tote, und da die Polizei sich bei ihren Ermittlungen nicht besonders klug anstellt, versucht Garvie zu helfen mit ungeahnten Folgen. Denn schon bald steckt er mittendrin in diesem Fall und ist einem gefährlichen Mörder auf der Spur.

"Ein Einkaufszettel, ein totes Mädchen und ein paar Laufschuhe - Simon Mason zeigt, wie aus diesen Dingen ein guter Mitratekrimi wird!"

— lex-books

Naja, also ich hatte viel mehr Spannung erwartet. Die Story zieht sich wie Kaugummi.

— Reebock82

Die Twists und verschlungenen Handlungsstränge sind sehr interessant und haben mich oft in die Irre geleitet.

— Baneful

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  • Klassische Detektivgeschichte mit Ecken und Kanten

    Zu schön, um tot zu sein

    lex-books

    16. May 2016 um 14:08

    "Zu schön, um tot zu sein" erschien 2014 im Fischer Verlag und landete verspätet auf meinem To-Read-Stapel, weil ich im Moment ein Faible für Detektivgeschichten habe. Wer gerne ruhige Kriminalfälle liest und nicht müde wird, gemeinsam mit der Hauptfigur einen Verdächtigen nach dem anderen abzuklappern, Zeugen zu befragen, Spuren zu sichern, Alibis zu überprüfen und Puzzlestücke zusammenzusetzen, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. Trotz einiger Kanten und Ecken sticht der Roman aus der großen Auswahl in diesem Bereich heraus. Es ist eine jener Geschichten, die sowohl von Jungs als auch Mädchen (14+) gelesen werden können und sogar Erwachsenen gefällt. Allerdings macht Simon Mason es dem Leser nicht ganz leicht: denn sein Meisterdetektiv ist nicht unbedingt ein zugänglicher Charakter. Garvie Smith ist ebenso faul wie ungewöhnlich – trotz eines beachtlichen IQ hängt der 15jährige zum Leidwesen seiner Mutter am liebsten mit seinen Kumpels auf einem alten Spielplatz rum. In die Schule geht Garvie eher sporadisch, lieber trinkt und raucht er oder beschäftigt sich mit mathematischen Rätseln. Bis… ja, bis eines Tages die gleichaltrige Schulschönheit Chloe Dow ermordet wird. Für den sonst notorisch gelangweilten Garvie ist der mysteriöse Tod von Chloe eine echte Herausforderung. Er entwickelt einen gefährlichen Ehrgeiz, den Fall selbst zu lösen und kommt dabei nicht nur dem schlecht gelaunten Inspektor Singh in die Quere, sondern auch dem Mörder. Für ein Jugendbuch ist der Fall erstaunlich komplex. Die Handlung ist in den Ausläufern einer englischen Kleinstadt angesiedelt und kratzt oberflächlich an Themen wie Einwanderung, Drogenmissbrauch und sozialem Status. Die Dialoge sind teilweise etwas derber und die Protagonisten sind allesamt auf die ein oder andere Weise schwierig. Da gibt es Chloes Exfreund Alex, der in soziales Abseits driftet, Chloes Freundin Jess, die alles für ein wenig Aufmerksamkeit tut, Naylor, den psychopathischen Hausmeister, einige skrupellose Kasinobesitzer, den etwas galligen Inspektor Singh und natürlich Garvie, den Gelangweilten. Wer nun denkt „Puh, das hört sich aber bedrückend und schwermütig an“, keine Angst – "Zu schön, um tot zu sein" (im engl. Original etwas griffiger ‚Running Girl’) ist in erster Linie eine klassische Detektivgeschichte. Mason schreibt flüssig und locker und hält kontinuierlich aber maßvoll Spannung, indem er den Leser ständig an der Nase herumführt. Ab und zu greift er in die stilistische Trickkiste und gibt Szenen in einer Art Protokollform wieder oder lässt einen angenehm trockenen Humor aufblitzen, wenngleich ich den Eindruck hatte, dass der Autor sich nicht ganz sicher war, wie viel Witz die Geschichte verträgt. Das wichtigste aber: Trotz einiger kleiner Ungereimtheiten wird der Fall logisch aufgelöst. Ich kann der Geschichte das Ende ehrlich abkaufen, was bei einem Krimi den Gesamteindruck ganz entscheidend ausmacht. Einziges Problem war für mich die rudimentäre Ausarbeitung der Charaktere, die kaum etwas über ihr Innenleben preis geben. Garvie bildet da keine Ausnahme – er ist zwar ein sympathischer aber auch undurchsichtiger, fast emotionsloser Charakter. Warum er sich so starrsinnig in den Fall ‚Chloe Dow’ festbeißt, habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen können. Weil so viel Platz für eine Charakterentwicklung der Hauptfiguren bleibt, hatte ich den Eindruck, "Zu schön, um tot zu sein" könnte als Auftakt zu einer Serie geplant sein. Aber beim Fischer Verlag liegen keine Infos zu einer Fortsetzung vor. Schade. Ich hätte sie gelesen! Nachtrag 25.05.2016: Na, das ist mal eine gute Nachricht. Heute gab es erneut eine Rückmeldung vom Fischer Verlag. Simon Mason schreibt aktuell an einer Fortsetzung zu "Running Girl"/"Zu schön, um tot zu sein". Wann der zweite Band erscheint, steht noch in den Sternen. Aber wir wollen mal nicht drängeln. Hauptsache, Garvie kommt zu uns zurück. Und jetzt psssst... ganz leise, Simon Mason muss sich konzentrieren!

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  • Ich hatte viel mehr erwartet...

    Zu schön, um tot zu sein

    Reebock82

    27. April 2015 um 16:32

    In einer Stadt in England wird ein Mädchen tot aufgefunden. Für Garvie Smith eine willkommene Abwechslung, denn er langweilt sich in seinem Leben zu Tode. Gegen den Willen der Polizei startet er seine eigene Ermittlung im Mordfall.  Was ich erwartet habe: Spannung, einen supercoolen (vielleicht auch ein bisschen schrägen) Hauptcharakter, Humor, Spannung!!!!!!! Was ich stattdessen "bekommen" habe: Langeweile, langeweile, einen ätzenden, unsympathischen Hauptcharakter und wieder Langeweile Dem Buch fehlt meiner Meinung nach der Fokus auf das Wesentliche. Es wird viel zu viel abgeschweift und auf Nebensächlichkeiten eingegangen, die keinen interessieren und nur dafür sorgen, dass die Geschichte sich zieht. Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Garvie ist ein ziemlich unsympathischer Charakter. Da kann man jetzt argumentieren "ach was, der ist doch nur eigen und etwas exzentrisch", meiner Meinung nach ist er aber einfach nur ein verwöhnter Kerl, den es nicht interessiert, was für Schwierigkeiten er seiner Mutter macht oder wen er mit bestimmten Verhaltensweisen verletzt. Für mich war das keine "Mischung aus Sherlock Holmes und James Bond", denn die sind beide trotz ihrer Exzentrik wirklich sympathisch. Garvie ist einfach nur ätzend und überheblich. Er meint, alles besser zu wissen, nur weil er das Glück hat mit extremer Intelligenz gesegnet zu sein. Das allein schon nimmt dem Buch viel Potential. Man fiebert nicht wirklich mit. Im Prinzip war es mir mehr oder weniger egal, was mit Garvie passiert. Ich habe das Buch nur fertig gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Gegen Ende hin (so die letzten 50 Seiten) zeigt Garvie dann tatsächlich etwas Gefühl und wurde mir auch gleich viel sympathischer.   Die Handlung hält sich wie schon gesagt viel zu sehr mit Details auf, die nicht wirklich spannend sind. Garvie geht hierhin und redet mit diesem. Er geht dorthin und redet mit jenem. Zwischendurch wird versucht, den Leser an seinen Gedankengängen teilhaben zu lassen, was aber nicht besonders gelingt, da Garvie in irgendwelchen mathematischen Formeln denkt, die sich einem nicht-Mathematiker nicht erschließen.  Die Rolle des Polizisten fand ich auch nicht wirklich gelungen. Auch dieser soll auf seine Art exzentrisch wirken, auf mich jedoch wirkt er einfach nur unfähig. Auch hier sind in der Geschichte lange Passagen eingebaut, in denen der Polizist mit seinen Kollegen irgendein langweiliges Gespräch führt, dass zwar Dinge im Fall erklärt, aber nicht wirklich für Spannung sorgt.  Das war allgemein mein größtes Problem. Die Spannung und Geschwindigkeit haben gefehlt. Vielleicht habe ich auch einfach nur zu viel erwartet, aber meiner Meinung nach war die Geschichte viel zu langsam erzählt. Es fehlte die Action. Die erste wirklich spannende Szene passiert ungefähr ab Seite 150 und erstreckt sich über gefühlte zwei Seiten, bevor die Erzählweise dann wieder in ihren alten Trott verfällt.  Mein Fazit:  Eine Geschichte mit viel Potential, die jedoch langweilig und mit zu wenig Spannung erzählt wurde. Keine der Figuren ist einem wirklich sympathisch. Ich musste mich regelrecht zwingen das Buch fertig zu lesen. Insgesamt würde ich dem Buch 2,5 Sterne geben, da die Idee und die Lösung ganz gut waren. 

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  • Die Twists und verschlungenen Handlungsstränge sind sehr interessant und haben mich oft in die Irre

    Zu schön, um tot zu sein

    Baneful

    11. September 2014 um 15:37

    Inhalt: Garvie ist ein Junge, der trotz seines hohen IQs schlechte Noten hat und vom Leben gelangweilt ist. Als das hübscheste Mädchen der Stadt tot aufgefunden wird, mischt er sich in die Angelegenheiten der Polizei ein, da er überzeugt ist, dass sie sich nicht besonders klug anstellen. Schnell gerät er auf die Spur des Mörders, was ungeahnte Folgen nach sich zieht … Meine Meinung: Garvie Smith, ein intelligenter 16-Jähriger, der gelangweilt von seinem Leben ist, langweilt leider auch den Leser, die meiste Zeit über. Ich habe mir coole Sprüche und eine harte Schale vorgestellt, wohinter ein goldherziger Junge stecken würde, wurde aber leider nicht fündig. Viel zu sehr wird hier Wert daraf gelegt Garvie als eine Art Maschine ohne Gefühle dazustellen. Eine sehr schlaue Maschine, die kaum Menschlichkeit zeigt. Seine Arroganz gegenüber seinen Mitmenschen, seinen Freunden und gegenüber dem Leben, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Garvie wird vielzu sehr versucht auf Sherlock getrimmt zu werden. Einzelgänger, super schlau, arrogant. Doch anders als Sherlock fehlt ihm eine Persönlichkeit, die den Leser für sich einnimmt. Einzig die Tatsache, dass er beinahe schon besessen von imaginären Zahlen ist, fand ich interessant und besonders an ihm.Bis zum Schluss habe ich so gut wie keine Charakterentwicklung ausmachen können, schade eigentlich, da hier viel Potential wäre. In den letzten zwei Kapiteln hat er einen Anflug von Menschlichkeit gezeigt, jedoch war das viel zu spät und schien mir eher eine Laune seinerseits zu sein. Die Nebencharaktere sind bis auf sehr wenige, leider Thriller-Stereotype. Garvies Mutter fand ich ganz nett. Sie ist lieb und versucht aus ihrem Sohn schlau zu werden, leider wurde ihr nicht allzu viel Handlungszeit eingeräumt. D.I. Sigh ist ein älterer Detektiv, der den Fall um das verschwundene Mädchen bearbeitet. Bis zum Schluss hat er mich mit seiner Verbohrtheit und seinem Egoismus genervt. Als er die Kurve gekriegt hat, schien er ein netter Kerl zu sein, jedoch hätte man auch hier früher einen Gang in der Charakterentwicklung zulegen können. Obwohl die Spannung und die Handlung sehr ansprechend sind und dazu geführt haben, dass ich recht schnell das Buch ausgelesen habe, wurde es doch oft sehr trocken und hatte eine gewisse Langatmigkeit. Manchmal liest sich das Buch, ähnlich wie ein Bericht. Beinahe fragmentisch, sehr unausgeschmückt, eben nur die knallharten Fakten. So kommt selten eine andere Stimmung auf, als das klinisch sterile, was manche Leser wohl ansprechend finden. Leider gehöre ich nicht zu solchen Lesern, ich brauche mehr Atmosphäre und mehr Indentifikation mit den Charakteren. Die Twists und verschlungenen Handlungsstränge sind sehr interessant und haben mich oft in die Irre geleitet. Wäre die Handlung nicht so komplex, hätte ich wohl Schwierigkeiten weiterzulesen. Sie mag für einen Jugendthriller beinahe schon zu komplex sein. Außer der Tatsache, dass in diesem Roman ein Jugendlicher der Protagonist ist, hat das Buch auch nicht viel mit einem Jugendthriller zu tun. Die Verspieltheit und die unterschwellige Spannung fehlen hier, vielmerh ist es ein actiongeladener, spannender Thriller für jüngere Erwachsene, bis hin zu Erwachsenen, die mal eine andere Art des Thrillers ausprobieren wollen. In der Kürze liegt die Würze:  Interessanter, anspruchsvoller Fall; spannend geschrieben; Charaktere, mit denen nicht jeder warm werden kann Bewertung:   Obwohl ich mit den meisten Charakteren, die meiste Zeit über nicht ausgekommen bin, fand ich Zu schön, um tot zu sein, dennoch recht ansprechend. Der Fall ist sehr interessant und fordert die grauen Zellen des Lesers gehörig an. Eine angenehme Entwicklung in der Jugendliteratur, wenn die Charaktere liebenswerter gewesen wären, hätte ich nichts zu meckern gehabt. Für diesen Lesespaß ♥♥♥ Herzchen. Ich denke, dass gerade männliche Jugendliche das Buch mögen könnten.

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  • Garvie Smith - Schulschwänzer und moderner Sherlock Holmes

    Zu schön, um tot zu sein

    MikkaG

    10. September 2014 um 15:13

    Garvie Smith wird von seinen Freunden bewundernd "Sherlock" genannt - und tatsächlich hat er einiges gemein mit dem berühmten Meisterdetektiv! Garvie verfügt nicht nur über einen messerscharfen Verstand, ein fotographisches Gedächtnis und eine unglaubliche Beobachtungsgabe, sondern er teilt auch viele von Holmes' weniger positiven Eigenschaften. Wenn sein Verstand nicht gerade herausgefordert und beschäftigt wird, verfällt der Junge in lethargische Faulheit, liegt stundenlang auf dem Bett und starrt an die Decke, und dann macht er sich auch nicht die Mühe, sich in die Schule zu schleppen - weswegen er trotz seiner herausragenden Intelligenz grottenschlechte Noten hat. Verfiel Sherlock Holmes nach einem Fall in diese träge Depression, griff er in den Originalgeschichten von Conan Doyle zu Kokain und Morphium; Garvie beschränkt sich auf Joints und Alkohol. Zu seinen Freunden zählen Jugendliche, die sich am Rande der Legalität bewegen, wie z.B. Drogendealer und angehende Meistereinbrecher, und überhaupt hat er in der ganzen Stadt Kontakte, in allen Gesellschaftsschichten. Genau wie Holmes hat Garvie manchmal nur wenig Geduld mit den weniger intelligenten Menschen um ihn herum und erscheint dadurch arrogant, kann aber auch sehr charmant und einnehmend sein. Er ist also ganz sicher kein einfacher Mensch - aber ein großartiger Buchcharakter, nicht nur für Fans von Sherlock Holmes! Mir hat gerade gut gefallen, dass er kein perfekter Musterschüler ist, sondern ein zwiespältiger junger Mann mit Fehlern und Schwächen, der im Laufe des Buches auch menschlich an seinen Herausforderungen wächst. Auch die Nebencharaktere fand ich vielschichtig, glaubwürdig und interessant. Liebenswert und rührend ist zum Beispiel Taxifahrer Abdul, dem Garvies Mutter bei der Einwanderung geholfen hat und der Garvie seither loyal ergeben ist. Auch Detective Inspector Singh ist mir immer mehr ans Herz gewachsen - der bedauernswerte Ermittler, der kaum einen Schritt tun kann, ohne dass Garvie ihm bereits zuvorgekommen ist. Dabei ist es sein erster großer Fall, den er auf keinen Fall in den Sand setzen darf! Gegen Ende des Buches entwickelt sich so etwas wie Respekt zwischen Garvie und DI Singh, und ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Buch der Start einer Krimireihe rund um dieses ungleiche Duo wäre. In Grunde ist DI Singh für Garvie, was Inspector Lestrade für Holmes war. Wenn ich allerdings bisher den Eindruck erweckt habe, dass Simon Mason eigentlich nur über eine schale Kopie von Sherlock Holmes schreibt, dann täuscht das. Denn ja, die Übereinstimmungen sind offensichtlich und sicher auch eine gewollte Hommage, aber Garvie ist dennoch ein ganz eigener, origineller Charakter, der seine ganz eigene, originelle Geschichte erlebt. Ich hatte nie den Eindruck, etwas zu lesen, was man schon tausendfach in anderen Krimis gelesen hat, im Gegenteil: ich fand das Buch erfrischend neu und anders. Für Garvie ist der Fall anfangs wenig mehr als ein ein logisches Rätsel, eine Herausforderung für seinen Verstand. Dabei geht es hier um ein junges Mädchen, das ermordet wurde! Ein Mädchen, dass jeder kannte und anscheinend keiner mochte, und dessen große Träume und Hoffnungen nun damit enden, dass sie erwürgt aus einem Teich gefischt wird. Ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen, wie auch Garvie nach und nach realisiert, dass das kein Spiel mehr ist, wie er Mitgefühl und Sympathie für das Opfer entwickelt... Und spannend war die Geschichte ohnehin, denn der Autor legt viele falsche Fährten und präsentiert dem Leser eine unerwartete Wendung nach der anderen! Immer, wenn man denkt, man hätte den Fall durchschaut, legt er die nächste Karte auf den Tisch und damit ändert sich wieder alles. Besonders über das ermordete Mädchen erfährt man immer wieder Neues, was sie in anderem Licht erscheinend lässt. Der Schreibstil ist klar und eher einfach, aber dabei nicht langweilig. Diese Klarheit passt gut zu Garvies Art und Weise, zu denken, und dadurch bilden Schreibstil und Geschichte stets eine schlüssige Einheit. Manche Dialoge sind in Form von Vernehmungsprotokollen geschrieben, was den Fluss der Geschichte immer mal wieder auflockert und auch eine Spur von trockenem Humor hineinbringt. Fazit: Garvie Smith ermittelt in einem Mordfall - dabei ist er kein Polizist, sondern nur ein gelangweilter 16-jähriger mit dem Verstand von Sherlock Holmes, dem Charme von James Bond und dem ganzen verächtlichen Trotz eines von sich selbst überzeugten Teenagers. Und das Ganze liest sich wunderbar spannend und alles andere als vorhersehbar! Ich habe das Buch als Leserin Ü30 mit viel Vergnügen gelesen, aber ich bin mir sicher, dass es auch und besonders jugendliche Leser ansprechen wird - sowohl Mädchen als auch Jungen.

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