Simon Mawer

 3.9 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Die Frau, die vom Himmel fiel, Mendels Zwerg und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Simon Mawer

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Simon MawerDie Frau, die vom Himmel fiel
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Die Frau, die vom Himmel fiel
Die Frau, die vom Himmel fiel
 (29)
Erschienen am 15.06.2015
Simon MawerMendels Zwerg
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Mendels Zwerg
Simon MawerMendel's Dwarf
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Mendel's Dwarf
Mendel's Dwarf
 (2)
Erschienen am 24.06.2011
Simon MawerThe Glass Room
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The Glass Room
The Glass Room
 (1)
Erschienen am 15.01.2009
Simon MawerSwimming to Ithaca
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Swimming to Ithaca
Swimming to Ithaca
 (1)
Erschienen am 21.06.2007
Simon MawerA Jealous God
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A Jealous God
A Jealous God
 (0)
Erschienen am 01.12.1996
Simon MawerGregor Mendel
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Gregor Mendel
Gregor Mendel
 (0)
Erschienen am 01.09.2006
Simon MawerThe Girl Who Fell from the Sky
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The Girl Who Fell from the Sky
The Girl Who Fell from the Sky
 (0)
Erschienen am 25.04.2013

Neue Rezensionen zu Simon Mawer

Neu
M

Rezension zu "Mendels Zwerg" von Simon Mawer

Interessanter Einblick in Medels Welt der Genetik
mehevor einem Jahr

Dieses Buch verknüpft durch die beiden Handlungsstränge die moderne Wissenschaft mit ihren Wurzeln in der Vergangenheit.


Verbindungsstück ist der Genetiker Ben Lambert, ein Nachfahre des berühmten Erbforschers Gregor Mendel. Doch Ben sticht durch eine weitere Besonderheit hervor - er ist zwergwüchsig. Dies hält ihn zwar nicht davon ab ein brillanter Wissenschaftler zu sein, aber im Alltag und vor allem im Liebesleben ist dies schon vielmehr ein Hindernis.
Er beginnt eine unglückliche Affäre mit der Bibliothekarin Jean, die er schon seit Jugendtagen kennt. Da Jeans Mann unfruchtbar ist darf Ben auf dem wissenschaftlichen Weg ein Kind mit ihr zeugen - im Reagenzglas. Hier kann er auch sein Wissen über jenes Gen, welches sein Leben so sehr bestimmt, anwenden. Denn er hat es sich zur Aufgabe gemacht das Gen für Zwergwuchs zu finden und zu erforschen.


Im Wechsel mit Bens Geschichte erfährt man mehr aus dem Leben des bescheidenen Mönchs Gregor Mendels, der mit seinen Erbsenkreuzungen der Wegbereiter der Genetik war aber bis zum Tod ein verkanntes Genie blieb.


Die Einblicke in Mendels Wesen und Werk fand ich sehr gelungen und informativ. Ein Blick hinter die reine Theorie, die wir alle aus dem Biologieunterricht kennen. Auch der Blick auf die moderne Genetik und ihre Möglichkeiten war interessant und auch die moralischen Aspekte kamen nicht zu kurz. Ein historischer Exkurs zum Thema Rassenphilosophie und Eugenik folgte.


Störend fand die allzu intimen Einblicke in Bens Sexualleben, stets den Blick auf "das einzige Teil an ihm gerichtet, das normale Größe hat". Nun bin ich aber auch generell kein Fan erotischer Literatur, aber hier glitt es schon oft ins Perverse. Sehr schade, das hat den Lesegenuss leider etwas verdorben und stand im starken Kontrast zu all den wissenschaftlichen Schilderungen. Der Roman war mit Sicherheit hervorragend recherchiert - soweit ich das beurteilen kann - aber für mich mit meinem Schulwissen, das nun auch schon wieder ein wenig zurückliegt, fast ein bisschen zu fachmännisch.


Dennoch ist dieses Buch für alle, die sich studien- oder arbeitsbedingt mit dem Genetik befassen sicher sehr lesens- und empfehlenswert. Es ist eine interessante Verknüpfung aus Sachbuch und Roman und durchaus lehrreich.

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Wolkenatlass avatar

Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

Eine spannende Geschichte mit Schwächen
Wolkenatlasvor 5 Jahren

Simon Mawer ist ein äußerst interessanter Autor, der bis zu seinem fulminanten, vielschichtigen und komplexen Roman "The Glass House", (Kurzliste des "Booker-Preises"), immer zur Riege der Geheimtipps, oder auch Eingeweihtentipps in Großbritannien gezählt hat. Seine Romane "Mendels Zwerg", (bisher die einzige Übersetzung ins Deutsche, doch längst vergriffen), "The Gospel According to Judas", "Swimming to Ithaca" und "The Fall" sind sehr gelungen, haben aber auch unter anglophilen Lesern nie den Erfolg bei der breiten Masse der Leser gefunden. "The Glass House" hat mit dem berechtigten Aufscheinen in der Kurzliste für den "Booker-Preis", (den am Ende dann Hilary Mantel für ihren Verkaufsschlager "Wolf Hall" gewann), endlich großes Aufsehen erregt und dem Autor plötzlich viel Aufmerksamkeit beschert.

"Die Frau, die vom Himmel fiel", sein erstes Buch nach "The Glass Room", greift wieder auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Europa zurück und ist, im positiven Sinn, ein Buch mit Verkaufsschlagerqualitäten. Genau da sind aber auch die negativen Seiten dieses Romans versteckt, denn allzu sehr scheint der Autor versucht zu haben, sein neu gewonnenes Publikum zu halten oder auch noch mehr Leser zu akquirieren.

Nach einem großartigen prologartigen Kapitel, in dem der Leser die fallschirmspringende Agentin Marian Sutro knapp vor dem Absprung über Frankreich kennenlernt, rollt Simon Mawer ihre Geschichte im Dienst des britischen Geheimdiensts eher schematisch auf.

Marian Sutro ist eine junge Britin mit europäischen Wurzeln, als Diplomatentochter hat sie in ihrer Jugend viele Jahre in Paris und Genf verbracht und spricht daher auch fließend Französisch.

Bereits im eher langweiligen, hauptsächlich mit dem Einordnen von Akten verbundenen administrativen Dienst, erhält sie überraschend die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bezüglich der Möglichkeit, in den Außendienst zu wechseln. Stolz auf diese Ehre, nimmt sie die Einladung gern an und schafft auch die Eignungstests. Ab hier beschäftigt sich Simon Mawer extensiv mit ihrer Einschulung für den Dienst in Frankreich. In diese Zeit fallen auch Bekanntschaften mit Menschen, die später, während sich der Roman entwickelt, wesentliche Rollen einnehmen werden.

Während ihrer Zeit in Paris hatte Marian Sutro ein kurzes, inniges, aber schiefgelaufenes Liebesverhältnis mit dem jungen Atomphysiker Clement Pelletier, der mittlerweile für die Nazis arbeitet und das Ziel ihrer Tätigkeit ist. Marian Sutros Bruder, Ned, ist ebenfalls Atomphysiker, und da beide Seiten an der Entwicklung der Atombombe arbeiten, sind die Briten besonders daran interessiert, den jungen Franzosen zum Überlaufen zu bewegen. Genau das soll, zusätzlich zu einigen anderen Tätigkeiten, Marian Sutros Aufgabe sein.

Positiv ist Simon Mawers genaue Beobachtungsgabe, die er in vielen kleinen Details eindrucksvoll zur Schau stellt, es gibt an diesem Agentenroman nichts, was man als Leser irgendwie als "an den Haaren herbeigezogen", "überzeichnet" oder "schlecht recherchiert" bezeichnen könnte. Alles plausibel und glaubhaft, immer wieder freut man sich auch über das Erkennen von kleinen, feinen Details. Während der Ausbildung Marian Sutros wird ihr eingebläut, Kaffee immer ohne Zucker zu bestellen, später weiß man, dass der Grund natürlich der ist, dass es in Frankreich einen Zuckermangel gibt und sich jemand, der im Café Zucker bestellt, leicht seine Tarnung kaputtmachen könnte.

Da sich zwischen ihr und ihrem zugeteilten Partner auch Gefühle anbahnen, bietet sich auch eine ideale Ausgangsposition für eine Entwicklung des hin- und hergerissenen Gefühlslebens der jungen Agentin.

Das einzige Problem bei diesem Werk ist, dass diese Art von Buch bereits einige andere Autoren abgeliefert haben. Unter Anderem Sebastian Faulks mit "Charlotte Gray", das einerseits viel spannender, aber auch literarisch überzeugender gelungen ist. Auch John Le Carré hat ähnliche Handlungsverläufe entwickelt. Genau da fällt das Buch durch: Für Spannungsliteratur fehlen ihm der Schwung und die Konzentration auf die Handlung, für Liebhaber anspruchsvoller Literatur ist hier nicht genug vorhanden. Und so ergibt sich eine kuriose Gleichgültigkeit des Texts, der irgendwie entkeimt scheint, irgendwie blutleer und leblos. Der Rezensent hat nach der Lektüre der deutschen Fassung aus diesem Grund auch die Originalausgabe gelesen, die sich stilistisch deutlich besser liest, (Simon Mawer ist eigentlich ein begnadeter Stilist), weil sich die englische Sprache für einfachere Prosa besser eignet als die deutsche, die gleichen Probleme bestehen aber leider auch dort, wenngleich nicht so stark.

Möglicherweise schwingt auch leicht die Enttäuschung des Rezensenten mit, dass Simon Mawer auf "The Glass Room" nicht einen wenigstens ebenso ambitionierten Roman nachgelegt hat.

Trotzdem ist "Die Frau, die vom Himmel fiel" ein Roman, den man nicht bereut, gelesen zu haben; ein Roman, der wahrscheinlich auf Reisen ideal ist, weil man jederzeit leicht in die Geschichte Marian Sutros einsteigen und aus selbiger aussteigen kann. Allerdings bleibt, bis auf die Handlung, nicht viel im Gedächtnis zurück.

(Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at Roland Freisitzer; 01/2013)

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Lesegenusss avatar

Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer
Lesegenussvor 6 Jahren

“In Erinnerung an Colette, eine der SOE-Frauen“, so lautet die Widmung am Anfang des Buches.
SOE – steht für “Special Operations Executive”. Eine britische Einheit, die Leute ausbildet für Spezialaufträge, nicht um als Agenten bzw. Spione zu arbeiten, sondern hinter der Feindlinie „Europa in Brand zu setzen (entnommen aus der Pressenotiz des Verlages)
Es waren aber nicht nur Männer, sondern auch Frauen; hier wurde insbesondere darauf geschaut, dass sie fließend Französisch sprachen. „Colette“ war der Deckname von Anne-Marie Walters. Der erste Kontakt zu „Colette“ entstand durch die Mutter des Autors, die ihm das Buch von Anne-Marie Walters zum Lesen gab, in der sie nach ihrer Rekrutierung aus der SOE ihre Erlebnisse niederschrieb.
Das interessante daran war, dass die Mutter als auch der Vater eine Verbindung zu Anne-Marie Walters hatten.
Mit der Geschichte „Die Frau, die vom Himmel fiel“ hat der Autor Simon Mawer eine wirklich gute und spannende Geschichte mit einem historischen Zeitthema geschrieben: Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, von mutigen Frauen, die für die Freiheit kämpften ...
„Die Frau, die vom Himmel fiel“ , hier ist es die Geschichte von der Londonerin Marian Sutro. Gerade mal 19 Jahre jung, wird sie von der SOE angeworben. Sie spricht perfekt Französisch, und dass veranlasst nunmehr die Obersten der SOE, Marian in Frankreich einzusetzen. Ebenso ist bekannt, dass ihre ehemalige Jugendliebe Clement sich in Frankreich, in Paris aufhält. Clement, inzwischen ein sehr bekannter Atomphysiker, arbeitet derzeit an einem geheimen Projekt zum Bau der Atombombe. Ihn zu finden, Clemend zu überzeugen, dass er sich auf die Seite Englands schlägt, wird die Aufgabe des Teams, von Marian.
Der Autor beschreibt sehr aufwendig die enormen Vorbereitungen der Ausbildung, die in einer streng geheim gehaltenen „Schule für Spione“ in Schottland erfolgt. Die damaligen Zeiten entspechen nicht dem heutigen Bild der modernen Frau, wie es der Leser kennt. Andere Lebensumstände, Kriegszeit, eine gewisse Naivität, Idealismus, eine Sache, für die es sich zu kämpfen lohnt.
Mag sicherlich bei etlichen jungen Frauen von damals stimmen, doch das hat sich in vielen Dingen leider bis heute auch noch nicht so ganz gelegt.
Blindes Vertrauen oder Liebe macht blind? Die Frage kann ich so nicht beantworten.
Fakt ist, dass der Autor mit „Die Frau, die vom Himmel fiel“ einen Roman mit historischem Hintergrund geschrieben hat, Herzblut, Priorität, Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sehr wichtig waren.
„Die Frau, die vom Himmel fiel“, eine beeindruckende Geschichte, die überzeugt und meine Leseempfehlung erhält.
Zitat S. 11 „ Lieber Gott, bitte pass auf mich auf. - ... in gewisser Weise auch ein Gebet, als das rote Lämpchen erlischt und das grüne Lämpchen angeht und der Absetzer ruft: „SPRUNG!“, ...

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Gespräche aus der Community

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DVA_Verlags avatar

Liebe Lovelybooker,

Wie wär’s mit ein bisschen „Casablanca“-Feeling für die dunkler werdenden Tage? Wenn ihr Lust habt, in eine Geschichte voller Leidenschaft und Gefahr einzutauchen, eure Eindrücke mit anderen auszutauschen und am Ende eine Rezension zu schreiben, dann bewerbt euch doch für die Leserunde zu Simon Mawers Roman „Die Frau, die vom Himmel fiel“.

Worum geht’s in dem Buch?

Marian Sutro ist kein Mädchen wie die anderen. Soeben aus der Schule ins Leben entlassen, kauert die neunzehnjährige Londonerin nun vor der geöffneten Tür eines Flugzeugs der Royal Airforce, unter ihr das besetzte Frankreich, bereit, mit dem Fallschirm ins Ungewisse zu springen. Sie soll ihre Jugendliebe Clément aufsuchen, der in Paris für die Nazis als Wissenschaftler arbeitet. Wird sie ihre Aufgabe erfüllen? Wird sie Clément finden – und was wird dann mit Benoît, ihrem neuen Liebhaber?
Ein packender Roman über eine starke junge Frau, die Mut in gefährlichen Zeiten beweist, und eine »Casablanca«-gleiche Liebesgeschichte vor der Kulisse des historischen Paris.

 

Die Leserunde startet am 31.10.2012 (wenn die Post mitspielt ...). Wir haben 20 Freiexemplare für euch, die wir unter allen verlosen, die uns bis zum 28.10. auf folgende Frage antworten:

Für was wärt ihr bereit, euer Leben zu geben?

 

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit euch! Eine Leseprobe und weitere Infos zu Buch und Autor findet ihr hier. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei uns!

Viele Grüße!

Britta vom DVA-Verlagsteam

Zur Leserunde

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