Simon Mawer Die Frau, die vom Himmel fiel

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Inhaltsangabe zu „Die Frau, die vom Himmel fiel“ von Simon Mawer

Paris 1943: Eine mutige junge Frau gerät zwischen die Fronten des Krieges – und findet sich zwischen zwei Männern wieder Marian Sutro ist kein Mädchen wie die anderen. Soeben aus der Schule ins Leben entlassen, kauert die neunzehnjährige Londonerin nun vor der geöffneten Tür eines Flugzeugs der Royal Airforce, unter ihr das besetzte Frankreich, bereit, mit dem Fallschirm ins Ungewisse zu springen. Sie soll ihre Jugendliebe Clément aufsuchen, der in Paris für die Nazis als Wissenschaftler arbeitet. Wird sie ihre Aufgabe erfüllen? Wird sie Clément finden – und was wird dann mit Benoît, ihrem neuen Liebhaber? Ein packender Roman über eine starke junge Frau, die Mut in schwierigen Zeiten beweist, und eine Liebesgeschichte vor der Kulisse des historischen Paris.

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    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    21. October 2013 um 08:56

    Simon Mawer ist ein äußerst interessanter Autor, der bis zu seinem fulminanten, vielschichtigen und komplexen Roman "The Glass House", (Kurzliste des "Booker-Preises"), immer zur Riege der Geheimtipps, oder auch Eingeweihtentipps in Großbritannien gezählt hat. Seine Romane "Mendels Zwerg", (bisher die einzige Übersetzung ins Deutsche, doch längst vergriffen), "The Gospel According to Judas", "Swimming to Ithaca" und "The Fall" sind sehr gelungen, haben aber auch unter anglophilen Lesern nie den Erfolg bei der breiten Masse der Leser gefunden. "The Glass House" hat mit dem berechtigten Aufscheinen in der Kurzliste für den "Booker-Preis", (den am Ende dann Hilary Mantel für ihren Verkaufsschlager "Wolf Hall" gewann), endlich großes Aufsehen erregt und dem Autor plötzlich viel Aufmerksamkeit beschert. "Die Frau, die vom Himmel fiel", sein erstes Buch nach "The Glass Room", greift wieder auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Europa zurück und ist, im positiven Sinn, ein Buch mit Verkaufsschlagerqualitäten. Genau da sind aber auch die negativen Seiten dieses Romans versteckt, denn allzu sehr scheint der Autor versucht zu haben, sein neu gewonnenes Publikum zu halten oder auch noch mehr Leser zu akquirieren. Nach einem großartigen prologartigen Kapitel, in dem der Leser die fallschirmspringende Agentin Marian Sutro knapp vor dem Absprung über Frankreich kennenlernt, rollt Simon Mawer ihre Geschichte im Dienst des britischen Geheimdiensts eher schematisch auf. Marian Sutro ist eine junge Britin mit europäischen Wurzeln, als Diplomatentochter hat sie in ihrer Jugend viele Jahre in Paris und Genf verbracht und spricht daher auch fließend Französisch. Bereits im eher langweiligen, hauptsächlich mit dem Einordnen von Akten verbundenen administrativen Dienst, erhält sie überraschend die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bezüglich der Möglichkeit, in den Außendienst zu wechseln. Stolz auf diese Ehre, nimmt sie die Einladung gern an und schafft auch die Eignungstests. Ab hier beschäftigt sich Simon Mawer extensiv mit ihrer Einschulung für den Dienst in Frankreich. In diese Zeit fallen auch Bekanntschaften mit Menschen, die später, während sich der Roman entwickelt, wesentliche Rollen einnehmen werden. Während ihrer Zeit in Paris hatte Marian Sutro ein kurzes, inniges, aber schiefgelaufenes Liebesverhältnis mit dem jungen Atomphysiker Clement Pelletier, der mittlerweile für die Nazis arbeitet und das Ziel ihrer Tätigkeit ist. Marian Sutros Bruder, Ned, ist ebenfalls Atomphysiker, und da beide Seiten an der Entwicklung der Atombombe arbeiten, sind die Briten besonders daran interessiert, den jungen Franzosen zum Überlaufen zu bewegen. Genau das soll, zusätzlich zu einigen anderen Tätigkeiten, Marian Sutros Aufgabe sein. Positiv ist Simon Mawers genaue Beobachtungsgabe, die er in vielen kleinen Details eindrucksvoll zur Schau stellt, es gibt an diesem Agentenroman nichts, was man als Leser irgendwie als "an den Haaren herbeigezogen", "überzeichnet" oder "schlecht recherchiert" bezeichnen könnte. Alles plausibel und glaubhaft, immer wieder freut man sich auch über das Erkennen von kleinen, feinen Details. Während der Ausbildung Marian Sutros wird ihr eingebläut, Kaffee immer ohne Zucker zu bestellen, später weiß man, dass der Grund natürlich der ist, dass es in Frankreich einen Zuckermangel gibt und sich jemand, der im Café Zucker bestellt, leicht seine Tarnung kaputtmachen könnte. Da sich zwischen ihr und ihrem zugeteilten Partner auch Gefühle anbahnen, bietet sich auch eine ideale Ausgangsposition für eine Entwicklung des hin- und hergerissenen Gefühlslebens der jungen Agentin. Das einzige Problem bei diesem Werk ist, dass diese Art von Buch bereits einige andere Autoren abgeliefert haben. Unter Anderem Sebastian Faulks mit "Charlotte Gray", das einerseits viel spannender, aber auch literarisch überzeugender gelungen ist. Auch John Le Carré hat ähnliche Handlungsverläufe entwickelt. Genau da fällt das Buch durch: Für Spannungsliteratur fehlen ihm der Schwung und die Konzentration auf die Handlung, für Liebhaber anspruchsvoller Literatur ist hier nicht genug vorhanden. Und so ergibt sich eine kuriose Gleichgültigkeit des Texts, der irgendwie entkeimt scheint, irgendwie blutleer und leblos. Der Rezensent hat nach der Lektüre der deutschen Fassung aus diesem Grund auch die Originalausgabe gelesen, die sich stilistisch deutlich besser liest, (Simon Mawer ist eigentlich ein begnadeter Stilist), weil sich die englische Sprache für einfachere Prosa besser eignet als die deutsche, die gleichen Probleme bestehen aber leider auch dort, wenngleich nicht so stark. Möglicherweise schwingt auch leicht die Enttäuschung des Rezensenten mit, dass Simon Mawer auf "The Glass Room" nicht einen wenigstens ebenso ambitionierten Roman nachgelegt hat. Trotzdem ist "Die Frau, die vom Himmel fiel" ein Roman, den man nicht bereut, gelesen zu haben; ein Roman, der wahrscheinlich auf Reisen ideal ist, weil man jederzeit leicht in die Geschichte Marian Sutros einsteigen und aus selbiger aussteigen kann. Allerdings bleibt, bis auf die Handlung, nicht viel im Gedächtnis zurück. (Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at Roland Freisitzer; 01/2013)

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    07. March 2013 um 22:50

    “In Erinnerung an Colette, eine der SOE-Frauen“, so lautet die Widmung am Anfang des Buches. SOE – steht für “Special Operations Executive”. Eine britische Einheit, die Leute ausbildet für Spezialaufträge, nicht um als Agenten bzw. Spione zu arbeiten, sondern hinter der Feindlinie „Europa in Brand zu setzen (entnommen aus der Pressenotiz des Verlages) Es waren aber nicht nur Männer, sondern auch Frauen; hier wurde insbesondere darauf geschaut, dass sie fließend Französisch sprachen. „Colette“ war der Deckname von Anne-Marie Walters. Der erste Kontakt zu „Colette“ entstand durch die Mutter des Autors, die ihm das Buch von Anne-Marie Walters zum Lesen gab, in der sie nach ihrer Rekrutierung aus der SOE ihre Erlebnisse niederschrieb. Das interessante daran war, dass die Mutter als auch der Vater eine Verbindung zu Anne-Marie Walters hatten. Mit der Geschichte „Die Frau, die vom Himmel fiel“ hat der Autor Simon Mawer eine wirklich gute und spannende Geschichte mit einem historischen Zeitthema geschrieben: Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, von mutigen Frauen, die für die Freiheit kämpften ... „Die Frau, die vom Himmel fiel“ , hier ist es die Geschichte von der Londonerin Marian Sutro. Gerade mal 19 Jahre jung, wird sie von der SOE angeworben. Sie spricht perfekt Französisch, und dass veranlasst nunmehr die Obersten der SOE, Marian in Frankreich einzusetzen. Ebenso ist bekannt, dass ihre ehemalige Jugendliebe Clement sich in Frankreich, in Paris aufhält. Clement, inzwischen ein sehr bekannter Atomphysiker, arbeitet derzeit an einem geheimen Projekt zum Bau der Atombombe. Ihn zu finden, Clemend zu überzeugen, dass er sich auf die Seite Englands schlägt, wird die Aufgabe des Teams, von Marian. Der Autor beschreibt sehr aufwendig die enormen Vorbereitungen der Ausbildung, die in einer streng geheim gehaltenen „Schule für Spione“ in Schottland erfolgt. Die damaligen Zeiten entspechen nicht dem heutigen Bild der modernen Frau, wie es der Leser kennt. Andere Lebensumstände, Kriegszeit, eine gewisse Naivität, Idealismus, eine Sache, für die es sich zu kämpfen lohnt. Mag sicherlich bei etlichen jungen Frauen von damals stimmen, doch das hat sich in vielen Dingen leider bis heute auch noch nicht so ganz gelegt. Blindes Vertrauen oder Liebe macht blind? Die Frage kann ich so nicht beantworten. Fakt ist, dass der Autor mit „Die Frau, die vom Himmel fiel“ einen Roman mit historischem Hintergrund geschrieben hat, Herzblut, Priorität, Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sehr wichtig waren. „Die Frau, die vom Himmel fiel“, eine beeindruckende Geschichte, die überzeugt und meine Leseempfehlung erhält. Zitat S. 11 „ Lieber Gott, bitte pass auf mich auf. - ... in gewisser Weise auch ein Gebet, als das rote Lämpchen erlischt und das grüne Lämpchen angeht und der Absetzer ruft: „SPRUNG!“, ...

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  • Leserunde zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    DVA_Verlag

    DVA_Verlag

    Liebe Lovelybooker, Wie wär’s mit ein bisschen „Casablanca“-Feeling für die dunkler werdenden Tage? Wenn ihr Lust habt, in eine Geschichte voller Leidenschaft und Gefahr einzutauchen, eure Eindrücke mit anderen auszutauschen und am Ende eine Rezension zu schreiben, dann bewerbt euch doch für die Leserunde zu Simon Mawers Roman „Die Frau, die vom Himmel fiel“. Worum geht’s in dem Buch? Marian Sutro ist kein Mädchen wie die anderen. Soeben aus der Schule ins Leben entlassen, kauert die neunzehnjährige Londonerin nun vor der geöffneten Tür eines Flugzeugs der Royal Airforce, unter ihr das besetzte Frankreich, bereit, mit dem Fallschirm ins Ungewisse zu springen. Sie soll ihre Jugendliebe Clément aufsuchen, der in Paris für die Nazis als Wissenschaftler arbeitet. Wird sie ihre Aufgabe erfüllen? Wird sie Clément finden – und was wird dann mit Benoît, ihrem neuen Liebhaber? Ein packender Roman über eine starke junge Frau, die Mut in gefährlichen Zeiten beweist, und eine »Casablanca«-gleiche Liebesgeschichte vor der Kulisse des historischen Paris.   Die Leserunde startet am 31.10.2012 (wenn die Post mitspielt ...). Wir haben 20 Freiexemplare für euch, die wir unter allen verlosen, die uns bis zum 28.10. auf folgende Frage antworten: Für was wärt ihr bereit, euer Leben zu geben?   Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit euch! Eine Leseprobe und weitere Infos zu Buch und Autor findet ihr hier. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei uns! Viele Grüße! Britta vom DVA-Verlagsteam

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Marycat

    Marycat

    10. February 2013 um 23:10

    Inhalt: Wir befinden uns in einer nicht allzufernen Zukunft. Die Welt befindet sich gegenwärtig im dritten Weltkrieg. Allerdings wird dieser nicht wie die vorherigen, auf der Erde zwischen Menschen ausgetragen, sondern findet im Weltall statt. Dort kämpfen ferngesteuerte Raumschiffe um Ressourcen und Territorien im Weltraum. Es gibt zwei große Bündnisse: Auf der einen Seite das Indo-Amerikanische und auf der anderen das Russisch-Chinesische. Die Raumschiffe im Weltraum werden von Menschen gesteuert, die vom Volk als Helden gesehen werden. Allerdings kennen sie nicht die ganze Wahrheit... Die Kombattanten, die die Raumschiffe lenken, haben einen Neurnalprozessor, sprich einen Computer im Gehirn, damir sie schneller denken und reagieren können. Tom ist ein ganz normaler Junge, der mit seinem Vater von einem Ort zum anderen zieht, da dieser spielsüchtig ist und sie kein Geld für einen festen Wohnsitz besitzen. Das einzige was Tom gut kann ist spielen, doch er will nicht so wie sein Vater enden... Tom hasst es niemand besonderes zu sein, doch da tut sich ihm die Chance auf, ein Kombattant zu werden, bzw ein Auszubildender, denn wirkliche Kombattanten werden die wenigsten.. Wird Tom es schaffen? Wird er zu jemand besonderem? Wird er Freunde finden? Und wer ist der /die mysteriöse Medusa? Meine Meinung: Die ersten Seiten habe ich wortwörtlich verschlungen. Veronica Roth, die bekannte Autorin der Divergent Reihe (auf Deutsch "Die Bestimmung") sagt über das Buch, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Damit hat sie auch vollkommen recht. Allerdings nur was die ersten 200 Seiten angeht. Danach hat sich das Buch unnötig in die Länge gezogen und es ist einige Zeit lang nichts aufregendes passiert. Es war nicht direkt langweilig, aber es gab durchaus Stellen, die kürzer gefasst, besser gewesen wären. Nach ca. 100 Seiten wurde es wieder spannender und es hat mich erneut gefesselt. Das Buch war insgesamt ein ständiger Wechsel von Hoch und Tiefs, Es gab richtig spannende Stellen und Stellen, an denen ich das Buch weglegen konnte und einfach kein Interesse mehr daran hatte zu erfahren, was als nächstes passieren würde. Das Buch hat mich an zwei andere Bücher sehr stark erinnert. Zum einen an Scott Cards Enders Game, das erste Science Fiction Buch, das ich je gelesen habe. In Enders Game geht es um einen normalen Jungen, der ein Niemanund d war und dann von einer Crew engagiert wurde um für sie zu kämpfen. Er wird der große Held. Es gab starke Parallelen zu Tom, doch gleichzeitig waren sie das Gegenteil voneinander. Tom war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich kann seine Ängste und Sorgen, ein Niemand zu sein und dies auch zu bleiben, nachvollziehen, denn mir ging es schon oft ähnlich, ich möchte einfach nicht als jemand enden, den keiner gekannt hat. Seine besten Freunde Vic, Yuri und Wyatt haben mich an Harry Potter denken lassen. Vic ist ein bester Freund, mit dem man alles erleben kann, so wie Ron es für Harry ist, und Wyatt ist die Streberin, die unbeliebt ist, sich aber doch am Ende mit allen anfreundet, wie Hermine aus Harry Potter. Ich denke nicht, dass sich Kincaid an den beiden Romanen orientiert hat, dass die Vergleiche allein meiner Fantasie entsprungen sind, doch vielleicht geht es ja nicht nur mir so? Auch die Liebe spielt in diesem Roman eine Rolle. Allerdings steht sie nicht wirklich im Vordergrund. Wegzudenken ist sie allerdings auch nicht, denn ohne sie sähe manches vielleicht doch ein wenig anders aus. Fazit: Ich würde dieses doch etwas beleibtere Buch (über 500 Seiten) Science-Fiction Liebhabern empfehlen. Auf manchen Seiten steht zwar, dass es sich um eine Dystopie handelt, doch hat es viel mehr Scifi Elemente. Wenn jemand sich mit dem Genre noch nicht viel befasst hat und einen Einstieg sucht, dann denke ich, wäre dieses Buch genau das richtige, da es im Jugendbuchstil geschrieben ist und auch andere Elemente von Bedeutung sind. Das Buch bekommt von mir gute! 3/5 Sterne :)

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    14. January 2013 um 12:21

    Schon lange zählt der britische Schriftsteller Simon Mawer auf der Insel zu den literarischen Geheimtipps und hat es mit seinem Roman „The Glass House“ sogar auf die Shortlist des Bookerpreises geschafft. Seinen neuen hier vorliegenden Roman „Die Frau, die vom Himmel fiel“ darf man mit Fug und Recht als würdigen Nachfolger bezeichnen. Er führt seine Leser in die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Europa und erzählt die Geschichte einer jungen Frau namens Marian Sutro, die als Agentin der Briten ins von den Nazis besetzte Frankreich geschmuggelt wird. Marian Sutro ist eine gebildete junge Diplomatentochter, die schon vor dem Krieg in ihrer Jugend lange Jahre in Paris und vor allem in Genf verbracht hat und die deshalb fließend Französisch spricht. Während dieser Zeit in Paris hatte Marian ein kurzes Verhältnis mit dem jungen Atomphysiker Clement Pelletier, der nun für die Nazis arbeitet. Auf ihn ist Marian nach einer langen Ausbildung und Vorbereitung, die Mawer kenntnisreich schildert, angesetzt. Mawer nutzt die Schilderung der langen Vorbereitungszeit auch, um Marian etliche Menschen kennen lernen zu lassen, die im weiteren Verlauf des spannenden Spionage –und Agentenromans tragende Rollen einnehmen werden. Unter anderen lernen wir Marians Bruder Ned kennen, der ebenfalls als Physiker an der Entwicklung der Atombombe arbeitet. Die Briten wollen den jungen Franzosen Clement mit Marians Hilfe zum Überlaufen bewegen und sich so einen entscheidenden Kriegsvorteil verschaffen. Irgendwann ist die Vorbereitung zu Ende und Marian springt zusammen mit anderen über Frankreich mit dem Fallschirm ab, unter anderem mit einem jungen Mann, in den sie sich verliebt hat. Nun beginnt eine atemlos, aber mit viel Liebe zum Detail erzählte Geschichte über den französischen Widerstand, die Tätigkeit des britischen Geheimdienstes im besetzten Frankreich. „Die Frau, die vom Himmel fiel“ ist aber nicht nur ein spannender Spionageroman, sondern auf dem Hintergrund der Kulissen von Paris entwickelt sich auch eine mit viel romantischem Gespür erzählte Liebesgeschichte. Es ist die Geschichte einer jungen und mutigen Frau, die sich in Gefahr begibt, um ihrem Land zu dienen, und die dennoch hr persönliches Glück nicht aus dem Auge verliert. Das Buch ist ein regelrechter pageturner. Man kann nicht aufhören, von Kapitel zu Kapitel zu lesen und den fesselnden Weg seiner Protagonistin zu begleiten. Simon Mawer zeigt sich in diesem wunderbaren Roman als ein großer Erzähler, der mit diesem Roman hoffentlich nun auch in Deutschland den Durchbruch geschafft hat. Mit Spannung warte ich auf sein nächstes Buch.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2012 um 18:28

    - In Beaulieu wurde kein Hehl mehr daraus gemacht, wozu sie einmal eingesetzt werden sollten: Hier bildete man sie gezielt für das Leben im Untergrund aus. Eine Schule für Spione, sagte jemand. Sie hatten ihr einen Decknamen gegeben, den sie auch im Einsatz tragen sollte. Alice. Sie fand ihn passend. - Marian Sutro ist 19 Jahre alt, als sie von der Special Operations Executive (SOE) für spezielle Einsätze im Ausland angeworben wird. Sie soll in dem unter deutscher Herrschaft stehenden Frankreich verschiedene Operationen leiten oder an ihnen teilnehmen. Dabei geht es vorrangig gar nicht so sehr um Spionagetätigkeiten, sondern um gezielte Zerstörungsaktionen, Hilfsleistungen für Untergrundkämpfer und dem Anwerben wichtiger Persönlichkeiten. Aufmerksam werden die Verantwortlichen auf Marian, weil sie als Mitglied der Women's Auxiliary Air Force (WAAF, Wikipedia-Artikel) ihren Dienst absolviert. Da sie somit im militärischen Bereich tätig ist, und auch teilweise mit sensiblen Informationen hantiert, wurde sie vorher selbstverständlich eingehend überprüft. Dadurch erfuhren ihre Vorgesetzten von ihren hervorragenden Französischkenntnissen und stellten ebenfalls fest, dass sie lange Zeit engen Kontakt zu einem wichtigen Physiker hatte, der momentan in Paris lebt und den Engländern große Hilfe leisten könnte. Da diese beiden Aspekte aber alleine für einen militärischen Untergrundeinsatz in Frankreich nicht ausreichend sind, muss Marian zunächst gedrillt werden und durchläuft eine harte Ausbildung, die sie auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten soll. Selbst die schwierigsten Passagen meistert sie gut und gewinnt dadurch auch den Respekt der meisten männlichen Teilnehmer. Das Training und die ungewohnte Anerkennung sorgen zudem dafür, dass sie langsam erwachsen wird und sich ihr Selbstbewusstsein steigert. Und obwohl sie das alles zunächst als eine Art Spiel sieht, fragt sie sich kurz vor dem Beginn der ersten Operation und dem dazugehörige Sprung aus einem Flugzeug doch, ob es sinnvoll war so schnell zuzustimmen. Denn bereits während der Vorbereitungsphase ist ihr bewusst geworden, dass es schwer ist während eines Einsatzes seine Gefühle zu verdrängen. Und besonders die Liebe kann ein zielführendes Denken blockieren. Simon Mawer wurde in gewisser Weise von seiner Mutter zum Schreiben dieser Geschichte inspiriert. Sie war während des Zweiten Weltkrieges in der WAAF tätig und lernte in diesem Zusammenhang Ann-Marie Walters kennen, die ab 1943 für die SOE tätig war. Sie schrieb nach dem Kriegsende das Buch "Moondrops to Gascony". Darin berichtet sie von Untergrunderfahrungen, die sie in Frankreich machte. Mawers bekam dieses Buch als zehnjähriger Junge geschenkt und hat es seit diesem Tag mehrfach gelesen. Aus seiner Sicht werden die circa 50 Frauen, die in französischen Gebieten eingesetzt waren, nicht ausreichend gewürdigt. Es gibt zwar ein paar Bücher und Filme über einzelne Frauen, die allerdings meist aufgrund ihrer Beteiligung an besonders spektakulären Fällen in den Mittelpunkt gerückt werden. Mawer strebt eher eine Art literarisches Denkmal für alle Frauen an, die in der WAAF tätig waren. Auf jeder Seite spürt man, dass Herzblut und Recherchezeit investiert wurden und beides einem persönlichen Anliegen folgend geopfert wurde. Auf der einen Seite versucht er durch die Protagonistin eine Geschichte zu erzählen, auf der anderen Seite möchte er aber objektiv bleiben. Durch Nebenhandlungen und verschiedene Perspektiven, die meist in den Dialogen an den Leser herangetragen werden, kann er die verschiedenen Handlungen und Beweggründe gut darstellen und kommt seinem Ziel recht nahe. Da zudem die Informationen, die sich auf den Agentenapparat oder die einzelnen Operationen beziehen, nicht platt und überbordend vermittelt werden, entsteht ein gut strukturiertes nicht zu komplexes Gebilde, dass den Leser leicht in die Vergangenheit und die recht unbekannte Welt der weiblichen Sonderagenten entführt. Dabei werden die historischen Ereignisse bewusst ausgespart beziehungsweise das Wissen darüber vorausgesetzt. Trotz der handwerklich guten Struktur steigt die Spannung nur sehr langsam an und man fragt sich in der ersten Hälfte immer wieder, was so interessant an dieser recht gewöhnlichen und noch unerfahrenen Frau sein soll. Wenn man allerdings am Ball bleibt, erhält man die Chance mit der Protagonisten zu wachsen. Je selbstbewusster Marian wird, desto spannender wird auch die Handlung. Dadurch entwickelte die Handlung in der zweiten Hälfte endlich eine ganz eigene Dynamik, die bis zum Schluss anhält und den Leser fesselt. Unterstützend wirkt dabei eine recht harmonische Sprache, die nicht zu verschachtelt strukturiert ist und beim Lesen einen guten Rhythmus vorgibt. Schnell ist man in Marians Gedankenwelt eingetaucht und kann ihre Handlungen nachvollziehen. Allerdings verzweifelt man an manchen Stellen nahezu und könnte laut aufschreien, weil sie so extrem naiv wirkt. Auf der anderen Seite ist es wohl gerade diese Naivität, die sie dazu veranlasst hat, an diesen Operationen teilzunehmen. Und man darf ebenso nicht vergessen, dass man heutige Frauen nicht mit denen der 40er-Jahre gleichsetzen kann. In die beschrieben Haupthandlung sind Aspekte einer Liebesgeschichte eingeflochten, die nie für eine lange Zeit in den Vordergrund treten oder so ausufernd beschrieben werden, dass es abschreckend wirken könnte. Sie sind eher das Salz in der Abenteuergeschichte und werden hin und wieder mit warmen Worten beschrieben, die manchmal so wirken als wollen sie einen intimen Moment oder einen liebevollen Gedanken beschreiben, der sehr zerbrechlich ist und durch überflüssige Worte zerstört werden könnte. In anderen Abschnitten wird jedoch alles wieder recht kühl beschrieben. Dies kehrt aber in gewisser Weise Marians Innerstes nach außen. Insgesamt handelt es sich um einen soliden Roman, der allerdings erst in der zweiten Hälfte richtig Fahrt aufnimmt. Sprachlich gesehen ist das Werk recht passabel, aber nichts für den anspruchsvollen Leser. Man gewinnt leider den Eindruck, dass der Autor endlich mal etwas über das Thema schreiben wollte und viel Energie aufgewendet hat, aber seine Fähigkeiten nicht komplett ausgeschöpft hat.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Janna_Stati

    Janna_Stati

    25. December 2012 um 18:02

    Meinung Das Buch hat mich zutiefst erschüttert. Ich habe gelernt, dass gute Bücher solche sind, die einem nach dem Lesen immer wieder mit Fragen beschäftigen. "Die Frau, die vom Himmel fiel" ist ein solches Buch. Ich habe viel über Marians Entscheidungen nachgegrübelt, versucht mich in ihre Situation hineinzuversetzen, aber das ist unmöglich. Die Geschichte hat mich sehr tief innen berührt. Natürlich ist das Thema alleine schon bedrückend - Krieg empfinde ich als etwas schreckliches. Simon Mawer schafft es, den Leser von der ersten Seite an zu überzeugen und ihm das Gefühl zu geben selber die Hauptperson, Marian, zu sein. Alles was mit ihr passiert, passiert auch mich dir. Du fühlst das, was sie fühlt. Das ist unglaublich - als wäre man selber im besetzten Frankreich. Der Stil ist eigentlich ziemlich krag, aber sehr passend. Die einzelnen Sätze klingen zuerst abgehackt, aber erzeugen genau die richtige Stimmung. Sie vermitteln das Gefühl vom Realismus und lassen dich den Kriegsalltag spüren. Sehr gut gefällt mir, dass die Handlung nicht auf eine Liebesgeschichte ausgerichtet wurde. Liebe und Sehnsucht spielt natürlich eine Rolle, aber es drängt sich nicht zu stark in den Vordergrund. Denn ganz vorne steht in großen Buchstaben: KRIEG. So fühlt es sich auch an. Eine Agenten-Geschichte, die einen schrecklichen Beigeschmack hat, denn junge Frauen sind die Opfer. Besonders rührend ist, dass die Geschichte nicht aus der Luft gegriffen wurde, sondern tatsächlich so ähnlich hätte sein können. Sie ist einer Frau gewidmet, die unter dem Codenamen Colette in besetzten Frankreich war. Ich war so neugierig und habe dann noch bei Wikipedia etwas über sie gefunden. Außerdem hat sie selber ein Buch geschrieben, der unter dem Titel "Moondrop to Gascony" erschienen ist. Simon Mawer hat sich auch selber zu seinem Buch geäußert auf der DVA-Website. Fazit Ein sehr ergreifendes Buch, dass ich allen empfehlen kann. Es bringt einen zum Nachdenken und lässt einen seine Denkweise hinterfragen. Der Kauf lohnt sich allemal und auch das Cover ist sehr ansprechend.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Monika58097

    Monika58097

    09. December 2012 um 12:13

    Marian Sutro, eine 19-jährige junge Frau, die gerade die Schule verlassen hat, wird vom britschen Geheimdienst angeworben. Es bleibt ihr eigentlich gar nichts anderes übrig als mitzumachen. Ein normales Leben, wie es eine Frau ihres Alters führt, ist für Marian nun nicht mehr möglich. Sie wird nach Schottland geschickt, wo sie auf ihre Spionagetätigkeit vorbereitet wird und eine harte Ausbildung durchlaufen muss. Sie lernt sich lautlos zu bewegen. Sie kann Türen öffnen, ohne, dass es jemand mitbekommt. Sie lernt, wie man tötet und sie lernt, wie man verschiedene Persönlichkeiten annimmt - alles, um zu überleben und um dem Geheimdienst zu dienen. Marian wird nach Frankreich geschickt. Die Royal Air Force fliegt sie dorthin, wo sie mit einem Fallschirm über unbekannten Gebiet abspringen wird. Ihre Aufgabe wird es sein, Clément zu finden. Clément, der als Wissenschaftler für die Nazis arbeitet. Clément, der Marians erste große Liebe war. Marian findet ihn, alte Gefühle werden geweckt. Doch was ist mit Benoít, zu dem sie sich auch hingezogen fühlt und der inzwischen ihr Liebhaber ist? Und kann sie Clément überzeugen nach England zu kommen? Ein Agentenroman, ein Roman voller Spannung und Hingabe. Ein Roman, der einen allein vom Thema her fesselt. Diese Frauen, die vom Himmel fielen, hat es tatsächlich gegeben. So wird es im Nachwort erklärt. Einige der Frauen haben es geschafft zu überleben. Andere wurden von den Nazis geschnappt und ermordert. Simon Mawer versteht es, langsam die Spannung aufzubauen. Man kann irgendwann kaum noch erwarten, dass es endlich "los geht". Ein Roman über Agenten im Zweiten Weltkrieg, der alle Leser begeistern wird. Ein Roman voller Spannung bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Unbedingt empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Spatzi79

    Spatzi79

    09. December 2012 um 07:38

    Marian Sutro lässt sich als junge Frau vom britischen Geheimdienst anwerben. Sie soll im besetzten Frankreich als Spionin agieren. Da sie zweisprachig erzogen wurde und mit ihrer Familie jahrelang in Frankreich gelebt hat, ist sie nach der Ausbildung bestmöglich vorbereitet. Doch wird das genug sein, um im Krieg zu bestehen? Die Hauptfigur des Buches, Marian, ist kein ganz einfacher Charakter und ihre Handlungen waren für mich als Leser nicht immer sofort nachzuvollziehen. Aber sie ist auf jeden Fall eine spannende Figur. Das Thema des Buches fand ich auch äußerst interessant, denn Ausbildung und Einsatz von weiblichen Spionen ist kein allzu häufiges Thema in Romanen, obwohl die Handlung auf historischen Tatsachen beruht. Ein wenig langatmig fand ich die ganzen Vorbereitungen vor dem Einsatz, die Ausbildung und Marians Handlungen, bevor es nach Frankreich geht. Dort hingegen gelingt es dem Autor dann doch endgültig, ich zu fesseln. Doch auch die Vorgeschichte ist wichtig für die spätere Entwicklung der Beziehungen unter den Figuren. Die Stimmung im besetzten Frankreich wird dann meiner Meinung nach sehr gut dargestellt, der Unterschied zwischen ländlichen Regionen und Paris spannend geschildert und die allgegenwärtige Angst vor Entdeckung oder Verrat ist nur zu gut spürbar. Die in der Buchbeschreibung erwähnte „Casablanca-gleiche Liebesgeschichte“ habe ich allerdings nicht so empfunden, hier sollte man sich vom Klappentext nicht in die Irre führen lassen, es handelt sich nicht um einen Liebesroman, aber insgesamt um ein durchaus interessantes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe!

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    michelauslönneberga

    michelauslönneberga

    04. December 2012 um 10:13

    Der zweite Weltkrieg hat sich tief in die Seele Europas gegraben. Schützgräben ziehen sich nicht nur durch die Landschaften, sondern auch durch die Herzen der Menschen. Jedes Militär versucht das Andere auszuhorchen und trainiert Menschen zu Kampfmaschinen heran um sie in den Kampf im Untergrund zu schicken. Mitten in dieser Zeit tritt Marian Sutro auf, eine Halbengländerin, Halbfranzösin. Zwar lebt sie in England, doch ihre Rolle dort gefällt ihr nicht. Sie zeichnet die Flugrouten der angreifenden Flieger ein und fühlt sich immer weniger heimelich in ihrer englischen Umgebung. Da kommt die Anwerbung eines englischen Geheimdienstes, der im französischen Untergrund agiert ganz recht. Marian durchläuft ein hartes Training und landet als Alice in Frankreich. Allerdings nicht ohne sich vorher ein klein wenig in ihren Kollegen Benoít zu verlieben. Das Ist schon schwierig? In Frankreich reich angekommen soll sie ihre alte Jugendliebe dazu überreden nach England zu fliehen um dort weiter an den Möglichkeiten der Atombombe zu forschen. Marian springt in die verschiedenen Rollen ihrer Tarnidentitäten ebenso wie sie von einer Liebe zur Nächsten gerissen wird. Das Buch ist wirklich spannend beschrieben und man flieht mit Marian durch dunkle Gassen in Paris, erlebt Schmuggelflüge und sieht wie ein solches Leben im verborgenen einen Menschen auch innerlich zerstören kann. Anfangs dachte ich das Buch sei eine reine Liebesgeschichte, doch dem ist definitiv nicht so. Hier kommt jeder auf seine Kosten: ein wenig Liebe fürs Herz, ein wenig Kitzel für die Nerven und auch stille Momente zum Nachdenken. Wer dieses Buch in die Hand nimmt lernt eine tolle Frau und ihren Kampf für die Freiheit kennen.Liberté, Égalité, Fraternité!

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Sophia!

    Sophia!

    02. December 2012 um 20:46

    „Die Zeit verstrich mit jener merkwürdigen Relativität, die an Neds Physik erinnerte: relative Zeit, elastische Zeit. Die Stunden des Unbehagens streckten sich dahin wie Tage, ...“ _ London im Jahre 1943: Marian Sutro ist eine außergewöhnliche Frau, auf die ein ebenso außergewöhnliches Schicksal wartet. Inmitten den Wirren des Krieges führt sie ein einfaches und beschauliches Leben, bis sie aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeit von der Regierung entdeckt wird. Denn Marian verfügt im Vergleich zu allen anderen Frauen auch mit ihren erst 19 Jahren über eine nützliche Gabe: Dank einer bilingualen Erziehung ist sie dazu in der Lage, fließend Französisch zu sprechen. Und so bekommt sie einen ganz besonderen Auftrag: Marian soll als Spionin im besetzten Frankreich tätig werden. Ohne zu zögern, nimmt sie dieses Angebot an und verspricht sich dadurch auch, ihre Jugendliebe Clément wieder zu finden, der mittlerweile als Atomphysiker in Paris lebt und im Laufe der Geschichte zu einem Teil des geheimen Auftrags wird. Doch bevor Marians Reise in das Abenteuer beginnt, wird sie zu einer Spionageschule geschickt, auf der sie neben einem angemessenen Verhalten auch den richtigen Umgang mit Waffen lernt. Hier verliebt sich die junge Frau in Benoit, einen Kollegen. Und schließlich kommt der Tag, an dem die mit einem Fallschirm ausgerüstete Marian aus einem Flugzeug der Royal Airforce springt, hinein in das vom Krieg zerrissene Frankreich. _ In wortgewandter Ausdrucksweise entwirft Simon Mawer eine ebenso spannende wie ergreifende Geschichte um das Schicksal der jungen Marian inmitten den Wirren des Krieges. Er gewährt dabei tiefe Einblicke nicht nur hinter die Kulissen der historischen Ereignisse, sondern auch in das Innenleben der sympathischen Protagonistin, einer starken Frau in einer verworrenen Zeit. Brisante Szenen voller Gefahr, atemberaubender Leidenschaft und fesselnder Spannung wechseln sich ab. Eine Lektüre, die ein etwas anderes Bild des Zweiten Weltkriegs zeichnet, dabei aber nie von einer sehr authentischen Schilderung abrückt. Simon Mawer, der bereits mehrfach für den Booker-Preis nominiert wurde, profitiert hier von den Erfahrungen seines Vaters, eines ehemaligen Mitarbeiters der Royal Airforce, und bringt Fiktion und Realität zu einer gelungenen Kombination. _ Fazit: Ein gelungener Perspektivwechsel und gleichzeitig eine Hommage an all jene mutigen Frauen, die nach dem Vorbild Marians ihr Leben einem nationalen Auftrag widmeten.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    irishlady

    irishlady

    27. November 2012 um 13:39

    Simon Mawer berichtet in seinem Roman Die Frau, die vom Himmel fiel von der 19jährigen Marian Sutro, die während des 2. Weltkrieges in London lebt und als Spionin ins besetzte Frankreich reisen soll. Dort soll sie einen Wissenschaftler nach England bringen - ausgerechnet der ist jedoch ihre alte Jugendliebe. Zwischen Schwämerei an frühere Zeiten und ihrer Ausbildung als Spionin erhält der Leser einen Einblick in das Leben zur Zeit des Weltkrieges. Die Gefahr in Frankreich entdeckt zu werden, begleitet Marian jeden Tag, aber dennoch möchte sie diese Aufgabe annehmen... Es fällt mir doch sehr schwer, hier eine Rezension zu schreiben. Der Klappentext gibt nicht genau das wieder, worum es in dem Buch geht. Eine Liebesgeschichte baut sich nicht wirklich auf. Die Männer bleiben sehr blass in dem Buch und ein Wissenschaftler, der für die Nazis arbeitet, habe ich so auch nicht wirklich kennnen gelernt. Hier wurden meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllt. Auch zu Marian konnte ich nur eine distanzierte Beziehung aufbauen. Selten hatte ich beim Lesen Bilder vor den Augen. Beigetragen hat dazu vielleicht auch öfters der Ortssprung bzw. konnte sich für mich auch kaum eine wirkliche Geschichte / Spannung aufbauen... Einige Probleme hatte ich auch mit der Perspektive. Gedanken wurden erzählt, aber ansonsten alles in der 3. Person. Das hat mich manchmal durcheinander gebracht. Interessant finde ich aber definitiv das Thema! Da hätte man sicherlich noch mehr daraus machen können, finde es aber wichtig, zumindest eine kleine Geschichte so erzählt bekommen zu haben. Fazit: Für mich enttäuschend gewesen, aber dennoch irgendwie ein spannendes Thema....

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    mecedora

    mecedora

    26. November 2012 um 18:29

    Die junge Marian Sutro hat einen gefährlichen Job: als Spezialagentin wird die Engländerin während des Zweiten Weltkriegs über Frankreich mit dem Fallschirm abgesetzt - Marian spricht fließend Französisch und soll im von den Deutschen besetzten Land geheime Missionen ausführen. Unter anderem soll sie ihre alte Jugendliebe, Clément, dazu bewegen, nach England zu fliehen. Er ist Physiker und arbeitet an der Entwicklung einer Atombombe, die das Kriegsgeschehen auf einen Schlag ändern könnte. Simon Mawers "Die Frau, die vom Himmel fiel" ist ein Weltkriegsroman der ganz anderen Art. Bis zu diesem Roman habe ich noch keine Schilderung von alliierten Geheimagenten gelesen - und erst recht nicht aus Sicht einer Frau. Doch Marian Sutro ist keineswegs eine rein fiktive Figur - diese Frauen, die von der britischen Special Operations Executive via Fallschirmabsprung über Frankreich abgesetzt wurden gab es wirklich. Rund fünfzig solcher mutigen Frauen waren während der Kriegsjahre als Geheimagentinnen im Einsatz - und lange nicht alle haben ihre Mission überlebt. Auch wenn die Geschichte, die das Buch erzählt, Fiktion ist, die zugrunde liegenden Tatsachen sind es nicht. Und genau das ist es, was dieses Buch so spannend und interessant macht. Die Ausbildung für den geheimen Einsatz, die Vorbereitungen, die Geheimhaltungs- und Verschleierungstaktiken sind in "Die Frau, die vom Himmel fiel" wirklich authentisch erzählt, wodurch ein ausgesprochen spannendes Stück Geschichte greifbarer wird. Auch die physikalischen Fakten werden im Buch gut erklärt - und somit auch für mich, die ich mit Naturwissenschaften nie viel am Hut hatte, sehr verständlich und interessant aufbereitet. Simon Mawer erzählt die Geschichte Marians mit einiger Distanz, passagenweise wirkt der Stil ein wenig karg und emotionslos. Trotzdem schafft er es, Spannung aufzubauen. Die Figuren dieses Buchs bleiben mir, so interessant ich ihr Handeln finde, ein wenig fremd, was sicherlich auch an der kühl-distanzierten Erzählweise liegen mag. Charakterisiert sind sie jedenfalls plastisch, wenngleich viele von ihnen nicht unbedingte Sympathieträger sind - auch die Protagonistin nicht. Für diese interessante und authentische Geschichte vergebe ich vier von fünf möglichen Sternen - einen ziehe ich ab, weil ich mit den Figuren und dem Schreibstil nicht zu 100 Prozent warm geworden bin.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    bookgirl

    bookgirl

    26. November 2012 um 12:27

    Inhalt Marian Sutro ist 19 Jahre alt, als sie eine Ausbildung zur Spionin durchläuft. Dafür prädestiniert ist sie auf Grund ihrer guten Französisch-Kenntnisse und der Bekanntschaft zu ihrer Jugendliebe Clement, den sie nach England locken soll. Als sie Benoit kennen lernt, beginnt sie eine Affäre mit ihm, auch wenn sie Clement nie so richtig vergessen konnte. Doch dann kommt ihr Einsatz, der mit einem Sprung mit dem Fallschirm beginnt. Einem Sprung in das Ungewisse. Meine Meinung "Die Frau, die vom Himmel fiel" hat eigentlich viele Zutaten, die einen guten Roman ausmachen. Eine packende Geschichte mit einer starken Frauenfigur und einer guten Prise Romantik. Leider hat mich die Handlung aber nur bedingt gepackt. Über weite Strecken geschieht nur wenig. So wie Marian wartete auch ich auf ihren Einsatz. Bis dahin plätschert das Geschehen vor sich hin und man hat sich schon fast danach gesehnt, dass es endlich los geht. Marian selbst konnte ich über weite Strecken nicht packen. Für ihre 19 Jahre ist sich sicherlich weiter, als andere ihrer Altersgenossen, wenngleich ich in vielen Szenen nicht die starke Frauenfigur, als die sie angekündigt war, erkennen konnte. Vielleicht liegt es daran, dass ein Mann die Geschichte geschrieben hat, aber ich hatte einfach keinen Zugang zu ihr. Auch, dass sie ihr Leben für ihr Vaterland bereitwillig hergeben wollte, kann ich nicht nachvollziehen, aber vielleicht ist das auch nur der Tatsache geschuldet, dass man heutzutage anders denkt. Die Sprache des Romans finde ich gut und flüssig lesbar, wenngleich man die romantischen Aspekte deutlicher hätte hervorheben können. Eine Casablanca-ähnliche Liebesgeschichte habe ich vermisst. Generell habe ich mir so manches Mal gedacht, das es sich hier eher um ein Buch für Männer handelt und ich fänd spannend zu erfahren, wie Männer dieses Buch empfinden. Fazit "Die Frau, die vom Himmel fiel" ist ein Buch, welches ich eher Männern empfehlen würde, die gerne über den Krieg und einen Hauch von Romantik lesen wollen.

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  • Rezension zu "Die Frau, die vom Himmel fiel" von Simon Mawer

    Die Frau, die vom Himmel fiel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. November 2012 um 18:06

    Inhalt 1943: Marian Sutro wird auf Grund ihrer hervorragenden französisch Kenntnisse vom englischen Geheimdienst für ein Trainingsprogramm ausgewählt, sie wird zur Spionin ausgebildet. Die Ausbildung ist hart, sie muss ihr altes Leben hinter sich lassen, ihre Familie und Clément, ihre Jugendliebe.. Doch Marian lässt sich darauf ein, lernt blind Befehle zu befolgen, sich selbst zu verstellen und ums überleben zu kämpfen. Und schließlich lernt sie Benoit kennen, sie beginnt eine Affäre mit ihm. Dann naht ihr Einsatz, mit dem Fallschirm springt sie ins besetzte Frankreich und dann nimmt auch Clément auch wieder einen Platz in ihrem Leben ein, denn um ihn dreht sich ihre Aufgabe.. Gestaltung Mir gefällt das Cover wirklich gut, es erinnert an einen alten schwarz-weiß Film. :) Zudem wirkt die Frau sehr stimmig, ich finde sie wunderschön und ihr Ausdruck spiegelt etwas sehr starkes wieder. Meinung Dieses Buch war für mich schon eine völlig neue Erfahrung, eine derartige Geschichte habe ich noch nicht gelesen, weil sie mich meist auch einfach nicht sonderlich ansprechen. ;) Dennoch bin ich ohne Vorbehalte an dieses Buch herangegangen, war offen für das neue und angenehm überrascht. :) Dadurch, dass hier eine Frau im Vordergrund steht, war ich schon durchaus gespannt, ich mag starke Frauen die sich durchsetzten und erwartete hier eine Heldin. Marian Sutro ist eine durchgehend sympathische junge Frau, sie ist sehr speziell und es mag sicherlich nicht jeder mit ihrer Art klar kommen, aber ich war sehr von ihrer Art angetan. Sie ist sehr eigenwillig und unkonventionell, reagiert in gewissen Situation auf eine Art die man selbst nicht so gehandhabt hätte.. Und auch bei den Männern bleibt sie sehr bedeckt, es fällt ihr schwer auch nur einen der beiden Männer an sich heran zu lassen, kann sich gefühlsmäßig ihnen nicht öffnen und stößt sie ein bisschen zurück. Eine Art bei der man ihr ein bisschen den Kopf gerade rücken möchte, aber insgeheim kann ich mich gut damit identifizieren. ;) Aus diesem Grund bleibt die Liebesgeschichte rund um sie, sehr bedeckt und spielt vorerst nur im Hintergrund eine Rolle für sich.. Die Ausbildung von Marian Sutro war sehr interessant zu verfolgen, man hat Einblicke bekommen die man so gar nicht kannte. Ich fand das alles sehr spannend und interessant, nicht nur Marian selbst dabei zu beobachten können wie sie sich mausert sondern auch die Entwicklung der anderen Auszubildenden wurde gut dargestellt. Generell nehmen die Charaktere und ihr Wesen in diesem Buch sehr viel Raum für sich ein, alle von ihnen wurden gut herausgearbeitet. Ich persönlich fand es ganz toll, ich mag es wenn Charaktere einem wirklich bekannt gemacht werden und sie nicht unnahbar bleiben. Hier hat meinen einen wirklich Bezug zu ihnen bekommen. Die Spionage Geschichte wurde sehr langsam aufgebaut, es kommen viele alltägliche Ereignisse auf einen zu, die richtige Spannung kommt hier erst ziemlich spät zu Tage, aber mich hat es nicht gestört. Weil es dem Buch absolut nichts antut, es bringt einfach viele interessante Aspekte mit sich. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, immer wieder kommen französische Einschübe, ich selbst beherrsche die Sprache nicht, fand es demnach nicht immer ganz so toll, auch wenn ich die Idee an sich gar nicht so schlecht fand. :) Aber es wurde nicht immer zu allen französischen Passagen eine Übersetzung mitgeliefert, das fand ich dann einfach schade. ;) Fazit Ein durchaus gelungenes Werk, das einem viele vergnügliche Stunden beschert und vielseitig zu begeistern versteht. :)

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