Simon Mayo Blame

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Inhaltsangabe zu „Blame“ von Simon Mayo

What happens when society wants you banged up in prison for a crime your parents committed? That’s the situation in which Ant finds herself – together with her little brother Mattie and their foster-parents, she’s locked up in a new kind of family prison. None of the inmates are themselves criminals, but wider society wants them to do time for the unpunished ‘heritage’ crimes of their parents. Tensions are bubbling inside the London prison network Ant and Mattie call home – and when things finally erupt, they realize they’ve got one chance to break out. Everyone wants to see them punished for the sins of their mum and dad, but it’s time for Ant to show the world that they’re not to blame. A new nail-bitingly taught YA suspense thriller, from author of the bestselling ITCH series, Simon Mayo. (Quelle:'E-Buch Text/07.07.2016')

Eine gute Idee und ein gut geschriebenes Buch. Leider sehr konstruiert und mit blassen Charakteren.

— Thaliomee
Thaliomee

Die Idee wird als Auslöser für einen Action-Thriller genutzt, nicht jedoch als wichtiger zentraler Aspekt.

— Kittyzer
Kittyzer

Actiongeladener Thriller in interessantem, aber nicht erklärten Setting

— paevalill
paevalill

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für jeden, der Dystopien und Prison Break mag.

— MissGoWest
MissGoWest

Eine gute Idee mit einer schwachen Umsetzung. Schade.

— Nachtschwärmer
Nachtschwärmer

Ein spannender und actiongeladener Roman

— Alondria
Alondria

Tolle neue Idee mit super Umsetzung, einzig etwas mehr Tiefgang wäre wünschenswert gewesen.

— CrossingJordan
CrossingJordan

​ Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, aber leider wurde das Potential nicht voll ausgeschöpft

— LaLecture
LaLecture

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der du nicht nur den Schmuck deiner Oma, sondern auch ihre SCHULD erbst. Thrillermomente pur!

— Lebetausendleben
Lebetausendleben

Ein Buch mit neuer Idee und absolut lesenswerter Geschichte!

— SallysAngel
SallysAngel

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  • Interessante Grundidee, leider nicht ganz überzeugend

    Blame
    MissCelluloid

    MissCelluloid

    12. February 2017 um 03:54

    In der Zukunft gibt es das sogenannte „Erbverbrechen“: Menschen werden für Vergehen von Familienmitgliedern bestraft, die sie nicht selbst zu verantworten haben. Sie werden bestraft, weil sie mit dem eigentlichen Verbrecher verwandt sind. Ant, Mattie und ihre Pflegeeltern müssen genau so eine Strafe absitzen. Doch es brodelt unter der Oberfläche des Gefängnisses und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es zu einer Revolte kommt… Blame von Simon Mayo hat mich recht zwiespältig zurückgelassen. Einerseits fand ich das Grundthema sehr interessant und hatte mich deswegen wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Andererseits hatte ich das Gefühl, dass das Buch nicht ganz ausgereift war… der Autor legt ein großes Augenmerk auf die Actionszenen, wodurch leider die Zeichnung der Charaktere ein wenig auf der Strecke bleibt. Die Nebenfiguren bleiben recht austauschbar und man leidet nicht wirklich mit ihnen mit. In der Story gab es auch immer wieder einige doch gravierende Logikfehler, die den Lesefluss stören. Gut gefallen hat mir wie der Autor die Beziehung zwischen Ant und Mattie beschreibt, das waren Momente, in denen wirklich Gefühle entstehen und die einen rühren. Die Idee um das „Heritage crime“ bietet eine großartige Fläche für moralische und ethische Fragen und hätte wunderbar ausgebaut werden können. So bleibt Blame aber eine spannende, actionreiche Lektüre, die mich leider nicht zu 100 % überzeugen konnte. Deshalb gibt es drei von fünf Sternen von mir.

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  • Viel ungenutzes Potential für eine gute Geschichte

    Blame
    Thaliomee

    Thaliomee

    10. October 2016 um 10:06

    Der Ansatz der Geschichte ist sehr interessant: Die Weltwirtschaft ist einer Krise und einige Menschen versuchen daraus Kapital zu schlagen. Da diese sich oft der Justiz entziehen, wird ein neues Gesetz erlassen, mit dem auch Verwandte bestraft werden können. Mattie und Ant haben Eltern, die Verbrechen begangen haben und danach untergetaucht sind. Sie werden adoptiert, müssen aber bald (mitsamt ihrer Adoptiveltern) im Gefängnis die Strafe ihrer leiblichen Eltern absitzen. Dort beginnt die Geschichte, die auf dem Buchcover als „A thrilling roller-coaster of a read“ angepriesen wird. Und das stimmt, die Geschichte ist rasant und lässt kaum Zeit zum Luft holen. Im Gefängnis beginnt eine Revolte, Ant gerät in den Mittelpunkt der Forderungen und schließlich gelingt ihr und Mattie die Flucht. Leider hat dieses Buch es nicht geschafft, mich wirklich zu fesseln. Ant, die Heldin, ist jung und impulsiv, handelt meist unüberlegt und bringt sich damit immer wieder in Gefahr. Vieles ist ziemlich unlogisch und wird leider im Laufe des Buches nicht aufgeklärt. So werden die Angehörigen von Steuersündern scheinbar viel härter bestraft als Mörder und Vergewaltiger, ohne dass dafür eine Erklärung gegeben wurde. Die Charaktere bleiben alle etwas blass, vor allem Ant, Mattie und ihre Adoptiveltern. Einzig der Stiefbruder Max hat mich fasziniert, aber auch über ihn erfährt man wenig. Trotz allem hat mir der Schreibstil gefallen, das Buch lässt sich gut lesen und während ich es in der Hand hielt, habe ich mich nicht gelangweilt. Die Geschichte selbst fand ich allerdings so wirr und konstruiert, dass es mich wenig interessiert hat, wie es weitergeht. Schade, denn das Thema hätte viel Potential gehabt, was meiner Meinung nach nur wenig genutzt wurde.

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  • Viel zu oberflächlich für eine solch erschütternde Idee

    Blame
    Kittyzer

    Kittyzer

    24. September 2016 um 16:09

    MacMillan rammed his finger onto the sensor - the lights stayed red. "My God, they've locked us out," he muttered. Ant took his hand and wiped his index finger on her shirt. "Too much sweat and blood," she said. "Try again." He placed his finger on the pad again. There was a heart-stopping pause, then the light turned green and the door swung open. As soon as the gap was wide enough, they squeezed through. Ninety seconds to Spike. It was Ant who led the way, glancing back to make sure MacMillan was keeping up. He ran with one hand pressed to his side. He looked wiped out, his face white, eyes bloodshot. What happened to you?-- INHALT: Die ökonomische Krise, die die Welt in naher Zukunft im eisernen Griff hat, hat die Regierungen vieler Länder dazu gebracht, den Rufen verzweifelter Bürger zu folgen: Danach, Verwandte von Verbrechern für deren Taten büßen zu lassen. Auch in England wurde ein solches Gefängnis eröffnet, Spike - und die junge Ant und ihr Bruder Mattie sind gemeinsam mit ihren Stiefeltern Insassen dort. Spike ist mit zwei anderen Gefängnissen verbunden - in denen die eingebuchteten Kriminellen äußerst unzufrieden sind. So unzufrieden, dass ein enormer Aufstand ausbricht, der die Wärter völlig überfordert. Gleichzeitig bietet er Ant und ihrer Familie aber auch die lang ersehnte Chance zur Flucht... MEINE MEINUNG: Simon Mayo verfolgt in "Blame" ein äußerst interessantes und vor allem neues Thema: Das Absitzen von Gefängnisstrafen in Vertretung für Familienmitglieder - als Ausgleich für das gute Leben, das durch die Verbrechen geführt wurde. Die leidende Bevölkerung hatte diese Änderung gefordert, ohne Gedanken an moralische Grundsätze. Eine Idee mit einigem an Zündstoff für existenzielle und vor allem tief gehende Fragen. Leider nutzt der Autor sie aber nur, um einen Action-Thriller daraus zu stricken. Prinzipiell nicht schlecht, wird es doch nicht langweilig. Leider verliert der Roman dadurch aber auch alles an emotionaler Wucht. Ant ist die meiste Zeit über eine Kick-Ass-Heldin, die weiß, was sie will und zu allem bereit ist, um das System zu stürzen. Gleichzeitig ist sie aber auch unfassbar wütend, auf alles und jeden, und bricht regelmäßig - unnötige - Streits vom Zaun, was stark an den Nerven zerrt. Mattie ist mit seiner ruhigen, nachdenklichen Art zwar ein wenig klischeehaft, aber trotzdem eindeutig der Sympathie-Träger der Geschichte und eine Figur, die man gern selbst beschützen würde. Den Stiefbruder der beiden, Max, kann man anfangs aufgrund seiner Wut auf sie und seine Entscheidung, zur Universität zu gehen, statt um seine Eltern zu kämpfen, nur schwer einschätzen. Er entwickelt sich aber zum Glück zum durchsetzungsfähigen Kämpfer. Der Rest der Charaktere ist leider überwiegend sehr eindimensional, insbesondere der Gefängnisleiter Grey, den man schnell durchschaut und der nichts anderes kann als böse und grausam zu sein. Dafür, dass mir die Grundlage des Romans und auch der Beginn so gefallen haben, wurde ich, je mehr Seiten ist las, umso stärker enttäuscht. Es wirkt so, als hätte Simon Mayo ganz einfach ein spannungsgeladenes Buch voller Verfolgungsjagden und blutiger Kämpfe schreiben wollen, und sich das Gedankenspiel nur als Auslöser ausgesucht, nicht jedoch als zentralen Aspekt des Romans. Es wird nur angerissen, wie es überhaupt zu den Familien-Gefängnissen gekommen ist, Deutschland wird als einziges Land glorifiziert, das aus seiner Geschichte gelernt hat (was ja nett klingt, aber doch sehr weit hergeholt ist) und moralische Fragen werden kaum welche gestellt. Es geht nie wirklich darum, den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, dass das neue System falsch ist, sondern einzig und allein um die Freiheit einiger weniger Insassen. Die Geschichte ist mitreißend und lässt einen selten zur Ruhe kommen, aber das lenkt ganz einfach nicht von den Logiklücken ab: Dass aufständische Kriminelle statt Privilegien oder Freilassung zu fordern, nur an Ant herankommen wollen etwa; oder dass den ungefährlichen "struttern" (Bezeichnung für diejenigen, die die Strafen ihrer Verwandten absitzen) ein schmerzhafter Riemen umgelegt wird, den gefährlichen Mördern oder Räubern aber nicht. Bis zum Ende werden keine tiefgreifenden Elemente der Thematik behandelt, bis zum Schluss geht es einzig und allein darum, den Gefängnisleiter zu entmachten, nicht um eine Lösung für das große Ganze. So bleibt auch der Schluss seltsam offen, ohne rechte Aussicht auf Veränderungen. Letztendlich erscheint einem das Ganze damit irgendwie ziellos. FAZIT: Ein anderer Autor hätte aus der Idee von "Blame" eventuell einen die Gesellschaft in Frage stellenden und kritischen Roman gemacht - Simon Mayo war aber eher auf einen Action-Thriller aus. Den liefert er, keine Frage, dabei blieben für mich aber zu viele wichtige Dinge auf der Strecke. So reicht es nur für 2,5 Punkte.

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  • Actiongeladener Thriller in interessantem Setting

    Blame
    paevalill

    paevalill

    20. September 2016 um 19:16

    Schuld, Sühne und Moral - alles Themen, die der Titel des Thrillers "Blame - Your past is your future" von Simon Mayo suggeriert, aber kaum anschneidet. Interessierte sollten sich lieber vom Zitat "A thrilling roller-coaster of a read" leiten lassen, das den Inhalt des Buchs deutlicher auf den Punkt bringt. Wer Erstes erwartet, wird sehr wahrscheinlich enttäuscht sein. Wer sich aber auf Zweites einlässt, kann viel Spaß beim Lesen des Buchs haben. Inhalt / Hintergrund:Neben gewöhnlichen Gefängnissen etablierten sich in mehreren Ländern Gefängnisse, die speziell für Leute ausgerichtet sind, die sich des "heritage crime"* schuldig machen.Gesellschaftlich werden die als "Strutter" bezeichneten, häufig minderjährige Insassen mehr geächtet als gewöhnliche Verbrecher.Durch einen Manipulationsversuch bricht, angeheizt durch die ohnehin schon unangenehme Atmosphäre, eine Gruppenrandale in unvorstellbarem Ausmaß aus, das eine große Chance für Teenagerin Ant, ihrem kleinen Bruder Mattie und ihren Freunden bietet, aus dem Gefängnis auszubrechen und zu zeigen, dass sie "nicht schuldig" sind. *heritage crime [noun] = A previously undetected crime committed by your parents or grandparents for which you are held responsible. Sprache, Aufbau:Der Roman ist von der ersten Seite an sehr spannend zu lesen. Nach den ersten Schilderungen im Gefängnis Spike folgen erste kleinere Unruhen. Den Höhepunkt stellt die Verfolgungsjagd auf Ant und ihre Mitstreiter dar, deren Lage nach den gefängnisübergreifenden Massenrandalen zunächst völlig aussichtslos aussieht, aber in einem spannenden Showdown inkl. gewisser Abrechnung endet.Dank eines kleinen Wörterbuchs in "Spike"-Sprache ist der Gefängnis-Slang selbst für Nichtmuttersprachler gut verständlich. Charaktere:Jede Geschichte steht und fällt mit ihren Charakteren - normalerweise. Denn der Thriller legt seinen Schwerpunkt definitiv auf die Handlungen der Charaktere und deren Folgen, weniger auf die Gedanken und Gefühle der Charaktere. Das ist selbst für einen Thriller eher ungewöhnlich, funktioniert aber hervorragend.Dass es sich bei den Protagonisten um Jugendliche (Ant, Daisy, ...) und junge Erwachsene (Max) handelt, wird nur durch die teils sehr unüberlegten Handlungen ersichtlich, weniger aber durch den Inhalt. Insofern fällt es mir schwer, den Roman in den Bereich Jugendthriller zu stecken. Atmosphäre:Dem Autor gelingt auf sehr subtile Art und Weise, eine unheimlich dichte Atmosphäre zu schaffen, die von Anfang an klar macht, wohin der Inhalt gehen soll. Die v.a. neueren Wärter sind mit der Situation in Spike völlig überfordert, Provokationen durch die rebellische Ant können kaum sanktioniert werden. Diese subtile Herangehensweise setzt sich - in interessanter Kombination mit extrem actionreichen Handlungssträngen - durch das gesamte Buch hinfort und dürfte vor allem Leser ansprechen, die sich gerne selbst ein Bild über eine im Buch geschaffene Welt machen. Das treibt das Tempo ziemlich an, verliert aber einen Teil der Leser. Wichtige inhaltsbasierte Fragen werden zum Ende hin beantwortet. Fragen zum Hintergrund werden höchstens angeschnitten, aber niemals beantwortet.Dadurch verliert das Buch leider das Potential, das interessante, moralisch abzulehnende Konzept des "heritage crime" aufzuarbeiten. Fazit:Wer einen wirklich sehr spannenden, actionreichen Thriller im vorausgesetzten Setting des heritage crime lesen möchte, wird hier eine wahre Freude daran haben.Wer sich allerdings auf philosophische und rechtliche Weise mit dem Inhalt des Settings auseinandersetzen möchte, wird hier keinerlei Fragen beantwortet bekommen und sehr enttäuscht zurückgelassen werden.

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  • YOUR PAST IS YOUR FUTURE

    Blame
    MissGoWest

    MissGoWest

    20. September 2016 um 11:46

    „Deine Vergangenheit ist deine Zukunft.“ Der Untertitel zu Blame von Simon Mayo weist auf das Thema dieser Jugendbuch-Dystopie hin – in vielen Ländern der Welt können Kinder für die Verbrechen ihrer Eltern und Großeltern in Sippenhaft genommen werden und müssen Haftstrafen anstelle von diesen verbüßen. Die 16-jährige Abigail Norton Turner, die Ant genannt wird, und ihr jüngerer Bruder Mattie sitzen zusammen mit ihren Pflegeeltern im Gefängnis Spike in London eine solche Strafe ab, bis die Spannungen in den anderen Gefängnissen Holloway und Pentonville nicht zuletzt aufgrund Ants ungezügelten und zornigen Verhaltens so groß werden, dass ein Aufstand ausbricht, bei dem Ant, Mattie und einige ihrer Freunde fliehen können.   Die Geschichte zeichnet sich durch hohes Tempo, viel Action und Charaktere aus, die durchaus einige Ecken und Kanten haben. Ich konnte leider mit der Hauptfigur Ant nie so richtig warm werden, obwohl sie mir gerade dadurch länger im Gedächtnis bleiben wird. Ich hätte mir mehr Tiefe zum Thema Verbrechenserbschuld gewünscht. Obwohl sich ja das ganze Buch darum dreht, bleibt die Aufarbeitung sehr oberflächlich. Dennoch fiebert man mit Ant und ihrer Familie und ihren Freunden mit, sieht die Geschichte wie einen Actionfilm vor dem geistigen Auge ablaufen und hält öfters mal den Atem an, wenn eine unerwartete Wendung eintritt. Eben diese Momente haben mich zu einer knappen 4/5-Bewertung bewogen und über so manche Ungereimtheit hinwegschauen lassen. Alles in allem fand ich Blame mit seinem brisanten Thema erfrischend neu im Dystopiegenre. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für jeden, der Dystopien und Prison Break mag.

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  • Spannend aber nicht überzeugend

    Blame
    Nachtschwärmer

    Nachtschwärmer

    19. September 2016 um 13:53

    In Blame geht es darum, dass die Familien von Verbrechern in Sippenhaft genommen werden weil sie ja auch von den Verbrechen profitiert haben. So sind auch Ant und ihr Bruder Mattie mit ihren Pflegeeltern ins Gefängnis gekommen. Ant empfindet dies jedoch als Ungerechtigkeit und als es zu einem Aufstand kommt, können sie und ein paar weitere Insassen fliehen.Der Inhalt klingt im ersten Moment spannend und über einen Mangel an Spannung kann man sich beim Lesen des Buches nicht beklagen. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und das hohe Tempo der Geschichte macht es einem manchmal schwer, mitzukommen. Die Charaktere sind insgesamt eher flach und der einzige, zu dem ich einigermaßen einen Zugang gefunden hatte, war Max. Das hat dazu geführt, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat - dafür fehlte mir einfach die Bezugsperson im Buch.Auch häuften sich die Fragen, die ich mir beim Lesen gestellt habe, Antworten gab es jedoch selten und wenn, dann empfand ich sie nicht wirklich als befriedigend. Manche Gegebenheiten wirkten unlogisch und  zum Teil auch konstruiert.Insgesamt habe ich mich eher durch das Buch gequält als Spaß beim Lesen zu haben, denn eine gut geschriebene Geschichte ist nicht unbedingt eine gute Geschichte. Schade.

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  • [Rezension] Blame

    Blame
    Alondria

    Alondria

    19. September 2016 um 11:38

    Das Buch What happens when society wants you banged up in prison for a crime your parents committed? That’s the situation in which Ant finds herself – together with her little brother Mattie and their foster-parents, she’s locked up in a new kind of family prison. None of the inmates are themselves criminals, but wider society wants them to do time for the unpunished ‘heritage’ crimes of their parents. Tensions are bubbling inside the London prison network Ant and Mattie call home – and when things finally erupt, they realize they’ve got one chance to break out. Everyone wants to see them punished for the sins of their mum and dad, but it’s time for Ant to show the world that they’re not to blame. Meine Meinung Der Schreibstil des Autors hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Die Sprache war relativ einfach zu verstehen, bis auf einige umgangssprachliche Wörter. Für den "Prison-Slang" gibt es allerdings zu Beginn des Buches einen Index, in dem sämtliche Slang-Wörter mit Bedeutung aufgelistet sind. Das erleichtert das Lesen / Verständnis ungemein.Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Den Zugang zu ihnen konnte ich schnell finden und durch ihre charakterlichen Eigenschaften wirkten sie alle sehr individuell und vor allem realistisch. Beim Lesen entwickelte ich rasch Sympathien und Abneigungen für die einzelnen Protagonisten.Der Storyaufbau war auch sehr durchdacht und gut ausgearbeitet. Die Spannung begann nach dem ersten Viertel des Buches und wurde immer schneller immer mehr aufgebaut, bis sie ihren Höhepunkt erreichte. Und selbst nach dem Höhepunkt ging es nicht komplett bergab mit der Spannung. Meiner Meinung nach wird sie bis zum Ende erhalten und lässt das Ende dadurch auch irgendwie offen. Fazit "Blame" ist ein rasanter Roman, der kaum eine Atempause zulässt. Als Leser fühlte ich mich sehr mit Ant verbunden und konnte all ihre Emotionen nachempfinden. Ich möchte dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und zwar allen, die Lust haben auf einen actiongeladenen Schlagabtausch von "Gut" und "Böse", von Schuldigen, die unschuldig sind und Unschuldigen, die schuldig sind. Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe auf mehr von Simon Mayo!

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  • Leserunde zu "Blame" von Simon Mayo

    Blame
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser,Diesen Monat wollen wir mit euch den neuen YA-Thriller BLAME von Simon Mayo lesen.DAS BUCHWhat happens when society wants you banged up in prison for a crime your parents committed?That’s the situation in which Ant finds herself – together with her little brother Mattie and their foster-parents, she’s locked up in a new kind of family prison. None of the inmates are themselves criminals, but wider society wants them to do time for the unpunished ‘heritage’ crimes of their parents. Tensions are bubbling inside the London prison network Ant and Mattie call home – and when things finally erupt, they realize they’ve got one chance to break out. Everyone wants to see them punished for the sins of their mum and dad, but it’s time for Ant to show the world that they’re not to blame. A new nail-bitingly taught YA suspense thriller, from author of the bestselling ITCH series, Simon Mayo.DER AUTORSimon Mayo is one of Britain's best-loved and well-known radio presenters. He has worked on BBC radio since 1981 and is now the presenter of 'Drivetime' on BBC Radio 2, which features the regular 'Book Club' show. He is also the co-presenter of "Kermode and Mayo's Film Review" on BBC Radio 5 Live. In 2008, Mayo was recognized as the "radio broadcaster of the year" at the 34th annual Broadcasting Press Guild Awards and the "Speech Broadcaster of the Year" at the Sony Radio Academy Awards. To find out more about Simon and his ITCH books go to www.itch-books.co.ukHIER GEHT’S ZUR LESEPROBE!Ich verlose 25 Bücher im Englischen Original.Um ein Buch zu gewinnen müsst ihr mir lediglich erzählen warum ihr dieses Buch lesen wollt. Wieso interessiert euch das Thema? Ich freue mich auf eure Antworten. Liebe Grüße,Svenja

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    • 486
  • Tolle Idee, die so noch nie da war

    Blame
    CrossingJordan

    CrossingJordan

    16. September 2016 um 22:36

    Dystopien erfreuen sich ja bereits seit geraumer Zeit an großer Beliebtheit, nur leider scheint sich der Markt langsam zu sättigen. Manche Leser, die regelmäßig zu diesem Genre greifen, klagen tatsächlich bereits, dass sich die Geschichten immer mehr ähneln würden. Nicht so jedoch bei Simon Mayo's "Blame", das mit dem Thema Erb-Verbrechen etwas komplett Neues geschaffen hat.Wird man am Anfang der Geschichte noch in den Gefängnis-Alltag von Ant und ihrer Familie eingeführt und erfährt ein wenig über deren Vergangenheit, geht es schon recht bald mit der Action los. "Actiongeladen" ist definitiv das Wort, das dieses Buch am besten beschreibt, was mir allerdings leider nicht nur positiv aufgefallen ist. Abgesehen von ein paar doch ziemlich realitätsfernen Stellen, häuften sich die Fragen im Laufe der Handlung immer mehr. Leider wurde das Meiste erst auf den letzten Seiten aufgelöst und endete nicht, wie von mir erhofft, in einem großen Knall (was sich aufgrund der rasanten Handlung, die sich durch das gesamte Buch zieht, eigentlich erwartet hatte), sondern ließ mich etwas ernüchtert zurück. Auch die ein oder andere Frage über bestimmte Begebenheiten, die sich erst gegen Ende abspielten, wurden leider nicht geklärt.Davon abgesehen, hat mir "Blame" aber sehr gut gefallen. Vor allem die Idee dahinter und der Schreibstil hatten es mir sehr angetan. Wer auf viel Action steht und es verschmerzen kann, nicht ganz so viel über die Hintergründe zu erfahren, wird mit diesem Buch sicherlich seine reine Freude haben.Fazit: Interessante und spannende Idee, die man meiner Meinung nach aber noch besser umsetzen hätte können. Nichtsdestotrotz aber ein spannendes Buch, das vor allem für Dystopie-Fans eine Bereicherung sein wird.

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  • Die Welt gehört den Mutigen

    Blame
    Helles_Leuchten

    Helles_Leuchten

    16. September 2016 um 16:19

    "Blame" vom Autor Simon Mayo erzählt die Geschichte der 15jährigen Ant und ihres jüngeren Bruders Mattie in einer Gegenwart, in der "Heritage Crime" streng geahndet wird und dazu führt, dass Angehörige für Straftaten ihrer Familienmitglieder zur Rechenschaft gezogen bzw. konkret inhaftiert werden. Auf diese Weise sind auch Ant und Mattie im Gefängnis gelandet, mit der Aussicht bis zur Volljährigkeit den Willkürlichkeiten eines sadistischen Gefängnisdirektors ausgeliefert zu sein, dem es Vergnügen bereitet, die Häftlinge bloßzustellen.Durch eine im weitesten Sinne von Ant ausgelöste Revolte zwischen den Insassen dreier zusammenliegender Haftanstalten, worunter auch diejenige gehört, in der die Geschwister untergracht sind,  gelingt zahlreichen Inhaftierten zunächst die Flucht. Ant und Mattie haben nur diese eine Chance, der Welt zu beweisen, dass auch sie ein Recht auf ein normales Leben außerhalb der Zellenwände haben.Simon Mayos Roman ist in erster Linie ein Jugendbuch, das jedoch auch für Erwachsene eine Bereicherung ist. Selten habe ich eine Geschichte gelesen, die so rasant, mitreißend und spannend geschrieben war. Als Leser ist man stets mittendrin und immer in Bewegung. Das führt dazu, dass man gelegentliche Details, die weniger realistisch oder überzeugend wirken, schon mal toleriert. Gleichwohl ist der Grundgedanke des Buches ein absolut interessanter Ansatz, der nachdenklich stimmt und dazu führt, dass man sich fragt, ob eine solche Situation ("Heritage Crime") wirklich denkbar wäre und was sie mit einem selbst machen würde.Wem es auch mal gelingt, Fünfe gerade sein zu lassen und nicht jeden Aspekt zu hinterfragen, der wird sicher Freude an diesem Roman haben.

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  • ​ Spannend von der erstens bis zur letzten Seite

    Blame
    LaLecture

    LaLecture

    11. September 2016 um 03:53

    ​InhaltIn nicht allzu ferner Zukunft, nach einer erneuten Wirtschaftskrise, hat sich ein neues Gesetz über den Globus, auch über fast ganz Europa, verbreitet: ein Gesetz zu "Erbverbrechen", das regelt, dass die Angehörigen von Straftätern, die der Justiz entkamen, für die Verbrechen ihrer Verwandten zur Rechenschaft gezogen werden.Aufgrund dieses Gesetzes sind Ant und ihr kleiner Bruder Mattie gemeinsam mit ihren Pflegeeltern im Familiengefängnis Spike untergebracht. Ant sorgt dort durch ihre rebellische Art immer wieder für Aufruhr, doch bald kommt etwas auf sie zu, dem auch Ants Kampfgeist möglicherweise nicht gewachsen ist: Unruhen brechen in den Gefängnissen rund um Spike aus. Unruhen, die sich auch auf Spike auswirken und Ant und ihren Freunden die Flucht ermöglichen könnten.Meinung"Blame" ist definitiv eines der spannendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Es beginnt bereits mit einer Szene, die einen in Atem hält, und auch danach stolpern Ant und der Leser von einer scheinbar ausweglosen Situation in die nächste, sodass man das Buch kaum zur Seite legen kann, was wohl auch daran liegt, dass viele Kapitel mit einem fiesen Cliffhanger enden. Simon Mayo versteht definitiv etwas von Spannungsaufbau.Die Figuren werden nicht unnötig bis in alle Einzelheiten analysiert und es fehlt dem Geflecht an Charakteren angenehmerweise an jeglicher Form von künstlichem Drama durch Elemente wie gezwungen wirkende Liebesbeziehungen, die in Jugendbüchern sonst ja sehr häufig zu finden sind.Dennoch ist die Dynamik zwischen den Figuren interessant, da sie meist unter Stress stehen und Schuldzuweisungen und die Frage, wer wem etwas zu sagen hat, eine Rolle spielen.Ant ist eine sympathische Heldin mit Mut und Kampfgeist, die jedoch auch sehr hitzköpfig ist und nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft bzw. diese oft nicht bedenkt. Trotzdem fiebert man mit ihr mit, da die meisten ihrer Taten aus Liebe zu Ihrer Familie und dem Wunsch, ihren Bruder zu beschützen, geschehen.Ihr Bruder Mattie ist ein sehr angenehmes Gegenstück zu ihr, denn er ist eher ruhig und besonnen und für sein Alter sehr intelligent.Eher platt wirkt dagegen der Antagonist des Buches, dessen Motive zum Ende hin leider nur sehr plump aufgelöst werden.Das Szenario, das Simon Mayo in "Blame" entwirft, ist gleichzeitig faszinierend und erschreckend, weil es auf den ersten Blick zwar unverständlich, mit der Zeit jedoch immer nachvollziehbarer wirkt. In der Geschichte der Menschheit hat man schon immer gerne nach Sündenböcken für die eigenen Probleme gesucht. Warum sollten also nicht tatsächlich, nach den Juden, Farbigen und Moslems, irgendwann die Verwandten entkommener Verbrecher die vermeintlich Schuldigen sein?Völlig durchdacht wirkt die Idee jedoch leider nicht, denn es bleiben einige Fragen zu diesem Konzept offen und vor allem wird die Frage, ob die eingesperrten "Erbverbrecher" tatsächlich schuldig sind, im Buch nur angeschnitten. Die Handlung selbst dreht sich hauptsächlich um das mögliche Ausbrechen aus dem Gefängnis und den Wunsch nach Rache an dem sadistischen Assessor Grey. Dieser wird immer mehr zum Ziel der Aufmerksamkeit der Hauptfiguren und man bekommt den Eindruck, als meinten Ant und ihre Freunde, wenn sie nur Grey zu Fall bringen würden, würde alles gut, wodurch die Kritik am eigentlichen System in den Hintergrund gerät. Dies ist sehr schade, da "Blame" viel Potential für die Diskussion moralischer Fragen gehabt hätte, mindestens die der Schuld, die ja dem Buch seinen Titel gibt.Auf der anderen Seite ist es natürlich auch irgendwie realistisch, dass Jugendliche zunächst einmal nicht das große Ganze, sondern kleinere, persönliche Ziele vor Augen haben. Doch auch in dieser Hinsicht bleiben am Ende leider einige Fragen über die Motivation der Figuren, das Warum und das Wie unbeantwortet. Gelungen ist jedoch, dass das Ende in Bezug auf die rechtliche Situation der "Erbverbrecher" angemessen offen bleibt, da ja nur realistisch ist, dass ein paar Menschen nicht die ganze Welt umkrempeln können.Fazit"Blame" ist eines der spannendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe, denn es fesselt von der ersten bis zur letzen Seite. Zudem kann es mit einem faszinierenden Szenario und sympathischen Figuren, mit denen man gut mitfiebern kann, überzeugen. Leider wird das eigentliche Thema des Buches, Schuld, nur begrenzt tatsächlich behandelt, und am Ende bleiben zu viele Fragen offen. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Wenn du für die Schuld deiner Verwandten ins Gefängnis musst, ist es Zeit zu revolutinonieren!

    Blame
    Lebetausendleben

    Lebetausendleben

    09. September 2016 um 20:56

    Worum es geht Ant und ihr Bruder Mattie sitzen in einem Familiengefängnis die Schuld ihrer Eltern ab. Damit ihnen auch jeder ihre Schande ansieht, kriegen sie auf schmerzhafte Weise einen Gürtel um ihren Rücken geschnallt, sodass sie gezwungenermaßen "stolzieren" und daher "strutter" genannt werden.Doch plötzlich gibt es einen Stimmungsumschwung im Gefängnis und Ant sieht ihre Chance für einen Rachefeldzug. Dass gerade diese Aktion, die ganze Situation im Gefängnis verändert, hätte sie nie gedacht. Totales Chaos, pure Gewalt und nervenaufreibende Angst werden von nun an zu ständigen Begleitern.Für wen sich das Buch eignet Das Buch eignet sich für Freunde der Dystopie, die auf der Suche nach "Puls-hoch-Momenten" sind. Was ich persönlich von dem Buch halteWenn man gerade denkt, dass man weiß, was als nächstes passiert, schafft es Simon Mayo, den Leser zu überraschen und schafft somit zahlreiche AH- und OH-MOmente.  Zahlreiche Leseabschnitte führten dazu, dass die Spannung kaum zu ertragen und man einfach nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Ich finde es wunderbar in eine Welt abzutauchen, die so anders ist als unsere eigene und finde, dass das Buch wirklich lesenswert ist. Ein nettes Extra ist zudem das Glossar zu Beginn, das den Leser in den Gefängnisslang einführt sowie die besondere Stellung, die Deutschland in der Story einnimmt. Das Buch hat m.E. nur gegen Ende geschwächelt, da dort die Handlungen teilweise zu schnell fortgeschritten oder teilweise nur angeschnitten und nicht richtig fortgeführt wurden. Auch fand ich die letzten Szenen etwas zu "gekünstelt". Dennoch hebelt dies nicht die vorigen positiven Eindrücke auf.

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  • "We are not to blame!"

    Blame
    SallysAngel

    SallysAngel

    08. September 2016 um 15:24

    Ant und ihr kleiner Bruder Mattie sind im Gefängnis, für ein Verbrechen, das ihre Eltern begangen haben. Sie leben in der neuen Welt, nach der großen Depression, und leiden unter dem "heritage crime"-Gesetz, das dich ins Gefängnis bringt, wenn deine Eltern oder Großeltern ein Verbrechen begangen haben, dass nicht durch diese gebüßt wurde. Doch das System ist alles andere als stabil...Meine Meinung:Ich bin mit vielen Erwartungen an das Buch hinangegangen - und wurde nicht enttäuscht.Zuerst einmal gefällt mir der Schreibstil des Autors sehr gut, denn er schreibt lebendig und bindet viele verschiedene Sprachen mit ein.So ist die Grundsprache zwar Englisch, aber auch deutsche und anglo-saxische Elemente sind vorhanden und besonders den Deutschen liegt ein tieferer Sinn inne.Zudem "erfindet" er einen Gefängnisdialekt, d. h. bestehende Wörter bekommen eine komplett andere Bedeutung oder er erfindet gleich ganz neue Wörter bzw. Ausdrücke.Diese sind glücklicherweise vorne im Buch mit ihren Bedeutungen festgehalten - denn besonders als nicht Muttersprachler fällt einem das sonst sehr schwer - absoluter Pluspunkt.Der Inhalt lässt m.E. nichts zu wünschen übrig. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere besitzen Tiefe, man fühlt mit den Figuren mit.Eine Welt in der Kinder für die Verbrechen ihrer Eltern im Gefängnis büßen müssen, ist eine kranke Welt. Das wird im Buch das ein und andere mal deutlich, aber viele kleine Details sind es, die dieses Gesetz so real machen und die mich denken ließen - Hey, das könnte ich mir (leider) sehr gut vorstellen. Warum nicht? wenn man sich unsere Welt in einigen Ecken ansieht.Das Buch ist aus der Erzähler-Perspektive geschrieben, doch weiß der nur so viel wie Ant, was sie somit zur Protagonistin macht. Und auch der Fokus liegt klar auf Ant, etwas auf Mattie. So ist an jedem Kapitelanfang eine kurze Notiz von ihm zu finden - die das Leben im Gefängnis sehr real machen und aus der Sicht eines 8-Jährigen zeigen. Das Ende bleibt offen und theoretisch wäre genug Stoff für einen zweiten Teil vorhanden. Muss aber nicht unbedingt sein.Fazit:Ein Buch, das mich mitgerissen hat und daher von mir eine klare Leseempfehlung - nur bitte auf Englisch, denn ich könnte mir vorstellen, dass auf deutsch einiges gar nciht so gut wirkt.Defintiv geeignet für Fans von Dystopien und Action!

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  • »Blame« – Ein actionreicher Jugendthriller mit unglaublich realistischer Thematik!

    Blame
    midnightsreader

    midnightsreader

    04. September 2016 um 21:39

    Wenn du für die Verbrechen deiner Eltern zur Rechenschaft gezogen wirst … Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leserunde bei LovelyBooks aufmerksam und musste wegen des auffälligen Covers einfach einen zweiten Blick drauf werfen. Als mir dann auch noch die Thematik zusagte, habe ich mich einfach beworben – und wurde belohnt. Ich danke dem Verlag an dieser Stelle. »Blame« ist anders als jedes Buch, das ich bisher gelesen habe, weist allerdings auch einige Schwächen auf. HandlungAls eine neue wirtschaftliche Krise die Welt in Unzufriedenheit und Frustration versinken lässt, sucht die Gesellschaft nach einem Sündenbock. Den finden sie in all den Verbrechern und Kriminellen, die ungestraft davon gekommen sind – aber weil sie aus den verschiedensten Gründen nicht bestraft werden konnten, überträgt man die Schuld auf ihre Kinder und Familien, die von den Machenschaften des anderen profitiert haben sollen. Diesem Schicksal sehen sich auch die jugendliche Abigail, ›Ant‹ genannt, und jüngerer Bruder Mattie gegenüber. Nachdem ihre kriminellen Eltern eines Tages einfach verschwanden, konnten sie einige Zeit bei ihren Pflegeeltern Dan und Gina verbringen, doch dann greift das neue Gesetz und die sogenannten Erbverbrecher werden in ein spezielles Gefängnis gesperrt. Einige Zeit später setzt die erzählte Handlung ein. Ant ist eine Unruhestifterin, rebelliert und provoziert mit ihren Handlungen, wo sie nur kann. Wie allen Gefangenen ist ihr das neue System natürlich zuwider, doch im Gegensatz zum Rest schert sie sich nicht darum, ihre Meinung zu verstecken – weshalb sie immer wieder bestraft und gepeinigt wird. Als dann plötzlich Chaos im Gefängnis ausbricht, sieht sich ihre Chance zur Flucht, doch mit einem Mal ist nichts mehr, wie es scheint. Die Handlung geht sehr schnell und actionreich voran. Es wird einfach nicht ruhig um Ant und ihre Truppe, Langeweile ist also ausgeschlossen. Allerdings bringt das schnelle Handlungstempo mit sich, dass man als Leser ab und zu das Gefühl hat, nicht wirklich mitzukommen, was während des Lesens teilweise etwas anstrengend für mich war. Zudem gibt es logisch einige kleine Ungereimtheiten, besonders, was das neue Exekutivsystem angeht, und da es teilweise an Tiefgang fehlt, bleiben leider einige Fragen offen. CharaktereAnt ist anders als die meisten Protagonistinnen und doch – oder gerade deswegen – perfekt für dieses Buch. Sie ist rebellisch, schroff und egoistisch, versteckt hinter der harten Schale allerdings einen weichen Kern, der von einem unglaublichen Gerechtigkeitssinn geprägt wird. Stur und unabdinglich leitet sie den Leser durch das Geschehen, offenbart in einigen kostbaren Momenten das verletzliche, emotionale Ich, das sich hinter den rüden Bemerkungen versteckt. Mich hat sie manchmal etwas an Katniss Everdeen aus der »Panem«-Trilogie und war mir grundsätzlich sehr sympathisch. Zu ihrem kleinen Bruder Mattie hat sie eine ganz besonders Beziehung – die beiden sind sich so nah, dass man das Gefühl hat, sie können gar nicht ohneeinander. Sie ergänzen sich prima: Matties Ruhe gleicht Ants Aufbrausen aus, seine Rationalität ihre Sturheit, ihr Mut seine Angst. Mattie ist mir gleich ans Herz gewachsen und besonders die Tagebucheinträge am Anfang einiger Kapitel zeigen, wie reif der 12-Jährige schon ist. Auch ihr bereits volljähriger Pflegebruder Max, der nicht mit ins Gefängnis musste, hat mir gut gefallen. Er ist recht ambivalent aufgetreten, allerdings im völlig positiven Sinne: Seine Stärken und Schwächen erscheinen mir sehr authentisch und begründen sein Verhalten logisch. Die Tiefgründigkeit seiner Persönlichkeit ermöglichte es mir, mich gleich mit ihm zu identifizieren. An ebendieser Tiefgründigkeit fehlte es mir leider bei einigen Nebencharakteren, die ziemlich oberflächlich und stereotypisiert blieben. Schreibstil Ich brauchte ein paar Seiten, um mich mit Mayos Schreibstil anzufreunden, doch danach war das Ganze recht flüssig zu lesen. Passend zum schnellen Handlungsverlauf ist auch das Tempo des Schreibstils recht hoch. Das Englisch ist auch für Nicht-Muttersprachler recht gut verständlich. Besonders gefallen haben mir die haitianischen und deutschen Wörter gefallen, die ab und zu in das Englische eingebunden wurden. Beide hatten einen thematischen Sinn, über den ich an dieser Stelle allerdings nicht viel mehr verraten möchte. Fazit»Blame« ist das, was man von einem Thriller erwartet – handlungs- und actionreich, packend und erschreckend. Die Idee des Erbverbrechens war für mich spannend und absolut neu, weshalb mir die Thematik gut gefallen hat. Allerdings handelt es sich bei der fehlenden Tiefgründigkeit und den logischen Ungereimtheiten um kleinere Schwächen, weshalb ich „nur“ 4 von 5 Sternen vergebe. 

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    • 3
  • Weniger Tiefe, dafür aber hohe Handlungsdichte

    Blame
    a_day_of_june

    a_day_of_june

    04. September 2016 um 17:39

    "Blame" von Simon Mayo ist geeignet für jeden, der einen rasanten, actionreichen Jugendthriller einem tiefsinnigen und zum Nachdenken anregenden Thriller vorzieht. Die fehlende Tiefe, die den Leser stellenweise mit seinen vielen offenen Fragen alleine lässt, wird durch eine sehr interessante Idee und eine hohe Handlungsdichte ausgeglichen. So geschieht häufig so viel in kürzerer Zeit, dass gar keine Zeit bleibt, um großartig über das Gelesene nachzusinnen. Für mich aber nicht unbedingt eine negative Eigenschaft des Buches, da ich von der geballten Spannung in den Bann gezogen wurde.Eine reibungslose Identifikation mit der Protagonistin ist nicht immer möglich, was mir aber, aufgrund des schwierigen Lebens des Geschwisterpaares, das im Vordergrund steht, gefällt.Das Justizsystem in "Blame" wirkt utopisch, ist aber nachvollziehbar, da es die Abgründe menschlicher Missgunst und des Neides aufzeigt.Ich gebe Simon Mayos Buch vier von fünf Sterne, da, wenn man über teilweise fehlende Hintergrundinformationen zur Entstehung dieser Utopie und Willkürlichkeit der Handlung hinwegsieht, die Idee und die Schnelligkeit, die für mich ebenfalls die Spannung eines Jugendthrillers ausmacht, besticht.

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