Simon Puttock

 4,7 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf

Simon Puttrock wurde in Neuseeland geboren und ist als Kind mit seiner Familie durch die ganze Welt gereist. Als er noch klein war, wollte er eigentlich Tierarzt werden, aber dann wurde er doch Buchhändler. Sein Interesse an Kinderbüchern hat dazu geführt, dass er in die Jury des Children's Whitbread Buchpreises aufgenommen wurde. Heute ist er ein erfolgreicher Autor von 24 Kinderbüchern, er wurde mit dem Eary Years-Preis der Royal Mail Scottish Children's Books Awards 2006 ausgezeichnet. Simon lebt in Edinburgh, Schottland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Simon Puttock

Cover des Buches Das Dings (ISBN: 9783551522078)

Das Dings

(4)
Erschienen am 29.06.2023
Cover des Buches Mouse's First Night at Moonlight School (ISBN: 9780857631183)

Mouse's First Night at Moonlight School

(2)
Erschienen am 03.07.2014

Neue Rezensionen zu Simon Puttock

Cover des Buches Das Dings (ISBN: 9783551522078)
EmmyLs avatar

Rezension zu "Das Dings" von Simon Puttock

EmmyL
Eine ganz wundervolle Geschichte, die zum Nachdenken und zum Austausch anregt.

Ein sehr merkwürdiges Dings ist einfach auf die Wiese geplumpst. Seit dem hat es sich nicht bewegt. Die Bewohner der Wiese überlegen was es wohl sein könnte. Vielleicht ist es einsam? Also leisten sie ihm Gesellschaft. Je länger das unbekannte Dings herum liegt, um so neugieriger werden sie. Dann bemerken auch andere das Dings und es wird Weltweit darüber berichtet. Während das Dings einfach nur weiter herum liegt spalten sich die Meinungen in zwei Lager. Die einen pilgern für Fotos und Merchendise Artikel zum Dings, während andere die Meinung vertreten es müsse weg und wäre gefährlich.

Die Geschichte zeigt auf ganz großartige Weise, wie unterschiedlich der Umgang mit etwas Unbekanntem ist und bietet unglaublich viele Gesprächsanlässe für fast philosophische Diskussionen. Es eignet sich sehr gut als Einstieg, um zum Beispiel über den Sinn des Lebens zu philosophieren und kann durchaus auch im Unterricht mit größeren Klassen Verwendung finden.

Wundervolle farbige Illustrationen begleiten und erweitern den Text. Jede Doppelseite enthält eine oder mehrere Szenen. Die meisten Seiten sind vollflächig und doppelseitig illustriert. Manchmal wurden auch kleinere Einzelszenen vor weißem Hintergrund arrangiert. Passende Texte ergänzen die Zeichnungen perfekt und harmonisch. 

Die Figuren und Setting sind Schablonenhaft und wirken durch die weiche Farbgebung zehr zart. Mit den fantasievollen Illustrationen wird der Text nicht nur verbildlicht, sondern sein Interpretationsspielraum auch deutlich erweitert. Auch bei wiederholtem Vorlesen wird das Buch nicht langweilig, denn es gibt immer wieder neue Fragen, die aufkommen.

Die Geschichte beginnt und endet mit einem Bild im Buchdeckel. Vorn sieht man wie das Dings zwischen den Wolken am Himmel fliegt. Im hinteren Vordruck sieht Erinnerungsbilder mit dem Dings, welche die neu entstanden Freundschaften dokumentieren. Ich finde es besonders reizvoll, wenn eine Geschichte schon im Vordruck beginnt, denn so hat man als Vorleser*in die Möglichkeit sein kleines Publikum neugierig zu machen, abzuholen und einzuladen auf ein Abenteuer zwischen den Buchdeckeln. 

Große Illustrationen ermöglichen die Präsentation vor einer Kindergruppe. Das Buch ist für Kinder ab vier Jahre sehr zu empfehlen. 

Die große Schrift lädt aber auch Leseanfänger dazu ein, selbständig zu lesen. Gerade kleine Lesemuffel lieben den Erfolg ein ganzes Buch allein gelesen zu haben auch wenn es sich dabei um ein Bilderbuch mit wenigen Sätzen handelt.

Das Buch ist fantasievoll, originell und einfallsreich. Es eignet sich für zu Hause oder als Geschenk, ebenso wie für die Arbeit mit Kindern in der Kita oder an Schulen.

Eine ganz wundervolle Geschichte, die zum Nachdenken und zum Austausch anregt. Es bieten sich zahlreiche Gesprächsanlässe zu den Themen Freundschaft, Umgang mit Unbekanntem und ganz allgemein auch über den Sinn des Lebens.

Cover des Buches Das Dings (ISBN: 9783551522078)
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Rezension zu "Das Dings" von Simon Puttock

-Favola-
poetisches Bilderbuch über den Umgang mit Unbekanntem

Es gibt Bücher, bei denen ich auf den ersten Blick weiss, dass sie genau mein Ding sind. Genau so ging es mir bei "Das Dings". Ich sah das Cover und habe mich sofort verliebt und auch die poetisch anmutende, aussergewöhnliche Geschichte, konnte mich überzeugen.Dieses Bilderbuch erzählt vom Umgang mit fremden Dingen und von unverhoffter Freundschaft. "Das Dings" setzt ein Zeichen für Akzeptanz und Toleranz und zeigt uns auf, wie wichtig es ist, uns Unbekanntem gegenüber respektvoll und freundlich zu verhalten und dass es sich lohnt, Neuem gegenüber offen zu sein.
Vier fremde Tiere, die sich zuvor nie begegnet waren, entdecken ein undefinierbares Ding und bewundern es fasziniert. Obwohl sie nicht wissen, was es ist oder wozu es dient, sind sie sich jedoch einig, dass es wunderschön ist. Da einer von ihnen meint, dass das Ding einsam wirkt, entschliessen sie sich, ihm Gesellschaft zu leisten. Die vier bleiben beim unbekannten Objekt und beginnen, über seine wahre Natur zu rätseln. Das Dings bleibt jedoch unverändert und bewegungslos.
Immer mehr neugierige Menschen strömen herbei und verwandeln das Objekt in eine Attraktion. Sogar die Medien berichten über das mysteriöse Ding. Doch nicht alle sind begeistert von dieser neuen Attraktion. Einige betrachten das Objekt als gefährlich und fordern seine Entfernung.
Während die Welt über das Ding streitet, verschwindet es genauso plötzlich und unauffällig, wie es aufgetaucht ist. Nun scheint die Welt wieder wie zuvor zu sein, doch aus vier Fremden wurden Freunde.


Die Geschichte regt zum Nachdenken an und bietet Raum für persönliche Reflexion. Mir gefällt die feinfühlige, ja schon poetische Art, wie Simon Puttock erzählt. 


Die zauberhaften Illustrationen von Daniel Egnéus untermalen dieses Bilderbuch perfekt. Durch ihre interessanten grafischen Elemente und die liebevoll gezeichneten Tiere machen sie es zu einem ganz besonderen und einzigartigen Werk.

Cover des Buches Das Dings (ISBN: 9783551522078)
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Rezension zu "Das Dings" von Simon Puttock

CorniHolmes
Ein zauberhaftes Bilderbuch

4,5 Sterne

Bei diesem Bilderbuch war es bei mir Coverliebe auf den ersten Blick. Da mich Klappentext ebenfalls sofort ansprach, war schnell klar war, dass ich das Dings kennenlernen möchte.

Eines Tages ist ein merkwürdiges Dings plötzlich da und liegt genau dort wo es hingeplumpst ist, ohne sich zu rühren oder einen Mucks von sich zu geben. Vier Jemande, die sich vorher noch nie begegnet waren, finden dieses undefinierbare Objekt und bestaunen es fasziniert. Keiner von ihnen weiß, was es ist oder was es macht, sie sind sich aber einig, dass es wunderschön ist. Da Brummel findet, dass es einsam wirkt, schlägt Romp spontan vor, ihm Gesellschaft zu leisten. Die Vier legen sich neben das Dings und beginnen am nächsten Morgen weiter zu rätseln, was ihre Entdeckung wohl sein könnte. Es hat sich über Nacht nicht verändert, liegt immer noch bewegungslos und still da. Da Flick, Purzel, Brummel, Romp weiterhin ratlos sind, beschließen sie dem Dings erst einmal ein Schutzdach zu bauen. Das Ganze bleibt natürlich nicht unbemerkt. Immer mehr Neugierige finden sich ein und machen das Dings zu einer richtigen Attraktion. Bald geht es zu wie auf einem Rummel; Würstchenbuden, Hamburgerstände und Tische mit Souvenirs werden aufgestellt, sogar in den Medien wird über das Dings berichtet. Doch nicht alle freuen sich über diese neue Touristensensation. Manche verurteilen das Dings, finden es gefährlich und meinen, dass es weg muss. Während sich die Leute überall auf der Welt über das Dings streiten, verschwindet dieses ganz unauffällig, „entplumpst“ genauso plötzlich wie es gekommen ist. Mit dem Jahrmarkt ist es jäh vorbei, doch es ist nicht alles genau wie früher. Flick, Purzel, Brummel, Romp sind nun Freunde und gehen mit dem Versprechen auseinander, sich eines Tages wiederzutreffen.

Was für ein ungewöhnliches, feinsinniges und inspirierendes Bilderbuch. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass sich es bei „Das Dings“ um eine sehr facettenreiche Geschichte handelt, aber dass sie so tiefgründig ist, hätte ich dann irgendwie doch nicht erwartet. Simon Puttock und Daniel Egneus haben mit ihrem Gemeinschaftswerk etwas Besonderes erschaffen, ein sehr wichtiges Buch, das eine Menge Stoff zum Philosophieren und Miteinanderreden bietet.

Mit wenigen Worten und auf eine nachdenklich stimmende Weise erzählt Simon Puttock die Geschichte von diesem sonderbaren Dings, das eines Tages ganz plötzlich da ist und sehr unterschiedlich von der Gesellschaft aufgenommen wird. Vier völlig ungleiche tierische Wesen, die es als erstes entdecken, begegnen diesem fremden Etwas aufmerksam, freundlich und mutig, respektieren und umsorgen es. Unter den späteren Schaulustigen zeigen sich manche ebenfalls interessiert, sind zugleich aber auch vorsichtig und halten Abstand. Und dann gibt es noch die Skeptiker, die das Dings aus Angst vor dem Fremdartigen ablehnen und als gefährlich bezeichnen und gar nicht erst den Versuch unternehmen, es kennenzulernen.
Die verschiedenen Sichtweisen und Reaktionen, die das Dings unter den Tieren hervorruft, dieses Bilden von Gemeinschaften und teils ziemlich ablehnende Verhalten, erleben wir nur zu oft auch im echten Leben. Junge Kinder kennen so etwas vermutlich bisher eher weniger, aber die Botschaft wird auch für sie verständlich sein. Dieses Buch wirbt für Toleranz und Akzeptanz und zeigt, wie wichtig Neugier und Offenheit für das Unbekannte ist.

Toll ist auch, wie viel Raum die Erzählung für eigene Gedanken lässt. Wie die Figuren in dem Buch, so fragt man sich auch als Leser*in und Zuhörer*in, was es mit diesem Dings eigentlich auf sich hat. Was genau ist es? Wo kommt es her? Gehört es jemanden? Und warum ist es auf einmal wieder verschwunden? Aber nicht nur speziell auf das Dings bezogen liefert die Geschichte viel Spekulations- und Diskussionsmaterial – allgemein beginnt man zu grübeln: Was machen unerwartete Situationen mit uns? Wie reagieren wir selbst, wenn wir auf etwas Unbekanntes stoßen? Helfen wir einer Person, die wir nicht kennen und nicht verstehen? Sind wir freundlich zu ihr? Und wie wirkt sich unser Verhalten auf andere aus?

Um was es sich bei dem Dings handelt, wird nicht geklärt, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Es geht um die vier Jemande, um Flick, Purzel, Brummel, Romp, die durch das Dings zusammengeführt werden. Die anfangs Fremde sind und am Ende Freunde. Der Schluss zeigt somit sehr schön, dass es sich lohnt, offen und neugierig für Neues zu sein, dass unvorhergesehene Momente und gemeinsame Erlebnisse unser Leben sehr bereichern können.

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist das Buch in meinen Augen gut geeignet. Die kurzen Sätze wurden liebevoll von Fabienne Pfeiffer übersetzt und lassen sich angenehm vortragen und dass ein bestimmter Satz öfters wiederholt wird, wird bei den jungen Zuhörer*innen garantiert gut ankommen – so etwas macht den Kleinen immer Spaß.

Genauso kreativ und zauberhaft wie der Text ist auch die fröhlich-bunte Bildwelt, die der schwedische Illustrator Daniel Egnéus geschaffen hat. Mit wunderschönen zarten Farben und teils ziemlich witzigen Details untermalt er das Erzählte gekonnt. Mich persönlich hat nur das Aussehen des Dings ein wenig irritiert, da es etwas an einen Micky Maus-Kopf erinnert, aber abgesehen davon mochte ich die Zeichnungen sehr. Egnéus abstrakter Stil ist wirklich einzigartig und irgendwie auch magisch und passt perfekt zu dieser besonderen Geschichte.

Fazit: „Das Dings“, geschrieben von Simon Puttock und illustriert von Daniel Egnéus, ist eine poetische, tiefsinnige und fantasievolle Geschichte über den Umgang mit unerwarteten Situationen und fremdartigen Dingen, über Mitgefühl, Offenheit und unverhoffte Freundschaften. Es ist ein außergewöhnliches und wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt und große und kleine Leser*innen ab 4 Jahren mit vielen ausdrucksstarken Illustrationen verzaubert. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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