Simon Singh Big Bang

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Inhaltsangabe zu „Big Bang“ von Simon Singh

Wie enstand die Welt?

Seit der englische Erzbischof James Ussher im 17. Jahrhundert steif und fest behauptete, die Welt sei haargenau am 22. Oktober 4004 vor Christus entstanden, haben sich die Meinungen ein bisschen geändert. Für die Entstehung des Universums steht heute die Theorie vom Urknall, dem Big Bang, wie ihn der große Physiker Fred Hoyle nannte, der seinerseits gar nichts dafür übrig hatte. Simon Singh führt ein in die Geheimnisse dieser Theorie. Dabei erklärt er nicht nur die Entstehung der Welt, sondern auch den Zusammenhang von Raum, Materie und Zeit. Er stellt die Frage, warum manche Theorien sich durchsetzen und andere nicht. Wie funktioniert diese Suche nach Wahrheit? Oft genug ist sie in der Wissenschaft ein leidenschaftlicher Kampf der Protagonisten. In diesem Buch ist sie ein außergewöhnliches Lesevergnügen.

Singh erklärt hochkomplizierte astronomische Theorien unterhaltsam, anschaulich und einprägsam.

— Mario_Veraguth

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  • Rezension zu "Big Bang" von Simon Singh

    Big Bang

    Mario_Veraguth

    08. October 2014 um 21:43

    Eine Sternenfahrt durch die letzten zweieinhalb Jahrtausende astronomischer Erkenntnisse nimmt ihren Anfang in den Mythen und Legenden verschiedener Hochkulturen, streift griechische Astronomen und die ketzerischen Gedanken eines Kepler, um das Hauptaugenmerk immer näher zur Gegenwart und dem 19. und 20. Jahrhundert hin zu verlagern. Die Leichtigkeit und der Humor, mit dem Singh durch die, mit amüsanten Zitaten eröffneten Kapitel führt, treffen einen bei wissenschaftlich doch recht deftiger Kost umso unerwarteter und erfreulicher. Es mindert den Spaß auch nicht im geringsten, dass man vorab immer weiß, wer das Rennen der konkurrierenden Allerklärungsthesen gewinnen wird. Allein welch Modelle entworfen, zur Lehrmeinung erhoben und wieder gestürzt worden sind, würde Stoff für mehr als ein Buch liefern. Mit welchen Argumenten und Schlussfolgerungen die jeweiligen Verfechter einer Hypothese die jeweilige Wahrheit zu untermauern trachteten mutet mitunter bizarr an, wenn man sich den momentanen Stand der Forschung mit schwarzen Löchern, dunkler Materie, Stringtheorie, Quantenschaum und Konsorten jedoch aus den Augenwinkeln betrachtet, erscheinen sie beinahe harmlos, unschuldig und nachvollziehbar. In manchen Fällen kann man vom Glück des Thesenvaters sprechen, dass sich eine der jeweils unvorstellbaren Theorien im Nachhinein als richtig erwiesen hat, ohne dass man der Schlussfolgerung des jeweiligen Wissenschaftlers einen Denkfehler anlasten könnte. Es war schlichtweg das Glück oder Pech die richtige oder falsche Idee mit einem mehr oder minder logisch nachvollziehbaren Gedankengebäude untermauern zu können, ob es danach in sich zusammenbrach oder sich Jünger darum scharten, war Schicksal. Und schillernde und skurrile Figuren waren sie allemal, die Wissenschaftler damals und wahrscheinlich auch heute. Gerade diese Zurschaustellung der Menschlichkeit samt privater Anekdoten diverser Geistesgrößen lockert durch zum Schmunzeln anregende Macken und Eigenheiten die Lektüre auf und demontiert teilweise auch das hohe Ansehen mancher Koryphäen. Man mag wissenschaftlich genial gewesen sein, aber menschlich blieb man mitunter doch ein Misanthrop. Was zu den jeweiligen Zeiten eines Newtons, Einsteins, , Hubbles, Galileis, Brahes oder Kopernikus bizarr und unerklärlich anmutete, kann man genau so gut auch auf unsere heutige, peinlicherweise noch immer in den Kinderschuhen steckende Erkenntnis über die wirkliche Beschaffenheit all der stroboskopisch funkelnden Lichter am Nachthimmel ummünzen. So wie nur Bruchstücke des Himmels überhaupt erst betrachtet, kartographiert und interpretiert worden sind, von Erforschung oder Verständnis gar nicht erst zu sprechen, so sind die Blicke in die tiefere Beschaffenheit noch rarer und in ihrem Richtigkeitsgehalt unsicherer. In vielerlei Hinsicht werden entweder Theorien entwickelt, die daraus resultieren, dass man die Wirkung von etwas Unbekanntem auf bekannte Phänomene, wie etwa Schwerkraft oder Licht, als Erklärung für selbiges heranzieht. Oder es ergeben sich zufällige Betrachtungen von kosmischen Ereignissen, die jeglicher physikalischen Ordnung widersprechen und bis auf weiteres unter dem Vermerk der Unerklärlichkeit abgeheftet werden müssen. So ist es doch amüsant zu wissen, dass es immer den einen oder anderen Wissenschaftler geben wird, der die endgültige Allformel oder die universelle Erklärungstheorie in petto zu haben glaubt, sei es vor Jahrtausenden, in der Gegenwart oder ferner Zukunft. Egal in welcher Epoche, allein des Unterhaltungs- und Erkenntniswertes wegen ist diesen Kämpfern an der vordersten Front des Verstehens Respekt zu zollen. Und einer von Ihnen wird immer recht haben, was einen Nanometer Fortschritt im Verständnis der unendlichen und herrlichen Komplexität um, in und über uns ermöglicht.

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  • Rezension zu "Big Bang" von Simon Singh

    Big Bang

    King_SaGo

    15. April 2009 um 20:34

    Durch und durch ein faszinierendes Buch. Für mich als Hobby - Astronom war es eine spannende und fesselnde Lektüre. Natürlich sollte man einen Bestimmten Grad an fachlichem Grundwissen mitbringen. Der absolute Anfänger, welcher noch nie etwas über Astronomie gelesen/gehört hat, kann damit nur bedingt etwas anfangen. Aber wer kauft schon ein Buch über ein Thema, welches ihn gar nicht interessiert. Doch ist es kein reines Sachbuch, sondern viel mehr ein populistisches Astronomiebuch. Der Autor dürfte sich lange mit dem Thema beschäftigt haben, denn so viel Wissen, gekonnt komprimiert und verpackt in ein Buch, habe ich selten gesehen. Er schreibt über die allerersten Anfänge der Astronomie, und kommt danach auf alles Wichtige zu sprechen, das die Astronomie zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Er schreibt über Kepler, Einstein, Hubble, Hoyle, Gamow, und all jede die dazu beigetragen haben. Doch am wichtigsten ist natürlich die Theorie des Big Bang. Sie wird Schritt für Schritt erklärt und stellt sich dabei der Konkurrenz, sowie den Kritikern des Modells. Bis zu dem Punkt an dem bewiesen wird, dass der Big Bang wirklich stattgefunden haben muss. Ein phantastisches Buch.

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  • Rezension zu "Big Bang" von Klaus Fritz

    Big Bang

    Kaivai

    28. June 2007 um 20:48

    Im Jahr 1950 sprach der britische Astrophysiker Fred Hoyle in einer Radiosendung in einem verächtlichen Tonfall das Wort "Big Bang" aus. Hoyle hielt nichts von diesem Urknall, den Ralph Alpher, George Gamov und andere Physiker favorisierten. Hoyle vertrat das Steady-State-Modell, nach dem das Universum ewig und unveränderlich ist und neue Galaxien inmitten alter geboren werden. Welche ist die wahre Schöpfungsgeschichte der Moderne? Jahrzehntelang blieb dies unklar. Erst als Penzias und Wilson 1964 die (von Alpher und Gamov 1948 vorhergesagte) kosmische Hintergrundstrahlung (Radiostrahlung aus der Urzeit des Universums) entdeckten und endgültig als am 23.4.1992 die Ergebnisse der Auswertungen des COBE Satelliten in einer Pressekonferenz verkündet wurden, die besagten, daß die kosmische Hintergrundstrahlung unregelmäßig verteilt ist (was wiederum besagt, daß die Bildung von Galaxien möglich war), erst da waren die Würfel gefallen. Unsere Welt hatte einen neuen Schöpfungsmythos. Mit dem Logo: Big Bang. Der Schöpfer des Wortes starb 2001. Bis in seinen Tod hinein konnte sich Fred Hoyle nicht mit dem Urknall anfreunden. Andere wiederum nicht mit seiner Wortschöpfung. 1992 diskutierten Calvin und Hobbes auf MTV über die Häßlichkeit des Wortungetüms >Big Bang<. Calvin schlug stattdessen "Horrendous Space Kablooie" (Schreckliches Weltraumratazong) vor. Tatsächlich gab es Kosmologen die den Big Bang zeitweilig HSK nannten. HahaSK! Wissenschaftsgeschichte kann lustig sein, wenn Simon Singh von ihr schreibt und sie ist in jedem Fall spannend, was jeder zu bestätigen weiß, der "Fermats letzter Satz" gelesen hat. Auch hier gelingt Singh wieder ein großer Wurf. Fesselnd beschreibt er das Ringen der Wissenschaft um die eigene Schöpfungsgeschichte und schön ist auch, daß er im Epilog diese Geschichte noch einbettet und ihr ein Gutenachtlied singt. Dies Lied handelt unter anderem von Calvin und Hobbes, aber auch vom Papst und ebenso vom Buch des britischen Astronomen Martin Rees mit dem Titel "Just Six Numbers". Darin beschreibt Rees, was wäre wenn sechs physikalische Konstanten anders wären als sie sind. Beispielsweise die starke Wechselwirkung, die 0,007 (James Bond läßt grüßen) beträgt. Rees beschreibt, was anders wäre, wenn die Konstanten anders wären und daß alle Lebendigkeit zum Teufel wäre, zum Zahlenteufel, wenn nicht all diese sechs Zahlen genauso sind wie sie sind. Hmm?! Aber das ist schon wieder ein anderes Buch. Dieses reicht erstmal. Denn es ist wirklich gut.

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