Simon Stålenhag

 4,4 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor von The Electric State, Tales from the Loop und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Simon Stålenhag

Simon Stålenhag (geboren 1984) ist schwedischer Autor, Künstler und Musiker. Berühmt geworden ist er mit seinen hyperrealistischen Bildern, die oft eine retrofuturistische Variante der schwedischen Landschaft zeigen. Der »Guardian« zählte sein Buch »Tales from the Loop« (neben Kafkas »Der Prozess« und Atwoods »Der Report der Magd«) zu den zehn besten Dystopien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Simon Stålenhag

Cover des Buches The Electric State (ISBN: 9783596703791)

The Electric State

 (19)
Erschienen am 23.10.2019
Cover des Buches Tales from the Loop (ISBN: 9783596704835)

Tales from the Loop

 (15)
Erschienen am 26.02.2020
Cover des Buches Things from the Flood (ISBN: 9783596704859)

Things from the Flood

 (3)
Erschienen am 24.03.2021
Cover des Buches Das Labyrinth (ISBN: 9783596706921)

Das Labyrinth

 (0)
Erscheint am 27.04.2022
Cover des Buches The Electric State (ISBN: 9781501181412)

The Electric State

 (2)
Erschienen am 25.09.2018
Cover des Buches Tales from the Loop (ISBN: 9789187222214)

Tales from the Loop

 (1)
Erschienen am 15.10.2015

Neue Rezensionen zu Simon Stålenhag

Cover des Buches Tales from the Loop (ISBN: 9783596704835)Kitty_Catinas avatar

Rezension zu "Tales from the Loop" von Simon Stålenhag

Das ist Kunst!
Kitty_Catinavor 5 Monaten

Angefangen mit dem Lesen und Anschauen von Büchern dieses Autors und Künstlers habe ich mit „The Electric State“ und war vor allem von seinen Bildern wahnsinnig begeistert. Und genauso ging es mir auch hiermit, dem ersten Band aus dem Loop-Universum und seinem ersten Werk.


Dieses besticht einmal mehr mit beeindruckenden fotorealistischen Bildern, bei welchen es aus der Ferne manchmal extrem schwer fällt, zu sehen, dass diese eigentlich gemalt sind. Dabei ist das Thema auch hier wieder eine futuristische Vergangenheit, angesiedelt in den achtziger Jahren in Schweden. Allerdings sind die Illustrationen bei weitem nicht so düster und melancholisch wie in „The Electric State“, aber dennoch nicht weniger eindrücklich und die Abbildungen von allerhand Gerätschaften, Maschinen und Robotern bestechen durch eine wahnsinnige Kreativität.


Der Text zu den einzelnen Bildern und Illustrationen ergibt hier keine durchgängige Geschichte, sondern besteht aus kurzen fiktionalen Anekdoten und Erinnerungen aus der Kindheit des Erzählers, wie er, Freunde und Bekannte das Leben rund um den Loop erlebt haben und welche Auswirkungen das auf ihr Leben hatte. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder die zahlreichen Maschinen und Abnormitäten, welche der Loop mit sich brachte. In diesem Sinne ergänzen sich die Illustrationen und die kurzen Geschichten einfach perfekt. Und obwohl die Erzählungen fiktional sind, wirken sie sehr realistisch, als wäre das alles wirklich so geschehen. Nur leider ist mir der Text oft auch ein bisschen zu technisch, wodurch er sich nicht so gut lesen lässt, wie ich eigentlich gedacht hatte.


Dennoch kann ich auch dieses Buch von Simon Stålenhag insgesamt einfach nur weiterempfehlen, denn es verbindet eindrucksvolle, fotorealistische und kreative Kunst mit interessanten Geschichten rund um ein Untergrundlabor, welches das Leben einer Vielzahl von Menschen beeinflusst. Damit verbunden erzeugt es eine wahnsinnig atmosphärische Stimmung, was nur wenige Bücher schaffen.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Tales from the Loop (ISBN: 9783596704835)derMichis avatar

Rezension zu "Tales from the Loop" von Simon Stålenhag

Wunderschön und seltsam
derMichivor 5 Monaten

... so lässt sich Stålenhags Stil am ehesten zusammenfassen. Wer schon mit "The Electric State" seine Freude hatte, findet hier genau die gleiche Mischung aus verträumten Realismus und einer bizarren Fremdartigkeit, jetzt aber in Schweden. Die Maschinen und Wesen dieser Welt sollten eigentlich wie Fremdkörper wirken, doch in den gemäldeartigen Illustrationen fügen sie sich ohne Probleme in die Gesamtoptik des Werks ein. Zudem sind die skandinavischen Wälder deutlich weniger "weggeguckt" als die üblichen postapokalyptischen Ruinen Amerikas, an Sogwirkung mangelt es dem Bildteil also schonmal nicht.

Der Untertitel führt streng genommen ein wenig in die Irre. Ein fortlaufende Romanhandlung ist kaum zu erkennen, eher behandeln die passend zu den Bildern verfassten Texte einzelne Ausrisse aus der fiktiven Kindheit des Autors, der einzige "Handlungsstrang" stellt das Älterwerden des Protagonisten dar. Mit dem Herauswachsen aus der Kindheit schwinden auch die Erinnerungen an den Loop, bis das Projekt schließlich eingestellt wird. Damit ist dieses Buch nicht nur eine wilde Fantasie, sondern auch eine dezent melancholische Hommage an die eigene Kindheit, in der Märchen, Monster und Maschinen nebeneinander existieren, aber auch das Schicksal der Altersgenossen eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Theoretisch könnte man in dieser faszinierenden Welt sowohl einen kompletten Roman als auch eine passende Graphic Novel ansiedel, die dem Retrofuturismus der Achtziger noch ausführlicher huldigt, als es die Bilder ohnehin schon tun. Man sollte beiden Genres gegenüber aufgeschlossen sein, um dieses Werk zu genießen, denn am Ende ergänzen sich Bild und Text derart, dass das eine oder das andere kaum vorstellbar ist.

Originaltitel: "Ur Varselklotet"
Bonusmaterial: großformatige Landkarten im Vor- und Nachsatz

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Things from the Flood (ISBN: 9783596704859)CocuriRubys avatar

Rezension zu "Things from the Flood" von Simon Stålenhag

Atmosphärisch und Vielschichtig
CocuriRubyvor 7 Monaten

Das ist der Folgeband zu „Tales from the Loop“ und ist natürlich ebenfalls ein illustrierter Roman.

Bereits beim ersten Teil war ich schockverliebt in die Illustrationen und diese Liebe hält bis heute an.


Nach meiner Einschätzung sind es digitale Bilder, die im Stile von Öl-Kreise gemalt wurden. Vor allem sind sie stimmungsvoll – sie transportieren die Atmosphäre, die einen immer irgendwie auf der Hut sein lässt, etwas ungutes erahnen lassen.


Die Aufmachung ist toll, schon allein das Papier ist sehr hochwertig und dick, die Farben brillieren und sind ausdrucksstark.


Die Geschichte selbst erzählt vordergründig die Kindheits- bis Jugenderinnerungen des Erzählers, einer futuristischen Version der 90er einer schwedischen Insel, nach der Ära des Loops.

Ich muss sagen, dass mir dort die klassischen schwedischen Elemente zu stark durchkamen, weil ich die schlicht nicht mag – ist nicht meine Mentalität und kann der nicht viel gutes abgewinnen (jedenfalls nicht in der Literatur).


Es wird aber auch noch eine weitere Geschichte erzählt. Diese jedoch nicht direkt, sondern durch den Kontext, zwischen den Zeilen, Andeutungen oder durch die Bilder.

Darin wird letztlich eine Uralte Cyber/Digital-Philosophische Frage aufgegriffen, nämlich: Können künstliche Intelligenzen ein Bewusstsein, eine Kultur entwickeln? Können sie anfangen zu „Leben“ - hier wird tatsächlich die Verschmelzung von Maschine und Biologie aufgegriffen – und vor allem, was dann? Wie würde die Menschen darauf reagieren?


Ich bin insgesamt wieder hochgradig begeistert von dem Werk des Autors. Das ist ein Buch, was dem Leser herausfordert, die Fantasie anregt und einen einlädt hinter die Fassade zu blicken.


Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 39 Bibliotheken

von 14 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks