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simonstiegler

vor 2 Jahren

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Hallo liebe LeserInnen,
sammelt euch zur Leserunde von Kuscheldeckeboutique! Bis zum 30.11.2015!!

Euer Simon Stiegler

PS: die neuen Bücher FLORIN, MORD mit neun Leichen und MORD Teil 2 sind auf Amazon erhältlich!!

Autor: Simon Stiegler
Buch: Kuscheldeckeboutique

hundeliebhaber

vor 2 Jahren

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Ich lande sehr gern im Lostopf.

andymichihelli

vor 2 Jahren

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Der Titel hat mich angelockt. Ich bewerbe mit großer Vorfreude bei der Leserunde.

simonstiegler

vor 2 Jahren

Beginn

HIer gibt es den Anfang von KUSCHELDECKEBOUTIQUE zu lesen. Lest euch fleissig ein und beginnt darüber nachzudenken, was die ersten Zeilen wohl aussagen wollen. Hier der Link:

http://www.amazon.de/Kuscheldeckeboutique-Die-Geschichte-von-Freunden/dp/3854387997/ref=asap_bc?ie=UTF8

Danke!
Schaut auch nach meinen anderen Büchern, die ich veröffentlicht habe.

Es grüßt euch sonnig
Simon Stiegler

britta70

vor 2 Jahren

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Ich habe mir gerade mal die Buchbeschreibung angesehen und fühle mich von der Geschichte sehr angesprochen. Sehr gerne würde ich die Geschichte von Freunden lesen und hüpfen daher in den Lostopf.

SaintGermain

vor 2 Jahren

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Klingt interessant, würde ich gerne lesen

Archimedes

vor 2 Jahren

Toller Titel, wie kommt man denn darauf? Also ich würde gerne mehr lesen, bin dabei!

Diana182

vor 2 Jahren

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Ich möchte auch sehr gerne mein Glück versuchen und würde mich freuen, an der leserunde teilnehmen zu können :)

Liebe grüße und einen schönen 1. Advent

simonstiegler

vor 2 Jahren

Zu Leserunde Kuscheldeckeboutique

Autor: Simon Stiegler

simonstiegler

vor 2 Jahren

@simonstiegler

sollten bis zu 50 Teilnehmer sein, sonst lohnt es sich nicht :)

simonstiegler

vor 2 Jahren

Lest hier ein paar Seiten von meinem BUCH DIPLOMATENCHAOS aus der ersten Rohfassung. Neu veröffentlicht könnt ihr es wie Kuscheldeckeboutique und weitere Bücher von mir auf z.B. amazon erhalten. Sucht einfach nach mir.
Grüße euch!
Simon Stiegler

Autor: Simon Stiegler
Buch: Diplomatenchaos

simonstiegler

vor 2 Jahren

LESERUNDE ZU KUSCHELDECKEBOUTQUE: Beschreibe was du gelesen hast, diskutiere die Geschichte und schreibe mir eine Zusammenfassung deiner Eindrücke. Was ist besonders hervorzuheben?

Hier ein großer Ausschnitt aus dem Buch KUSCHELDECKEBOUTIQUE von Simon Stiegler. Schaue auch seine anderen Werke auf z.B. Amazon an ;)


Stilvoll im Bett, die Decke halb über dem Körper gerollt und die Köstlichkeit meiner selbst zieht sich in die Höhe, noch einige Sekunden werde ich so verharren, mich aus dem Dung der Wärme befreien und warum war es so, dass es immer wieder eine Prozedur darstellte, was eigentlich nicht stimmte, sondern ein Ausdruck der Liebe zu der warmen Umgebung war. Florin die Dame des Unterbewusstsein, sie promovierte an der Universität für Geistes- und Naturwissen-schaften in Flensburg und beendete in den nächsten zwei Wochen ihr Psychologiestudium, könnte dann wieder Zeit haben und mich in die nah gelegene Boutique einladen, die Straße entlang schlendern, ein wenig verschmitzt dreinschauen und in der Menge abtauchen, um dann im Café die hölzernen Bambus-stühle zu erblicken, die an eine Zeit in Hawai erin-nerten, um einen Mokkakaffe zu trinken und als bald in der Ruhe der Nacht, die dreispurige Straße zum Kino entlang laufen zu können.
Nur aber weil Sonntag war, die Boutique eigentlich geschlossen hatte, und die meisten Menschen freudig drein schauten. Selbst die Enten schon Pause vom Getümmel hatten, die Straßenbahn einen anderen Rhythmus in sich trug, so würde auch das Eis, die zuvorige Kaffeezufuhr noch besser schmecken. Eigentlich will ich mir sowas doch nicht vorstellen, hatte doch nicht mal annähernd etwas damit zu tun wie man die Dinge normalerweise plant oder sieht, wie auch immer, völlig egal jetzt. Der Schwall, das sanfte Auftreten mit den hohen Schuhen, die Präsentation der Persönlichkeit in einem gediegenen Jacket – alles war sowieso ganz anders.
Die Stadt würde an einem windigen Abend die sanften Knospen der Bäume in die Nase zierbeln, die Brücke wäre passiert, der Zöllner im echten Leben ein Passant und der Turm hätte nur einen beiläufige Handlungsebene. Das hatte nichts mit Geschichte zu tun, aber eine Idee von einem Schauspiel sofort in der Sekunde als es passiert. Alle würden schauen, der Mittelpunkt wäre gesichert und der Stolz könnte die Frucht vor sich hertragen, wenn wir es genießen könnten, welch eine Unterstellung, denn es konnte doch leider nicht so sein, die Zeit würde fehlen.
Lieber lasse ich es doch nicht sofort darauf ankom-men, entspanne meinen Körper doch ein Letztes Mal, ziehe die Decke nun ganz über meinen Körper und verweile einen weiteren Blick an die Decke, erkläre nichts, denke nichts, schaue einfach so nach oben, erkunde die Strukturen und spüre wie die Wärme sich in mir den Weg bereitet, das sich so mollig warm, fantastisch gut, und sicherlich in einer Form eines atemberaubenden Erlebnis steht. Morgen ist Freitag, ein Tag nach Donnerstag, wie schade, und doch hat es einen festen Rahmen. Nicht jeder könnte einfach so die Zeit vergessen, die Uhr einmal vor und ein anderes Mal wieder zurück drehen, alles aber nur, weil die Selbst-lüge existieren muss. Freitag, ein Tag der Fantasie, bunte Lampignons, Menschen, ein Karusell und die schöne alte Schiffschaukel, wieder voll daneben. Eigentlich war Freitag Ruhetag, morgens Toast, mittag Sekt und abends feiern, so einfach konnte das Leben sein, doch wie immer war dies nur an einen Normal-ität geknüpft, die so nicht in dem Tag erlebbar sein durfte, denn das Hupen würde wieder hallen. Noch drei Stunden bis zum Abflug, wups und schon fiel die emporragende Hand auf den Bauch, bum, da lag sie nun zeichnete die Struktur in die Decke und der Arzt der mir den Verband angelegt hatte, konnte mit seinen lockigen schwarzen Haaren, der kleinen Stupfnase und der ausstrahlenden Gedankenaustauschs sofort punk-ten, löste in mir das herrliche Gefühl aus doch noch von irgendjemand verstanden zu werden und verursachte eine leichte Gänsehaut, die sich über den Hals bis in die Haarspitzen zog. Ob dies nun ein Symptom sei, ob dies jetzt dazugehörte zum Gipsarm den man alsgleich von den Qualen des Abschnürens der Arterie sofort wieder gedanklich entfernt hatte.
Wie die Dompteure einer vergangenen Zirkuszeit hüpfte ich auf, sah mich im Spiegel vorbei huschen und lachte kurz vor mich hin. Heute wird ein besserer Tag, schnell noch die neue Hose anziehen, etwas Puder, verdammt, warum sitzen die Haare nach dem Liegen immer so wie sie eigentlich gehörten und wieso wollte es immer wieder so sein, das es verändert wurde. Ein wenig Wasser über die Hände, die Schlappen gleich angezogen und schon pollderte die Treppe, die den steinigen Untergrund fühlbar machte.
Viertel vor drei, fünf Minuten bis zur Ankunft, etwas frischen Orangensaft in das Glas, eine Runde durch das Haus gerannt und schon stand ich vor dem großen Glas, dass die Fensterfront zum Garten hin begrenzte. Blickte hinaus, schaute umher, hatte mich verhaspelt und konnte es nun sehen, eine kleine Blindschleiche schlängelte sich ungefähr drei Meter vor den Augen im Gras durch die noch klame Umgebung, kein Vogel war sichtbar, der eine Gefahr hätte darstellen können und doch war es wie ein eindrückliches Bild das die Erdan-ziehungskraft sofort auf die meinige Füße sich über-tragen hätte. Neugierig und sanft die Türe geöffnet, ein Blick und der Weg zum Kompost hatte ihre Spur in das Gras gelegt, offenbar war dort ihr Nest konnte sich einkuscheln, einschlängeln sich hinlegen und abwart-en, ruhen, schlafen und verharren, so war das mit den Höhlentieren einer alten Zeit, die nach den Über-lieferungen der Kirche einst mit Beinen auf die Erde gekommen waren, so wie es Sinn machte dass blonde Frauen immer als Sexsüchtig eingestuft wurden. Jedenfalls erschwallte schon der Geruch des frischen, klamen Gras wie wenn sich eine Erde darstellte, die in einer ökologischen Nische jetzt frei atmen würde, brünstete ihr Angesicht auf die Terasse und ich hatte es in meinen Bauch gesogen, literarisch völlig daneben und meinem neuen Vorhaben völlig im Wege, denn schon in der nächsten Stunde sollte ich den Kamin angezündet haben, die Kerzen auf dem Boden platziert, nicht so dass sie völlig strukturiert da liegen würden, sondern einfach aus einem Zufall heraus. Der Duft des Feuers hatte den Raum erleuchtet, die Sekunde glitt in eine Phase der scheinbaren Aufgelöstheit dahin, die Zeit hatte sich verloren, die Gegenwart war da und zugleich völlig fern, hatte den Anblick einer stillen Freude nun meine ganze Umgebung gelegt, strotzte vor anmutenden Gedanken, setzte sich, kam vom Himmel herab, so wie wenn der Morgendunst empor stieg und ein Eisvogel in ein kühles Wasser sprang um seine Nahrung in seinem spindelförmigen Schnabel zu trans-ferieren. Er würde klingeln, hätte ein Blumenstrauß in der Hand und würde sich niederknien, sich entschul-digen und sofort die oberen Knöpfe seines Hemdes aufknöpfen, sich hinlegen und beginnen ein Lied zu singen. Doch leider war dies ein Irrglaube. Ich musste alleine im Wohnzimmer sitzen, hatte die kalten Fließen jetzt auf der Haut gespürt und sank nun auf den Boden nieder. Dennoch, das Feuer züngelte die Flammen in die Höhe, ein kühler Moment eines Erdentanz, der die rühmliche Form eines ersten Gleiten in die Ferne eingeleitet hatte.
Die Dimension hatte nun Einhalt mit meiner Erden-gestalt gehalten, verflüchtete sich einen Moment, trat über und konnte mich tansferieren, so wie es den Cha-mäleons der Wüsten gleichkam, wenn sie ihre Farben wechselten, in Zeitlupe fortschritten und sich in der Szene erschöpften.
Jetzt wurde ich gestört, mal wieder, aber auch nütz-lich, denn die schöne Türe am Ende des Flurs hatte es in sich, jedesmal flackerten die Bilder einer Einbaus-zene mit kräftigen Männern an meinem Kopf vorbei, verflüchteten sich alsbald in eine kleine Sehnsucht und schon war die Frische über die Haare geweht. Jetzt da es anders nicht möglich war ging der Weg zum neuen Skoda, der dunkelrot vor sich hinglänzte, noch nach frischen Werkseinstellungen roch, den noblen Blick schärfte, und über die mit Kieslsteinen bedeckten Aus-fahrt sanft voran fuhr. Die Linkskurve vorbei an dem über neunzig Grad angelegten Busch, dem großen Kastanienbaum, der schon seit über zwei Generationen in dem Garten gestanden haben musste, nach vorne in Richtung der Einkaufszone, vorbei am Wallmart, Real, dem kleinen Tabakladen an der Ecke, der noch die alten runden Stufen einer kitschigen Zeit für sich verbuchen konnte, links ein Hof voller Grabsteinen, einem langen Zaun, zwei große Säulen, die am ehesten die Barockzeit in die Straße verankern konnte und so in der Tradition der alten Geschichte der vergangenen Zeit stand. Ein stolzer Pudel lief ohne Ablenkung mit einer Frau über den Zebrastreifen, Fahrräder flitzten in die Seitenstraßen, ein alter bärtiger Mann hatte in seiner nahgelegenen Werkstatt soeben ein Schild aufgebaut, das den Verkauf seiner neuen Digeridoos, den renovierten Klavieren und Möbelstücken aus den Zwanzigern bewarb. Für das neue Café hatte ich nun mein Blick in die Ferne gerichtet, musste stark bremsen, weil eine Katze über die Straße huschte, konnte schon lange dort sein, doch das Pedal wollte sich nicht vollends durchdrücken. Eigentlich scheinte doch die Sonne, eigentlich spielte doch das Radio die neusten Hits einer Zeit die im Flow der Wirtschaft die Zahlen miteinander kombinierten.
Sicher würde Giesbert wie er mit Spitznamen hies, schon in seinem Garten sitzen, die Zeitung breit aufgeschlagen über seinem Kopf hängen lassen und Kaffee vorbereitet haben, wenn Gretchen dann noch nach ihrem Tanzauftritt vorbei schauen würde, den neusten Style präsentierte und voller Energie an unseren Seelen zupfte, dann konnte es nur ein guter Nachmittag werden. Im Fernseher lief sowieso nichts Interessantes, die Zeitschriften waren alle schon durchgestöbert -
alleine Kaffee trinken machte keinen Spaß
und so würde es nur noch witzig sein kurz am Feld zu halten, die neusten Tulpen zu zupfen, etwas Grün dazugeben und den Rasen damit zu verschönern, ziem-lich übertrieben, nicht im Verhältnis zur eigentlichen Einstellung zum 'Verschwendertum', doch manche Dinge waren nötig geworden. Im Uraub in Holland als die Flackschiffe das Eyselmeer hinabglitten, hatte die Sonne den Wind vertreiben, die Wunder auf die Gassen gedrückt, so dass die Menschen wie Künstler erschien-en und die Tiere schon im Paradies waren, doch alles nur ein Traum, den anmutenden Schritt auf das alte Eichenholz, das Übersetzen in den Kanal, die weite Frische durch die Nase gezogen hatten die Idee geweckt mit den anderen einen fortschreitenden Ge-danken zu entwickeln, ein Projekt in Miniatur, eine kleine Anreiung für die Interessierten einer Kultur, die auf dem Brauchtum der alten Seefahrer fußte. Schon um die Mittagszeit waren die Shops überflutet, die Menschen schnell zu Fuß, die Schiffanlegestelle brach an das Land angesetzt und die Erinnerung an das Ge-sehene so fest in sich verwoben, wie es auch nicht anders sein konnte, wenn die Insel wie aus einer Zauberhand heraus am Horizont erschienen war, die Schafe in einer Herde noch ein Leben zeigte wie man es sich als Kind vorgestellt hatte, wenn die alten Siedler, Nomaden, Wanderer und Zauberer die Ländereien für ihr Leben in einer natürlichen Art nutzten, die Stein-hütte mit Fellen an der Innenseite bestückt hatten, das der Wind ihr Lager nicht erreichen konnte, das Feuer an der Außenstelle die Rauchzeichen in die Luft stei-gen lies und frischer Rauchfleischgeruch über die erst-en hundert Meter der Insel huschten. Zuvor gab es Linseneintopf in der alten Schiffskajüte, die Bank hatte schon die ein oder andere Zeichnung abbe-kommen und der bodenständige Tisch stand in der Mitte des gebogenen Beizimmers. Wie bei den Hobbits die Türen, so rundeten sich die Decken unter Deck ab, darüber befanden sich die Leitungen, die Reinigungs-vorrichtung und Tanks, eigentlich stilvoll gelöst und unnachgiebig glanzvoll in Anbetracht einer versüßten Zeit bei einer Windstärke über zehn auf offener See.
Der Gegenverkehr flitze vorbei, ein Oldtimer der ersten englischen Garde hatte sein Verdeck offen und tuckerte über die Alleenroute vorbei an den großen Steinen, die mit Moos bewachsen waren, meine Freun-din hatte sich in einem kollosale Situationsgeplänkel, einer gefühlten Nase voll Dreck und die verbitterte Sicht, es schon wieder nicht nach vorne gebracht zu haben, fast schon ergeben. Wenn die Sonne auch am Abend gescheint hätte, würde dies einer fluxierten Schweigeminute gleichkommen, wenn sie in diesem Zu-sammenhang nicht immer auf ihrer Couch flacken würde. Jeden Tag die selbe Scheiße, aufstehen, die dumme Göre antreiben und noch mal schnell mot-ivieren sich wenigstens die Zähne zu putzen.
Eigentlich war alles ganz anders, und es schien, als wäre die Situation nur herbeigeführt, als hätte jemand seine Finger mit im Spiel gehabt haben. In diesem Zu-sammenhang unhaltbar, und nicht mal anähernd richtig, wie konnte dies auch sein, die Abläufe waren zwar etwas starr, aber für den Rest gab es immer wieder eine gute Entschuldigung, nicht weil dies eine süße Komponente des Lebens war, sondern weil es so aussah als würde dies zum Erfolg letztendlich auch noch beitragen können. Wenn sie es mal endlich gelernt hätte, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, als immer nur hier rum zu sitzen, die Röhre zu be-tätigen und immerzu von der großen Liebe zu faseln. All dies trug nicht zu einem guten Leben bei, denn das Träumen konnten sich nur Wenige leisten. Wie auch, es waren Zeiten angebrochen, wo das Fleisch den Fisch verdränkt hatte, die Erbeeren nur noch am Bach gestohlen werden konnten und die Supermarktketten von seichten Umsätzen träumten, es schließlich egal war, wer das meiste Geld auf sich verbucht hatte, denn es schien egal zu sein, die Kette der Maschinerie hatte gefruchtet, hatte sich bewährt, war nimmer mehr in irgendeiner Weise in einem Verhältnis zu einem sozi-alen Gedanken, nach dem sie ursprünglich ihr Leben ausgerichtet hatte. Doch wie konnte es auch anders sein, ihre Wohnung wurde nun auch noch gekündigt, die Versicherung hatte sich erhöht und das Auto mus-ste auch mal wieder dringend zu den Schwarzarbeitern um die Ecke, gut das es sie gab, aber ein wenig hatte sie sich geschämt diese Dienste in Anspruch zu neh-men, worauf sie letztlich auch nicht stolz sein konnte, das wusste sie und sie merkte es immer öfter abends im Bett, wenn die Gedanken nur noch um die tatsäch-lichen Dinge des Lebens kreisten und sie immer wieder feststellen musste, dass auch diesen Monat die Kohle nicht mehr reichen würde, wie auch, sonst hätte sie auch etwas Schönes im Leben, könnte sich einen Ur-laub leisten, mal endlich wieder ordentlich Essen ge-hen und im nahgelegenen Park ein Buch lesen, ohne sich dabei zu schämen immer nur mit den Büchern ihrer Tochter anzukommen. Naja, sicher hatte sie in dieser Verzwickung der Lebensbereiche eine zu knaus-rige Meinung, und sie wusste, dass sie sich letztlich auf eine direkten und unnachgiebigen Lebenswandel ein-lassen musste. Eigentlich war dies schon lange in ihr-em Kopf, nur es war so schwer es umzusetzen, denn das Teilnehmen am eigenen Leben bedeutete letzlich auch die Front mit dem Ich zu suchen, es umzugestalt-en und in ein neues Licht zu transferieren. Techniken gab es dazu viele, schon oft hatte sie von mentalem Training, Kognitionsübungen und Ausdauersport gele-sen, aber die Tat, der innere eklige Schweinehund war letztlich nie in einem Verhältnis zur realistischen Be-trachtungsweise des Lebens.
Was hieß es auch am Schluß, war es nicht so, dass man darunter einfach einen Strudel der Gefühle ver-stand und das Defizit im Fehlen dieser verstand.
Wie war es eigentlich um sie bestellt, konnte sie wirklich die Frau sein, die sie tatsächlich war. Früher noch lief sie mit Nagelack an den Füßen durch die Fußgängerzone, platzierte sich in Mitten der meist gleichaltrigen Menschen und es ermöglichte ihr so, schnell Kontakt zu gleich Denkenden zu finden. Sie er-zählte immer von einer schönen Situation, damals als ein Jugendlicher auf sie zu kam. Er entsprang dem auf-geschlossenen Menschenflügel und hatte fast sympt-omatisch ein großes Herz für die Menschen. Jener hatte ihr auf eine charmante Art und Weise erklärt, dass sie noch dringend Unterstützer für ihr Schul-projekt brauchten, sie also nun auf der Stelle inter-viewt würde und danach eine Reflexion von ihrem Gesagten in die Kamera sprechen sollte. Dies würde einer Form der Selbstreflexion dienen, meinte der braungebrannte Junge, der im Leben sicherlich nach ihrer Vorstellung einmal gut da stehen würde, viele Frauen haben würde, und die Masse auf sich bündeln konnte, denn die spontane Art die er an sich hatte machte ihn sehr liebenswert und man roch förmlich den Ergeiz, wenn man ihn nicht in seinen Augen sah. Heimlich hatte sie sich auch immer einen Jungen gewünscht, einen richtigen Ausgleich zu ihrer Tochter, eine symbiotische Ergänzung beider Menschen, die ge-meinsam in einer Eintracht ihr Geschwister Sein ge-genseitig prägten, ohne dass die Erziehung den Haupt-part dazu übernahm. Er hatte damals begonnen und fragte, ob sie schon in jungen Jahren damit angefangen hätte sich für Jungen zu interessieren, die zweite Frage zielte auf ihr Kaufverhalten ab, das sie an den Tag legte wenn sie spontan entscheiden könnte was sie dann kaufen würde, eine fiese Frage, denn dann hätte sie einen riesengroßen Mohrenkopf in einer Sonder-anfertigung bestellt und auf dem Marktplatz mit einem überdimensionierten Messer aufgeschnitten, oder die Schatule mit ihren Ohrringen endlich vervollständigt und mal wieder eines der wohl duftensten Parfume eingekauft.
Der Junge verstand, brach ab und verschwand. Das war ihr eine Lehre, zu hart wie sie es immer noch vor sich sah, er konnte es ihr ansehen, was sie ungefähr gedacht haben musste und er meinte sicherlich, mit seinem schnellen Abbruch, dass er irgendetwas nicht adäquat zu ihrer eigentlichen Erscheinung war, dies konnte sie aber auch nie richtig beweisen, darum ging es auch nicht, aber es hatte so einen Touch, der sie kurz gestoßen hatte, die Binde von den Augen flattern lies und sie in eine andere Stufe des Denkens stellte.
Aus der heutigen Sicht waren ihre Gedanken dazu völlig inadäquat, sicherlich lag es daran, dass sie frisch nach ihrer Schwangerschaft noch einige Hormon-umstellungen über sich ergehen lassen musste und nicht so richtig wusste, was sie beruhren durfte und was nicht. Jetzt merkte sie aber, dass die heutige Sicht einen Fehler gehabt hatte, denn wie sollte es sein, dass sie damals falsch gedacht hatte, wenn im Nachhinein die Dinge irgendwie fast so wie vereinfacht vor sich hingeblätschert sind. Auch komisch und kaum zu er-klären, aber sicherlich war sie nicht die Erste die es getroffen hatte, sicher war sie nicht alleine mit ihrem Schiksal das sie in die Ecke drängte.
Jetzt war auf der Straße der Blick geschärft, schweifte über die weiten Wiesen, die sich kugelförmig über das Land zogen bis der Wald eine Grenze der Vegetation einleitete.
Sonntags war eigentlich alles immer anders, die Freude konnte überwiegen und die Seele baumelte antrainiert von Ast zu Ast, wer dies glaubte irrte gewaltig. Wie ein Räkeln in sich selbst rutschte es sich gut auf dem Sitz umher, hatte den bösen Buben ver-nascht, der soeben am Auto vorbeifuhr, turtelte nun schon am Strand mit den jungen Männern, die noch so richtg bumsen konnten, und das Rauschen der Wellen auf dem warmen Felsen fühlbar machten.
Bestimmt hatte er wieder die Flaschen einzeln auf dem Küchentisch gesammelt, würde bedrückt zu Kenntnis genommen haben, dass es sowieso keinen Sinn mehr hatte hier weiter alleine rumzusitzen, das konnte man bei einem netten Beisammensein später dann auf seiner Couch begleichen und wieder ein wenig Lebensdung in den Körper übertragen. Doch seine Affaire sollte davon nichts mitbekommen, hatten sie doch alles schon geplant, wickelte ihn mit ihren langen lockigen Haaren ein und zellebrierte die Lust auf Erden, was sie niemals halten konnte, denn sie rauchte die falschen Zigaretten, konnte nicht immer witzig sein und überhaupt ihre langen Kleider schweiften nicht im Rhythmus mit den Bewegungen ihrer Hüfte, zwar kon-nte man das nicht ernstlich ableiten aus einer einzigen Erblickung ihrer Ehrwürdigkeit auf dem Fest am Hafen, wo Gerald wieder einmal völlig im Schwall auf die Bühne gestürzt war und Werbung für seine neue Single machte, die Menschen anheitzte zu tanzen, indem er den Schlagzeuger animierte eine Einzelstück zu zellebrieren, bei dem er improvisierte und sein kühles Lachen über die Häupter der Menge darbot.
Auch an einem Sonntag, wie witzig, immer wieder sonntags oder hatte es damit zu tun, das nachts die Katzen Grau waren, sicher nicht, denn ein Umschwung bewies Stärke und Rumhüpfen war bei jedem Wetter erlaubt und tief drin war sowieso nie die gleiche Laier vorhanden, doch was ist passiert wenn die Badehose nicht über das Knie reichen würde, sich entledigen musste um im warmen Wasser der Badewanne im Freien den Garten wie im Film zu sehen und das Glas mit den Ananasstücken zu schlürfen. Paul würde von hinten kommen, eine Entführung planen, und niemals wieder loslassen, die Perfektheit einer Überraschung in die Idee der Grandiosität stellen und ihn als frischen Beichef einer mittelständischen Firma der Lebens-mittelindustrie etaplieren, zurecht weisen und zeigen was richtige Leidenschaft wäre, er würde hüpfen vor Freude, hätte die Jackentasche gefüllt mit Gummi-bären und würde wie der Hengst durch die Straßen ziehen, neue Menschen kennen lernen, sich etablieren und alles nur weil er mich meiner Fantasie entlockt hatte, mich ordentlich durchknallte und den Sinn in sein Leben einbläute. Die zweite Option war noch immer die süße Ärztin aus der nah gelegenen Praxis, sie hatte schon öfter einmal Andeutungen gemacht und würde sicher gerne auf einen kleinen Hausbesuch vorbei kommen um meine Haut vor neuen Unrein-heiten zu schützen, die Heilung bei mir vornehmen und die Dusche von dem Sprudelwasser, das sich auf die kleinen Mossaiken des Duschboden plätschernd wie in Zeitlupe über ihre Brustwarzen ergießen würden, und sie geschmacklich so gleich an den echten Geruch nach einer Dusche der Situation jetzt anbieten. Wilde schwarze Männer würden unsere Körper überfluten, Pete und seine Freundin würde vorbei schauen, würden sich die Zeit in der Küche versüßen, die Szene würde entgleiten und irgendjemand würde das Licht wieder anmachen, der Regisseur würde nochmals alles Drehen lassen und schon wäre es geschehen, dass die stille Sekunde wieder an den Wiederholungsmechanis-mus des Schönen gebunden war, ein Mechanismus konnte es nicht gewesen sein, die wunderbare Er-schwallung über die Szene wirkte in der Realität so schnell, und gerne wiederholend aufs Gemüt und war so wenig in Anbetracht einer Vorstellung, die noch früher existiert hatte.
Die Straße folgte nun einer langen Ebene, der Horizont kreiste das Geschehen ein und irgendwie war es dennoch fieß, dass meine Freundin so hart im Leben stand was der anderen nicht unbedingt so stand, denn Fanta und Cola, ein Bier, drei Äpfel und ein halber Hund, ein Witz aus einer witzigen Zeit in ihrer Jugend legten den Flow in ihr Leben. Etwas Farbe ein Früh-stücksei, ein wenig Pause und wieder Luft schnappen, sie liebte es gesund zu leben, hatte die Idee einer großen Wandlung, so wie wenn sie heute auf dem Leuchtturm stehen würde, hinabblicken würde, und schon im nächsten Moment auf einem rießen Platz stehen würde, die neusten Radieschen einkaufen könnte und sofort in ihrer Küche das Dinner für einen fabelhaften Abend zwischen ihren Liebschaften zu etablieren. Groß aufbäumen, klein hinknien, niemals sabbern und überhaupt was hieß hier Rhythmus? Ihn kann es geben, muss es aber nicht, wie soll es auch anders sein, der eine hats der andre bekommts, niemand kann es für sich involvieren, keiner hats gesehen und doch ist alles existent, nämlich dann, wenn der Schweif übergeordnet das ich längst erreicht hat und der Traum Wirklichkeit geworden ist, oder anders gesagt, es hatte damit zu tun, dass Fische auf der Butter existieren dürfen. Also Butter bei de Fische, etwas Quark, eine halbe Dose Makaronieeiersalat ohne Senf und endlich fertig.
Zwei Stunden Kniebeugen, einmal umsonst tanken, bitte sehr! So konnte das Leben locker sein, wenn man danach auch noch die Fünf Euro hier auf dem Parkplatz einfach so gefunden hatte.
Das jedoch, meinte sie, waren die Tagebucheinträge eines verschollenen Seemanns, der im richtigen Leben ein Polizist war. Öfter sprach er mit seinem Kollegen über die neusten Dinge des Lebens, grinste dabei, hüpfte anschließend in die Wanne und schnürgelte an seinem zottlig langem Bart und erinnerte sich natürlich an sie, wie sie wäre und er es sich vorstellte. Völlig romantisch normal natürlich – denn auf dem Gegenstück des Festlandes, einer Inselgegend hatte sie die Sehnsucht an den Horizont geschrieben, fünf Tage schon hatte sie ihre Wohnung nun auf Vordermann gebracht und noch immer schien es so zu sein, dass das Elend ihres Festes noch ein wenig nach hing. Jetzt dann aber doch in Neuseeland das türkisblaue Meer erblicken und eine Runde einen Drachen steigen lassen. Eine seltsame Sicht eines Landes das von den fantastisch vorkommenden Gegebenheiten der natür-lich angelegten Wunder der Erde strotzen konnte, die Freiheit noch existent war und kein einziger Mensch daran dachte, dass in Syrien die Bomben gegen das eigene Volk geblätschert waren. So sah sie in Gedanken den halbrunden Felsabkömmling einer Zeit, die schon aus der Urzeit der Menschen entstanden sein musste, da wo einst die Siedler über die Felder der Küsten Landbau betrieben hatte, dort fand man heute die wunderbaren Konstellationen, die man sich als Mensch wünschte einmal zu erblicken, denn das Fantastische, das unüberwindbare stetig Wachsende Gefühl der Gegend hatte eine grandiose tiefe Verbindung aus-gelöst, im Dort jetzt schweifen, einfach vor sich hin schwallen, niemals mehr zurück und so sachte der letzten Form der Energie entgegen zu kommen und es geschafft zu haben, dort sein Zelt aufzustellen, den Brutzeler in Flammen zu setzen und einen Tee zu trinken, die Sonne zu berühren, dem Horizont so nah wie ein Cowboy zu sein, und das Verharren einer Se-kunde in das Leben transferieren, so dass die wunder-bar, ursprünglich existenten Dinge in sich aufgesogen, der Realität ergeben Einhalt in ihr Herz gefunden haben und ein sanfter Stoß nun von weiter Ferne, eine stille Form des Lichts, das sie sanft in ihrem Traum berührt hatte, vollzog ihre vollkommen wahrlich breit angelegte Ergebenheit jetzt auf den Punkt einer Liebestranskription, die sie dem universalen Erleben, dem Einklang des Sein in der Form der Basis erlebbar machte. Wenn sie nun eine Grube hätte, so wäre das Feuer noch natürlicher, die Situation noch schöner und sie könnte sofort streben, alles sein lassen, verharren, dort sein und nimmer mehr wieder kommen, doch alles war nur im Kopf, alles war nur in ihrer Fantasie, nur aus einem einzelnen kleinen Bild abgeleitet, dass sie zufällig in der S-Bahn gesehen hatte als sie mal wieder Einkaufen fahren musste. Ein Express nach Hause, eine selbsgenerierte Eiermaschine, die Platz in einem Haus hätte, das in Ettagen angelegt wäre, so wie wenn der Bauerhof die Ebene des Himmels erblicken könnte und die Natur der Sonne so nah war wie selten zuvor. In Mitten ein alter großer Baum, eine Energie, die absolute Tat der großartigen Vernunft jetzt die richtige Bauweise in das Leben integriert zu haben. Ein kleines Kochfeuer würde auf der Terasse dauerhaft brennen, die Sekunden konnten verstreichen und niemand würde sich um ein Viereck noch scheeren. In einer lau-en Sommernacht, wenn die Gäste dann von weit ange-reist wären, sie ihre Kamele, den Ford und das goldene Fahrrad in die Logia gestellt hätte, wäre es eine Tat, wenn der Aufzug drei Meter fünfzig gewesen wäre. So wäre die Speise mit einem Kamel möglich, und man könnte sich abwechseln, wer nun an Tische saß und wer in der Höhe auf der Höhe seinen Abend verbrachte. Alles nur ein Traum, schon wieder – Ein Erdloch konnte es nicht gewesen sein, was hatte eine Arm-banduhr mit einem Seidenschal zu tun und überhaupt warum aßen alle Dosenfood, und lümmelten im Garten wie die Hasen in ihren Käfigen, konnte keiner mal den Anstand entwickeln endlich hoch hinaus zubauen um die Normalität zu etaplieren, denn es war nötig ge-worden in einer Zeit wo es nur noch den Drang der vollkommmenen Lüge gab. Was konnte man von einem Spiegel wissen, der die Annahmen einer Gesellschaft erdränkte und das Sein sehr genau erblicken lies? Die Deduktion selbst verlangte es, dass die Mittel anders wahrgenommen werden mussten, denn das Einhalten in eine Konstellation, die die Unnachgiebigkeit einer Seele symboliserte, hatte ihren Ursprung in einem Funken der Entrüstung, sicher einer Form des Auf-bäumen, einer gesichteteten Insel, die es gewillt war anders wahrzunehmen als es gültig war, das Extra-hierte zu erblicken, die seichte Note zu schwingen, die Perfektheit der stilisierten Situation aufzusaugen, es dem Menschen gleich zu tun, und zu etablieren. Ohne Pause, immer weiter wie ein Grashüpfer die Sprünge einzeln selbst für sich generierte, was sollte anders gelten, wer konnte letztlich dagegen etwas sagen? Die Konstellation verschwamm, hatte ihren Ursprung ersichtet und wusste um ihre Existenz bescheid, somit musste man sich nicht darüber mukieren, oder es gar als ein Mittel wahrnehmen, dass die eigenen Gedanken dazu in einen Missverhältnis stellen konnten, dass die Situtation dem Schwarm der Wahrheit entzogen hatte. Probat, und nicht annähernd unmissverständlich falsch, sondern umkehrbar und gut, niemals lotterlich, aber eben da. Aber doch nicht in einer fairen Welt! Die arabischen Gäste und die weissen aus dem Morgenland hätten sich an einen Tisch gesetzt, die orientalische Tischdecke, ein Teller zu viel und die Idee jetzt den selben Kelch zu benutzen war so gleich und gut wie Aboriginies mit den Indianern und die Pharaonen mit den Griechen in einen Segelzug zu erbitten, denn die Scholastik der Prozedur hatte Einklang mit dem in sich gekehrten Moment der Realation gebracht. Wie konnte der Mensch seine Existenz anders beschreiben als dem Streben nach der wissentlichen Form es nun nicht wissen zu müssen, sondern es so zu nehmen wie die Dinge sich dargestellt hatten und die Flusen vom Himmel in die Erde niederblatschten, was war der Urspung, welch von einem Individuum in den Kärker der Intoleranz sich erstreckte, wenn die Form der Liebe in jenem seinen Einklang schon gefunden hätte, er wär nicht da, hätte sein Form in einem anderem Moment erfunden und wüsste um die wirklich annehmbaren Sitten seines Bewussteins bescheid. Was aber, wenn er es wüsste und gewillt war nun die Konstellation so zu lenken, dass die eigene Tugend in den Vordergund gerückt wäre und die tief verankerte Liebe über seinen Körper geschwallt wäre, der Einklang wie in eine Sinfonie sein Denken begleitet hätte und sich im Gegenüber gesammelt hätte? Das, das war die absolute Realität! Das war die Idee, wie die Menschen mitein-ander umgegangen waren, damals als sie erkannten, dass der Krieg nicht Herr über ihre Sinne, ihre Psyche und ihrem Leiden werden konnte, sie selbst hatten sich etabliert, waren aus dem Loch gekrochen, ver-flücheteten ihre Ideen in die wahrlich stark anreinende Idee des ersten Gedanken und wussten darüber bescheid, wer aber konnte dazu einen Gegenpol einneh-men? Wer sollte es gewesen sein, und wie konnte sie schon wieder über solche Dinge nachdenken, dachte der Polizist, wenn sie doch sanft in ihrer Fantasiewelt vor sich hin kniete. Sie aber zupfte eine Blume, beugte ihren Arm und sah sie lange an! Es war so fantastisch schön - nichts konnte man sich nun sehnlichster vorstellen als den Drang weiter in sich zu tragen, die Welten zu bessern und zu bekehren, denn selbst sie konnte nun nicht länger so weiter leben, drum hatte sie Einklang mit der Form der Liebe in sich geboten, so dass der Fluchtpunkt ihrer Ideologie nun auf den richtigen Pfeilern einer Anschauung fusste, und den-noch wusste sie, dass es sein konnte, dass alles nicht so war wie sie es gedacht hatte, denn die Unrühmlichkeit hätte den Gang einer unterstützenden und wieder-sprechender Ebene auf eine stille Form verneint, was sie nicht wollte, und es konnte auch so nicht gewesen sein.
Jetzt hatte der alte englische Stuhl ausgedient, konnte verlassen werden um frisches Kochwasser auf-zusetzen. Heute würde es die langen Nudeln geben und die Pasta vom Vortag, die im Kühlschrank schon lau-erten gegessen zu werden. Der Polizist hatte nun seine Gedanken verloren, Fred, der gute alte Sack würde kommen und bestimmt ein gutes Schlückchen vom selbst gekellterten Wein mitbringen. Wie sich das gehörte in einer Sprudelflasche, wie sich das gehörte schön dekoriert und sanftmütig angerichtet. Schon lange hatte sie sich wieder einen Abend mit ihm gewünscht, er war nicht nett, sondern ein Mensch der nach außen schwallen konnte und die Ideen von der Zunge löste, ohne dabei die Folge immerzu an die oberste Stelle zu setzen. Wie auch beim letzten Mal, würde es nun so sein, dass er mit seinem neuen Einrad die Straße entlang gefegt käme und den Drall des Fahrens in das Wohnzimmer übersetzen lies. Der Tisch wäre mit einer blauen Tischdecke überzogen, die Messer wären schön angerichtet und die Vase würde wieder stören, doch wie es so war kam es sowieso ein wenig anders, sie würden sich wieder auf der Couch oder auf dem Boden setzten über denen ein gemüt-liches Plätzchen suchen, würden sich einmummeln und den Platz so wählen wie es sich gehört hatte, wenn die Spontanität und die absolute Übereinkunft über den Dingen gestanden wäre und sie den Abend wie bei einem Fest feiern konnten, so wie wenn eine Sinfonie der Geigergruppe von der Begleitung der Hornbläser nun in die Melodie umkehrten und die Leichtigkeit der Phase des Stücks in einer endlos gezogenen Weite sich erstrecken würde. Dies jedoch, so konnte sie es em-pfinden, hatte nichts mit dem eigentlichen Treffen zu tun, es sollte mehr sein, die Sehnsucht würde über-schwappen und die Erdenlust alsgleich in uner-schöpflicher Weise den Dunst des Beisammensein über die zwei ergießen, so wie es einst nur den großen Dichtern einer ehmalig vergangenen Zeit zustand und die es für sich in einer Form der Inspiration vor sich hergetragen hatten, so als hätten sie begriffen, dass der Drang vom Mensch zu Mensch-Sein die erste Gabe eines Menschen war. Doch warum sollte es auch anders sein, hatte doch eine Blume mit ihrem Strang die selbige Fügung in sich und strotzte in der Schönheit dann, wenn sie von den Blumenherren und Damen umzingelt waren, sie wusste darüber bescheid, dass der Vergleich ein wenig hinkte, doch immer wieder wurde ihr klar, dass sie nicht die nötige Konzentration für sich nutzen konnte, um nun schnell einen anderen Gedanken dazu zu entwickeln, denn die Zeit allein hatte es ihr nicht gebührend erlaubt, dem Ziehen im Bauch nun nachzugeben und sich als dann in die rühmliche Fortschreibung eines Gedankens zu ka-schieren, was auf Erden nur denjenigen zugestanden war, die drei Dinge auf einmal machen konnten. Einer Frau von anderem Kaliber so dachte sie und es war nichtmal ein Funken Wahrheit daran ersichtlich. Doch das wusste sie, wollte sie dennoch nicht missen, denn wie konnte es anders sein, als es werden würde, wenn sie es jetzt einsah, das es gut war so wie es nun war – gleich hätte sie noch Amen hinzugefügt und der Abend wäre ihr abdrünnig versaut zu Füßen gelegen, so wie einst in einer Situation als sie am Altar der alten Kathedrale zu Rom den Kreuzgang erkundet hatte und feststellen musste, dass eine ungeheuerliche Energie in der Kapelle wallte. Und schon konnte sie es wissen, dass es nichts mit einem Einklang der zwei Erin-nerungen zu tun hatte die ihr nun den Abend wie aus einem Kelch das frische perlige Wasser, das eben noch aus einem Bach geflossen war, nun die die Kehle herabstürzen würde, versüßt hatte. Naja, eigentlich hatte ja alles sowieso damit zu tun, wie sie es selbst auch dachte, doch immer wieder flöste ihr ein weiterer Gedanken ein, dass sie nun doch noch kurz das Ganze vorbereiten sollte, sie auf jeden Fall dafür sorgen musste, dass die Kissen noch gut auf dem Boden platziert waren um die Gemütlichkeit schon eingeladen zu haben. Das Schönste wollte sie sich dennoch nicht entgehen lassen, und ihr machte es nichts aus nun die kleinen Ästchen so zu brechen, dass sie wie ein Zelt aufgebaut wurden, mit ein wenig Papier untersetzt waren und die Stichflamme darauffolgend die beug-same Wärme in das Zimmer zauberte, sie musste nur noch ein wenig nachlegen und schon hatte das Feuer Nahrung um noch weitere Stunden vor sich hinzu-knarren. Ein schön romatisches Bild, es war für sie aber nicht nur das, sondern viel mehr.
Wie es sich gehörte hatte sie auch keine normale Klingel an der Türe, bei ihr konnte man noch klopfen oder hatte die Alternative die Hupe zu betätigen, bei tiefer Nacht war dies natürlich nicht dem Klopfen vorzuziehen, aber dies entsprang der sozialisierten Komponente des Besuchers, der ein Freund war, niemals ein Fremder, jedoch manchmal aufdringlich süß.
Sie rollte nun noch den Teppich aus, die Gläser waren platziert und der Kelch wurde aufgefüllt hingestellt. Der Schweif einer gesetzten Ruhe durchglitt den Raum, der Boden knarrte vor sich hin und das Knarren des gelagerten Holz stimmte die filmreife Realität ein. Noch einen Blick in den Spiegel, ein wenig von dem neuen Make-Up auf das Augenlid, streifte ein wenig Creme über die Backen und war tief in das Geschehen integriert, schwenkte ihre Haare zuletzt noch ein wenig auf die Seite, durchglitt es mit ihrer linken Hand und war auf den Punkt genau fertig geworden, so als hätte die Vorahnung ihr eingebläut, dass er nun gleich seine Beine über die Schwelle der Holztüre schwenken würde und sie mit einer großen Umarmung empfangen hatte. Wie der Zufall es wollte, konnte sie auch Recht behalten, ein dreimaliges Klopfen folgte auf das Hupen an der Türe und er stand vor ihr, hatte einen frischen Strauß Wiesenblumen dabei und legte die Tüte mit den Frühlingszwiebeln, dem Lauch und einer frischen Ananas in die Küche, denn er wusste nichts von den langen Nudeln und der Pasta vom Vortag, doch er vermutete, dass sie Eis hatte. Insgeheim hatte er sich vorgestellt, dass er sie mit einem gemeinsamen Kochen begeistern konnte, er dachte dabei an eine schöne Suppe, die mit feinen Gewürzen verfeinert werden sollte um wie ein Gedicht wirken zu können, ihnen gleichzeitig einen schönen Einstieg in den heutigen Abend ermöglichte. Und ich frage mich warum das alles hier so steht, denn die Gedanken können nur den Neid in mir ausgelöst haben. Das Gespräch was nun folgte war so gut und ich erinnere mich noch wie in live an die Szene.
>> Boah ich war gerade in der Stadt, habe eine alte Oma gesehen, die wollte über den Zebrastreifen und konnte nicht, weil sie ihren Stock verloren hatte. Denkst du irgendeiner hätte sich jetzt verantwortlich gefühlt und der alten Dame den Stock zu geben? Nein, mal wieder war es so, dass die meisten nicht mal ihr Blickfeld auf die arme Frau gelenkt hatten, sie stand da hatte einen Gesichtsausdruck wie frisch aus dem Bett aufgestanden und völlig hilflos da, schaute umher, und dabei konnte sie mit ihrer bunten Schürze gar nicht nicht auffallen.<<
>> Hmm...ja, dann ist der Fall doch eindeutig, du hast mal wieder einer Idee nachgejagt, die du eigentlich nicht auf die umliegende Gesellschaft bezieh-en solltest, sondern es sollte dir doch mittlerweile bekannt sein, dass es manchmal leider so ist, aber da es keine Notsituation war finde ich auch, dass es in Ordnung ist. Wolltest du mich überraschen mit dem Poree und den frischen Zwiebeln?<<
>> Na klar, hatte mir gedacht, dass wir heute miteinander ein wenig kochen, ein wenig Wein in unsere Gurgel laufen lassen und seichte Musik aus den Boxen schallen lassen, also wenn du nichts dagegen hast natürlich, aber eigentlich wollte ich dir noch kurz erzählen was ich heute gemacht habe. Also war da auf der Bank, habe mein Depotkonto geschlossen, weil es übergelaufen ist, wollte mal einen andere Anlageform nutzen und stellte mir vor nun in einen neuen Aktienfond zu investieren, doch leider gab es keinen der mir zugesprochen hat, die meisten wollten nur auf eine langfristige Rendite von gerade mal drei Prozent ihr Risiko anlegen, wie soll denn das in einem adäqu-aten Verhältnis zum einer normalen Anlage mithalten können bei dem die konservative Anlage das ge-minderte Risiko birgt. Eigentlich sollte man nach den Ratschlägen seiner Freunde gehen, Aktien kaufen, keine Angst vor der intelligenten Masse haben, die Form der Gesellschaft nutzen, die Armen sofort unter-stützen, ihnen die Informationen geben und zwanzig Prozent vom Gewinn einer Hilfsorganisation zur Ver-fügung stellen<< Sie grinsten Beide. >> Seit wann hast du eine Bankausbildung und interessierst dich so sehr für die Dinge die den Zinses Zins erhöhen?<<
>> Ja, in meinem früheren Leben war ich einst ein großer Schongleur, hatte massig Einnahmen aus einem neu entwickelten Medikament absahnen können und wurde darauffolgend H

Autor: Simon Stiegler
Buch: Kuscheldeckeboutique

simonstiegler

vor 2 Jahren

Beginn

Den Textauszug zu Kuscheldeckeboutique könnt ihr in ALLE BEITRÄGE sehen und lesen. Dazu gibt es Fragen, die ihr gerne beantworten könnt. Viel Spaß wünsche ich euch. Simon Stiegler

simonstiegler

vor 2 Jahren

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gleich gehts los :)

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