Simon Stranger

 4.4 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Vergesst unsere Namen nicht, Barsakh und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Vergesst unsere Namen nicht

Neu erschienen am 04.09.2020 als Hörbuch bei Lübbe Audio.

Alle Bücher von Simon Stranger

Cover des Buches Vergesst unsere Namen nicht (ISBN: 9783847906667)

Vergesst unsere Namen nicht

 (37)
Erschienen am 30.08.2019
Cover des Buches Barsakh (ISBN: 9783833350856)

Barsakh

 (2)
Erschienen am 08.09.2011
Cover des Buches Vergesst unsere Namen nicht (ISBN: 9783838792729)

Vergesst unsere Namen nicht

 (0)
Erschienen am 04.09.2020

Neue Rezensionen zu Simon Stranger

Neu

Rezension zu "Vergesst unsere Namen nicht" von Simon Stranger

Über das erinnern und bewahren
PagesofPaddyvor 3 Monaten

Der norwegische Autor Simon Stranger nimmt uns in seinem Roman „Vergesst unsere Namen nicht“ mit auf eine Reise in seine Vergangenheit und die Vergangenheit Norwegens. Geschichten über die Grauen des zweiten Weltkriegs gibt es zahllose und trotzdem sticht Strangers Roman ein bisschen heraus. Das liegt vor allem an der Geschichte und der Art wie er sie erzählt. Das Buch ist in Alphabet Form aufgebaut, fängt also mit A wie Anklage an, geht über K wie Kälte und endet mit Z wie Zugvögel. In all diesen kleinen und großen Erzählungen webt Stranger eine Geschichte über mehrere Generationen und verknüpft so seine persönliche Vergangenheit bzw. die seiner Frau. So gibt es nicht nur mehrere Zeitebenen, es gibt viele kleine und große Geschichten zu entdecken. Die größte Geschichte handelt vom Henry Oliver Rinnan. Ebenen jener Rinnan gilt als einer der berüchtigtsten norwegischen Nazikollaborateure. Seine Geschichte wird hier ausführlich wiedergegeben. Dazu gibt es noch die persönlichen Geschichten der Großeltern und Eltern von Strangers Frau. Dies alles ist manchmal etwas verwirrend, da es keine klare Einteilung gibt. So gibt es in vielen Kapiteln (A,B,C,D) viele unterschiedliche Zeitebenen und, zumindest ging es mir so, man kommt ab und zu mal durcheinander. Trotzdem überzeugt das Buch auf ganzer Ebene. Es erzählt nicht nur eine Geschichte, es erzählt viele Geschichte von einem Volk und vor allem von Menschen. Hier geht es ums Vergessen, ums Vergeben und um die Erinnerung an all die Verluste. Auch wenn ich das Buch in vielen Passagen weit weniger emotional erlebt habe als ich vermutet hatte, so hat es mich am Ende doch sehr bewegt. Der Autor findet die passenden Worte um den Schrecken und die Ohnmacht bedrückend wirken zu lassen. Für mich ist dieses Buch keine klassische Geschichte rund um irgendwelche Grauen, bloß das es dieses Mal vielleicht in Norwegen spielt. Es ist eher ein Panorama aus vielen verschieden Abschnitten die ein gesamtes, umfassendes Bild liefert. Und so bin ich am Ende tief berührt und nachdenklich. 

FAZIT
Ein wunderbares, sehr tiefsinniges Buch über das Vergessen, das Vergeben und die Erinnerung.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Vergesst unsere Namen nicht" von Simon Stranger

Der Mensch ist das graußamste aller Tiere
theophiliavor 6 Monaten

Klappentext vom  Verlag

„Eine wahre Familiengeschichte, die zeigt, wie nah Dunkelheit und Hoffnung beieinanderliegen können

In der jüdischen Tradition heißt es, dass ein Mensch zwei Mal stirbt. Das erste Mal, wenn das Herz aufhört zu schlagen und die Synapsen im Gehirn erlöschen wie das Licht in einer Stadt, in der der Strom ausfällt. Das zweite Mal, wenn der Name des Toten zum letzten Mal gesagt, gelesen oder gedacht wird, fünfzig oder hundert oder vierhundert Jahre später. Erst dann ist der Betroffene wirklich verschwunden, aus dem irdischen Leben gestrichen.

Ein auf wahren Begebenheiten basierender Roman, der achtzig Jahre Geschichte und vier Generationen umfasst. Eine Erzählung über den Holocaust, über Familiengeheimnisse und über die Geschichten, die wir an unsere Kinder weitergeben.

 »Eine mitreißende Geschichte, erzählt in eindrucksvoller Sprache« DAGBLADET“

 

Willkommen m einzigen Ort   in Trondheim an dem die Wahrheit gesagt wird. Zitat Henry Oliver Rinnan

 

Menschen sind das roheste aller Tiere – so grauam und so gut! Lillimor Komisar

 

Meine Meinung

Auf dem Buchcover sind 2 Mädchen zu sehen, die mit Schutt spielen. Vielleicht sind es Grete und Jannicke?  

 

zum Buch

Das Buch mit 352 Seiten habe ich als Ebook gelesen.  Mit diesem Buch arbeitet der Autor Simon Stranger seine Familiengeschichte auf. Die Hauptperson Hirsch Komissar  war ein Verwalter zur Zeit des Zaren und floh aus Russland. Im 2. Weltkrieg wurde er gefangen genommen und ins KZ Falsadt eingewiesen.

Das Buch geht  der Frage nach, wer wohl damals Herrn Komissar und seinen Schwager verraten hat. Es zeigt Hintergründe in die immer wieder aufflammenden Pogrome und Verfolgung der Juden über die Jahrhunderte hinweg.  Er berichtet aber auch von mutigen Menschen, die verfolgten unter Einsatz ihres Lebens geholfen haben z.B.

 

„Ich bin kein Jude, ich bin ein Mensch“ - das Menschsein haben die Nazis den Juden mehrfach abgesprochen.“ Das sagt Gerson Komissar im Buch. Denn die Deutschen versuchten den Gefangenen besonders den Juden ihre Menschsein  zu nehmen. 

Das Buch hat keine Kapitelnummer. Es hat Buchstaben und ist wie ein Lexikon nach dem ABC geordnet. Es nimmt immer wieder Buchstaben und Worte auf und kreiert darum

eine Geschichte zum Stichwort.  Wichtige Aussagen werden in kursiv dargestellt.  Dadurch wirkt das Buch nicht flüssig.

Herr Stranger meint den Täter gefunden zu haben und schwenkt in vielen Bereichen des Buches auf den Henry Oliver Rinnan den Führer der Sonderbrigade Lola. Das Buch ist neben der Aufarbeitung der Vergangenheit von Hirsch Komisar auch eine Biographie über Henry Rinnan. Allerdings ist im ganzen Buch mehr über Herrn Rinnan zu lesen, wie über Herrn Komissar. Das finde ich

Ein aufwühlender Roman, der einen zum Nachdenken anregt. Er ist nichts für schwache Nerven. Er beschreibt möglichst genau die Grausamkeiten der Zeit und gibt ein Beispiel von einer fingierten Verhandlung im Keller des Bandenklosters.

Dem Buch sollte die volle Aufmerksamkeit gegeben werden. Erst beim zweiten Lesen konnte ich durch die einzelnen Beziehungen in der Verwandtschaft der Sippe Komissar durchsteigen. Ich hätte mir im Buch einen Stammbaum bzw. ein Personenverzeichnis gewünscht. 

Fazit

Das Buch ist packend und lebendig geschrieben. Es bietet interessantes Wissen über die Zeit der NS Diktatur in Norwegen

Kommentieren0
0
Teilen
S

Rezension zu "Vergesst unsere Namen nicht" von Simon Stranger

berührend und beängstigend zugleich
Stefanie_Wvor 8 Monaten

Klappentext


Eine wahre Familiengeschichte, die zeigt, wie nah Dunkelheit und Hoffnung beieinanderliegen können


In der jüdischen Tradition heißt es, dass ein Mensch zwei Mal stirbt. Das erste Mal, wenn das Herz aufhört zu schlagen und die Synapsen im Gehirn erlöschen wie das Licht in einer Stadt, in der der Strom ausfällt. Das zweite Mal, wenn der Name des Toten zum letzten Mal gesagt, gelesen oder gedacht wird, fünfzig oder hundert oder vierhundert Jahre später. Erst dann ist der Betroffene wirklich verschwunden, aus dem irdischen Leben gestrichen.


Ein auf wahren Begebenheiten basierender Roman, der achtzig Jahre Geschichte und vier Generationen umfasst. Eine Erzählung über den Holocaust, über Familiengeheimnisse und über die Geschichten, die wir an unsere Kinder weitergeben.


Meine Meinung


Simon Stranger erzählt in seinem Buch “Vergesst unsere Namen nicht” über die Holocaustzeit die immer seit vier Generationen unvergessen bleibt. 


Eine traurig und beängstigende Erzählung. Sehr tiefgreifend und berührend geschrieben. Die Kapitelgestaltung als Alphabet fand ich sehr gut. Denn zu jedem Buchstaben gibt es die passenden Sätze oder Begriffe. Manche Begriffe oder Sätze fühlen sich an, wie ein Messer das einen ins Fleisch schneidet. 


Durch den guten Schreibstil, lässt sich die Geschichte sehr gut lesen.


Erschienen ist das Buch am 30.08.2019 mit 352 Seiten im Eichborn Verlag


Fazit


Eine Gute Geschichte, die erzählt wie eine Geschichte seit Generationen weitergetragen wird. Denn die Opfer des Holocaust sterben zum zweiten Mal wenn man Ihre Namen vergisst. 

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 64 Bibliotheken

auf 20 Wunschzettel

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks