Simon Strauß

 3.4 Sterne bei 113 Bewertungen

Lebenslauf von Simon Strauß

Simon Strauß wurde 1988 in Berlin geboren. Er studierte in Basel, Poitiers und Cambridge sowohl Altertumswissenschaften und Geschichte. Nebenbei erledigte er bereits journalistische Arbeiten für die "Basler Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung" und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Strauß hospitierte am Theater und war Gastdramaturg, promovierte bis 2016 an der Humboldt-Universität in Berlin und ist seitdem Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Sieben Nächte" erschien im Juli 2017 und war sein erster Roman.

Alle Bücher von Simon Strauß

Sieben Nächte

Sieben Nächte

 (110)
Erschienen am 05.10.2018
Sieben Nächte

Sieben Nächte

 (3)
Erschienen am 03.11.2017

Neue Rezensionen zu Simon Strauß

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Rezension zu "Sieben Nächte" von Simon Strauß

Überflüssiges Manifest gegen die Banalität
Wortmagievor 2 Monaten

Simon Strauß wurde 1988 in die kulturelle Elite Deutschlands hineingeboren. Sein Vater ist der populäre Autor und Dramatiker Botho Strauß, seine Mutter die Moderatorin und Autorin Manuela Reichart. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits während seines Studiums arbeitete er als freier Journalist für die Baseler Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bei der er seit 2016 als Feuilleton-Redakteur im Theater-Ressort angestellt ist. 2017 veröffentlichte er seinen Debütroman „Sieben Nächte“ und löste damit eine hitzige Debatte aus. Das Buch unterstütze „die Agenda der Rechten“, wurde in der taz geurteilt. Als ich „Sieben Nächte“ zu lesen begann, wusste ich nichts von dessen Umstrittenheit. Ich wählte es aus, weil ich für eine Challenge ein Buch über die sieben Todsünden lesen sollte.

Sein 30. Geburtstag naht. 30 werden – bedeutet das nicht, erwachsen zu werden, erwachsene Entscheidungen zu treffen? Hausbau, Baumpflanzung, Familiengründung. Von den wilden Zeiten Abschied nehmen. Nur war er niemals wild. Er war niemals rebellisch. Sein Leben wird vorbei sein, bevor er jemals richtig lebte. Doch ein wenig Zeit bleibt ihm noch. Ein wenig Zeit, um alles nachzuholen. Er will seine letzte Chance nutzen, der Angst vor dem Erwachsenwerden ins Gesicht lachen. In sieben Nächten will er die sieben Todsünden begehen. Sieben Mal um sieben Uhr über die Stränge schlagen, habsüchtig, neidisch, wollüstig, hochmütig, träge, zornig und maßlos sein. Intensität spüren, bevor es zu spät ist. Bevor ihn die graue Gewohnheit einholt. Bevor er 30 wird.

Als ich nach der Lektüre von „Sieben Nächte“ von der darum kreisenden Debatte und der harschen Kritik, die sich Simon Strauß gefallen lassen musste, erfuhr und über das Buch nachdachte, kam ich zu dem Schluss, dass die unterstellte Lesart tatsächlich möglich ist. Es ist sehr männlich und sehr weiß. Das sollte niemanden überraschen, weil Strauß meinem Verständnis nach aus einem konservativen Umfeld stammt. Er ist vermutlich kein Rechtspopulist, aber sicher kein linker Revoluzzer. Letztendlich interessiert mich die ganze Aufregung allerdings nicht die Bohne, denn meiner Ansicht nach ist das Buch großer Murks. Da ich 1989 geboren wurde, sind Simon Strauß und ich Teil derselben Generation, doch da enden unsere Gemeinsamkeiten dankenswerterweise bereits. Ich fühle mich zutiefst beleidigt von der Aussage, „Sieben Nächte“ sei möglicherweise das Buch meiner Generation. Wisst ihr, was ich herauslas? Das pseudointellektuelle, selbstmitleidige Gejammer eines privilegierten jungen Mannes, der mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt kam. Ich empfinde dieses Debüt als völlig überflüssiges Manifest, in dem Strauß seine kleinlichen Ängste vor Stillstand in seinem Leben schildert und sich darüber beklagt, offenbar niemals mutig, rebellisch, unangepasst und kreativ genug gewesen zu sein, um sich eine zufriedenstellende Identität zu erstreiten. Ich gestehe ihm seine Emotionen natürlich zu und ich kann verstehen, dass ihn die drohende nichtssagende Banalität seiner Existenz erschreckt. Ich halte ihn für einen Gefangenen seiner Wohlfühlzone. Doch ich kann nicht nachvollziehen, wieso er unfähig ist, etwas zu ändern und sein Leben aufregend, abwechslungsreich und lebendig zu gestalten. Der 30. Geburtstag ist nun wahrlich kein Todesurteil. Die sehr frühe Midlife-Crisis, die Strauß hier dokumentiert, wirkte auf mich unangebracht und vollkommen übertrieben. Wir leben in komplett unterschiedlichen Dimensionen. Ich glaube, er musste niemals kämpfen, niemals Dreck schlucken und wieder aufstehen. Seine nominell beeindruckende Biografie scheint eine kuschlig weiche Abfolge von Annehmlichkeiten gewesen zu sein, die einem festen Plan gehorchte. Er nahm niemals Umwege, Abkürzungen oder unebene Trampelpfade. Wer niemals kämpfen muss, findet auch nie heraus, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Sein diffuser Wunsch, Intensität und Leidenschaft zu erfahren, ist ungerichtet. Daher weiß er sich nicht anders zu helfen, als die sieben Todsünden auszuführen, um auszubrechen. Diese Taktik scheitert selbstverständlich kläglich, denn er weiß überhaupt nicht, was ihn berühren könnte und interpretiert die Sünden zahm und viel zu beherrscht. Er schlägt eben nicht über die Stränge, er wagt nichts. Mir wären da ganz andere Möglichkeiten eingefallen. Ihm fehlen Fantasie und der Kontakt zu seinem inneren Kind. Ich respektiere, dass Strauß ein sehr reflektierter Mensch ist. Viele seiner gesellschaftlichen Überlegungen, die er in „Sieben Nächte“ anstellt, enthalten eine Menge Wahrheit. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass er über das Wundersame, das Magische im Alltäglichen zu staunen vermag. Er ist ein ewig Suchender, der weder Zufriedenheit noch Glück findet, weil er dem konservativen Märchen des perfekten Lebenslaufs erlegen ist.

Ich bedauere Simon Strauß. Statt sich auf alles zu freuen, was ihn in seiner Zukunft erwartet, ängstigt ihn sein 30. Geburtstag. Er trauert der Idee einer Vergangenheit nach, die er niemals hatte. Ich hoffe sehr, dass seine Gefühle in meiner Generation nicht allzu verbreitet sind. Das wäre tragisch. Ich teile seine Sorgen glücklicherweise nicht. Ich fürchte mich nicht davor, 30 zu werden, denn ich begreife Erwachsenwerden völlig anders. Es ist ein nie endender Prozess; man ist nicht von heute auf morgen erwachsen. Es existiert keine Reifeprüfung. Ich kann über Strauß‘ egozentrische Identitätskrise nur den Kopf schütteln. Ich erkenne mich weder in ihm, noch in seinem „Problem“ wieder. „Sieben Nächte“ ist meiner Meinung nach die Dokumentation seiner emotionalen Taubheit und seiner Unfähigkeit, sich von gesellschaftlichen Normen zu befreien. Sein Leben war schnurgerade. Er erreichte bereits in jungen Jahren viel. Aber offenbar hat er nie gelebt.

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Rezension zu "Sieben Nächte" von Simon Strauß

„Auf der Rolltreppe (und nur da) stehe ich immer rechts“
Brivor einem Jahr

"'Cause with my mid-youth crisis all said and done
I need to be youthfully felt 'cause, God, I never felt young"¹


Es soll so etwas wie ein faustischer Pakt sein: Ein junger Mann, knapp vor der magischen 30 - wer sagt eigentlich, dass diese Altersgrenze magisch ist? - bekommt ein Angebot. Sieben Nächte soll er durchleben, wie er sie noch nie erlebt hat. Wann es damit losgeht, ist ungewiss. Er bekommt Nachricht, muss an einem bestimmten Ort erscheinen und sich dann auf eine der sieben Todsünden einlassen. Danach hat er die Nacht über Zeit, das Erlebte und seine Gedanken dazu niederzuschreiben - bis morgens um 7 Uhr. Jeweils sieben Seiten. Faust ging den Pakt mit dem Teufel ein, weil er das ergründen wollte, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält, dem Leben also auf den Grund gehen. Per Intellekt und Studiererei hat er das bereits getan, was fehlt ihm also noch? Das Gefühl lebendig zu sein.

Simon Strauß möchte in seinem Text Sieben Nächte wohl Ähnliches. Und er selbst ist es, dem der Verlag, wie er in einem Interview erklärt, genau das Setting vorschlug, das hier eingangs beschrieben wird. Er selbst könnte der junge Mann sein, von dem er erzählt, der in den Mittelpunkt seines Textes gestellt wird. Strauß ist im Brotberuf Journalist, promovierter Historiker alter Geschichte, mit knapp 30 Jahren. Hat also alles erreicht, von dem andere noch lange träumen. Intellektuell gesehen zumindest.

Er selbst hat Angst. Angst davor, dass dies schon alles gewesen sei, Angst, in zu frühe feste Bahnen geraten zu sein. Und er beklagt sich darüber, dass die Generation seiner Eltern - in die ich persönlich auch noch knappest fallen könnte - so aktiv und lebendig war. Ihm wäre zu viel aus dem Weg geräumt worden. Hmm, das ist natürlich aus meiner Sicht betrachtet, Jammern auf allerhöchstem Niveau. Doch für Leidenschaftslosigkeit, die ja in einer Person selbst steckt, die nicht von außen angefacht werden kann, ist das keine Begründung. Die Komfortzone verlassen, das muss nun schon jeder selbst, andere dafür verantwortlich zu machen, als Jugendlicher nicht revoltiert zu haben, sich zu früh im vermeintlich Erfolg eingerichtet zu haben, ist recht einfach und ein gewisses Opferverhalten mir meist suspekt und auf die Nerven gehend.

Sieben Nächte wurde vom Feuilleton gerühmt als das Buch, das zum Kult für eine ganze Generation werden, das der zeitgenössischen deutschen Literatur frischen Schwung geben könnte. Dennoch hat mich seine Lektüre nicht gereizt. Das mag snobistisch sein, entspringt es doch im Grunde dem Wunsch, einem gewissen Hype nicht zu verfallen oder sich gar von der Masse abzuheben. Ähnlich meinem Verhalten als Teenager, als ich anfing, mich für die Existentialisten, Jazz und den Feminismus zu interessieren. Jazz und Feminismus sind geblieben, die Existentialisten stehen zwar noch in meinem Regal, doch so ganz überzeugen sie mich heute nicht mehr. Bestätigung für meine Verweigerung, mir ein eigenes Urteil über Simon Strauß angeblichen "Generationenroman" - ein Begriff der im Feuilleton tatsächlich so verwendet wurde, obwohl wir genau wissen, dass dieser Begriff nicht das bezeichnet, was hier gemeint war - fand ich in meiner eigenen Filterblase. Recht viele der Blogs, die ich gerne und mit Genuss verfolge, konnten dem Text - nirgends auf dem Buch steht, dass Simon Strauß einen Roman geschrieben hat - nicht viel abgewinnen. Überzeugt hat mich vor allem dieser Beitrag von Katharina Herrmann auf 54books. Wahre Textarbeit hat sie da geleistet und mir eindeutig bestätigt, dass ich dieses schmale Bändchen nicht lesen muss. Doch mit der Zeit drehte sich der Wind und plötzlich wurde in den verschiedenen Medien eine rechtsgerichtete Gesinnung Strauß diskutiert, gar sollte sein Text diese Gesinnung innerhalb der Literatur, vor allem der jungen Literatur, manifestieren, vorbereiten. Alles was ich zu diesem schmalen Bändchen dazu bisher gelesen hatte, ließ nichts davon erkennen, dass dies das Begehr hinter dem Text sein konnte.

Das Feuilleton, das Sieben Nächte nicht lange zuvor so hochgelobt hatte, seine (durch seinen Text wohl deutlich gemachte) Forderung nach einer Neo-Romantik so bejubelt hatte, wollte nun doch auch zumindest eine rechtslastige Tendenz darin entdeckt haben. Da frage ich mich doch ehrlich, wie kann es spontan zu solch einer veränderten Lesart kommen? Offensichtlich wurde hier werkübergreifend vorgegangen, was in diesem Fall hieß, man zog die journalistischen Arbeiten des Simon Strauß, die in ihrer recht provokativen und für mich eher uneindeutigen Art diskutierbar sind, heran, um sein Buch und seine Person öffentlich zu zerlegen. Bezögen sich diese journalistischen Arbeiten inhaltlich auf das Buch, wären hier Verbindungen ganz bewusst gezogen worden, so könnte ich diese Vorgehensweise nachvollziehen. Doch nichts davon ist der Fall. Ein ganz besonders hanebüchener Versuch, Strauß und sein Buch ins politisch rechte Lager zu stecken, findet sicher in diesem Artikel, der wiederum mit anderen Artikeln zur Folge hatte, dass eine junge Gruppe von Literaten - die Rich Kids of Literature (wieso muss eine offensichtlich deutschsprachig orientierte literarische Gruppe / Lesungsreihe sich eigentlich einen englischen Namen geben?) oder auch RKOL - sich vehement verwehrte, dass Strauß (angeblich) auf das im Korbinian Verlag erschienen ultraromantische Manifest von Leonhard Hieronymi Bezug nahm. Für die von mir dargestellte Chronologie der Ereignisse kann ich tatsächlich keine Gewähr geben. Dargestellt ist hier die Entwicklung, wie ich sie nach und nach aufschnappte.

Langsam aber sicher wurde mir jedoch klar, jetzt muss ich mir doch eine eigene Meinung bilden. Besiegelt war dieser Vorsatz dann, als auch noch Katharina Herrmann einen Text über die Causa Strauß verfasste, der mir gehörigen Respekt abverlangt und die Debatte sehr viel besser und weiter zusammenfasst, als ich es je könnte. Ein wenig verwirrt war ich dennoch, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ihre Besprechung des Buches so falsch gewesen sein sollte. Nun aber schrieb sie darüber, das Konzept des Buches nicht verstanden und deshalb eine zu harsche Kritik abgegeben zu haben - distanzierte sich also nicht gänzlich inhaltlich, sondern formal. Und hier stellt sich mir dann die Frage: Kann ein Konzept denn ein gutes sein, wenn es sich so versierten Lesern wie Katharina Herrmann nicht von selbst offenbart oder sollte man es dann nicht gleich dem Text vorangestellt erklären?

Nach der Lektüre, die wahrlich nicht lange gebraucht hat, kann ich sagen: Es lohnte nicht, das Buch zu lesen. Nicht für mich, zumindest nicht im Sinne von: Hier habe ich Neues entdeckt, hier hat mich etwas überrascht. Das Konzept selbst wirkt nicht, weil es nicht aus sich selbst entstand, sondern ein konstruiertes ist. Ja klar, jedes Konzept ist konstruiert, aber dieses hier ist auf allen Ebenen zu artifiziell, zu gewollt, als dass es das auslösen könnte, was es zum Ziel hat: wahres Erleben. Was das Feuilleton in seinen Lobeshymnen als Forderung nach einem neuen Gefühl, einer neuen Leidenschaft, einem Abwenden vom allgegenwärtigen Zynismus und der damit verbundenen glatten Oberfläche erkannt haben will, erschließt sich mir nicht. Der Rahmen der sieben Todsünden wird nicht gefüllt, er ist einfach nur ein Rahmen, der im Raum steht. Es findet sich keine Verbindung von Konzept und Ausführung, jedenfalls keine literarisch, künstlerische. Als Essay gekennzeichnet ließe sich das Ganze noch einigermaßen verstehen, doch ein literarisches Konzept, gar ein zukunftsweisendes, wird daraus nicht werden können. Zu wenig stringent ist das Verzeichnete, zu wenig literarische Kraft hat es für mich. Journalistisch würde ich es nennen und über eigene Befindlichkeiten nicht genug hinausgehend.

Dennoch, rechtem Gedankengut den Weg in die Literatur ebnen durch dieses Buch? Nein, das ist mir zu abwegig. Dass die ganze Debatte sich auf die offensichtlich gewollte Fokussierung auf eine literarische Ultra-Romantik und damit auf den Mißbrauch und die Umdeutung der Romantik durch die Nationalsozialisten, ist mir etwas zu seicht. Tatsächlich kommt mir Sieben Nächte eher blut- und inhaltsleer daher, komplett an der glatten Oberfläche bleibend. Ob das ironisch und / oder gewollt ist, ist mir in diesem Fall gleichgültig. Was seine journalistischen Texte angeht und die darin enthaltene „neue emanzipatorische Ästhetik“ muss man seine Absichten sicherlich kritisch hinterfragen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Um zum Abschluss das Ganze noch ein wenig in meine Art, die Dinge zu verknüpfen, zu führen, die weder wissenschaftlich noch sonst irgendwie untermauert werden kann, ein kurzer Einblick in das, was ich pure Leidenschaft nenne und was mich tatsächlich daran glauben lässt, dass Menschen, die rein rechnerisch knapp meine Kinder sein könnten doch noch Möglichkeiten haben, das zu vermitteln, was Simon Strauß Gerneration angeblich nicht mehr erleben kann, weil deren Eltern das alles bereits vorexerziert und damit unmöglich gemacht hätte - allerdings muss man dazu noch singen können.



¹Hozier - Jackie and Wilson




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Rezension zu "Sieben Nächte" von Simon Strauß

Buchbesprechung
Literaturcocktailvor einem Jahr

Ein junger Mann, der Angst hat erwachsen zu werden und sich vor seinem 30 Geburtstag fürchtet. Er soll 7x um sieben Uhr eine Todsünde machen, die ihm vor zu viel Reife schützen soll.

Die Probleme und Zweifel habe ich nicht verstanden, der Charakter ohne Namen, wird als ehrgeiziger junger Mann beschrieben, der viel erlebt und sich somit ausgelebt hat und ein Macher ist, der große Ziele im Leben erreichen möchte.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass der Mann kurz vor dem Burn-out steht, wodurch ich seine Zweifel verstehen hätte können.

Der Schreibstil ist distanziert und hinterlässt beim Lesen eine unangenehme Schwere.

Leider habe ich das Buch während Kapitel 3 abgebrochen, weil ich keinen Zugang zum Protagonisten und der Geschichte bekommen habe.


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Gespräche aus der Community

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Schließt die Augen und zerbrecht das Glas 


Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. 
Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens. 

Zur Leseprobe

Über Simon Strauß


Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Hospitanzen und eine Gastdramaturgie am Theater. Mitorganisator des Jungen Salons in Berlin. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über »Konzeptionen römischer Gesellschaft bei Theodor Mommsen und Matthias Gelzer«. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Simon Strauß wurde am 01. Januar 1988 in Berlin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 158 Bibliotheken

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