Simon Urban

 3,5 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor von Plan D, Wie alles begann und wer dabei umkam und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Simon Urban

Der deutsche Autor Simon Urban kommt 1975 in Hagen zur Welt. Auf ein Germanistikstudium in Münster folgt eine Ausbildung an der Texterschmiede Hamburg sowie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine Werke wird er 2003 mit dem Erker-Preis, 2005 dem Literaturförderpreis Ruhrgebiet und 2006 mit dem Limburg-Preis der Stadt Bad Dürkheim ausgezeichnet. 2009 gewinnt er bei den Clio-Awards, die zu den wichtigsten Kreativpreisen der Welt zählen, den Grand Prix und Gold für die erste literarische Live-Werbepause. Simon Urban lebt und schreibt in Hamburg sowie dem Ost-Holsteinischen Techau.

Neue Bücher

Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877419)

Zwischen Welten

 (17)
Neu erschienen am 25.01.2023 als Gebundenes Buch bei Luchterhand.
Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877273)

Zwischen Welten

Neu erschienen am 25.01.2023 als Gebundenes Buch bei Luchterhand.
Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783844548884)

Zwischen Welten

 (1)
Neu erschienen am 08.02.2023 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Alle Bücher von Simon Urban

Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877419)

Zwischen Welten

 (17)
Erschienen am 25.01.2023
Cover des Buches Wie alles begann und wer dabei umkam (ISBN: 9783462003574)

Wie alles begann und wer dabei umkam

 (13)
Erschienen am 08.09.2022
Cover des Buches Gondwana (ISBN: 9783895611964)

Gondwana

 (7)
Erschienen am 01.04.2014
Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877273)

Zwischen Welten

 (0)
Erschienen am 25.01.2023
Cover des Buches Plan D (ISBN: 9783837109450)

Plan D

 (2)
Erschienen am 08.08.2011
Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783844548884)

Zwischen Welten

 (1)
Erschienen am 08.02.2023
Cover des Buches Plan D (ISBN: 9781846556920)

Plan D

 (35)
Erschienen am 20.06.2013

Neue Rezensionen zu Simon Urban

Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877419)
Alisha70s avatar

Rezension zu "Zwischen Welten" von Juli Zeh

Zwei Welten treffen aufeinander
Alisha70vor 16 Stunden

Es handelt sich bei "Zwischen Welten" um eine Art Briefroman, der aktueller nicht sein könnte: Stefan, der stellvertretende Chefredakteur der "größten Zeitung Deutschlands" trifft seine ehemalige Kommilitonin und Mitbewohnerin Theresa zufällig an der Hamburger Außenalster wieder. Nach 20 Jahren Funkstille. Theresa ist damals einfach aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden.

Theresa hat den Hof des verstorbenen Vaters in Brandenburg übernommen und lebt so ein komplett anderes Leben wie Stefan.

Stefan "macht" Meinung mit seiner Zeitung und Theresa kämpft mit ihrem Hof ums Überleben.

Nach dem zufälligen Treffen, welches mit einem großen Streit endet, beginnen die beiden, eine Kommunikation per WhatsApp / Telegram und Mail.

Stefan verbringt sein berufliches Leben damit, gegen den Klimawandel, gegen Rassismus und Sexismus zu kämpfen. Leider verwechselt er meiner Meinung nach das Schreiben über diese Themen und das Verwenden von Gendersternchen mit echter Haltung.

In den Gesprächen der beiden geht es oft um Aktionismus oder echter Haltung, über die Zeitung, die Meinung gestaltet anstatt neutral zu berichten oder eben um die real existierenden Probleme von Theresa und ihren bäuerlichen Kollegen in Brandenburg.

Im Laufe der Zeit sieht Stefan immer mehr ein, dass es falsch ist, wenn Medien ihre Macht missbrauchen, um Meinungen zu beeinflussen und sogar zu "machen".

Und da wird sie wieder erwähnt, die vierte Gewalt, deren eigentliche Aufgabe es ist, die anderen drei Gewalten zu kontrollieren. Theresa fragt nach: "Wie wollt ihr das machen, wenn ihr selbst eine Agenda habt?" oder sie stellt fest: "Aktivismus ist das Gegenteil von Neutralität und damit das Gegenteil des journalistischen Auftrags".

Stefan sieht das inzwischen auch so, lässt sich aber immer wieder von Angeboten der Führungsebene der Zeitung einlullen, Erfolg und Angepasstheit sind ihm unglaublich wichtig.

Und vor allem ist er unglaublich unstet. Er will sich nie festlegen. Echte Haltung hat er also keine.

Theresa schlittert mit ihrem Hof von einer Katastrophe in die nächste, glaubt nicht mehr daran, dass die Politik ihr helfen kann oder gar helfen will und radikalisiert sich extrem. Stefans Warnungen will sie nicht mehr hören: "Die Wohlstandsgesellschaft will keine Revolution. Sie will bei LIDL Schnäppchen shoppen."

 Auch sie läuft hier leider den falschen hinterher und hat vor allem überhaupt kein Schuldbewusstsein (es sind immer alle anderen Schuld) und das alles nimmt kein gutes Ende.

Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil es einfach nur anstrengend war, diesem dauernden Gezank der beiden zuzuhören. Es ist, als würde man den ganzen Tag einem Streitgespräch auf Facebook folgen. Furchtbar!

Dann aber konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Es ist unglaublich aktuell, es beginnt am 05. Januar 2021 und endet am 04. Oktober des gleichen Jahres. Es nimmt den Krieg gegen die Ukraine mit, die Ängste um einen weiteren Weltkrieg, die Energiekrise und eine Schweinepest gibt es natürlich auch.

Und ja, ich war hin und her gerissen zwischen Stefan und Theresa, mal konnte ich ihm zustimmen (Genau, so ist das!) und dann wieder Theresa (Mist, sie hat auch irgendwie recht).

Sehr spannend, aber nicht ganz einfach zu verdauen. Meines Erachtens ein tolles Buch, ich bin aber eh ein großer Juli Zeh Fan.

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Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877419)
Kodabaers avatar

Rezension zu "Zwischen Welten" von Juli Zeh

Ein Roman, der durch seine Aktualität und Brisanz überzeugt.
Kodabaervor 2 Tagen

Juli Zeh konnte mich mit "Über Menschen" sehr überzeugen, ganz im Gegenteil zu dem früheren Werk "Leere Herzen". Umso gespannter war ich, ob "Zwischen Welten", bei dem Juli Zeh sich Simon Urban mit ins Boot geholt hat, an meine Begeisterung von "Über Menschen" anknüpfen kann. Thematisch und auch vom Schauplatz Brandenburg gibt es einige Gemeinsamkeiten, trotzdem ist "Zwischen Welten" auch wieder ganz anders.


Inhaltlich sprach mich der Klappentext bzw. die Inhaltsangabe der Verlagsseite, sehr an. Es werden Themen behandelt, die unsere Gesellschaft (beginnen zu) spalten. Jeder bekommt dies in seinem persönlichen Umfeld oder zumindest in den sozialen Medien mit. Verpackt in diesem Briefroman wird man mit verschiedenen Themen konfrontiert und muss sich fragen, wo steht man selbst. Wie ist der eigene Umgang mit verschiedenen Meinungen, bleibt die Kommunikation noch respektvoll? Wie ist die eigene Streitkultur, die Empathie und das Miteinander, wenn Meinungen auseinander gehen? 


Die beiden Protagonisten Theresa und Stefan tauschen sich im Roman per E-Mail und What`s App über ihre Leben aus, die sich in zwei komplett andere Richtungen entwickelt haben. Als Leserin fiel es mir leicht, dem Schlagabtausch zu folgen. So ein Briefwechsel lässt sich leicht lesen und bleibt auch spannend. Einige Sequenzen fand ich sehr übertrieben, machen aber auch klar, wie wichtig es ist sich Gedanken über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation und den eigenen Standpunkt zu machen und zu hinterfragen, ob auch andere Meinungen ihre Berechtigung haben - es nicht immer nur schwarz und weiß gibt, sondern auch viele verschiedene Grautöne.


Beim Lesen steht man nicht immer nur auf einer Seite, die Sympathien wechseln zwischen den Protagonisten hin und her. Beide Seiten haben ihre Probleme. Man merkt wie sehr jeder in seiner eigenen Welt gefangen ist und die Gegenseite gar nicht richtig hört oder hören kann.

Die Stimmung spitzt sich immer mehr zu und am Ende war mir die Entwicklung doch zum Teil etwas zu "radikal" - die Stimmung kocht immer mehr hoch. Stefan kommt mir manches mal vor, wie ein Fähnchen im Wind. 

Der Roman spiegelt aber sehr schön wieder, wie es aktuell in der Gesellschaft aussieht, auch wie in den sozialen Medien kommuniziert wird und welchen Einfluss die Medien haben. 


Ein Roman, der durch seine Aktualität und Brisanz überzeugt, wenn auch teilweise überspitzt dargestellt. Unbedingte Leseempfehlung.

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Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783630877419)
lisbethsalander2102s avatar

Rezension zu "Zwischen Welten" von Juli Zeh

Ein hochaktuelles Stück Gesellschaftskritik
lisbethsalander2102vor 2 Tagen

Mit großer Spannung hatte ich das neueste Werk einer der in meinen Augen aussagekräftigsten Stimmen der neuen deutschen Literatur erwartet, und somit war das Lesen von "Zwischen Welten" sofort nach dem Erscheinen ein Muss! Überraschend, dass Juli Zeh diesmal nicht allein, sondern gemeinsam mit Simon Urban geschrieben hat, einem Schriftsteller und Journalisten, den ich zugegebenermaßen bisher nicht kannte. Doch wenn man das Format anschaut, in dem das Buch verfasst ist, macht es Sinn, dass ein Autorenduo dahinter steckt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Theresa und Stefan, beide etwa Mitte vierzig, die sich aus ihrer Jugend kennen, während der sie gemeinsam studiert und in einer WG gelebt haben. Danach verlor man sich aus den Augen, die Lebenswege könnten unterschiedlicher nicht sein! Während Stefan als Redakteur einer Hamburger Wochenzeitung arbeitet, hat es Theresa in ihre Brandenburgische Heimat verschlagen, wo sie den Bauernhof des Vaters übernommen hat. Aus den verschiedenen Umfeldern der beiden resultieren ebenfalls oft komplett auseinandergehende Meinungen zu zentralen Themen unserer Gesellschaft, wie dem Klimawandel und der Haltung zum Ukrainekrieg, aber auch Politik im Allgemeinen, vor allem der Abgehobenheit der Politikerkaste, die von den Problemen der Menschen da draußen wenig bis keine Ahnung hat! Ebenfalls im Fokus steht der Wahnsinn und der (in meinen Augen) oftmals völlige Irrsinn des Genderns unserer Sprache, was uns als Leser hier in vollem Maße betrifft und (mich zumindest) nervt, denn die Teile, die aus Stefans Sicht geschrieben sind, sind vollständig durch gegendert, da trifft man dann auf so verrückte Worte wie Gäste*innen. Hiermit sind wir auch bei dem Format des Buches, das zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig ist. Die gesamte Geschichte ist von vorne bis hinten ausschließlich als Korrespondenz in Form von Whatsapp Nachrichten bzw. Emails verfasst. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht unbedingt den Geschmack eines jeden trifft, mir hat es gut gefallen, auch wenn ich anfangs skeptisch war. Ich bin nur so durch den Text geflogen, habe viel geschmunzelt und war natürlich auch genervt, wenn Stefan es mit seiner political correctness hoffnungslos übertreibt. Doch genau diese Übertreibungen sind in meinen Augen mehr als notwendig, um den Lesern vor Augen zu führen, wohin so etwas führen kann. Interessant in dem Zusammenhang auch, dass Juli Zeh sich der Frage widmet, ob guter Journalismus allzu viel persönliche Meinung des Schreibenden erlaubt, was heutzutage leider immer mehr zunimmt. Ebenfalls bekommen die sozialen Medien ihr Fett weg, denn wer dort im Mittelpunkt eines Shitstorms landet, wird oft seines Lebens nicht mehr froh, ein sehr ernst zu nehmendes Thema! Für mich ist dieser Roman ein ganz ganz wichtiges und notwendiges Stück Gesellschaftskritik, dafür sind fünf Sterne viel zu wenig. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich dafür interessieren, wie die aktuellen Themen angefeuert durch die Medien unsere Gesellschaft leider erfolgreich spalten!

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Gespräche aus der Community

Wir wollen gemeinsam den neuen Roman von Juli Zeh ganz ohne Zeitdruck und Stress lesen und diskutieren. Hier soll Raum für lockeren Austausch über die eigenen Leseeindrücke sein.

Es gibt kein Exemplar zu gewinnen! 

Ihr seid eingeladen, mit einem eigenen Exemplar an der Runde teilzunehmen.


Herzlich willkommen in der Runde und schön, dass ihr da seid! :)

Das hier ist keine Leserunde im klassischen Sinne! 

Es soll vielmehr einfach ein Raum sein zum Austausch, zu Leseeindrücken und Meinungen zum Buch. Ganz locker, ohne Lesedruck und Stress. Jede*r liest in eigenemTempo und liest dennoch nicht allein. Das ist die Motivation dahinter :)

Das Buch wurde von der Autorin in 3 Teilen angelegt. Diese Unterteilung habe ich übernommen, damit die Diskussion möglichst spoilerfrei bleibt. 

Los geht's!

12 Beiträge
Alisha70s avatar
Letzter Beitrag von  Alisha70vor einem Tag

Ich schreibe jetzt einfach mal weiter ein paar Gedanken auf und freue mich auf eure Meinungen dazu.

Der zweite Teil des Buches beginnt mit einem Knall und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Theresa und Stefan haben sich wieder an der Außenalster getroffen und wieder ging es nicht gut aus. Ich habe mir zwei Fragen gestellt: weshalb schreibt Theresa ihn überhaupt wieder an? Ok, sie will etwas von ihm und weiß keinen anderen Weg. Ich hätte mir trotzdem eine Alternative überlegt.

Und um Himmels Willen: weshalb antwortet Stefan von seinem Firmenaccount? Das wird ihm später noch gehörig auf die Füße fallen. Also, eigentlich fällt ihm natürlich sein Verhalten Theresa gegenüber auf die Füße.

Und leider zeigt sich hier auch wieder ganz stark, dass auch Stefan, von dem ich das nun wirklich nicht vermutet hätte, an einer ordentlichen Position toxischer Männlichkeit leidet ("...ich war sicher, dass du es auch wolltest"). Da kann er noch so viele Gendersternchen verwenden, das ist dann reine Kosmetik.

Ich bin auf eure Meinung gespannt!

Zusätzliche Informationen

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