Simon Van Booy

 4,2 Sterne bei 155 Bewertungen
Autor von Die Illusion des Getrenntseins, Mit jedem Jahr und weiteren Büchern.
Autorenbild von Simon Van Booy (© Ken Browar)

Lebenslauf

Simon Van Booy, geboren und aufgewachsen in Wales, lebt mit seiner Frau und Tochter in Brooklyn. Er ist der Autor von zwei Erzählungsbänden und zwei Romanen sowie drei Philosophiebüchern und schreibt u. a. für die New York Times, den Guardian und die BBC. Sein Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.

Neue Bücher

Cover des Buches Eine Maus namens Merlin (ISBN: 9783608966787)

Eine Maus namens Merlin

Erscheint am 14.03.2026 als Gebundenes Buch bei Klett-Cotta.

Alle Bücher von Simon Van Booy

Cover des Buches Die Illusion des Getrenntseins (ISBN: 9783458360766)

Die Illusion des Getrenntseins

(82)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Mit jedem Jahr (ISBN: 9783458176992)

Mit jedem Jahr

(69)
Erschienen am 26.03.2017
Cover des Buches Eine Maus namens Merlin (ISBN: 9783608966787)

Eine Maus namens Merlin

(0)
Erscheint am 14.03.2026
Cover des Buches Die Illusion des Getrenntseins (ISBN: 9783869522104)

Die Illusion des Getrenntseins

(1)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Sipsworth (English Edition) (ISBN: B0CRZTJCRR)

Sipsworth (English Edition)

(2)
Erschienen am 18.07.2024
Cover des Buches The Secret Lives of People in Love (ISBN: 9781905636945)

The Secret Lives of People in Love

(1)
Erschienen am 10.06.2010

Neue Rezensionen zu Simon Van Booy

Cover des Buches Die Illusion des Getrenntseins (ISBN: 9783458360766)
Orishas avatar

Rezension zu "Die Illusion des Getrenntseins" von Simon Van Booy

Orisha
Sechs Menschen, sechs Leben

Sechs Menschen braucht es, um wieder in seinem Leben anzukommen. Denn über eben jene anderen fünf sind wir miteinander verwoben. Von sechs dieser Menschen handelt dieses Buch. Da haben wir Martin, der als Baby einem Bäcker in die Hand gedrückt wurde, Herkunft unklar. Da ist Amelia, die blind zu Welt kam und mit ihrem Leben hadert und dabei immer im Hinterkopf hat, dass ihr Großvater John ein schwereres Schicksal hatte. John, der im 2. Weltkrieg mit seinem Flugzeug abstürzte und dabei immer nur an seine Harriet denken konnte. Mr. Hugo, dem der halbe Kopf fehlt – einst weggeschossen, unklarer Ablauf, unklare Herkunft. Der kleine Danny, der sich mit Mr. Hugo anfreundet. Und Sébastian, der einen Fund in einer alten Maschine aus dem Zweiten Weltkrieg macht. Sie alle eint der Zufall. Sie sind Freunde, Nachbarn, Familie und Fremde. Ihre Leben unweigerlich verwoben – mal stärker, mal schwächer.

Simon Van Booy hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Was zunächst als lose Aneinanderreihung von Geschichten daherkam, entpuppte sich als tiefgründige, gut gestrickte Geschichte, die trotz ihrer Kürze ihre Magie entfalten konnte. Eine Magie, die ich in dieser Vollendung noch nicht gelesen habe, denn Van Booy schafft es die Geschichte abzurunden, ihr Tiefe zu verleihen und die Charaktere glaubhaft zu vermitteln. Er zeigt wie unterschiedlich wir sind und, dass ein Miteinander, auch unter schwierigen Verhältnissen möglich ist. Denn das Getrenntsein ist wahrlich eine Illusion, so wie der Buchtitel es uns verrät.

Kurzum: Eine kurzweilige Geschichte über Humanität in schwierigen Zeiten, über kleine Gesten, eigenwillige Menschen und ein Miteinander, das manchmal nicht ganz so offensichtlich ist. Lesenswert.

Cover des Buches Die Illusion des Getrenntseins (ISBN: 9783458175926)
Ritjas avatar

Rezension zu "Die Illusion des Getrenntseins" von Simon Van Booy

Ritja
Wechselhafte Geschichte

Es ist ein schmales Buch, aber es spannt seine Geschichte von 1944 bis 2010. Der Autor erzählt in vielen kleinen Kapiteln die Geschichten der Protagonisten.

Der Autor springt zwischen dem ersten Weltkrieg und den Zweitausender hin und her. Anfangs ist es etwas gewöhnungsbedürftig, da man nur wenige Seiten pro Kapitel hat. Zudem wechseln in jedem Kapitel die Perspektiven, so dass ich am Anfang der Geschichte noch etwas verwirrt war, da ich kaum Anknüpfungspunkte zwischen den Protagonisten erkannt habe. Erst nach einigen Kapiteln entstand ein Bild, welches die verschiedenen Charaktere miteinander verknüpfte. Immer wieder werden kleine Puzzleteile hinzugefügt, so dass bereits Geschriebenes auf einmal viel klarer und nachvollziehbarer wurde.

Die Passagen, welche 1944 spielen, sind nicht als Nachtlektüre zu empfehlen, aber sie spiegeln das Grauen der Zeit gut wider.

Der Autor hat einen wunderbar zu lesenden Schreibstil und seine Art diese Geschichte zu erzählen, hat mir, trotz anfänglicher Verwirrung, gut gefallen. Man muss sich darauf einlassen und am besten nimmt man sich die Zeit und liest das Buch mit wenigen Unterbrechungen. 

Cover des Buches Die Illusion des Getrenntseins (ISBN: 9783458360766)
Anna625s avatar

Rezension zu "Die Illusion des Getrenntseins" von Simon Van Booy

Anna625
Ich bin sehr positiv überrascht

Dies ist die Geschichte Martins. Oder eigentlich eher die Geschichte dessen, wie er zu seiner Familie fand. Denn Martin ist ein Findelkind und der Weg, der ihn zu seinen Adoptiveltern führte, ein dichtes Geflecht aus den verschiedensten Personen und Ereignissen.
Eingeleitet wird der Roman mit der Erkenntnis Martins, dass die Menschen, die ihn liebevoll aufgezogen haben, nicht seine leiblichen Eltern sein können. Was folgt sind mehrere mal kürzere und mal längere Kapitel aus der Perspektive verschiedener Menschen, deren Schicksale alle auf die eine oder andere Art mit dem Martins verknüpft sind. Manche in der Gegenwart, manche in der Vergangenheit, einige mit direktem Einfluss auf das Leben Martins und andere nur ganz lose damit verknüpft.

Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Roman, da mir die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren nicht klar war; recht schnell ergibt sich aber ein sehr schönes und überraschend schlüssiges Netz aus den verschiedenen Strängen, das die Handlung wirklich sehr gut trägt und am Ende des Romans sehr stimmig wirkt. Anfangs hatte ich die Befürchtung, es könnte dem Roman etwas an Tiefe fehlen, weil der recht leichte Schreibstil das für mich suggeriert hat; aber auch das hat sich als vollkommen unbegründet herausgestellt. Im Nachhinein war ich sogar sehr froh über den lockeren Stil, weil es ihm gelingt, genau die richtige Prise Leichtigkeit in das schwierige Thema (die Geschichte spielt während des 2. Weltkrieges) und die teils berührenden Einzelschicksale hineinzumischen, sodass die Geschichte zwar emotional ist, aber nicht zu traurig o. Ä. wird.
Und nach den anfänglichen Zweifeln war ich dann auf einmal so sehr im Lesefluss, dass ich irgendwann aufgeblickt und festgestellt habe, dass die Geschichte schon fast wieder vorbei ist. Auch jetzt nach dem Lesen bin ich noch sehr beeindruckt von dem erzählerischen Geschick des Autors und der Wärme, die die Geschichte transportiert.

"Die Illusion des Getrenntseins" ist ein Buch, das mich wirklich positiv überrascht hat, und ich bin froh, so spät im Jahr noch ein kleines Highlight von meinem SuB befreit zu haben. Wer es noch nicht kennt - Leseempfehlung!

Gespräche aus der Community

Simon Van Booy erzählt in Die Illusion des Getrenntseins davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Davon, dass die Welt nur scheinbar ein fremder Ort ist und die Menschen darin uns näher sind, als wir ahnen.

Eine kleine Bäckerei in Paris, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Ein Soldat, dem in einem Akt der Güte das Leben geschenkt wird und der damit das Richtige tut. Eine mutige junge Frau, die offene Arme hat für ein Neugeborenes ohne Namen. Und ein Autor, der die Geschichten dieser Menschen in einer wunderbar zarten, eleganten Prosa erzählt – und dabei die unglaubliche Wucht menschlichen Schicksals entfaltet, von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis heute und von Amerika bis Frankreich. Ein hinreißendes Liebeslied an das Leben!

Hier geht's zur Leseprobe »

Als kleinen Vorgeschmack könnt Ihr schon mal den Buchtrailer anschauen:


Lasst Euch entführen von den bewegenden Lebensgeschichten in Die Illusion des Getrenntseins. Wir verlosen 25 Leseexemplare dieses fesselnden Romans an alle, die uns bis Montag, den 21. April 2014, Folgendes verraten:

 *** Was ist für Dich Schicksal? ***

Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde mit Euch!

Simon Van Booy, geboren und aufgewachsen in Wales, lebt mit seiner Frau und Tochter in Brooklyn. Er ist der Autor von zwei Erzählungsbänden und zwei Romanen sowie drei Philosophiebüchern und schreibt u. a. für die New York Times, den Guardian und die BBC. Sein Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.

442 BeiträgeVerlosung beendet
SarahCatherines avatar
Letzter Beitrag von  SarahCatherine
Nun bin ich wohl die Letzte aus der Gruppe, die ihre Rezension verfasst, doch scheinbar bin ich nicht die einzige, die das Buch vorher eine ganze Weile gedanklich mit sich herumtragen musste. Dieses Buch hat mich irgendwie auf eine schwer zu beschreibende, sehr stille Art, beeindruckt. http://www.lovelybooks.de/autor/Simon-Van-Booy/Die-Illusion-des-Getrenntseins-1086443649-w/rezension/1102512198/

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

215 Bibliotheken

41 Merkzettel

2 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks