Simon Van Booy Mit jedem Jahr

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Inhaltsangabe zu „Mit jedem Jahr“ von Simon Van Booy

Ein berührender Roman darüber, wie man den einen Menschen findet, für den man bereit ist, sich einer der größten Herausforderungen zu stellen: sich selbst zu ändern. Ein kleines Mädchen, das seine Eltern zu früh verloren hat. Ein Mann, gebrandmarkt vom Leben und zurückgezogen. Als Jason seine Nichte Harvey bei sich aufnimmt, wissen beide nicht, wie ihr Alltag zu zweit aussehen wird. Doch die Freude, die mit dem Mädchen einkehrt, lässt Jason ahnen, dass er seinem Leben vielleicht doch eine Wendung geben kann – gemeinsam mit Harvey.

abgebrochen :/

— Nadine801
Nadine801

Raus aus dem schwarz-weiß Denken. Liebe kennt weder Alter, noch finanziellen Status. Ehrlich und gefühlvoll geschrieben.

— Fantasie_und_Träumerei
Fantasie_und_Träumerei

Berührend

— brauneye29
brauneye29

Gefühlvolle Vater-Tochter-Geschichte mit unpassender Wende am Schluss

— orfe1975
orfe1975

Ein sehr schönes Buch zum Lachen und Weinen.

— Spreeling
Spreeling

Wer ruhige Lektüre sucht mit Tiefgang, der liegt mit diesem Buch genau richtig.

— sydneysider47
sydneysider47

Was ist wichtiger - die Biologie oder gemeinsame Erlebnisse?

— Buchverschlinger2014
Buchverschlinger2014

Gefühlvoll ;-)

— Ivonne_Gerhard
Ivonne_Gerhard

Es hat mir Freude bereitet, die Geschichte von Harvey und Jason zu lesen, wie sich Jason verändert hat und nur das Beste für Harvey möchte.

— Ekcnew
Ekcnew

Anspruchsvoll, besonders auf den ersten Seiten fällt es schwer. Aber danach wird es schöner und zeigt einen gewissen lyrischen Anspruch

— Vanillis_world
Vanillis_world

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  • Mit jedem Jahr

    Mit jedem Jahr
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    03. August 2017 um 14:53

    "Mit jedem Jahr" ist ein kleiner, feiner Roman, der ganz unaufgeregt und ehrlich die Geschichte zweier Menschen erzählt, die verdeutlicht, dass es ganz egal ist, wer oder was du bist, solange du dein Herz öffnest, um einen Menschen dort hinein zu lassen. Die Menschen, die wir lieben, sind das, was im Leben wirklich zählt.Jason ist Ex-Knacki, hatte einen Alkoholiker-Vater, lebt von eBay Verkäufen, die er in seiner Garage sammelt, hat Alkohol getrunken und Drogen konsumiert und ist tätowiert. Eines Tages steht diese penetrante Sozialarbeiterin vor seiner Tür, um ihm dieses kleine Mädchen vorzustellen, dass seine Nichte sein soll und angeblich bei den Großeltern aufwachsen soll, weil Jasons Bruder und dessen Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Doch dann äußert Harvey den Wunsch bei Jason leben zu wollen, was eigentlich gar nicht sein kann, nicht sein darf, denn was hat er ihr schon zu bieten?Wie sehr sind mir Harvey und Jason ans Herz gewachsen. Zwei sympathische Menschen, die Autor Simon van Booy aus dem Leben gegriffen hat. Jason, der keinerlei Selbstbewusstsein, ja manchmal nicht einmal mehr Selbstachtung, aber ein großes Herz hat. Und Harvey, die sich einfach nur ein liebevolles Zuhause wünscht. Das Zusammenleben der beiden ist nicht leicht. Überall gibt es Ecken und Kanten, an denen die beiden sich stoßen können. Konventionen und Vorurteile, die es zu überwinden gilt. Aber wann ist das Leben schon einfach?Simon van Booys Schreibstil ist klar, sanft und ehrlich. Er zeigt, dass es wichtig ist das eigene schwarz-weiß denken zu verlassen. Dass nicht immer alles perfekt sein muss, um zu funktionieren und dass es wichtig ist, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Es lohnt sich.

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  • Berührend

    Mit jedem Jahr
    brauneye29

    brauneye29

    25. July 2017 um 19:44

    Zum Inhalt: Ein berührender Roman darüber, wie man den einen Menschen findet, für den man bereit ist, sich einer der größten Herausforderungen zu stellen: sich selbst zu ändern. Meine Meinung: Hier handelt es sich um eine gefühlvolle und berührende Geschichte eines Mädchens und ihren Onkel, die plötzlich mehr als das sind. Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut lesbar. Die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind mitunter schlecht zu erkennen, aber letztendlich nach einer Weile des Lesens doch greifbar. Die Protagonisten sind sympathisch und die Wandlung von Jason hat mir gut gefallen. Er setzt alles daran, das Harvey ein glückliches Leben führen kann. Das Ende hat für mich den guten Eindruck des Buches ein wenig eingeschränkt. Da hätte ich mir etwas anderes fewünscht. Fazit: Berührende Geschichte

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  • Harveys Vatertagsgeschenke

    Mit jedem Jahr
    orfe1975

    orfe1975

    20. July 2017 um 13:34

    Cover: Das Bild eines kleinen Mädchens, das seine Hand schützend in die eines Mannes mit kaputten Jeans legt, rührt bereits beim ersten Anblick. Da der Kopf des Mädchens nur halb, der des Mannes gar nicht zu sehen ist, macht das Bild gleich neugierig und passt sehr gut zum beschriebenen Inhalt einer Vater-Tochter-Geschichte. Das Buch als Hardcover mit Schutzumschlag liegt gut in der Hand. Von der Gestaltung her definitiv ein Grund, in der Buchhandlung aufmerksam zu werden. Inhalt: Harvey wächst sehr behütet bei Ihren Eltern auf. Ihr Vater ist Juwelier und es fehlt ihr an nichts. Zufällig erfährt sie von Jason, dem Bruder ihres Vaters, der ein böser Mensch sein soll, weil er jemand blind geprügelt hat. Doch ihr Vater sagt auch, dass er seine Gründe hatte und ein gutes Herz. Als Harvey sieben ist, sterben ihre Eltern bei einem Unfall. So kommt sie zu Jason, der von der Sozialarbeiten ausfindig gemacht wurde. Obwohl sich dieser anfangs wehrt, nimmt er sich doch Harvey an und Jahr für Jahr wachsen die beiden zusammen. Mein Eindruck: Ich bin von Anfang an gut in die Geschichte hinein gekommen. Harvey ist ein aufgewecktes Mädchen, das sehr gut beobachten kann. Der Schreibstil ist trotz der schweren Kost sehr poetisch und man ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckt hat mich ein Zitat vom Anfang der Geschichte, als Harvey sieht, wie eine junge Frau im Geschäft ihres Vaters eine Kette anprobiert:"Die goldenen Kette wurde der Frau auf einem roten Kissen gereicht, so wie Harvey es in der Kirche gesehen hatte. Ihre Mutter sagte, die Leute kauften zu Weihnachten gerne goldene Kreuze, weil Jesus am Kreuz gestorben war. Harvey hatte einmal ein Bild vom sterbenden Jesus gesehen. Er hatte den Kopf hängen lassen, als wäre er traurig. Und da waren Dornen gewesen. Leute in Bademänteln und Sandalen hatten daneben gestanden und zugesehen. Harvey wusste, dass es böse Leute waren, die anderen wehtaten. Sie hatte solche Leute im Fernsehen gesehen. Sie hatten Pistolen und fuhren auf Motorrädern und lauerten einem nachts oder in der Stadt auf." (S. 12)[....]"Harvey fragte sich, wie etwas, das Jesus so wehgetan hatte, Menschen glücklich machen konnte. Manchmal verlor sie den Überblick über all die Dinge, die keinen Sinn ergaben." (S. 13)Dies ist sehr symbolisch für das ganze Buch, warum soll jeder selbst herausfinden...Nach der kurz beschriebenen Kindheit Harveys folgt ein Sprung 20 Jahre später. Harvey empfängt ihren Vater (Jason) in Paris. In Form von einem Paket von Erinnerungsstücken, die sie ihm an Vatertag überreicht (Originaltitel ist passenderweise "Fathers Day"), erinnert sie sich mit ihm zusammen an ihre gemeinsame Vergangenheit. So erfährt der Leser Stück für Stück in Rückblenden, wie die Ereignisse sich entwickelt haben. Anfangs irritierte mich, dass Harvey von ihrem Vater sprach, ohne dass klar war, dass nicht ihr richtiger Vater, sondern Jason damit gemeint war. Das kam erst eine ganze Weile später heraus. Die Erlebnisse zwischen den beiden und wie sich ihre Beziehung entwickelt, sind sehr anrührend geschrieben. Manchmal hatte ich eine Träne im Auge, manchmal musste ich auch schmunzeln. Es macht Spaß die Welt aus Harveys Augen zu sehen und auch Jason versteht man im Laufe des Buches immer besser. Seine Veränderungen fand ich realistisch dargestellt. Am Ende des Buches erfolgt durch Harveys letztes Geschenk nochmal ein richtiger Kracher - eine Wende, mit der niemand rechnen kann. Doch gerade diese Wende, besonders die Erklärung auf der letzten Seite war mir etwas zu dick aufgetragen. Ich habe mir das Buch danach erneut durchgelesen und fand das Ende einfach nicht schlüssig. Sehr schade, sonst hätte ich volle Bewertung gegeben. Fazit: Gefühlvolle Vater-Tochter-Geschichte mit unpassender Wende am Schluss

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  • Zu viele Klischees verdecken die echte Thematik des Buches

    Mit jedem Jahr
    Gise

    Gise

    26. June 2017 um 23:07

    Harvey verliert ihre Eltern bei einem Autounfall, ihr Onkel Jason nimmt sie bei sich auf. Bisher war er das schwarze Schaf der Familie, doch das Zusammenleben mit Harvey gibt seinem Leben eine positive Wendung. Zwanzig Jahre später besucht er seine Tochter in Frankreich, wo sie sich beruflich eingerichtet hat. Sie überrascht ihn am Vatertag mit einigen Erinnerungen aus ihrem gemeinsamen Leben – und damit, dass sie das Geheimnis ihrer Herkunft kennt.Simon Van Booy hat über das Leben von zwei Menschen geschrieben, die in schwierigen Situationen Halt aneinander gefunden haben. Das Buch gliedert sich in zwei Zeitebenen, der Gegenwart und den Rückblicken in das gemeinsame Zusammenfinden als Familie. Erst das Ende des Buches deckt Harveys ganz großes Geheimnis auf. Hier hat der Autor eine riesengroße Überraschung für den Leser parat, die die Geschichte nochmal ganz neu beleuchtet.Es ist eine rührende Erzählung, die jedoch in mancherlei Hinsicht etwas unrealistisch ist. Aus meiner Erfahrung geschieht Harveys Einleben viel zu schnell und zu reibungslos in ihre neuen Lebensumstände. Mehr kann ich hier leider nicht verraten, ohne zu spoilern… Wobei ich zu der Aussage stehe, dass ein Kind einen Erwachsenen völlig verändern kann, wie auch ein Kind vieles zu ertragen lernt, wenn das Schicksal zuschlägt. Doch dies gelingt nicht so reibungslos wie in dieser Geschichte. Insgesamt finde ich das Ende des Buches überhaupt nicht realistisch, aber das mag Ansichtssache sein. Eigentlich finde ich sogar, dass Harveys Fragen an diesem Punkt erst hätten beginnen müssen…Insgesamt bin ich etwas enttäuscht über dieses Buch, es lässt mir zu viele Klischees aufleben, die zu wenig Einblick in die echte Thematik um die Brüche im Leben dieser Menschen gibt.

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  • Zum Lachen und Weinen

    Mit jedem Jahr
    Spreeling

    Spreeling

    26. June 2017 um 17:30

    Simon Van Booy nimmt den Leser auf eine Reise mit durch die Lebensjahre von Harvey und Jason.Jason ist das schwarze Schaf der Familie, vorbestraft und nicht mehr im Kontakt. Harvey wächst behütet auf bei Jasons Bruder. Aber als Harveys Eltern verunglücken kommt Jason als Vormund in Betracht. Wir begleiten die beiden durch Höhen und Tiefen des Kennenlernens, Zusammenlebens und lieben lernens. Jason gibt für Harvey das Trinken und Rauchen auf. Er sucht sich Arbeit, verkauft sein geliebtes Motorrad und wird ein wundervoller Vater. Er lernt seine Wut zu kontrollieren und gelassener auf Andere zu reagieren.Die Geschichte ist ungewöhnlich aufgebaut. Sie beginnt eigentlich als Harvey schon groß ist. Harvey hat für Jason eine Geschenke Kiste mit Kleinigkeiten, die Bezug zu ihrem gemeinsamen Leben haben. Immer wenn Jason etwas auspackt, wird die Geschichte dazu erzählt. Das fand ich etwas den Lesefluss störend. Die Sätze sind kurz und knackig. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Ich konnte die Zweifel und Ängste nachvollziehen. Die Arbeit der Sozialarbeiterin Wanda wurde sehr gut beschrieben. Sie mochte ich sehr und man wünscht sich mehr von solchen Mitarbeitern. Ganz zum Ende kam noch eine Info und ich dachte, dass Buch kann doch jetzt nicht zu Ende sein. Gerne hätte ich noch am Leben der Beiden weiter Teil genommen.Ein tolles Buch zum Lachen und Weinen.

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  • Nette, berührende Geschichte

    Mit jedem Jahr
    rinochka

    rinochka

    25. June 2017 um 21:26

    Als Harveys Eltern tödlich verunglücken, wird sie von ihrem Onkel, Jason, adoptiert. Jason neigt zu Wutausbrüchen, ist vorbestraft und ist eigentlich alles andere als ein perfekter Adoptivvater. In "Mit jedem Jahr" erzählt Simon van Booy, wie Jason und Harvey zu einer Familie werden, wie sie einander helfen, ihre Probleme zu bekämpfen.Das ist das erste Buch von Simon van Booy, das ich gelesen habe, aber sicherlich nicht das letzte. Ich fand seinen Schreibstil sehr schön, zart und elegant.Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt und springt immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit; man hat aber trotzdem kein Problem der Geschichte zu folgen.Es gibt sowohl lustige als auch traurige Momente, man wird von dem Buch emotional berührt - es ist ein sehr schönes Buch über die Eltern-Kind-Liebe.Ich kann aber dem Buch nicht das volle Sternzahl vergeben und muss einen Stern für das letzte Geheimnis abziehen - ich fand diesen Geheimnis in diesem Buch fehl am Platz.

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  • Ein ruhiges Buch mit zwei sympathischen Hauptcharakteren

    Mit jedem Jahr
    sydneysider47

    sydneysider47

    15. June 2017 um 00:34

    Die Handlung: Harvey ist sieben Jahre alt und lebt mit ihren Eltern irgendwo in den USA. Das Leben ist harmonisch, Harvey kümmert sich um ihre Puppen. Der Vater hat ein Juweliergeschäft, die Mutter stammt aus Ecuador. Harveys Eltern kommen durch einen Autounfall ums Leben. Die Sozialarbeiterin Wanda setzt sich dafür ein, dass Harvey zu ihrem Onkel Jason kommt. Jason, einem Raucher und Raufbold, den sie bisher nicht kannte. Jason, der ältere Bruder des Vaters, der nie dachte, sich jemals um eine Familie kümmern zu können. Harvey und er raufen sich zusammen. Er meldet Harvey zur Schule an, er kauft ihr Kleider, er kümmert sich um sie, wenn sie krank ist. Und mit jedem Jahr, in dem Jason mit Harvey zusammen ist, wird er weicher, menschlicher, einfach ein Familienmensch. Später zieht Harvey nach Paris, weil sie dort eine Arbeit als Zeichnerin gefunden hat. Sie nennt Jason schon lange nicht mehr Onkel – nein, er ist ihr „Dad“, dem sie Paris zeigen will, als er aus den USA zu Besuch kommt. Meine Meinung: Es gibt zwei Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Erzählt wird das Buch aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit. Die Schilderungen von Harveys Kindheit wechseln sich ab mit Schilderungen, wie die erwachsene Harvey in Paris arbeitet und Jason empfängt, der aus den USA zu Besuch kommt. Sie zeigt ihm die Stadt. Immer wieder tauchen sie ein in Erinnerungen über die Vergangenheit. Der Schreibstil des Buches gefällt mir gut, die Charaktere Harvey und Jason sind sympathisch. Man merkt auch beim Lesen, wie Jason langsam zu einem Familienmenschen wird - und das gefällt. Eigentlich will er anfangs Harvey gar nicht bei sich aufnehmen. Er gilt als „Raubein“, der Motorräder und Raufereien liebt und einige Tattoos hat. Wie soll solch ein Mensch Harvey gleichzeitig Vater und Mutter sein? Aber die Sozialarbeiterin Wanda entdeckt immer mehr gute Eigenschaften an ihm. Sie trifft ihn mehrmals, bringt immer wieder Harvey mit. Und sie ermutigt ihn, Harvey bei sich aufzunehmen, damit diese nicht in einer Pflegefamilie leben muss. So nach und nach raufen sich die beiden zusammen. Jason ist nicht jähzornig, er ist geduldig – und ihm fällt immer etwas ein, auch in schwierigen Situationen. Beispielsweise, als Harvey mit hohem Fieber im Bett liegt. Da holt er die Nachbarin, die die richtigen Medikamente zu haben scheint, die sie Harvey gibt. Ich habe das Buch gerne gelesen. Was mich allerdings gestört hat, war, dass die Spannung oft fehlte. Das Buch ist ruhig, und man liest es, um zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Harvey und Jason entwickelt. Wie kann ein Mann, der nie eine Familie haben wollte – und selbst keine eigenen Kinder hat, einem kleinen Mädchen ein guter Vater sein? Und genau diese Annäherung, diese Entwicklung des raubeinigen Jason zum Vater macht dieses Buch aus. Oft habe ich mich beim Lesen gefragt: Worauf will dieses Buch hinaus? Was ist der Höhepunkt? Zum Schluss gibt uns der Autor noch einen Höhepunkt, ein unerwartetes Ereignis, mit dem ich nicht gerechnet habe. Mein Fazit: Das Buch „Mit jedem Jahr“ von Simon Van Booy schildert, wie ein Onkel sich auf einmal um seine Nichte kümmert – und die beiden im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Familie werden. Das Buch ist ruhig, es ist wenig spannend, aber der Schreibstil ist gelungen. Ich vergebe dem Buch vier Sterne und empfehle es weiter.

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  • Berührende Vater-Tochter-Geschichte

    Mit jedem Jahr
    Buchverschlinger2014

    Buchverschlinger2014

    12. June 2017 um 20:31

    Simon van Booy erzählt in seinem berührenden Buch "Mit jeden Jahr" die Geschichte von Jason und seiner Pflegetochter Harvey. Jason gilt als schwarzes Schaf in seiner Familie und daher hat er keinerlei Kontakt zu Ihnen. Eines Tages verunglücken sein Bruder und dessen Frau tödlich, so dass die kleine Tochter Harvey plötzlich Waise ist. Auch wenn die Voraussetzungen denkbar ungünstig stehen, übernimmt Jason die Pflegschaft für seine kleine Nichte. Nach und nach krempelt er sein Leben komplett um, um Harvey ein liebevoller und guter Vater zu sein. Die Geschichte wechselt zwischen der Gegenwart und der Erinnerung von Jason und Harvey über ihre Kindheit hin und her. Heute ist Harvey eine junge Frau, die in Paris arbeitet und lebt. Ihr Vater Jason kommt sie eines Tages dort besuchen und Harvey zeigt ihm ihr Paris. Immer hat sie kleine Geschenke für ihren Vater vorbereitet, die für eine schöne Episode aus ihrer trotz allem schöne Kindheit steht. Man bekommt dadurch einen guten Einblick über das besondere Familienleben der beiden. Manchmal kann es ein kleines Kind schaffen, dass ein Erwachsener sein Leben grundlegend zum Besseren ändert. Der Schreibstil ist berührend und man kann sich gut in die Situation hineinversetzen. Der einzige Minuspunkt war für mich das Ende der Geschichte, denn ich bin mit dem Gefühl zurück geblieben, dass es irgendwie noch weitergehen muss. Meiner Meinung hätte man die letzte Wendung komplett weglassen können, denn sie hat nix an der Geschichte geändert. Oder man hätte sie früher einbauen müssen und mehr auf die Auswirkungen und Ursachen eingehen müssen. Aus diesem Grund gibt es auch nur 4 Punkte von mir.

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  • Gefühlvoll :-)

    Mit jedem Jahr
    Ivonne_Gerhard

    Ivonne_Gerhard

    29. May 2017 um 22:19

    Das Cover des Buches weckt mit dem Titel schon Interesse , was es mit dem Mann und dem Mädchen auf sich hat ,... das Format des Buches liegt super in den Händen , die Texte sind flüssig und leicht zu lesen und man kann sich sehr gut in die Geschichte reinversetzten und ist gedanklich mitten drin. Das Leben von der kleinen Harvey und Ihrer Familie begleitet man von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter ;-) durch Höhen und Tiefen die sie und auch ihr "vater" Jason erleben mussten ,... am Ende erfährt man dann auch die Wahrheit um Harvey :-) welche eine Überraschung bereit hält , was ich nicht gedacht hatte. Die Geschichte ist wirklich bis zum Schluss sehr spannend und auch sehr stark von Gefühlen geprägt ;-) Harvey ist eine sehr emotionale Frau - Mädchen , es ist interessant wie sie die Verschiedenen Situationen in ihrem Leben meistert und auch versucht Jason dabei zu helfen seine Vergangenheit zu bewältigen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war eine tolle Geschichte über ein ungewöhnliches Leben und eine tiefe menschliche Beziehung zwischen der Familie ;-)

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  • Eine sehr rührende Geschichte um die sechsjährige Harvey

    Mit jedem Jahr
    Ekcnew

    Ekcnew

    29. May 2017 um 20:26

    In diesem Buch geht es um die sechsjährige Harvey. Sie wächst sehr behütet und glücklich bei ihren Eltern auf. Bis zu dem Tag, an dem ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Sehr schön / traurig zu lesen war die Stelle, als Harvey davon erfahren musste. Sie wurde in der Schule zu ihrem Rektor gerufen, in dem Moment hat sie überlegt, was wohl der Grund dafür sein könnte, da ihr nichts Schlechtes einfällt, wofür sie gerügt werden könnte, musste es wohl ein Lob sein, was sie erwartet. Mit Vorfreude auf die Nachricht muss Harvey dann vom Tod ihrer Eltern erfahren. Es gibt außer Jason, dem Bruder von Harveys Vater, keine weiteren Verwandten. Das Problem bei Jason ist seine Vergangenheit. Er ist bereits sehr früh auf die schiefe Bahn geraten und hatte seit dem den Kontakt zu seiner Familie abgebrochen. Harveys Vater allerdings wäre gerne noch weiter für ihn da gewesen. Wanda, eine Sozialarbeiterin kurz vor dem Ruhestand, nimmt sich Harvey an und möchte sie bei Jason in guten Händen wissen. Jason möchte alles für seine Nichte tun, er möchte ihr ein guter Ersatzvater sein. Es ist sehr schön, diese Abschnitte im Buch zu lesen, wie rührend er da vorgeht. Die Geschichte wird mehreren Zeitebenen erzählt, zum einen als Harvey ein Kind / eine Jugendliche ist und zum anderen als Harvey erwachsen ist und sich ein Leben in Paris aufgebaut hat. Jason ist bei ihr zu Besuch. Es hat mir Freude bereitet, die Geschichte von Harvey und Jason zu lesen, wie sich Jason verändert hat und nur das Beste für seine Harvey möchte.

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  • Wasser und Blut

    Mit jedem Jahr
    Marapaya

    Marapaya

    26. May 2017 um 22:46

    Harvey widerfährt das Schlimmste, was einem nur in seiner Kindheit passieren kann – bei einem Autounfall kommen Vater und Mutter ums Leben und sie landet in der Obhut des Jugendamtes. Glück im Unglück ist Wanda ihre zuständige Betreuerin, die ihren Job nicht nach Vorschrift macht, sondern danach schaut, was für die kleine Harvey das Beste ist. Wanda findet auch heraus, das der einzige lebende Verwandte ihr Onkel Jason ist. Papas großer Bruder und das schwarze Schaf der Familie. Sein Jähzorn brachte ihn bereits in der Jugendzeit in Schwierigkeiten und schließlich landete er nach einer Prügelei im Gefängnis. Danach verlor sich der Kontakt zur Familie und der kleine Bruder machte seinen Schulabschluss ohne den Rückhalt einer Familie, denn nach dem Tod des alkoholkranken Vaters nahm sich die Mutter das Leben. Nun sieht alles danach aus, als müsste auch Harvey dieses Schicksal erleiden, doch Wanda bringt Jason mit seiner Nichte zusammen und diese erobert sein Herz. Simon Van Booys poetischer Ton aus „Die Illusion vom Getrenntsein“ klingt mir noch sehr gut in den Ohren. Auch hier ging es um Familie, die sich anders zusammenfand als auf die klassische Art und Weise. Deren Liebe Simon Van Booy in so eine poetische Sprache mit berührenden Bildern packt, dass es einen einfach nur ergreifen kann. „Mit jedem Jahr“ unterscheidet sich in seiner Sprache allerdings ganz stark zu dem Vorgängerroman. Sie wirkt irgendwie distanziert, wenig poetisch. Detaillierte Beschreibungen erklären aus Sicht der kleinen Harvey, des jugendlichen Rowdys Jason, der erwachsenen Harvey und des in die Jahre gekommenen Ziehvaters die Handlung. Ganz dicht ist der Erzähler an immer nur einer Figur dran. Erzählt immer nur aus einer Perspektive, die wechselt ebenso wie die Erzählzeit. Konzentration ist beim Lesen angebracht, damit die man die Rückblende rechtzeitig als Rückblende erkennt und die Erinnerung nicht mit der Gegenwart verwechselt. Die Zeit- und Perspektivwechsel funktionieren gut, sie bringen in genau der richtigen Geschwindigkeit die Puzzleteile der Handlung zusammen. Das Wachsen der Beziehung zwischen Nicht und Onkel wird so glaubhaft dargestellt, es erklärt wie aus ihnen Vater und Tochter wird. Das einfache Leben, die profane Alltäglichkeit müssen sich beide zusammen hart erarbeiten. Vielleicht sind manche Erzählfahrten übertrieben, zu rosarot und zuckerig im Vergleich zum Start der beiden. Harvey mit ihrer Karriere ausgerechnet in Paris, Jason, der aus der erzwungenen Auseinandersetzung mit seiner Schuld einen besten Freund gewinnt. Vielleicht ist dieser Kontrast aber auch nötig, um den ärmlichen Alltag vor 20 Jahren, das Durchhalten, das bedingungslose Vertrauen der beiden zueinander klar im Erzählen von der Zukunft abzugrenzen, den schweren Beginn zu verdeutlichen. Für mich ist diese Geschichte in sich stimmig, ich war immer ganz nah bei beiden in jeder Zeit, nur über das Ende des Buches und seine Bedeutung werde ich noch eine Weile nachgrübeln.

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  • Liebe Geschichte, aber oft zu viel des Guten...

    Mit jedem Jahr
    Naibenak

    Naibenak

    07. May 2017 um 17:06

    Als die kleine Harvey von einem auf den nächsten Tag Vollwaise wird, nimmt sich ihr dubioser Onkel Jason ihrer an. Dieser ist vorbestraft und hat bereits eingesessen. Mit Hilfe der tüchtigen Wanda vom Jugendamt schaffen sie es, dass Harvey bei ihrem Onkel einzieht. Zwanzig Jahre später besucht Jason seine Nichte in Paris, wo sie beruflich zu tun hat. Da der Vatertag kurz bevor steht, hat Harvey sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Sie hat viele kleine Erinnerungsstücke gesammelt, die Jason nach und nach auspackt – zwischen Versailles und Notre Dame, während sie all die Pariser Sehenswürdigkeiten erkunden. Jedes Geschenk erzählt eine Episode aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Und am Ende gibt es noch ein Geheimnis zu lüften.Simon van Booy erzählt eine sehr liebenswerte Geschichte in klarer, unverschnörkelter Form, was mir sehr gut gefallen hat. Insbesondere die Rückblicke auf die gemeinsamen Jahre von Jason und Harvey, aber auch die Rückblicke in Jasons frühere Vergangenheit habe ich sehr gemocht und gern gelesen. Da gab es viele „erste Male“ für die Beiden in jeglicher Hinsicht, viele Hürden und es gab immer eine am Ende recht wohlwollende Lösung für das eine oder andere Problem. Diese Episoden erschienen mir zumeist sehr lebensnah, sie konnten mich erreichen und bewegen. Die Szenen in der Gegenwart jedoch – das Wiedersehen von Harvey und Jason in Paris nach zwei Jahren der Trennung – war mir oft zu übertrieben lieb, teilweise sogar albern und befremdlich. Dieses Schlendern durch Paris und das gemeinsame Erinnern hat einerseits unpersönlicher und hölzerner auf mich gewirkt, andererseits ist es in allem, was Gefühle und das Miteinander betrifft, ein bisschen aufgesetzt dahergekommen. Hier habe ich einen starken Unterschied zu den Szenen aus der Vergangenheit wahrgenommen. Es bleiben am Ende zudem einige Fragen offen, z.Bsp.: hat Harvey ihre gesamte Kindheit nur mit ihrem Vater und in der Schule verbracht? Hatte sie keine richtigen Freunde? Es macht jedenfalls ein bisschen den Eindruck. Diese Geschichte beschränkt sich voll und ganz auf die Beziehung von Vater und Tochter, andere Personen werden (mit ganz wenigen Ausnahmen) maximal nur am Rand erwähnt. Sicherlich ist es genauso vom Autor gewollt, auf mich wirkt es aber zusätzlich etwas unwirklich.Fazit: Die klare und unverschnörkelte Sprache hat mich begeistert. Auch die meisten Rückblicke waren sehr schön und nachvollziehbar erzählt und haben mich berührt. Am Ende bleiben jedoch Fragen offen und die Tatsache, dass die Gegenwartsgeschichte für mein Empfinden dann doch eher kitschig und aufgesetzt wirkt. Ein nettes Buch, aber keine unbedingte Leseempfehlung von mir.       

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    • 2
  • Emotional mit viel Potential

    Mit jedem Jahr
    Vanillis_world

    Vanillis_world

    07. May 2017 um 16:42

              Der Roman "Mit jedem Jahr" von Simon Van Booy ist ein poetisch angehauchtes Werk über Harvey (Harv) und wie sie ihre neue Familie findet. Nach einem tragischen Unfall der Eltern muss ihr lange verschollene und von den Eltern gemiedene Onkel Jason die Rolle übernehmen. Beide haben viel zu lernen und bekommen eine zweite Chance.Die 307 Seiten sind auf 45 Kapitel aufgeteilt. Das eher schmale Buch macht einen hochwertigen Eindruck und das Cover passt sehr gut zu den beiden Protagonisten.Es geht in der Geschichte nicht darum, einen mitreißenden Spannungsbogen aufzubauen. Den Großteil des Inhalts kann man sich aus den Klappentexten erschließen. Das soll allerdings nicht heißen, dass es nicht lesenswert ist! Die Ehrlichkeit, die Emotionen und der tolle Schreibstil nehmen einen mit in die Welt von Harvey. Es ist ein erzählender Roman, der zwei vollkommen unterschiedliche Personen beleuchtet, wie sie in jeder Gesellschaft vorkommen können. Der personale Erzähler wechselt zwischen Harvey und Jason. Im Buch gab es nur ein "Kernproblem", dass meine niedrige Sternzahl begründet. Mir gefiel die zeitliche Anordnung der Kapitel nicht, die immer wieder zwischen Harv´s Kindheit und der Gegenwart springen. Es hat mir den Einstieg sehr schwer gemacht, auch weil ich mich lange gefragt habe, wer da eigentlich erzählt. Beim zweiten oder dritten mal lesen ist das eventuell aufschlussreich, aber jetzt war es unglücklich. Für mich persönlich hätte es wesentlich besser gepasst, hätte man mit einer "Einleitung" aus Harveys Sicht begonnen und dann ihre Kindheit aufgerollt.Nichtsdestotrotz ist es ein gelungener, anspruchsvoller Roman.Meine Empfehlung gilt ab young adult (-bis...), vorher halte ich es für zu komplex. Wenn mal etwas Zeit über ist, eine tolle Lektüre, in die man sich wirklich einarbeiten kann.       

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  • Berührend

    Mit jedem Jahr
    Hagazussa

    Hagazussa

    06. May 2017 um 14:16

    Die Geschichte klingt lt. Klappentext erst mal recht dramatisch, was sie unzweifelhaft auch ist: Kleines Mädchen verliert beide Eltern durch einen Unfall und wird vom Bruder des Vaters, dem schwarzen Schaf der Familie, aufgenommen. Simon Van Booy hätte jetzt voll auf die Tränendrüse drücken können. Hat er aber nicht und genau das ist es, was dieses Buch zu etwas besonderem macht. In schlichten Worten erzählt und Simon Van Booy von Harvey und Jason. In Rückblenden wird durch kleine Begebenheiten erzählt, wie die beiden zusammenwachsen und für Harvey aus Jason Dad geworden ist. Diese Erinnerungen sind sehr authentisch dargestellt, denn jeder Mensch hat seine eigene Realität und Wahrnehmung. Was sich bei Harvey als wertvolle Erinnerung eingebrannt hat, hatte Jason komplett vergessen und umgekehrt. Das Buch erzählt vom Leben in seiner reinsten Form und ist gerade deshalb so spannend und berührend. Absolut empfehlenswert. 

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  • tiefgründig und offen

    Mit jedem Jahr
    Michaela91

    Michaela91

    06. May 2017 um 12:57

    Die Eltern verstorben und keine nahen Verwandten mehr da, wo Harvey hin könnte. Sie ist ist so jung und scgon ziemlich schlau...hinterfragt viele Dinge. So auch die Beziehung zwischen ihrem Vater und seinem Bruder Jason. Zu ihm will sie, als niemand mehr da ist, weil ihr Vater davon erzählt hat, wie Jason sie in der Kindheit beschützt hat. Harvey glaubt daran, dass er ein guter Mensch ist. Jason ist weniger begeistert, als Harvey mit ihrer Sozialarbeiterin vor seiner Tür auftauchen. Er ist (noch) nicht bereit für ein Kind, doch schon bald liebt er sie wie seine Tochter und wird nur durch sie ruhiger und weniger zornig.. DIn Erzählung besteht aus Erinnerungen von Harvey und Jason, die 20 Jahre nachdem die beiden eine Familie geworden sind, ansetzen. Das war etwas gewöhnungsbedürftig, doch eine sehr gute Wahl. So versteht der Leser, wie Harvey anfängt zu verstehen, warum Jason was getan hat. Darüberhinus hat sie noch mehr Fragen, die sie beantwortet haben möchte. Die Wendung zum Ende hin, ist etwas vorsehbar. Das Buch endet ziemlich offen und der Leser muss sich selbst vorstellen, wie die zwei mit der Offenbarung von Harvey umgehen. Ich hätte gerne noch ein Kapitel gehabt, in dem Sie Jason alles, was sie herausgefunden hat, erzählt, um zu erfahren, wie er darauf reagiert. Ich mochte Jason, er war mit nichts darauf vorbereitet ein kleines Mädchen großzuziehen und trotz wenig Geld und anderen Schwierigkeiten nimmt er sie bei sich auf. Gerade weil er seinen Bruder geliebt hat. Es ist berührend zu lesen, wie sich mit jedem Jahr die Vater-Tochter-Bindung aufbaut und stärkt und sich beide verändern. Der Autor hat einen sehr guten Schreibtisch, locker und offen. Eine ruhige Atmosphäre zieht sich durch den gesamten Roman. Wie viele Väter bzw. Eltern lässt auch Jason Fragen von Harvey unbeantwortet und genauso der macht es der Autor mit seinen Lesern.

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