Simon Winchester

 3.9 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Der Mann, der die Wörter liebte, Krakatau und weiteren Büchern.
Simon Winchester

Lebenslauf von Simon Winchester

Simon Winchester wurde am 28.09.1944 in Großbritannien geboren. Winchester arbeitet als Journalist und Sachbuchautor. Seine Arbeit als Auslandskorrespondent führte ihn in nahezu fast alle Länder der Welt von wo aus er Bericht erstattete. Mit seinem Roman »Der Mann, der die Wörter liebte« gelang Winchester erstmals ein Bestseller. Durch die Tsunamis im Dezember 2004 bekam Winchester's Buch »Krakatau« wieder mehr Aufmerksamkeit. Für seine Werke wurde Winchester mehrfach preisgekrönt. Mittlerweile lebt Simon Winchester in Asien und Afrika und ist auf einer kleinen Farm in Nebraska zu Hause.

Alle Bücher von Simon Winchester

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Der Mann, der die Wörter liebte

Der Mann, der die Wörter liebte

 (23)
Erschienen am 15.02.2006
Krakatau

Krakatau

 (8)
Erschienen am 24.05.2005
Eine Karte verändert die Welt

Eine Karte verändert die Welt

 (5)
Erschienen am 01.05.2003
Der wilde Strom

Der wilde Strom

 (3)
Erschienen am 01.01.2008
Korea

Korea

 (5)
Erschienen am 03.07.2006
Der Atlantik

Der Atlantik

 (3)
Erschienen am 29.10.2012
Skulls

Skulls

 (2)
Erschienen am 19.09.2013
Der Mann, der China liebte -

Der Mann, der China liebte -

 (3)
Erschienen am 11.07.2011

Neue Rezensionen zu Simon Winchester

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quatspreches avatar

Rezension zu "Der Atlantik" von Simon Winchester

Der Atlantik
quatsprechevor 2 Jahren

Sobald ich dieses Buch von Simon Winchester auspackte hatte ich mich schon darin verliebt. Das Cover ist etwas ganz besonderes, denn es erweckt eine ganz besondere Stimmung. Das Buch vom Knaus-Verlag ist etwas größer als normal und auch etwas schwerer und voll von Versprechungen von fernen Stränden, Meerjungfrauen und Mysterien.

Es beginnt mit einer autobiographischen Geschichte des Autors darüber, wie er den Atlantik zu lieben lernte. Er geht ganz recht in der Annahme, dass wohl vielen die Magie dieses Ozeans nicht bewusst ist. Er ist zu einem Hindernis zwischen Europa und Amerika geworden, eins, dass in kurzer Zeit dank Flugzeugen überquert werden kann. Doch das ist noch nicht sehr lange der Fall.

Schon seit Jahrhunderten überqueren Menschen den ‚großen Teich‘, anfangs mit viel Mut und Glück, später aus Verzweiflung und voller Hoffnung auf einen Neuanfang. Doch Geschichten und Legenden gibt es schon seit tausenden von Jahren und die schönsten hat Simon Winchester gesammelt und mit seinen eigenen Worten nacherzählt. Spannend, traumhaft schön, mystisch und witzig ist diese Zusammenstellung.

Aufgebaut ist das Buch wahrhaft wie eine Biographie. Simon Winchester beginnt damit zu erklären, dass der Atlantik einen eigenen Lebenszyklus hat. Er wurde geboren und er stirbt am Ende (in der fernen Zukunft). Somit ist dieses Buch nicht eine einfache Aneinanderreihung von Geschichten und Fabeln, sondern es erzählt eine Lebensgeschichte. Mit wunderbaren Worten malt der Autor Bilder von den Orten, an denen er den Atlantik stark verspürte.

Dieses Buch ist für alle, die Sehnsucht nach dem Meer verspüren, jedoch keine banale Liebesgeschichte lesen wollen, sondern etwas ganz besonderes. Es ist keine ‚leichte Kost‘, jedoch gut verträglich, regt zum Nachdenken an und fordert den Leser dazu auf die Geschichte von einem anderen Blickwinkel aus zu sehen. In einer ganz besonderen Geschwindigkeit.

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Ginkgos avatar

Rezension zu "Korea" von Simon Winchester

Anekdoten ohne Anspruch
Ginkgovor 2 Jahren

In diesem Reisebericht aus den 80ger Jahren beschreibt der englische Journalist Simon Winchester seinen Fußmarsch von der Südspitze Koreas bis zur Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Von Korea wusste ich bisher fast gar nichts und meine Ahnungslosigkeit ist durch die Lektüre des Buches nicht wesentlich geringer geworden. Es war entgegen meiner Erwartung kein fundiertes Sachbuch über Korea sondern ein sehr subjektiver Erfahrungsbericht.

Die Anekdotensammlung über exotisches Essen und exotische Schlafstätten, Traditionen und Natur fand ich unterhaltsam sie ist mit einigen Fakten insbesondere zur Geschichte Koreas ergänzt. Es hat was von gut geschriebenem Urlaubstagebuch bzw Blog.

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buchwanderers avatar

Rezension zu "Der Mann, der die Wörter liebte" von Simon Winchester

Eine der Geschichten hinter dem OED…
buchwanderervor 3 Jahren

„Ich bin noch nicht so tief in die Lexikographie versunken, um nicht mehr zu wissen, daß Wörter die Töchter der Erde und die Dinge die Söhne der Erde sind.[Dr. Samuel Johnson]“ (S.124f)

Zum Inhalt: George Merrit hieß der Arbeiter, der von dem amerikanischen Arzt und Offizier William Chester Minor am 17. Februar 1872 im viktorianischen London erschossen wurde. Wie sich herausstellen sollte die Tat eines Geisteskranken, jedoch überaus gebildeten Mannes, dessen Schicksal es sein sollte, weit mehr als die Hälfte seines Lebens in Straf- und Irrenanstalten, wie jener in  Broadmoore zu verbringen. Belesen und gebildet wie Minor war, kam nun noch die Tatsache hinzu, dass er über Unmengen an freier Zeit verfügte, zumal für sein leibliches Wohl gesorgt war.
Die Aufrufe, die die Redaktion des im Entstehen begriffenen „Oxford English Dictionary“ (OED) an primär englischsprachige, freiwillige Leser richtete, bei der Suche nach Wörtern und deren Belegstellen behilflich zu sein, kam für Minor in dieser Zeit einer therapeutischen Erlösung gleich. Durch die Mitarbeit, wenn auch von der Zelle einer Anstalt aus, hatte er das Gefühl an etwas Großem Teil zu haben. Dr. James Murray, einer der Leiter des Projektes, besuchte Minor nach Jahren in denen letzterer tausende von Wörtern in akribischer Kleinarbeit recherchiert und der Redaktion des OED zugänglich gemacht hatte. Es entstand eine Freundschaft, die von gegenseitigem Respekt, Hochachtung, sowie Verständnis geprägt sein sollte.
Die Dämonen die Minor quälten nahmen jedoch mit fortschreitendem Alter zu. Das Abdriften in seine Krankheit, die man heute als „Schizophrenie“ oder neuer „Kraepelin-Syndrom“ diagnostizieren würde, machte ihm sein Leben ungemein schwer. Simon Winchester schildert bewegend auch das Ende der vielen Lebenslinien, die durch einen großen Knotenpunkt als den man die Arbeit am OED sehen könnte, verbunden waren. Neben diesen äußerst plastischen Bildern aus Biographien, ist es dem Leser möglich faszinierende Streiflichter auf die Lexikographie generell, so wie die Historie eines der bedeutendsten und monumentalsten Werke der Geschichte des Buchdruckes zu verfolgen. Die (Lebens-)Geschichte hat ein Prisma geschaffen, „durch das die noch fesselndere und faszinierende Geschichte der englischen Lexikographie betrachtet werden kann.“ (S.274)

Fazit: Anfangs liest sich das Buch etwas trocken. Der Leser ist versucht zu glauben, es handle sich um einen etwas angestaubten, in die Länge gezogenen Zeitungsartikel einer altehrwürdigen englischen Zeitung. Doch Simon Winchester gelingt es die Aufmerksamkeit seines Publikums so weit in angenehmer Weise zu fesseln, dass man plötzlich am Ende des Buches angelangt ist, mit dem überraschenden Gefühl, man hätte doch eben erst zu lesen begonnen. Der Autor lässt sich mit keinem Satz zu reißerischen Abwegen verleiten, schildert distanziert und doch einfühlsam die Geschichte so vieler Leben, die durch die Tat eines geistig kranken Menschen, der W.C. Minor zweifelsohne war, und wart eine ausgeglichene Sichtweise auf die Entwicklungen von verschiedenen Standpunkten aus.

Zum Buch: Sowohl an der Bindung des Buchblockes, als auch an der Umschlagverarbeitung kann nichts ausgesetzt werden: das Buch ist nach allen Regeln der Buchbindekunst solide und mit viel Gespür für das Detail verarbeitet. Die  typographische Gestaltung ist vorbildlich. Die Schrift des Fließtextes sehr gut lesbar, die Gliederung in die einzelnen Kapitel stimmig und die Einleitung eines jeden Kapitels mittels eines satztechnisch auffällig abgehobenen Auszuges aus dem OED ist eine ästhetische Augenweide. Besondere Erwähnung verdient noch der passend gestaltete und optisch ansprechende Schutzumschlag, der seinem Namen alle Ehre macht.

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Simon Winchester wurde am 27. September 1944 in Großbritannien geboren.

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