Simon Winchester Der Mann, der die Wörter liebte

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der die Wörter liebte“ von Simon Winchester

Simon Winchesters erstes Buch in bibliophiler Ausstattung

Simon Winchester erzählt die wahre Geschichte der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Professor Murray, dem Herausgeber des legendären Oxford English Dictionary, und einem sprachverliebten Mörder, der zum wichtigsten Mitarbeiter an diesem Projekt wird. Ein packender Roman über Genie, Wahnsinn und die Liebe zu den Wörtern.

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  • Eine der Geschichten hinter dem OED…

    Der Mann, der die Wörter liebte

    buchwanderer

    12. November 2015 um 08:42

    „Ich bin noch nicht so tief in die Lexikographie versunken, um nicht mehr zu wissen, daß Wörter die Töchter der Erde und die Dinge die Söhne der Erde sind.[Dr. Samuel Johnson]“ (S.124f) Zum Inhalt: George Merrit hieß der Arbeiter, der von dem amerikanischen Arzt und Offizier William Chester Minor am 17. Februar 1872 im viktorianischen London erschossen wurde. Wie sich herausstellen sollte die Tat eines Geisteskranken, jedoch überaus gebildeten Mannes, dessen Schicksal es sein sollte, weit mehr als die Hälfte seines Lebens in Straf- und Irrenanstalten, wie jener in  Broadmoore zu verbringen. Belesen und gebildet wie Minor war, kam nun noch die Tatsache hinzu, dass er über Unmengen an freier Zeit verfügte, zumal für sein leibliches Wohl gesorgt war. Die Aufrufe, die die Redaktion des im Entstehen begriffenen „Oxford English Dictionary“ (OED) an primär englischsprachige, freiwillige Leser richtete, bei der Suche nach Wörtern und deren Belegstellen behilflich zu sein, kam für Minor in dieser Zeit einer therapeutischen Erlösung gleich. Durch die Mitarbeit, wenn auch von der Zelle einer Anstalt aus, hatte er das Gefühl an etwas Großem Teil zu haben. Dr. James Murray, einer der Leiter des Projektes, besuchte Minor nach Jahren in denen letzterer tausende von Wörtern in akribischer Kleinarbeit recherchiert und der Redaktion des OED zugänglich gemacht hatte. Es entstand eine Freundschaft, die von gegenseitigem Respekt, Hochachtung, sowie Verständnis geprägt sein sollte. Die Dämonen die Minor quälten nahmen jedoch mit fortschreitendem Alter zu. Das Abdriften in seine Krankheit, die man heute als „Schizophrenie“ oder neuer „Kraepelin-Syndrom“ diagnostizieren würde, machte ihm sein Leben ungemein schwer. Simon Winchester schildert bewegend auch das Ende der vielen Lebenslinien, die durch einen großen Knotenpunkt als den man die Arbeit am OED sehen könnte, verbunden waren. Neben diesen äußerst plastischen Bildern aus Biographien, ist es dem Leser möglich faszinierende Streiflichter auf die Lexikographie generell, so wie die Historie eines der bedeutendsten und monumentalsten Werke der Geschichte des Buchdruckes zu verfolgen. Die (Lebens-)Geschichte hat ein Prisma geschaffen, „durch das die noch fesselndere und faszinierende Geschichte der englischen Lexikographie betrachtet werden kann.“ (S.274) Fazit: Anfangs liest sich das Buch etwas trocken. Der Leser ist versucht zu glauben, es handle sich um einen etwas angestaubten, in die Länge gezogenen Zeitungsartikel einer altehrwürdigen englischen Zeitung. Doch Simon Winchester gelingt es die Aufmerksamkeit seines Publikums so weit in angenehmer Weise zu fesseln, dass man plötzlich am Ende des Buches angelangt ist, mit dem überraschenden Gefühl, man hätte doch eben erst zu lesen begonnen. Der Autor lässt sich mit keinem Satz zu reißerischen Abwegen verleiten, schildert distanziert und doch einfühlsam die Geschichte so vieler Leben, die durch die Tat eines geistig kranken Menschen, der W.C. Minor zweifelsohne war, und wart eine ausgeglichene Sichtweise auf die Entwicklungen von verschiedenen Standpunkten aus. Zum Buch: Sowohl an der Bindung des Buchblockes, als auch an der Umschlagverarbeitung kann nichts ausgesetzt werden: das Buch ist nach allen Regeln der Buchbindekunst solide und mit viel Gespür für das Detail verarbeitet. Die  typographische Gestaltung ist vorbildlich. Die Schrift des Fließtextes sehr gut lesbar, die Gliederung in die einzelnen Kapitel stimmig und die Einleitung eines jeden Kapitels mittels eines satztechnisch auffällig abgehobenen Auszuges aus dem OED ist eine ästhetische Augenweide. Besondere Erwähnung verdient noch der passend gestaltete und optisch ansprechende Schutzumschlag, der seinem Namen alle Ehre macht.

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  • Anders als erwartet...

    Der Mann, der die Wörter liebte

    Bibliomania

    Schon während ich das Buch noch las, wurde mir schnell klar, dass die Geschichte ganz anders verlaufen würde, als der Klappentext versprach. Es sollte die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Männern erzählt werden. Der "heimliche" Star ist jedoch das "Oxford English Dictionary" selbst. Gegenstand des Buches ist die Entwicklungsgeschichte von den ersten Überlegungen bis zur Fertigstellung des Wörterbuches. Die Freundschaft zwischen den wohl wichtigsten Mitarbeitern an besagtem Wörterbuch steht dabei gerade nicht im Vordergrund. Ich persönlich hatte wirklich etwas anderes erwartet. Ich kann nicht sagen, dass es mich enttäuscht hätte, aber selbst gekauft hätte ich das Buch nicht. Meine Erwartungen wurden trotz sehr schön gewähltem Titel (der mich sofort ansprach) nicht erfüllt. Wer jedoch insbesonder für die Entstehungsgeschichte des Oxford English Dictionary Interesse hat, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Dafür ist es einfach eine interessante und auch tragische Geschichte.

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  • Rezension zu "Der Mann, der die Wörter liebte" von Simon Winchester

    Der Mann, der die Wörter liebte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Fast jeder kennt das New English Oxford Dictionary. Und genau von diesem Buch handelt dieses Buch ;-). Was für ein Satz.Die Story klingt zunächst einmal gähnend langweilig. Aber weil mir dieses Buch innigst ans Herz gelegt worden ist, habe ich es nicht gleich zur Seite gelegt. Gott sei Dank! Winchester entspinnt eine so unglaublich spannende Geschichte über die Begegnung von Dr. James Murray, dem Herausgeber der OED, und seinem Helfer Dr. W. C. Minor, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Beide Männer arbeiten zusammen an diesem epochalen Wörterbuch und begegnen sich viele, viele Jahre nicht. Murray weiß nicht, dass sein fleißigster Mitarbeiter ein Mörder ist - genauer gesagt ein verrückter Mörder, Insasse einer englischen Irrenanstalt. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, obwohl ich am liebsten alles ausplaudern würde. Ich kann den Roman nur ebenfalls wärmstens empfehlen: Lesen! Lesen! Lesen! "Der Mann, der die Wörter liebte" ist kein üblicher Historienschinken, sondern eher ein literarisches Sachbuch. Wnchester vermittelt mit einfachen, aber bildhaften Sprachen und tollen Wörtern ein schwieriges Thema.

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    • 2

    Arun

    03. April 2014 um 19:50
  • Rezension zu "Der Mann, der die Wörter liebte" von Simon Winchester

    Der Mann, der die Wörter liebte

    xizang

    05. December 2008 um 08:22

    Ich habe das Buch mittlerweile 6mal gelesen und bin immer noch begeistert...
    Kann es ur jedem empfehlen!

  • Rezension zu "Der Mann, der die Wörter liebte" von Simon Winchester

    Der Mann, der die Wörter liebte

    buch_ratte

    06. June 2008 um 12:23

    Die Geschichte über die Entstehung des Oxford English Dictionary und einiger Menschen, die an dem Wörterbuch mitgearbeitet haben. Ein sehr gut recherchiertes Sachbuch mit vielen Hintergrundinformationen.Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Interessant fand ich die Informationen über Minor's Leben in der Irrenanstalt, wo er anfangs sehr viele Previlegien hatte, wie z.B. zwei Zellen, Besucher, Bücher, Pakete.

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