Simon van der Geest

 4.4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Krasshüpfer, Krasshüpfer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Simon van der Geest

Krasshüpfer

Krasshüpfer

 (11)
Erschienen am 18.01.2016
Krasshüpfer

Krasshüpfer

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Erschienen am 15.08.2018
Dysseus

Dysseus

 (0)
Erschienen am 19.09.2017
Krasshüpfer

Krasshüpfer

 (2)
Erschienen am 21.03.2016
Dissus / druk 1

Dissus / druk 1

 (1)
Erschienen am 01.05.2010

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superheldliestgerns avatar

Rezension zu "Krasshüpfer" von Simon van der Geest

Ein paar Insekten, ein nervender Bruder und ein dunkles Geheimnis
superheldliestgernvor 2 Monaten

"In diesem Heft, das du jetzt vor dir hast, habe ich den Krieg beschrieben, den Krieg zwischen mir und meinem Bruder."

Hidde hat sich im Keller ein richtiges Insektenlabor aufgebaut, wo er Käfer, Heuschrecken, Würmer, Grillen, Schnecken und Schmetterlinge füttert, beobachtet und mit ihnen experimentiert. Doch den Kellerraum muss er unter allen Umständen verteidigen, denn sein großer Bruder Jeppe will dort Schlagzeug üben. Seine Mutter kann er nicht um Hilfe bitten, denn der Keller muss unbedingt geheim bleiben! Mutter ist sowieso nicht mehr so wie früher. Aber seit dem Tod des jüngsten Bruders ist nichts mehr so wie früher ...

In diesem Jugendbuch geht es um weit mehr, als "nur" um den Krieg der Brüder. Es geht um ein dunkles Geheimnis, das seit Jahren gehütet wird. Es geht um Verlust und um eine Familie, die es nicht mehr versteht miteinander zu leben, stattdessen leben sie schattenartig nebeneinander.
In einer Art Tagebuch erzählt uns Hidde von all dem. Er erzählt von seiner Familie, die er mit einer Ameisenkolonie vergleicht. Er erzählt vom Krieg mit seinem Bruder, der seine geliebten Insekten foltert und quält. Er erzählt von all den besonderen Tieren, zum Beispiel dem seltenen Rosenkäfer, den man schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Er erzählt auch von der schönen Lieke, seiner Klassenkameradin, die ihm vielleicht helfen kann.
All das wird so hinreißend und kurzweilig erzählt. Dass Hidde manchmal mehr von den Tieren versteht, als von den Menschen, würzt das Buch mit Besonderheit, Witz und Charme. Dass die Foltermethoden von Jeppe auch mal eklig und grausam sein können, gehört eben dazu. Das dunkle Geheimnis darf sich natürlich erst gegen Ende hin entfalten, so dass man die Geschichte rückblickend nochmal anders betrachten kann.
Dass es unter der Erzählung vor allem um eine verletzte und einsame Kinderseele geht, macht für mich das Buch aus.

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S

Das Buch beginnt sehr dunkel. Ros Mutter sitzt (unschuldig?) im Gefängnis. Sie muss sie allein besuchen, weil ihr Vater zu depressiv ist. Es scheint der Mutter im Gefängnis nicht gut zu gehen. Scheinbar wird sie schikaniert.
Doch Ro lässt sich nicht unterkriegen. Bisher ist es ihr gelungen, vor den anderen in der Schule geheimzuhalten, dass ihre Mutter im Gefängnis ist. Doch Andeutungen lassen vermuten, dass das nicht so bleiben wird.
Die Leseprobe erzählt eine traurige Geschichte über ein Kind, das sehr allein gelassen wirkt. Doch da sind ein paar Freunde, und vermutlich wird es demnächst hoch her gehen.
Die Leseprobe vermittelt trotz aller Düsternis Hoffnung, was vor allem auf den Gedankenstrom des Protagonisten zurückzuführen ist.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Krasshüpfer" von Simon van der Geest

"Manche Geheimnisse kriechen von selbst ganz langsam heraus"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Hidde glaubt, dass ihm sein großer Bruder Jeppe den Krieg erklärt hat. Das sind schon sehr heftige Worte, vor allem wenn man erfährt, was eigentlich hinter ihnen steckt. Hidde hat drei Jahre lang in einem Keller eine Insektenzucht aufgebaut. Von diesem Keller wissen nur sein Bruder und er. Beide hatten noch einen Bruder, der inzwischen verstorben ist. Ihre Mutter spielt in diesem Buch eine seltsame Rolle und ist faktisch kaum präsent, während ihr Vater ganz und gar verschwunden ist. Zwischen den Brüder herrschte eine durch ein gewisses Ereignis hervorgerufene geheime Nutzungsübereinkunft für den Keller zugunsten von Hidde, die Jeppe nun aufheben will, weil er dort mit seinem Schlagzeug üben möchte. Doch Hidde beharrt auf seinem Recht.

Das Buch schildert nun den Kampf um den Keller aus Hiddes Sicht. Erst am Ende versteht der Leser, was wirklich hinter diesen Ereignissen steht. Für Hidde mögen sein Keller und seine Tierchen von überragender Bedeutung sein. Ob das auch für die Leser dieses Buches so sein wird, erscheint mir dagegen eher zweifelhaft. Sicher erscheint diese Geschichte vom Ende aus betrachtet schlüssig und mit verständlichen Emotionen beladen zu sein. Allerdings weiß man dies wirklich erst am Ende. Wenn man denn bis dahin gekommen ist.

Wieder einmal fällt es mir sehr schwer ein solches Buch zu bewerten. Auf der einen Seite zeigt es, was in einer verletzten Kinderseele passieren kann. Auf der anderen Seite präsentiert sich die Geschichte bis kurz vor ihrem Ende, wo man dann ihre tatsächlichen Hintergründe erfährt, als leicht übertrieben und immer nahe an der Grenze zur Langeweile. Möge man die vier Sterne als Sympathiepunkte auffassen, denn letztlich besitzt das Ganze einen überzeugenden Schluss. Gefallen hat mir das Buch jedoch nicht besonders.

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