Simona Morani Ziemlich alte Helden

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Inhaltsangabe zu „Ziemlich alte Helden“ von Simona Morani

In einem Bergdorf in der italienischen Provinz treffen sich seit vierzig Jahren fünf alte Männer täglich in der Bar „La Rambla“. Sie trinken Schnaps, qualmen Zigaretten und der 96-jährige Gino, der so gut wie blind ist, fährt noch täglich eine Runde mit seiner Ape. Obwohl gerade ein guter Freund plötzlich gestorben ist, trotzen die Alten dem Tod mit Humor und Starrsinn. Als ein junger Polizist ins Dorf kommt und die Greise nicht nur zur Ordnung ruft, sondern sie auch in das frisch gebaute Altersheim umquartieren möchte, haben sie nur eines im Sinn: dem Grünschnabel zu zeigen, dass sie die älteren Rechte haben …

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  • Fünf Sterne plus für Helden, die einem ans Herz wachsen und einen großen Spaß

    Ziemlich alte Helden

    Antek

    13. October 2017 um 14:56

    Ziemlich alte Helden, aber auch ziemlich gute Freunde kann man die fünf Männer, alle mehr oder weniger Ü80, bezeichnen, die sich seit vierzig Jahren täglich in der Bar „La Rambla“ treffen. Ein Schnäpschen in Ehren, verbotenerweise Rauchen bis die Bude qualmt, Karten spielen und der Tag ist dein Freund. Das Leben könnte so schön sein, wenn sich nicht der neue, junge Polizist Corrado zum Ziel gesetzt hätte, den Herren das Leben schwer zu machen. Dem halb blinden 96-jährigen Gino die Ape wegnehmen, mit der er gemeingefährlich durch die Gegend kurvt, das verbotene Rauchen unterbinden und am allerbesten die Alten gleich ins frisch gebaute Altersheim verfrachten, damit sie das Stadtbild nicht mehr stören, was sie seiner Meinung nach tun, ist sein Ziel. Allerdings verfügen alte Helden eben über jede Menge Tricks und Kniffs, vom Altersstarrsinn ganz zu schweigen und so strotzen sie nicht nur dem übereifrigen Dorfpolizisten, sondern auch dem Altersheim und sogar dem Tod. Die Geschichte spielt in einem kleinen überschaubaren Bergdorf in der italienischen Provinz, wo jeder jeden kennt. Spielende Kinde helfen hier z.B. einem Gino, wenn er die Ape versehentlich in die Hecke setzt beim wieder Rausziehen. Da die Ape so langsam und so laut ist, dass sowieso jeder noch rechtzeitig in Deckung gehen kann, stört sich daran eigentlich hauptsächlich auch nur die Dorftratsche. So wie örtlich alles auf dieses Bergdorf beschränkt ist, ist auch die Handlung eher unaufgeregt beschränkt. Man lernt hauptsächlich Gino und seine Freunde mitsamt ihren Problemen, Sorgen und auch schönen Erinnerungen kennen und darf mit ihnen eine Zeitlang in diesem Dorf wohnen. Aber genau das hat mir unheimlich gefallen und ich hätte mir nicht mehr erwünscht.Ein Freund wird gleich zu Beginn aus ihrer Mitte gerissen, weshalb beim einen oder anderen natürlich Gedanken an den Tod aufkommen. Gibt es das Jenseits, was kommt nach dem Tod? Aber Trübsal blasen ist nicht ewig angesagt, denn verlieben kann man sich auch noch im hohen Alter. Manchmal ist es gut am Alten festzuhalten, ganz besonders, wenn man erkannt, dass man die keifende Ehefrau doch liebt, aber auch ein Neuanfang kann ein Segen sein, den Katzen muss man z.B. nicht einsperren, die kommen auch freiwillig, wenn es ihnen gefällt. Mir sind Gino und auch all seine Freunde beim Hören so richtig ans Herz gewachsen. Sie haben mich gerührt mit ihren Gedanken, wenn sie z.B. beim Arzt um Rat fragen, ob sie sich, wenn sie noch nie eine Frau gehabt haben, auch im Alter noch verlieben dürfen. Ich konnte so oft über ihre Macken schmunzeln. Beim einen dürfen so z.B. die Hühner mit ins Haus, sehr zum Zorn seines Sohnes im Übrigen, der andere findet das Schlüsselloch der Ape nicht, weil er so blind ist, kurvt aber noch fleißig in der Gegend herum und der andere zieht täglich beim Dorfarzt die gleiche Nummer im Wartezimmer. Diebisch gefreut habe ich mich jedes Mal, wenn Gino mit seiner Ape wieder einmal entkommt, denn die Verstecke sind wirklich mehr als gut, oder wenn alle stock und steif behaupten, dass niemand gequalmt hat, und sie somit den Dorfpolizisten zur Weißglut treiben, weil er wieder einmal nicht zuschlagen kann. Ich war fast wütend, weil da ein Sohn daherkommt und meint im Altersheim sei der Vater viel besser aufgehoben und habe richtig gefiebert, dass am Ende keiner der liebenswerten Herren seine letzten Jahre dort fristen muss. Simone Morandi hat hier eine ruhige aber super witzige und extrem berührende Geschichte auf den Weg gebracht, die mich absolut begeistert hat. Mich hat Dieter Hallervorden schon im Film „Honig im Kopf“ in seiner Rolle als dementer Opa sehr gerührt, was nur ein Grund von vielen war, dass ich mich so richtig auf dieses Hörbuch gefreut habe. Er versteht es einfach absolut perfekt den witzigen Szenen die passende Zusatzprise Humor zu verpassen und den berührenden den notwendigen Tonfall, der einen direkt im Herz trifft und unheimlich viel Wärme ausstrahlt. Zudem hat er mit geradezu beeindruckender Vielfalt wirklich für jeden der allesamt liebenswerten Mitspieler hier eine passende Stimmlage und Aussprache zu bieten, beim lispelnden Pfarrer angefangen bis hin zur impulsiven Gattin. Einen nicht unerheblichen Teil zu dem großen Hörvergnügen hat mit Sicherheit er als Sprecher beigetragen. Alles in allem völlig begeisterte fünf Sterne plus und absolute Kaufempfehlung

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  • All Country For Old Men - Hohelied auf das Alter

    Ziemlich alte Helden

    TheSaint

    13. September 2017 um 21:07

    Ein kleines Bergdorf im italienischen Apulien ist der Schauplatz dieser Geschichte.In diesem Dorf begegnen wir einer sehr betagten Altherrenrunde, die beabsichtigt, ihre letzten Lebensjahre ruhig und gemächlich bei täglichem Schnaps mit Zigaretten und dem Kartenspiel in ihrer Stammbar "La Rambla" zu verbringen.Es sind allesamt kauzige Senioren mit ihren Wehwechen, Sorgen, Ängsten und Alltagsproblemen mit ihren Frauen und Kindern. Die Herren um den über 90 Jahre alten Gino, der beinahe blind auch ohne Führerschein täglich mit seiner Ape (einem legendären Dreirad-Fahrzeug) von seinem Zuhause in die Stammbar fährt, besitzen Lebenfreude und Humor und vergnügen sich dabei, es den Jungen und vor allem dem durch Freundeswirtschaft zum Dorfpolizisten gemachten Sohn des Bürgermeisters durch Neckereien und kleinen Streichen zu zeigen, wie denn ein Leben mit viel Lebenswillen auch im Alter noch genossen werden kann.Dieser Lebenswille verschwört die Seniorenrunde gegen ihre Familienmitglieder, die den Alten langsam die Selb- und Eigenständigkeit abzusprechen und sie ins neu eröffnete Altersheim nahe des Bergdorfes abzuschieben versuchen. Gino & Co als Bewohner des Heimes zu sehen würde auch dem Bürgermeister sehr behagen, der nicht unerheblich am Bau der Anlage beteiligt ist.Und so präsentiert uns die 1982 italienische Schriftstellerin Simona Morani einen Reigen an herrlich alltäglichen und unspektakulären Alltagsszenen mit den Haupt- und Nebenfiguren dieses verschlafenen Dorfes.Die junge Autorin wurde berechtigt mit dem "Premio Zocca Giovani" - dem Literaturpreis für junge Autoren - ausgezeichnet. Diese jungen Augen beobachteten und beschrieben in ihrem Erstling absolut glaubwürdige Figuren in einem authentischen Setting. Die erzählten Erfolge und Misserfolge der Helden und der Kontrahenten sind präzise, warmherzig und überaus liebevoll erzählt.Ein wunderschönes Hohelied einer Jungautorin auf ein entspanntes und lebensbejahendes hohes Alter.Dieses Hörbuch wird von dem Kabarettisten, Schauspieler und Theaterleiter Dieter Hallervorden (1935 geboren) gelesen, der mit unglaublicher Verve und wahrer Spielfreude beim Lesen die Figuren Gino und Co. zu einem individuellen Leben erweckt und das Hören zu einer großen Wonne macht.Seine Interpretation des Dorfpfarrers mit Sprachfehler lässt ununterbrochen lächeln und auch lachen! Der herrliche Akzent und die Wandlungsfähigkeit des Herrn Hallervorden vertiefen die Wärme und den Charme dieses unterhaltsamen Werkes!Eine uneingeschränkte Lese- und - vielleicht noch mehr - Hörempfehlung!

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