Kluger, sehr persönlicher und humoriger Essay der Schriftstellerin Simone Buchholz.
Mutter eines Sohnes zu sein ist eine besondere Herausforderung. Sich damit auseinanderzusetzen, wie man selbst wahrscheinlich nicht aufgewachsen ist, Phasen zu erleben, die einem als Frau womöglich fremd sind und auf ein Leben vorzubereiten, dass dem eigenen in einigen Facetten nicht entsprechen könnte.. Simone Buchholz berichtet sehr persönlich und mit einer ausgewogenen Portion Humor und Biss, einer Prise Verzweiflung und Resignation und sehr liebevoll auf die Erziehung eines Sohnes, weil sie auch den Söhnen Raum geben möchte und das Spannungsfeld zwischen Mutter und Sohn hierzu ein wenig beleuchtet. Anekdoten- und Schablonenhaft ist der Essay, literarisch toll erzählt und auch für mich, als Mutter zweier Töchter, sehr spannend so die Erziehung eines Jungen mitzuerleben und mich vom Kleinkind in die Un-Tiefen der Pubertät vorzuarbeiten.
Die Stimme von Vera Teltz hat für mich den Inhalt des Hörbuchs perfekt transportiert.
Auch wenn es sich um ein Essay und entsprechend kurz angelegten Text handelt, fehlte mir ein wenig die Perspektive nach links, rechts und nach vorn. Das hätte für mich den Text insgesamt noch nachhaltiger gemacht. Dennoch ein fluffiges Hörbuch für zwischendurch- Jungsmütter dürften in vielen Passagen schmunzelnd oder verzweifelt mit den Köpfen nicken, auch wenn hier nur diese eine Entwicklungslinie, nämlich die, die dieser Junge genommen hat, beleuchtet wird.































