Simone Dorra Das Haus des Friedens

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Inhaltsangabe zu „Das Haus des Friedens“ von Simone Dorra

Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben...

In der Kashmir-Saga erzählen Simone Dorra und Ingrid Zellner in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir. Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte und berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land.

Tolle Geschichte und Schreibstil. Das Buch hat mich total positiv überrascht und begeistert :-)

— Saphir610

Rührende Geschichte(n). Dieses Buch hat mich überrascht und zutiefst bewegt.

— papaverorosso

Ein bezaubernder Auftakt zu einer Saga. Ich freue mich schon auf die folgenden Bände.

— Blubb0butterfly

Ein grandioser Autakt zu einer mehrteiligen Saga. Tragisch, berührend, mitreißend, aber auch voller Liebe und Hoffnung!

— louella2209

Wunderschön ♥ kann ich nur wärmsten empfehlen.

— Wildpony

Eine packende, mitreißende Geschichte über ungewöhnliche Menschen, die in Kashmir spielt und bewegende Schicksale enthüllt.

— Tulpe29

Ein sehr berührendes und tiefgreifendes Buch. Es hat mir unglaublich intensive und schöne Lesestunden geschenkt.

— Gelinde

Der Anfang von etwas ganz Großen. Ein Leseexperiment, was für mich zu einem Glücksgriff und Leseevent wurde.

— Floh

Ein wunderbares Buch, das einen nach Indien entführt und nicht mehr loslässt !

— Gartenfee007

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  • Leserunde zu "Der Weg aus der Finsternis" von Ingrid Zellner

    Der Weg aus der Finsternis

    IngridZellner

    Die Kashmir-Saga geht weiter! Nach Band 1 (Das Haus des Friedens) ist nun Band 2 (Der Weg aus der Finsternis) erschienen.Darin gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-Agenten Vikram Sandeep, der gemeinsam mit seiner Frau Sameera das Waisenhaus Dar-as-Salam in Kashmir leitet. Als eines Tages Vikrams Kleinbus in Srinagar mit einer Reifenpanne liegenbleibt, kommt ihm ein Tourist zu Hilfe, der sich ihm als Raja Sharma aus Shivapur bei Pune vorstellt. Auf Bitten seiner Pflegekinder lädt Vikram den sympathischen Fremden zum Übernachten in das Dar-as-Salam ein. Noch ahnen er und Sameera nichts von der dunklen Vergangenheit dieses Mannes…Ihr seht schon: Das Personal aus Simone Dorras Das Haus des Friedens bekommt Zuwachs. Mit Raja Sharma und seinem Umfeld lernen wir neue Figuren kennen, die fortan ebenso zur Kashmir-Saga gehören werden wie Vikram, Sameera und die Dar-as-Salam-Kinder. Ab Band 3, der im September 2018 erscheinen wird, erzählen Simone und ich diese Geschichte dann gemeinsam weiter; sie wird sich am Ende nach insgesamt sieben Bänden über vier Jahrzehnte erstrecken, und sie berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in dem durch anhaltende Konflikte geschundenen Kashmir. (Mehr über unsere Romanserie erfahrt ihr auf unserer Website kashmirsaga.de.)Also: Habt ihr Lust auf ein spannendes Familiendrama, auf Einblicke in eine fremde Kultur, auf Freundschaft und viel Gefühl, auf Dramatik, einen Schuss Bruderzwist und natürlich auch eine ordentliche Portion Liebe? Dann bewerbt euch bis zum 23. Oktober für diese Leserunde. Auf die Gewinner warten 15 signierte Printexemplare von Der Weg aus der Finsternis. Selbstverständlich werde ich als Autorin wie immer aktiv an der Leserunde teilnehmen, Simone Dorra schaut bestimmt auch regelmäßig vorbei – und auf den Austausch mit euch freuen wir uns ebenso wie auf eure Rezensionen hinterher. :)

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    IngridZellner

    23. October 2017 um 20:24
    zuppi schreibt Ich habe den vorherigen Band zwar nicht gelesen, aber ich finde, Kaschmir ist ein sehr reizvolles Thema. Die vielfältige Kultur und leider auch die Geschichte der letzten Jahrzehnte.

    Dann lege ich dir sehr unbedingt auch Band 1 "Das Haus des Friedens" ans Herz. In Band 2 wird Kashmir aus romanserientechnischen Gründen nicht im Mittelpunkt stehen - das wird erst ab Band 3 ...

  • Kampf für Kaschmir

    Das Haus des Friedens

    Saphir610

    08. April 2017 um 00:36

    Kashmir, ein Land was nicht zur Ruhe kommt, zerrissen wird zwischen zwei anderen Ländern. Hierher kommt die erfahrene Traumtherapeutin Sameera Sullivan für eine Hilfsorganisation zu arbeiten. Es gibt viele traumatisierte Menschen in Kashmir. Nicht weit von ihrer Arbeitsstelle führt der indische Ex-Agent Vikram Sandep ein Kinderheim. Sameera kümmert sich um die Kinder und diese Bekanntschaft verändert viel. Die Buchbeschreibung hat mich schon sehr angesprochen und von Anfang an ließ sich die Geschichte von Sameera und Vikram sehr gut lesen. Nicht nur die zwei Hauptcharaktere sind richtig gut dargestellt, auch die anderen Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen. Die Beweggründe kommen beim Lesen gut dargestellt an, alles wirkt stimmig. Dazu bekommt man noch einen kleinen Einblick in die verworrenen und korrupten Verhältnisse im Land. Es geht um so viel in diesem Roman, Tragik, Liebe, Traumata und ich gebe zu, dass ich recht oft feuchte Augen bekommen habe, ohne dass ich das Gelesene rührselig fand. Von mir eine klare Leseempfehlung für Das Haus des Friedens. Es hat mich von Anfang bis Ende voll überzeugt, der Schreibstil gefiel mir wirklich gut und von mir aus hätte die Geschichte auch noch weiter gehen können.

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    • 2
  • Leserunde zu "Das Haus des Friedens" von Simone Dorra

    Das Haus des Friedens

    SimoneDorra

    Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben... In der Kashmir-Saga erzählen ich und Ingrid Zellner in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir. Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte und berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land. Das Haus des Friedens ist der erste Band der Kashmir-Saga, und er entstand, noch ehe Ingrid Zellner und ich überhaupt auf die Idee kamen, zusammen zu schreiben (die restlichen Bände erscheinen in den kommenden Jahren).  Wer Freude hat an einer fremden Kultur, an Spannung, einer großen Liebesgeschichte, viel Gefühl und Dramatik, der darf mich gerne bei dieser Leserunde begleiten. Ich bin als Autorin selbstverständlich mit von der Partie und freue mich sehr auf Eure Fragen, einen regen Austausch und gute Gespräche. Ihr könnt zwischen der Paperback-Ausgabe (gerne auch signiert) und dem eBook wählen.... und eure persönliche Review am Ende der Leserunde ist etwas, womit ich ganz fest rechne.  Viel Spaß beim Bewerben! 

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    • 495
  • Kaschmir: wunderschön und furchterregend zugleich. Überraschend und bewegend.

    Das Haus des Friedens

    papaverorosso

    01. April 2017 um 18:49

    Wie kann man dieses Buch beschreiben? Der Versuch, es in eine Schublade zu packen muss kläglich scheitern. Was es jedoch zweifellos ist: ehrlich, schonungslos, rührend. Ein Bild eines Boots auf einem Fluss, im Hintergrund die Berge. Die Sonne geht gerade auf (oder unter?) und taucht die Landschaft in einem hellen, gelben Licht. Ein Blick auf dem Klappentext verrät mir sofort, wo dieses Cover-Bild aufgenommen wurde: Kaschmir. Das zwischen Pakistan und Indien umstrittene Gebiet ist nicht nur die besondere Kulisse sondern gleichzeitig auch das Herz dieser Geschichte. Durch die Augen der Protagonisten lernen wir dieses Land lieben: ihre Landschaft, Menschen, Küche und Kultur. Aber wir lernen auch über das immense Leid, was viele Menschen durch Krieg und Terror in Kaschmir widerfährt. Die Protagonisten: eine Psychologin (Samira Sullivan) und ein Soldat (Vikram Sandeep). Sie arbeitet als Trauma-Therapeutin für eine internationale Hilfsorganisation, er hat aus unklaren Gründen mit dem Kämpfen aufgehört und ein neues Leben als selbstständiger Leiter eines Kinderheimes angefangen. Als Samira das Projekt kennenlernt, verliebt sie sich sofort. In Kaschmir, in die Kinder, und nicht nur... Dieses Buch ist ein Liebesroman. Nein, kein Liebesroman, ein Thriller. Nein, kein Thriller, exotischer Roman mit aktuellen politischen Hintergründen. Nein, ein Drama mit extrem rührenden persönlichen Schicksalen. Moment, dieses Buch ist alles und nichts davon. Die tiefe der Charaktere, die interessanten politischen und kulturellen Hintergründe, die Nähe an den Menschen mit ihren Lebensgeschichten, die verschiedene Themen und Töne, die getroffen werden, haben mich vollkommen überzeugt. Ich kann nicht anders, als diesem Buch 5 Sterne zu vergeben und warte gespannt auf die Fortsetzungen. Auch ich habe mich in Kaschmir verliebt.

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  • Das Haus des Friedens

    Das Haus des Friedens

    KleinerVampir

    30. March 2017 um 18:21

    Buchinhalt: Mit einer Hilfsorganisation reist die Irin Sameera Sullivan in die indische Provinz Kaschmir. Das Land ist fremdartig und geheimnisvoll, ebenso wie der indische Ex-Agent Vikram Sandeep, den Sameera dort kennen lernt. Vikram betreibt inzwischen ein Waisenhaus – und scheint ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit mit sich herum zu tragen, über das er nicht spricht. Geht dort alles mit rechten Dingen zu? Die Menschen in Indien sind Sameera zunächst fremd, doch mehr und mehr wachsen ihr die Waisenkinder und auch Vikram ans Herz….   Persönlicher Eindruck: Alle sprechen von „Palast der Winde“ und wie toll doch dieser Roman, der ebenfalls in Kaschmir spielt, sein soll. Eine vergleichbare Geschichte mit diesem Auftakt zu einer 7-bändigen Saga. Ich gebe zu: ich habe „Palast der Winde“ nie gelesen und ging ganz unvoreingenommen an dieses Buch. Der Erzählstil und die Art, wie die Autorin die Gegend und das Flair dieses fremden Landes beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Man hat nach nicht allzu langer Zeit das Gefühl, sich diesen exotischen Schauplatz vorstellen zu können und die Geheimnisse, die ihn für westliche „Augen“ umgeben. Sameera und Vikram aus Hauptfiguren sind gut herausgearbeitet und nehmen den Leser ohne Weiteres in ihr Leben mit. Dies gelingt dem Großteil der Nebenfiguren eher nicht. Gut, das mag daran liegen, dass man durch die fremdartig klingenden Namen nicht immer sofort weiß, wer wohin und zu wem gehört, allerdings bleiben die Nebenfiguren auch bis zum Schluß eher blass und austauschbar. Der Roman lebt von der Liebesgeschichte einerseits und der Spannung, die die Rahmenhandlung andererseits generiert. Was mich manchmal etwas gestört hat, ist das schnelle Abhandeln mancher Sachverhalte. Es ging dabei um teilweise grausame Dinge, die aber in einem Halbsatz schon wieder zu Ende geführt wurden, so dass ich nicht immer das Gefühl hatte, das Autorenduo würde alle geöffneten Handlungsstränge vollständig überblicken. Der Schluß des Romans ist rund und stimmig. Ich weiß nicht, warum es hier wieder mal eine vielbändige Saga sein muß. Eine solche doch bewegende Geschichte kann auch totgeredet werden, ich bin nicht sicher, ob man nach dem 6. oder 7. Band nicht irgendwann denkt: „bloß kein Indienroman mehr“.  Für sich allein gesehen ist diese Geschichte gut gemacht und weitestgehend stimmig zu einem Ende geführt, dabei sollte man es aber auch belassen. Aufgrund der plastischen Beschreibung und des erzeugten „Lebensgefühls“ für dieses fremde Setting gebe ich noch 4 Sterne, wobei die Umsetzung in manchen Punkten nur 3 bekommen hätte.

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  • „Das Haus des Friedens“ von Simone Dorra

    Das Haus des Friedens

    Blubb0butterfly

    23. March 2017 um 15:37

    EckdatenBand 1 der Kashmir-SagaTredition-Verlag14,99€ISBN: 978-3-7345-9718-32017295 Seiten (+Vorwort) und eine Seite Buchvorstellung Band 2 (von Ingrid Zeller geschrieben)auch als eBook erhältlichCoverDas Cover ist atemberaubend schön und auch schlicht. Ich finde es passend zum Titel, auch wenn man kein Haus sieht. Die gezeigte Landschaft sieht friedlich aus.Inhalt (Klappentext)Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in die Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben...In der Kashmir-Saga erzählen Simone Dorra und Ingrid Zeller in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir. Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte und berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land.FazitIch finde die Handlung unglaublich spannend und toll! Vor allem finde ich sie sehr authentisch. Die Figuren sind mir allesamt sympathisch gewesen, naja, außer den Bösewichten, aber die sollen einem auch nicht unbedingt sympathisch sein. ^^Sameera und Vikram sind zwei wunderschöne Namen, wobei sich die anderen Namen auch nicht verstecken müssen. Ich fand es außerdem sehr interessant und romantisch, die Bedeutung der beiden Namen zu erfahren.Man lernt viel über das Land und die Kultur kennen und fremdsprachige Wörter werden hinten in einem Glossar erklärt. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ich hätte die Begriffe lieber direkt als Fußnote erklärt anstatt dauernd nach hinten blättern zu müssen. Das hat mich irgendwie im Lesefluss gestört.Toll wäre auch ein Personenverzeichnis am Ende, aber das ist nur ein Wunsch von mir. Ich konnte mir nämlich immer noch nicht alle Namen merken. ^^Sameera ist eine außergewöhnliche Frau, die sich voll in ihrer Arbeit aufblüht. Anfangs wurde nie ihr Alter erwähnt und ich habe mich erschrocken, als ihr Alter schließlich erwähnt wurde. Sie kam mir jünger vor und nicht so „alt“. Sameera muss man einfach bewundern, denn sie ist eine starke Persönlichkeit, auch wenn sie die Entführung sehr mitgenommen hat.Vikram ist auch eine sehr bewundernswerte Figur, die nach einer für ihn schlimmen Mission nun etwas Gutes tut, indem er Kindern ein Heim bietet. Das allein ist schon bemerkenswert. Man muss ihn einfach ins Herz schließen.Und dann noch die Landschaft und das Land generell. In jedem Land gibt es Licht- und Schattenseiten und ich finde es gut, wenn beide Seiten beleuchtet werden. Denn das gehört eben dazu.Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Band und die andere Autorin.

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    • 3
  • Ein grandioser Auftakt!

    Das Haus des Friedens

    louella2209

    21. March 2017 um 11:36

    Inhalt: Sameera Sullivan, eine Irin mit indischen Wurzeln verschlägt es, im Dienste einer Hilfsorganisation nach Kashmir. Sofort verspürt sie eine starke Bindung zu dem Land, dessen Volk immer noch von Korruption, Terror und politschen Krisen traktiert wird. Ein Waisenhaus, das „Dar-as-Salam“ und ihr Gründer Vikram, ein Ex-Agent, der seinen Dienst quittierte, haben es Sameera besonders angetan. Sie macht es sich zur Aufgabe den traumatisierten Kindern, die im „Dar-as-Salam“ ein neues Zuhause gefunden haben und endlich Geborgenheit und Hoffnung erfahren sollen, zu helfen. Doch durch ihr Engagement setzt sich Sameera großer Gefahr aus, denn auch ihre neuen Bekanntschaften, der Politiker Tarek und seine Freundin Najiha, so als auch Vikram, haben Feinde in den höchsten kriminellen Kreisen. Bald steht Sameera vor dem Wendepunkt ihres Lebens und sie muss sich entscheiden, für die Sicherheit oder für die Liebe zu einem Land, das jede Hilfe benötigt. Meine Meinung: Die Inspirationsquelle der Autorin Simone Dorra muss gigantisch sein, denn sie bedient mühelos so ziemlich jedes Genre und das auf hohem Niveau. Ich habe bereits den Lokalkrimi „Nachtruhe“ und den Fantasyroman „Fluchmond“ gelesen und war von beiden Büchern schlichtweg begeistert. Nun verwirklicht die vielseitige Autorin, gemeinsam mit Ingrid Zellner, die Kashmir-Saga, dessen Auftakt „Haus des Friedens“ bildet. Und was soll ich sagen, es war wieder ein sagenhaftes Erlebnis. Ich habe die Lektüre regelrecht verschlungen und meine ohnehin schon hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Es ist wirklich selten, das eine fiktive Geschichte bei mir Gänsehaut auslöst oder gar ein Tränchen entlockt, Simone Dorra ist es mit „Haus des Friedens“ gelungen. Die Einblicke in das Land sind äußerst glaubhaft dargestellt. Man genießt die Sicht auf eine wunderbare Kultur mit vielen Traditionen und eine unvergleichliche Glaubensvielfalt. Doch genau dort liegen auch die Probleme und die Autorin wirft einen kritischen Blick auf die politischen und religiösen Konflikte mit all den Konsequenzen für die Bevölkerung des Landes und das macht sie sehr authentisch und vor allem unbeschönigt. Die Protagonisten sind das Herzstück dieses Romans und mit ihren Facetten individuell gezeichnet. Simone Dorra beweist ein weiteres Mal sehr viel Feingefühl ihren Charakteren eine Seele zu verleihen. Man wird zu Beginn zwar mit vielen neuen Figuren konfrontiert, jedoch manifestieren sich die ganzen Einzelschicksale im Gedächtnis und spannen einen Bogen zu den exotischen Namen. Sameera, die Trauma-Therapeutin, sticht mit ihrer unvergleichlichen Empathie hervor. Sie besitzt die wunderbare Fähigkeit, traumatisierten Menschen ihre Ängste und Nöten zu entlocken und besonders bei Kindern gestaltet es sich eher schwierig, echtes Vertrauen zu erlangen und die gequälte Seele zu heilen. Natürlich ist es Sameera`s Beruf, aber sie behandelt ihre Patienten nicht von oben herab, sondern sieht sich als Teil von ihrer Gemeinschaft. Man spürt einfach ihre unumstößlichen ehrlichen Absichten. Vikram, der Gründer des Waisenhauses, ist ein weiterer sehr intensiver Charakter und er verlangt dem Leser einiges ab, denn er ist schwer einzuschätzen. Er wirkt bereits zu Beginn äußerst unnahbar, fast geheimnisvoll und dennoch nimmt man bei ihm eine innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit wahr. Vikram und Sameera sind sofort voneinander fasziniert und diese Faszination überträgt sich auf den Leser. Das Kribbeln ist zwischen den Zeilen regelrecht spürbar. Tarek, ein Politiker mit Moral und Werten und zudem ein Freund von Vikram, sowie seine Freundin Najiha, treffen den Leser mitten ins Herz. Tarek verfolgt unermüdlich das Ziel die Bedingungen in Kashmir zu verbessern, den Terror und den Krieg zu beenden und die Armut zu bekämpfen. Die vielen Rückschläge und die brisante Gefahr eines Anschlags entmutigen Tarek keineswegs und er stellt sich vehement vor sein Volk. Sein Idealismus ist beeindruckend und hallt lange nach. Najiha ist ein weiterer sehr starker Charakter. Eine Frau mit schrecklichen Erfahrungen und Erinnerungen und die trotzdem ihr Mitgefühl für andere und ihre Hilfsbereitschaft nie verloren hat. Sie weiß was sie will und sie geht ihren Weg, aber sie lässt die Angst zu, die Angst ihre große Liebe zu verlieren. Najiha war neben Sameera meine Lieblingsfigur. Die Intensität zwischen Leser und Charakter ist hier außerordentlich prägnant und man nimmt vieles, was ihnen widerfährt, fast schon persönlich. Zumindest erging es mir so, aber ich denke, es gibt niemanden, den diese Geschichte nicht zu fesseln vermag. Dieses Buch hat seine 5 Sterne mehr als verdient. Es ist spannend, mitreißend, tragisch, traurig, lebendig, erschütternd, schockierend und doch voller Hoffnung und Liebe.

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  • Auftakt zur Kashmirsaga

    Das Haus des Friedens

    irismaria

    14. March 2017 um 15:40

    “Das Haus des Friedens” des Autorinnenduos Simone Dorra und Ingrid Zellner ist der erste Band 1 ihrer Kashmir-Saga. In diesem wunderschönen aber durch religiöse und politische Konflikte gebeutelten Teil der Welt treffen zwei ganz unterschiedliche Menschen aufeinander. Der indische Ex-Agent Vikram Sandeep, der das “Dar-as-Salam” (Haus des Friedens) genannte Kinderheim leitet und die halbindische Traumatherapeutin Sameera Sullivan aus Irland. Durch die gemeinsame Arbeit zum Wohl der Kinder lernen sie sich kennen und lieben. Doch ihre Liebe wird von schwierigen Umständen begleitet, wie Attentate, Entführung, Gewalt und religiöse Vorbehalte.Mit gefällt die Geschichte sehr gut. Die Charaktere sind lebendig dargestellt und ich habe nicht nur Vikram und Sameera ins Herz geschlossen, sondern auch andere Figuren, seien es Heimkinder oder Mitarbeiter. Das Buch ist flüssig geschrieben und nebenbei erfährt man viel über den Kashmirkonflikt in Gegenwart und Zukunft und die Schönheit des Landes.Gerne möchte ich Vikram und Sameera weiter begleiten und bin gespannt auf den nächsten Teil.

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  • Paradies zwischen den Fronten

    Das Haus des Friedens

    UlrikeG-K

    10. March 2017 um 00:44

    Da liegt er nun also vor - der erste Band der siebenteiligen Kashmir-Saga von Simone Dorra und Ingrid Zellner!Wer das Glück hat, ihn lesen zu dürfen, den wird er nie wieder loslassen.In "Das Haus des Friedens" führt uns die großartige Geschichtenerzählerin Simone Dorra, die den Vergleich mit einem Rafik Schami, einem Orhan Pamuk oder der Britin M.M.Kaye, Schöpferin unvergesslicher Indien-Romane, nicht zu scheuen braucht, mit bildgewaltiger, beinahe poetischer, Sprache nach Kashmir, dem traumhaft schönen und gleichzeitig von so viel Unheil heimgesuchten Tal zwischen Indien und Pakistan vor der atemberaubenden Kulisse der hohen Gipfel des Himalaya.Sie lässt uns teilhaben an dem Leben, Lieben und Leiden einer Gruppe Menschen, die sich mit großem Idealismus dem Kampf um Frieden, um Hilfe für die Hilfsbedürftigen, die Traumatisierten verschrieben haben. Die trotz aller Rückschläge und persönlicher Niederlagen sowie vielfältiger Widrigkeiten nie aufgeben, nie die Hoffnung verlieren. Die erkannt haben, dass Hass blind macht, dass Vertrauen und Mitgefühl der einzige Weg in eine friedliche Zukunft sind. Da ist Sameera, die irische Ärztin mit indischen Wurzeln, die für eine internationale ärztliche Hilfsorganisation nach Kashmir kommt und dort ihr Herz verliert - an das Land, seine Menschen und schließlich vor allem an den einen, den ehemaligen Geheimdienstagenten Vikram, der mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft und, schuldbeladen, seine Kraft und Liebe in den Dienst der Waisenkinder stellt, die er bei sich aufgenommen hat.Da ist der junge Politiker Tarek, ein Idealist, dem der Frieden in seinem Tal über alles geht, der sich in ständiger Gefahr befindet vor Anschlägen auf sein Leben. Und da ist Najiha, die starke und mutige junge Frau, die Tarek liebt. Und da sind so viele weitere Charaktere, die allesamt einen tiefen Eindruck beim Leser hinterlassen, die er bald schon ins Herz schließt und mit denen er bangt und leidet.Sie sind Hindus, Muslime, Christen - aber für sie existieren keine religiösen Schranken, sie zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist, denn sie alle haben, bewusst oder unbewusst, die zerstörerische Kraft des Hasses begriffenDoch lässt Simone Dorra auch die Bösen agieren, die Kriegstreiber, die mit aller Macht und großer Brutalität ihre Ziele verfolgen, denen an Frieden nicht gelegen ist - aus Motiven der Rache, des Geldes oder aus religiösem FanatismusUnd so entwickelt sich die Handlung unversehens zu einem nervenzerreißenden Kriminalroman, bei dem dem Leser der Atem stockt, bei dem es kaum möglich ist, das Buch beiseite zu legen....Doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.Man möchte dem Buch, das so viele Facetten hat, das so realistisch und bewegend, so mitreißend den schwierigen und gefährlichen Alltag der Bewohner des Kashmir-Tals zeichnet - und das doch vor allem ein zutiefst berührender Liebesroman im besten Sinne des Wortes ist, eine große Leserschaft wünschen!

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    • 2
  • Eine berührende Geschichte

    Das Haus des Friedens

    Adlerauge

    09. March 2017 um 16:20

    In der Kashmir -Saga erzählen Simone Dorra und Ingrid Zellner in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir . Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte  und berichtet von großen Gefühlen , von spannenden Abenteuern , von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land ......Meine Meinung :Dieses Buch habe ich durch eine "Leserunde " (lovelybooks ) kennengelernt und bin recht zufrieden damit gewesen !Das einzige Manko ist das Format (zu groß und recht unhandlich -habe es im Urlaub gelesen -sprich als "Taschenbuchausgabe "wäre es besser !Aber dafür ist der Schreibstil und die "Geschichte " recht schön umschrieben und die Protagonisten sind auch gut ausgewählt .Insgesamt ist es ein sehr emotionaler Roman und damit beschleunigt man automatisch den Lesefluss .Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen und man kann sich schon auf die fortsetzenden Bücher freuen ,die demnächst erscheinen ....

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    • 2
  • Wunderschön ♥ Das Haus des Friedens

    Das Haus des Friedens

    Wildpony

    09. March 2017 um 12:31

    Das Haus des Friedens  -  Simone Dorra und Ingrid Zellner Kurzbeschreibung Amazon: Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben...In der Kashmir-Saga erzählen Simone Dorra und Ingrid Zellner in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir. Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte und berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land. Mein Leseeindruck: Ein wunderbares Buch mit dem Hauch eines Traumziels Kashmir. Das Buch habe ich durch die Leserunde entdeckt und die Beschreibung hat mich sehr angesprochen. Obwohl ich keine der beiden Autorinnen vorher kannte konnte mich dieses Autoren-Duo mit dem ersten Band der Kashmir-Saga vollkommen überzeugen und begeistern. Die Story und der Schreibstil sind wunderschön und auch die Protagonisten wie Sameera (Groß und Klein) und Vikram hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Es ist ein sehr gefühlvolles Buch das sich schnell in den Herzen der Leser festsetzt und auch nachhaltig darin verweilt. Mir hat es super gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung. Das einzige was ich als begeisterte Leserin nicht so gut fand war das Format des Taschenbuches. Denn wie es der Name auch sagt ist ein Taschenbuch perfekt für die Handtasche. Diese Ausgabe ist - ohne Zweifel - richtig toll, aber leider auch für eine größere Tasche einfach noch einen Ticken zu groß. Fazit: Wunderbare Story, tolle Protagonisten, sehr gute Autorinnen und ganz viel Gefühl für schöne Lesestunden. Das Buch hat bei mir einen verzauberten Eindruck hinterlassen. Daher gibt es von mir 5 Sterne und eine ganz große Weiterempfehlung ♥

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  • Sehr emotional

    Das Haus des Friedens

    Vanessa-v8

    08. March 2017 um 18:21

    Inhalt (Klappentext): Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben ... Meinung: Im Vordergrund steht die Arbeit von Sameera, und auch ihre Beziehung zu Vikram. Als Leser bekommt man nicht nur einen Eindruck über die Arbeit der Therapeutin, sondern auch über die Konflikte in diesem Land. Sameera hat einen guten Draht zu den Kindern und auch zu den Erwachsenen. Sie fangen an sich zu öffnen und erzählen ihre Geschichte oder ihr Trauma. Das Land ist Sameera ans Herz gewachsen und auch die Menschen. Sie hat sich nicht nur in das Land verliebt, sondern auch in Vikram. Sie bricht ihre Zelte in Irland ab und geht nach Indien. Anfangs verheimlicht Sameera Vikram zu erzählen, das sie bereits in Indien ist. Sie wartet auf ein Zeichen von Vikram, das er sie vermisst. Ein schönes Buch mit einer traumhaften Kulisse, sehr emotional und liebevoll gemacht. Manche Kapitel wühlen einen richtig auf. Man kann regelrecht eintauchen in die Geschehnisse. Sehr flüssiger Schreibstil, auch die unterschiedlichen Personen werden gut und detailliert beschrieben. Man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, so spannend und fesselnd ist es geschrieben. Fazit: Das Buch hat mich total umgehauen. Besonders gefallen haben mir die Beschreibung der Charaktere und der Landschaft. Es ist sogar zu meinem Lieblingsbuch geworden, ich könnte es immer wieder lesen. Deswegen gibt es von mir 5 von 5 Sterne. Der nächste Band ist ein Muss für mich zu lesen.

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  • Ein Roman mit Stärken und Schwächen

    Das Haus des Friedens

    krachfahl

    Die Leseprobe des Buches hat mir gefallen, zumal ich ein großer Fan von: Palast der Winde von M.M. Kaye war/bin. Die Autorin legt einen starken Anfang hin, verliert mich dann aber, bis sie mich im letzten Drittel wieder eingefangen hat. Aber fangen wir von vorne an. Zum Inhalt: Die Geschichte handelt von Sameera und dieser Name ist nicht einfach so gewählt. Das war einer der  Punkte, der mich richtiggehend Begeistert hat. Die Bedeutung des Namens in den verschiedenen Sprachen. Sameera ist Therapeutin und hilft Menschen in Krisengebieten ihre Traumata zu überwinden. Ihr neuer Einsatz für Medical Relief Wordwide führt sie nach Srinagar in Kaschmir, einem Gebiet nordöstlich von Pakistan, das heute von Indien, Pakistan und der VR China beansprucht wird. In dem Gebiet werden Menschen verschleppt, gefoltert und missbraucht. Entsprechend große ist der Bedarf an Therapeuten. Bei ihrer Arbeit trifft Sameera auf Vikram einen indischen Ex-Agenten, der ein Heim für traumatisierte Kinder in der Region aufgebaut hat. Er nennt es bezeichnenderweise das Haus des Friedens. Das ausgerechnet er, ein indischer Ex-Agent das Heim leitet ist mehr als ungewöhnlich, denn es ist auch die indische Armee, die in der Region für Angst und Schrecken sorgt mit ihrem rigorosen, gewalttätigen Vorgehen. Nach und nach kommen sich die beiden näher. Abgesehen, dass Sameera die Tochter eines irischen Katholiken und einer Inderin ist, gibt es viel Potential, allein aus der unruhige Lage des Landes, des religiösen Konfliktes zwischen Hindus und Muslimen. Das alles macht, neben der Vergangenheit von Vikram eine Liebesbeziehung zwischen den beiden unmöglich. Was mir an der Geschichte besonders gut gefallen hat sind die Liebesszenen. Angefangen beim ersten Kuss, weiter zum zweiten und sofort. Die Autorin hatte in diesen Szenen und dann ab etwa 70% des Romans irgendwie ihren Stil geändert. Das fand ich wirklich Klasse und ich muss sagen, dass ich diese Szenen sogar zweimal gelesen habe. Mehr als einmal bekam ich auch eine Gänsehaut bei den Gesprächen. Ich fand es auch toll, dass die Protagonistin, 45 Jahre alt war. Es ist erfrischend, dass es mal nicht um eine junge Frau geht. Für mich besaß das einen eigenen Reiz. Das Setting in Kaschmir fand ich grundsätzlich gelungen. Ein heikles Thema, dass die Autorin gekonnt dargestellt hat. Mit dem Buch weckt sie das Interesse für die Region und macht auch die menschlichen Herausforderungen für die Region deutlich. Dabei ergreift sie keine echte Partei, mischt fiktionale Elemente mit den Eckpfeilern von tatsächlichen Ereignissen. Kommen wir zu den Punkten, die mich irritierten und ihr werdet merken, ich bin da wirklich pingelig. Die Autorin hält mich eine lange Zeit bei der Geschichte auf Distanz. Handlungen und Reaktionen sind für mich in der Anfangszeit oft nicht nachvollziehbar. In meinem Kopf entstehen keine Bilder der Szenen und ich kann mich nicht in die Figuren reinversetzen. Vor allem die Nebenfiguren bleiben flach und austauschbar. Furchtbare Ereignisse werden in zwei drei Sätzen abgehandelt. Oft wir "plötzliche" zur Hilfe genommen, um Spannung zu erzeugen, was gar nicht notwendig gewesen wäre, wenn die Autorin diese Szene ein wenig anders geschrieben hätte. Die Therapie Arbeit bleibt wage, so auch die mit den Kindern. Dass diese eine Bindung mit  zu Sameera aufbauen bleibt für mich mit einer Ausnahme unersichtlich. Oft hatte ich das Gefühl, dass Figuren verwendet werden, um Informationen zu liefern, die sonst für mich als Leserin nicht vorhanden gewesen wären. Zwei Szenen als Beispiele  und ich passe auf nicht zu Spoilern. Auf dem Dach mit einer Frau ist es Vikram der die Anweisungen erteilt und Sameera die Vorgehensweise darlegt. Dabei hätte ich mir gerade an der Stelle gewünscht, dass die Therapeutin die Führung übernimmt. Wäre für mich von dem Hintergrundwissen der Figuren auch logischere Aufteilung der Aufgaben gewesen. Die strenge Handhabung von Dr. Shetty eines Kollegen wird genannt und auch wie sich Sameera darüber Gedanken macht, wie dieser darauf reagiert und das sie es ungerechtfertigt findet. In Anbetracht der kulturellen Stellung der Frau in dieser Region, empfand ich ihre Bedenken nachvollziehbar. Doch es gibt keine Szene, kein Absatz der die Situation bzw. die Durchführung  aufgreift. Es wird nur von Dr. Shetty angeordnet und wird dann nur noch in zwei Nebensätzen zwischendrin erwähnt. Zwei Beispiele zum Stil: "Er war (vermutlich) mehrfach an Anschlägen auf Militäreinrichtungen beteildigt und (ziemlich sicher) für den Tod einiger Menschen verantwortlich." So etwas stört mich. Entweder ist es so oder nicht, das noch in Klammern gepackt bringt mich aus einer Geschichte raus. "Sie saß auf der Wiese, unfähig, sich zu rühren und erfüllt von ungläubiger, staunender Freude. Plötzliche fiel ihr wieder ein, was Dr. Shetty gesagt hatte: Sie können weder Wunder bewirken noch die Welt verändern." Das Plötzlich weglassen und das Staunen vertiefen: Die Worte von Dr. Shetty kamen ihr in den Sinn. Sie können weder Wunder bewirken noch die Welt verändern. Langsam breitet sich ein tiefes vom Herzen kommendes Lächeln auf ihrem Antlitz aus. … Und nun viel Freude beim Lesen der Geschichte.

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  • Das Haus des Friedens

    Das Haus des Friedens

    Martinchen

    06. March 2017 um 19:37

    "Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben..." "Das Haus des Friedens" ist der erste Band der auf sieben Bände angelegten Kashmir-Saga von Simone Dorra und Ingrid Zellner. Beide Autorinnen haben völlig unabhängig voneinander Romanideen zu einem in Indien spielenden Roman gehabt. Simone Dorra schrieb "Das Haus des Friedens", während Ingrid Zellners Roman den Arbeitstitel "Schatten der Vergangenheit" trug. Die beiden befreundeten Autorinnen hatten dann die Idee, beide Romane miteinander zu verbinden. Die beiden Romane spielen in der jüngsten Vergangenheit, die Geschichte wird dann in die Zukunft fortgeführt werden. Es ist mein erstes Buch der Autorin Simone Dorra, aber es wird gewiss nicht das letzte sein. Ihr ist es gelungen, mich vom ersten Moment an zu fesseln. Im Mittelpunkt steht die große Liebe zwischen Sameera Sullivan und Vikram Sandeep. Diese beiden Hauptfiguren werden lebendig und detailreich beschrieben. Ihre Gefühle, ihre Stimmungen sind sehr gut nachvollziehbar. Aber auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet. Ihre Lebens- und Leidensgeschichten erfährt der Leser in Ausschnitten ebenfalls. Daneben kommt die atemberaubende Landschaft und die Kultur der Region Kashmir nicht zu kurz. Die politische Situation spielt ebenfalls eine Rolle, allerdings nur soweit sie das Leben der Protagonisten betrifft. Das Cover passt wunderbar zum Titel: das landestypische Boot schwimmt auf einem ruhigen Fluss vor der aufgehenden Sonne.  Fazit: ein fesselnder Roman, der unter die Haut geht und der einen Zeit und Raum vergessen lässt. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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  • Chance für Sameera

    Das Haus des Friedens

    Tulpe29

    06. March 2017 um 16:24

    Der erste Teil dieser Kashmir-Saga hat mich schon tief beeindruckt. Die spannende, sehr emotionale Geschichte über die schwer geprüften, oft traumatisierten Menschen in dem von Terror und unfaßbarem Leid gezeichneten Land läßt den Leser nicht mehr los. Die Protagonisten haben alle ihre eigene, oft von Tod, Grauen, Folter und unendlicher Trauer geprägten Vergangenheit zu bewältigen. Dabei werden sie von von einer irischen Ärztin unterstützt, die fast nebenbei auch noch ihr privates Glück sucht und vielleicht auch findet.

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