Simone Dorra Nachtruhe

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Inhaltsangabe zu „Nachtruhe“ von Simone Dorra

Das Leben des Hamburger Kriminalkommissars Malte Jacobsen steht kopf: Nach einem schwierigen Fall wird er wegen Burnouts »zur Erholung« versetzt – ausgerechnet ins schwäbische Waiblingen. Kaum angekommen, muss er sich um einen neuen Fall kümmern: Der Leiter eines kleinen Backnanger Pfadfinderbundes wurde beim Zeltlager an einem Baum erhängt aufgefunden. Schnell ist klar: Das war kein Suizid, sondern Mord!Gemeinsam mit seiner neuen, attraktiven Kollegin beginnt Jacobsen zu ermitteln, aber er findet niemanden, der einen Groll gegen den scheinbar perfekten, allseits geliebten und geachteten Ehemann, Familienvater und Pfadfinder gehegt hätte. Dann wird eine 14-jährige Pfadfinderin aus derselben Gruppe tot aufgefunden. Ob die Fälle zusammenhängen? Hartnäckig kratzt Jacobsen am glänzenden Renommee des ersten Opfers. Und obwohl Erinnerungen an seinen letzten, verstörenden Fall aufbrechen, dringt er unerbittlich vor in ein verzwicktes Labyrinth voller alter und neuer schrecklicher Geheimnisse und tragischer Missverständnisse …

Solider Krimi mit tollen Ermittlern

— SchwarzeFee

Spannender, gut geschriebener Regionalkrimi mit vielen Wendungen, zum Miträtseln geeignet. :-)

— Talitha

Wirklich empfehlenswert, konnte es vor Spannung kaum aus der Hand legen!

— kikiluca

Ein packender Krimi, mit einem sympathischen Ermittlerduo, der unter die Haut geht.

— louella2209

Spannender Krimi mit Tiefgang, der aktuelle Themen wie Mobbing und Kindesmissbrauch aufgreift und Einblicke ins Pfadfinderleben bietet

— IngridZellner

Spannender Krimi mit emotionalem Tiefgang und sympathischen Ermittlern. Ein Hamburger Kommissar in Schwaben - sehr reizvoller Lokalkolorit.

— hexepanki

Großartig durchdacht, mit einer Prise Humor bei einem unendlich schweren Thema.

— Huschdegutzel

Das Buch hat mich ganz schön mitgenommen. Es ist nichts für schwache Nerven und hat mich um meinen Schönheitsschlaf gebracht! Sehr spannend.

— hasirasi2

Der ideale Regionalkrimi nicht nur für waschechte Schwaben! Ein Nord-Süd-Gefälle und ganz viel Tiefgang im Kern des Mordfalls. WOW.

— Floh

Spannendes Krimi mit berührender Thematik

— yari

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  • Themen
  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Leserunde zu "Nachtruhe" von Simone Dorra

    Nachtruhe

    SimoneDorra

    Lust auf einen brandneuen Regionalkrimi? Das Leben des Hamburger Kriminalkommissars Malte Jacobsen steht kopf: Nach einem schwierigen Fall wird er wegen Burnouts »zur Erholung« versetzt – ausgerechnet ins schwäbische Waiblingen. Kaum angekommen, muss er sich um einen neuen Fall kümmern: Der Leiter eines kleinen Backnanger Pfadfinderbundes wurde beim Zeltlager an einem Baum erhängt aufgefunden. Schnell ist klar: Das war kein Suizid, sondern Mord!Gemeinsam mit seiner neuen, attraktiven Kollegin beginnt Jacobsen zu ermitteln, aber er findet niemanden, der einen Groll gegen den scheinbar perfekten, allseits geliebten und geachteten Ehemann, Familienvater und Pfadfinder gehegt hätte. Dann wird eine 16-jährige Pfadfinderin aus derselben Gruppe tot aufgefunden. Ob die Fälle zusammenhängen? Hartnäckig kratzt Jacobsen am glänzenden Renommee des ersten Opfers. Und obwohl Erinnerungen an seinen letzten, verstörenden Fall aufbrechen, dringt er unerbittlich vor in ein verzwicktes Labyrinth voller alter und neuer schrecklicher Geheimnisse und tragischer Missverständnisse … Mein neues Buch spielt in Schwaben... aber um die Geschichte zu genießen, die Abenteuer des Kommissars in der neuen Heimat zu verfolgen und der Lösung des Rätsels auf die Spur zu kommen, muss man kein Schwabe sein.  Ab sofort kann man sich bis zum 24.10. für die Leserunde bewerben, an der ich gerne wieder teilnehme. Signierte Bücher auf Wunsch sind selbstverständlich, reger Austausch auch... und eine anschließende Rezension natürlich ebenfalls. Keine Sorge übrigens... auch da, wo die Schwaben "schwätzen", wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, versteht man noch alles. (Wo nicht, bin ich jederzeit als Dolmetscherin behilflich. :-) ) Viel Spaß beim Bewerben - und viel Glück!

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    SimoneDorra

    19. December 2015 um 15:54
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Ein Krimi mit schwäbischen Charme, der Gänsehaut erzeugt

    Nachtruhe

    louella2209

    Zur Handlung: Malte Jacobsen wird von Hamburg ins beschauliche Waiblingen versetzt. Er wagt dort einen Neuanfang und versucht neue Kraft zu schöpfen, nachdem ihm eine tragisch endende Entführung, sehr zu Herzen ging. Doch kaum hat er sich etwas eingelebt, wartet schon der erste Fall auf ihn und seine neue Kollegin Melanie. Der Leiter einer Backnanger Pfadfindergruppe wird erhängt im Wald aufgefunden. Schnell ist klar, das er ermordet wurde. Die Suche nach Motiv und Täter gestaltet sich schwierig. Er war Mitglied einer hoch angesehenen Familie, die den Pfadfinderbund "Impeesa" einst gründeten. Das Opfer kam mit jedem gut aus und hatte für seine Gruppe immer ein offenes Ohr. Streit gab es nur mit einem Mädchen, das ebenfalls in dieser Nacht ums Leben kam und bald in einem nahegelegenen Gewässer tot aufgefunden wird. War das ein Unfall oder gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Schicksalen? Die Ermittlungen werden für Malte und Melanie immer verzwickter. Bald werden sie mit Missbrauch und Internet-Mobbing konfrontiert und decken düstere Familientragödien auf. Charaktere: Die einzelnen Figuren sind der Autorin Simone Dorra sehr gelungen und sie haucht ihnen viel Leben ein. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit und schnell hat man ein klares Bild von der jeweiligen Person. Malte Jacobson, einer der Ermittler, muss man einfach in sein Herz schließen. Er ist sehr empathisch, kollegial und mitfühlend. In der Vergangenheit wurde er schwer vom Schicksal gebeutelt. Ein Fall, der ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen will und an dem er fast zerbrochen wäre. Aber er setzt alles daran, die Schatten der Vergangenheit ruhen zu lassen. Und gerade der erste Fall in seiner neuen Heimat wird zur echten Bewährungsprobe. Melanie, die neue Kollegin von Malte, ist gleichfalls liebenswürdig und sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und es macht richtig Spaß, die beiden durch den Krimi zu begleiten. Bemerkenswert ist auch Melanie`s Feingefühl bei den Befragungen und sie trägt viel dazu bei, das Leben eines jungen Mädchens, zu retten. Die Familie von Weyen, aus der das Opfer stammt, ist zunächst sehr undurchsichtig. Mutter Klara und Tochter Yvonne haben sich anscheinend nicht viel zu sagen und gehen sich aus dem Weg. Warum das so ist, ist anfangs nicht zu erkennen. Im Verlauf des Romans fängt die Fassade langsam an zu bröckeln. Lukas, der gemeinsame Sohn von Peter und Yvonne, ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Ein ehrgeiziger Pfadfinder, der ganz tapfer, mit dem Mord an seinem Vater umgeht und dabei nie sein Ziel vor Augen verliert. Heike, die Schwester von Malte, gibt dem Ermittler ein Zuhause und ein Familienleben, das ihn vom Alltag etwas ablenkt. Sie redet und handelt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und sorgt für den derzeitigen Halt in Maltes Leben. Meine Meinung: Simone Dorra hat ihren ersten Krimi mit Bravour gemeistert. Der Schreibstil ist fließend und mitreißend, die Spannung teilweise unerträglich. Anfangs sieht das Ganze noch recht klar aus. Familienfehde oder ein heftiger Streit, innerhalb des Pfadfinderbundes. Dann wird der Fall immer komplexer und die Atmosphäre bedrückend dicht. Doch der Autorin gelingt es immer, die Stimmung auch wieder aufzuhellen. Sei es durch schwäbische Mundart oder kulinarische Streifzüge mit Malte und Melanie, die einen zwischendurch zum Schmunzeln bringen. Der Krimi ist so aufgebaut, das man miträtseln möchte, aber es schlichtweg unmöglich ist, hinter die Auflösung zu kommen. Da legt die Autorin, einfach zu geschickt, ihre falschen Fährten. Spannung, Unterhaltung und Lokalkolorit ist hier in der genau richtigen Dosierung. Das Ende ist erschütternd und erzeugt Gänsehaut. Die brisanten Themen die hier aufgezeigt werden, hallen noch lange beim Leser nach. 5 Sterne für diesen erstklassigen Roman, den jeder Krimiliebhaber lesen sollte. Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Malte und Melanie. Bitte mehr davon!!!

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  • Mord im Pfadfindermilieu

    Nachtruhe

    britta70

    25. November 2015 um 15:33

    Bei Kriminalhauptkommissar Malte Jacobsen läuft es nicht so, wie es soll. Er braucht dringend eine Veränderung und einen Ortswechsel im Leben, um wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen, nachdem ein alter Fall ihn völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Zufällig wird er nach Backmang versetzt, wo seine Schwester Heike mit Familie wohnt. Die bereitet ihn einen herzlichen Empfang und nimmt ihn bei sich auf. Doch viel Zeit bleibt Jacobsen nicht für Privates. Bald schon ist er beruflich stark eingespannt, denn zunächst wird Peter von Weyen tot aufgefunden, er wurde in der Nähe eines Zeltplatzes an einem Baum erhängt. Dann kommt noch der Fund einer toten Mädchenleiche im Fluss dazu. Hängen beide Fälle zusammen? Simone Dorra hat einen spannenden Regionalkrimi geschrieben, der im Pfadfindermilieu spielt. Er hat einen hohen Aktualitätsbezug, denn die Autorin greift die Themen Kindesmissbrauch und Mobbing auf. Ich war gleich mitten im Geschehen und habe mitgefiebert, wie alles zusammenhängt. Neben den Ermittlungen gibt es aber auch Einblicke in das Privatleben von Malte Jacobsen und seinem Umfeld. Das lockert das Ganze etwas auf. Einige Protagonisten habe ich besonders ins Herz geschlossen: so Lukas von Weyen, Malte Jacobsen selbst, aber auch seine fürsorgliche Schwester. Alle Charaktere wirken sehr lebensecht und sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Über einen Nachfolgeband würde ich mich sehr freuen, denn was lässt ein Krimiherz höher schlagen als eine Story mit einem guten Spannungsbogen, unerwarteten Wendungen und einer überraschenden Auflösung - all dies gewürzt mit einer guten Prise Regionalem und Privatem.

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  • Mord bei den Pfadfindern

    Nachtruhe

    gaby2707

    21. November 2015 um 19:42

    Kriminalhauptkommissar Malte Jacobsen bekommt einen Fall nicht aus dem Kopf und sein Leben nicht mehr in den Griff. Auf Anraten seines Chefs wird er nach Waiblingen ins Schwabenland versetzt. Seine Schwester Heike lebt mit Mann und Sohn in Backnang und ist sofort bereit, ihren Bruder bei sich aufzunehmen, bis er eine eigene neue Bleibe hat. Noch nicht richtig in seinem neuen Job angekommen muss er sich mit einem Mordfall befassen: Peter von Weyen, der Chef einer Pfadfindertruppe wird erhängt auf einem privaten Zeltplatz in der Nähe von Murrhardt gefunden. Schnell ist klar - es war Mord. Zusammen mit seiner neuen Kollegin Melanie Brendel beginnt er mit den Ermittlungen. Dann wird in einem nur wenig tiefen nahegelegenen Fluss die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Auch sie hatte Verbindungen zu den Pfadfindern. Hängen die beiden Fälle vielleicht zusammen? In diesem Regionalkrimi geht es zum einen um Mobbing und zum anderen um Kindesmissbrauch. Beides ist in diesem Krimi sehr gut und einfühlsam verarbeitet. Die einzelnen Charaktäre sind detailliert und anschaulich ausgearbeitet. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, die richtig gut hervorgehoben sind. Meine Sympathien und Antipathien hatte ich daher schnell vergeben. Besonders ins Herz geschlossen habe ich von Anfang an Malte Jacobsen in seiner empathischen, ruhigen, kollegialen Art und mit seinem ganz eigenen Humor. Aber auch der Sohn des Opfers Lukas von Weyen habe ich gleich ins Herz geschlossen. Der Mordfall an sich ist sehr gut nachvollziehbar. Der Spannungsbogen steigt gleich zu Anfang recht hoch und bleibt auch dort, was mich zum einen erstaunt hat, zum anderen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Allerdings hat mich die Autorin, das gebe ich zu, immer wieder auf falsche, sehr gut erdachte Fährten gesetzt, die allerdings im Nichts verlaufen sind. Den Schluss und die Aufklärung hatte ich so nicht erwartet. Die Gegend in der ermittelt wird, wird sehr anschaulich beschrieben. Ich habe Lust bekommen, mir auch dieses Stück Baden-Würtemberg mal näher anzuschauen.   Wer einen gut durchdachten Krimi mag, der in einer wunderschönen Gegend spielt, spannend und auch noch informativ ist, der ist hier genau richtig. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich bald wieder mit den beiden sympathischen Kommissaren ermitteln könnte.

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  • Spannung pur!

    Nachtruhe

    frenzelchen90

    16. November 2015 um 16:33

    Der Regionalroman von Simone Dorra verführt auf 256 Seiten voller Spannung zum Mitfiebern und lässt einen bis zum Schluss in der Ungewissheit, wer wirklich der Mörder ist. Klappentext: Das Leben des Hamburger Kriminalkommissars Malte Jacobsen steht Kopf: Nach einem schwierigen Fall wird er wegen Burnouts »zur Erholung« versetzt – ausgerechnet ins schwäbische Waiblingen. Kaum angekommen, muss er sich um einen neuen Fall kümmern. Der Leiter eines kleinen Pfadfinderbundes aus Backnang wurde beim Zeltlager an einem  Baum erhängt aufgefunden. Schnell ist klar, dass das kein Suizid war, sondern Mord! Gemeinsam mit seiner neuen, attraktiven Kollegin beginnt Jacobsen zu ermitteln, aber er findet niemanden, der einen Groll gegen den scheinbar perfekten, allseits beliebten und geachteten Ehemann, Familienvater und Pfadfinder gehegt hätte. Dann wird eine 16-jährige Pfadfinderin aus derselben Gruppe tot aufgefunden. Ob die Fälle zusammenhängen? Hartnäckig kratzt Jacobsen am glänzenden Renommee des ersten Opfers. Und obwohl Erinnerungen an seinen letzten, verstörenden Fall aufbrechen, dringt er unerbittlich vor in ein verzwicktes Labyrinth voller alter und neuer schrecklicher Geheimnisse und tragischer Missverständnisse... Meine Meinung: Da es sich um einen schwäbischen Regionalkrimi handelt, hat man als Norddeutscher ab und zu seine Probleme mit dem örtlichen Dialekt, aber nach den ersten Seiten des Buches gewöhnt man sich daran und versteht zum Ende hin fast alles perfekt. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, bis zur letzten Seite die Spannung aufrechtzuerhalten. Mittendrin denkt man als Leser des Öfteren, dass der Mörder endlich gefunden wurde, dann wendet sich aber das Blatt und man steht wieder völlig  am Anfang. Erst ganz am Schluss erfährt man, wer wirklich der Mörder ist und an wen man nie gedacht hätte! Fazit: Ein sehr schöner und spannender Krimi. Ich hoffe, dass in weiteren Büchern Kommissar Malte Jacobson und seine Kollegin, Melanie Brendel, noch weitere Fälle klären werden.

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  • Ein Nordlicht in Schwaben und sein erster - und hoffentlich nicht einziger - Fall

    Nachtruhe

    SchwarzeFee

    16. November 2015 um 16:15

    "Nachtruhe" von Simone Dorra spielt in Baden-württemberg, dorthin wird der Hamburger Kriminalkommissar Malte Jacobsen nach einem Mordfall, den er in unmittelbarer Nähe zum Tatort nicht richtig verarbeiten kann, sozusagen strafversetzt, um Abstand zu Hamburg zu gewinnen.  In Backnang wohnt auch seine Schwester, bei ihr und ihrer Familie wohnt er zunächst und nach einem Urlaub zum Einleben in der neuen Gegend bekommt er es gleich mit seinem ersten Fall zu tun. Der Leiter des ortsansässigen Pfadfinderbundes wurde erhängt aufgefunden und gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Melanie Brendel beginnt er nun die Spurensuche und die Ermittlungsarbeit.  Malte und Melanie mochte ich als Leserin sofort, Kommissare in Krimis sind doch oftmals eigenbrötlerische, eher unsympathische Menschen, in diesem hier ist das erfreulicherweise einmal nicht so. So ermittelt man mit den Beiden mit und lässt sich gern von Simone Dorra auf die eine oder andere falsche Fährte führen.  Dieser Krimi ist ein solide recherchierter seiner Art, er lässt sich gut lesen, die eingestreuten schwäbischen Dialektteile sind auch für Außenstehende gut zu verstehen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Hier hat auch das Mitraten Spaß gemacht, da sich die Story nicht im hundersten und tausendsten verliert und so kompliziert angelegt ist, dass das Ende nur noch schwer nachvollziehbar wäre.  Als Krimi für zwischendurch eine Leseempfehlung! 

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  • Spannendes Pfadfinderleben

    Nachtruhe

    Athene100776

    16. November 2015 um 01:03

    Kriminalkommissar Malte Jacobsen wird aus Hamburg ins schwäbische Waiblingen versetzt. Er arbeitete in Hamburg an einem Fall, der ihm bisher keine Ruhe lässt und immer wieder vor Augen ist, so dass ein Burnout droht. In Waiblingen hingegen rechnet sein Chef damit, dass er zur Ruhe kommt und wieder zu seiner alten Form zurückfindet, immerhin geschehen in Schwaben nicht wirklich spektakuläre Morde. Doch da hat er sich geirrt, denn nachdem Malte einen kurzen Urlaub im Ferienhaus seiner Schwester verbringt, die ebenfalls ins Waiblingen lebt, ist auch schon ein Toter da. Der Tote ist der Leiter eines Pfadfindercamps, dessen angeheiratete Familie die Pfadfinder in Waiblingen aufgebaut haben. Ist es Selbstmord oder doch Mord? Wer hätte ein Interesse daran, den Leiter Peter von Weyen zu ermorden? Er war doch überall so beliebt. Zudem kommt noch das junge Mädchen, welches fast zu selben Zeit in einem kleinen Bach ertrunken aufgefunden wird. War es ein Unfall? Stecken die Fälle zusammen oder ist es nur ein Zufall? Zusammen mit seinen neuen Kollegen macht sich Malte auf, Licht in das Dunkle zu bringen. Das Hauptthema , welches die Autorin wählte, ist in der heutigen Gesellschaft immer wieder präsent, es handelt sich um Kindesmissbrauch und Mobbing . Gerade diese Themen gehen mir als Leser immer wieder unter die Haut. Umso schöner fand ich die Umsetzung dieser Themen, die nicht beschönigen oder rechtfertigen, sondern es eher darlegen, dazu hat auch viel der einfühlsame Erzählstil beigetragen. Die Geschichte selber hat mich sehr angesprochen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und lässt den Leser Teil der Geschichte werden. Malte ist ein toller Kriminalkommissar, er hat seinen eigenen Humor, hat seine Ecken und Kanten und ist einfach nur liebenswürdig. Auch die Darstellung seiner Person, seine Gedanken und Ängste hat die Autorin wunderbar einfangen können. Als Leser kann man sich leicht in ihn hineinversetzen, besonders da auch das persönliche Umfeld Maltes miteinfließt. Ebenso die anderen Charaktere sind bis in kleinste Detail ausgearbeitet, was sie sehr farbenfroh und lebendig erscheinen lässt. Sehr schön fand ich auch, dass sich jeder in der Handlung entwickelt, so unterschiedlich ihre Personen auch sind, aber jeder hat etwas, worin ich mich als Leser wiedererkannt haben. Hervorzuheben ist auch, dass ich Dank der Autorin immer wieder auf der falschen Fährte war und somit wunderbar als Leser "mitermitteln" konnte. Diesen Krimi kann ich jedem Regionalkrimi-Liebhaber nur ans Herz legen.

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  • Der Piet am Galgen: spannender, gut geschriebener Regionalkrimi rund um die Pfadfinderei

    Nachtruhe

    Talitha

    14. November 2015 um 21:53

    Kriminalhauptkommissar Malte Jacobsen aus Hamburg ist von seinem letzten Fall psychisch sehr mitgenommen und lässt sich auf Anraten seines Chefs nach Baden-Württemberg, in die Nähe von Stuttgart, wo seine Schwester mit Familie wohnt, versetzen. Dort wird in einem Pfadfinderlager der beliebte Sippenführer Peter von Weyen ermordet... Während Jacobsen sich nun einleben und gleichzeitig einen Fall lösen muss, erfährt der Leser ganz regionalkrimigemäß Vieles über die Region, die Leute, den Dialekt, die interessante Küche und dazu über das Pfadfinderleben, was mir vorher sehr fremd war. Der Erzählstil ist angenehm zu lesen. Ich kam sofort in die Geschichte hinein. Die Hauptfigur Jacobsen fand ich als Charakter sehr überzeugend und sympathisch, aber auch die anderen Figuren sind gut ausgearbeitet, einschließlich des Mörders. Was ich besonders toll finde an einem Krimi ist, wenn man miträtseln kann, wer nun der Täter sein könnte und tatsächlich vor den ermittelnden Figuren auf die Lösung kommen kann (oder sich von Fallen und Wendungen in die Irre führen lässt, was hier auch passieren kann ;-) , fand ich super gelungen in diesem Krimi. Mein Fazit: Von mir die vollste Empfehlung für diesen tollen Erstlings-Regionalkrimi. Ich hibbele auf eine mögliche Fortsetzung hin, da er mir wirklich super gefallen hat.

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  • genau so sollen Regionalkrimis sein!

    Nachtruhe

    irismaria

    14. November 2015 um 16:58

    Das Cover des Baden-Württemberg-Krimis "Nachtruhe" von Simone Dorra zeigt ein dickes Seil, das zu einer Henkersschlinge geknüpft ist. Tatsächlich geht es um einen Mann, der bei einem Pfadfinderlager erhängt aufgefunden wird, doch nicht durch Selbstmord, wie sich bald herausstellt. Hauptermittler ist Kriminalkommissars Malte Jacobsen, der erst kürzlich ins Ländle versetzt wurde und eigentlich aus Hamburg stammt. So gibt es neben dem spannenden Fall, der einige überraschende Wendungen aufweist, auch viel Lokalkolorit, denn Maltes junge Kollegin führt ihn und damit auch den Leser liebevoll in die schwäbische Küche, Sprache und Lebensart ein. Die Figuren sind bis in die kleinste Nebenfigur sehr gut ausgearbeitet, was das Buch sehr lebendig macht. das persönliche Umfeld des Kommissars kommt auch vor und macht große Lust auf weitere Fälle mit ihm. Mir hat "Nachtruhe" sehr gut gefallen, genau so sollen Regionalkrimis sein!

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  • Spannender, packender Krimi mit nachdenklich machendem Inhalt!

    Nachtruhe

    kikiluca

    14. November 2015 um 15:45

    " Freundschaften und Beziehungen bestehen zu einem Großteil aus Erinnerungen. Man sieht sich an und denkt an dieselben Ereignisse, lacht über alte Witze, die man unter anderem deshalb so komisch findet, weil man sie so gut kennt. Genau wie den jeweils anderen, mit dem einen viele Erinnerungen verbinden, gute und schlechte...und manchmal färben wir uns schön, um einander nicht weh zu tun. Aber wenn die guten und die schlechten und die schöngefärbten Erinnerungen überlagert werden von der Wahrheit- dann schwindet die Zuneigung wie Sand, der einem durch die Finger rieselt. Dann bleibt nichts mehr übrig als Zorn, Entäuschung und Angst. Und Hass." In dem Regionalkrimi (Baden-Württemberg) Nachtruhe von Simone Dorra, geht es um Kriminalkommissar Malte Jacobsen, der nachdem ihn ein Fall sehr mitgenommen hat, versetzt wird nach Schwaben. Dort erwartet ihn kurze Zeit später ein neuer Fall den er gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Melanie Brendel lösen soll. Der Fall erweist sich schwieriger als zu erst angenommen, da keiner so recht versteht ob ein Selbstmord ein Selbstmord war, oder ein Unfall nur ein Unfall. Was haben die Kids nur zu verbergen und wie passt es ins Bild, dass das Opfer freundlich, hilfsbereit, engagiert und allseits beliebt war? Meiner Meinung nach der beste Krimi den ich seit langer Zeit gelesen habe. Spannend, unterhaltsam und in manchen Passagen hält man die Luft an weil es so unter die Haut geht und einem zum Nachdenken und Mitfühlen anregt. Ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass das Drehbuch dazu schon bald geschrieben wird, denn diesen Krimi würde ich mir gern nochmal im TV ansehen.

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  • Spannender Regionalkrimi mit Tiefgang

    Nachtruhe

    IngridZellner

    Der Hamburger Kriminalkommissar Malte Jacobsen wird nach einem Burnout ins schwäbische Waiblingen versetzt. Dort hat er als erstes zusammen mit seiner neuen Kollegin Melanie Brendel einen Mordfall aufzuklären, der Erinnerungen an seine (wenn auch kurze) Pfadfinderzeit in seiner Jugend in ihm wachruft: Das Mordopfer war der Leiter eines kleinen Backnanger Pfadfinderbundes. Schnell kristallisiert sich ein erstes mögliches Mordmotiv heraus: Kindesmissbrauch. Hat sich das Mordopfer an seinen Schützlingen vergangen? Musste er deshalb sterben? Und was hat es mit der 16-jährigen Pfadfinderin auf sich, die zur gleichen Zeit im Mühlbach tödlich verunglückte? Malte Jacobsen vergräbt sich in die Ermittlungen, dringt immer weiter vor - und bringt erschütternde Tatsachen und Wahrheiten ans Licht... Simone Dorra ist mit ihrem ersten Krimi ein großer Wurf gelungen. Sie verzichtet auf knallige Sensations-Action, setzt stattdessen mehr auf leise, ruhige Töne und erzeugt dadurch einen langsamen, aber stetigen Spannungsbogen, der den Leser unaufhaltsam in seinen Bann zieht. Mit ihrer typischen bildhaften Sprache lässt sie den Leser das Geschehen quasi hautnah miterleben, und ihren Figuren haucht sie dermaßen Leben ein, dass man schon bald glaubt, sie persönlich zu kennen. Bei Simone Dorra ist keine Romanfigur jemals nur ein Name - jede bekommt ihre eigene, gut durchdachte und liebevoll ausformulierte und gestaltete Persönlichkeit. (Und "geschwäbelt" wird nicht zu knapp, was für mich als Nicht-Schwäbin einen zusätzlichen Leseanreiz ausmachte.) Die Themen, die diesen Krimi durchziehen, sind teilweise leider nur allzu aktuell und gehen an die Nieren, sei es Kindesmissbrauch oder (Internet-)Mobbing unter Teenagern. Und dennoch ist "Nachtruhe" keine "schwere Lektüre" in dem Sinne, denn Simone Dorra gelingt es mit verblüffender Leichtigkeit, die bedrückenden Passagen immer wieder aufzubrechen und dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zurückzuzaubern... mit dem sympathischen Ermittler-Duo Malte und Melanie und mit noch einigen weiteren Figuren und Situationen, die ich hier nicht nennen will, um nicht zu viel zu verraten. Das muss man einfach selber lesen - genauso wie Maltes nicht immer leichten Weg hin zur Lösung des Falles, die einen noch einmal tief betroffen macht. "Nachtruhe" bekommt meine volle Leseempfehlung!

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    • 2
  • Eine hochkomplexe und regional angehauchte Ermittlung. WOW. Mit Mut zur regionalen Mundart!

    Nachtruhe

    Floh

    Mit der ambitionierten und sympathischen Autorin Simone Dorra stößt man hier in diesem Regionalkrimi „Nachtruhe“ nicht nur auf typisch Schwäbische Lebensart, sondern auch auf sehr viele zwielichtige, fragwürdige und doppeldeutige Charaktere, sowie sehr angenehme und herzliche Verhältnisse und Protagonisten, auf ein Stück Vergangenheit und jeder Menge Spuren und Ermittlungsanreize. Autorin Simone Dorra präsentiert hier einen äußerst gut konstruierten, bis zum Ende hin undurchsichtigen Krimi mit einer nicht wegzudenkenden Brise Humor und einer Wendung im Showdown die überrascht und kaum auszumalen war. Ein Nord-Süd-Gefälle von Hamburg Richtung Waiblingen im Schwabenländle. Ironie trifft Hochspannung. Und endlich mal wieder ein Krimi der Mut beweist und den Leser mit einigen Passagen original Dialekt und Mundart verwöhnt! Erschienen im Silberburg Verlag (http://www.silberburg.de/) Zum Inhalt: "Das Leben des Hamburger Kriminalkommissars Malte Jacobsen steht kopf: Nach einem schwierigen Fall wird er wegen Burnouts zur Erholung versetzt – ausgerechnet ins schwäbische Waiblingen. Kaum angekommen, erwartet ihn schon eine neue Aufgabe: Der Leiter eines kleinen BACKNANGER Pfadfinderbundes wurde beim Zeltlager an einem Baum erhängt aufgefunden. Schnell ist klar: Selbstmord war das nicht. Gemeinsam mit seiner neuen, attraktiven Kollegin beginnt Jacobsen zu ermitteln. Aber er findet einfach niemanden, der einen Groll gegen den scheinbar perfekten, allseits geliebten und geachteten Ehemann, Familienvater und Pfadfinder gehegt hätte. Dann wird eine 14-jährige Pfadfinderin aus derselben Gruppe tot aufgefunden. Hängen die Fälle zusammen? Obwohl Erinnerungen an seinen letzten Hamburger Fall aufbrechen, dringt Jacobsen unerbittlich vor in ein verzwicktes Labyrinth voller alter und neuer schrecklicher Geheimnisse und tragischer Missverständnisse …" Schreibstil: Die Autorin Simone Dorra durfte ich im Rahmen einer Leserunde neben ihrem packenden Krimi und ihrer gekonnten Feder auch mit ihren Hintergründen und Motivationen zu diesem brisanten und nagenden Kriminalfall näher kennenlernen. Autorin Simone Dorra besitzt den typischen Schreibstil für einen gelungenen und unvergesslichen Krimi, der die Leser einfach abholt, mitreißt, teilhaben lässt und so für richtig packende Unterhaltung und Ermittungsgeist sorgt. Denn sie legt falsche Spuren, sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben. Zudem trumpft die Autorin S. Dorra mit einer gewaltigen Portion Tiefsinn, Authentizität, Lokalcharakter, Anekdoten, gewisse Ironie und Humor auf. Simone Dorra hat ihre Leser fest im Griff und stellt sie beinahe vor einer Geduldsprobe. Wo liegen die Motive? Gibt es Zusammenhänge? Wenn welche? Wie weit reicht die Vergangenheit? Wo ist der Täter oder die Täterin zu suchen? Warum diese Grausamkeiten? Wer schweigt hier? Wen darf man trauen und betrauen? Ein brandneues Ermittlerteam, mit dem angeschlagenen Kommissar Malte Jacobsen und einer sehr attraktiven neuen Kollegin, Melanie, die nicht nur gut aussieht, sondern auch ihr Werk versteht. Die Autorin Simone Dorra schreibt neuartig und andersherum bedient sie den Krimiliebhaber mit Altbewährten. Hier gibt es mutige sprachliche Experimente und die gute alte und solide Kunst des Schreibens, gewürzt mit Lokaltouch und viel Atmosphäre und kleinen Nebenhandlungen, die als Ruheoasen dienen. Sehr gut gemacht und gekonnt präsentiert. Autorin Dorra wartet mit einem Krimi auf, der auch ohne übertriebene Metzelei, Gewalt und Blut gut unterhält und aufgrund der emotionalen und moralischen Tiefe für Spannung und Beklemmen sorgt. Das Buch liest sich flüssig und unterhält. Sie schreibt flott, flüssig, humorig und trifft den Nerv der Zeit und lässt trotz der unglaublichen Ermittlungen und die Beklommenheit des Falls an einigen Stellen die Bauchmuskeln zucken. Ihre Art macht Lust auf mehr. Auch der mir absolut fremde Dialekt und die herrliche Mundart sind für mich ausgewogen platziert und ein besonders positives und nennenswertes BonBon. Charaktere: Viel Geschick und Können beweist die Autorin bei der Auswahl und Skizzierung ihrer Charaktere. Denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade das Team um die Ermittlungen wartet mit kuriosen Eigenschaften auf. Malte hat eine schwere Ermittlung im Mordfall Beeke hinter sich und kann mit dem Ausgang der Ermittlungen nicht abschließen. Um den Kommissar etwas zur Ruhe kommen zu lassen, wird er vom Norden Deutschlands nach Waiblingen ins Schwabenland versetzt und tritt dort eine neue Position in einem neuen Team an. Doch auch im Süden Deutschlands trügt die Idylle. Schon kurz darauf, als er sich gerade erst bei seiner Schwester häuslich niedergelassen hat, muss sich die Kriminalpolizei mit einem dubiosen (Selbst-)Mord befassen. Schnell ist klar, das war alles andere als ein Selbstmord. Hier wurde gezielt inszeniert und der Familienvater und Pfadfinderleiter Peter von Weyen wurde kaltblütig erhängt. Parallel zu diesem erschütternden Leichenfund durch einen Jungen, wird wenige Kilometer weiter eine junge leblose Teenagerin aus der gleichen Pfadfindergruppe geborgen. Ein Zufall? Während der ganzen Ermittlungsarbeit in Maltes neuem Team lernen wir eine enorme Vielzahl an Haupt- und Nebencharakteren aus Familie, Bekanntenkreis, Verwandtschaft, Nachbarschaft, Beruf und Vergangenheit kennen. Autorin Simone Dorra bringt viele Charaktere mit in die Ermittlungen, ohne sich zu verstricken. Diese Überzeugung und Sicherheit überträgt sich auf den Leser. Zwar wusste ich niemals genau, wohin mich welche neue Spur und Aussage bringt, doch verheddert habe ich mich zu keiner einzigen Zeit. Großes Lob an diese gekonnte und sichere Umsetzung. Malte und Melanie sind ein ganz spezielles und liebenswürdiges Team. Auch wenn dieser aktuelle Fall sehr an die Substanz geht, und die neuen Erkenntnisse und Puzzleteile ein sehr beklemmendes und tragischen Motiv ergeben, so kann sich Kommissar Malte Jacobsen wirklich glücklich schätzen, sich hier in seinem neuen Umfeld bei seinen Kollegen und seiner Schwester sicher und verstanden zu fühlen. Hier gibt es noch so viel Potential für einen weiteren Krimi mit Malte und Melanie. Ich würde mir wünschen, dass aus „nachtruhe vielleicht eine neue Krimireihe erwacht. Meinung: Außer dass das Schriftbild sehr klein ist, habe ich an diesem richtig guten deutschen Krimi rein gar nichts auszusetzen. Dieser schwäbische Regionalkrimi hat mir richtig gut gefallen. Das Treiben rund um die Ermittlungen, um die Motive, Hintergründe, Verstrickungen, Geheimnisse und Verzweiflung, um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst spannend und unterhaltsam dargestellt. Die Autorin S. Dorra reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Psychische Störungen, Lug und Betrug, Neid und Missgunst, Vergeltung, Rache und Eifersucht...Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit wunderbarem Dialekt, vielen Anekdoten, Lokalcharakter, Atmosphäre, Pfadfinderbrauch, Sympathie und Antipathie! Auch die Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Die Kapiteleinteilung gefällt mir sehr gut und lässt das Buch trotz der sehr kleinen Schrift recht locker wirken. Gegen Ende gibt es nun dann die vielen Antworten auf die vielen offenen Fragen und die Handlungsstränge laufen zusammen. Ein tolles Krimierlebnis, für Liebhaber die gerne selbst ermitteln und den Spaß und die falschen Fährten dabei genießen können... Dieser Regionalkrimi besitzt eine sehr persönliche Note der Autorin, das liest man und spürt man, nicht nur in den Dialogen, sondern auch im ganzen Herzblut dieser stimmigen Umsetzung und Konstruktion. Cover: Tja, da muss ich nicht mehr viel zu sagen. Nur eines: Covermotiv und Titel finden sich im Geschehen mehrmals wieder. Versprochen! Einfach genial und durchdacht. Eine gelungene Rundung für ein rundum gelungenes Buch! Die Autorin: "Simone Dorra erblickte 1963 in Wuppertal das Licht der Welt und ist seit 1983 in Baden-Württemberg zu Hause. Die gelernte Buchhändlerin arbeitete zunächst in einem Stuttgarter Verlag und gestaltete dann als Sprecherin und Journalistin Radioprogramme für den Privatrundfunk. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Welzheim, wo sie heute als Lokaljournalistin für die örtliche Tageszeitung arbeitet." Fazit: Ein sehr runder und gelungener Regionalkrimi mit Hochspannung, Hintergrund und einer Botschaft. Dank toller Ermittler und Charaktere wird dieser Krimi zu einer kleinen Unterhaltungssensation. Ein bildhafter Schreibstil komplettiert das tolle Buch und sorgt für angenehmen Lesespaß und großes Kopfkino. Pluspunkt ist der Mut zum Dialekt! 5 verdiente Sterne!

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    • 11

    KruemelGizmo

    13. November 2015 um 22:44
  • Nord-Süd-Krimi mit emotionalem Tiefgang und gelungenem Ermittlerduo

    Nachtruhe

    hexepanki

    12. November 2015 um 21:23

    Der Hamburger Kommissar Malte Jacobsen wird ins schwäbische Waiblingen bei Stuttgart versetzt, weil ihn das Trauma seines letzten Falles in Hamburg einfach nicht loslassen will. Dort soll er den Mord an einem, von allen geliebten, Pfadfinderleiter aufklären. Doch die Aufklärung ist verzwickt und die Wahrheit so bitter wie Lebertran. Ich bin nicht der regelmäßige Krimileser, aber nach diesem Buch kann ich mir nicht mehr erklären warum. Die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite und mit vielen wissenswerten Details gespickt, die das Lesen umso interessanter machen. In klarer, gut gewählter Sprache nimmt uns Simone Dorra mit in die Welt des Hamburger Kommissars Malte Jacobsen. Besonders erfrischend fand ich, dass sie es schafft, immer genau so viele Details zu beschreiben, dass der Leser sich alles gut vorstellen kann, sich aber nie in endlosen, unnötigen Schnörkeleien verliert. Das passt perfekt zum Ermittlerpaar Jacobsen und Brendel. Die Ermittler sind beide sehr gut getroffen und bringen genau die richtige Portion Lokalkolorit mit. Malte Jacobsen aus Hamburg ist norddeutsch schweigsam, trocken und bringt es höflich aber bestimmt auf den Punkt, wenn ihm etwas nicht passt. Gleichzeitig hat er ein weiches Herz, denn viele seiner Fälle gehen im nahe. Am Anfang wirkt er wie ein gebrochener einsamer Mann, aber im Laufe des Romans scheinen die in sich ruhenden Schwaben, seine Kollegin Brendel und seine Schwester Heike ihn langsam zu heilen. Die schwäbische Kommissarin Melanie Brendel ist mit schwäbischer Gelassenheit und einem klaren Blick gesegnet. Sie weiß, wann man seinem Gegenüber Zeit geben muss und lieber schweigt und die gröbsten Probleme heilt sie mit gutem schwäbischem Essen und lokalem Wein. Eine wirklich ausgewogene Kombi, die Spaß macht zu lesen. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und hat einen soliden Spannungsbogen. Die Aufklärung des Falls fühlt sich beim Lesen sehr echt an, als wäre man als Leser ein Teil der Ermittlungen. Wie man von einem guten Krimi erwartet, wird man häufig auf die falsche Fährte gelockt und verdächtigt so ziemlich jeden mindestens ein mal. Es bleibt bis zum Ende spannend. Außerdem hat die Geschichte sehr viel emotionalen Tiefgang, was diesen Krimi sehr bereichert, auch wenn (oder gerade weil) das Thema nahe geht und kein leichtes ist. Sehr gefallen haben mir auch die Einbindung des schwäbischen Dialekts und der Streifzug durch die schwäbische Küche. Beides ist so wohldosiert, dass es den Leser nicht erschlägt, sondern freude macht zu lesen und der Geschichte Authentizität verleiht. Einziger Wehrmutstropfen war für mich, dass die Aufklärung des Falls am Ende von einem Zufall abhing. Das stört mich immer etwas, obwohl es im Leben genügend unwahrscheinliche Zufälle gibt und bestimmt so passieren könnte. Fazit: Spannender, klar geschriebener Krimi mit zwei sehr sympathischen Ermittlern und einer wohldosierten Portion Nord-Süd-Lokalkolorit, der Spaß macht zu lesen und emotional berührt.

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