Simone Dorra Schierlingstod

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 15 Rezensionen
(15)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Schierlingstod“ von Simone Dorra

1550 – Gräfin Johanna von Eberstein hat sich von Gernsbach nach Cannstatt aufgemacht, um dort ihren Lieblingssohn Bruno zu treffen. Sie will ihn möglichst lukrativ verheiraten und hat bereits eine adlige junge Frau für ihn gefunden. Bruno aber verweigert sich und plant, heimlich abzureisen. Doch dazu kommt es nicht mehr: Am nächsten Morgen wird Bruno bewusstlos aufgefunden und stirbt kurz darauf. Als die kräuterkundige Schwester Fidelitas aus dem Kloster Frauenalb, die als Pflegerin der Gräfin mit nach Cannstatt gekommen ist, die Leiche sieht, keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht: Bruno ist ermordet worden, mit dem hochgiftigen Wasserschierling, den sie für die Umschläge der Gräfin benutzt. Um einen öffentlichen Skandal zu vermeiden, bittet Brunos Bruder Otto seinen Tübinger Professor Valentin Schmieder um diskrete Hilfe bei der Aufklärung des Mordes. Valentin stößt mit seinen Fragen auf heftigen Widerstand der Familie, zudem muss er sich als protestantischer Theologe mit der streitbaren Nonne Fidelitas in Glaubensfragen auseinandersetzen. Eine heikle Situation mitten in den Reformationswirren. Hat der Tod Brunos darin seinen Ursprung? Denn keiner kann sich vorstellen, dass jemand dem sympathischen jungen Adligen Böses wollte …

Packender, intelligenter Krimi im hervorragend recherchierten, historischem Gewand. Sehr empfehlenswert!

— louella2209
louella2209

Ein spannender, historischer Krimi. Unbedingt lesen!

— nirak03
nirak03

Wenn zu viele Dinge gleichzeitig auf der Seele liegen, dem verschließen sie oft den Mund.

— Taluzi
Taluzi

Kurzweilig fesseldnes Reformationspanorama aus dem Württembergischen Ländle

— HEIDIZ
HEIDIZ

Eine Zeitreise für alle Sinne. Tolles Buch!

— IngridZellner
IngridZellner

Das Buch gehört zu den besten historischen Krimis, die ich bisher gelesen habe!

— mabuerele
mabuerele

Bis ins letzte Detail stimmiger Kimi

— Diana182
Diana182

Rundum gelungen

— Durga108
Durga108

Eine toller historischer Roman mit kriminalistischen Elementen.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Spannend bis zum Schluss!

— Hollysmum
Hollysmum

Stöbern in Krimi & Thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Leider ziemlich enttäuschend.

reading_madness

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Very, very british feeling! Gelungener Krimi!

skyprincess

In tiefen Schluchten

Leider für mich weit weg vom Krimi, dafür viel spannendes und interessante für die Hugenotten

isabellepf

Der Nebelmann

subtiler, spannender Thriller!

Mira20

Nachts am Brenner

spannend, fesselnd mit einer Reise in die Vergangenheit

Gartenkobold

Finster ist die Nacht

Sympathische Ermittlerin und ein gemütlicher Krimi

mareikealbracht

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wer hatte Grund Bruno zu ermorden?

    Schierlingstod
    Taluzi

    Taluzi

    07. July 2017 um 15:34

    Bruno soll heiraten, das hat seine Mutter die Gräfin Johanna von Eberstein beschlossen. Mit einer lukrativen Heirat will sie das schwindende Vermögen der Familie retten. Bruno will nicht heiraten und beschließt am nächsten Tag heimlich zu seinem Vater zu reisen. Seinem Freund aus Kindertagen dem Stallburschen Andres erzählt er von seinen Plänen. Am nächsten Morgen ist Bruno tot. Die kräuterkundige Schwester Fidelitas aus dem Kloster Frauenalb, die als Pflegerin der Gräfin auch in Cannstatt ist, findet heraus, dass Bruno mit dem hochgiftigen Wasserschierling vergiftet wurde. Brunos Bruder Otto bittet den Tübinger Professor Valentin Schmieder um Hilfe. Ohne einen öffentlichen Skandal soll er den Mord aufklären. Der protestantische Theologe wird von der Gräfin und ihrem Hofstatt mit Misstrauen begegnet und mit der katholischen Nonne Fidelitas kommt es immer wieder zum Disput in Glaubensfragen. „Schierlingstod“ von Simone Dorra entführt den Leser ins Mittelalter zur Zeit der Reformation. Der Schreibstil ist konkret mit vielen debattierenden Dialogen. Das damalige Leben, Wissen und reformatorischen Hintergründe werden lebendig dargestellt und wirken auf keiner Seite gekünstelt oder langweilig. Sondern erweitern die Geschehnisse um die Aufklärung des Mordes an dem Grafensohn Bruno. Die Charaktere sind gut und facettenreich beschrieben. Besonders amüsant war der Spanier Juan dargestellt. Er ist charmant, selbstbewusst und weltgewandt. Der Frauenschwarm schreckt nicht davor zurück mit der Schwester Fidelitas zu flirten. Aber auch der Stalljunge Andres ist ein liebevoll gezeichneter Charakter. Daher ist es umso schwerer herauszufinden, wer hinter dem Mord an Bruno steckt. Die Schwester und der Theologe gehen wirklich jeder Spur nach und befragen die Grafen Familie und ihren Hofstaat. Aus den gewonnen Informationen ziehen sie ihre Schlüsse und begeben sich selber in große Gefahr. Die Spannung, die anfangs nicht sehr hoch ist, steigert sich zum Ende deutlich. Die Geschichte endet schlüssig und es klärt sich alles auf. Der Kriminalroman wird durch Lebensweisheiten bereichert, wie z. B. Seite 341: "Wenn zu viele Dinge gleichzeitig auf der Seele liegen, dem verschließen sie oft den Mund." "Schierlingstod" von Simone Dorra ist absolut lesenswert.

    Mehr
  • Ein guter Einstieg zu einigen Aspekten der Reformation

    Schierlingstod
    Jezebelle

    Jezebelle

    20. June 2017 um 21:21

    Nach den Vorinformationen zum Buch freute ich mich auf einen gewinnbringenden, weil intellektuell anregenden, historischen Roman zu den Auseinandersetzungen im Rahmen der Reformation. Dass die ganze Geschichte noch als Krimi aufgemacht war, ließ mich in der Vorerwartung nochmal in Erinnerungen an Umberto Ecos „ Im Namen der Rose“ schwelgen. Nun habe ich das Buch Gelsen und auch wenn es nicht meinen Erwartungen entsprach, und bezogen auf Eco hätte ich ja auch nicht wirklich mit einer Erfüllung gerechnet, hat es mir dennoch gefallen. Die Handlung wird getragen von zwei sympathischen Hauptfiguren, die unterschiedlicher Konfession und Stellung in der Welt angehören. Diese vertreten Sie zum Glück nicht verbohrt, ja vielleicht sogar etwas zu lasch, sodass ein echter Disput zwischen dem Neuen der Reformation und der althergebrachten Kirche kaum zustande kommt. Mir wäre hier mehr gern lieber gewesen. Zumal ich in anderen historischen Romanen, wie etwa dem Buch „Sklaven für den Kalifen“ von Manfred Lentz unerwartet schon so etwas gelesen habe, was den Gesamtanblick einer Zeit durchaus sehr bereichert hat. Beide Protagonisten sind sehr intelligent, aber auch fürsorglich, was sie zum investigativen Team prädestiniert. Mit Ihnen gemeinsam lernt man die Familie, in der der Mord passierte und natürliche deren Angestellte, die auch bei Martin Luther Teil des „ganzen Hauses“ sind, kennen. Man kombiniert mit und ist dann sowohl von den weiteren Verläufen als auch der Auflösung durchaus überrascht. Spannung hat das Buch also. Viele Passagen spielen in einem Stadthaus, in dem auch der Mord stattfand. Dies finde ich als Ort des Geschehens besonders für die beginnende Frühe Neuzeit passend, denn es entsteht das Private, das Individuelle. Über weite Strecken erscheint es einem geradezu als Kammerspiel. Die Rückblicke auf frühere Ereignisse, etwa den ersten Fall unseres Dozenten, oder auch die Verfolgungen nachdem die Nonne verschwunden ist, zeigen jedoch auch etwas von der herrschenden Realität: Außerhalb des nahen Lebensumfeldes kann das Leben von vielerlei Gefahren bedroht sein. Besonders für Frauen können diese Gefahren auch im Haus bestehen, wie die Köchin im Fortlauf der Geschichte zu spüren bekommt. Durch den Auftritt von Söldnern, die auch für Religionskriege eingesetzt wurden, wird einem dieser Aspekt auch verdeutlicht. Eine sich beginnende Liebe erschien mir dann auf den ersten Blick als zu kitschig konstruiert, doch die Autorin rutscht zum Glück nicht in die Sparte der schwülstigen Historienschinken ab. Dafür vielen Dank! Und trotzdem kommt die Liebe nicht zu kurz. An anderer Stelle erblüht sie für mich glaubwürdig. Alles in allem war das Buch eine gute Unterhaltung, weil es ein glaubwürdiger historischer Roman ist, der die Aspekte der Zeit, in der er spielt authentisch darstellt. Das ausgewählte Genre, nämlich einen historischen Krimi, sorgt gemeinsam mit dem Handlungsverlauf für ausreichende, lesemotivierende Spannung. Für meinen persönlichen Geschmack hätte es noch etwas historischer zugehen können.

    Mehr
  • Spannender historischer Krimi

    Schierlingstod
    Athene100776

    Athene100776

    12. June 2017 um 21:56

    Gräfin Johanna von Eberstein möchte ihren Lieblingssohn Bruno gewinnbringend verheiraten. Bruno hingegen kennt die Wünsche seiner Mutter , doch er denk nicht daran zu heiraten. Am Tag nachdem die Gräfin Bruno zum Gespräch bat, wird dieser tot aufgefunden, in seinem Schlafgemach und völlig bekleidet, als wollte er fliehen. Schwester Fidelitas , die der Gräfin als Pflegerin dient , ist ebenfalls vor Ort und kennt sich in der Kräuterkunde aus. Schnell wir ihr klar, dass Bruno vergiftet wurde, mit Wasserschierling, ein Kraut , welches Fidelitas selbst bei der Gräfin als schmerzlindernd einsetzt.....Ich war als Leser schnell in der Handlung und konnte mich in die Vergangenheit einfügen.Die tolle Beschreibung der einzelnen Charaktere und die bildliche Vorstellung der Umgebung, zogen mich schnell in ihren Bann.Mir gefiel gut, dass sich die Charaktere im Laufe der Geschichte immer mehr entwickelten und in die Tiefe gingen. Auch die lebhaften, mal lustigen und mal ernsten Dialogen war es eine Freude zu folgen, sie lockerten die Düsterheit der Vergangenheit und ich empfand es als sehr angenehm, diesen zu folgen.Der leichte und lockere Schreibstil ließ sich sehr gut lesen und durch das Spielen mit Spannungskurven , war ich als Leser immer wieder versucht nur noch ein weiteres Kapitel zu lesen, auch wenn einem bereits die Augen zufielen.Alles in allem ein toller Krimi, der den Leser auf der ersten Seite mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt, bei der es um Mord, Intrigen, Neid und vielem mehr geht.

    Mehr
  • Leserunde zu "Schierlingstod" von Simone Dorra

    Schierlingstod
    SimoneDorra

    SimoneDorra

    1550 – eine Zeit religiöser Umbrüche in Württemberg. Bruno von Eberstein stirbt an einem mit Schierling vergifteten Essen, während er seine Mutter in Cannstatt besucht. Aber wer wollte den Tod des sympathischen jungen Adligen? Valentin Schmieder, ein protestantischer Theologe aus Tübingen, wird beauftragt, den mysteriösen Fall aufzuklären. Mit Unterstützung der streng katholischen Nonne Fidelitas, mit der er sich immer wieder in Glaubensfragen auseinandersetzen muss, sucht Valentin im Dickicht undurchschaubarer Ränke und gut gehüteter Geheimnisse nach der Wahrheit. Das erweist sich jedoch weitaus schwieriger als erwartet. Und als nach einem nächtlichen Überfall Fidelitas plötzlich spurlos verschwindet und Valentin sich auf die Suche nach ihr macht, gerät er selbst unversehens in Gefahr.Schierlingstod war eine Auftragsarbeit meines Verlages, auf die ich mich mit großer Vorfreude und ausgesprochen spontan letztes Jahr im April eingelassen habe. Jetzt, ein turbulentes Jahr später, möchte ich euch einladen, mit mir einen Kriminalfall zu lösen, bei dem es viele Fragen und erst einmal (fast) keine Antworten gibt. Wer gerne in einer historischen Umgebung miträtselt und sich mit anderen "Lese-Detektiven" sowie mit mir als Autorin austauscht, ist herzlich wlllkommen, sich zu bewerben.. Ich bin selbstverständlich die ganze Zeit dabei, freue mich auf die Diskussion mit euch - und eure Reviews am Schluss. Viel Glück! P.S.: Ich hab bei meinem Verlag angeklopft, und der hat gern noch einmal ein paar Bücher extra für die Leserunde zur Verfügung gestellt. Also: für fünf Leser extra sind die Chancen gerade gestiegen! 😊

    Mehr
    • 270
  • Schierlingstod

    Schierlingstod
    Booky-72

    Booky-72

    30. May 2017 um 10:41

    Richtig guter historischer Kriminalroman, der mich überzeugen konnte. Spannend von Anfang bis zum Ende. Mein Ermittlerdrang wurde geweckt, aber ziemlich auf die Folter gespannt, ich kam einfach nicht auf die Hintergründe der furchtbaren Tat, die gleich zu Beginn des Romans dem Sohn der Gräfin das Leben kostet. Gut gewählte und toll herausgearbeitete Charaktere, hier konnte die Nonne Fidelitas wirklich punkten, mit ihrer Art und ihrem freundlichen Wesen. Die Zusammenhänge der Lebensläufe der beteiligten Personen untereinander machen hier die besondere Spannung aus. Ein Glossar am Ende ist sehr hilfreich. Der Schreibstil ist nahezu perfekt und lässt den Leser flüssig durch die Geschichte kommen.  

    Mehr
  • Mit Schierling getötet - authentischer Reformationskrimi aus dem Württemberger Ländle

    Schierlingstod
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    21. May 2017 um 11:52

    Schierlingstod ist ein Reformationskrimi, der im Silberburg Verlag herausgekommen ist. Simone Dorra hat ihn geschrieben und erzählt von Bruno von Eberstein, der an Vergiftung stirbt.   Sein Essen wurde mit Schierling vergiftet. Der Begriff "Schierling" steht für zwei giftige Pflanzenarten aus der Familie der Doldenblütler: Gefleckter Schierling, Wasserschierling   Der gefleckte gehört mit dem Wasserschierling (Cicuta virosa) und der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) zu den giftigsten Arten der Doldengewächse. Mit einem Trank aus seinen Früchten oder Wurzeln wurden im Altertum Verurteilte hingerichtet, so zum Beispiel der griechische Philosoph Sokrates. Der junge Adlige von Eberstein wurde also damit ermordet, aber wer konnte etwas gegen diesen sympathisch dargestellten Menschen haben? Wir befinden uns im Tübingen des Jahres 1550, Valentin Schmieder ist ein protestantischer Theologe und wird beauftragt, dem mysteriösen Todesfall nachzugehen und ihn aufzuklären. Fidelitas unterstützt ihn bei seinen Nachforschungen, die katholische Nonne hilft ihm, dennoch sind die beiden zumindest in Glaubensdingen, nicht immer einer Meinung. Dann verschwindet die Nonne .... und auch Valentin gerät in Gefahr ...   Spannend geschrieben und authentisch lebendig in die Zeit  entführend hat mich das Buch kurzweilig und fesselnd unterhalten. Es gibt ja viele Reformationsbücher und -geschichten und -krimis in diesem Jahr, da wir das Jubiläum feiern, ich habe auch schon einige gelesen, da mich diese Zeit einfach interessiert - hier habe ich mich von Beginn bis Ende wohlgefühlt, da mich die Charaktere gefangen genommen haben und die Handlung fesselnd authentisch und lebendig rüber gebracht wurde.   kurze Leseprobe zum Schluss: ====================== Eine Stunde später lag Andres nicht mehr im Stall, sondern in Bärbels Kammer, die sich nur wenige Schritte neben der Küche befand. Barnabas Stöckle, der von Jörg herbeigeholte Medicus, hatte sich trotz der unchristlichen Stunde nicht nur als gelassen und freundlich erwiesen, sondern auch als beruhigend kundig.   Die Geschichte ansich ist eine fiktive, dennoch finde ich, dass es der Autorin perfekt gelungen ist, die Zeit der Reformation gekonnt einzubinden und ihre fiktive Handlung glaubwürdig zu platzieren. Rundherum gelungen - ich empfehle das Buch für interessierte Leser !!!

    Mehr
  • Eine Zeitreise für alle Sinne

    Schierlingstod
    IngridZellner

    IngridZellner

    14. May 2017 um 14:22

    Simone Dorra hat eine Gabe, die nicht jedem Autoren verliehen ist: Sie erzählt nicht nur Geschichten, sie nimmt ihre Leser mit in ihre Geschichten hinein, lässt sie sie mit allen Sinnen miterleben, die Orte und Landschaften mit eigenen Augen sehen, Gerüche wahrnehmen, Geräusche hören, das Essen mit eigener Zunge schmecken und die Menschen kennenlernen wie beste Freunde oder zumindest wie die Nachbarn von nebenan. Bei ihr ist man als Leser, wie es so schön heißt, mittendrin statt nur dabei.Das ist natürlich umso hilfreicher, wenn die Geschichte nicht in der Gegenwart spielt, sondern, wie im Fall von “Schierlingstod”, in der Mitte des 16. Jahrhunderts verankert ist. Bei Simone Dorra muss man sich als Leser nicht bemühen, sich in eine fremde Zeit lange vor der unseren hinein zu denken und zu fühlen – man hat schon nach wenigen Seiten das Gefühl, diese Zeit schon immer gekannt zu haben, und kann das Geschehen umso unmittelbarer und mit allen Sinnen verfolgen. Dazu bekommt man einen spannenden Kriminalfall geboten, Rivalitäten und aufregende Action ebenso wie eine süße kleine Liebesromanze am Rande, und man erhält eine Menge Möglichkeiten, sein historisches Wissen über die Zeit um 1550 (Alltagsleben, Weltgeschichte, Reformation etc.) zu erweitern, da die Geschichte nicht nur lebendig erzählt, sondern auch gut recherchiert ist. “Schierlingstod” ist ein Muss für jeden Freund von historischen Romanen und von Krimis. Und das nicht nur im Lutherjahr 2017.

    Mehr
  • Verborgene Geheimnisse

    Schierlingstod
    mabuerele

    mabuerele

    11. May 2017 um 15:01

    „...Ihr seid mutig wie eine Löwin und klüger als ein Dutzend Gelehrter hinter ihren verstaubten Büchern. Ihr seid voller Liebe und gleichzeitig so hart und so biegsam wie eine Klinge aus Damaszenerstahl...“ Johanna von Eberstein ist nach Cannstatt gereist, um sich dort mit ihrem jüngsten Sohn Bruno zu treffen. Sie hat angewiesen, dass sie die junge Nonne Fidelitas aus dem Kloster Frauenalp begleitet. Fidelitas ist es gelungen, mit Kräutern und Massagen die Schmerzen in den geschwollenen Gelenken der Gräfin zu lindern. Darauf möchte diese nicht verzichten. Nach dem Gespräch mit seiner Mutter will Bruno am frühen Morgen heimlich das Haus verlassen. Ihre Heiratspläne sagen ihm nicht zu. Am nächsten Tag aber ist Bruno tot. Fidelitas sieht die Zeichen seines Sterbens und erkennt, dass er mit Wasserschierling vergiftet wurde. Zur gleichen Zeit befindet sich Valentin Schmieder, Theologe und Protestant aus Tübingen, in Cannstatt. Otto von Eberstein ist sein Schüler. Er bittet ihn, den Todesfall zu untersuchen, bevor die Behörden Wind davon bekommen. Die Autorin hat einen fesselnden und ausgezeichnet recherchierten historischen Roman geschrieben. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Personen werden gut charakterisiert. Fidelitas ist Nonne aus Überzeugung. Der Reformation steht sie kritisch gegenüber. Allerdings ist sie sehr selbstbewusst. Es fehlt ihr an Demut, wie nicht nur Valentin feststellt. Noch besser als mir gelingt es einem spanischen Adligen, Fidelitas zu charakterisieren, wie das obige Zitat zeigt. Valentin kann sehr gut logisch denken. Er hat schon in Tübingen einen Fall auf ungewöhnliche Art gelöst. Dabei ist er bescheiden und vorsichtig in seinem Urteil. Zwar ist die Gräfin nicht begeistert, aber letztendlich muss sie sich seinen Argumenten beugen. Johanna von Eberstein hält gern das Heft des Handelns in der Hand. Ihr Gesinde führt sie mit Strenge. Ihre Kinder sind Mittel zum Zweck, um das verschuldete Adelsgeschlecht zu retten. Doch nicht nur der Inhalt des Buches, auch der vielschichtige Sprachstil haben mich begeistert. Wir schreiben das Jahr 1550. Protestanten und Katholiken stehen sich zumeist unversöhnlich gegenüber. Mit Fidelitas und Valentin treffen nun zwei Vertreter im Buch aufeinander. Dadurch wird eine hohe innere Spannung aufgebaut. Ihre ausgefeilten Dialoge gehören zu den stilistischen und inhaltlichen Höhepunkten des Buches. Beide schenken sich nichts. Sie kennen sich in der Weltgeschichte aus. Das macht die Sache brisant, denn zu jedem Argument, was für die eine Seite spricht, findet sich ein Gegenargument. Beide sind schlagkräftig in ihrem Worten. Die Gespräche gehen in die Tiefe und berühren nicht nur die Oberfläche religiöser Unterschiede. Nach und nach wächst die Achtung voreinander. Es geht nicht mehr gegeneinander, sondern sie arbeiten zusammen. Geschickt wird in die Handlung die Lebensgeschichte von beiden eingeflochten. Der Blick auf die Vergangenheit ermöglicht das Verständnis für ihr Tun und Handeln. Detailliert wird das Leben der damaligen Zeit beschrieben. Kleidung, Essen, Wohnung gehören dazu. Die Autorin beherrscht das Spiel mit passenden Metaphern. Auch dafür ist das obige Zitat ein Beispiel. Häufig finden sich auch mit schönen und treffende Vergleichen. Die Verwendung historischer Begriffe wird geschickt in den heutigen Sprachstil eingefügt. Durch den Kriminalfall werden nach und nach die Geheimnisse in der gräflichen Familie aufgedeckt. Jahrelange Spannungen kommen nun zur Explosion. Das trifft auch Unschuldige. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar ergänzen das Buch. Das Cover passt zur Handlung. Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie hat mir einen tiefen ungewöhnlichen Blick in die Zeit der Reformation gestattet. Mit Valentins letzten Gedanken im Buch möchte ich meine Ausführungen abschließen: „...Die Welt war wahrhaftig ein Ort voller ungeahnter Abenteuer … und ungeahnter Freundschaften...“

    Mehr
    • 4
  • Mord in einer Zeit der religiösen Umbrüche

    Schierlingstod
    tweedledee

    tweedledee

    10. May 2017 um 21:01

    Simone Dorra entführt ihre Leser ins Jahr 1550 nach Cannstatt, in eine Zeit der religiösen Umbrüche. Die junge katholische Nonne Fidelitas weilt mit der Gräfin von Eberstein und der Dienerschaft in Cannstatt, sie behandelt die schmerzenden Gelenke der Gräfin mit allerlei Heilpflanzen. Als der Sohn der Gräfin, Bruno von Eberstein zu Besuch kommt, wird er am nächsten Tag tot aufgefunden. Vergiftet mit Schierling, wie Fidelitas schnell herausfindet. Bruno war allseits beliebt, also wer könnte ein Motiv haben, den jungen Mann umzubringen? Dies soll der protestantische Theologe Valentin Schmieder herausfinden, der schon einmal in einem Fall erfolgreich ermittelt hat. Mit Fidelitas führt er lebhafte Diskussionen über den Glauben, nach kurzem Zögern willigt sie ein, ihm bei seinen Recherchen zu helfen. Doch dann ist Fidelitas eines nachts verschwunden... Von der Autorin habe ich schon zwei Bücher gelesen, den Krimi "Nachtruhe" und "Fluchmond". Von beiden Büchern war ich begeistert und  deshalb ganz besonders auf ihren Historischen Krimi gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! In einem wunderbar bildhaften und anspruchsvollen Schreibstil lässt sie die längst vergangene Zeit aufleben, ich war  von der ersten Seite an gefesselt. Lebhafte Dialoge, passend zur damaligen Zeit, nichts wirkt gestelzt oder übertrieben, sondern natürlich. Ihre Figuren sind gekonnt gezeichnet, mit einer Leichtigkeit so dass ich mir schnell ein Bild von den jeweiligen Akteuren machen konnte. Besonders Fidelitas und Valentin sind sehr schön charakterisiert, facettenreiche Protagonisten mit denen ich mitfiebern konnte. Aber auch die Nebenfiguren haben Tiefe und sind liebevoll angelegt. Mit Philipp, dem ältesten Sohn der Gräfin und seinem spanischen Freund Felipe kommen zwei neue Figuren ins Spiel.  Felipe ist ein schillernder Typ, der Bad Boy, charmant, gefährlich, die Herzen der Frauen liegen ihm zu Füßen. Ich konnte beim lesen ganz tief in die Geschichte eintauchen und rätseln, wer hinter dem Mord an Bruno steckt. In mühsamer Kleinarbeit tragen Valentin und Fidelitas die Informationen zusammen, sie befragen das Gesinde, Valentin die Gräfin. Bis zum Schluss war nicht zu durchschauen, wer der Täter ist. Die Handlung ist spannend und ganz nebenbei lernt man viel über die damalige Zeit, erlebt auch  die Spaltung der Menschen, die einen streng katholisch, die anderen reformiert. Hilfreich ist das Glossar am Ende des Buchs, in dem die wichtigsten Personen aufgelistet sind und Begriffe erklärt werden. Fazit: "Schierlingstod" ist für mich einer der besten Historischen Krimis die ich bisher gelesen habe. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Ich hoffe sehr dass es eine Fortsetzung geben wird.

    Mehr
  • Ein Reformationskrimi

    Schierlingstod
    Diana182

    Diana182

    09. May 2017 um 10:48

    Das Cover zeigt einen Mann in historischer Kluft – dies deutet direkt darauf hin, dass es sich um einen Mittelalterroman handeln könnte. Er hält einen Schädel in der Hand, was für einen spannenden Krimi sprechen könnte. Untermauert wird dieser Eindruck von einem spannenden Titel und dem Hinweis, dass ein Reformationskrimi enthalten ist. Der Klappentext klingt ebenfalls vielversprechend und macht neugierig. Hier möchte man sofort mit dem Lesen beginnen. Der Einstieg in das Buch gelingt recht einfach. Man lernt eine der Hauptfiguren kennen, die direkt einen interessanten Einblick in die Welt der Kräuter  und natürlichen Heilmittel gibt. Sofort ist man mitten im Geschehen und kann sich die einzelnen Szenen sehr gut vor den inneren Augen ausmalen. Die Figuren wirken menschlich und lebhaft, so dass sie schnell ans Herz wachsen. Wie in einem Krimi zu erwarten, ereignet sich natürlich auch ein Todesfall. Hier war ich das erste Mal sehr bestürzt, da ich den Toten ebenfalls als sehr sympathisch empfunden habe. Nun kann man zusammen mit den Akteuren überlegen und ermitteln, wer dem Toten an den Kragen wollte. Oder war es gar ein Selbstmord!? Dies gilt hier herauszufinden. Bis zur eigentlichen Auflösung des Falls hatte ich nicht den Hauch einer Ahnung, wer für den Tod verantwortlich sein könnte. Hier wurde man wirklich von Seite zu Seite neu überrascht und nichts war wirklich vorhersehbar. Das Ende finde ich sehr gut gewählt, da es alle Fragen beantwortet und auch noch aufzeigt, wie es mit den, ans Herz gewachsenen Protagonisten weiter geht. So konnte man direkt noch einmal Abschied nehmen. Mein Fazit:Ein sehr gelungener, historischer Krimi, den man nur sehr schwer aus der Hand legen möchte. Man hat schon nach wenigen Augenblicken Bilder und Szenen vor Augen, als wäre man mitten im Geschehen. Das Buch ist zu keiner Zeit vorhersehbar oder langatmig. Jedes Detail hat seinen tieferen Sinn und trägt zur Erzählung der Geschichte bei. Für diesen sehr guten, bis zur letzten Seite bestens durchdachten Krimi, vergebe ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Mord und Todschlag am Neckar

    Schierlingstod
    Durga108

    Durga108

    09. May 2017 um 00:10

    Ich bin begeistert und das nicht nur weil ich ortskundig bin und mich die facettenreiche Darstellung des alten Canstatts, der gesellschaftlichen Zwänge des 16. Jahrhunderts und der Zeit der Reformation besonders begeisterten. Simone Dorra hat das Buch um einen ausführlichen und sehr hilfreichen Glossar ergänzt, damit der Leser nicht mit altertümlichen Begriffen und historischen Persönlichkeiten, die z.T. fiktiv sind, überfordert wird. Der junge Grafensohn Bruno wird unter mytseriösen Umständen in Cannstatt vergiftet. Er verweilte dort zusammen mit seiner Mutter, der Gräfin Johanna von Ebertsein, die sich von den heilenden Quellen Linderung ihrer schmerzhaften Arthritis versprach. Begleitet wird die Gräfin von der kräuterkundigen Nonne Fidelitas. Sie macht der Gräfin, einer verbitterten und gehässigen Frau, Umschläge aus dem hochgiftigen Schierling, der gute Wirkung zeigt. Allerdings ist dieser auch für Brunos Tod verantwortlich. Zum Hofstaat gehören die Köchin Bärbel Häberlin und deren Sohn Andres, der als Stallbursche dient, sowie eine Zofe und der Kutscher Jörg. Andres wuchs zusammen mit Bruno auf und durfte dank des Grafen Lesen und Schreiben lernen, was zur damaligen Zeit außergewöhnlich war. Die Auswirkungen der Reformation werden in den Zwiegesprächen zwischen dem protestantischen Professor Valentin Schmieder und der Nonne Fidelitas deutlich. Schmieder wurde extra aus Tübingen geholt, um den Mord aufzuklären. Die Autorin bereichert den Krimi durch die eine oder andere ausführlichere Biografie, eine Romanze und eine Schägerei, zwei Brüder und einem Spanier sowie einem weiteren Mord. Simone Dorra verbindet eine flüssige und intelligente Schreibe mit einer spannenden Geschíchte, die bis zur letzten Seite fesselt. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Fazit: Unbedingt lesenswert!

    Mehr
    • 2
  • Ein fesselnder historischer Krimi

    Schierlingstod
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. May 2017 um 23:49

    Inhalt (Klappentext): 1550 – eine Zeit religiöser Umbrüche in Württemberg. Bruno von Eberstein stirbt an einem mit Schierling vergifteten Essen, während er seine Mutter in Cannstatt besucht. Aber wer wollte den Tod des sympathischen jungen Adligen? Valentin Schmieder, ein protestantischer Theologe aus Tübingen, wird beauftragt, den mysteriösen Fall aufzuklären. Mit Unterstützung der streng katholischen Nonne Fidelitas, mit der er sich immer wieder in Glaubensfragen auseinandersetzen muss, sucht Valentin im Dickicht undurchschaubarer Ränke und gut gehüteter Geheimnisse nach der Wahrheit. Das erweist sich jedoch weitaus schwieriger als erwartet. Und als nach einem nächtlichen Überfall Fidelitas plötzlich spurlos verschwindet und Valentin sich auf die Suche nach ihr macht, gerät er selbst unversehens in Gefahr. Meinung: Man sollte sich am Anfang die Personenliste ansehen. Ohne diese wäre ich mit den ganzen Personen etwas überfordert gewesen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Die damalige Zeit wird sehr bildhaft und authentisch wiedergegeben. Ein Grund dafür war auch die Sprache, die zu dieser Zeit sehr passt. Hier findet man im Anhang auch ein Glossar, wo viele Begriffe erklärt werden. Man fühlt sich in diese Zeit zurückversetzt. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und lässt auch bis zum Schluss nicht nach. Valentin ist ein sehr sympathischer Charakter und auch Fidelitas mochte ich sehr gern. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Alle Personen sind sehr facettenreich und gut dargestellt. Ein sehr guter und spannender historischer Krimi, der mich von Beginn an gefesselt hat. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

    Mehr
  • Glauben und Sterben zu Zeiten der Reformation

    Schierlingstod
    Aspasia

    Aspasia

    07. May 2017 um 00:45

    Simone Dorra ist mit "Schierlingstod - Ein Reformationskrimi" das Kunststück gelungen einen wirklich unterhaltsamen, bis zur letzten Seite spannenden, gut recherchierten historischen Roman zu schreiben, aus dem von jeder Seite das pralle Leben der umbrüchigen Reformationszeit quillt.Fidelita von Frauenalb, eine junge, heilkundige Nonne, begleitet als Pflegerin die gichtkranke Gräfin Johanna von Eberstein nach Cannstadt. Diese besucht den Handelsort am Neckar, fern der heimischen Burg und ihrem Ehemann, lediglich in Begleitung einiger weniger Bediensteter, um neben einer Bäderkur auch ein paar eigene, ehrgeizigen Pläne zu machen.In ihr angemietetes Haus bestellt sie ihren Lieblingssohn Bruno ein, um ihn vor vollendete Heiratspläne zu stellen. Eine gewinnbringende eheliche Verbindung soll die leeren Schatullen füllen und damit der Familie zu altem Glanz verhelfen.Doch es kommt anders. Nach einem gemeinsamen Abendessen wird Bruno am nächsten Morgen sterbend in seinem Bett gefunden. Wenig später stellt Fidelita eine Schierlingswurzelvergiftung fest. Jene Pflanze, die sie regelmäßig außerhalb der Stadtmauern sammelt, um der Gräfin daraus Umschläge zur Schmerzlinderung zu bereiten.Nachdem Tod ihres Lieblingssohnes ist die Gräfin gezwungen etwa zwei Wochen auf die Abholung durch ihren Mann Graf Wilhelm in Cannstatt auszuharren, ohne den Leichnam nach Hause bringen zu können. Es besteht die Gefahr, dass durch eventuelle offizielle Ermittlungen der Ruf der Familie leidet, deshalb stimmt sie auch zu, als ihr jüngster Sohn Otto den protestantischen Theologieprofessor der Universität Tübingen, Valentin Schmieder, ins Haus holt, um den Fall diskret zu untersuchen.Magister Schmieder macht sich daran das Personal, die Köchin Bärbel, ihren Sohn Andres, Brunos Freund aus Kindertagen, die ambitionierte Zofe Clarissa, das Küchenmädchen Magdalena, den Kutscher Jörg, natürlich auch die von Standesdünkel beherrschte Gräfin selbst, und sogar die Verfechterin des alten Glaubens Fidelita zu befragen. Die Gespräche bleiben lange ergebnislos, bis er sich mit der jungen Nonne zu einem effizienten und in ihrem theologischen Schlagabtausch höchst amusanten Ermittlerduo zusammen schließt.Nach einer ungeplanten Entführung, einem verbotenen Flirt, nächtlichen Überfällen, einer heimlichen Romanze und einem weiteren Mord können die Zwei das Netz aus Geheimnissen und Intrigen endlich entwirren.Ein höchst unterhaltsamer historischer Kriminalroman, mit einem gut konstruierten Plot, stimmig gezeichnete Figuren, einem dicht gewebten, aber trotzdem nicht aufdringlichen belehrenden, historischen Hintergrund und einem überaus sympathischen Ermittlerduo, das sich mit diesem Fall für eine ganze Romanreihe qualifiziert hat.

    Mehr
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1088
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    05. May 2017 um 22:37
    ChattysBuecherblog schreibt Mein derzeitiges LR Buch passt hier auch noch, dank der Kleidung, speziell des Baretts.

    Ein wirklich toller historischer Krimi. Von mir gab es 5 Sterne https://www.lovelybooks.de/autor/Simone-Dorra/Schierlingstod-1408748432-w/rezension/1453876566/

  • Mein Leseeindruck

    Schierlingstod
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    05. May 2017 um 22:21

    Das Cover fand ich anfangs etwas blaß und hatte mich nur wenig angesprochen. Es war vielmehr der Titel, der meine Neugier geweckt hat. Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Der Morgen war noch sehr jung, als Fidelitas ins Freie trat und die Tür leise zuzog. Kommen wir zum Inhalt: Fidelitas lebt als Nonne in einem Kloster in Frauenalb, als sie die Nachricht erhält, mit der Gräfin Johanna von Eberstein nach Cannstatt reisen zu dürfen. Sie soll sich um das Wohl der Gräfin kümmern, die stets Schmerzen in ihren Gelenken hat. Der Sohn der Gräfin findet sich ebenfalls in Cannstatt ein und stirbt. Fidelitas vermutet, dass ihm jemand Schierling in das Essen getan hatte. Aber wer? Und warum? Valentin Schmieder, ein Theologe aus Tübingen wird mit den Ermittlungen beauftragt. Anfangs war ich mit den vielen Protagonisten, deren elterlichen Verhältnisse und Begebenheiten doch etwas überfordert. Jeder Abschnitt - ein neuer Name und eine Zusammenfassung über dessen bisheriges Leben. Uff....das waren ganz schön viele Informationen, denen ich auch irgendwann nicht mehr folgen konnte. Ich habe dann einfach nur noch gelesen, ohne mir die Namen zu merken. Nach dieser ersten Hürde konnte ich mich dann voll und ganz in die Geschichte fallen lassen. Und schon bald stellte ich fest, dass ich mir ebenfalls Gedanken machte, wer Bruno wohl vergiftet haben könnte. Sehr schön fand ich, als Ortskundige, die Erwähnung und Beschreibung einzelner Orte und Begebenheiten, die mir sehr vertraut waren. Dennoch habe ich auch interessante Details erfahren, die mir teilweise wirklich erstaunt haben und mit denen ich mich auch noch intensiver beschäftigen möchte. Obwohl es sich bei den Protagonisten um teils fiktive, teils reale Personen handelt, ist mir dieses beim Lesen nicht wirklich bewusst geworden. Alle Charakteren harmonieren perfekt zu- und miteinander, so dass ich keine fiktive Handlung erkennen konnte. Und ob Johanna von Eberstein wirklich so eine Zicke war.... wer weiß das schon. Geschrieben steht viel.  Jedenfalls wurde diese Charaktereigenschaft hervorragend in die Geschichte eingefügt. Die Autorin verfügt über sehr viel Feingefühl was Sprache, Charakteren, Spannung und Unterhaltung angeht. Ich wurde praktisch von der ersten Seite an, tief in das Geschehen eingesogen. Fazit: Es handelt sich zwar um einen Reformationskrimi, der jedoch nicht vordergründig mit der Bibel zu tun hat. Der Bezug zur Kirche, Martin Luther, Reformation etc. dient lediglich dazu, den Leser in die richtige Stimmung zu versetzen. Man sollte dieses Buch still und mit Bedacht lesen, da man sonst Gefahr läuft, wertvolle Details zu übersehen. Und jedes noch so kleine Detail ist wichtig und spielt unter Umständen eine große Rolle. Abschließend kann ich sagen, dass ich das Lesen dieses Buches sehr genossen habe. Historisch wertvoll, gute Recherche, sehr gute Unterhaltung, all dieses zeichnet das vorliegende Buch aus. Ich würde mir eine Fortsetzung mit Fidelitas wünschen, da sie mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ach ja, am Ende des Buches habe ich dann das Personenverzeichnis gefunden.

    Mehr
    • 3
  • weitere