Simone Lappert Wurfschatten

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Inhaltsangabe zu „Wurfschatten“ von Simone Lappert

Ada ist jung, gerade mal 25 Jahre alt, aber sie hat nicht mehr lange zu leben, davon ist sie fest überzeugt. Nicht nur in ihren Träumen stirbt sie jede Nacht aufs Neue, auch tagsüber beherrscht sie diese Todesangst. Sie führt dazu, dass sie immer seltener ihre Wohnung verlässt und sich zunehmend isoliert - Freundschaften zerbrechen, ihre Karriere als Schauspielerin ist gefährdet. Um sie zu bändigen, unterhält sie ein Therapiezimmer. Dort bewahrt sie alle Ihre Ängste auf: von A wie Atomtod bis zu Z wie Zyste. Diese fragile Konstruktion gerät ins Wanken, als ihr Vermieter, der schon seit Monaten auf sein Geld warten muss, sie nicht wie angedroht vor die Tür, sondern ihr stattdessen einen Untermieter in die Wohnung setzt: Juri, seinen Enkel, der in die Stadt gekommen ist, um die Goldschmiedewerkstatt seines verstorbenen Vaters fortzuführen. Zunächst ist Ada entsetzt, ein Fremder, der nicht nur eigene Spuren hinterlässt, sondern jeden ihrer Schritte beobachten kann. Doch mit der Zeit nähern die beiden sich an. Zaghaft entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die womöglich geeignet ist, die Angst zu zügeln und Ada ins Leben zurückzuführen. Ein stiller, sprachlich und stilistisch erstaunlich souverän geschriebener Debütroman, der ebenso unterhält wie literarisch überzeugt.

Angst frisst Schatten auf. Ein leises Buch über laute Ängste und Gegenmittel dagegen.

— Marina_Nordbreze

Besondere und auch sonderbare Geschichte, in der jeder sein Päckchen zu tragen hat.

— wildeshuhn

Die unerklärliche Angst wird hier sehr poetisch portraitiert. Wunderschönes Cover - aber leider etwas kurz.

— Regenblumen

Leider konnte ich mir das Buch nicht erschließen. Ist es nun genial poetisch oder einfach überdreht, abgehoben und zu verquer?

— Gelinde

Simone Lappert erzählt sprachgewaltig vom Leben mit der Angst. Grandios - bis zum Schluss: Hier hätten es ein paar Seiten mehr sein dürfen.

— leselea

Die Geschichte hat meiner Meinung nach großes Potential. Ich für meinen Teil bin schwer neugierig und will jetzt schon wissen was noch kommt

— SolgeMaar

Wenn Angst das Leben beeinflusst .... _Einfühlsam geschrieben, allerdings etwas zäh. 200 Seiten für 16,- €

— Sabine1705

Schön geschriebenes Buch. Die Feinheit der Sprache hat mich überzeugt. Leider ist das Buch etwas zu dünn für meinen Geschmack ;-)

— buchliebelei

Eines ist sicher, ein Liebesroman ist es nicht. Bestenfalls im Hintergrund.

— moorlicht

(Liebes)Geschichte um eine Frau voller Angst, die eigentlich ganz interessant ist, aber durch die Buchbeschreibung absolut vorhersehbar.

— sursulapitschi

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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  • Wurfschatten

    Wurfschatten

    Gelinde

    15. February 2015 um 11:56

    Wurfschatten, ein Debütroman von Simone Lappert Cover bzw. Schutzumschlag: Der Schutzumschlag ist recht düster, die rosa glänzenden Fische sind ein richtiger Kontrast. Mit einem rosa Buch, unter dem Schutzumschlag, mit der weißen Schrift, hätte ich dann auch gar nicht gerechnet. Inhalt: Es geht um Ada, die Angst-Attacken und Psychische Probleme hat. Immer wenn sie alleine ist malt sie sich aus welche Erkrankung sie haben könnte und an was sie sterben könnte, sie empfindet richtige Schmerzen und bekommt schlimme Panikataken. Wenn sie unter Leuten ist kann sie das alles problemlos überspielen. Allerdings wird es immer schlimmer, auch ihre Arbeit, sie ist Schauspielerin leidet darunter, denn es wird für sie immer schwerer neue Engagements zu bekommen. Dann kommt Juri als „Untermieter“ in die Wohnung. Und obwohl sie es gar nicht will, bahnt sich eine Liebesgeschichte an. Meine Meinung: Ich konnte mit der Geschichte überhaupt nichts anfangen. Klar geht es Ada schlimm, aber irgendwie konnte ich keinen Bezug zu ihr finden oder keine Emotion aufbauen. Alles wirkte auf mich total unreal und unwirklich (obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass es dieses Krankheitsbild gibt). Auch bei der „Liebesgeschichte“, bekam ich keinen Zugang. Der Schreibstil ist für mich irgendwie gar nicht zu beschreiben. Ist er nun genial poetisch oder einfach überdreht, abgehoben und zu verquer? Hier einige Beispiele: -verfaustete Hand -die Wohnung zahnte wieder (keine Ahnung was damit gemeint ist) -..ein paar Tränen dunkelten tropfenweise den Stoff seiner Jeans -vielleicht steigert das deine soziobiologische Emotionalität -die lästige Mitentscheidung des Winkels am Blick Ich glaube für das Buch bin ich nicht "intellektuell" genug. Autorin: Simone Lappert, geb. 1985 in Aarau in der Schweiz, lebt und arbeitet in Basel. Sie studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mein Fazit: Ich konnte mit dem Buch definitiv nichts anfangen. Für mich ein Flopp.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2015 um 19:32
  • Wurfschatten

    Wurfschatten

    moorlicht

    Ada ist 25, Schauspielerin mit einem kleinen Engagement bei einem kleinen Kriminaltheater mit Zuschauerbeteiligung. Und sie hat Angst. Vor Krebs, vor Naturkatastrophen, vor Unfällen, vor dem Sterben in jeder Form. Diese Angst beherrscht sie so sehr, dass sie sogar ein Stethoskop besitzen muss um sich davon überzeugen zu können, dass ihr Herz schlägt - ruhig und regelmäßig. Diese Ängste sind so stark, dass sie in vielen Nächten nicht schlafen kann. Das Alleinsein ist kaum zu ertragen. Tagsüber helfen die Freunde und Nachbarn, die Ängste in Schach zu halten. Aber nachts - wenn die Stadt friedlich schlafen kann - muss sich Ada anders helfen. Sie ruft ein Taxi und lässt sich bis zum Morgengrauen durch die schlafende Stadt fahren. Hinter den Fenstern schlafen die Menschen und haben keinen Anteil an ihren Ängsten. So seltsam es klingen mag, die Fahrten durch die Stadt helfen - die Vorstellung der ruhenden Menschen. Sie hat keinen Anteil daran und doch ist sie - irgendwie - ein Teil der schlafenden Stadt. Sie lässt sich durch die Straßen fahren - Nacht für Nacht und entflieht auf diese Weise ihren Ängsten, mit denen sie über keinen Menschen reden kann. Weder mit ihren Freuden noch mit Nachbarn. Wer schließlich sollte auch verstehen, dass die lebenslustige begabte Ada ein verschlossenes Zimmer hat, in dem sie ihre Ängste an die Wand gepinnt hat. Mit den Taxifahrten wird die kleine Gage verbraucht. Geld für lebensnotwichtige Dinge wie beispielsweise die Miete bleibt da kaum übrig. Also wird ihr kurzerhand Juri, der Neffe ihres Vermieters in die Wohnung einquartiert. Genau in dem Zimmer, in dem die Ängste an den Wänden pinnten. Und gerade diese sind es, die dann auch weichen müssen - in doppelter Hinsicht. Eine poetische Sprache, die je nach ihren Tönen angenehme oder gruselige Bilder entstehen läßt. Zu einem völlig normalen Leben passen die Sätze nicht. Aber Ada ist Schauspielerin. Zu ihr paßt das Ungewöhnliche, auch in ihren Sätzen. Vor allem Ada's Ängste sind extrem ungewöhnlich. Schon in den ersten Seiten kommen die Überlegungen mit, wie diese Unzahl an Ängsten zu erklären sei. Die für Außenstehende stellenweise sehr übertrieben wirken. Es ist schwer vorzustellen, wie ein von Ängsten beherrschtes Leben zu bewältigen ist. Wie kann ein einziger Mensch so viele Ängste in sich vereinen? Ich mag die Sprache, bei der Geschichte warte ich ab. Ada spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss. "Es ist eher so, dass ich mich schon mal vorsorglich selbst bemitleide." Maria lachte ein sehr leises Lachen, "das ist meine Geschichte", sagte sie, "die bekommst du nicht, die ist nicht ansteckend." (S. 47) Auf der anderen Seite (der Sprache) sind die Bilder derart psychotisch, dass es nur mit Schwierigkeiten zu lesen ist. An diesen Punkten möchte ich das Buch weglegen. Oder anders gesagt, Ada weit von mir wegschicken. Die Energie, einen solchen Menschen auszuhalten, kann nur bedingt aufgebracht werden. Ada bleibt mir fremd für einige Zeit. Anders ist es da mit Juri. Sobald er zu reden anfängt, kommt er nahe und wird vertraut. Nicht ohne etwas von dem Flair eines einsamen Westernhelden zu haben. Selbst nach einer Nacht voller Reden bleibt der Eindruck geredet wird nur, wenn es unbedingt sein muss. Erst sehr viel später ist auch Ada vertraut geworden über ihre Ängste hinaus. Ist lebendig geworden und nimmt am Quartierstheater teil, statt nur zu beobachten. Das Buch braucht Zeit, um rein zu finden - aber dann ist es gut.

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  • Debütautoren 2014 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    Daniliesing

    Bereits zum dritten Mal wollen wir in diesem Jahr gemeinsam deutschsprachige Debütautoren und ihre Bücher entdecken. Fast 200 Leser haben sich 2013 beteiligt und die Bücher von über 170 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2014 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestsellerautoren von morgen. Aktuelle oder demnächst startende Aktionen: Leserunde zu "Auf zwei Flügeln zum Glück" von Dr. Andrea F. Polard Leserunde zu "Endlich selbstbestimmt Frau sein! Erst mutig, dann glücklich!" von Martina Nachbauer Leserunde zu "Glasgesichter" von Cordula Hamann Leserunde zu "Bluterben - Nachtahn 2" von Sandra Florean Leserunde zu "Prozentrechnen" von Tina Weng Leserunde zu [identität] von Christian Lorenz Leserunde zu "Weggetrieben" von Johannes Möhler Leserunde zu "Tödliche Flaschenpost" von Susanne Limbach Leserunde zu "Ex & Mops" von Tina Voß Leserunde zu "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" von Eva Siegmund Leserunde zu "Katerfrühstück mit Aussicht" von Jennifer Wellen Leserunde zu "Die Heilerin vom Strahlenfels" von Antonia Salomon Leserunde zu "Der tote Schatten" von Susanne Ferolla Leserunde zu "Tote Väter" von Andrea Weisbrod Leserunde zu "Essenz der Götter I" von Martina Riemer Leserunde zu "Das Vermächtnis des Unbekannten" von Marc Weiherhof Leserunde zu "Josh & Emma: Soundtrack einer Liebe" von Sina Müller Leserunde zu "Die Offenbarung des Frühlings" von Elisabeth Koll Leserunde zu "Verloren in der grünen Hölle" von Ute Jäckle Leserunde zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann Leserunde zu "Die Schlangenmaske" von Annabelle Tilly Leserunde zu "Mord im Viertel" von Cord Buch Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Dunkellicht" von Martin Ulmer Leserunde zu "Die ummauerte Stadt" von Jan Reschke Buchverlosung zu "The Rising - Neue Hoffnung" von Felix Münter Leserunde zu "In den Straßen von Nizza" von Robert de Paca Leserunde zu "Meine Trauer traut sich was!" von Andrea Riedinger Leserunde zu "Die Lichtung" von Linus Geschke Leserunde zu "Im Zentrum der Lust" von Alissa Stone Leserunde zu "Meine inoffizielle Selbsthilfegruppe" von Mathilda Kistritz Leserunde zu "Hummeln im Herzen" von Petra Hülsmann Leserunde zu "Das Gesternberg-Haus" von Charlotte Schroeter Leserunde zu "The Rising 2 - Das Gefecht" von Felix A. Münter Leserunde zu "Liebe, Sünde, Tod" von Monika Mansour Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann Leserunde zu "Flamme der Seelen" von Melanie Völker Leserunde zu "Goodbye, Jehova!" von Misha Anouk Leserunde zu "Ohne Erbarmen" von P.M. Benedict Leserunde zu "Die Verborgene" von Sarah Kleck Leserunde zu "Ivory - Von Schatten verführt" von Regina Meißner Leserunde zu "Brombeerblut" von Cornelia Briend Leserunde zu "Alia: Der magische Zirkel" von C.M. Spoerri Leserunde zu "Zeit für die Liebe" von Anna Herzig Leserunde zu "Auf Freiheit zugeschnitten" von Margret Greiner Leserunde zu "Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt" von Nicole Böhm Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann (14.10.2014) Leserunde zu "Das mit dir und mir" von Sabine Bartsch (20.11.2014) -- Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Das Lächeln der Leere" von Anna S. Höpfner Leserunde zu "Hollywood Hills - Crazy, Sexy, Cool" von Kerstin Steiner Leserunde zu "Hollywood Hills - Sex, Laughs & Rock 'n' Roll" von Kerstin Steiner Leserunde zu "Augustas Garten" von Andrea Heuser Leserunde zu "Götternacht" von Anna Bernstein Buchverlosung zu "Du bist mein Sonnenstrahl" von Ani Roc Leserunde zu "Aqualove" von Nola Nesbit Leserunde zu "Sturmschatten" von Franziska B. Johann Leserunde zu "Survive" von El Sada Leserunde zu "Sekundensache" von Alexej Winter Leserunde zu "Die Karte" von Thomas Dirk Meye Leserunde zu "Flammenwüste" von Akram El-Bahay Leserunde zu "Strawberry Icing" von Daniela Blum Leserunde zu "Piagnolia" von Matthias von Arnim Leserunde zu "Die Tochter von Rungholt" von Birgit Jasmund Leserunde zu "Der algerische Hirte" von Wolfgang Haupt Leserunde zu "Heilbronn 37°" von Henrike Spohr Leserunde zu "Flocke und Schnurri" von Lady Grimoire Leserunde zu "Elf Meter" von Kathrin Schachtschabel Leserunde zu "Dead Man's Hand" von Nina Weber Leserunde zu "Das Simpsons-Syndrom" von Bettina Balbutis Leserunde zu "Narradonien - Die Rückkehr des Drachenjungen" von Merlin Monzel Leserunde zu "Hallo Japan" von Lucinde Hutzenlaub Leserunde zu "Sibirischer Wind" von Ilja Albrecht Leserunde zu "Kiellinie" von Angelika Svensson Leserunde zu "Mächtiges Blut - Nachtahn 1" von Sandra Florean Leserunde zu "Ein dunkler Sommer" von Thomas Nommensen Leserunde zu "Elchscheiße" von Lars Simon Leserunde zu "Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt" von Akram El-Bahay Leserunde zu "Hexenliebe" von Marita Spang  Leserunde zu "Ich dache, die Kleine wäre bei dir?!" von Sara Timothy Leserunde zu "Rabenschwester" von Monja Schneider Leserunde zu "Als Gott schlief" von Jennifer B. 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Brinkmann Buchverlosung zu "Was will Sissi hier?" von Birgit Huspek Buchverlosung zu "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" von Franziska Wilhelm Leserunde zu "Als der Sommer eine Farbe verlor" von Maria Regina Heinitz Buchverlosung zu "Kaktus Kid und die brennende Geisterkutsche" von Bradley Buxbaum Leserunde zu "Das Herz des Sternenbringers" von Priska Lo Cascio Leserunde zu "Chroniken eines Pizzalieferanten" von Tinka Wallenka Leserunde zu "Das vermisste Mädchen" von Bettina Lausen Leserunde zu "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich Fragefreitag zu "Und auch so bitterkalt" mit Lara Schützsack Leserunde zu "Liebe kann man nicht googeln" von Julia K. Stein Leserunde zu "Ausgeweidet" von Brigitte Lamberts Leserunde zu "Am Ende schmeißen wir mit Gold" von Fabian Hischmann Leserunde zu "Des einen Freud, des anderen Tod" von Emlin Borkschert Leserunde zu "Ella - Ein Hund fürs Leben" von Daniel Wichmann Fragefreitag zu "Es wird keine Helden geben" mit Anna Seidl Leserunde zu "Das letzte Polaroid" von Nina Sahm Leserunde zu "Teufelsgrinsen" von Annelie Wendeberg Leserunde zu "Hanna und Sebastian" von Thomas Klugkist Leserunde zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen Leserunde zu "Mindfuck Stories" von Christian Hardinghaus Leserunde zu "Wo der Hund begraben liegt" von Beate Vera Leserunde zu "Das Lachen der Hyänen" von Johannes Zacher Ablauf der Debütautoren Aktion: Es geht darum im Jahr 2014 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig ab 24. Dezember 2013 bis Ende 2014 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt. Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen. Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2015 zu lesen und zu rezensieren. Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken! 'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2014 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2014 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint! Wie kann man mitmachen? Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Weitere Informationen Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich! Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim! Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen. Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es auch zählen müsste, so schreibt mir eine Nachricht und ich überprüfe das dann. Bitte listet erst auf meine Zusage hin ein solches Buch auf. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude! Für Autoren: Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Bitte schickt mir dazu eure Nachricht mit Vorschlägen und ich versuche dann, etwas mit dem jeweiligen Autor zu organisieren. PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-) Teilnehmer: 19angelika63 (15/15) Alchemilla (0/15) anastasiahe (5/15) anell (0/15) Annilane (0/15) Anniu (0/15) Antek (23/15) anushka (15/15) Arizona (4/15) babsl_textblueten (1/15) bluebutterfly222 (0/15) Blutengel (0/15) bookgirl (17/15) Brilli (17/15) Buchrättin (29/15) Bücherwurm (0/15) Caress (0/15) Cellissima (9/15) Chiawen (1/15) Christlum (0/15) clair (6/15) Clairchendelune (0/15) coala_books (0/15) conny (3/15) Curin (2/15) DaniB83 (7/15) dany1705 (0/15) danzlmoidl (7/15) Darayos-von-Wichelkusen (0/15) dieFlo (57/15) Donauland (17/15) DonnaVivi (6/15) dorli (13/15) Dreamworx (46/15) duceda (4/15) elane_eodain (3/15) Eskarina* (8/15) eskimo81 (11/15) Floh (21/15) Franzis2110 (2/15) Frejana (0/15) Gela_HK (20/15) Gelinde (39/15) Gruenente (16/15) Gulan (8/15) Hanny3660 (4/15) HeartLand (0/15) hexe2408 (12/15) Hikari (7/15) Ignatia (0/15) janaka (18/15) janschina (0/15) Jaq82 (2/15) Jarin12 (0/15) jennifer_tschichi (0/15) JennyBrookeA (0/15) JessSoul (0/15) JoKaSoS (0/15) Kaisu (1/15) Kerstin_Lohde (5/15) Kidakatash (0/15) kolokele (2/15) Krimine (48/15) LaDragonia (0/15) LadySamira091062 (12/15) laraundluca (15/15) lesebiene27 (15/15) LeseMaus (0/15) Letanna (16/15) LibriHolly (5/15) Lilli33 (15/15) LimaKatze (16/15) LimitLess (11/15) Line1984 (0/15) Literatur (1/15) Loony_Lovegood (0/15) Looony (10/15) Lua23 (0/15) mabuerele (26/15) Marcuria (0/15) MarkusDittrich (0/15) Marlis96 (1/15) martina400 (16/15) Matalina85 (6/15) Mausezahn (8/15) mecedora (0/15) Meduza (1/15) MelE (23/15) Melpomene (0/15) merlin78 (14/15) Mikki (7/15) Mira123 (0/15) missmistersland (4/15) moorlicht (13/15) Moosbeere (9/15) Mrs_Nanny_Ogg (0/15) Nicki-Nudel (0/15) Nova7 (0/15) Pascal_Trummer (0/15) raven1965 (0/15) robberta (17/15) Rockmaniac (0/15) roseF (0/15) saskia_heile (1/15) Sassi123 (0/15) schafswolke (18/15) schlumeline (15/15) SchwarzeRose (15/15) Seelensplitter (7/15) Simona1277 (0/15) SmilingKatinka (0/15) Solifera (0/15) solveig (1/15) sommerlese (22/15) Sonnenwind (5/15) Spatzi79 (2/15) Starlet (1/15) steffchen3010 (0/15) steppenwoelfin (0/15) Stjama (0/15) Strickliesel22 (0/15) sursulapitschi (13/15) TanjaJasmin (0/15) Themistokeles (0/15) thora01 (22/15) Tiana_Loreen (15/15) tineeey (0/15) Tinkers (15/15) vielleser18 (9/15) villawiebke (0/15) Waldschrat (0/15) Wildpony (1/15) ZauberFeder (1/15) Zsadista (16/15) Zweifachmama (0/15) Zwerghuhn (15/15) Es zählen ausschließlich die Bücher, die später an diesem Beitrag angehängt sein werden:

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  • Vom Leben mit der Angst

    Wurfschatten

    leselea

    Aber eben, dachte sie, sterben bedeutet, nie wieder. (S. 14) Ada hat Angst: Angst vor einem Herzanfall, einem Schlaganfall, einer Naturkatastrophe. Sie ist zwar erst 25 Jahre alt, aber der Tod kann jeden treffen, davon ist sie überzeugt. Nach außen hin versucht sie sich nichts anmerken zu lassen: Sie mimt die Schauspielerin, die nur eine kurze Auszeit braucht, um danach als größerer Star auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zurückzukehren. Aber in ihrem inneren haust die Angst und nicht nur da – selbst in der Wohnung nimmt sie einen ganzen Raum ein: Adas Therapiezimmer, in dem alle Ängste von A bis Z sichtbar an der Wand kleben. Als sie auch nach wiederholter Aufforderung die Miete nicht zahlen kann, quartiert ihr Vermieter Matuschek kurzerhand seinen Enkel Juri bei ihr zu Untermiete ein. Obwohl Ada sich zunächst dagegen wehrt, entwickelt sich zwischen den beiden langsam und behutsam eine Beziehung. Simone Lappert legt mit ihrem Debütroman Wurfschatten meiner Meinung nach einen großartigen Roman mit außergewöhnlicher Thematik vor. Eindringlich und dabei nie klischeehaft erzählt sie von Adas Angst vor der Angst, vom Leben unter der Taucherglocke, von schlaflosen Nächten, von dem Gefühl zu scheitern, obwohl man es doch eigentlich versuchen wollte. Sie zeigt die Zerrissenheit einer jungen Frau auf, die nach außen hin stark wirkt, abends aber wie ein kleines Kind nur bei Licht einschlafen kann. Sprachlich ist das Werk dabei mehr als gelungen. Lappert schreibt bildreich und kraftvoll, der Leser kann Adas Angst quasi miterleben. Die Geschichte wird von einem melancholisch-bedrückenden Ton bestimmt, aber es gibt auch immer wieder ironische, teilweise lustige, auf jeden Fall berührende Momente. Ein poetischer Roman, zweifellos. Juri rieb sich die Augen und seufzte. „Das ist nicht unsere Geschichte, die du da erzählst.“ „Nein“, sagte Ada, „und ich will auch nicht, dass sie das wird.“ (S. 175) Die zarte Liebesgeschichte zwischen Juri und Ada, ohne viel Tamtam, aber nah beim Leben, hat mir besonders gut gefallen, auch wenn dieser Strang mit dem Einzug Juris sehr vorhersehbar war. Lediglich missfallen hat mir das Ende: Hier war es dann doch zu glatt und leicht – und vor allem zu schnell. Die letzten Entwicklungen hätten gut und gerne noch 50 bis 100 Seiten mehr vertragen. Nichtsdestotrotz ein vielversprechender Debütroman.

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  • Wurfschatten

    Wurfschatten

    buchliebelei

    01. November 2014 um 12:07

    Das Buch "Wurfschatten" spielt in meiner Stadt, in Basel. Aus diesem Grund konnte ich mich beim lesen gleich doppelt so gut in die Geschichte hineinfühlen. Mich hat vor allem der Schreibstil sehr überzeugt. Simone Lappert schreibt auf eine feinfühlige Art und Weise und gibt dem Lesenden einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin. Auch die Geschichte an sich hat mich berührt und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Leider ist das Buch für meinen Geschmack etwas zu dünn! :-) Ich werde das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen!

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  • Wurfschatten

    Wurfschatten

    ladyhopeless

    24. October 2014 um 14:35

    Ada ist eine 25-jährige Bühnenschauspielerin. Sie ist auf ihre Art schön, sie ist talentiert, sie hat Freunde und ein kleines Engagement. Und sie hat Angst. Angst vor Krebs, Angst vor Naturkatastrophen, Angst vor Unfällen – Angst vor dem Tod in jeder Form. Und Angst vor der Angst. Das bestimmt ihr Leben. Das kleine Engagement ist so klein, dass Ada kaum genug Geld zum Leben verdient, doch ignoriert sie diese Tatsache. Sie hat sich in der Angst eingerichtet, hat Strategien entwickelt, mit ihr umzugehen. Nach außen bemüht sie sich um den Anschein von Normalität. Ihre Freunde wissen von nichts. Doch ihre Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag, wird in jeder Hinsicht existenziell. Irgendwann wird das Geld so knapp, dass sie ihre Miete nicht mehr zahlen kann. Doch der ihr gewogene Vermieter findet eine Lösung. Statt zu räumen, bekommt Ada einen Mitbewohner – Juri, seinen Enkel. Adas mühsam erschaffenes Gefühl von Kontrolle wird auf eine harte Probe gestellt. Das Chaos, das Juris Anwesenheit bei Ada anrichtet, zwingt sie zum Handeln. Die Strategien greifen nicht mehr, neue müssen her. Doch wie? Und wer ist der Kerl überhaupt? Die beiden umkreisen sich, ohne sich zu begegnen. Plötzlich konzentriert Ada sich auf etwas anderes als sich selbst. Doch ihre subtilen Versuche, ihn zu vergraulen, scheitern. Als Juri die Gelegenheit auslässt, Ada vor ihren Freunden bloßzustellen, kommen die beiden endlich ins Gespräch. Simone Lappert hat mit Wurfschatten ein physisch schmales Buch geschrieben, das inhaltlich jedoch alles andere als dünn ist. Im Zentrum stehen Ada und ihr Leben in Angst. Lappert liefert dabei keine Erklärung für Adas Zustand. Stattdessen zeigt sie konsequent aus Adas Perspektive, wie es ist, wenn einem das Urvertrauen abhanden kommt. Wie es ist, in einer Welt aus Scham, Angst und Verwirrung gefangen zu sein. Auch wenn Lappert von der ersten Seite an ihren klaren, bildhaften Stil voll von poetischer Kraft entfaltet, muss ich zugeben, dass es mir schwer fiel, mich auf die enge, graue Welt der Angst und der Abgeschnittenheit einzulassen. Am Ende ignorierte ich jedoch meine 20-Seiten-Regel und blieb auf Grund der Sprache und der Ahnung, dass das nicht alles sein konnte. Und ich wurde belohnt – mit einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich seit langem lesen durfte. Der Plot ist dabei im besten Sinne kurzweilig, hat bei aller Zartheit auch seine komischen Momente. Simone Lappert gelingt es dennoch, sich von jeglichem Klischee fernzuhalten, Bilder sprechen zu lassen, die kein bisschen plakativ sind und die Tiefe der Gefühle sprachlich auszuloten ohne auch nur einmal ins Formelhafte abzugleiten. (Ich bin nicht sicher, aber ich meine, dass Wort Liebe fällt nicht einmal zwischen den beiden Protagonisten) Dabei schafft sie zwei Charaktere, die in ihrer Verletzlichkeit nahe gehen, die, so unterschiedlich sie sind, den Schmerz des anderen erkennen und zulassen. Ada und Juri sind das Paar einer Generation, die in einer Zeit der schwindenden Grenzen und der maximalen Möglichkeiten und Freiheiten lebt – und der daraus entstehenden Entwurzelung. Erst als sie die Erwartungen ihrer Zeit loslassen, sich selbst und die jeweiligen Situationen, in denen sie sich befinden, akzeptieren, sind sie fähig, den nächsten Schritt zu gehen. Und das tun sie gemeinsam. Und das berührt.

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  • DIE BUCHBESCHREIBUNG VERRÄT ZU VIEL

    Wurfschatten

    sursulapitschi

    Die Idee ist ganz spannend. Eine Frau hat Angst. Angst vor Allem ohne Grund, was sie seelisch und sogar körperlich so stark beeinflusst, dass sie dem normalen Alltag nicht mehr gewachsen ist. Sie lernt damit umzugehen. Schön, interessant und ungewöhnlich. Das Buch hat mich leider so gar nicht gefesselt, was vor allem an der Buchbeschreibung lag. Sie verrät den kompletten Inhalt. Deshalb ist die Handlung durch und durch vorhersehbar. Man hakt beim Lesen vorrangig die Eckpunkte ab. Ada hat Angst, es ist schrecklich – check. Der Vermieter schickt ihr gleich seinen Enkel vorbei (vermutlich herzensguter Mensch) – check. Der Enkel kommt (vermutlich sehr süß) – check…  Der Erzählstil ist anspruchsvoll. Interessante Gedanken und Beobachtungen, schön formuliert. Ada beobachtet sich und ihre Umgebung ausführlichst. Manchmal werden unwichtige Details umfassend beschrieben. Da fragt man sich dann, erzählt sie uns das, um von ihren Ängsten abzulenken, oder ist das die pure Lust am Fabulieren? Ada hat eine schreckliche Krankheit, man müsste Mitleid mit ihr haben. Ich bin mit ihr nicht warm geworden und denke, dass das vor allem an den Dialogen liegt. Die sind im gleichen Stil gehalten wie der übrige Text: „Und trotzdem ist da diese Angst davor, meine Zukunft zu zerdrücken, wenn ich sie anpacke. Immerhin habe ich ihr schon ein paar gehörige Dellen verpasst.“ Wunderhübsch formuliert. Aber kein Mensch spricht so, noch nicht einmal Schauspieler. Und dann ist da noch das Grundkonzept der Geschichte, das gut versteckt zwischen Ängsten, Problemen und philosophischen Betrachtungen dennoch besteht: Junge, schöne Frau mit Problemen (und künstlerischem Beruf) trifft auf jungen, originellen Mann (mit problematischer Kindheit), der sie zunächst nur nervt, den sie dann aber lieben lernt. Dazwischen einige herzensgute Menschen, Künstler und Lebenskünstler… Das verursacht bei mir so ein leichtes, gemeines Zwicken im Hinterkopf ( Was lese ich hier eigentlich? Chicklit mit Niveau? )  Wahrscheinlich hätte ich dieses Buch gnädiger aufgenommen, wenn ich nicht so sehr von der Vorhersehbarkeit des Ganzen enttäuscht gewesen wäre. Leider ist es müßig, zu empfehlen, die Buchbeschreibung nicht zu lesen, weil jeder, der hier angekommen ist, sie vermutlich schon gelesen hat… Aber versuchen kann ich es ja mal! 

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    • 3
  • Völlig überbewertetes Buch

    Wurfschatten

    variety

    21. September 2014 um 16:56

    Ich begreife überhaupt nicht, wie dieses Buch so gute Bewertungen und Kritiken bekommen kann. Ich quälte mich teilweise durch die Seiten und musste in der Hälfte entnervt aufhören, weil ich einfach keine Entwicklung zum Besseren erkennen konnte. Alleine schon die Beschreibung der Krankheit von Ada wirkt auf Dauer nur noch öde (auch wenn ich Verständnis dafür habe, dieses Thema anzugehen). Was jedoch am meisten an der Lektüre gestört hat, war die streckenweise elitäre und aufgesetzt wirkende Sprache der Autorin. Das hat mich so aufgeregt, dass ich wirklich aufhören musste, auch wenn es mich interessierte, wie die Geschichte zwischen Ada und Juri weitergeht. Beispiele für diese absolut künstliche Sprache? "Ada löste den Arm von ihrem Gesicht und die Weltmeere versickerten zwischen den Parkettleisten." - "Die Silhouetten der vorbeizuckenden Bäume legten ein Gitter über die täglichen Ausweichchoreographien zwischen ihr und Juri." - "Halbes Wissen ist der effizienteste Erreger für die Bildung von Angstgeschwüren." So denkt und spricht nun wirklich kein durchschnittlicher Mensch (Ja, ich weiss, dass Ada nicht dem enstpricht...). Knappe 2 Sterne.

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  • Wenn Angst dein Leben beherrscht

    Wurfschatten

    Lilli33

    18. September 2014 um 20:26

    Inhalt: Ada ist eine junge Schauspielerin. Sie leidet unter Angst, Angst zu sterben, Angst vor den verschiedensten Krankheiten, Angst vor Unfällen oder Attentaten, Angst vorm Fliegen… Die Angst beherrscht ihr Leben zunehmend und lähmt sie. Nach außen versucht sie, eine normale Fassade aufrecht zu erhalten. Dabei ist sie darauf bedacht, niemanden zu nah an sich herankommen zu lassen. Dies ändert sich, als Juri, der Enkel ihres Vermieters bei ihr einziehen muss. Obwohl Ada sich borstig gibt, kommen die beiden sich irgendwann näher. Wird es Juri gelingen, Adas Schale zu knacken? Meine Meinung: Simone Lapperts Debütroman hat mich beeindruckt. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin ihre Protagonistin. Wie unter einer Taucherglocke scheint sie zu leben, wenn die Angst sie übermannt. Dies kommt auch durch sprachliche Mittel gut zum Ausdruck. Überhaupt ist die Sprache sehr schön, gehoben, trotzdem leicht zu lesen. Das macht Spaß. Das erste Viertel, in dem nur Ada eine Rolle spielt, empfand ich allerdings als leicht zäh. Hier gibt es wenig Handlung, noch weniger Dialoge, dafür viele Gedanken und Empfindungen. In dem Moment, wo Juri die Bühne betritt, kommt Schwung in die Geschichte. Es liest sich ab da viel kurzweiliger, wenn auch immer noch ernsthaft und melancholisch. Fazit: Ein gelungener Debütroman, den ich gerne weiter empfehle!

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  • Rezension zu "Wurfschatten" von Simone Lappert

    Wurfschatten

    elane_eodain

    18. September 2014 um 17:12

    >> Siehst du, es schlägt noch. Ada löste die Fingerkuppen von ihrer Halsschlagader und ließ die Hand sinken, nicht zu weit, nur bis zum Schlüsselbein. Sie starrte durch das Fenster auf die Straße. Die blasse Februarsonne spielte den Passanten auf dem Gehsteig ihre Schatten zu, synchron und maßstabsgerecht jedem sein Quäntchen Schablonenschwarz. << INHALT: Ada hat Angst, Angst vor dem Tod, Angst in Kürze zu sterben. Herzstillstand, ein Tumor, Unfall oder Attentat. Nachts wie auch am Tag fühlt sie sich dieser Todesangst ausgeliefert. Nach außen versucht sie dennoch einen Schein zu wahren, als junge Schauspielerin mit Ambitionen erscheint sie ihrem Umfeld als starke, unnahbare Frau. Bis zu dem Tag an dem der Enkel ihres Vermieters bei ihr einzieht und die Fassade Stück für Stück aufzubrechen droht. GEDANKEN: Adas Angst ist sofort da. Simone Lappert beschreibt das Hineinsteigern, Sich-gut-zureden, die Panik, die Ohnmacht dieser gegenüber und auch Adas tägliche Anstrengung, die Fassade des Normalen aufrecht zu erhalten, ihre Rolle zu spielen sehr nah, melancholisch und authentisch. Adas Inneres wird für den Leser nach außen gestülpt, ihre Gedanken freigelegt und Stilmittel der Sprache wie beispielsweise kurze, abgehackte Sätze versetzen auch den Leser in einen Zustand, in dem Adas Angst spürbar ist, in dem man mit ihr in der Taucherglocke versinkt. Diese Nähe zur Protagonistin hat mir gut gefallen, dieses Unmittelbare. Ich mag die Sprache, den Stil, die Bilder, die die Autorin in meinem Kopf zeichnete, die auch durch eigene Interpretationen zu einem Ganzen wurden. Einem Ganzen mit Ecken und Kanten. Und dann ist da noch Juri, der Enkel des Vermieters, der nach einer langen Reise wieder in seiner Heimat ist, der vor Herausforderungen und Entscheidungen steht. Wenig erfährt man über ihn, dennoch ist er da, in Adas Wohnung, in ihren Gedanken, mittendrin in ihren Ängsten. Ein besonderer Mensch, aber auch ein verletzter, einer, der Ada Unannehmlichkeiten beschert, der aber auch zur Stelle ist, wenn es darauf ankommt. Ihn, sein Verhalten zu interpretieren, zu überlegen, wie er sich fühlt, wie sein Leben verlief, was er denkt und wonach er sucht, auch das hat mich herausgefordert und mich an das Buch gefesselt. Unpassend empfand ich deshalb den hinteren Teil des Buches, der zu vorhersehbar war und indem meiner Meinung nach die Liebe zu präsent wurde. Plötzlich „flutschte“ es etwas zu gut, wenn auch noch weit genug von Seichtem entfernt. Deshalb kann ich nach vielen starken Leseseiten darüber auch gut hinwegsehen und bleibe Ada und Juri gedanklich stark verbunden, bis zum letzten Wort und darüber hinaus. >> "So ist das nun mal", murmelte sie, "unsere Köpfe sind gefährliche Gärten" << Zuletzt sei noch erwähnt, dass ich es großartig finde, wie bei diesem Buch der Titel, die Covergestaltung und der Inhalt harmonieren. Das ist außergewöhnlich, außergewöhnlich schön! FAZIT: Eine Geschichte über die Angst, die ganz tief sitzt, über Menschen, ein Blick hinter ihre Fassade, tief hinein - auch in sich selbst. Ein starkes, bilderreiches Debüt der Autorin Simone Lappert. (Zitate aus "Wurfschatten" von S. Lappert)

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  • Ein gelungenes Debüt!

    Wurfschatten

    freiegedanken

    Es gibt Bücher, die kann man nur schwer aus der Hand legen. Die liest man selbst dann noch, wenn man eigentlich keine Hand zum Umblättern mehr frei hat... beim Teig kneten oder Fahrrad reparieren... irgendwie. Einen solchen Roman hat Simone Lappert geschrieben. Die Schweizerin legt mit „Wurfschatten“ ein sehr lesenswertes und kurzweiliges Debüt hin, welches mich in seinen Bann zog und um so manches poetisches Bild bereichert hat. Ada ist 25 Jahre alt und arbeitet als Bühnenschauspielerin. Das Leben meint es eigentlich gut mit ihr, sie scheint ziemlich talentiert und beliebt zu sein, aber Ada hat Angst – Angst vor schlimmen Krankheiten und plötzlichen Unfällen, die sie sterben lassen könnten. Mit dem Stethoskop lauscht sie, ob das Herz noch schlägt, ob es noch da ist. In dieser Angst gefangen, ist sie schrecklichen Panikattacken ausgesetzt, die über sie herein brechen, sobald sie allein in ihrer Wohnung ist. Gelähmt von ihrer Einbildung ist Ada unfähig ihre Karriere als Schauspielerin voran zu treiben, entsprechend gerät sie in Geldnöte und kann die Miete nicht mehr zahlen. Durch eine ausgefallene Maßnahme begegnet sie Juri, dem Enkel ihres Vermieters und Adas Leben nimmt einen anderen Lauf. Simone Lappert hat Literarisches Schreiben studiert und das merkt man auch. Mit spielerischer Leichtigkeit lässt sie uns teilhaben an Adas Gedanken, an ihren dunklen Stunden und zwischenmenschlichen Begegnungen. Die Bilder die sie dabei schafft, sind wunderbar poetisch, manchmal witzig und klug. Ada zu verstehen ist nicht immer leicht. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass man mehr über ihre Krankheit erfährt, sie besser in Zusammenhang mit verschieden Eigenarten der Protagonisten bringen kann. Und es ist so, dass Simone Lappert mit „Wurfschatten“ auch einen etwas vorhersehbaren Liebesroman mit Happy End geschrieben hat, denn Juri wird zum Retter einer verzweifelten Hypochondarin, die eigentlich auch nicht mehr an die Liebe glauben wollte. Aber darüber habe ich gerne hinweg gesehen, denn es ist der Schweizerin wirklich ein ungemein kurzweiliger, kluger Roman gelungen. Sehr lesenswert! Ein weiteres Plus spreche ich obendrein für die Buchgestaltung aus. Selten hat mir ein Buch optisch so gefallen und das Cover passt auch hervorragend zum Inhalt.

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    freiegedanken

    18. September 2014 um 11:05
  • Leserunde zu "Wurfschatten" von Simone Lappert

    Wurfschatten

    Metrolit_Verlag

    Liebe Lovelybookers, Simone Lappert erzählt in ihrem Debütroman »Wurfschatten« die Geschichte einer jungen Frau, die äußerlich funktioniert und innerlich zu zerbrechen droht. Behutsam und nie denunzierend nähert Lappert sich ihrer Protagonistin, und erzählt von den tragischen wie den komischen Momenten ihres ins Stocken geratenen Lebens. Wir verlosen 6 Exemplare des Romans und würden gerne in einer anschließenden Leserunde eure Meinung hören! Darum geht's: Ada ist jung, gerade mal 25 Jahre alt, aber sie hat nicht mehr lange zu leben, davon ist sie fest überzeugt. Nicht nur in ihren Träumen stirbt sie jede Nacht aufs Neue, auch tagsüber beherrscht sie diese Todesangst. Das führt dazu, dass sie immer seltener ihre Wohnung verlässt und sich zunehmend isoliert – Freundschaften zerbrechen, ihre Karriere als Schauspielerin ist gefährdet. Um die Angst zu bändigen, unterhält sie ein Therapiezimmer. Dort bewahrt sie alle ihre Ängste auf: von A wie Atomtod bis Z wie Zyste. Diese fragile Konstruktion gerät ins Wanken, als ihr Vermieter, der schon seit Monaten auf sein Geld warten muss, sie nicht wie angedroht vor die Tür wirft, sondern ihr stattdessen einen Mitbewohner in die Wohnung setzt: Juri, seinen Enkel, der in die Stadt gekommen ist, um die Goldschmiedewerkstatt seines verstorbenen Vaters fortzuführen. Zunächst ist Ada entsetzt; ein Fremder, der nicht nur eigene Spuren hinterlässt, sondern jeden ihrer Schritte beobachten kann. Doch mit der Zeit nähern die beiden sich an. Zaghaft entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die womöglich geeignet ist, die Angst zu zügeln und Ada ins Leben zurückzuführen.Zur Leseprobe >> Teilnahme:Bis zum 11. August habt ihr die Chance, eines von 6 Exemplaren zu gewinnen. Hinterlasst einfach eine Nachricht unter "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" und erzählt uns, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen würdet. Wir freuen uns! Schöne Grüße von den METROLITEN

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  • Wurfschatten

    Wurfschatten

    Sarlascht

    16. September 2014 um 20:32

    Inhalt: Die 25-jährige Ada ist fest davon überzeugt bald zu sterben. In ihrer Wohnung gibt sie sich ihren Ängsten hin, im Alltag versucht sie zu funktionieren, was aber auf Dauer nicht gut geht und sie das Draußen vermeidet, so gut es eben geht. Freundschaften zerbrechen, die Arbeit als Schauspielerin bleibt auf der Strecke, alles, weil ihr Kopf ihre Streich spielt. Ihr Vermieter hat zwar ein Herz für Künstler, doch auch er kann nicht auf die Miete verzichten, welche Ada immer zu spät zahlt, kurz entschlossen, setzt er ihr einen Mitbewohner in die Wohnung: Juri. Plötzlich ist ihre Wohnung eingenommen vom Feind. Zuerst ständig auf der Flucht, näher die Beiden sich langsam an. Meine Meinung: Ein Buch über Ängste, Ängste die so grundlos auftauchen, dass man sich selbst fragt, wie sicher die Welt eigentlich ist. Für Ada ist sie unsicher, jeden Tag, sie malt sich ihren Tod aus, denkt, bald an einer schweren Krankheit zu sterben. Ihre Ängste nehmen eine Eigendynamik, zu Hause hat sie sich ein Therapiezimmer eingerichtet, wo eine Tapete mit unzähligen Krankheiten hängt, damit sie sich ihren Ängsten stellen kann. Dieses Zimmer ist sehr wichtig, doch als Juri einzieht, gibt es diesen Ort nicht mehr, verzweifelt versucht sie woanders halt zu finden, es gelingt nur nicht so einfach. Deutlich wird es, als sie eine Panikattacke in einem Zug hat, was sie bis dato vermeiden konnte, in der Öffentlichkeit, unter Bekannten, konnte sie eigentlich einwandfrei funktionieren. Ihre Wohnung ist kein Ort der Sicherheit mehr, ständig ist sie auf der Hut vor Juri, bloß nicht auf ihn treffen. Ein Katz und Mausspiel zwischen diesen beiden nimmt ihren Lauf, wobei der junge Mann schnell als Schürzenjäger auffällig ist, was Ada nur noch mehr abstößt. Man kann es jetzt schon erahnen, da beginnt eine zarte Liebesgeschichte, weil bekanntlich was sich liebt, das neckt sich. Und ich hab das Buch eigentlich gelesen, weil ich eine Rezension von Sophie bei literatourismus gelesen habe und sie hat etwas sehr spannendes angeführt, einen persönlichen Wunsch: wäre es nicht schöner, wenn jemand seinen Ängsten alleine entwächst? Es ist so, der strahlende Held kommt nicht immer angeritten, wenn man ihn gerade braucht und auch ich muss mich Sophie anschließen, mir wäre es lieber gewesen, wenn Ada eigene Stärke entwickelt hätte und alleine durch die Dunkelheit gegangen wäre, weil diese Geschichte, Mann rettet Frau, sie ist doch schon ein bisschen fad. Mal abgesehen von der Liebesgeschichte ist das Buch alles in allem auch nicht wirklich etwas, wo ich sagen muss, dass es mich abgeholt hat. Sicherlich nett zu lesen, nur der Funke ist leider nicht übergesprungen, einfach weil nichts herausragend an der Geschichte ist. „Die Blicke der anderen sind eine Art Bühne. Eine Sucht ist das. Und wenn der Applaus ausbleibt, fängt man an, sich durchsichtig zu fühlen. Ich habe viel zu lange nur aus den Blicken anderer bestanden. Manchmal glaube ich, dass ich nichts Eigenes mehr habe, gar nichts, nicht einmal die Vorstellung von mir, die sonst keiner hat.“ (Seite 49) Sprachlich ist das Buch allerdings eine wahre Perle, manche Sätzen setzen sich in meinem Kopf fest und haben mich durch die Zeit begleitet. Darin liegt auch die Kraft, die Geschichte mag ein wenig fad sein, aber die sprachliche Qualität ist wunderbar. Fazit: Sprachlich eine Wohltat, konnte mich die Geschichte an sich leider nicht vollkommen überzeugen.

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